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Verseuchung zu untersuchen; dabei sollen sie Anleitung zur Bekämpfung der Krankheiten geben. Gleichzeitig wird der Seuchenwart sein Augenmerk auch aus den in­neren und äußeren Zustand eines Standes zu richten haben; namentlich wird er darauf achten, ob auch Rein­lichkeit und Ordnung und das nötige Interesse für e.ne Bienenzucht bei dem Imker vorhanden sind, da gerade durch Nachlässigkeiten in dieser Einsicht der Verbreitung von Seuchen zum größten Teil Vorschub geleistet wird. Selbstverständlich werden die Seuchenarten auch gerne Belehrungen und Aufklärungen über zeitgemäße und rationelle Bienenzucht geben, wenn solche gewünscht wer­den und Erfolg versprechen; denn die Bienenzucht kann nur gedeihen und Ertrag bringen, wenn der Imker die Nötige Ausbildung hat und reichlich Erfahrung sam­melt. Die neuzeitliche Bienenzucht, die vor allen Din­gen auch Kenntnisse über Königinzucht, Wahl­zucht, Schwarmbehandlung, Not- und Reizfütterung usw. verlangt, erfordert großes Interesse für das Bienen­leben und Liebe zu den Immen selbst. Eine Bienen­zucht, die nur aus Gewinnsucht betrieben wird, kann nie voll und ganz befriedigen. Wer aber einen tieferen Blick In das wunderbare Leben dieses nützlichen Insekts ge­tan hat, der wird gleichsam bezaubert und mit dem Dichter bekennen:

Es gibt kein schöneres Leben Als "das Imkerleben Auf der weiten Gotteswelt. Zu den Bienen gehen, Gottes Wunder sehen

Ist mehr wert als Gut und Geld.

R e i m ü l l e r.

Wissen Sie schon:

Warum Ford im letzt n Jahre nicht an der Spitze der Weltproduktion stand? Er hat seinen cen­gen Betrieb von über 1000C0 Arbeitern umoefieöi oui das unvergleichliche neue Ford-^-Modell und hat zu diesem Zwecke im Mai oeruangenen Jahres d e Fa- brifation aus eoeben, um gegen Ende des Iabres mit einer nur oerinetn Leibung von nur 1000 Wagen pro Tag anzu'angen. Nahem acht Monme lang ist kein Ford-Waoen hergestellt worden.

Generalvertreter Kircher - Ludwig, Fulda.

= Das Handwerk zu den Steuererhöhungen. Man schreibt uns: Seit Jahren haben alle Berufsstände der deutschen Wirtschaft betont, daß die sich ständig erhö- henden Steuerlasten einen Wiederaufbau der Wirtschaft außerordentlich hemmen; sie haben daher äußerste Be­schränkung der öffentlichen Ausgaben und größte Spar­samkeit verlangt. Trotzdem sind Ausgaben und Steuer­druck ununterbromen gestiegen und neue Steuererhebun­gen für das Jahr 1929 zu erwarten. Gegen diese Steuer-

Politik wird sich der Kurh. Wald. Handwerker­bund in seinen Kundgebungen, die er in der Zeit vom 17.—25. Februar in ganz Kurhessen und Waldeck für Erhaltung und Freiheit des Handwerks durchführt, — in Fulda findet die Kundgebung am 18. Februar 1929 nachmittags 4.30 Uhr im Saale des kath. Gesellenhauses statt — mit aller Entschiedenli .it wenden und un.er schärfster Ablehnung jeder Steuererhöhung den Aus­gleich des Reichshäusbaltsplanes 1929 durch rücksichts­lose Ausgabenbeschränkung verlangen.

= Der Nalurheilverein macht seine Freunde und Mitglieder nochmals auf den laut Inserat am Samstag den 16. Febr, in der Harmonie stattfindenden Licht­bild-Vortrag über unsere Sinnesorgane auf­merksam. Herr C. Eucker, Naturheilkundiger, hier, wird anhand von 55 Lichtbildern den Bau, die Tätigkeit und Pflege unserer Sinnesorgane, Auge, Ohr, Nase etc er­klären. Ferner das Sehen, Hören, Riechen. Schmecken und Fühlen erläutern, sodaß der Abend sehr interessant zu werden verspricht. Da über diese Dinge hier noch kein Vortrag stattgefunden hat, so darf wohl trotz der kalten Witterung mit einem guten Besuch gerechnet werden. Der Saal ist gut geheizt.

— Vereinigung ehemat. 81er. Die Kameraden wer­den gebeten, vollzählig zu der nächsten Sonntag, den 17. Februar, bei Kamerad Franz B a l l m e i e r (Pfand­hausstraßes stattfindenden Monatsversammlung zu er­scheinen. U. a. sollen bezüglich der in diesem Sommer tn Fulda stattfindenden Verbandstagung der 81er wich­tige Beschlüsse gefaßt werden. (Siehe Anzeige in heutiger Nummer.)

---- Eleklrola Konzert. Man schreibt uns: 2000 Be­sucher hatte das letzte in Frankfurt a. M. stattgefundene Elektrola-Konzert. Auch der Kartenverkauf zu dem hie­sigen Konzert hat gut eingesetzt, da das Programm einen hohen künstlerischen Genuß verspricht. Eintrittskarten zu 50 Pfg. (nummeriert) bei I. Mollenhauer u. Söhne und an der Abendkasse. Der großen Kälte wegen findet das Konzert im Bürgervereinssaal statt, der gut geheizt ist (siehe Inserat).

Fuldaer Land und Nachbarqebiet.

Schadenfeuer.

— Veilsteinbach (Kr. Fulda). Gestern abend um 9 Uhr hat es bei dem Zimmermann Peter Pappert g e - b r a n n t. Wegen des Wassermangels konnte die Spritze nicht tn Tätigkeit treten. Die Wirtschaftsgebäude mußten niedergelegt werden, um das Wohnhaus zu retten.

— Kirchhasel. Die für den 17. Febr angesetzte Volksmission muß wegen der großen Kälte aus­fallen Die Mission findet nach Ostern im schönen Monat Mai statt.

= Hersfeld. Ein 30 Jahre alter Kürschner hat sich hier im Bett eine Kugel in bi e Herzgegend geschossen. Er wurde sofort ins Krankenhaus ge­bracht, wo er seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Der junge Mann stand vor der Verheiratung und wollte ein eigenes Unternehmen gründen. Angeblich soll er den Schwierigkeiten der Neugründung nicht gewachsen ge­wesen sein.

— Eschwege. Auf dem Grundstück der Karoline Pap­penheim in der Forstgasse brach abends in dem Hinter­gebäude Feuer aus. Es fand an den dort aufgestapel- ten Kisten und Warenvorräten reiche Nahrung und er­faßte schnell das ganze Gebäude. Der Feuerwehr ge­lang es, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken und ein weiteres Umsichgreifen zu verhindern. Das dreistöckige aus Fachwerk bestehende Gebäude ist vollständig aus­gebrannt. Wie das Feuer entstanden ist, konnte noch nicht festgestellt werden.

Gasrohrbruch 'm Sschwe e.

Ein Ehepaar lot ausgefnnden.

— Eschwege. Eine Leuchtgasvergiftung er­eignete sich in einem Hause in Brühl Dort drang in der Nacht zum Donnerstag durch den Bruch eines An- schlußgasrohres Gas in das Schlafzimmer der Eheleute Karl Deisenroth. Beide Eheleute wurden in ihrem Schlafzimmer tot aufgefunden. Wiederbelebungs- versuche waren erfolglos. Der Ehemann ist offenbar

noch aufgewacht und hatte versucht, nach dem Fenster za gelangen, um es zu öffnen, brach aber zusammen und zog sich dabei noch Kopfverletzungen zu. Er wurde auf dem Boden des Schlafzimmers liegend ausgefunden, während feine Frau tot im Bette lag.

Großfeuer in Kassel.

— Saffet. Am Mittwochabend kurz nach Uhr brach in einem Hause der Mittelgasse im Lagerraum einer dort befindlichen Buchhandlung Feuer aus. Die sofort alarmierte Feuerwehr traf nach wenigen Minuten ein, jedoch waren die oberen Stockwerke schon so stark verqualmt, daß die dort wohnenden Familien in großer Gefahr schwebten. Der Versuch, die Leute über die Treppe ins Freie zu bringen, mußte wegen der starken Ver-

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führt zus

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Haus- u. landwirtschaftliche Bedarfsartikel.

qualmung des Treppenhauses aufgegeben werden. 13 Personen mußten von der Feuerwehr mit Hilfe mechanischer Leitern aus dem Hause ge­rettet werden. Zahlreiche Personen hatten unter den Einwirkungen des Rauches Schaden genommen und mußten der ärztlichen Behandlung zugeführt werden. Eine Frau und ein Kind mußten ins Krankenhaus ver­bracht werden, da die R a u ch v e r g i ft u n g, die sie erlitten haben, zu Bedenken Anlaß bot. Nach zwei­stündiger schwieriger Arbeit der Feuerwehr gelang es, den Brand auf feinen Herd zu beschränken und ein tlebergreifen auf andere Räume des Hauses zu verhin- dem. Aufgrund der noch während der Löscharbeiten eingeleitetcn Untersuchung über die Ursache des Brandes wurde der Inhaber der Buchhandlung, Karl M a 11 u s, von der Kriminalpolizei unter dem Verdacht der vorsätz­lichen Brand st iftung verhaftet.

Gottesdienstordnuna.

lkathslischer Ssttekdlenft. •

Sonntag, 17. Februar. ZulSa. stom. 1. Beicht- aelecenheiten sind : Samstag morgens von * 1 * * * * * *26 llbr ab; nachmittags von 2—3 für Kinder; von 0,5—7 Uhr und von >/-8 Ubr ab für Erwachsene; Sonntag morgens von 126 Ubr ab. 2. ®onntaa§gotte8i)ienfte ■ 1/i6, 6, liii und 7 Uhr nl. Messen mit (fiele enheit zum Empfang der bl. Kommunion. 7 HI. Messe und Komm, der Jungfrauen» Sodalität in der Marienkop. lle. Um 8 Uhr Pfarramt mit Verwsuni des Hirtenbriefes. Aussetzung und Umgang und Komm, des 6. Schuijahies und der ckrtstenlehrpfl. Jun frauen, Te Deum und Segen. 'MO Kathedralamt mit Verlesung des Hirtenbriefes und Te Deum und Se en anläßlich des Krönun-slages des Hi Vaters, •/dl Christenlehre für die Jünglinge. 'M2 Uhr letzte bl. Messe mit Verlesung des Hiitenbrieses. >/,2 Uhr fafram. Andacht mit (seien. 4 Uhr Fastenpredigt, An­dacht und Segen. 6 abends Andacht in der Marien» knpelle. Montags 5 Uhr Fastcnandacht mit Segen. Mitlwoch, Freitag und Samstag Quatember-Fasttag. Donnerstag abends 8 U hr Fastenpredlgt mit Segen. Freitag ist um 6 Uhr nachmittags Kreuzweg-Andacht. 3. Werktcwsgottesdienste: Jeden Morgen von 0-6—7 Uhr halbstündlich hl. Messen mit Rommunion-Austeilung. */«8 Pfarr-ottesdienst mit hl. Kommunion. Um 9 Uhr letzte hl. Messe mit Austeilung Der heiligen Kommunion. — Stadtpfarrktrche. Beichte: Am Samstag nachmittag von 3—7, 7*/i—8V1, Sonntag früh 6—7 Uhr. Sonnta, S» Gottesdienste: 6 hl. Messe, 68/« hl. Messe und Komm, der Jun frauen.Soöaiität und der übri en Jungfrauen. 8 erster Schulgottesdienst, Hirtenbrief und Komm, des 6. Schuljahres. *MO Pfarramt und Hirtenbrief, Te Deum und Segen. 11 zweiter Schulgottesdienst. 9 Uhr Christenl. der Jungmänner in der Severikirche. 21/, Bruderschaft vöm hochw. Gut. 3'-/« Andacht der Jungfr. Die hl. Kommunion wird von 5*/«—7*/i Uhr jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 8*/i und 9V« Ubr. Werktagsgottesdienste: 6, 6V1, 71/« unb 8 Ubr. Mittwoch vachin. 5 Uhr Kreuzwegandacht. Freitag abends 8 Ubr Fauenpredigt. Mtttw.ch, Freitag, Samstag morgens 6 Beichtgelegenheit, Die 3 jaae sind Ogatemberfafttage. — pfarriirche zum heiligen Seift. Um 7 Uhr Fruhmeffe, Komm, der Jungfr. 8 Hochamt und Verlesung deS 2 TelteS des Hirtenbrieses, Papstfeter mit £e Deum. 8 «11 Kindergottesdienst und Ansprache. 2*/i Andacht für die Jungfr. 5 Andacht. Bis auf Weiteres beginnt an Den Werktagen Die 1. Meße 61/«, Die Schulmesse 71/«. Beichtgelegenheit jeden Morgen von *»7—7 Ubr und

Samstag von 4—6 Uhr. Sonntag morgen 6—7 Uhr. — St. Sturmius - Pfarrkirche. 7*/« Kommun. - Austlg. 7lA Frühmesse mit Predigt. 9’/i Uhr vormittags Hochamt mit Pred. Danach Christenl. V-2 Segensandacht. — klbteikirche 6er Benediktiner innen. Sonntag um 8/«6 Uhr Konventamt. Werktags 8/«6 stille Messe, ’/i» Konventamt, 3 Uhr Vesper. — herz-Zestt-steint. Sonntags ist um

1,7 Ubr hl. Messe. *,a9 Uhr Amt und Preomt. 2 Uhr Andacht und Segen. Werktags >/,7 Uhr hl. Meffe. Mittwoch abend um 81/« Uhr Andacht und Segen. — SriebbofsfapeHe cm liranzosenwiildchen. Sonntag: 6*« bl. Messe mit Ansprache und Kommunion»Austeilung. Werktags: 71/, hl. Messe mit Kommunion-Austeilung. — SeoerlMr-he. 7 hl. Messe. 8 Oberrealschulgottesdienst. — Gronenberg. Hl. Messen von 5—7 Uhr. 8 Singmesse mit Predigt und liturg. Gebeten. 9 Uhr Levitenamt (wegen der Feier des Jahrestages der Krönung unseres Hl. Vaters Pins Xi.) mit Piedi tt. 2 Ubr Predigt, Andacht unb Umgang für die Küns-Wunden-Bruderschast.

Neuenberg. V-9 Uhr Amt und Verlesung des Hirten­briefes. — Leh- er;. *M0 Uhr Amt und Verlesung des Hirtenbriefes. — Dieterrhon. 3 Uhr Amt und Verlesung des Hirtenbriefes.

Dienstag, 19. Febr. Zrauenberg. 2. Dienstag der Novene zu Ehren des hl. Antonius. Aussetzung des Allerheltiasten von morgens 5 Uhr bis zum Schluß des Hochamtes. V»8 hl. Messe mit Antoniusandacht. !A9 Levitenamt, darauf Fastenpredigt und Kreuzwegandacht. Nachm. *A5 Uhr AntoniuSandacht.

Evangelischer Gottesdienst.

Sonntag, den 17. Februar. Mda. Um 9V» Uhr Pfarrer Zeidier-Kassel (Hl. Abendmahl). 11 Uhr Kinder­gottesdienst im Schwer.ernhaus 6 Uhr abends Pfarrer Faik-Gelnhausen. — Grotzenlüber. Um 10 Ubr vorrn. Pfarrer Hattendorfs. Amtswoche: Pfarrei Hattendnrff.

Mittwoch, 20. Febr. Hulda. Um 8 Uhr abends PassionSgottesdienst in der Kirche.

Freitag, 22 Februar. Fulda Um 8 Uhr abend? Zusammenkunft des Jungmädchen im Schwesternhaus.

Lvangel. landerkirchl. Gemeinschaft, zulda, Buttlarftr. (7.

Sonntag, 17. Februar. Abends 8 Uhr Bibeistunde. Der Familienabend fällt aus, Dienstag abend 8*/« Uhr Bibel- und Gebetnunde Jedermann ist herzlich ein elaben.

fius Oberhessen.

— Kirchhain. Das Kuratorium wählte als Leh­rer an der hiesigen Rektoratsschule unter 42 Bewerbern den Mittelschullehrer Erich Wagner aus Finsterwalde (Nieder-Lausitz). Der Gewählte tritt fein Amt am 1. April an.

u Gelnhausen. Die Gründung eines eigenen O b st» und Gartenbauvereins für den Kreis Geln­hausen ist formell nach der Art des Obst- und Garten­bauvereins für den Kreis Hanau geplant und soll am kommenden Montag, in Gelnhausen vollzogen werden. Obstbauvereine bestehen im Kreisgebiete bereits in Nie­dermittlau. Neuenhaßlau-Gondsroth, Somborn, Bernbach, Meerholz-Hailer, Großenhausen, Lieblos, Rothenbergen. Schlierbach und Gelnhausen. Die Gründung einer Obsstverwertungsgenosfenschast für den Kreis Gelnhausen, die der Obstabsatz G. m. b. H., die vor Kurzem ht Fulda formell ins Leben gerufen wurde, an- geschlossen werden soll, steht gleichfalls bevor.

u. Lieblos. Da auch hier, wie im ganzen benachbar­ten preußischen und hessischen Gebiete die Schafzucht immer weniger abwirft und kaum noch die Unkosten lohnt, wurde nach einem vor kurzem erfolgten Be­schlüsse der Gemeindevertretung die seither hier bestan­dene Gemeindeschäferei aufgelöst. Gleich­zeitig ist hier eine Bewegung im Gange, die auch die Schweine- und Gänsehm abschoffen will.

— Bübingen. Medizinalrat Dr. Heinrich Wagner, Büdingen, wurde zum Kreisarzt am Kreisgesund­heitsamt Mainz mit der Amtsbezeichnung .Mermedi- zinalrat" mit Wirkung vom 1. März 1929 ernannt.

— Dillenburg. In dem Dorf Flammersbach hatte ein 13jähriger Junge beim Schlittschuhlaufen wohl durch Reibung des Schuhleders sich eine kleine Wunde am Fuß zugezogen. Die Wunde entzündete sich und es entstand eine Blutvergiftung, die die Ueberführung des Jungen in das Krankenhaus notwen­dig machte. ' Dort ist er unter großen Schmerzen g e- st 0 r b e n.

— Limburg. Der Reichsbund der Kinder­reichen, Bezirksverband Nassau, wird am Sonntag, den 17. Februar, im kathol. Gesettenhaus eine T a - gung abhalten. Nach einer Delegiertenversammlung findet nachmittags eine öffentliche Kundgebung statt.

— St Goarshausen. Versuchshalber wurde am Mitt­woch an der Lorelei das mächtige Rheineis ge­sprengt. Auf einer Strecke von etwa 200 Meterr lösten sich die Eismassen und kamen ins Treiben. De: Rhein hatte am Mittwoch auf einer Länge von 20 Kirn sich ganz zugesetzt, und zwar von Stromkilometer 5< bis 36.

Neues aus Frankfurt.

= Pros. Dr. Turnau-Btestatt der neue Frankfurter Opern-3ntenbant. Die Theater-Deputation hat als Nachfolger von Professor Krauß, der bekanntlich die Leitung der Wiener Staatsoper übernimmt, zum In­tendanten der Städtischen Oper den Intendanten des Stadttheaiers Breslau Professor Dr. Turnau beru­fen. Professor Dr. Turnau wird voraussichtlich im Mo­nat März in Frankfurt anwesend sein und mit den Vor­bereitungen für die neue Theaterspielzeit beginnen. — Während des Amerika-Urlaubs von Professor Krauß im Monat März wird Dr. Wallerstein als Jntendan- ten-Stellvertreter und Generalmusikdirektor Krips- Karlsruhe als Kapellmeister anwesend sein. Um das Niveau des Frankfurter Opernhauses zu halten, hat Pro­fessor Krauß, der seinen Urlau unter Verzicht auf feine Sage nimmt, der Theaterdeputation den Wunsch über­mittelt, drei der prominentesten deutschen Dirigenten während dieser Zeit auf feine Kosten zu feiner Stellver­tretung bei drei festlichen Aufführungen zu berufen. Die Theaterdeputation hat dieses Anerbieten mit Dank an­genommen. Don Anfang April bis Ende der Spiel­zeit wird Professor Krauß'in Frankfurt wieder tätig fein.

— Generaldirektor Paul Dmucke gestorben. Nach längerer Krankheit ist im Alter von fast 70 Jahren der Generaldirektor der Frankfurter Versiche- rungs A. G. Paul Durncke an den Folgen einer Operation gestorben. Paul Dumcke gehörte feit dem Jahre 1892 der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs- gefelljchast A. G. als Direktor an; feit .1897 hatte er die (Stellung eines Generaldirektors inne. Unter feiner Führung nahm der Konern einen starken Aufschwung und entwickelte sich zu seiner heutigen Bedeutung.

— Neue Raubvögel im Frankfurter Zoo. Vor kur­zem wurde die reichhaltige Naubvogelfammlung des Frankfurter Zoologischen Gartens durch die Erwerbung zwei jüngerer Exemplare des süd-amerikanischen Agu j a s bereichert, eines stattlichen im ausgefärbten Zustand blaugrünen Verwandten unseres einheimischen Mäuse­bussards, den er an Größe bedeutend überragt. — Im Aquarium sind wettere Reueingänge zu verzeichnen.

Usksnkoi Ollffs Öer Diclen hungernden Vögel, vviUvIlllvl ulllij die den Winter bei uns bleiben.

LECTROU

KONZERT

ist wegen der Kälte nach dem zentral gelegenen Bürgervereins-Saal verlegt. Der Saal ist gut geheizt. Numerierte Plätze ä 50 Pfennig bei J. Mollenhauer & Söhne u. an der Abendkasse.

■

Gerhart Hauptmann schreibt über Elektrola:

Mit allergrößtem künstlerischem Vergnügen genießen wir die Elektrolaplatten auf dem gleichnamigen Apparat.

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