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Nr. 81.

Fuldaer Zeitung (Amtliches Kreisblatt)

Sonntag, 7. April 1929

Die Erstkommunion der Kinder

(StD.

3m Magistrat

ir haben der breiten Öffentlichkeit

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der den

der

Begleitung der Musik eine Prozession aus dem Donce, die ihren Weg durch einen großen Teil der damaligen Dompfarrei (Wilhelmstraße, Abtstor, Kronhofstraße, Schultor) nahm. Der Stadtteil über dem Paulustor, Leipzigerstraße mit allen Neben-

Ztadlverordnetensitzung.

Am Donnerstag, den 11. April 1929, 17 Uhr findet eine Sitzung der Stadtverordneten-Bsrsamm. lung statt. Die Tagesordnung lautet:

schweren Verhältnisse der Gegenwart und nächsten Zukunft auch für den Rest seiner Amtszeit dem Gemeinwohl nach bestem Können zu dienen. Der Platz des Oberbürgermeisters war in der Sitzung mit schlichtem Blumenschmuck geziert.

Derwaltungsreform und Heimat.

Der Magi st rat der Stadt Fulda hat ein­stimmig beschlossen, sich an der von der hiesigen Handelskammer in Sachen der Verwaltungsrr- form angeregten Bildung eines Ausschusses für die Wahrung der Interessen des hiesigen Bezirksxzu beteiligen.

Eine Versammlung der Bürgermeister

des Landkreises Fulda ist auf Samstag, den 13. April, vormittags 10 Uhr, in die Harmonie ein­berufen worden. U. a spricht Regierungs- und Baurat Meyer über die Meliorationstäftgkeit in der Rhön und dem Vogelsberg.

Eine interessante kommunalpolitische Tagung.

Ter Vorsitzende der Zentrumsfraktion des Kreis­tages des Landkreises Fulda, Hauptlehrer Dogel- KünzeU, lädt an anderer Stelle dieses Blattes zu einer Versammlung am 13. April ein, zu der Generalsekretär Dr. Heinen-Köln, der be­kannte kommunalpoliti)che Führer der Zentrums- p artet, erscheinen wird, allen in kommunalpoliti!- schen Sachen in Gemeinde und Eemeindeverbänden tätigen Parteifreunden durch seine organisatorisch publizistische Arbeit bekannt. Die Veranstaltung, die der Gründung einer kommunalpolitischen Ver­einigung im Landkreis Fulda dienen soll,wird sicherlich viel Interesse finden.

Die Handwerkskammer in Kassel

hat in Fortführung ihrer Beratungen nach länge­rer Aussprache beschlossen, den Lehrlingen und Lehrmädchen jährlich sechs Tage Urlaub gegen Fortgewährung des vollen Lohnes zu gewähren. Es wurde ferner einstimmig beschlossen, die Lehr­zeit für das E l e k t r o - I n st a l l a t e u r- und auch für das F l e i s ch e r g e w e r b e von drei Jahre auf vier Jahre festzustellen, nachdem zahlreiche Ergebnisse der Gesellenprüfungen erge­ben haben, daß die Ausbildung während der bis­herigen dreijährigen Lehrzeit derart mangelhaft war, daß auffällig viele Prüflinge ihre Geftllen- prüfttngen nicht bestehen konnten. Für das Wag­ner- und Stellmacherhandwerk wurde die Höchst­zahl der Lehrlinge, die von einem Meister gehalten werden darf, auf sechs festgesetzt, wenn er minde­stens zwölf Gesellen beschäftigt, ein Meister ohne Gesellen darf nur einen Lehrling halten; auf je zwei Gesellen darf ein Lehrling gehalten werden. Es wurde einstimmig abgelehnt, an die Freien Schuhmacher-Innungen in Abterode (Kreis Esch>- wege) und Schlüchtern das Gesellenprüfungsrecht zu verleihen, weil hierfür die Voraussetzungen nicht erfüllt werden fönten. Die Prüfungsordnung für Gehilfinnen und Gehilfen im Friseurhandwerk für die Städte Kassel, Hanau, Fulda, Marburg, Hersfeld und Eschwege wird dahin abgeändert, daß Lehrlinge in der Gehilfen- oder Gehilfinnenprü- fung in allen Fächern geprüft werden müs­sen, also die Lehrlinge auch im Damenfrisieren und im Bubikopfschneiden; dahingegen dürfen die Lehr­mädchen im Rasieren nicht mehr ausgebildet wer­den und sie sind auch unter keinen Umständen mehr

1. Bewilligung des anteiligen Beitrags zu den Ko­sten der Wanderarbeitsstätten. (Berichterstatter Sto. Frank). 2. Vornahme der Wahl der Beisitzer für den Ausschuß zur Schöffen- und Geschworenenauswahl. (Sto. Weißmüller). 3. Vornahme der Neuwahl der Mitglieder des Jugendamtes (Sto. P. Schmitt.) 5. Ver­äußerung eines Grundstöcksstreifens in der Gemarkung Altenfeld an den Kreis Gersfeld. (Sto. Zellhan.) 6. Abänderung der Fluchtlinie für die Kleine Marktstraße. (Sto. Stahl). 7. Aufnahme eines Darlehns bei der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen­versicherung bezw. beim Reich und Staat für die Not­standsmaßnahme: Herstellung eines Fuldadurchstiches in der Gemarkung Fulda. (Sto. Dr. Weymar.) 8. Löschungsbewilligüng und Nachstandserklärungen. ~ Heidt.) ________

kürzlich bekannt gemacht, daß für unsere 5-Pfg.- . Zi9arette „Bulgaria Krone“ solch hochwertige Edel- tabake Verwendung finden, aus denen normaler- t weise 8-Pfg.-Zigaretten hergestellt werden kön-

nen' ®ie brauchen deshalb als denkender Raucher Ihr Geld nicht auf die Straße zu werfen, denn Sie

straßen, existierte damals noch nicht. Die Erst­kommunikanten hatten nach damaliger Sitte einen Führer und einen Kerzenträger. Die Chöre wur­den von jungen Männern der Pfarrei, meist Mit­gliedern des katholischen Gesellrnvereins, und den Dom-„Singjuugf:rn" ausgeführt. Den „Tauf­schwur" am Nachmittag vor dem Thomasaliare des Domes mußte jeder Erstkommunikant einzeln und laut vor versammelter Gemeinde sagen. Diese Sitten und Gebräuche gehören nun der Vergangen­heit an.

Personennachrichten.

Studienassessor Beils, der bisher an der Städtischen Lateinschule in Hünfeld tätig mar, wurde in den Staatsdienst und zwar an das Staat­liche Gymnasium in Hersfeld berufen. An Stells des Herrn Beils an der Hünfelder Schule tritt Herr Alfons Frank aus Oberlahnstein.

Primiz.

Am nächsten Montag um 8 Uhr feiert der Neu- Prieftet Pater Cosenius Craß in der Klo­sterkirche auf dem Frauenberg seine Primiz. Vorherr hält Pater Quintian Weber die Primizpredigt. Zur selben Zeit liest der 48jähr. Neupriester Pater Balduin Mancher seine erste hl. Messe.

Wichtig für Kleinrentner!

Am Dienstag, den 9. April 1929 9—11 Uhr wird die Unterstützung für April an die hilfsbedürf­tigen Kleinrentner der Stadt Fulda ausgezahlt. Grüne Ausweiskarten find vorzrüegen. Die Unter­stützungen, die von den Empfangsberechtigten an diesem Tage nicht abgeholt werden, werden densel­ben auf ihre Kosten durch die Post übersandt.

hat, gestern in der ordentlichen Sitzu - Beigeordnete Arnd in herzlichen Wor .. Tatsache gedacht, daß am 5. April Oberbürger­meister Dr. Antoni 35 Jahre an der Spitze der Stadt Fulda steht. Besonders dankte er ihm, daß er in den Stürmen der Zeiten den Grundcharakter der alten Bonisatiusstadt gewahrt habe. Obev- bürgermeister Dr. Antoni gelobte, rückblickend auf seine der Stadt Fulda geweihte Lebensarbeit, trotz der für die kommunale Verwaltung so unerhört

wird sich am morgigen Weißensonntag trotz außergewöhnlich winterlichen Wetterlage in .... einzelnen Pfarrkirchen unserer Stadt recht feierlich gestalten. Tie sorgsamen Mütter unserer Erst­kommunikanten werden dafür Sorge tragen, daß die Kleinen mit einer genügend warmen Kleidung versehen sind. In den einzelnen Pfarrkirchen wer­den die Kirchenchöre der Kinder schönsten Tag durch entsprechende Lieder verherrlichen helfen. Im Dome haben sich die Mitglieder des Domchores und Mitglieder des Jungmännervereins unter Führung des Herrn Lehrers Taubel zu einem Chore äitfammcngctan. Sie werden u. a. auch die beliebten Lieder „Jugend tritt das erste Mal" und „Nun vereint in Jesu Namen" vierstimmig zum Vortrag bringen. Umzug int Dome wird am Nachmittag gehaftet. Wir erinnern uns bei dieser Gelegenheit noch gut an die Weißensonn­tagsfeier vor 40, 50 Jahren. Nach dem Gottes­dienste zog unter dem Geläute der Glocken und

Fulda, den 6. April 1929-

Weitzensonntay.

So sind wir. Rührung ist uns eine angenehm: Abwechselung im Gleichmaß der Tage. Außer­dem, wir kommen uns arg geläutert vor und so, sei uns vieles vergeben, weil wir uns beim Anblick der reinen Jugend, die heute ihr Fest der Feste feiert, verstohlen einmal — schnäuzen muß­ten. # •«,*

Ja, so sind wir. Und dann gehen wir hin und haben das Wichtigste nicht einmal erfaßt. Das nämlich, daß wir alle für diese Jugend da, von der wir uns rühren ließen, eine Verant­wortung haben.

Vielleicht, mag sein, um grab ein Beispiel für viele zu setzen, daß wir Bravo sagten, als das Gesetz gegen Schmutz und Schund trotz aller Hin­dernisse doch noch durchs Ziel ging. Als ob ein Gesetz uns unsere eigene Verantwortung abneh­men könnte! Als ob es nicht gerade umgekehrt in aller Form daraus hinwiese, daß wir eine haben! Und als ob ein Christ nicht ganz genau wissen müßte, daß noch längst nicht alles, was von diesem Gesetze nicht betroffen wird, in unser Haus und in die Greifnähe harmloser Jugend gehört! Gesetz und Polizei sind vom Geschlechte der Dickhäuter. Leider, daß es so ist.

Darum, wenn deine Rührung wirklich echt ist, so geh nach Hause und sieh einmal zu, ob nicht dies oder jenes Buch, die oder jene Zeitschrift irgendwo liegt, die von der Art ist, daß sie mit an den Mühlstein gehörte, von dem einmal irgend­wo die Rede ist. Wäre eine schöne Weißensomr- hPsarbeit, dächt ich, und wertvoller als derVer- eines frischgewaschenen Taschentuchs.

darin zur Gesellen- oder Meisterprüfung zuzulas­sen. Aehnliche Bestimmungen wurden auch für die Meisterprüfungsordnung ausgenommen. Die M e i- sterprüfungsgebühren sind allgemein um 10 Mark für alle Handwerksberufe erhöht worden; es werden aber künftighin vom Prüfling keine Beitragsleistungen mehr für die Schaum- ft er erhoben, da diese nunmehr von der Karn selbst bezahlt werden.

Dem konfessionellen Frieden!

Wir erhalten folgende Mitteilung:

Es fehlte uns bisher eine ausgleichende paritätische Stelle, die boi Grenz- bezw. Streitfragen zwischen Konfessionen ihren Einfluß geltend machen konnte.

Eine solche Stelle ist soeben gebildet worden.

In hochherziger Beranfwortungsfreudigkeit ha- den sich eine Reihe namhafter Persönlichkeiten au; dem evangelischen wie aus dem katholi­schen Lager bereit erklärt, als Ausgleichsausschusi zufammenzutreten.

Sollte es dem Ausgleichsausschuß trotz seines ungemein schwierigen Arbeitsgebietes gelingen, fruchtbringende positive Arbeit zu leisten, so kann er eine wichtige Etappe für die stärkere Durch­dringung unseres Volkslebens mit christlichem Geiste und für die Stärkung des inneren Frie­dens werden.

Der Ausschuß ist, jedenfalls evangelischerseits und vorläufig, eine Vereinigung von Privatper­sonen. Umso mehr hängt das Gelingen der Ar­beit von Geist, Fähigkeit und Geltung seiner Mit­glieder ab.

Vorläufig sind es folgende Persönlichkeiten,

a) evangelischerseits: D Fahrenhorst, Studien­direktor, Berlin; D Hermelink, Professor, Mar­burg; D Kübel, Kirchenrat, Frankfurt; D Mullert Professor, Kiel; D Rade, Professor, Marburg; D Schubert, Pfarrer, Berlin; D Siegmund Schultze, Professor, Berlin; D Dr. Simons, Reichsgerichts­präsident a. D., Leipzig; Tillich, Geh. Regierungs­rat, Berlin.

b) katholischerseits: Dr. Brauns, Reichsmini­ster a. D., M. d. R., Berlin; Giesberts, Reichsmi­nister a. D., M. d. R, Berlin; Dr. Heß, Reg. Dir.. M. d. L., Ahrweiler; Joos, Schriftsteller, M. d. R., M.-Gladbach; Dr: theol. Lauscher, Prälat, Pro­fessor, M. d. L., Bonn, Dr. theol. et. phil. Maus­bach, Domprobst. Münster; Dr. Steaerwald, Mini­sterpräsident a. D., M. d. R„ Berlin; Dr. Dockel, Reichsgenerall-kretär, Berlin; Fräulein Dr. Wingerath, Köln; Fräulein Wronka, Oberstudien- rätin. M. d. L., Allenstein.

Wie wir hören, wird der Ausschuß noch tnt Laufe dieses Monats mit der Arbeit beginnen.

Wir wünschen ihm zu seinem bedeutsamen und verantwortungsvollen Vorhaben Gottes reichsten Segen! .

Die Arbeitsniarktlaye in Zulda.

Das Arbeitsamt Fulda teilt uns mit:

Die Arbeitsmarktlage im Monat März war saisonbedingt. Die anhaltende Kälte ließ Außen- arbeiten erst in der letzten Hälfte des Monats be­ginnen. So konnten bei Gleisbauten und anderen

haben tatsächlich für nur 5 Pfennige in unserer

BULGARIA

den Genuss einerB-PfgJiqarette k Die Verdreizehnfachung unseres Umsatzes In einem Zelt­flraum von zweieinhalb Jahren ist der beste Beweis dafür, /daß der Raucher die Qualität unserer Zigarette „Buigaria Krone“ erkannt hat und sie zu schätzen weiß.