Einzelbild herunterladen
 

—

Sonntag, IU. Februar 1929.

Fuldaer Zeitung (klmtliches Kreisblatt).

guwa. den 9. Februar 1929.

Jfiw naduk ueftmr&JV

AR NAU D

sind fofert z» entfernen, Da „hensgefühllich

Helft Unfälle verhütens

(Hns der IiUWo-Brofchü« „Augen aef> au jedem Postlchalter ,» haben.)

wiedersehensfeier ehemaliger Domschüler.

In her vorigen Woche hatten sich eine Anzahl ehemaliger Domschüler zu einer Besprechung über eine zu veranstaltende Wiedersehensfeier in der Gastwirtschaft zur „Alten Post" eingefunden. Man kam überein, alle ehemaligen Schüler der dom- pfarrl'ichen Knabenschule, die in den Jahren 1872, 1873, 1874 und 1875 geboren und die Schule in den Jahren 1878 bis einschl. 1889 besucht haben, voraussichtlich zum 6., 7. und 8. Juli zu einem Stelldichein nach hier einzuladen. Der vorberer- tende Ausschuß will die in aller Herren Lander zer­streuten ehemaligen Domschüler in die Heimat zurückrusen, wo sie als Kinder frobe Stunden un­getrübter Freude verlebt haben. An Gott geweih­ter Stätte, im Kreise ehemaliger Kameraden !oll ihnen die Heimat wieder näher gebracht, sollen alte liebe Erinnerungen aufgefrischt, soll neue Kraft und neuer Mut an dem ewig jungen Born der Heimat für das weitere Leben geschöpft werden. Der Aus­schuß würde es dankbar begrüßen, wenn hier woh­nende Angehörige, Freunde und Bekannte die auch auswärts wohnenden Domschüler von diesem -oot= haben in Kenntnis seßten und sie bitten, ihre An­schriften b a l d i g st dem Kaufmann, Herrn P o -

denen Begabungsrichtungen und ihren späteren Berufsabsichten.

Der Verfasser des ersten Artikels fragt in Ver wunderung: „Galt nicht seither gerade die be­stimmt ausgeprägte Form der Fuldaer höheren Lehranstalten als eine ihrer besonderen Vorzüge? Ich antworte dem Fachmann: Seither sa, aber heute nicht mehr, seitdem es eine Reform des höheren Schulwesens gegeben hat; seitdem also die Oberrealschule alten Stils mit ihrer gleichmaß,- gen Berücksichtigung der neusprachlichen u n d ma- thematisch-naturwissenschaftlichen Fächer durch die

Denn an bk rretchs-Unsallverhütungi-lvo-el

Solche W«0»eftw Tew

„wie man sparen soll".

Im Alter von einem Jahre kam ich in das Waisen­haus. Mir gefällt es dort. Die Schwester sorgt gut für uns, denn ich bin Ganzwaise. Vater und Mutter sind gestorben. Mein Bruder ist in Amerika. Die Schwester von mir ist in Stellung. Bon ihr habe ich ein kleines Sparbüchschen bekommen. Das niedliche Kästchen hat in mir große Lust zum Sparen geweckt. Wenn Sonntags die Tante kommt, so freue ich mich, denn da weiß ich. daß sie mir einen Sparpsennig mitbringt. Jetzt habe ich, mit einem Groschen anfangs, schon 2 Mark in der kleinen Sparbüchse gespart. Ich schreibe „kleine Kaste", weil ich ja noch ein großes Sparbuch habe. In diesem sind schon 30 Mark. Das Geld trägt auch schon Zinsen. Da gibts immer mehr. Meine Schwester Rosa bringt mir auch ab

Den Ausführungen eines Fachmannes in Nr. 30 dieses Maites, der es vorzieht, mit geschlossenem Visier zu kämpfen, habe ich folgendes entgegenzu­hatten: Es ist verwunderlich, daß der neue Schul­plan von einem Fachmann fast in allem so schief gesehen und so stark verzeichnet werden konnte. Mit billigen Allgemeinplätzen und ironisierenden Be­merkungen wird man den sorgfältig erwogenen Gedanken nicht abtun können. Schon die von dem Verfasser beliebte Ueberschrift: „Neuorgam- sation der Oberrealschule" ist mißverständlich. An der heutigen Form der Oberreatschule soll nichts geändert werden. Der Grundgedanke des Planes ist vielmehr, durch die Anfügung des Reformreal- gpmnasiums an die Oberrealschule der Stadt die vierte noch fehlende und damit eine neue Bildungs­möglichkeit zuzuführen. Erst durch sie sind dann alle durch die jüngste Reform des höheren Schul­wesens in Preußen geschaffenen Hauptbildungs­wege der hiesigen Jugend erschlossen, die in frühe­ren Zeiten dem Gymnasium allein zugewiesen waren.

Dabei entspricht es durchaus nicht unserer Mei­nung, daß die Menge der zu uns kommenden Schü­ler infolge der neuen Einrichtung noch wachsen solle. Sicherlich werden sich auch nicht in einem noch größeren Umfange als bisher Elternkreise be­stimmen lassen, der neuen Schulreform zuliebe ihre Jungen nunmehr dieser zuzuführen. Wir wol­len lediglich eine bessere Verteilung des Schüler­materials der 4 Oberklassen auf die beiden Zweige der zukünftigen Doppelanstalt gemäß ihren verschie-

Nochmals zur Stage einer neuen höheren SWform in zulöa.

Don Dr. Lauwartz.

lykarpReuß, Luckenberg 1 mitzuteilen. Alles Nähere wird dann der Ausschuß veranlassen. D:e hier wohnenden ehemaligen Schüler werden dem­nächst zu einer weiteren Besprechung eingeladen.

Dom Fahrplan.

Die im Winterfahrplan in der Zeit vom 16. 12. 1928 bis 17. 2. 1929 an Sonntagen vorgesehenen Dz. 2412 (Fulda ab 7,16 — Gersfeld an 8,23) und Pz. 2417 (Gersfeld ab 11,23 — Fulda an 12,31) werden auch noch nach dem 17. Februar au Sonn- und Feierw-m beibehalten.

Die Diuterfportzüge.

Sonntag, den 10 Februa,r verkehren Winter­sportzüge Nr. 1560/1561 Frankfurt (M) Hbf.— Gersfeld (Rhön) und zurück in folgendem Fahr- plan: Frankfurt (M) Hbf. ab 5.28, Fulda an 7 32 Fulda ab 7.48, Gersfeld (Wn) 'an fM3. Gersfeld (Rhön) ab 18.25, Fulda an 19.20, Fulda ab 19.44 Frankfurt (M) Hbf. an 21.45 Uhr.

Bisher über eine Million Mark Unterstützungen auf der Hindenburgfpende.

Wie die Deutsche Bemntenbund-Korrespondenz erfährt, ist in nächster Zeit mit der Veröffentlichung des Jahresberichtes der Hindenburgspende zu rech- neu, der die genaue Zahlenangabe über die bisher ausgeschütteten Unterstützungen enthalten wird. Der bis Ende September 1928 verausgabte Betrag be- lier sich auf rund 760 000 Mark und erhöhte sich bis Ende Oktober auf rund 1,2 Millionen Mark. Neben Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen wur- den auch Kleinrentner, Veteranen und frühere aktive und Reserveoffiziere, Hceresbeamte und ihre Hinter­bliebenen bei den verschiedenen Ausschüttungen aus der Hindenburgspende bedacht. Die nächste Aus- schüttung findet am 1. April d. I. statt.

und zu einen Sparpfennig mit, den ich niemals für Leckersachen ausgebe, sondern ihn freudig ins Sparkan- chen wandern lasse. Wenn ich aus der Schule bin, gehe ich in Stellung und verdiene mir das Geld, denn ich rotll auch mal so weit kommen wie mein Bruder. Das Sprichwort tagt: .Mit mt-

nigem kommt man aus." Deshalb soll man sich naa) öer Decke strecken und sich an Sparsamkeit gewöhnen. ~ser von Hause aus daran gewöhnt ist, zu sparen, wird auch im späteren Leben für fein Auskommen sorgen können. Heutzutage, wo so viel Geld ausgegeben wird, muß man doppelt die Tugend der Sparsamkeit lernen und üben.

slügelzucht. (Direktor Tremmel-Fulda.) 10—10.301 Uhr: Die Aufzucht von Junggeflügel. (Dr. Filler- I Hünfeld.) 11—11.30: Die Fütterung und Haltung von Zucht- und Legehennen sowie die Einrichtung von Geflügelstallungen. (Diplomlandwirt Küthe- I Rittergut Oderrode, Kreis Hersfeld.) 2—2.30: Die Organisation des Eierabsatzes auf genossenschaft- I Uchem Wege. (Küthe.) In Anbetracht der Wichtig- I

Landesaurschutz tagt. I keit der Vorträge besonders für die heutige Zeit

’ ‘ n 9 I wird zahlreiches Erscheinen erwartet. Zu diesen

Die Landesverwaltung (Landeshauptmann in I gjotträgen werden alle Interessenten und Freunde I

Hessen) in Kassel teilt uns mit: I der Geflügelzucht aus Stadt und Land eiirgeladen. I

Der Landesausschuß beginnt seine ordentlich« An die ehemaligen Schüler ergeht noch besondere

Februarsitzung am Montag, den 11. Februar 1929, I Einladung. Direktor Tremmel.

15 Uhr. In der Sitzung sollen möglichst-all« lau- I ^-Höhung der Revisionssumme.

senden Angelegenheiten erledigt werden, tzanut die v s8 .. b 15 ctebruar Kraft tre-

voraussichtlich gegen Ende des Monats ftdttfmbene JL-nrhnuna der Reicksreaieruna beträgt

Nicht mit laufenden Wften b,. J*»* L'b-VSmH-stW i°---«dnungftetou. -. t !-«™'w ^„»S'-^bS

nn den Kommunallandtag ») über emeA-ndernng mJ Jenw J J ® t bewendet es bei der bisherigen

der Satzungen der Ruhegehalts- smvi der Wit- }g (ume ^n 4000 RM. Em gleichzeitig wen- und Walsenkasse b)ub«r em« Abänderung ^visto ermöglicht es dem Reichs-

der Satzung der Sterbekasse-. 2. Bewilligung von reste L" Beschleuuiaung des Ge-

Beihilfen zu Feuerlöschzwecken: 3. Beterligung n f1 'bürgerlichen Rechtzeitigkeiten,

de- Bezir ksverb a nd es an d em Cl e k- ^«ang Verhandlung über eine Revi- troverband Mitteldeutschland, 4. Be- I ^enn es nack Laae der Sache

t-iNgun« bei die münblich- Setlwnblung Mi Miung ber für

Ä? * » «L®«? e?Äd,wmmmbm

1928; 6 Aufnahme von Darlehen aus Misteln der I mct,t *UI erforoerucy yau. wertschaffenden Arbeitslosenfürsorge für Notstands- ———

maßnahmen: 7. Voranschläge die nicht den Haupt- Sdlllle Utlb SMlfhltt.

Voranschlag berühren: a) der Landeskredltkasse Kas- I ' '

fei; b) des Landesleihhauses Kastel; c) der Landes- I Das Ergebnis eines Preisausschreibens, rentereiverwaltung; 8. Beschlüsse der Bezirkskom- gmixbrirh de« Weltsvortaaes bat die Fuldaer mW°n zur Au«run, be- W-nbe,arb-ii-stäii,n. Ä sÄÄ Lern ber die- ae,eueS- ———— I fjgen Schulen ein Preisausschreiben veranstaltet,

im;»..- io I Von Schülern oder Schülerinnen sollten Aufsätze

Minus 19 Grad I y6er J2ert und Zweck des Sparens emgeliefert

hatten wir in der letzten Nacht zu verzeichnen, werden Die besten Aufsätze sind ausgezeichnet Es bleibt uns angesichts dieser bitteren Kälte nichts I roorten und zwar wurden den Kindern Spar­anderes übrig, als uns zu freuen, daß wir nicht im bücher 'ausgehändigt. Bei der Auswahl der Ar- schönen Wilna sind, wo zurzeit 44 Grab Kälte beiten rourfoen vor allem der gedankliche Inhalt herrschen. berücksichtigt.

Promotion. I Die Namen der Preisträger sind: 1. Anna

Am 7. Februar promovierte bei der Philosophi- Griebel, Waisenhaus (Stadtschule); 2 Hans Mm- schen Fakultät der Universität Marburg der Leiter mel, Langebruckenstr. 33 (Domst.Mle); 3 Ger.ru d der städtischen Mittelschule in Neustadt, Kr. Kirch- Kircher, Edelzellerstr. 100 (Stadt chule): 4^ (Hfriebe Hain, Herr Mittelschullehrer Groß, ein Abiturient Herzig Wastenbaus (Stadtschule); 5. Fritz Schaff- des hiesigen Gymnasiums. Die Dissertation, die im ner, Ronsbachstr. ^berrealschule); 6 Be^ihard psychologischen Institut unter Leitung von Herrn Brahler Seipzigerstr. (Domschule)^ 7. Rudo f Vrofestor Kaenick anaekertiat wurde lautete: „Er- I Stahl, Adalberfftr. (Domschule); 8. Jose: Hartung perimentelle Untersuchungen über den Jntegrations- I Kremer, Kl. 2a ^omschu e),

qrad bei Kindern." Prüfungsfächer waren: Philo- 10. Hildegard ^eisck^ Severibe^ (Otadtschii ), fophie, Geschichte und Erdkunde. Das Ergebnis der 11 Maria Kircher Schi dechtr^ (Stad schule), 12 wy*•»“*• M-«-»»-->M*«■«$»&> ■" ” , « .. . Der Aufsatz der ersten Preisträgerin, Anna

Große Wohlfahrk-Wertloklerie. Griebel, 13 Jahre alt, hat folgenden Wortlaut:

Vom Katholischen Frauenbund wird uns ge­schrieben: Die Ziehung der Lotterie ist auf den 15. März verlegt. Dieser Termin ist unwiderruflich. Eine Aendernng des Gewinnplanes kommt nicht in Frage. Der Gewinnplan wird in vollem Um­fang einbehalten.

Landwirtschaftliche Schule Fulda.

Die Landwirtschaftskammer in Kassel veranstal­tet am Samstag, den 16. Februar, in der „Har­monie" in Fulda von morgens 9 Uhr bis 3 Uhr nachmittags mit einer Mittagspause von 12—2 Uhr einen Vortragskursus für Geflügel­zucht. Es werden nachstehende Vorträge gehalten: o__9 30: Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Ee-

Heraus aus dem Alltag

ins Ferienland Ihrer Sehnsucht! - 200 schöne Ferienreisen mit allem Drum#und#Dran innerhalb Deutschlands oder nach Wien und Prag, zu den Trollhättafällen über Kopenhagen - mehr noch: zehn große vierwöchige Europareisen in die Schweiz oder nach Italien oder hinauf ins Land der Mitternachtssonne - das ist die neue große Überraschung für die Freunde unserer Marken, fiir die eifrigsten Sammler der großen, schönen EcksteiwReisebilder.

In der Auswahl der Reisen, für die ein großzügiges Programm vorbereitet ist, haben Sie weit# gehenden Spielraum.

Was Sie selbst in der Sache tun sollen?

«trkirVAn Si«. „nc ZI Tuli 1929 unser Sammelalbum I (Inland) oder II (Ausland) mit allen Bildern und zu jedem Bild einen---,lf.

Kontrollzettel aus irgendeiner 25»Stück#Packung. Wir setzen für solche eifrigen Sammler 200 Ferienreisen aus. Gehen mehr Alben —A ein, entscheidet das Los. ,

-- . , n- e i VpiUp Alben mit allen Bildern einsenden und dazu eine möglichst große Anzahl KontroHze ,

SÄ’ÄÄ», Di=K.is,n »«de-veHeil. an die Beende,. die ... die meinen KonUoH^l schicken. Die Alben bleiben Eigentum der Einsender und werden portofrei zuruckgesch.ckt

Doppelt, Bilde, we,d.„ von d,, E,to,in.T,u=d.=,„tr=k. D^don.A 27 uytan.ebt Alle »,ite«» Einzelheiten uta da. B.ld-nam-eln und die faienmsen finden Sie in den Alben, die in den Zigarettengoihaften „haltlich sind.

A.M. ECKSTEIN & SÖHNE • DRESDEN.A 27 Gegr.1842

w