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Huldaer Zeitung (kkmtliches Kreisbfatt).

Dienstag, 26. März 1929

Personennachrichtcn.

Erwerbstätige

zusammen 11 b96

Eine bemerkenswerte Tagung.

SS

Vie gesteigerten wohlsahrtrlasten -er Gemein-m

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Bezirksschomsteinfegermeister von Paris hier ist vom 1. April ab nach Kassel versetzt. Bezirks- schornstemfegermeister Karl Brede von Naum­burg (Bez. Kassel) ist zum 1. Avril nach Fulda versetzt. Ter seither Herrn von Paris zugeteilte Kehrbezirk geht vom 1. Avril auf Bezirksschorn­steinfegermeister Len ebach hier über und der dem Letzteren seither gehörende Kehrbezirk wird von Bezirksschornsteinfegermeister Brede bedient. Bezirksschornsteinfegermeister Buchenthal hier behält seinen seitherigen Kehrbezirk weiterhin.

5. daß bei Anmahnung von Steuerrückständen festens der Gemeinden neben den Verzugs- 3rnfen nur Mahngebühren in Höhe der tatsächlich entstehenden Kosten gefordert werden,

ftnbustrie un* Handwerk H 'ndel und Verkehr Oeffentl. und freie B rufe Hä.«Stiche Die« sie u. ä. Landwirtschaft usw.

6. auf eine Gestaltung der Lastenverteilung in den Gemeinden und Gemeindeverbänden hinzuwir­ken, die eine der Leistungsfähigkeit der Gemeinde­eingesessenen entsprechende gleichmäßige Her- anziehunq zu den allgemeinen Verwaltungs­kosten herbeiführt.

4. Bestimmungen zu treffen, durch die rück­wirkende Beschlüsse auf Erhöhung der Gewerbe­steuerzuschläge unterbunden werden,

3. daß Sorge getragen wird für die Wiederein- fuhrung eines mehrjährig. Durchschnitts als Grundlage für die Einkommen- und Gewerbe­ertragsbesteuerung,

W:e schon kurz gemeldet wurde, findet in diesem Jahre dieGeneralversammlungderKom- mu n a l p o I it i sch en Vereinigung des Zentrums in Frankfurt a. M. statt, und zwar in den Tagen vom 8. bis 11. Mai (Christi Himmelfahrt). Tas Programm der Tagung sieht für den Tag vor Christi Himmelfahrt eine Reihe von Sonderveranstaltungen neben einer Sitzung des Hauptvorstandes der Kommunalpolitischen Vereini­gung vor. Außerdem sind Sondersitzungen für dir Fragen der Kreiskommunalvolitik, der Theaterpolitik und der besonderen Frauenauf­gaben in der Kommunalpolitik vorgesehen. An Christi Himmelfahrt findet morgens nach einem Festgottesdienst die große Eröffnungssitzung statt, für die em hervorragender Kommunalpolitiker als Hauptreferent in Aussicht genommen ist. Am Nach-

2. daß die Reichsregierung im Falle der weiteren Zahlungsverweigerung seitens der Reichs­bahn für diese e i n t r i t t.

Fulda, den 25 März 1929.

Wovon lebt öieSuIbaerBeoölherung? fjo&c LnverbsinkensikSk. — Zunahme der Frauen- arbeit. — Rückgang der Dienstboten als Zeichen der Zeit. — Das industriell-kommerzielle Rückgrat. — Die Schloffergilde. — Beamte und Angestellte.

Seit der vorletzten Berufszählung 1907 hat sich 2UDof,ner3af>1 Fuldas um rund 6000 er« bei der jüngsten Erhebung 1925 wurde eine Wohnbevölkerung von 26057 gezählt (heute 27597). Zwischen den beiden Zählungen liegen Weltkrieg und Versailler Vertrag, Inflation und Repara­tionslasten. Dazu kommt das steigende Mißver­hältnis zwischen dem städtischen Wachstum und den finanziellen Grundlagen der Gemeinden infolge eines schlechten Finanzausgleiches. Das alles hat der wirtschaftlichen Struktur der Bevölkerung, und damit auch ihrer sozialen Zusammensetzung viel­fach ein anderes Gepräge gegeben. Die Frage, wovon die Fuldaer Bevölkerung heute lebt, soweit es die in einem Hauptberuf Erwerbstätigen be­trifft, beantwortet nach den Ergebnissen der letzten Berufszählung folgende Aufstellung, in der zuerst die Gesamtheit der Erwerbstätigen, daneben diese Erwerbenden mit ihren Angehörigen angegeben I sind;

1. auf die Reichsbahn einzuwirken, daß die Zahlung von Vsrwaltungszuschüssen an Eifen­bahnwohngemeinden nicht länger verwei. gert wird,

j Die Belastung der Gemeinden durch dieWohl- fadrtspflsge hat in letzter Zeit derart zugenommen, daß vielfach der wesentlichste Tell des Steuerauf­kommens für die Wohlfahrtspflege verwandt wer­den muß. Wichtige Verkehrs- und Kulturfragen m Offen Mrückgestellt werden, um die für die Unter­stützung der Hilfsbedürftigen notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Nach einer vom Stati­stischen Reichsamt herausgegebenen Zusammen- srellung st i e g e n dre Ausgaben der Gemeinden und Gemeindeoerbände für die wirtschaftliche Für­sorge aller nach der Fürsorgepflichtverordnung zu unterstützenden Hilfbedürftigen von 206 Millionen Mark im Jahre 1913/14 auf 855,5 Millionen Mk. tm Jahre 1925/26. Der Zuschußbedarf stieg tn demselben Zeitraum von 158 Millionen Mark auf 715,6 Millionen Mark. Insgesamt sind im Rech­nungsjahr 1925 26 gegenüber dem Rechnungsjahr 1913/14 die Wohlfahrtsausgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände mit 2,34 Milliarden Mark um 1,8 Milliarden Mark gestiegen. Der Zuschuß- bedarf erhöhte sich mit 1,53 Milliarden Mark um 1,25 Milliarden Mark. Auf keinem anderen Ge­biete der Kommunalverwallung ist eine derartige mehr als vierfache Steigerung des Zuschußbedarfs erforderlich geworden.

Die Kommunalpolitifchen Blätter, das offizielle Organ der Konimunalpolitifchen Vereinigung, Köln 16, Sedanstr. 13, machen hierzu mit Recht folgende bemerkenswerte Ausführungen:

Im Laufe der letzten Zeit hat die Belastung der Gemeinden durch die Wohlfahrtspflege stellenweise ganz katastrophale Formen angenmmen, was in der Hauptsache zurückzuführen ist auf die sogenann­ten Wohlfahrtserwerbslosen. Dazu ge­hören ja alle diejenigen Erwerbslosen, die weder von der Arbeitslosenversicherung noch von der Krisenfürsorge erfaßt werden, sondern beim Ein- trllt der Erwerbslosigkeit den örtlichen Wohlfahrts-

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amtern zur Last fallen. Im dritten Vierteljahr! 1928 wurden für die Gruppe der arbeitsfähigen Erwerbslosen ohne Anspruch auf Unterstützung usw. insgesamt 21,7 Millionen Mark aufgewendet, ö. i. ungefähr ein Viertel der regulären Wohlfahrtsausgaben überhaupt. Die Hohe der Zusatzunterstützungen an (Empfänger von Arbeitslosenunterstützung und Krisenfürlorae be. trug m dem gleichen Zeitraum nach den Angaben von 66 Städten 1,3 Millionen Mark. Dabei haben die größten Städte gegenüber den anderen die größte Belastung aufzuweisen. Ein Blick auf die statistischen Angaben im einzelnen zeigt die zwi- schenortlich st a r k e a b w e i ch e n d e Belastung der einzelnen Städte. Von den erwähnten Auswen­dungen in Höhe von 21,7 Millionen Mark für di- ausgesteuerten Erwerbslosen entfallen allein 16 7 Millionen Mark auf die Städte über 200000 Gn. wohner, während 3,1 Millionen Mark auf die Städte mit 100 bis 200 000 Einwohner und au* Städte bis zu 100 000 Einwohnern ein Aufwand von 1,9 Millionen Mark entfällt. Hieraus zeigt sich ebenfalls die stärkere Belastung der größten Städte durch den Masfennotstand der Arbeitslosen

Erne andere tm Auftrag des Vorstandes des Rheinischen Stadtetages aufgestellte Statistik zeig^ die Belastung in verschiedenen rheinischen Städten, und zwar während der Zeit vom 1. April bis 30. September 1928. Das Ergebnis dieser Zusammen, stellung tft geradezu erschreckend. Eine Anzahl Ge- meinten sind derart betroffen, daß die Ausgaben -ur die Fürsorgeberechtigten, die der Erwerbslosen- Versicherung nicht unterstehen, ein Drittel oder ein ' Viertel des Betrages ausmachen, der im Haus­haltsplan des Wohlfahrtsamtes für gemeindliche Fursorgepflichtausgaben für das ganze Jahr eingc« fefet wurde. Hierbei ist noch zu berücksichtigen, daß o« Statistik über eine Zeit berichtet, in welcher dte Wirtschaft noch verhältnismäßig gut beschäftigt

! qenn %Äli**• 124^mr?®*8 * I P?mmen werden. Danach wird das Staatsmtnr- gen, elnicyuegiicy der Angehörigen 4000, also noch | ftertum ersucht:

I aIs Handel; 1020 sind Eisenbahner, 187 bei der Post Weiter sind zu nennen die Textil­industrie (814, darunter 345 weibliche), das Bekleb dungsgewerbe (654), die Chemische Industrie (513) und das Bauwesen (474).

. Unter den besonderen Berufen führen wie ,oeri meisten anderen Städten die Schlosser und Schmiede eine stattliche Gilde von 700 Köpfen, öenen sich noch 147 Monteure, Mechaniker und In­stallateure 106 Lokomotivführer und 75 Maschini­sten und Hetzer anreihen. D'e blühende Möbelin­dustrie beschäftigte damals (1925) 216 Tischler, mäh. reno das Baugewerbe durch die unverhältnismäßig viedrigen Zahlen der Zimmerleute (14) und Mau- rer (48) gekennzeichnet war. Im modernen Tempo | der Zeit stehen die 51 Kraftfahrer mit den 63 Kut­schern in scharfem Wettbewerb.

Für Fulda als Bischofs- und Behördenstadt und Verwaltungssitz vieler Unternehmen ist charakte­ristisch die verhältnismäßig sehr hohe Zahl der Be- awten _unb Angestellten, über 4000, die mit ihren Angehörigen (zus. mehr als 7600) für sich allein etne nette Stadt bevölkern könnten. Das gibt der Bevölkerungsstruktur hn Gegensatz zu reinen Jn- dustrieplätzen wie Gelsenkirchen oder Hamborn eine besondere Note und verleiht der Stadt in Serbin« düng mit der alteingessenen Kultur und der Land­schaft jenen leichten und gefälligen äußeren Habi­tus, der für den Zumg Wohlhabender und für den Fremdenverkehr entscheidend ist. Berufsmllieu und soziale Gliederung der Bevölkerung hängen ebenso eng zusammen, wie die Sieuerkrast und d'e kultu­relle Lefftungsfäbigk»it der Komxnune, an die ge­rade in letzterer Kinsicht in eimr Stadt mit so gün­stiger Zusammensetzung der Einwohnerschaft, wie sie Fulda aufweist, mit Recht besondere Ansprüche gestellt werden, zumal eine Tradition zu wahren ist. Daß die Stadtverwaltung bei den heutigen beeng­ten Mitteln diesen Forderungen nicht fo leicht ent* svrechen kann wie vor dem Kriege, liegt auf der Hand.

2)er Rest der Bevölkerung setzt sich aus Berufs- wfen und berufslosen Selbständigen (Rentnern usw.) zusammen. Auf das Tausend der Bevölke­rung kommen demnach 460 hauptberuflich Er­werbstätige (Hanau 477, Offenbach 521). Leider können wir diese sog. Erwerbsintensität mit 1907 nicht vergleichen, weil die Berufssiatistik damals die Stadt aus dem Gesamtkreis Fulda noch nicht ausgesonderte; aber es läßt sich nach den übi- gen Zahlen annehmen, daß die damalige Intensität wie in Frankfurt ebenfalls um ca. 30—50 Pkt. tiefer stand. Die Steigerung ist vor allem darauf zurück­zuführen, daß heute verhältnismäßig weit mehr Personen genötigt sind, sich einen nährenden Haupt­beruf zu beschaffen als vormals. Daher ist auch die Frauenarbeit auf 3664 hauptberuflich Er­werbstätige, d. h. auf 271 pro Tausend der weib­lichen Bevölkerung angewachsen. Allein die Zahl der weiblichen Beamten und Angestellten in In­dustrie, Handel und Verkehr, in den öffentlichen und freien Berufen, im Wohlfahrts- und Gesundheits­wesen beläuft sich in Fulda auf mehr als 1000; vor dem Kriege waren derartige Zahlen unbe­kannt. Umso deullicher spiegelt sich der Verfall der früher defitzenden Schichten durch Krieg und In­flation in dem starken Rückgang der Hausange­stellten, die Zahl sank von 43 auf 32 pro Tausend der Bevölkerung; sie ist aber noch immer so be­deut e n d, daß sie z. B. gegen Großstädte wie Essen mit 15 oder Chemnitz mit sogar nur 13 auf­fällt.

Wie aus obiger Derufstabelle hervorgeht, ist das wirtschaftliche Rückgrat des städtischen Lebens in Fulda Industrie und Handwerk. Unter den grö-

Gemeindesteuern.

In der Frage der Gewerbesteuer ist am I samstag noch eine neue Wendung eingetre‘en. I Und zwar durch die Stellungnahme des preußischen I Staatsrats. Entgegen den hier schon mitge- I teilten Mahnungen des preußischen Finanzministers beschloß das Plenum des Preußischen Staatsrwes I wit 31 gegen 21 Stimmen, ge~en die tm Preußischen Landtag beschlossene, die freien Berufe einschlie­ßende Gewerbesteuer Einspruch einzulegen. Zur Begründung wird erklärt: Der Staatsrat erachte, ohne die Frage der Steuerung her freien Berufe und die anderen Aenderungen des Gesetzes gegen­über der Regierungsvorlage materiell zu behan­deln, den Zeitpunkt nicht für geeignet, die schwierige Frage der Neuregelung des Ee- werbesteuerrechts vorzunehmen, da das Gewerbe­steuerrecht zur Zeit in der Reichsgesetzge­bung neu geregelt wird. Vorausge angen war diesem Beschluß eine Sitzung des Hauvtausschusses des Staatsrates, der bereits den Einspruch gegen die Landtagsbeschlüsse über die Heranziehung der freien Berufe zur Gewerbesteuer beschlossen hatte. Der Beschluß wurde mit 7:4 Stimmen gefaßt.

Praktisch bedeutet der Beschluß des Staatsrats, daß der preußische Landtag nochmals über das Gesetz ab stimmen muß. Wird es mit Zwei­drittelmehrheit angenommen, so tritt es in Kraft. Ta.inzwischen die hauvtsächlichsten freien Berufe, Aerzte und Rechtsanwälte, heftig gegen die Einde­ichung in die Steuer arbeiten werden, tft der Ausgang der Aktion sehr fraglich.

Das preußische Staatsministerium hat am Sarns- tagmittag die zur Verlängerung der Grundver- mögenssteuer und der Haus zinssteuer erforderlichen Notverordnungen erlafen. Ter Ständige Ausschuß des preußischen Landtags wird sich am kommenden Dienstag mit den beiden Ver­ordnungen befassen. Der Notstand wird bei der Hauszinsstetter darin gesehen, daß ohne eine Re­gelung bis zum 31. März die gesetzliche Grundlage fehlen würde, da die Hauszins­steuer von der jetzigen Miete.erhoben wird. Bei der Grundvermöaenssteuer ist die Regelung nötig, weil I die ersten Fälligkeitstermine schon im Avril "liegen.

Die Regelung der Gewerbesteuer soll nicht durch Notverordnung erfolgen. Man will vielmehr abwarten, wie der Landtag nach seinem Wieder­zusammentritt nach den Osterferien zu dem vom Staatsrat eingelegten Einspruch gegen die Be­steuerung der freien Berufe Stellung nimmt. Die Hinausschiebung der Entscheidung wird damit be­gründet ,daß es sich hier um eine langfristige I Steuer handelt und daß daher ein Gesetz genügen wird, das später mit rückwirkender Kraft zu ver­sehen ist.

*

Zu dem Gewerbesteuergesetz sind tm preußischen Landtag noch mehrere Entschließungen ange-

niittag des Christi Himmelfahrtstages werden drei große Parallelversammlungen ftattfiaden. und zwar für die städtische und ländliche Kommunal­politik sowie einige große Tagungen Tür die Kom­munalpolitiker des Freistaates Hessen. Am Tage nach Himmelfahrt werden zwei weitere Plenar­sitzungen anbermmt werden.

Kirchliche Schulentlassungsfeiern.

Am Palmsonntag wurde für die jetzt aus der Volksschulen zu entlassenden Schulkinder in den hiesigen katholischen Pfarrgemeinden eine besonder^ Entlassungsfeier abgehalten. In der Städte Pfarrkirche wurde diese Feier mit dem Schm- gottesdienst um 8 Uhr verbunden. Herr Stabt« kaplan Wald wies in einer Ansprache auf Ft Gefahren hin, die der schulentlassenen Jugend dro­hen und empfahl den Eintritt in die katholischen Jugendvereine. Mit brennenden Kerzen in den Händen erneuerten die Schulentlassenen vor der ganzen Gemeinde die Taufgelübde und empfingen dann das Brot des Lebens. Viele Angehörige schritten ebenfalls zur Kommunionbank. In ganz ähnlicher Weife vollzog sich die kirchliche Ent- lassungsfeier in der Pfarrkirche zum Hei­lig e n E e i st. Nach der Palmenweihe und der Prozession wandte sich im darauffolgenden Hoch­amte Herr Pfarrer Rübsam an die aus der Schule entlassene Jugend und an deren Elte-m. Ihren festen Willen, ihrem Glauben treu zu blli- ben, bekundete das Lied „Fest soll mein Taufbund immer stehen". Im Dome war die Schlußfeier für die Schulentlassenen mit der Nachmittagsandacht um y22 Uhr verbunden. Die Ansprache hielt Herr Domkaplan Bub. Die Andacht schloß mit dem sakra­mentalen Segen. Die St. Sturmiuspfarrer hatte ihre Angehörigen abends 8 Uhr zu einer mehr weltlichen Feier ins katholische Gesellenhaus ein« geladen. Herr Kuratus Böhne, der sich um einen gemütvollen und lehrreichen Verlauf des Abends viel Mühe gegeben, begrüßte die Eememde- angehörigen herzlich. Die entlaßene Schuljugend hoffe er restlos in den Jugendvereinen wiederzu- finden. Sinnvolle Gedichte wurden von Mädchen und passende Lieder von Knaben vorgettagen, um­rahmt von entsprechenden Musifftücken. Lebhaften Beifall fand besonders das vieraktige Schauspiel „Des Vaters Fluch". — Es liegt nun an der katholischen schulentlassenen Jugend beiderlei Ge- schlechts, daß sie die Hoffnungen, die ihre Eltern, Erzieher und Pfarrgeistlichen auf sie setzen, nicht enttäuschen.

Die Iungmänner Exerzitien in Bad Soden müssen diesmal leider ausfallen, da wegen Wassermangel (Rohrbrüche) das Haus nicht benutzt werden kann. Die Exerzitien werden auf eine spä­tere Zeit vertagt. Die Anmeldungen waren auch diesmal in erfreulicher großer Zahl eingegangem Es lagen bereits über 40 Meldungen vor.

Mit Angehörigen 10328

7780

3344

1175

285

22 912

Heren Wirtschaftsgruppen steht jedoch angesichts der Mannigfaltigkeit der Industrie und ihrer Gliede­rung in verschiedene Zweige Handel mit 1880 Erwerbstätigen, darunter 600 weibliche, an erster Stelle; von ihm leben rund 3500 Personen. Daß im Bankwesen 190 Angestellte beschäftigt werden, 6eutet den Umfang und die Vielseitigkeit des hiesi­gen Geldverkehrs an. Erft an zweiter Stelle steht das Metallgewerbe einschließlich Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik mit 1454 Beschäftigten; hier beträgt die Gesamtzahl einschließlich der An- aehörigen 3500. 825 arbeiten in ter Metallwaren­fabrikation, 477 im Maschinenbau. Auf dem drit-

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