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Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

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Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9. Monatl. 1,80 einschl. Postgeb. (30 bezw. 48 Pf.), ohne Zustellg.

Donnerstag, 10. Januar 1929.

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Sö.Zahrg.

Die deutsch-russischen. Beziehungen

Nedenanläßlich üesNmtsantritts desneuen deutschen Botschafters inMoskau

krnkWWg -ec -eutschen CchoerW-Wli oollzogen.

Generaldirekkor Dr. vögler

Relchsbankpräsident Dr. Schacht

Lösung der Belgrader Krife?

Uebersichten über die Kultivierung und Besiedlung der fiskalischen Moore sowie schließlich über eine Novelle zur Ausführungsanweisung der Gewerbesteuerverordnung zu beraten.

* Neue Bedrohung von Kabul. Wie Morning Post aus Kalkutta meldet, sollen nach zuverlässigen Nachrichten die afghanischen Aufständischen ein Fort vier Meilen von Kabul erobert haben und die Hauptstadt mit eroberten Geschützen der Re­gierungstruppen bombardieren. Ein nächtlicher Angriff werde binnen Kurzem erwartet, doch seien die Regierungsstreitkräfte überzeugt von ihrer Ueberlegenheit gegenüber den Aufständischen.

* Die Lage in Monaco. Havas berichtet aus Monaco: Die Bestimmungen der Verfassung über die Festsetzung des Zeitpunktes der Wahlen sin- zeitweilig außer Kraft gesetzt worden.

Bei der Eröffnung der „Woche Deutscher Tech­nik" in Moskau hielt der deutsche Botschafter v. Dirksen eine Rede, in der u. a. ausführte:

Die „Woche deutscher Technik" bildet die natürliche Fortsetzung jener Bestrebungen, an deren Verwirklichung ich bereits während meiner Berliner Tätigkeit unmittelbaren und aktiven An­teil genommen habe.

Der Name der Gesellschaft „Kultur und Tech­nik" ist die Devise, unter der wir heute hier zu- sammengekommen sind, um den Auftakt zu bil­den für die bevorstehende kurze, aber inhaltsvolle Zeitspanne, in deren Verlauf prominenteste Führer der technischen Wissenschaft die Probleme erörtern werden, die überragende wissenschaftliche Bedeu­tung haben und in ihrer praktischen Auswirkung bestimmten Einfluß auf die kulturelle Entwicklung der gesamten Menschheit ausüben. Von den ver­schiedenen Gebieten, auf denen sich das geistige Zusammenwirken zwischen Deutschland und der Sowjetunion bereits seit Jahren zur Zufriedenheit beider Teile vollzieht und, wie ich zuversichtlich hoffe, immer weiter entwickeln wird, ist das Ge­biet der Technik vielleicht dasjenige, auf dem die Erfolge der Zusammenarbeit am augenfälligsten und der praktische Nutzen für beide Völker am deutlichsten in Erscheinung tritt.

Die Verbreiterung und Vertiefung dieser Zu­sammenarbeit bildet das Ziel, das sich die Gesell­schaft „Kultur und Technik" und der Verein deut­scher Ingenieure mit der gegenwärtigen Veran­staltung gesetzt haben.

Die Entwicklung der Sowjetunion vollzieht sich zurzeit im Zeichen einer großzügigen I n -

Neuer Kurs in Warschau?

wtb. Warschau, 9. Jan. (Eig. Funkm.) Ge> rüchten zufolge, die auch teilweise von der Press« wiedergegeben werden, ist mit einer bevorstehen­den teilweisen Umbildung der Regie, rung Bartels zu rechnen. Dieser Version zu, folge soll bei dieser Gelegenheit Fürst Jan Rad > z i w i l l, der Führer der Pilsudski-treuen Konser. vativen, ein Portefeuille übernehmen.

Die übrigen Sachverständigen werden durch die Reparationskommission ernannt wer­den. In Berlin sieht man in der Ernennung der Sachverständigen durch die Reparationskommissiost, gegen die sich Deutschland bekanntlich vergebens ge­wehrt hat, mehr eine formale Maßnahme, da die Reparationskommission auf die Auswahl der Sach­verständigen keinen Einfluß gehabt hat und ledig­lich die Ernennungsurkunden auszufertigen und zu unterzeichnen hat. Die Namen der Sachverstän­digen der Hauptgläubigermächte sind schon wieder­holt durch die Presse gegangen.

Bei der Ueberreichung feines Beglaubigungs- fchleibens an Staatspräsident Kalinin hielt Bot­schafter v. Dirksen in Moskau eine Rede, in der er u. a. ausführte:

Der Rapallo-Vertrag ist die beste un- unerschütterliche Grundlage der Beziehungen Deutschlands zur Sowjetunion geblieben. Die Ueberzeugung von der inneren Notwendigkeit dau­ernder freundschaftlicher Beziehungen zwischen beiden Ländern ist Gemeingut des politischen Den­kens Deutschlands sowohl wie der Sowjetunion geworden. Auf dieser Grundlage ist eine Reihe von Verträgen politischen und wirtschaftlichen Jn- balts, vor allem der Berliner Vertrag vom 24. April 1926 und das Vertragswerk vom 12. Ok­tober 1925, geschloffen worden, die den Zweck ha­ben. den beiderseitigen Bedürfnissen zu dienen, und die von dem Wunsche zeugen, die gegenseitigen Beziehungen zu vertiefen. Der erste Teil der vor einigen Wochen erneut begonnenen W iri­sch a f t s v e r h a n d l u n g e n' hat zu einem po­sitiven und beide Teile befriedigenden Ergebnis geführt. Es ist der lebhafte Wunsch der Reichs- regierung, daß die bevorstehenden weiteren Ver­handlungen ebenfalls zum Ziele führen werden. Es wird mein vornehmstes Bestreben sein, meine ganze Kraft für die Erfüllung dieser großen Auf­gaben in dem Geiste einzusetzen, der meinen Vor­gänger in diesem Amt, den verstorbenen Grafen Brockdorff-Rantzau, beseelt hat.

Der Vorsitzende des Zentralvollzugsausschusses derSowjetunion, Kalinin, erklärte in Beantwortung der Rede des Botschafters v. Dirksen:

Als der erste deutsche Botschafter in Moskau, Graf Brockdorff-Rantzau, mir vor mehr als sechs Jahren fein Beglaubigungsschreiben überreichte, befanden sich die Beziehungen zwischen unseren beiden Staaten im Anfaugssiadium ihrer Ent­wicklung. Freilich hatten sie schon damals em Fundament in Gestalt des Rapallo-Vertrages, der auch jetzt die unerschütterliche Grundlage der Zu­sammenarbeit beider Staaten bildet. Auf diesem Fundament sollte noch das Gebäude der Freund- fchaft zwischen der Sowjetunion und Deutschland errichtet werden. Dies erlaubte mir damals, dem Gedanken Ausdruck zu verleihen, daß der Weg der freundschaftlichen Beziehungen und wirtschaftlichen Annäherung, den unsere Völker betreten haben, fest umrissen ist, und daß ihn keine äußere zufäl­ligen Umstände oder die Beziehungen, die zwischen ihnen und anderen Ländern entstehen können, zu verändern vermögen. Die verflossenen Jahre ha­ben gezeigt, daß ein derartiger Wunsch, der den ge­genseitigen Interessen entspricht, durchaus erfüll­bar ist. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion wurden durch neue Vereinbarungen bekräftigt und ausgestaltet. Kalinin verwies in diesem Zusammenhang auf den Vertrag vom 12. Oktober 1925 und das sowjeti- stisch-deutsche Protokoll vom 21. Dezember 1928 und fuhr fort: Gleichzeitig mit der Entwicklung der wirtschaftlichen und kulturellen Bande wuch­sen und erstarkten die politischen Beziehun­gen zwischen der Sowjetunion und Deutschland. Der wichtigste Markstein dieser Beziehungen war der Berliner Nichtangriffs- und Neutralitätsver­trag vom 24. April 1926. Dieser Vertrag zeugt nicht allein von der Vertiefung der svwjetistisch- deutschen Freundschaft, sondern er ist auch ein überaus ernster Faktor für die Sicherung des Frie­dens in Europa. Kalinin erklärte zum Schluß, der deutsche Botschafter werde bei Erfüllung seiner Mission die allseitige Unterstützung der Regierung der Sowjetunion finden.

Wunsch aussprach, Herr im eigenen Lande zu fein. Mit anderen Worten: man forderte die staatliche Selbständigkeit Kroatiens im Ramen eines südsla­wischen Bundesstaates. Von den Serben sind diese Forderungen freilich als indiskutabel abgelebnt worden, wenngleich es auch nicht völlig an einsichti­gen Persönlichkeiten fehlt, die, wie beispielsweise der < " ’ ------ ~

her gute Kenner schon bei der Bildung des Kabi­netts Korosetsch, das am 30. vorigen Monats zu­rücktrat, Zweifel hegten, ob es diesem Kabinett gelingen wurde, das Land geordneten Zuständen wieder zuzuführen, so hat sich gezeigt, daß oiese Zweifel durchaus berechtigt waren. Unter der Leitung von Korosetsch ist nichts geschehen, was geeignet gewesen wäre, die Gegensätze zu verklei­nern. Die Kroaten haben denn auch, als das Ka­binett demissionierte und als der König die De­mission annahm, erklärt, daß die Beilegung dieser Kabinettskrise gar nicht interessiere, da es sich für sie nicht um eine Kabinettskrise, sondern um eine Staatskrise handle.

Es ist bekannt, daß von kroatischer Seite ziemlich weitgehende Forderungen erhoben wer­den, daß man die Beseitigung der alten Verfassung betrieb, und daß man weiter immer wieder den

Südslawiens forderten und sich in dieser Forderung also durchaus mit der der Kroaten trafen.

Die große Frage ist nun, inwieweit durch Cie Aktion des Königs die Wünsche der Kroaten er­füllt werden. Gewiß ist die alte Verfassung be- reits außer Kraft gesetzt, doch ist damit natürlich nicht gesagt, daß die neue Verfassung völlig den Wünschen der Kroaten entsprechen wird, die sich ja bisher auch die Dinge stets so vorgestellt hat­ten, daß eine aus Neuwahlen hervoraegangene Konstituante die neue Verfassung ausarbeiten sollte. Damit ist wohl kaum noch zu rechnen. Wenngleich sich naturgemäß noch nicht sagen läßt, welche Wege König Alexander weiter zu beschreiten gedenkt, so muß doch darauf hingewiesen werden, daß er und seine Helfer nach dem von ihm erlassenen Manifest das Ziel verfolgen, „in kürzester Frist jenen Staat und jene Staatseinrichtungen zu errichten, die am besten den allgemeinen Staatsbedürfnissen entspre, chen werden." Aus diesen Worten kann man den Schluß ziehen, daß die Absicht des Königs dahin geht, noch Oktroyierung einer neuen Verfassung zum parlamentarischen System zurückzukehren, wo­bei allerdings die Voraussetzung ist, daß die Ein­heit des Staats gewährleistet erscheint. Wie lange die Diktatur andauern wird, läßt sich unter diesen Umständen auch gar nicht übersehen, wir haben in den letzten Jahren ja verschiedentlich erlebt, daß Diktaturen, die ursprünglich nur für kurze Zeit ge- dacht waren, sich als recht langlebig erwiesen und von dem spanischen Diktator Primo de Rivera bei- spielsweise kann man ungefähr jedes Jahr erfah­ren, daß die spanische Diktatur noch auf etwa zehn Jahre erforderlich wäre. Möglich, daß die Dinge in Südflawien einen wesentlich anderen Verlaus nehmen, möglich aber auch, daß die Zahl der dikta­torisch regierten Länder nach dem Staatsstreich Alexanders auf längere Zeit hinaus auch Südfla- wien umfassen wird.. Da die Pressefreiheit' in Südflawien aufgehoben worden ist und da auch die für das Ausland bestimmten Nachrichten einer strengen Zensur unterworfen werden, so ist es ini Augenblick nicht möglich, sich ein klares Bild über

Kammer und Senat in Paris haben ihre Arbei­ten wieder ausgenommen. In der Kammer eröff­nete der Linksrepublikaner Sibille als Alterspräsi­dent die Sitzung und stellte nach einem Hinweis darauf, daß es nötig fei, das Parlament und die republikanischen Einrichtungen gegen Angriffe zu schützen, fest, daß die finanzielle Sanierung durch­geführt worden fei. Er fuhr dann fort:

„Durch den in Paris auf die Jnitative Frank­reichs und der Vereinigten Staaten unterzeichneten Antikriegspakt ist nach dem Willen des Landes die Friedenspolitik bestätigt worden, wie sie vom Au­ßenministerium in ständiger Zusammenarbeit mit dem Parlament verfolgt wurde."

Der Redner ging dann auf die innerpolitischen Fragen ein und trat dafür ein, den religiösen Ordensgesellschaften das Recht einzuräu- men, in Frankreich selbst eine Zentrale zu unter­halten. Das sei nicht ein Werk der Reaktion, sondern der Gerechtigkeit. Frankreich habe den edlen, hohen Ehrgeiz, den religiösen Frieden auf fester Grundlage zu begründen.

Im Senat hielt Alterspräsident Senator Fl-::ry (Repl. Linke) die Eröffnungsansprache, die in einen Appell für die Aufrechterhaltung der Einigkeit aus­klang. Auf innen- wie außenpolitischem Gebiete sei volle Einigkeit, gerade im Hinblick auf die Verhandlungen zur Liquidierung des Krieges, besonders nötig. Die Beschlüsse, die bei diesen Ver­handlungen gefaßt würden, würden die Geschicke Frankreichs für lange Zeit feftlegen. Je mehr die

zersonlichkeiten fehlt, die, wie beispielsweise , die weitere Entwicklung zu machen

..ungesehene Belgrader Staatsrechtslehrer Festzustellen ist vorläufig nur, daß man sowohl Arandielowitsch den bundesstaatlichen Neuaufbau 5 in Kroatien als auch in Serbien den Schritt

Das Attentat im Parlament auf den Führer der kroatischen Opposition Raditsch,war ein Warn- und Franzosen in geschlossener Front sich I Alarmzeichen, das nicht übersehen werden konnte um ihre Unterhändler scharten, um so größer würde I und auch die verschiedenen Krawalle und Anschläge ihre Autorität sein und um so mehr Gehör würden I ’n Agram zeigten, wie unversöhnbar sich heute sie sich verschaffen und so die französischen Forde- | Kroaten und Serben gegenüberfteben. Wenn da- rungen und Rechte zur Geltung bringen können. Der Senator warnte im übrigen vor überstürzten Neuerungen im parlamentarischen Regime.

Die Kammer schritt unmittelbar nach der Rede ihres Alterspräsidenten zur Wahl des Präsidenten. Bouision wurde wiedergewählt.

*

wtb. Paris, 9. Jan. (Eig. Funkm.). „Matin" schreibt zur innerpolitischsn Lage vor der morgen beginnenden Interpellations-Debatte in der Kam­mer in einem anscheinend inspirierten Artikel u. a.: DieRadikalen haben in ihrer gestrigen Sitzung die Fahne der Auflehnung entrollt, sie ha­ben bescklossen, gegen dasKabinett zu stim­men. Aber dies ist bereits mehrfach geschehen. Man fragt sich übrigens in den Wandelgängen des Parlaments, ob sie taktisch klug gehandelt haben, die Batterien so früh zu demaskieren, bevor man noch die Ausführungen des Ministerpräsidenten ge­hört hat. Zweifelsohne hoffen die Radikalen dar­auf, daß sie bei ihrer Offensive einen Teil der Gruppe Loucheur für ihre Sache gewinnen. Zwei­felsohne rechnen sie auch darauf, daß Poincare durch die Opposition der Linken veranlaßt werden konnte, fein Kabinett umzubilden. Aber das ist eine chimärische Hoffnung. Man kann amtliche . Gerüchte über eine bevorstehende Umbildung in

aller Form dementieren. Wenn — was unmöglich erscheint — das Ministerium sich in der Minderheit sehen sollte, so würde es zurücktreten. Wenn es — wie dies vorauszusehen ist — die Mehrheit erhalt, wird es seine Pflicht tun. Eine große Aufgabe wartet seiner. Frankreich steht vor internationalen Verhandlungen von beträchtlichem Interesse, die zu einem guten Ende zu führen, Poincare alles aufbieten wird. Er wird also, falls nicht ein Vo­tum der Kammer in anderem Sinne entscheidet, erst bann, wenn dieses Werk vollbracht ist, seine Auf­gabe als beendet ansehen können und daran den­ken können, sich aus eigenem Entschluß zurückzuzie­hen. Zweifelsohne wird Poincare dies morgen in feinen Erklärungen zum Ausdruck bringen. Im übrigen erwartet man, baß die Debatte nur 2 Sit­zungen in Anspruch nimmt und am Freitag- adenddie mit großer Spannung erwartete A b . ft i m m u n g findet, die über das Schicksal des Ka­binetts entscheiden wird.

* Ausarbeitung eines Marinebauprogramms. Wie die Blätter melden, wird entsprechend dem Anträge der D e m o k r a t i sch e n Reichstagsfrak­tion im Reichswehrministerium ein Marinebaupro­gramm ausgearbeitet, bas noch währenb ber Etat­beratung vom Chef der Marineleitung dem Reichs­wehrminister vorgelegt werden soll.

* Der preußische Staajsrat ist zum 22. Januar einberufen toorben, um a. Maßnahmen zur Förderung der ostpreußischen Wirtschaft sowie

So viel man auch im einzelnen gegen den Schritt König Alexanders einwenden kann, so muß man doch dem König lassen, daß er den Mut auf­gebracht hat, den unlösbaren Knoten zu durchhauen. Man weiß, daß in Südflawien an’ S. r • < m v . 1 M längerer Zeit sich die Dinge bedenklich zu-

Wle-ec-egm -er PaclMiitMlgkeit in Paris.

’ ° ’ I großen nationalen Gegensätze in diesem von Ser-

«eine Umbildung des Kabinetts pomc-r«?. - Starke Mahnungen zur | Einigkeit im Hinblick auf die Neparationsverhandlungen.

wtb. Berlin, 9. Jan. (Eig. Funkm.). Die Reichs­regierung hat in Durchführung der Genfer Ver­einbarung vom 16. Dezember 1928 wunfchgemäß dem 6-Mächteabkommen vom 22. Dezember 1928 s,, rt r; r, r; f; o 'r,, M a = n n r; t \ i 3U deutschen Mitgliedern des „Ausschusses von un-

9in 6r»ifpn I abhängigen Finanzsachverständigen für die

ff» ry.r^nrAtnarbeitung von Vorschlägen für eine vollständige mit größtem Inter.sie ©erfolgt rotrb. mochte I und endgültige Regelung des Reparationspro- auch an dieser Stelle bte Ansicht zerstreuen, daß blenteS" Herrn Dr. Haimar Schacht und Herrn m ^eSaP? xnD(£ ma^ebende Kre.se gebe, Dr. Albert Vögler ernannt; als Ersatzmänner die die fortschreitende Jnbustnal.sterung der Sow- werden Herr Dr. Carl Melchior und Herr Lud- jetunwn mtt Mißgunft beobachten, und gleich, wig Kastl zugezogen werden, zeitig will ich der Auffassung entgegentreten, daß 1 sie den deutschen wirtschaftlichen Interessen zu­widerlaufe. Gegenwart und Vergangenheit dürf­ten zur Genüge bewiesen haben, daß gerade das Gegenteil der Fall ist. Ich hoffe zuversichtlich, daß die „Woche deutscher Technik" in Moskau dazu bei­tragen wird, den zwischen den technischen Kreisen beider Länder bestehenden innigen Kontakt noch zu fördern und zu festigen. In diesem Sinne wünsche ich der Veranstaltung von Herzen vollen Erfolg.

Das Testament Nicolaus'.

Wie dem Petit Parisien aus Nizza gemeldet wird, hat Großfürst Nikolaus von Ruß­land folgendes letzte Protokoll an feine Lands­leute gerichtet:

„Gute Wünsche an alle für das Weihnachtsfest. Ich bete zu Gott für die Freiheit unseres Vater­landes und dafür, daß dort künftig Glaube, Liebe und Ordnung regieren. Sehr gerührt danke ich denen, die mich während meiner Krankheit nicht vergessen haben. Vergeßt niemals Rußland! Hier im Eril haltet mit allen Euren Gedanken daran fest. Schont nicht Eure Kräfte und Mittel für die Sache ber russischen Freiheit. So schwer auch die Prüfung sein wirb, die Stunde ber Befreiung naht."

Im französischen Ministerrat wurde beschlos­sen, Kriegsminifter P a i n l e v e und Marschall P e t a i n mit der Vertretung der französischen Re- girung bei den Veisetzungsfeierlichkeiten für den verstorbenen Großfürsten Nikolai Nikola­jewitsch zu beauftragen.

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