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nr. 87.

Fuldaer Zeitung (Amtliches KreisbTatt).

Sonntag, 14. April 1929.

BULGARIA

eme Zigarette bieten, die aut der Höhe sonstiger 8-Pfg.-Zi- garetten steht.

Arbeiksjublloum.

Der Kaufmann Wilhelm A tz e r t konnte am Freitag bei der Firma C. A. Arnd in Fulda fein 25jähriges Arbeitsjubiläum feiern. Sem Arbeits- platz im Eisenlager der Firma war aus diesem Anlaß festlich geschmückt. Die Firma ehrte ihren treuen Angestellten, die Angestellten ihren guten Kol- legen und die Arbeiterschaft ihren Vorgesetzten durch Glückwünsche und Geschenke. Die Handelskammer verlieh dem Jubilar em Ehrendiplom, das ihm voll der Firma überreicht wurde.

Segen die Zentralisation der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.

- , in Fuld. Ztg. schon eingehend er- örterten Angelegenheit der landwirtschaftlichen Be. rufsgenossenschaft hat der Vertretertag des Ver­bandes der preußischen Landgemeinden h» Cor- bach i. Waldeck am 23. März 1929 folgende Ent- schließung gefaßt: Die in Corbach anläßlich des ersten Waldeckschen Landgemeindetages versammel.

von jeher Hand auf die kostbarsten bulga- rischen Tabake zu legen, Deutschland aber sowie die übrige Welt hatten das Nachsehen.

Montag 15 Uhr; es dürfte die letzte Sitzung sein. Der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, Dr. Schwander, der allen Verhandlungen des Kommu- nal-Landtages mit seinen Fachreferenten bei­wohnte, wird, wie wir hören, wegen der Wichtig­keit der Beratungen des Hauptausschusses über die Festsetzung der Bezirks- st e u e r n am Samstag auch an den Verhandlun­gen des Hauptausschusses teilnehmen.

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Aus den Verhandlungen des Hauptausschusses sind für unsere Leser folgende Punkte von Jn- tereffe:

Beim Voranschlag der „Landesbiblio- thek in Fulda" (Berichterstatter: Abg. Dr. Antoni) wurde von den einmaligen Aufwendungen für Gebäudeunterhaltung 1300 Rm. abgesetzt, da es sich nicht empfehle, vor Klärung der z. Zt. über die Zukunft der Bibliothek schwebenden Fra­gen (etwaiger Neubau) weitere Mittel in den Bau hineinzustecken. Einem Antrag, eine Erhöhung des Verlages für den Ankauf von Büchern vorzu­nehmen, glaubte der Hauptausschuß unter Berück­sichtigung der Gesamllage nicht entsprechen zu kön­nen. Der Voranschlag wurde mit einem Ausgabe­betrag von 55 300 Rm. und einem Zuschußbetrag von 54 600 Rm. dem Kommunal-Landtag zur An­nahme empfohlen. Für die Kasseler Landesbiblio­thek beträgt der Zuschuß 152 000 Rm. Auch hier wurde eine Erhöhung des Verlages für Bücher­käufe abgelehnt.

Der Voranschlag über die Derwaltunaskosten der „Landesleihbank Fulda" (Bericht­erstatter: Abg. Dr. Wiechens) schließt mit 92 000 Rm. in Ausgabe ab, der für die „Landesleihbank Hanau" (Berichterstatter: Abg. Conrad) schließt mit 104 000 Rm. ab. Beide Voranschläge belasten den Hauptvoranschlag des Bezirksverbandes nicht und decken ihre Unkosten aus eigenen Einnahmen. Es wurde festgestellt, daß beide Anstalten sich durchaus günstig entwickeln. Beide Voranschläge wurden in der vorgelegten Fassung angenommen.

Fuldaer Porzellan.

Im Verlag Keramische Rundschau in Berlin veröffentlicht Hanns Josten ein Werk: Ful­daer Porzellanfiguren (55 Seiten, 8', 36 Abbildungen). Der gründlichste Kenner der Fuldaer Porzellan-Manufaktur, Dr. Hanns Josten vom Landes-Gewerbemuseum in Stuttgart, bietet in der vorliegenden Monographie einen überaus wichtigen Beitrag zur Geschichte der Fuldaer Fa­brik und insbesondere über die figürlichen Produk- tionen des Unternehmens. Josten beherrscht ein­mal das urkundliche Quellenmaterial über die Grün­dung, über die einzelnen Künstler sowie über die Gefomtleistungen der Fabrik. Sodann sind dem Verfasser vor allem die Fuldaer Figuren auf Grund seiner umfassenden Reisen und seinerLichtbildsamm- lung wie wohl keinem zweiten Forscher auf diesem Gebiete geläufig. In dieser Kenntnis liegt der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit. Durch Ver. gleichung der Fuldaer mit älteren deutschen figura­len Leistungen weist Josten den Einfluß nach, den insbesondere die Fabriken Frankenthal und Höchst auf die in Fulda schaffenden Künlller ausgeübt haben. Wenn auch in manchen Einzelfiguren und Gruppen der von außen kommende Einkluß unverkennbar ist, so steigen die Fuldaer Modelleure die Gesamtwir­kung durch originelle Modulationen. An mehreren Einzelbeispielen, so besonders an Gruppen im Kas. feier Museum, wird dies im Besonderen nachgewie. fett. Als ein einzigartiges Mr:sterw-rk bei Frgu renplastik bezeichnet Josten die Madonna imma- culata; im hiesigen Museum ist eines der wenigen Stücke dieser Art ausgestellt.

. Besonders sei noch hervorgehoben, daß nicht wie bisher angenommen, zwei Fabrikmarken, sondern drei an den Erzeugnissen zur Anwendung gekom­men sind: 1. Kreuzmarke (1765—80), 2. Heinrickts von Bibra) marke, c 1780—88), 3. Adalbert (von Harstall) marke (1789—90).

Jedem Kunstfreund und insbesondere den Samm­lern und Liebhabern Fuldaer Porzellanfiguren werden Josten'- Untersuchung und seine auf streng stilkritischer Methode gezogenen Schlußfolgerungen hoch willkommen sein. Hoffentlich erscheint nun auch bald des Verfassers großes Werk: „Geschichte der Porzellanmanufaktur Fulda". Vonderau.

für zeugen die Aufsätze, die stets die Anerkennung der vorgesetzten Behörden gefunden haben.

Durch hohen Idealismus und tiefe Religiösität ist Mater Romana ihren Schülerinnen ein leuchtendes Vorbild geworden; in Liebe und Dankbarkeit gedenken alle ihrer Lehrerin.

Mit Beginn des neuen Schuljahres hat Mater Angelika Knapp, bisher Direktorin des Ly­zeums und der Frauenschule in Darmstadt, die Leitung der Schule übernommen löge es ihrer Tätigkeit vergönnt fein, das Dbei <b:um zu neuer, großer Blüte zu führen zum Besten bet weiblichen Jugend unserer Stadt.

An der Schule sind 9 akademische Lehrkräfte hauptamtlich, 3 nebenamtlich tätig. Ferner un­terrichten 26 andere Lehrkräfte.

Das Oberlyzeum umfaßt 9 aufsteigende Klassen (darunter eine Dopvelklasse) und die Frauenschule mit zusammen 307 Schülerinnen. Die „Grund­schule" besuchen 90 Kinder. Die Handelssck>ule und Hauswirtschaftsschule (mit Vorschule), die dem Han. delsminister ^unterstehen, zählen 96 Schülerinnen.

merika hat es verstanden

Liu Wandelkonzert

des Trompeterkorps des Arü.-Regt. Nr. 5 findet morgen bei günstiger Witterung von IV/s—12)4 Uhr im Schloßgarten statt.

Meisterprüfung.

Herr Franz Gerhardt, Sohn des verstorbe­nen Spenglermeisters Emil Gerhardt, bestand vor der hiesigen Meisterprüfungskommission die Mei­sterprüfung für das Spengler- und Installations- Handwerk.

80. Geburtstag.

Frau Maria Schneider, Witwe des Eifen- gießereibesitzers Franz Joseph Schneider, kann am 15. April in seltener körperlicher und geistiger Frisch« den 80. Geburtstag feiern. Herzlichen Glückwunsch!

Das Gberlyzeum

der Englischen Fräulein steht zu Ostern an einem wichtigen Punkte feiner Entwicklung. Mater R o- mana Heller ist, durch ein körperliches Leiden gezwungen, von der Leitung der Schule zurückge­treten. Viele Jahre hindurch hat sie ihre ganze Kraft und Gesundheit dem inneren Ausbau des Oberlyzeums gewidmet und die Anstalt zu einer beachtenswerten Höhe geführt. Heute find die Reifezeugnisse der Schule vollständig gleichwertig den Zeugnissen der öffentlichen Schulen. Die Schü­lerinnen des früheren Oberlyzeums wandten sich nach Besuch der Seminarklasse dem Lehrerinnenbe- vuf zu und sind, heute an Lyzeen und Volksschulen tätig. Diele aber ergriffen auch schon mit großem Erfolg das Studium der Philologie, der Medizin und Volkswirtschaft. Die Abiturientinnen des neuen Oberlyzeums besuchen meistens die Universität oder soziale Schulen. Mater Romana hat es vor allem als Deutschlehrerin verstanden, ihre Schülerinnen für das Gute und Schöne in Kunst und Literatur zu begeistern. Sie ist schon vor der Reform neue Wege gegangen, die jetzt nach dem Erlaß der Richtlinien allgemein üblich geworden sind. Sie hat schon lange int Unterricht das neuere Schrift­tum herangezogen und Verständnis dafür geweckt, Ane bei dem rein Ästhetischen stehen zu bleiben. Sbr war es gegeben, die schöpferischen Kräfte in den jungen Mädchen zu wecken und zu pflegen. Da­

Erst unserem Unternehmen ist es gelungen, durch unsere Organisation in Bulgarien diese hochwertigen Edeltabake auf Jahre hinaus für Deutschland zu sichern. Hier­durch können wir in unserer BULGARIA-KRONE

fehle; er empfahl daher, den Jsolierbau, welcher im Garten stehe, aufzustocken, damit die bisherigen Mängel beseitigt werden können. Die Zahl der so l ter bett en betrage überhaupt nur zehn; das sei völlig ungenügend für eine so lebhafte und wachsende Stadt wie Fulda; eine Ergänzung dieser Jsolierbetten müsse er der Verwaltung drin­gend nahelegen. Ferner möchte er ebenso dringlich der Verwaltung empfehlen, die Speisungs- kosten der Insassen auf 173000 Mk. zu erhöhen, während der Haushaltsvoranschlag nur 153000 Mk. beträgt. Der letztere Betrag müsse unter allen Umständen als unzureichend bezeichnet werden, denn er ist bereits im abgelaufenen Jahre nicht unerheblich überschritten worden. Daß man an der ausreichenden Verpflegung spare, das schade dem Landeskrankenhaus Fulda mehr, als eine rechtzeitige Erhöhung der Ausgaben in der von ihm vorgeschlagenen Weife. Abg. Dr. Schers be­mängelte ferner, daß die Hauptverwaltung nach seinem Dafürhalten auch die für ärztliche In­strumente und Hausgeräte erforderlichen Mittel doch wohl etwas zu knapp bemesse; so bebürfen nach seiner Kenntnis der Dinge die Bestände an Wäsche dringlich einer erheblichen Ergänzung, und auch die Erneuerung der Gebrauchsgegenstände sei sehr zu empfehlen. Aus diesen Gründen möchte er in Vorschlag bringen, die Summe für Anschaf­fungen von ärztlichen Instrumenten und Haus- haltungs- und Gebrauchsgeräten aus 35 000 Mark zu erhöhen. Gegenüber dem Anträge der Haupt­verwaltung, eine Erhöhung der Verpflegungssätze beim Landeskrankenhause Fulda vorzunehmen, wurde schließlich dem Anträge Dr. Scherfs zuge­stimmt, daß eine derartige immerhin schwerwie­gende Maßnahme nur durchführbar fei, wenn sämtliche Krankenanstalten des Bezirksverban­des in Uebereinstimmung mit den übrigen Anstalten ähnlicher Art diese Erhöhung durchführen können. Der Uebernahme einer Bürgschaft für ein durch das Landeskrankenhaus Fulda bei der Reichsver­sicherungsanstalt für Angestellte aufgenommenes Darlehen in Höhe von 150 000 Mk. wurde schließ­lich auch zugestimmt.

Abg. Geschäftsführer Hugo Conrad-Groß- auheim (Komm.) empfahl kurz den Voranschlag des Landeskrankenhauses Hanau zur Annahme, da sich gegen die Voranschläge der Verwaltung nichts ge­ändert habe. Der Landtag beschloß dementspre­chend. Zu sehr heftigen Auseinandersetzungen kam es bei der Beratung des Voranschlages des Lan- deskrankenhauses Kassel zwischen dem Sprecher der Kommunistischen Fraktion, Abg. Lohagen-Kassel und der Bezirksverwaltung. Abg. Lohagen kriti­sierte das Verhalten einiger Aerzte des Landes­krankenhauses, worauf Landesrat von Hugo er­widerte. Der Zwischenfall, bei dem es sich um den Kasseler Landeskrankenhausarzt Prof. Dr. med. Pohl handelte, zog sich längere Zeit hin. Darauf wurde dann der Voranschlag des Laudeskranken­hauses Kassel ohne Widerspruch nach den Beschlüs­sen des Hauptausschusses angenommen und auch in gleicher Weise die übrigen Voranschläge der Landes krankenhäuf er von Eschwege, Hersfeld, Schmalkalden und Rinteln angenommen.

Abg. Rechtsanwalt Dr. Becker-Hersfeld begrün­dete dann im Namen des Hauptausschusses als Sprecher der Hess.-Nasf. Arbeitsgemeinschaft die Notwendigkeit, die Verpflegungssätze für alle Landeskrankenhäuser zu erhöhen, nachdem sich die Notwendigkeit herausgestellt habe, daß man die Speisungskosten und auch die Kur­kosten allgemsin den gesteigerten Kosten anpassen müßte, was die übrigen Anstalten in den Nachbar- bezirken bereits längst getan hätten. Es wurde bann ohne Widerspruch beschlossen, den Landes­ausschuß zu ersuchen, die Verpflegungssätze für alle Landeskrankenhäuser nach Möglichkeit soweit zu erhöhen, daß die Zuschüsse des Bezirksverbandes auf einer tragbaren Höhe bleiben. Ferner soll der Landesausschuß erneut bei der Staatsregierung vorstellig werden, damit die Dotationsan- teile des Bezirks verbandes soweit er­höht werden, damit die Vorausbelastung des Be- zirksoerbandes einen gerechten Ausgleich findet, weil der Bezirksverband Kassel im Gegensatz zu allen übrigen Provinzen und Bezirksverbänden die gesetzliche Verpflichtung hat, die Landeskranken- Häuser zu unterhalten, die aber für den Bezirks­verband reine Zuschußbetriebe nach der Natur der Sache sind.

Damit wurden dann die Verhandlungen abge» broeben; der Kommunal-Landtag vertagte sich auf

Rulba, öen 13. April 1929 Das Ringen um d'e Vezirkssteuer. Die Schlußsitzung des Kommunallandtagrs kann erst am Montag stattfinden. — Die Kurhessische Landwirtschaft wendet sich nachdrücklich gegen Steuererhöhungen. — Die Krankenhaussätze sollen erhöht werden. — Dom Fuldaer Krankenhaus.

Die Fuldaer Landcsbibliothek.

Der Hauptausschuß des Kommunallandtags hat noch keine Lösung des Bezirkssteuerproblems ge­funden. Der Präsident des Landtages mußte infolgedessen für weitere Sitzungen des Haupt­ausschusses Gelegenheit schaffen. Er hat die Schlußsitzung des Kommunallandtags auf Mon­tag emgesetzt.

Zu Beginn der öffentlichen Plenarsitzung am Freitag gab der Präsident bekannt, daß die Land- Wirtschaftskammer für Kurhessen- Waldeck eine längere Eingabe an den Kommu- nal-Landtag gerichtet habe. Sie weist auf die Notlage der Landwirtschaft, besonders in den klein- und mittelbäuerlichen Betrieben, hin und verlangt, daß dieser Notlage unter allen Um - ständen Rechnung getragen werde, in­dem auf jeden Fall die vorgesehene Erhöhung der Bezirkssteuer unterbleibe. Diese Bezirkssteuer>- erhöhung habe auwmatisch eine Erhöhung der Kreissteuern zur Folge, und da die Kreise ausnahmslos ohne eigene Mittel seien und ohne­hin kaum ihre Etats ausgleichen können, so müssen sie diese Steuererhöhung auf die Gemeinden ab* walzen. Die meisten Gemeinden in Kur- Hessen-Waldeck erheben aber bereits 500 und mehr Zuschläge zu den Grundsteuern, und auf diese Weise bestehe die Gefahr, daß der Landwirt­schaft neue Steuern aufgebürdet werden, die jetzt deshalb untragbar seien, weil niemand wisse, tote steh m der nächsten Zeit die Lage der Landwirt­schaft m Kurhessen-Waldeck entwickeln werde, denn die Rückschläge durch die ungünstige Witterung in der Bestellung würden möglicherweise auch in der Ernte ihren unliebsamen Ausdruck finden. Aus diesem Grunde habe sich auch der Vorstand der Landwirtschastskammer mit der Frage eingehmd beschäftigt, ob es möglich sei, daß die Landwirt­wirtschaft noch weitere Steuerbelastungen auf sich nehmen könnte. Diese Frage sei einstimmig verneint worden, jede stärkere Belastung durch Realsteuern sei einfach unmöglich. Die zweite .Eingabe war vom Kurhessischen Land- dun he dem Kommunal-Landtage überreicht wor­den. Sie war in der Form noch wesentlich schär­fer, dem Inhalte nach forderte auch sie, daß der Kommunallandtag und insbesondere alle landwirt- schastsfreundlich gesinnten Abgeordneten doch jeg­liche Erhöhung der Bezirkssteuern ablehnen möchten, weil diese Bezirkssteuern in der Haupt­sache doch nur Zwecken dienstbar gemacht werden sollten, an denen die Landwirtschaft gar kein Inter­esse haben könnte. Die Herstellung von gut fahrbaren Kraftwagen st raßen fei für die Landwirtschaft völlig wertlos, berat dieser zuneh­mende Kraftwagenverkehr schädige eher die land­wirtschaftlichen Interessen, und für sie könne die Landwirtschaft eine Erhöhung der Ge­meindesteuern nicht in Kauf nehmen; der Kommu­nallandtag möge vielmehr sehen, daß die Kraft­wagenbesitzer in stärkerm Maße als bisher zu den Lasten der Straßenunterhaltung herangezogen werden sollten. Präsident von Keudell überwies l beide Eingaben mit Zustimmung des Hauses dem Hauptausschuß.

Dann wurde in die Tagesordnung eingetreten, bte 24 Punkte umfaßte. Zunächst erhielt Abg. Sanitätsrat Dr. Scherf-Bad Orb (Ztr.) das Wort, der den Voranschlag des Landeskranken­hauses Fulda behandelte. Auf Anfrage sei aus Kreisen bet Bezirksverwaltung bie Versicherung gegeben worden, daß bie bereits int Vorjahre gertefnnigten Umbauten in ber chirurgi­schen Klinik im laufenden Jahre zur Durch- führung konnnen werben. Dr. Scherf wies seiner- seits darauf hin, daß bie Unterbringung ber Kin­der statton in dem Untergeschoß der Klinik nicht den Bedürfnissen der Insassen entspreche, da den Raumen genügende Besonnung und Durchlüftung

TEUSCHEft