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Fuldaer Zeitung (Amtliches Kreisblatt).

Sonntag, 26. Mai 1929

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100 katholische Kinder in der gesun­den Luft der Rhön und des Vogelsber- ges 6 Wochen lang sich kräftigen, denn im dortigen Industriegebiet ist es wohl noch unge­sunder als im Ruhrgebiet und für die Arbeiter das Einkommen noch geringer. — Die Kinder werden am Dienstag, den 2. Juli, hier eintreffen. Alle, die noch ein Herz für die deutschen Mitbrüder im Auslande haben und mitfühlen mit den armen Kindern einer Jndustriegegend, werden eindring­lichst, gebeten, in der Sommerferienzeit für 6 Wochen ein oberschlesisches Kind aufzunehmen. Mel­dungen möge man bald an das Caritassekretariat in Fulda, Mutterhaus, senden.

tfntoa, den 25. Mai 1929 Dreifaltigkeit.

= Der Hessen-Nassauische Gemeinschasksverein ver­anstaltet am Sonntag, den 2. Juni, nachmittags 3.30 Uhr, im großen Stadtsaale ein S ä n g er- und Posau­nens e st. Die Leitung der vereinigten Sängerchöre 1300 Sänger) liegt in Händen von Musikdirektor Dr. Frank L. Limbert-Hanau und die Leitung der vereinig­ten Posaunenchöre in Händen des Posaunenqenerals Pastor D. Kuhlo-Bethel. Siehe Anzeige.

Aabrikdirekkor Theodor Mann f.

Unerwartet ist heute nacht der Direktor der I Filzfabrik A. E., Fulda, Direktor Theodor Mann aus dem Leben geschieden. Seine Angehörigen fan- I den ihn bewußtlos im Badezimmer, wo er noch I in später Abendstunde ein Bad hatte nehmen wol- I len. Die Aerzte konnten nur den Tod feststellen, I der infolge einer Vergiftung, deren Ursache noch nicht einwandfrei ermittelt ist, eingetreten war. Direktor Munn kam im Jahre 1919 nach Fulda, nachdem er vorher in Offenbach im Dienste der dortigen Filzfabrik Steinhäuser u. Kopp gestanden hatte. In Fulda gehörte er auch dem Aufsichtsrat der Teppichfabrik A. G. an. Infolge seiner lebens­frohen Art hatte er viele Freunde. Dor einiger Zeit hatte er die Möllersche Villa an der Marien- straße bezogen und beabsichtigte ihren Erwerb ein schließlich des noch im Besitz der Stadt Fulda be­findlichen Erbbau-Grundstücks.

Ein landwirtschaftlicher Fachausschuß für die Ar­beitsämter Fulda und Hersfeld.

Mit dem Sitz in — H e r s f e l d ist vom Berwal- tungsausschuß des Landesarbeitsamtes Hessen eine gemeinsame landwirtschaftliche Fachabteilung für die Arbeitsämter Fulda und Hersfeld angeordnet worden.. Das Arbeitsamt Hersfeld fordert im An­zeigenteil die wirtschaftlichen Bereinigungen der landwirtschaftlichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer des Bezirks zur Einreichung von Vorschlagslisten für die Wahl eines Fachausschusses auf.

Falschgeld im Umlauf.

Seit längerer Zeit tauchen nicht nur in Berlin, sondern auch im Reich verschiedene Fälschungen von Zehn- und Zwanzigmark-Reichs­banknoten mit dem Ausgabedatum vom 11. Oktober 1924 auf. Hersteller und Verbrester die­ser Fälschungen sind bisher noch nicht ermittelt. Die Fälschungen sind bei einiger Aufmerksamkeit durch Vergleich mit den entsprechenden echten Noten zu erkennen. Die eine Sorte der umlaufenden fal­schen Zahnmark-Scheine ist an der falschen Wieder­gabe des Kopfes auf der Vorderseite der Note leicht kenntlich. Die andere Sorte der umlaufenden Zehnmarkscheinfälschungen ist wesentlich besser. Die Fälschung der Zwanzigmarkscheine ist leicht an der mangelhaften und ungenauen Wiedergabe der Vorderseite der Note zu erkennen.

Den 75. Geburtstag feiert heute das Ehrenmitglied der Turn- gemeinde 1848 e. V. Fulda, Rentner Joseph Hammel. Vor mehr als 65 Jahren trat Joseph Hammel als Turnknabe bei. der Turngemeinde

sovderung, die ein Betrieb an den Arbeitenden stellt, verschieden sein kann. Dee Abzug für den dem Uebergeber ersparten Barlobn muß,' wie schon oben erwähnt, besonders beantragt werden. Eins Form oder Frist für den Antrag ist nicht oorge- schrieben. Der Abzug kann daher auch noch nach Erlaß des Erbschaftssteuerbescheides beantragt wer. den, ist aber ausgeschlossen, wenn seit der Veran­lagung der Steuer fünf Jahre verflossen sind Vor- aussetzung dafür ist aber, daß der Antraasteller seinerzeit nicht gewußt hat, daß ein solcher Abzug möglich ist. Das Erbschaft- und Schenkungssteuer-- gesetz sieht gewisse Freigrenzen vor, innerhalb deren ein Erwerb steuerfrei bleibt. So :ft die Mindestfreigrenze in Steuerklasse I, in der die Kin- der eingestuft sind, 5 000 Rm. Wird diese Grenze überschritten, so beträgt in dieser Klasse der Satz 2 Rm. vom Hundert und staffelt sich dann weiter ^>'2,5 Prozent 'bei Vermögen bis einschließlich 20 000 Rm. und weiter um % Prozent für sede angefangene 10 000 Rm. bis einschließlich 50 000 .nm., fctof) J>er Satz für ein steuerbares Vermögen non 50 000 Rm 4 Prozent beträgt. Bis einschließ- l'ch 100 000 Rm. ist der Satz 4,5 Prozent Wird Cte Mmdestgrenze überschritten, so wird nicht nur der überschießende Betrag, sondern die Gesamter- werbssumme zur Steuer heraugezoaen Steuerfrei blerbt auch für Kinder des Uebergebers der ge­samte Hausrat, zu dem auch Wäsche und Klei- vungsstücke gehören, in unbeschränkter Höhe.

Wegen der Höhe der Schenkungssteuer wird die Zahlung derselben in vielen Fällen mit außer- ordentlichen Schwierigkeiten verbunden sein Da­mit unnötige Härten bei der Einziehung vermie- kann der Steuerpflichtige gem. § 105 RAO. Stundung beantragen. Außer dieser Mög- w)kelt hat der Steuerpflichtige nach ß 37 des Erb- chaft- und SchenEungssteuergesetzes einen Rechts- anspruch auf G e w ä h r u n g von T e i l z a h l u n- gen b,s zu höchstens 10 Jahresbeträgen, wenn es Ich um einen Erwerb von inländischem Grundbesitz handelt, und die sofortige Einziehung der Steuer

.. A. ist das erste was eine fromme Mutter ihr Kmdlein lehrt: Das Kreuzzeichen machen und damit den Glauben an den dreieinigen Gott, wenn auch unbewußt des Inhaltes und der Bedeutung, zu be- kemien. Und legen wir uns zum letzten Schlafe' fo tun wir das unter dem gewaltigen Sterbesegen: „Fahre hm, christliche Seele, im Namen des V a- ters. der dich erschaffen, des Sohnes, der dich erlöst des hl. <3 ei ft e s, der dich geheiligt hat."

Hefcer Plastik des 17. Jahrhunderts in Fulda bringen die „Fuldaer Geschichtsblätter" ht ihrer neuesten Nummer einen mit Bildern reich vev- fehenen Aufsatz von Dr. F. Dettweiler. Außer- dem enthalt die Nummer einen Beitrag von Dr. E. Wenzel über das v. Romrod'sche Schlößchen zu Mus nn Kreise Fulda. Assen Freunden des Ful­daer Landes und seiner Geschichte wird der Bei.

a?r Geschichtsverein emp- 8"' ®‘e Mitglieder erhalten die Fuldaer Ge- schichtsblatter k o st e n l o s.

Der Erwerb der Abkömmlinge von ihren El- I lern ist nach dem Grunderwerbssteuergesetz grund- erwerbsfrei. Der Erwerb des väterlichen ' Hofes ist deswegen aber an und für sich nicht steuerfrei. I sondern es kommen die Bestimmungen des (Erb« I fchafts- und Schenkungssteuergesetzes in Anwen­dung. Bei der Veranlagimg wird nach folgenden I Grundsätzen verfahren.

Sie ^öbe der Erbschafts- und Schenkungssteuer I fächlet sich nach dem Betrag, um den der Erwer­ber bereichert ist. Als Wert wird bei landwirt­schaftlichen Vermögen der Einheitswert an­genommen, wie er nach der letzten Fest­stellung festgesetzt worden ist 'Bei Ab­gabe einer Erbschaftssteuererklärung braucht da- her nur der letzte Einheitswert in die da- I für vorgesehene Spalte eingesetzt zu werden. Zur Ermittlung des Steuerwertes wird der Ueberqabe- preis in Abzug gebracht, sowie alle sonstigen Lei­stungen, die der Erwerber nach dem Uebergabe- vertrag außerdem übernommen hat, also die Ab- Nndungen an die Geschwister, der Auszug an die Uebergeber, der mit einem je nach dem Alter ver- Ichiedenem Faktor kapitalisiert wird. Ferner wird auf Antrag hin der Lohn des Uebemebmers, her dem Uebergeber durch feine Mitarbeit vom 15' Le­bensjahre an bis zur Uebernahme des Betriebes erspart worden ist, in Abzug gebracht. Da der Uebernebmer in jugendlichem Alter natürlich nichi dieselbe vollwertige Arbeitskraft darstellt, wie in Wateren Jahren, fo wird ksier hinsichtlich des Lohns eins gewisse Differenzierung eintreten müssen, der- aeftalt, daß m lungeren Jahren ein niedrigerer Be­trag als Arbeitslohn angefetzt wird, als im voll- wertigeir Mannesalter. (Eine feste Norm wird sich leooch ftir die 'Festsetzung eines Satzes für ersparte Arbeitskräfte kaum auffteöen lassen, und die Fi­nanzämter werden in den einzelnen Fällen prü- fen welche Betrage dem Uebergeber durch die Ar- beitskrast des Uebemehmers erspart worden sind. Als Lohn wird man wohl den ortsüblichen Bar- lohn annehmen müssen, der aber, je nach der An-

1848 ein. Acht Jahre lang hatte er das verant­wortliche Amt des ersten Turnwarts bekleidet und während dieser Zeit in körperlicher Beziehung vielen jungen Turnern das Rüstzeug vermittelt, das sie fähig machte, den Anforderungen des Lebens ge­recht zu werden. Schon vor dem Krieg ernannte ihn die Turngemeinde 1848 wegen seiner vielen Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied und es gereichte ihr zu ganz besonderer Ehre, ihrem Ehrenmitglied danach die höchste Auszeichnung der Deutschen Turnerschast, den Ehrenbries der Deut­schen Turnerschast, erwirken zu dürfen. Noch heute hängt das Geburtstagskind mft ganzem Herzen an der ihm lieb gewordenen Turnerei. Durch das am selben Tage stattfindende Bezirksturnfest ist es leider nicht möglich, einen Ehrenabend zu veranstalten. Dieser findet am 8. Juni im Vereins­lokal Ballhaus statt.

Die 3tof der Eisenbahnergemeinden.

Nach dem Reichsbesteuerungsgesetz haben dü Gemeinden, in denen sich Betriebswerkstätten der Reichsbahn befinden, Anspruch auf die Leistung von Zuschüssen durch die Reichsbahn. Die Reichs­bahn weigert sich, diese Zuschüsse zu leisten Ei­nem Beschlüsse des Reichsrates entsprechend sind jetzt im Reichsdepot 2.5 Millionen Mark für die Cisenbahnergerneinden bereit gestellt. — Im Etat der Stadt Fulda für das laufende Rechnungsjahr werden 10 000 Mark als Zuschuß der Reichsbe­triebe für Fulda ermattet.

wichtig für Kaninchenzüchter.

Am 3. Mai fand im Geschäftszimmer der Land­wirtschaftskammer eine Prüfung für Pelznähleh- rerinnen statt. Der Prüfung unterzog sich Frau M. Fritz, Fulda, Georgstr. 26, die dieselbe auch bestand und von der Prüfungskommission als Pelznählehre rin anerkannt wurde.

Frachtfreiheit für Ersahkirchenglockcn

ist nach einem Erlaß des Ministers für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung vom 19 März dieses Jah­res bis zum 31. März 1930 verlängert worden.

Kraftpostverkehr nach Bachrain.

Anläßlich des Bezirksturnfestes in B a ch r a i n werden am 25. und 26. Mai von der Stadtkraftpost folgende Fahrten ausgeführt: Am 25. Mai: von 19,45 Uhr a6 ab Postamt je nach Bedarf; am 26. Mai: von 13 Uhr ab ab Postamt je nach Bedarf. Eine Bedarfshaltestelle befindet sich nur noch am Franzosenwäldchen.

Schenkungssteuer bei U bergabe des Unwesens

Von Dipl. Kfm. Aug. Schüleer, Fulda.

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Bezüglich der Hilfsaktion wird auf Grund einer amtlichen Mitteilung festgestelltz daß der erste Hilfs­zug bereits 16.26 Uhr mit den zuständigen Stellen und den Sanitätsmannschaften der Reichsbahn unter Leitung des Reichsbahnarztes Dr. Stegmaier abgefahren und um 16.34 Uhr an der Unfallstelle angekommen ist. Die erste Hilfe ist also von der Reichsbahn selbst gekommen.

Wonniger Mai!

Nun hat doch der Mai seine ganze Pracht un- «T ,.*5 Einfluß wärmerer sonniger Tage entfaltet! Herrliche Natur rft ringsum erstanden. Jrn safti- durchs junge grüne taub strömt goldiger Sonnenschein, Tulpen glü- den rot und weiß und der Flieder hält seine Blü- tenbuschel in die milde, zitternde Luft .

Hoch über jungen sprießenden Saaten schmet- dte Lerche ihren Iubelgesang und klettett an ihren Tonen ms Blaue hinauf wo die Wolken sind dtese weißen, von rastloser Wanderlust erfüllten Lotten. Unzählige Blütenbäume senden Düfte in ftX9 Landschaft. Im jungen Blätterkleid der Wach und, was man nicht alle Jahre i^eht, die Tannen blühen überreich.

o-ix3 diesen Mai willkommen heißen! Sonne und Licht möge sich über unsere Welt ergießen ^edie graue Straße des Alltages vergolden uüd die Herzen empfänglich stimmen für die Schön-

>. Ratur. Unter den Kastanienbäumen sol- lendre Brunnen rauschen und künden von seligem Tage, von frrschemMorgen und geruhsamen Abend, »on des Lebens quellender Freude und von der Liebe. Wonniger Mai!

h. Zeigen u-ir uns dieser geschmückten Welt wür- org. Lassen mir uns nicht in ödes Gezänk mit benen ein, die doch alles besser wissen, weil sie mcht wissen, daß sie trotz Besuchs einer ehrwürdi- gen Schule n, ch t s wissen. Die sich wunder was ^rrauf einbilden, wenn sie ihre Redensatten auf Kopfe loslassen können, die nicht weniger hohl sind als ihre eigenen. Kehren wir zum Menschlichen zurück aus dem allein auch für die Politik und das öffentliche Leben das Richtige gewonnen wird. Seien wir gut zu einander, weil uns allen das gleiche hhLfsfr $ e "J ^schieden ist: wie Gras zu fein, hinfällig und schwach und angewiesen auf den Trostgedanken, daß wir in Gottes Hand sind.

Richtig sitzen — gut arbeiten!

Im deutschen Arbeitsschutzmuseum, Berlin-Char­lottenburg, wird von der Deutschen Gesellschaft für Gewerbehygiene und dem Deutschen Arbeits- schutzmuseum m Verbindung mit dem Ausschuß für mfÄÄEüh* Fertigung beim Reichskuratorium für -Wirtschaftlichkeit eine Sonderausstellung „Arbeits- sitz und Arbeitstisch" veranstaltet. Die' industrielle und gewerbliche Rationalisierung, die in der Durch- forichung von Bettieben zwecks Aufdeckung der verschiedenen Möglichkeiten, Verluste bei der Ar­beitsausführung zu vermeiden, besteht, bedingt auch «me vernunftgemäße Ausgestaltung der Arbeit der m den Betrieben tätigen Menschen. In diesem

Die langsamen Zivilprozesse.

In einer allgemeinen Verfügung spricht der preußische Justizminister die Erwartung aus, daß die Gerichte den Wünschen der Patteien auf Be- schleunigung der Zivilprozesse entgegenkommen. Auch während der Gerichtsferien sollen die Ge- nchtsverfahrm so schnell wie möglich dur hgeführt werden.

Derfassmigskunde in den Schulen.

Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung Dr. Becker hat sich in einem M i n i st e r i a l e r l a ß an die Schulräte gewandt und sie aufgefordett, dem Unterricht über die Verfassungskunde besondere Fürsorge zuzuwenden. Bet der Einführung der Kinder in das Verständ- nts der Verfassung ist zu beachten, daß die gegen- wattigen staatlichen Verhältnisse ausführlich und m möglichst anschaulich zu gestaltenden Darstel­lungen den Kindern vor Augen geführt werden sollen. — Wir Watten immer noch auf den Erlaß, worin die Unterweisung in Derfassungskunde auch m den Berufsschulen dringend angeordnet wird.

Zum Eisenbahnunglück.

Wie wir erfahren, ist das Befinden der im Lan­deskrankenhaus untergebrachten Opfer des D-Zug- unglücks bei Kerzell zufriedenstellend. Die gestern die Stadt durchlaufenden Gerüchte, nach denen sich 1 der Zustand des verletzten Lokomotivführers Sei­fe r t, bedenklich verschlechtert haben soll, haben sich als völlig unbegründet herausgestellt. Sie mögen ihren Ursprung in der Tatsache gehabt haben, daß bei der gestrigen gerichtlichen Vernehmung der im Krankenhaus liegenden Zugbeamten, der Lokomo­tivführer noch nicht vernehmungsfähig war. Auch das Befinden der schwerverletzten jungen Dame gibt zu Besorgnissen feinen An- laß.

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Der Bericht eines Augenzeugen über das Eisen­bahnunglück bei Kerzell erwähnt u. a. noch den furchtbaren Anblick, den die 103 Tonnen schwere Lokomotive, die schwerste, die die Reichsbahn augen­blicklich verwendet, bot. Als geradezu ein Wunder ist es zu bettachten, daß die Lokomotive sich zwei Meter vor der Unterführung auf die Seite legte und sich in den Boden einbohtte. Unabsehbar wären die Folgen gewesen, wenn sie in die Tiefe gestürzt wäre.

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In dem D-Zug befand sich, wie jetzt bekannt wird, a uch der hessische Finanzminister K i r n b e r g e r in Begleitung des Ministerialrats Hesse, die eine Dienstfahrt nach Berlin unternehmen wollten. Lediglich dem Umstand, daß die Herren I zwei Minuten vor dem Unglück ihr Abteil verließen, um im Speisewagen den Kaffee einzunehmen, haben sie höchstwahrscheinlich ihr Leben zu verdanken, denn das Abteil, das sie vorher inne hatten, ist I

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vollständig zertrümmert. Das Gepäck wurde später unter den Trümmern herausgezogen. Beide Her­ren sind daraufhin nach Darmstadt zurückgekehtt.

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Reiseführer

Zusammenhänge spielt die richtige Körperhaltung bei der Arbeit eine wichtige Rolle. Sie trägt da- 3“; bei, vorzeitige Ermüdung und Abnutzung zu ver- rJ^enV Statische Halte-Arbeit, die der Körper auch schon beim ruhigen Stehen, beim Sitzen und Gehen zu verrichten hat, soll durch Gewährung geeigneter Stutzpunkte für den arbeitenden Körper möglichst ■ cerringert werden. Ferner soll jede nicht durch die Arbeit unmittelbar bedingte Bewegung ausge- schaltet werden. Die Voraussetzung ist geeignete Ausbildung des Arbeitsplatzes und des Arbetts- sitzes. Innerhalb ihrer Rattonalisierungsarbeiten haben verschiedene große Betriebe bereits der Ar­beitsplatzgestaltung ihre Aufmerksamkeit gewidmet > und namentlich auch die Frage des Arbeitssitzes und des Arbeitstisches systematisch untersucht. Die bei I ihnen erzielten arbeitshygienischen und wirtschaft- I „ ■ ■. ... - - ---- — —' «vytu.m yiu. . uchen Erfolge veranlaßten den Ausschuß für ge-

Unb Livischen?. Ja, dazwischen sollte das Leben I stlndheitsgemaße Arbeitsgestaltung der Deutschen I emes Menschen liegen, der da weiß, was es heißt I Gesellschaft für Gewerbehygiene Leitsätze über Ar- I und wozu das verpflichtet, eine dreifache Schöpfung I beitsstühle, Arbeitssitze und Arbeitstische aufzustel- der Drelfalttgkeit zu sein, dem Vater, dem Sohne, I ~n und eine Sonderausstellung über den heutigen I dem hl. Gerste je in besonderer Weise verbunden Stand der Frage anzuregen, um weitere Kreise zu sein. Wir aber nehmen das hin — ja wie nun? I °arauf aufmerksam zu machen und zur Mitarbeit ! — wie eme Sache, die sich ganz von selber versteht I anzuregen, denn eine ganze Reihe von Arbeiten, obschon sich noch nicht einmal ein einziger Pfenna I ™e noch im Stehen ausgesühtt werden, fön» I den ich oder du im Geldbeutel haben, von selber nen hsiend verrichtet werden.

versteht. So wunderlich sind wir Menschen! Ob I Oberfdikiifdie Kinder uns das wohl am Dreifaltigfeits-Sonntaa auch nur ÄtnDe<r-

ein wenig zum Bewußtsein fommt? Jodofus < ^mde m der Fremde wird das Vater- U5- I Haus noch lieber und teurer. So hängen bie beut« Xnr <c. I Minderheiten unter fremder Herrschaft erst

Jur «rankheti des Erzbischofs von Freiburg recht an ihrem Vaterlande. Umso mehr können übend mitgeteilt, daß eine we- I U>ir es verstehen, wenn gerade bie Deutschen un- sentliche Aenderung des Krankheitsbildes sich bis- ter polnischer Herrschaft wünschen, daß ihreKin- her nicht gezeigt hat. Das Befinden des Patien- I etwas vom deutschen Vaterlande erleben und I ten muß nach wie vor als ernst angesehen werden. I ^ort Kraft und Erholung für ihre spätere schwere I Bischofsbesuch auf dem Frauenberg Arbeit finden. Wie schon in den vergangenen Jah-

Auf der Reiie noch * sRnm „ n < rc" sollen auch dieses Jahr wieder aus dem Hochw Herr Bischof Amandus Dahlma^Ü aus • kLulschen Jndustriebezirk um Kattowitz mehr als | dem Irai^isfanerovden im Kloster Frauenberg zu Gesuch. Bischof Dahlmann, ein Bruder des durch fein Werf über Indien befannten Jesuitenpaters Dahlmann, aus dem Rheinland gebürtig, wirft in Südamerika. Sein Bischofssitz ist die Stadt Santarem am Amazonenstrom. Er gehört jetzt 50 Jahre dem Frcmziskanerorden an.