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Kliemke sich befand; weitere Pioniere der deutschen Es» peranto-Bewegung und viele treue Mitarbeiter wurden noch einmal durch den Kongretzleiter ehrend erwähnt.

Ein kurzer Ueberblick über die Fortschritte ber Es­peranto-Bewegung im verflossenen Jahre legte Beweis dafür ab, datz Esperanto seinen Weg zur Eroberung der öffentlichen Meinung unaufhaltsam weitergeht. Stadtrat Dr. Linse begrüßte den Kongretz für den Magistrat und die Stadtverwaltung, zuerst in deutscher Sprache, dann auch in Esperanto, das er selbst beherrscht. Die Frank- furter Messe, die seit langen Jahren Esperanto m der Auslandswerbung mit Erfolg verwendet, ließ diese Tat­sache durch ihren Abteilungsleiter Schons zum Ausdrua bringen. Polizeischulrat Beyer überbrachte Grütze de, Polizeiverwaltung, die seit einiger Zeit der Esperanto- spräche mächtige Polizeibeamte in Dienst hat; sie sine an einer roten Armbinde mit entsprechender Aufschrift kenntlich. Die internationale Zusammensetzung der Be­sucher sorgte dafür, datz die Polizeibeamten Gelegenheit hatten, ihre Esperantokenntnisse zu verwerten. Rektor Wüst sprach die Grütze des Frankfurter Lehrerverems aus und betonte, datz die Schule in Zukunft an Esperanto nicht mehr achtlos werde vorübergehen können. Ver­treter von acht Ländern begrüßten den Kongreß in Es­peranto — der deutsche Esperanto-Kongretz bekam da­durch internationalen Charakter. Nachmit­tags fand die Jahreshauptversammlung des deutschen Esperanto-Bundes statt, die ein arbeitsreiches Programm unter Führung von Dr. Vogt-Stuttgart erledigte. An­stelle des verstorbenen Bundesvorsitzenden wurde Po st rat Arnold Behrendt-Berlin ge» wählt. Am Ostermontag fand die Kongreß-Schlußsitzung statt, in der als Tagungsort für 1930 Dresden bestimmt wurde. Eine wohlgelungene Werbeveranstaltung am Ostermontag gab den Frankfurter Bürgern Gelegenheit sich davon zu überzeugen, daß Esperanto immer mehr und mehr praktischen Aufgaben sich zuwendet. Der Vor­tragende war Bankier Dr. Heinrich Arnhold-Dresden; verschiedene nichtdeutsche Esperantokundige gestalteten diesen abend besonders wirksam dadurch, daß sie den An­wesenden zeigten, daß Esperanto auch als Verständi- Sngsmittel im mündlichen Gedankenaustausch jeder Än­derung gerecht zu werden vermag. Eine sehr.um­fangreiche Ausstellung ergänzte das gesprochene Wort.

Nach ernster Arbeit folgten am Dienstag und Mitt­woch Besichtigungen der Stadt und Ausflüge in die be­nachbarten Weltkurorte Homburg und Wiesbaden.

Zozia'es.

— Studienbelhilfen für Berliner Abiturienten. D>> Stadt Berlin hat in Erkenntnis der großen Schwierig leiten, mit denen ein erheblicher Teil der Studierender. ?u kämpfen hat, mit der Gewährung von Studienbeihil- en eine Neueinrichtung geschaffen. Die Beihilfe wird ehemaligen Abiturienten zur wissenschaftlichen Ausbil­dung an einer Universität Hochschule ober Akademie ge­währt, wenn ihre ungünstige wirtschaftliche Lage eine Unterstützung durch die Stadt rechtfertigt und sie ihrer ganzen Persönlichkeit nach hierfür geeignet erscheinen. Vorzugsweise werden Abiturienten der städtischen höhe­ren Lehranstalten berücksichtigt, und zwar in der Regel solche, deren Ausbildung in Berlin erfolgt so weit nicht durch die Art der Ausbildung ein anderer Ort bedingt ist. Die Höhe der Beihilfe beträgt in der Regel 600 Mark jährlich.___________

von den Hochschulen.

— Privatdozent Dr. Karl Staab nach Würzburg bt rufen. Der als Nachfolger Prof. Wikenhausers an bü Würzburger Universität berufene Münchener Prioatdm zent Dr. Karl Staab, hat ben an ihn ergangenen Rus angenommen. Der neue Professor für das wichtige Fach der der neutestarnentalichen Exegese wird schon zum Sommersemester seine Lehrtätigkeit aufnehmen.

Reise und Wanderung.

— Kollektiv-Visum für pole' Gruppen von Re, Senden mit mindestens zehn Personen, die alle Bürg« les gleichen Staates sind und zum Zwecke des Reisens des Sports oder ber Belehrung nach Polen kommen, ha­ben ein Anrecht auf ein Kollektiv-Visum. Dieses Visum gilt für einen einmaligen Eintritt nach Polen und für yöchstens einen Monat Aufenthalt vom Tage des Ein­trittes an gerechnet. Um das Kollektiv-Visum zu er­langen, mutz ber Führer der Gruppe dem polnischen Konsul den Paß vorlegen unb die erforderlichen Aus­künfte und Unterlagen liefern. — Im übrigen kann das Visum verlängert werden, aber nicht länger als zwei Monate nach dem Eintritt.

Wie wird das Wetter?

Das Tiefdruckgebiet, das mit großer Geschwindigkeit südwärts über die Nordsee oorgebrungen war unb um ausgiebige Niederschläge gebracht hatte, ist nach Süden abgezogen und ziemlich kalte Luftmassen sind von Nord- osten her vorgestotzen. In ihrem Bereich behalten wir zunächst das veränderliche zu Schauerniederschlägen nei­gende Wetter. Ein neues Tiefdruckgebiet, das im Nor den aufgetaucht ist, wird mehr ostwärts gehen unb auf unser Gebiet zunächst wenig Einfluß haben.

Witterungsaussichten für Sonntag: Nachlassen ber Nieberschläge, später aufheiternb unb etwas wärmer.

Schriftleiter: Dr ptiil. Johannes Kramer, Fulba. Verantwortlich für die Anzeigen: Direktor der

Fulbaer Actiendruckerei I P a r z e I l»r.

Xe 81.

fSonirtaa, ven 7. April 1929.

Fuldaer Zeitung

Rund um die Woche.

Jitgendideale. — Zur Gärung im Lause. — Jannowrtz. — Weltzer Sonntag.

Atzt da auf einmal vor mir ein richtiger Mis- sionär aus Japan. Cr trägt das Ordensgewand des lieben heiligen Franziskus. Ich starre ihn zunächst _n wie ein Wunder. Missionäre, wer hätte sie als Kind nicht verehrt! Wer wäre nicht einmal in seinem Leben gern hinausgewandert in den gro­ßen Weinberg Gottes! Dann denke ich als Zeitungs­mann doch gleich;: Halt, der weiß sicher allerlei Neues! Frag ihn einmal nach Tfchung-tschang« tschung, nach Wuhan, Nanking, Tschlangkaischek. Frag ihn nach Japan und nach dem ganzen Osten. Wie interessant er zu erzählen muÄte! Japan stellt man sich immer noch falsch vor bei uns. Es ist das ein Land, in dem es heute gewiß große innere Ge­fahren gibt, die aus der bedrückten Lage des klei­nen Dauern erwachsen. Aber es ist ein Land der Ordnung. Man ist dort seines Lebens sicherer, als in den üblen Merteln unserer Großstädte oder als gar in Chikago. Tadellos arbeitet die Post. Sie gibt sich unglaubliche Mühe, die Briefe mit zweifelhaften Adressen an die richtige Zu bringen. Es kam schon vor, daß ein Brief, als er endlich ankam, 28 Vermerke trug von Leuten, die ihn wei­tergeschickt hatten. Die Polizei ist hervorragend. Als einem Pater einmal eine Uhr gestohlen wurde, brachte nach wenigen Stunden der findige Polizist den Dieb sowohl wie die Uhr. Vom Klima sprach mir der Missionär, was im Norden mit seinem Wechsel dem Europäer, so viel zu schaffen macht. Ein Opferleben ist es einmal, das Leben da drau­ßen. Dafür hat man aber auch die Herzensfreude, das Reich Gottes vorbereitet zu haben.

Wie er so sprach, dachte ich immer: Warum sitzt nicht die ganze Jugend Deutschlands hier, um sich von der großen Idee der Weltmission begeistern zu lassen? Wie würde in der Vorbereitung auf so etwas Ideales sich ein junges Leben, das sich heute in vorzeitigem Lebensgenuß, in Träumerei oder in Nichtsnutzigkeit verliert, vcm innen her erfüllt wer­den! Wie würde im gleichen Augenblick das ganze Geschwätz über sexuelle Probleme, die ein frischer Mensch wohl auch als Versuchungen kennt, die er aber klar und fest überwindet, zergehen vor einem großen Gedanken, der wie ein Sturmwind die Seele reinigt und mst sich fortreißt ..... Und wenn ich jetzt auf den großen Plätzen unsere G y m- nasiasten sehe, wie sie ihre neuen Mützen spazieren führen, teils mit gerechtem Stolz, teils ober auch mit einer gewissen unangebrachten Ein« bi-dung — die noch soeben mitgekommen sind, tra- i gen den Kopf am höchsten — wie mancher tüchtige Missionär wäre wohl darunter! Es müßte eigent- | Uch eine ganz neue Bewegung geben, die noch das Gute hätte, in weite Kreise des Volkes die Idee zu tragen, daß die Ausbreitung des Christentums die höchste Sendung Europas und die heiligste Aus­gabe jedes christlichen Volkes ist.

Erst dann, wenn namentlich die Jugend sich wie­der mit starken und realisierbaren Gedanken er­füllt, kann eine Beruhigung des Landes erhofft werden. Man meint, die vielen Bünde, die heure sich geradezu zu einer Gefahr für die ruhige Ent­wicklung des Staates auswachsen, mit Gewalt um tevdrücken zu können. Ob man aber diese Dinge nicht doch allzu politisch sieht? Ob es nicht unter den Stahlhelmern, im Jungdo, bei den Roten Frontkämpfern ufw. sehr, viele gibt, die man po­litisch höchstens als Mitläufer bezeichnen könnte, die aber vor allein dort irgend etwas Großes, etwas Starkes, etwas Ganges suchen? Man muß sich auch bemühen, diese Menschen seelisch zu verstehen. Tatsächlich sind sie doch ein Produkt unserer Ver­hältnisse. Wieder meine ich nicht das Politische, sondern vielmehr allerlei Ungereimtheiten, die nach, gerade zu Unmö^lickkeüen und sogar zum Irrsinn werden. Donoso Cortez, der bedeutende, wenn auch reaktionäre Politiker, Hal einst die Bourgeoisie den „diskutierenden Stand" genannt. Er dis­kutiere fortgesetzt, weil er die Kraft zur Tat nicht aufbringe. Darin liegt etwas sehr Richtiges. Es besteht bei uns ein dauernd wachsendes Mißver­hältnis zwischen Wort und Tat. Dabei muß man sich erinnern, daß die Männer der Tat im allge­meinen sich eher durch Schweigen als durch Reden auszeichnen. Daß auch bewußte Republikaner heute so fühlen, ergibt sich aus den Vorschlägen des Reichstagspräsidenten Löbe, der die Reden und na­mentlich die Rederei in den Parlamenten verkürzt haben wilsi Diese Untugenden könnten in ruhi­geren Zeiten ertragen werden, wie denn die In­dianer jahrhundertelang die Friedenspfeife herum« erreicht haben, indem sie sich in blumenreicher Rede ergingen. Aber heute, wo so oft schwerste Entschei­dungen, und das in sehr komplizierten Dingen und weiterhin unter dem Druck sehr kluger Gegner ge­troffen werden müssen, ist das ewige Reden, das einer Tat voranzugehen pflegt, geradezu katastro­

phal. Was die ihr Vaterland aufrichtig liebenden und doch unzufriedenen Menschen heute wollen, das ist Stärkung der Verantwortlichkeit, das ist die ge­sammelte Kraft, das ist die reckte Verbindung von Wort und Tat, das ist in der Linie der Demokratie die gewissenhaftere Führerauslese, das ist Raum für die Eritfalttmg der Persönlichkeit. Nur dadurch, daß diese gesunden Folgerungen, die bei den. Ver­bänden ost mit ungesunden vermischt sind, wirklich gefördert werden, kann der bedrohlichen Erregung, die durch das Land geht, die Spitze, abgebrochen werden. Allgemeine Regierungserlasse haben da gar keinen Zweck und drängen höchstens das Uebel, das jetzt offen liegt, in geheime Zellen zurück, wo Krankheiten, die nach außen abgelenkt werden kön­nen, nur höhere Temperaturen zeitigen.

Was die Unverantwortlichkeit des Wortes be­trifft, so will ich noch ein Beispiel nennen. Bis jetzt — wo ich dieses schreibe — ist der Prozeß in Jannowitz nicht entschieden. Kein Mensch hat das Recht, einen anderen zu verurteilen, solange dessen Schuld nicht feststeht. Ist es da erlaubt, in der Sensationsprefse dauerrH in Ueberschrtten, wie „der gräfliche Vatermörder" und dergleichen zu arbeiten? Cs ist nicht, weil es sich um einen Grafen handelt, auch im Falle Husmann und sonst habe ich schon darauf hingewiesen. Weiter: Ist es er­laubt, selbst wenn Verdacht vorliegt, nun alle mög­lichen Familiengeheimnisse an den Tag zu bringen? Gilt denn die Ehre eines deutschen Bürgers nichts mehr? Kann aus Anlaß einer Gerichtsverhand­lung, deren Ende — wie es heute steht — noch ganz ungewiß ist, einfach jedes Dokument, was die Justiz findet, auch jeder nicht für Dritte be­stimmte Bries, einfach in die Zeitung gesetzt wer­den? Ist das noch christlich? Ist das noch mensch­lich? Ist das des Gerichtes würdig? Gerade an solcken Dingen siebt man, wie sehr das Gefühl von Anstand und Würde bei uns gesunken ist. Wahr­scheinlich handelt es sich auch hier nicht so sehr um Bosheit, als vielmehr um die Notwendigkeit, die Seiten der Skandalblätter mit Inhalt zu fül­len. Warum erhebt sich keine Parlamentsstimme gegen solche Gemeinheit?

Aber lassen wir das. Es 'st ja heute Weißer Sonntag. Es soll keine Wolke am Hrmme! sein. Der Garten der Unschuld, der diese Kinder umhegt, sei in seinem Frieden nicht gestört. Senn« noch dürfen wir auch hier die schönsten Ereignisse nicht nur im Zauber der Poesie sehen, der sie umgibt. An das Schicksal dieser Kleinen werden wir denken. Nicht nur die Eltern, sondern jeder Erwachsene hat heute die heilige Pflicht, kein Kind zu ärgern und die Kleinen zu bewahren vor allem, was sie umlauert. Diele „Kinderfreunde" bieten sich heute an, und traurig sieht es der eine Kinderfreund, der die Kleinen wirklick liebt. Helfet dock alle, daß sich auch heute sein Wunsch erfülle: Lasset die Kleinen zu mir kommen, und wehret es iihnen nicht.

Der Monn im Monde.

Die nächsten Zeppelin-Zährten.

lieber die im Laufe dieses Jahres geplanten weiteren Fahrten des „Graf Zeppelin" erfahren wir vom Luftschiffbau in Friedrichshafen, daß etwa am 22. April diezweiteMittelmeerfaHrt erfolgt, die ungefähr zweieinhalb Tage dauern soll. Sie wird in das westliche Mittelmeerbecken führen. Etwa Anfang Mai wird dann anschlie­ßend eine Fahrt nach Wien ausgeführt wer­den und — soweit die Bewölkung im Gebirge es zuläßt — auch nach anderen Städten Oester­reichs. Die Fahrt wird etwa zwölf Stunden dauern.

tgtma Mitte Mai soll ihr die e r ft e Am erika- fahrt dieses Jahres, für die nur ein Au­fenthalt von etwa drei Tagen in den Vereinigten Staaten vorgesehen ist, folgen. Anfang» bis Mitte Juni soll eine weitere Amerikafahrt durchgeführt werden.

Für den Hochsommer ist eine Fahrt über Ostdeutschland geplant, die eventl. mit einer Zwischenlandung in Berlin in zwei Abschnitten durchgeführt werden soll. Der erste Abschnitt würde bann umfassen die Strecke Friedrichshafen- Schlesien-Berlin, der zweite die Strecke Berlin- Ostpreußen-Friedrichshafen.

lieber weitere Fahrten — wie z. B. nach West­deutschland — ist noch nichts beschlossen. Ebenso sind für die F a h r t u m d i e W e l t, die etwa für Anfang August gedacht ist, alle technischen Vorbe­dingungen noch nicht völlig geklärt. Doch ist anzu- nehmen, daß die Lösung der noch vorhandenen Schwierigkeiten rechtzeitig gelingen wird.

Die Mittelmeerfahrt und die beiden Amerika­fahrten sind in erster Linie zu Studien- und Aus­bildungsfahrten für die Besatzung bestimmt, so daß aus ihnen nur eine beschränkte Anzahl von Passa­gieren mitgenommen werden kann. Die übrigen Fahrten sollen reine Passagierfahrten fein.

* wafsereinbruch in ein englisches Bergwerk. Wie aus dem Bergwerksflecken H o n b a r t in der Grafschaft Derby gemeldet wird, wurde ein dorti­ges Zinnbergwerk durch einen Dammbruch unter Wasser gesetzt. Die Fluten rissen auch einige Ge­bäude fort. Sieben Personen werden vermißt.

Dom Esperanto.

18. Deutscher Esperanto-Kongreß in Frankfurt a. 211.

Während ber Osterseiertage tagte in Frankfurt a. M. ber 18. Deutsche Esperanto-Kongreß in ben Räumlich­keiten des Goethe-Gymnasiums. Arbeitsfitzungen bes Bundesvorstandes unb Beirats am Karfreitag und Samstag folgten die Arbeiten der Hauptversammlung des Deutschen Esveranto-Bunbes. Am Samstag abend fand im Hotel „Monopol" ein zwangloser Begrüßungs­abend statt, der sehr gut besucht war. Am Sonntag vor­mittag 11 Uhr fanden sich in der Aula des Goethe-Gym­nasiums etwa 300 Kongreßteilnehmer zusammen. Nach kurzen Begrüßungsworten des Ortsausschußvorsitzenden Otto S ch u t k o w s k i eröffnete der stellvertretende Bundesvorfitzende, Bankier Dr. Vogt, Stuttgart, den Kongreß. Die Versammelten ehrten die Toten des letz­ten Jahres, unter denen der Bmidesvorfitzende Dr. Ernst

Europas modernstes Funkhaus in Berlin.

Der Entwurf zu dem neuen Berliner Funkhaus.

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Das neue Berliner Funkhaus, das nach dem Projekt von Professor Hans Poelzig an der Ma­surenallee in Westend errichtet werden soll, wird den größten und modernsten Senderaum Europas haben. Er geht durch alle vier Stockwerke des Hauses, hat einen Flöchenraum von 1200 Qua­dratmetern und ist nach den neusten akustischen Erfahrungen ausgebaut. Das Funkhaus, das eins Länge von 150 Metern hat, wird noch eine Reihe anderer Senderäume, mehrere Laboratorien und außerdem ein Funkmufeum enthalten. Nebst der Direktion der Berliner Funkstunde sollen auch die Leitung der Deutschen Welle und der Vorstand bet Reichsrundfunkgefellschast in dem neuen Funk­haus ihre Räume haben.

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