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Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt

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Sö.Zahrg

Ireiiag, 15. Februar 1929

Nr 39

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an

Die Sachverständigen am Derhandlungsf.sch.

Hinten rechts ist der „Weltbankier" John Pierpont

Morgan zu sehen.

Die 54. Tagung des Völkerbundrates

wichtige

ftm’berer Gwek i

T-r '2in«

sich um

den

der

gierung zum Zwecke der Untersuchung der Heber-

einer Vakanz in einem Gemischten SchiedsgeriMt

sten Steuersnsteme zum Ausdruck bringen. Bei dem zweiten Komitee handelt es

* Die Saardeutschen gegen den D"iuch franzSfl- scher Schulen. Sämtliche politischen Parteien, mit Ausnahme der Kommunisten, haben, wie die Dlctt- ♦er melden, als Antwort auf die von der Kultus»

Dsr Am-

auch war-

nicht mrr der französischen Schufen, sondern des fakultativen französischen Unterrichtes zu nen." ——

* vorkraq Dr. Darms in Amsterdam.

fTSpi'.ffhr- ®wins. der in

Die erste Sitzung der Sachverständigen in Paris I ist aus unserm Bilde rechts der Vierte von vorn, hat die Delegierten vollzählig versammelt. Reichs- Ä!“i----iri «*-’*’—«**•" ’*-**• *

bankpräsident Schacht, der deutsche Hauptvertreter,

und mehrere Verwundete. Die britischen Truppen haben keine Verluste gehabt. Ewek Wandina war der Hauptanstifter des Ausstandes im Nuerland, zu dessen Bekämpfung in den Jahren 1927 und 1928 Truppen entsandt werden mußten.

beziehen, anzuwenden, da der südslavische Richter erklärt hatte — aus Gründen, die er in einem an den Präsidenten des ungarisch-südslavischen Ge­mischten Schiedsgerichts gerichteten Brief barlegte —, an den Verhand'ungen des Gerichts in dem Fall „Erzherzog Friedrich von Habsburg-Lothrin­gen gegen den serbifch-kroatifch-slovenischen Staat" nicht teilnehmen können. Ebenfalls auf der Ta­gesordnung steht die sogenannte „Ungarische Op­tantenfrage", über die gegenwärtig zwischen den beteiligten Regierungen unmittelbare Verhandlun­gen schweben.

Der Generalsekretär des Vöst-'rbimdes Hai so­eben den Regierungen der Mitgliedstaaten des Döl- kerbundsrates die vorläustge Tagesordnung für die 54. Tagung des Völkerbundsrates, die am 4. März unter dem Vorsitz des italienischen Vertre­ters, Herrn Scialosa, zufammentritt, zugeiandt.

Die Tagesordnung enthält 25 Tragen, die sich auf fast alle Gebiete der Tätigkeit des Völkerbun­des beziehen.

Die Minderheitenfrage wurde auf die vorläufige Tagesordnung gefetzt auf Grund emes Antrages des kanadischen Vertreters, Herrn Dan- durand, unter dem Titel: „Das bei Minderhetten- Petitionen anzuwendende Verfahren", und aut Grund eines Antrags des deutschen Ratsmitgliedes Herrn Dr. Strefemann. unter dem Titel „Garantie des Völkerbundes für die Bestimmungen zum Schutz der Minderbeiien." Außerdem sichen einige Minderheiten-Petitionen, die sich alle auf den deut­schen und polnischen Teil Oberschlesiens beziehen, auf der Tagesordnung

Ferner enthalt die Tagesordnung einen Besuch der ungarischen Regierung, die d"v ruffordert, die Bestimmungen des Artikels 239 des

und die die unerläßlichen Vorarbeiten für die Er- f>"'llung feiner Aufgabe darstellt. .

Reuter meldet aus Paris, die allgemeine Atmo- svbäre in der Sachverständigenkonferenz sei nach wie vor günstig. Die Ausführungen Dr. Schachts seien als klug und maßvoll bezeichnet worden. Der pa­riser Korrespondent des „Daily Expreß sagt, Dr. Schacht habe seine Worte hauptsächlich an Morgan gerichtet. Seine Bemerkungen hätten einen tieren Eindruck auf die anderen Delegierten gemacht. Der Korrespondent der „Financial Times" schreibt: Die einzige Kritik, wenn der Ausdruck gebraucht wer­den darf, die die anderen Delegierten an den -'us- führungen Dr. Schachts zu üben hätten, war, datz die deutschen Sachverständigen nach der Darlegung ihrer Auffassungen zu glauben schienen, daß nun nichts mehr zu sagen sei. Abgesehen davon waren die Delegierten sich einig, daß die Ausführungen Dr. Schachts eine bemerkenswert kluge Darstellung des deutschen Standvunktes waren. Der Korrefpom dent fügte hinzu: Eines wird bereits klar, nämlich daß wirklich wichtige Entscheidungen nickt in den Sitzungen des Ausschusses, sondern in privaten Besprechungen zwischen den verschiedenen Delegier­ten fallen werden.

Die „N e w y o r k T i m es" benutzt die kürzliche englische und französische Beurteilung des Antrages Eapper sowie die angeblichen Motive, die hinter ver Wahl Owen Poungs zum Vorsitzenden des Sachver- stöndigenausschusses ständen, zu längeren Ausfuh' rungen über das europäische Mißverstehen Ameri­kas. Der Antrag Eapper sei offenbar seitens Eu­ropas als der Ausdruck der Wünsche der amerikani­schen Regierung aufgefaßt worden, was bekanntlich nicht der Fall sei. Mit der Wahl von Dawes und nunmehr Pounas zum Vorsitzenden der Konferenz habe Europa offenbar gehofft, durch Befriedigung des amerikanischen Ehrgeizes die Regierung der Vereinigten Staaten .zu einer entgegenkommenden- deren Haltung bezüglich der Schulden der Alliier­ten zu veranlassen. Diese Illusion wurden die amerikanischen Sachverständigen sicherlich schnell zerstreuen. Deutschland sei 1914 nickt das einzige Land gewesen, das die Vereinigten Staaten falsch beurteilte. Die Mißverständnisse zwischen den Ver­einigten Staaten und England und Frankreich >eien heute überraschend häufig, obgleich keine große Kenntnis Amerikas erforderlich sei, um zu wissen, daß angesichts der amerikanischen Neigung zur Passivität in politischen Dingen Jahre verge­hen müßten bis eine Schulden st reich ung denkbar werde.

wtb. Paris. 14. Febr. (Eig. Meld.) Heber die gestrigen Beratungen des Reparationssachverständi­genausschusses berichtet „Malin", Dr 'S ch g ch t habe daran erinnert, daß die H a n d e l sbilanz Deutschlands ein Defizit in Hohe von 1 Milliarde aufweise. Damit die Dawesan- nuitäten bezahlt werden könnten, fei ein größerer Heberschuß in der Handelsbilanz notwendig. An- dererseits müßten auck bei den Einfuhr- und Aus­fuhrziffern die Reparationsfachlieferungen in Be- rücÄichtigung gezogen werden. Dr. Schacht habe außerdem die nach feiner Ansicht zu optimistischen Schlußfolgerungen Parker Gilberts hinsichtlich der budgetären Einnahmen aus den fünf verwendeten Einnahmequellen (Zoll, Tabak, Bier, Alkohol und Zucker) erörtert. Schließlich haben Dr. Schacht und seine Kollegen über die Lage der deutschen Jndustcie gesprochen. Die Diskussion wird heute fortgefetzt werden.

„Echo de Paris" erklärt, wahrscheinlich werde die Prüfung dieser allgemeinen Fragen' die ganze Woche in Anspruch nehmen. Trotz der umlaufenden tendenziösen Gerüchte bleibe der Eindruck von dem Verlauf der Verhandlungen gut. „Chicago-Tri­büne" erklärt: Die Verhandlungen gingen dreimal so schnell voran als man vorher angenommen batte und werden, wenn dieses Tempo beibehalten würde, schon in einem Monat zu Ende sein, statt in zwei ober drei Monaten, wie man geglaubt hat.

Heber die Sitzung"» des Sachverstärdigena'l-;- schusses berichtet die Agentur Havas: Der Sach­verständigenausschuß hat das Studium der Fragen allgemeiner Art, die sick auf die Zahlungsfähigkeit Deutschlands beziehen, fortgesetzt. Dr. Schackt hat über die Wirtschaftslage des Reiches nähere Anga­ben gemacht. Er hat es sich vor allem angeleaen fein lassen, die Schlußfolgerungen des letzten Be­richts Parker Gilberts zu erörtern, besonders be­treffend das Lebenshaltungsniveau Deutschlands, verglichen mit dem der anbei en Nationen. Der beutfchen Delegation wurden ver- fchiedene Fragen über Einzelheiten gewisser Titel bes Reichsbudget gestellt. Dr. Schacht wurde er» suckt, sich über den Slar,ö der gegenwärtigen Prol- perität der deutschen Industrie sowie über die deut­sche Handelsbilanz zu äußern. Die deutsche Dele­gation bat umfangreiches Material und zahlreiche Statistiken vorgelegt, die die Sachverständigen in ihren Einzelheiten werden nrüfen müssen. Wie man sieht, ist der Ausschuß erst noch bei einer Unter- fnckungsarbeit zi-mlick allgemeiner Art, die wahr­scheinlich noch mehrere Tage fortgesetzt werden wird

■iilujetnt sechsmal wöchentlich. Wochendeilagen „Die Welt im Bild" und „Buchendlätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9. ■monatl. 1.80 einschl. Vosiaev. (30 bezw 48 Pf.» ohne Zustell-,

sterdam in einer von der Flämisch-Niederländischen Ve-einigung veransta'teten Versammlung wrack, erklärte u. a., wenn es einmal dazu kommen sollte, daß die belgischen Nationalisten den Holländern »r-en erklären. d»e a>,k fffimifA-n

Aktivisten rechnen könnten, die dann bis zum letz­ten Mann ihre völkische Pflicht gegenüber den hol- ländischen Niederländern erfüllen würden.

* Ende des Aufstandes im Mrland. Reuter meldet aus Khartum: Eine Abteilung berittener Truppen und Polizei wurde am 8 Febr. von Mit­gliedern des Stammes Nner bei der Ppramide von Dengkurs, dem Schlupfwinkel des berüchtigten

auswärts 0,20 JUt Retlamezerl«: total 0,60 JUl auswärts 0,80 JO. Bei Wiederholungen Rabatt.

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griff wurde zurückgewiesen und die Angreifer er­griffen die Flucht. Sie wurden fünf Kilometer weit »en den Rch-m verfolgt. D"r Sta'-'m Nner ! verlor dabei 18 Tote, darunter Gwek Wonbina I

(er erlassene Aufforderung zum Eintritt der Kinder in die französischen Schulen eine Erklärung her- ansgegehen, in der es u. a. heißt: „Bereits zehn Jahre ist das Saarqebiet von feinem Mutterland« aibgefrennt. In dieser Zeit ist vor aHer Welt der Beweis geliefert worden, daß das Saargebiet gibt es Franzosen, die glauben, Frankreich habe e>n historisches und moralisches Anreckt auf den Besitz des Saar-r-hietes Zu den Gründen, die neuerdings ins Feld geführt werden, gehört auch die Behauptung, das Saargeknet fein ein zwei- tnra^^•.ar>a Gr»nzgebi<»t Strflnwf» N'r 'M

Saargebiet lebt, wird einwandfrei bezeugen kön­nen, daß dem nicht so ist. Man scheint aber aus der Tatsache, daß einige hundret Kinder die von der französischen GrubenverwaUung eingerichteten Schulen besuchen und andere Kinder in den deut­schen Volksschulen dem fakultasiven französischen Unterricht beiwohnen, zu folgern, im Saargebiet sei man dem französischen Annerionsgedanken gün­stig gesinnt. Diele Ecklußfolaeruna -ft rollkow- men irrig; aber sie scheint für qewisie chauvini­stische Kreise Frankreichs ein willkommenes Argu­ment mehr zu liefern in der Kette der Trugschlüffe, die sie für eine offene ober verschleierte Annexion bes Saaraebietes ins Feld führen. Diese bedauer­liche Tatsache bestimmt die politischen Parteien, die Bevölkerung bes Saarqebietes vor einem Besuch

Weiter hat her ^at Beschlüsse über bie Zusam­mensetzung zweier Komitees zu fassen. Im ersten Fall handelt es sich um ein ständiges Steuerkomi- tee, das bie Bekämpfung der Doppelbesteuerung und der Steuerflucht fördern, bie hierfür notwen­digen Verhandlungen eröffnen und überhaupt ganz allgemein bie Steuerfragen untersuchen soll. Es wird aus zehn Mitgliedern bestehen, bie auf Grunb ihrer technischen Zuständigkeit auszuwählen sind; feine Zusammensetzung fall außerdem bie

"bleit""'' t'e* r-

'inen temporären Untersuchungsausschuß.

Rat infolge eines Vorschlages der englischen Re-

ausichusfes, des 9*'orn reitnna^au- ‘"huh ■' > e

Konferenz zur Kodifizierung bes Internationalen Rechts, des Wirtschafts-Komitees, der Statiftlker- Konferenz, des Opium-Ausschuffes, des Ständischen Opium-Zentral-Komitees und des Finanz-Komitees (die Frage der Sparanleihe). Außerdem ^wird er zu einer Denkschrift des Generalsekretärs über den Stand der Ratifizierungen der unter den Auspi­zien des Völkerbundes abgeschlossenen Abkommen Stellung nehmen.

Schließlich hat der Rat zu ernennen: ein Mit­glied des Internationalen Ausschusses für Geistige Zusammenarbeit; vier Sachverständige für den Verwaltungsrat des Welt-Lehrsilm-Jnstituts; den Nachfolger'für das verstorbene Mitglied des Fi­nanzkomitees, Herrn Lubois; den Präsidenten der Konferenz für die B-kämoiima der Falschmünzerei, die am 9. April 1929 stattfinden wird; den Prä­sidenten b^s A""t'^'iff''s f“>r die Ryizucienina der Donau und den Völkerbundskommissar für die Aus­führung des Artikels 107 des Lausanner Friedens- vertrages.

Chamberlain zum deutschen Minderheitenankrag.

Der Abg. Malone richtete im englischen Unter­haus an den Staatssekretär des Auswärtigen die Frage, ob er vom Generalsekretär des Völkerbun­des eine Mitteilung darüber erhalten habe, daß der Antrag des Deutschen Reiches, der Völker­bund möge die Garantie f"r Ne Dur^^r-m-i h,*r Bestimmungen über die Reckte der Minderheiten übernehmen, auf bie Tagesordnung der nächsten Ratssitzung gesetzt werde, ferner ob er sagen könne, welche Seite bes M^nderheitenvrobtems angeschnit- ten werden soll und ob der britische Vertreter im Völkerbundsrat den bei b»r letzten Versammlung gemachten Vorschlag unterstützen und nötigenfalls selbst unterh''-'it?n w'rde, der hie Schafiung eines ständigen Minderheitenausschusses vorsebe, der etwa der ständigen Mandatskommission entspreche.

Chambersin erklärte: Ich habe eine Kome der vorläufigen Tagesa-dm'ng her nächsten Ratssitzung erhalten, in *»r h*» auf ^i"

ehrenwerte Mitgsied Bezug nimmt, aufgeführt, wich. Ich bin nicht in der Lage vorausriifaaen, merkfamkeit des Rates gelenkt werden, wird. Was h»n ieh'en Teil ' ■ —<••• >t^n Frage he« trifft, fr» rer»" - * :^r

rtty, fi irrpftr-a e'ahri'a

und in der aefaat romte, daß der britischen Re- gierung nichts von einer Absicht bekannt ist, den Vorschlag zur Bildung eine« ständigen Mind-w- h-"tenausfch"sses m^herausteben »u fnüen. Die Regiorung steht w'ck heute noch auf hHem Stand, »unkt und beabsickfigt nicht, von sich aus diese Frage wieder aufzuwerfen.

Vertrages ren Tr a.-ion di? sich

Polen.

wtb. Warschau, 14. Febr. (Eig. Meld.) Anläßlich bes lOjäHrigen Bestehens des polnischen Parlam»n> tarismus hielt in der gestrigen Senatssitzung der Senatsmarschall Szymanski eine Festrede, in der er lick über die Tätigkeit des letzten Seims au- ßerstabfälligäußerte. £ie Senatoren u. er radikalen Bauernpartei Wyswolenie verließen d-.s- halb noch während der Rede des Senatsmarscha.l^ die Sitzung. Der Sozialdemokrat Strug protest'erte dann im Namen der Linksparteien gegen die Aus- fälle des Senatsmarschalls. .

Der Senat hat dann einstimmig der R a t's t- zierung des K r i e g s ä ch t u n g s pa k t e 5 zugestimmt. „

Im Zusammenhang mit der Verhaftung des ehemaligen deutschen Abgeordneten im aufgelos.n ostoberschlesischen Landtag und Leiters ^e.- ostoberschlesischen deutschen Dolksbundes, Ptto U l i fe, wtlart die polnische Telegraphen-Agen- tur, daß der Verhaftete angeklagt sei «egen d^ Sicherheit des Staates tätig gewesen zu se'u. rl ner werde er neben einer Reihe weiterer staats- feindlicher Handlungen auch der Beaunstigung non Fahnenflucht durch Dokumentenfälschung beschul diat Wie Erpreß Porannn" aus Kattormtz m l- KÄ’Ä'SXw suchung gefunden haben.

wtb Genf 14. Februar. (Eig. Meld.) Im »LLSMMÄN Völkerbundes eine unver kenn bar e U e b e r SSÜftn .IKmÄd-° m-n Ze«u 9’'

halten sein wird.

* Termin gegen die der Spionage angeklaaten Angestellten des Veichsvermögensamtes vor dem französischen Militärgericht. In dem voni den Be fnhnna5behörben gegen eine Reche von Beamten, Angestellten und Arbeitern der Neichsvermogens- ärnter Mainz und Sohlenz einaeJetteg • onageverfahren ist, wie nunmehr feftfteht, berJer MIN zur Hauptverdandlung auf den 22 üfevruar ?or ^dem französischen Militärgericht (früher Kriegsgericht) in Mainz festgesetzt worben. Dw Verhandlung wirb voraussichtlich mindestens den aanzen Tag in Anspruch nehmen und unter streng- die Hrteilsverkündung ist öffentlich. Deutsche De teibtger sind nicht zugelassen.

Vie Lateran-Verlräae.

In Beantwortung einer Anfrage erklärte Eham- berlain im englischen Unterhaus, eSi fei. tljmJ«“ ’ lei offizielle Mitteilung darüber zug-gangen daß der neue vatikanische Staat beabsichtige, sich um die Mitgliedschaft beim Völkerbund zu bewerben. Es sei infolgedessen auch verfrüht, eme Erklärung über den Standvunkt der britischen Regierung in einer so hypothetischen Frage abzugeben. Eln Mit alied des Hauses richtete an den Staates.lr^ar die Frage, ob nicht zu verstehen gegeben worden sei daß der Papst keine Verbindung mit dem Völkerbund suche. Chamberlain erwiderte, soviel er wisse, treffe dies allerdings zu.

•

Reichspräsident von Hindenburg hat an Seine Lzeiliakeit bett Papst anläßlich der Wiederkehr s.c- ?eS Krömmgstages nachstehendes Telegramm ge- ,,S Nligl'lt ich. >?m Knmmgs- ,-st- meine «ufrid-tigjle« wtb wünsche entgegenzunehmen. - Der P^st Y-t gütiges Gedenken und innige Glückwünsche erwidern wir mit den herzlichsten Segenswünschen für ^hre Person und das ganze deutsche Volk.

* Die bayerische Regierung hat unmittelbar nach dem Empfang der offiziellen Nachricht über dis zwischen dem Papst und der italienischen Reglerung erfolgte Aussöhnung dem Heiligen Stuhl durch den bayrischen Gesandten, Freiherrn Rit.er, sowie durch den apostolischen Nuntms ihre freudige An­teilnahme an dem weltgeschichtlichen Ereignis und die besten Glückwünsche übermittelt.

Der König von Belgien hat dem Papste Pius XI. aus Anlaß des 7. Jahrestages seiner Krönung seine Glückwünsche übermittelt. Gleich­zeitig hat der König dem Papste und dem Kon-g von Italien seine Glückwünsche anläßlich der Hntrr> zeichnung des Abkommens zwischen dem Vatikan und dem Quirinal ausgesprochen.

Kirche und Faschismus.

Die „Germania" setzt sich mit dem „VorwärtS- über etwaige Folgen auseinander, dir der Friedens- schluß zwischen Vatikan und Italien bezüglich bji Stellungnahme der Katholiken zu Mussolini und seinem merkwürdigen staatspolitischen System haben kann. Die „Germania" schreibt u. a.:

Der „Vorwärts" will uns, wie schon aus einer anderen Stelle des gleichen Artikels („Antifaschi-

I wachungsmöglichkeiten für Rauchopium im äußer­sten Osten e'inzu setzen beschlossen hatte. ,

Der Völkerbundrat wird von den Berichten der Ausschüsse und anderer Wlkerbundsorgane über bie seit der letzten Ratstagung ausgeführten Ar­beiten Kenntnis nehmen, das heißt bes Manbctts-