ur. 41.
Fuldaer Zeitung (klmtliches Ureisblatt.)
«**9^
<s>
2
Kunst-Marmor Gartenkies
to tn x o
LU L
Ul
X'S',
Witzenhausen sogar unter Interessant sind auch die i
Kreis
Hanau Stadt Kaffel Stadt Esckweae Blankenberg Fritzlar Fulda Gelnhausen Gersfeld Tchaumburg Hanau Land Schmalkalden HerSfeld Hofgeismar Homberg Hünfeld Kassel Land Kirchhain Marburg Melsungen Rotenburg Schlüchtern Witzenhausen Wolfhagen Ziegenhain
... Wenn die Lage der deutschen Landwirtschaft als überaus mißlich angesehen werden muß, so gilt dies ganz besonders neben der ostpreußischen auch uon denenigen Kurhessens. Wie gering der Ertrag M, den der Landwirt aus seinem Grund und Bo. den herauswirtschaftet, zeigen eindeutig und klar ?'e ^rqebHtffe der Einkommensteuerstatistik für 1^5 die soeben aufgearbeitet und bekanntgegeben wurden. Hiernach stellte sich das durchschnittliche r$Qn°m>ne^ deutschen Landwirts im Jahr auf 1390 Mark, indessen der Gewerbetreibende «3206 Rarf und der Angehörige der freien Berufe 4713 Mark als Durchschnittseinkommen aufweist. Dazu kommt noch, daß nur ein Bruchteil der Landwirte überhaupt einkommensteuerpflichsig ist; wenn man sich vergegenwärtigt, daß die landwirtschaftliche Be. triebszahlung 5115 000 landwirtschaftliche Betriebe Qnur 1479 00Ö Landwirte bZw nicht ganz 29 Prozent überhauot r b. steuerfreie Emkommonsminimum überschritten so ist dieser geringe Prozentsatz ein noch einleuchtenderer Beweis für die Notlage der Landwirtschaft
tpie^erum „bei der Einstellung der Geist- di- Aimnasium besuchen. Eher könnte da 'm t..elne Gefahr für das Gymnasium werden sich gegebenenfalls die aus der Stadt entscheiden? Die Kreise, die fflnnüJn15 lnnerer Ueberzeugung ihre Kinder dem Gymnagum zugeführt haben, werden auch trotz ^""urealgymnasium bei dieser Ueberzeugung meiden. Da zudem manche Berufe, zum Beispiel vor allem die Theologie, auch für Abiturienten des ^unnrealgymnasiums verschlossen bleiben, wird Och wiederum ein Teil der Schüler, denen dieses Ziel vorschwebt, für das Gymnasium entscheiden Für den übrigen Teil bleibt es allerdings fraglich. Wird nun dieser „Rest", der für die O. R oder -neformrealgymnasium nicht einmal sicher in Rech- nung gestellt werden kann, so „offensichtlich" eine Schädigung des Gymnasiums bedeuten, daß man um dessentwillen einen „offensichtlichen" Nutzen — nämlich die Hebung der Leistungen an der O. R. — Hintertreiben darf?
Auch Berf. bekennt sich zu der Auffassung, daß es „unverbrüchliche Dankespflicht gegenüber der ehrwürdigen Vergangenheit des Gymnasiums ist — und noch mehr als das — „eine Schwächung des Gymnasiums au verhüten". Daß aber die Angliederung des Reformi'ealgymnasiums an die D. R. zu einer solchen Schwächung des Gymnasiums fuhrt, ist eine unbegründete Befürchtung.
Kalholikenkomikee.
— Sodalttäk. Die für Sonntag angesetzte Gene- ralkommunion der Sodalität ist verschoben worden.
27
100 Jahre
Am Mittwoch, den 20 Februar, abends 8 Uhr, findet eine Sitzung des Fuldaer Katholikenkomitees statt. Zur Verhandlung steht die Durchführung eines wichtigen Beschlusses der
I letzten Fuldaer Bischofskonferenz.
Tagung des Diözesan-Korilasausfchusfes.
I ", b'ür Mittwoch, den 20. Februar, nachmittags 2 I “y1"' 'in° E Mitglieder des Diözesan-Karitasaus- lchunes in die Haronie in Fulda eingeladen Es wird zunächst der Bericht über die G->schäftsfüb- runq vorgelegt werden. Dann wird der Vorsitzende Herr Domkapitular Prof. Dr. Thielemann,
I Uber die Tätigkeit des Gesamtkaritasverbandes, !o- weit sie für unsere Diözese von Bedeutung ist re- isrieren. Im Anschluß daran wird um VA Uhr ■nerr Dr E a lmes aus Köln, Generalsekretär des Zentralarbeitsausschusses der deutschen Katholiken zur Forderung der Sittlichkeit und des Volkswartbundes einen Vortrag über Fragen der öffent- lilben Sittlichkeit halten. Geistliche, Lehrpersonen und alle, welche ein Interesse an diesem so ernsten
I Gegenstände haben, werden gebeten, zu diesem Vortrag möglichst zahlreich erscheinen zu wollen, weil die Dekämvfung der öffentlichen Unsittlichkeit mich in unserer Diözese ausgenommen werden muß. Nach Beschluß und Vorschrift der Fuldaer Bischofs- konferenz soll ein Diözesanausschuß zu diesem Zweck gebildet werden.
Frostfreie Fenster.
Wenn man auf die Scheiben ein wenig Glyzerin aufträgt, laufen sie nicht an. Das Gefrieren - * ^At>en wird verhütet, wenn man sie mit einer Mischung von 10 Gramm Glyzerin, % Liter guten epritusunb einigen Tropfen Bernsteinöl abreibt Die Mischung muß sich aber erst ganz klaren, dann erst darf man die Innenseite der Fensterscheiben damit einreiben.
Die Mnkersporkziige.
Am Sonntag, den 17. Februar, verkehren die I Wmtersvortsonderzüge Nr. 1560'1561 von Frank- furt a M. (Hbf.) nach Gersfeld (Rhön) und zurück I m folgendem Plane: Frankfurt a. M. (Hbf.) ab ra28 ,£uLba an 7 32 Uhr, Fulda ab 7.48 Uhr, G-rsfeld (Rhon) an 8.43 Uhr Gersfeld (Rhön) ab 18.25 Uhr, Fulda an 19 20 Uhr, Fulda ab 19.44 Uhr, Frankfurt a. M. (Hbf.) an 21.45 Uhr
NOBEL
WOHNUNGS EINRICHTUN GEN KÜCHEN - KLEINMÖBEL POLSTERWAREN — LINOLEUM
AMMEYER
STURMIUSSTR.
Das Decht des Einspruchs
gegen eine rechkswirksäme Kündigung.
Das Einspruchsrecht ist nur in den Fällen ge- geben, wenn ein Betriebs- oder Arbeiter und An- gestelltenrat vorhanden ist. In Betrieben, die we- mger als Zwanzig Arbeiter beschäftigen, ist das Einspruchsrechtsverfahren unstatthaft. In allen c ,™en' b*e °?ehr als zwanzig Arbeitnehmer | beschäftigen, ist ein Einspruch gegen die Kündigung möglich: ö “
.. Wenn der begründete Verdacht vorliegt, daß die Kündigung wegen der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht, wegen polisischer, militärischer, konfessioneller oder gewerkschaftlicher Betä- ! tigung oder wegen Zugehörigkeit oder Nichtzuge- horlgkeit zu einem politischen konfessionellen ober beruflichen Verein oder einem militärischen Verbände erfolgt ist;
2. wenn die Kündigung ohne Angaben von Gründen erfolgt ist;
3. wenn die Kündigung deshalb erfolgt ist, weil der Arbeitnehmer sich weigerte, dauernd andere Arbeit, als die bei der Einstellung vereinbarte zu verrichten;
• J-JDe«nJ>i€ Kündigung sich als eine unbillige, ”“$1 fcurd) Verhalten des Arbeitnehmers oder durch fteat$erf)titniffe *** $ctTt€bes bedingte Härte dar- !
Der Absatz 4 ist natürlich der wichtigste, denn er, schlwßt die Punkte 1—3 in sich. Jede Kündi- O.ung ist eine Harte. Hier muß es sich jedoch um eine unbillige Härte handeln, die weder durch
Arbeitnehmers, noch durch Betriebsverhältnisse bedingt ist.
®nJPfud> gegen die Kündigung muß in- nad) Zustellung der Kündigung I in Fr^>-^»b"Eerrat oder, falls ein Angestelltenrat n Frage kommt, bei dem Angestelltenrat schrifi- 1
Das ©«normen »er tti'che'Men Lanöw rtschatt.
I2'XXm^ 643 '»«»l-i'isch-ttn»- eintonlf«.
Insgesamt 8,2 Millionen Mk. steuerpflichtiges Einkommen.
sich oder mündlich erfolgen und zwar bei dem Vor. tiBenben der in Frage kommenden Gruppe.
frhn~G‘. b®r Anrufung des Gruppenrates müssen schon die Grunde des Einspruchs dargelegt und die Beweise ihrer Berechtigung erbracht werden. Der genannte Sruppenrat (nicht nur einzelne Mitglie- Cer desselben) muß sofort und ohne schuldhaftes Zögern zu dem Einspruch Stellung nehmen und seine Berechtigung nachprüfen. Hält der Gruppenrat in seiner Mehrheit den Einspruch für unbe- S- bas Einspruchsverfahren hiermit erledigt und der Arbeitnehmer ist nach Ablauf der Kündigungsfrist entlassen. Weitere Instanzen gibt es dann nicht mehr.
„Hält der Gruppenrat den Einspruch für be- grunbet bann hat er zunächst zu versuchen, durch Berhandlungen in einer unverzüglich neu anzube- raumenben Sitzung mit dem Arbeitgeber eine Verständigung herbeizuführen. In dieser Sitzung muß der Streitfall auf die Tagesordnung gesetzt wer- SL F'erer Sitzung muß der Arbeitgeber form- und fristgerecht emgeladen werden Pri- vate Verhandlungen haben keine rechtliche Bedeutung.
Gelingt die Verständigung mit dem Arbeitgeber ber "ledigt. Kommt es zu keiner bann besteht ohne weiteres die Möglichkeit das Arbeitsgericht anzurufen. Dies muß ledoch spätestens 12 Tage nach Anrufung des | Gruppenrates geschehen.
Sft die Anrufung des Arbeitsgerichts fristge- a J? *«. bamit die Kündigung nicht aus ber Welt geschafft. Die Wirkungen der Kündigung werden nicht einmal vorläisiig hinausge- men Damit barfiber kein Zweifel besteht, sagt k; 8ch 3 BRG. ausdrücklich folgendes: „Der Ein- spruch gegen die Kündigung und die Anrufung des Arbeitsgerichtes haben keine aufschiebende Wir-
Die einzige eintretende Wirkung ist die, baß das Arbeitsgericht die Berechtiaung ber Kün- btgung tn einer öffentlichen Sitzung 'nachprüfen und le nachdem eine Entscheidung zu fällen hat Das Verfahren mit dem wir es hier zu tun hoben ist das arbeitsgerichtliche Urteilveriahren. Das Arbeitsgericht darf nicht wegen ungenügender Klärung des Falles die Abgabe einer Entscheidung verweigern, es kann wohl die Angelegenheit Mr besseren Aufklärung vertagen, aber einer Ent. ■cbeiönng auf die Dauer nicht ausweichen Kommt das Arbeitsgericht zu der Ueberzeuguna. daß die Kündigung gerechtfertigt ist, dann bleibt dieselbe bestehen und das Verfahren hat feinen Abschluß gefunDen.
Stellt jedoch das Arbeitsgericht fest, daß die Kün- bigung 3» unrecht erfolgt ist, so muß es dem Arbeitgeber dre Weiterbeschäftigung auferlegen, oder hn zur Zahlung einer Entschödigungstumme die i-» t>er^Dbflr penau bezeichnet sein muß. verurtei- len Der Arbeitgeber kann wählen: Wiederein- stellung oder Abfindung. Im Geletz ist eine Höchst, grenze für dl« Entschädigung festgelegt. Sie darf i'ir ieh-« kiahr her B-schä^siauna ein Zwölftel des
geoinas D'-'rchschnittseinkommen der steuer- belasteten Landwirte.
Im Regierungsbezirk Kassel liegen die Verhält- annähernd fo „günstig" wie im Abgesehen von den an sich schon teilweise hSGr .VMunstigen geologischen und klimatischen Der. haltmssen des Bezirks wurde hier das Ergebnis wesentlich durch die mißlichen Witterungseinflüsse des Dahres 1925 beeinflußt, was bekanntlich auch dazu führte, daß ein Teil des Bezirks zum Not- gebiet, erklärt werden mußte. So kommt es, daß ™^MDerf4ombJn.b Finger Bruchteil von ^ständigen Landwirten zur Einkommensteuer veranschlagt werden konnte. Im ganzen waren es n unserem Reg -Bezirk 12 882, das sind, bezogen nnn 19» «^gestellte Betriebszahl von rund 140 000 nur 9.2 Prozent anstatt 28,9 Prozent im Reichsdurchschnift. Da sich innerhalb ber einzelnen Stretle weitgehende Schwankungen ergeben sind m der nachstehenden Uebersicht auch die Veranla- gungsergebniffe für sämtliche Kreise mitgeteilt.
FRANZ KIRCHER, FULDA
Schweinemarkt 1O.
3ur Frage der höheren Schulen.
Von bislang unbeteiligter Seite aus Fachkreisen erhalten wir folgende Zuschrift:
Thema „Neuorganisation ber ?.?mrtn?Ä e Ald) einmal ein Anhänger des b^manistischen Gymnasiums zum Wort meldet, ro an m d-r Absicht, die erregten Gemüter 3u beruhigen und fine ira et studio die Dinge zu zeigen wie sie find. ' '
^hrgeiz^ an her Oberrealschule eine ?u machen, e der Verfasser des letz- ^Ar^els nut dem Ausdruck der „ersehnten Dop- h-ilr? f frL eife "nbeutet' hat zu dem Entschluß ge- die Erkenntnis der inneren Not- S ,C6°" In einem früheren Artikel
5“, ^Gelegenheit gezeigt wurde. Es war r-1 j. die Schule durch ver- h^n/»»b^ulerzahl zur „weiteren Blüte" zu brmgen Zum Nachteil anderer Anstalten, fon- l)t Lh^rff)fnmUr V® .Leistungen die Schule z^il heben, sowohl bet den Schülern, die in dem Oberrealschule verbleiben, wenn näm- l ch der Unterricht in den für die Oberrealschule mHfpnFA»»1 tf,en Mathematik und Natur-
^s^uschast von Schulern, die dafür weniger be« gabt sind, nicht mehr gehemmt wird, andererseits aber auch gerade bet diesen Schülern, die für Sprachen mehr Begabung zeigen, in diesen Fächern des.
nQeü ^."Z-elen- Diese Schüler als min- j Bet begabt zu bezeichnen ist eine einseitige Beurtei- Ä 9erMe rfr ^'?Dl09e nicht gelten lassen I wnQ Es geht also nicht an zu behaupten daß der Zweig des Reformrealgymnasiums nur „Durch, schnittsschuler beherbergen" werde. Daß die Idee der ' Verbindung: Oberrealschule mit Reformrealgymna. yum nicht so unglücklich ist, wie man sie hi'nzustel- len sucht, zeigt schon der Umstand, daß man auch in andern Städten zu be, Erkenntnis gekommen ’ft, wie ein Blick in die letzten Nummern des Vhi- lologenblattes zeigt.
Der Hauptgrund und vielleicht auch der einziae Grund, weshalb der Plan soviel Erregung he'p- Dorgerufen hat, dürfte wohl die Befürchtung sein,' das Gymnasium werde dadurch geschädigt, einerlei' ob beabsichtigt ober nicht Verf. teilt biefe Vekürch- tung nicht, denn die Kreise, aus denen das Gymnasium seither feine Schü'er erhalten bat, werben auch weiterhin zu dem Gymnasium stehen. Die Rektoratsschulen, die überwiegend humanist'sch eingestellt sind und bleiben, werden auch fernerhin Zubringeschulen nur für das Gnmnasium bleiben, da deren Schöler auch für das Reformrealgymna- sium nicht in Betracht kommen. Die meisten Schüler vom Land, die zum Studium von den Geistlichen entweder anoereat ober vorbereitet werden.
8ulöa, öen 16. Februar 1929.
Die tDintersnot.
c Leitung des Gaswerkes mit-
eteut wird, ist es nach dreitägiger Tag- und arahPnrnuLUrn nad)öem eto)a 30 Mete/ Rohr- Stefit" h“,.'1 9reri en Nl^rden sind, gelungen, die ? r d^^drbruches in de? Löher- \ 3u finden. Die Bruchstelle liegt beim Frank- rnhrrthn^rifu0 ein ^Uleitungsrohr von dem Haupt- en roüa ,2er Schaden wird bis heute 2 beseitigt sein, sodaß das » au^e des Nachmittags wieder angestellt ^, den kann. In den übrigen Straßen der unte- ’ ,toorlm Zusammenhang mit dem Gas- hfn ebenfalls das Gas abgesperrt war, sind -Elstmgen bereits gestern abend um 7 Uhr wie- uer voll m Betrieb gewesen.
^m Laufe des gestrigen Tages ereigneten sich PIc^r äwei Wasserrohrbrüche und zwar in ber Johannisstraße und in der Rittergasfe Der Schaben in ber Iohamiisstraße wirb im Laute des heutigen Tages beseitigt werden, während er •n ber Rittergasse erst am Montag behoben wer- vin kann.
Die Nutzbarmachung der Horaser Leit i, n» für die Fuldaer Wasserversorgung ist infolge des bisher noch nicht möglich gewesen ' Man hofft aber, daß es^im Laufe bes Tages gelingen 10 b' fle an die ouldaer Leitung anzuschließ^en.
Die letzte Nacht
-20^ Cine Niedrigsttemperatur von Die Fastenpredigk im Dom
nehmen Uhr fällt im Einrer-
S aus $errn ^schof wegen der
Die Berufsschulen.
fenenU»?eip r* Gebäude wie die qeschlos-
!all« ^Esschulen untergebracht sind, haben gleich- lalls den Ilntexricht eingestellt. I
Die Dassernot,
bie bunf) das Ausbleiben ausreichender Wasser- I ^uellgebiet bedingt ist, wird glücklicherweise dadurch etwas gemildert, daß noch einiae Mnil d" städtischen Wasserleitung unabhängige Wafserstellen vorhanden sind. In dem Viertel an Br?nn^rstr°ße hilft vor allem die eigene <5 r u n n e n a n 1 a g e der Unionbrauerei I ben Leuten mit Wasser aus Dort wird an Werk- I tagen von 9—11 und mittags von 3—5 Uhr und an Sonntagen von 9—12 Uhr Wasser abgegeben. Am unnötiger Alarmierung der Gesamtfeuerwehr in d^PosideUndet sich während der Frostperiode ® Alarmbereitschaft. Diese wird" ihr Au- genmerk befonberg auch auf Instandhaltung eingefrorener Gerate richten.
dem DezirksdurMchnitt. geführten Gesamteinkommen^ der^^^steueb stichst gen" 8 278 000° ,m ^3irf Dassel zusammen w Mark ausmachen, wovon aber auf die Sroffcbaft Schaumburg allein über 3 Mill. Mark entfallen Aus dem landwirtschaftlichen Einkom- men in den einzelnen Kreisen bzw. ber Zahl der veranlagten Pflichtigen läßt sich ferner bas Durch, tchnittseinkommen berechnen. Es beträgt im Be- zlrksburchfchnitt 643 Mark (gegenüber 1390 Mark
Nach dieser Aufstellung ist der Kreis Hün- feld am meisten (34,4 Prozent), der Kreis Kirchham am geringsten (1,3 Prozent) mit steuerpflich- ngen Landwirten durchsetzt. Der Kreis Hünfeld ist auch der einzige, in dem der Anteil ber steuerpflichtigen Landwirte an der Betriebszahl den Reichsburchschnitt überschreitet. Im übrigen liegen ®erreÄrc(^nf*n Anteilziffern ber Kreise Hanau, Kassel Eschwege, Fulda, Gelnhausen, Gersfeld, Schmalkalden, Hersfeld, Hofgeismar, Homberg, Kirchhain, Marburg, Rotenburg, Schlüchtern und
-Stuckfabrik
Brähler & Nüchter
Inh. H Nüchter
Im Friedhofsgässchen - Fernsprecher 284
Kunststein . Kunstgranit . Terrazzo Kork-Estrich - Steinholzböden
APET6N
Sonntag, 17. Februar 1929.
legten SabcesDerbienftes, aber nicht mehr wie V betragen. Wählt der Arbeitgeber
bte Wiedereinstellung, so ist der alte Arbeitsvertrag wieder hergestellt.
Wichtig ist mit, daß von beiden Gruppen rats- ützungen (Prüfung des Einspruchsrechts und Eint, gungsoerhandlung) ein Protokoll angefertigt wird aus dem hervorgeht, ob der Einspruch des' Arbeit-' nehmers als begründet oder unbegründet angesehen wird, wieviel Stimmen dafür oder dagegen ”ar®n- Von der zweiten Sitzung muß auch ein •prototoll vorhanden fein, aus dem hervorgeht ob eine Einigung zustande gekommen ist.
Gerade die Protokollführung wird meistens von den Gruppenräten vergessen, aus diesem Grunde sind schon verschiedentlich an sich bersch, hgte Klagen vom Arbeitsgericht abgemiefen wvr- den.
der unbefristeten Kündigung (frist- *®fen Entlassung) hat fast jeder Arbeiter ein recht, liches Interesse an ber amtlichen und rechtskräfti- g«i Feststellung, daß ein solcher Grund in Wirk- u.chkeit nicht vorliegt. In diesem Falle muß eins diesbezügliche Feststellungsklage bei dem Arbeits- aericht erhoben werben Bei dieser Klage bebarf es Nicht der Mitwirkung oder vorherigen Anru- fung des Arbeiterrates Das Ziel ber Klage ist, bafj das Gericht feststellen soll, baß der Arbeits- vertrag noch besteht ober noch bis zu einem be« stimmten Termin besteht. Es wirb also im Ge- gensatz zum Entscheibungsverfahren auf Grund des 9 84 des BGB. nicht um Rücknahme der Kün- dlgung, also um die Erhaltung des Arbeitsvertra. ges, sondern vielmehr um die Anerkennung bes ^echtes auf vorherige Ankündigung einer später eintretenden Entlassung. Diese arbeitsrechtliche Be- fttmmung bestand schon in ber Vorkriegszeit. Bei btefer Klage soll das Arbeitsgericht dem Beklag, ten bte Tragung ber Kosten bes Rechtsstreites auf. erlegen. Eleichteitig kann ber Arbeiter auch bar- c’! f”n flogen, b-m Beflaggen außerdem zu verurteilen, an ben Kläger die Summe von four,bf,”'iel Karf ju zah en wobei entweder die EntfchöH'- gungssumme nach § 24 ber Gewerbeordnung ober Der Betrag bes Lohnes einmfehen ist unb zwar nom Tage ber Entlafsung bis zu bem Zeitpunkt, roo das Arbeitsverhältnis aufgehört hätte zu be- tehen, wenn ber Arbeitgeber an dem fraglichen Tage, nicht eine fristlose Künbigung, sondern eine Kündigung unter Einhaltung ber in Betracht kom. menben normalen Kündigungsfrist ausgesprochen
^t^Eelsweise am 1. November erfolgt die fristlose Entlassung eines Arbeiters, ber eine vier, rehntagiae ^ünbigungsfrist Hat. Der Arbeiter klagt dann auf AusiaHlung bes Lohnes, bis zum 15 .November Darüber hinaus gestellte Ansprüche können selten gestellt werden. Neben biefer Fest, stellungsklage kann von bem Entlassenen wie bei leber befristeten Kündigung bas Einspruchsverfah. ren eingeleitet werden. Das Einsvruchsverkahren ro$e bei der vorhre geschilderten betri'tet-n Kund,a"ng S^mOt
Betriebe nach der landw. Betrebszählg.
B zieher von landwi>-t-chl. Einiüniten (steuerpfl.)
Landw. Ein ommen in 1000 Mart
633
53
( 8.2 »/o)
55
3.945 8.3«0 4 491 4.80 7.256 8.380 3.399
181 278 721 561 524 402
140
( 4,6 ’/o) ( 3 3%) (16.1 %) (11,7%) ( 7,2«/°) ( 4,8 %) ( 4,1 %) (23,0 %) ( 3,7 %)
416
200
274
134
268
444
66
9.1=9
7.935
2.099
292
3.161
7.224 5.675
7.307
4.031
3.790
9.706
4.149
6.873
5.209
6.(169
4.935
5.994
5.000
6 403
495
104
454
326
1.303
947
56
104
864
522
289
207
924
1.037
( 6,9 %) ( 1,8 %) ( 6,2 %) ( 8,1 «/ ) (34,4 %) ( 9,8%) ( 1,3 %) ( 1,5 %) (16,6 %) ( 8,6«/0) ( 5,9 %) ( 3,5 %) (18/ •/,) (16,2 «/,)
91 273
70 139 120 625 440
74 109 334 294
64
84 286 258