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Fuldaer Zeitung

Mittwoch, ven 9. Januar 1929

Die eröffnete neue Elb-Brücke

Der tote Nussen-Gener l.

.Alpina.

ich fürchte,

ein-

„Sie haben Sie hätten

Wie mir

ein Märchen," fügte Elvira lächelnd bei. scheint es, Ihren Beruf ebenfallls verfehlt, Märchenerzähler werden müssen."

Treue Herzen.

Roman von Marie H a r l i n g.

Freilich, Sandor Pokorny behauptet, er sei Ihnen von Ihrem Vater zum Schützer bestellt. Hätten Sie lieber mit ihm weiter gespielt als mit mir?"

„Welche Frage Herr Waltmann? Sie wissen, wie ich über unsere Kollegen denke. Ob mein Vater ihm etwas gesagt hat, damals am Abend meines ersten Auf­tretens, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich erzählte Ihnen ja schon, wie er sich so auffällig herandrängte, daß ich nicht den Mut hatte, ihn abzuweisen. Was Sie aber von meinem blonden Verehrer sagen, klingt mir wie

Pflicht, eine feste Allianz mit Frankreich zu schlie­ßen!", eine Ansicht, die er wenige Tage vor Aus­bruch des preußisch-österreichischen Krieges dem französischen Gesandten gegenüber offen ausspricht, wobei er sich ebenso „offen zub Sache der Oester- reicher" bekennt. 1870 spricht er dem französischen Botschafter gegenüber die Hoffnung aus, „Preu­ßen möge erliegen", und in den von preußischen Truppen aufgefundenen Papieren Rouhers, des Staatssekretärs Napoleons HI., finden sich „kom­promittierende" Berichte über die Unterhaltungen des Prinzen von Wales mit dem französischen Ge­sandten de la Tour dÄuoergne, in denen er als erbitterter Feind Preußens hingestellt wurde. Auch das Mißtrauen Bismarcks war wohl nicht unberech­tigt, daß es einen Nachrichtenweg von der deut­schen Front über Berlin und London nach Paris zu den Freunden des Prinzen gab, der für die deutsche Kriegsführung nicht gerade vorteilhaft war.

Bezeichnend ist die Illusion des Prinzen, fein Schwager, der deutsche Kronprinz, werde bei seiner Thronbesteigung Clsaß-Lothringen an Frankreich, Schleswig an Dänemark und das Privateigentum der hannoverschen Königsfamilie an den Herzog von Cumberland zurückgeben. Nicht minder bezeich­nend ist es, daß der Prinz nach dem Tode Kaiser Friedrichs dieses Thema Herbert Bismarck gegen­über zur Sprache bringt, der darüber dem Fürsten Bismarck und Kaiser Wilhelm berichtet, der sich ge­nötigt sieht, gegen diese Einmischung des Prinzen von Wales in deutsche Angelegenheiten öffentlich Front zu machen, indem er bei der Enthüllung eines Denkmals für den Prinzen Friedrich Karl die seinem Vater unterschobene Absicht mit Ent­rüstung zurückwies und es ablehnte, „daß wir einen

„Ich könnte ja von Sympathie der Seelen und der­gleichen faseln, aber ich mag nicht lügen. Ich weiß es nämlich selbst nicht, was mich für Sie eintreten läßt; ich glaube, es kommt daher, weil der blonde Riese mich damals so mahnend angeblickt hat."

„Nein, Herr. Waltmann, weil Sie ein guter, edler Mensch sind und weil Sie wissen, daß ich hier noch fremd bin, darum wollen Sie mir Gutes erweisen."

„Nennen Sie mich nicht gut, Fräulein Elvira, ich bin es wahrhaftig nicht. Wenn Sie in mein schwarzes Innere blicken könnten, Sie würden erschrecken."

„Nein, Herr Waltmann, nun ist es aber Schluß, so etwas glaube ich Ihnen überhaupt nicht," lacht Elvira munter. „Ach, hier ist ja meine Wohnung schon! Ha­ben Sie vielen Dank für Ihre Begleitung. Auf Wie- versehen also heute abend!"

Elvira eilt ins Haus; sie ist heute so froh und glück­lich, sie weiß eigentlich selbst nicht, warum. Ist es nur, weil heute so ein köstlich klarer Wintertag ist mit leuchtend blauem Himmel und Sonnenglanz, oder macht es die Aussicht', heute abend in Gesellschaft zu gehen?

Sie schüttelt lachend über sich selber den Kopf. ,H, du Dummerchen, du solltest eigentlich Riesenangst haben vor solcher Gesellschaft, du kennst ja die Menschen gar nicht, mit denen du heute abend plaudern sollst. Doch gleichviel, Roger Waltmann kommt ja auch mit, seine Ruhe und Sicherheit färbt immer ab."

Auf dem Tische in ihrem Zimmer liegt die Post.

Ein Brief vom Vater! Der liebe, der gute Vater, immer findet er trotz vieler Arbeit Zeit, seinem Liebling zu schreiben, und mit vor Freude leuchtenden Augen ver­tieft sie sich in den Inhalt des Briefes.

Der Abend bei Frau Theißing verläuft wirklich ge­mütlich. Roger und Elvira sind die einzigen Gäste. El­vira ist sehr froh darüber, denn ihr war doch ein wenig bange, einer großen und vornehmen Gesellschaft gegen- übertreten zu müssen.

Einen Augenblick war Elvira befangen von all der Pracht und dem Luxus, von der schönen blendenden Er­scheinung Frau Cllinors, aber als sie dann im Wohn­zimmer das liebe, schlichte, alte Mütterchen sah, wie immer im schwarzen Kleide, das Spitzenhäubchen aus dem grauen Scheitel, da schlug ihr Herz höher vor Wonm und Freude. (Fortsetzung folgt.)

einzigen Stein von dem, was mein Vater und der Prinz Friedrich Karl errungen haben, abtreten".

Deutlich tritt in der Darstellung des englischen Hofbiographen der unheilvolle, selten gemilderte Gegensatz zwischen Onkel und Neffe in Erscheinung, jener „Antagonismus, der trotz regelmäßig wie­derkehrender Beteuerungen von Familiengefühl und Wünschen nach politischer Zusammenarbeit bis zu Eduards Tode währte", ein Antagonismus, für den „nicht nur politische Meinungsverschiedenhei­ten" maßgebend waren, sondern bei dem auch „per. sönliche Gründe mitsprachen". Daß ein amtlich inspiriertes englisches Werk alle Schuld an dem Zerwürfnis auf der Seite des Kaisers sucht, ist nur zu selbstverständlich.

Der Abneigung des Prinzen von Wales gegen Deutschland, die angeblich „hinterlistige preußische Politik", die „diplomatische Ränkeschmiederei" des Fürsten Bismarck und gegen Kaiser Will-elm ent­sprach eine ebenso bestimmte Vorliebe für Frank­reich. Schon früh zeichnet sich das Ziel seiner Po­litik einer Entente mit Frankreich ab, das der Prinz auch während der Zeit der stärksten Span­nung wegen der französischen Kolonialbestrebungen und während der Faschodakrisis nie aus den Au­gen verlor. Daneben läuft das Bestreben des Prin­zen von Wales, mit Rußland in Kontakt zu kom­men, indem er jeden Anlaß benutzt, „um die von ihm gewünschte englisch-russische Annäherung zu fördern".

Diese schon lange vor der Jahrhundertwende am politischen Horizonte sich abzeichnenden Anfänge der Entente gewinnen, als Eduard VII. zur Re­gierung gelangt, feste Gestalt. Die geschichtliche Be­deutung seiner Regierungszeit liegt in dem „Ab- gehen Englands von der veralteten Politik der Isolation in auswärtigen Angelegenheiten und

Märchenzauber! Wenn man sie noch einmal zurückrufen könnte!"

„Ach nein, bitte Herr Waltmann, nicht so melan­cholisch! Das Leben ist doch so schön, ich freue mich so sehr auf das Leben. Zerstören Sie mir meine Illusionen nicht!", bittet Elvira, mit strahlenden Augen zu ihm auf­schauend.

„Nein, bei Gott, Kind, das will ich auch nicht; ich will Sie nur vorsichtig machen, damit Ihnen das Leben selbst Ihre Ideale nicht zerbricht. Ich habe übrigens eine Ein­ladung für Sie zum heutigen Abend, von Frau Kom­merzienrat Theißing."

Elvira blickte erstaunt auf. „Frau Kommerzienrat Theißing? Ich kenne die Dame ja gar nicht!"

„Ich kenne sie aber, und da es für Sie notwendig ist, daß Sie etwas geselligen Anschluß haben, so habe ich mit Frau Ellinor von Ihnen gesprochen und sie hat mich beauftragt. Sie in ihr Haus zu bringen. Es ist ein durchaus vornehmes, einwandfreies Haus, Sie können ruhig hingehen."

Großfürst Nikolai Nikolajewitsch

dessen Tod wir meldeten, wurde 1856 als Enkel des Zaren Nikolaus I. und des Großfürsten Niko­laus geboren, war 1895—1906 Eeneralinspektor der Kavallerie und hat im ersten Jahre des Welt­krieges die russische Feldarmee als Oberbefehls­haber geführt. 1915—17 lebte er als Vizekönig im Kaukasus und seither in der Emigration zumeist in Frankreich. Er war der Schwager des Königs von Italien.

dem Posten sein kann, dann bricht der Fuchs in den Hühnerstall ein."

Die ganze Gesellschaft bricht in lautes Lachen aus, Sandor aber sagt mit zornfunkelnden Augen: ,^hr Ver- gleich hinkt, meine schöne Renate, Elvirens Haar ist kupferfarben, aber nicht rot."

Roger und Elvira gehen indes unbekümmert um die andern ziemlich schnell ihrer Behausung zu.

Elvira sieht ein wenig bedrückt in Rogers gleichmüti­ges Gesicht. Sie hat ja sofort gewußt, daß Roger beim Wechsel der Rollen die Hand im Spiel gehabt und so sehr es sie freut, wieder mit Roger spielen zu können, so war es ihrem feinfühlenden Herzen doch unangenehm, daß die ältere Kollegin vor ihr zurückstehen mußte.

„Sie hätten es nicht tun dürfen, Herr Waltmann!", sagt sie etwas unsicher, „denken Sie doch, wie unan­genehm es für Fräulein Brühl ist, ihre Rolle abgeben zu müssen."

„Ja, Kind, wenn man beim Theater so zartfühlend sein will» dann kommt man nicht weit. Hier heißt es nur immer wieder: Jeder ist sich selbst der Nächste und wer nicht mitmacht, wird einfach unter die Füße ge­treten."

„Ach, Herr Waltmann, das ist aber eine traurige Mo­ral. die Sie mir da predigen. Ich fürchte, ich kann sie nicht befolgen, mein Herz tut mir zu weh bei solcher Härte."

„Gin Herz dürfen Sie hier gar nicht haben, Fräu- lein Ellinor, bringen Sie das nur schleunigst in Sicher- bett bei Ihrem blonden Riesen aus der Heimat, da ist es besser aufgehoben. Ich glaube überhaupt, wenn Sie schön fittig „Frau Doktor" geworden wären, es wäre besser für Sie gewesen."

Elvira wird rot bei Rogers Worten, lächelnd blickt sie in sein Gesicht. „Ach, was wissen denn Sie von meinen Freunden und meiner Heimat, Herr Waltmann?"

„Richt viel und doch genug, um Ihnen diesen Rat geben zu können. Ich sah Ihren blonden Verehrer am Theatereingang und im ersten Moment sah er mich an, als wollte er mich durchbohren. Doch schien ihm mein Aussehen wohl vertrauenswürdig; denn plötzlich änderte er sein Aussehen, fest und treu blickte er mich an, als wollte er sagen: „Hüten Sie mir meinen Edelstein!"

3, Blatt.

Druci der Fuldaer Acttendruckeret, Fulda

9] ----------

Der Direktor pfeift leise durch die Zähne, sein grim­miges Herrscherauge erhellt sich zusehends.

„Ah, also da liegt der Hase im Pfeffer! Sie wollen eine andere Partnerin haben? Warum sagten Sie das nicht gleich!"

Wieder ein nachlässiges Achselzucken vonseiten Ro­gers. „9d; kann Ihnen doch die Besetzung der Rollen nicht vorschreiben, wenn Sie als Direktor selbst nicht wissen, wie Sie die Kräfte zusammenstellen müssen."

Der Direktor steckte die kleine Spitze wortlos ein, ihm kommt nämlich im selben Augenblick eine Erleuchtung. Der Racker, die Milli, hat ihn ja da nett hereingelegi; er sah sie vorhin so siegesgewiß mit dem Ungar flüsterns und das dunkle Gesicht Pokornys trug ein boshaftes Gepräge.

„Doch warte, kleiner Racker, das zahle ich dir heim, noch ist nicht aller Tage Abend." Er tritt hastig von der Bühne weg zu den Künstlern, die eben im Beriff sind, fortzugehen.

„Einen Augenblick, meine Damen, ich muß noch etwas an der Besetzung ändern. Fräulein Brühl, Sie tauschen Ihre Rolle wohl mit Fräulein Vollmer, Ihre Rolle liegt Ihnen nicht. Zudem sind Sie noch ein wenig schwach und die Rolle der Zemira braucht eine ganze Kraft. Ich danke Ihnen, meine Damen, Sie kön­nen gehen.--Aber Milli, was.ist denn um alles in

der Welt willen wieder los? Warum heulst du denn?"

Milli macht ein trotziges Gesicht, sie will, ohne eine Antwort zu geben, an dem Direktor vorbei doch dieser Höll sie am Arme fest.

„Hier geblieben und Antwort gegeben!", herrscht er sie an.

-.Na, die Milli hat mal wieder einen Reinfall erlebt," bemerkt Ruth Kollin boshaft beim Hinabgehen, „lleb- rigens, Renate, läßt du dir das gefallen, daß der Direktor dir deine Rolle einfach abnimmt?"

"Was will man machen, Ruth!" erwidert die üppige Blondine schnippisch. „So gehts, wenn man nicht auf

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Eduard VII.

Von Dr. 011o Bleck.

Als am 22. Januar 1901 die Königin Viktoria nach mehr als dreiundsschzigjährigsr Regierungszeit für immer die Augen schloß und der Prinz von Wales, fast sechzig Jahre alt, den britischen Thron bestieg, bezweifelten weite Kreise, ob der nun­mehrige König sich seinen Pflichten gewachsen zei­gen würbe. Der großen Masse war der Prinz von Wales bekannt durch seine Modetorheiten und sei­nen guten Geschmack als Arbiter über das elegante Leben der englischen Gesellschaft, durch seine Lei­denschaft für alles Glücksspiel, für Turf, Regatten und Reisen, durch unangenehme Spieler- u. Schei­dungsprozesse, in denen der englische Thronfolger sogar als Zeuge vor Gericht gestanden hatte. We­nige hingegen kannten seinen weiten Jnteressen- kreis, dis Menschen- und Sachkenntnis, die er sich sicher und stetig in den langen Jahren erworben hatte, als er an den Stufen des Thrones stand, und sein brennendes Interesse für die Politik, das er stets bewiesen hatte. So wurde entgegen man­chen Erwartungen der Einfluß Eduard VII. auf die Geschicke seines Landes und auf die europäische Politik wesentlich größer und nachhaltiger als es feine verhältnismäßig kurze Regierungszeit — der König starb am 6. Mai 1910 — erwarten ließ.

Ein scharf umrissenes Bild der Persönlichkeit Eduards VH. und zugleich der politischen Zusam­menhänge seiner Zeit zu entrollen, erscheint kaum ein anderes Werk besser geeignet als die zweibän­dige Biographie von Sir Sidney Lee, die jetzt auch in deutscher Sprache unter dem Titel „Eduard VII." *) erschienen ist. Das Buch, im Auftrage

*) „Eduard VII." Von Sir Sidney Lee. Aus dem Englischen übersetzt von Gertrude Aretz und Karl Frhr. von Werkmann. Zwei Bände mit 32 Lichtdrucktafeln. Jeder Band Seinen 25 Mark. Verlag Paul Aretz, Dresden.

„Das weiß ich, wenn Sie es mir sagen! Sie wür­den mich sonst nicht hinführen!", erwidert Elvira

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möge, noch diele neue gute und feste Brücken zwischen Preußen und Hamburg zu schlagen. Unser Bild zeigt die Festgäste beim Verlassen des Nordtores.

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bes Königs Georg v. geschrieben — vom Stand­punkte eines Engländers und für Engländer —, sich stützend auf ein umfangreiches, teilweise bis- hkr unveröffentlichtes Ouellenmaterial, auf in den Königlichen Archiven befindliche Dokumente, auf Briefe, unmittelbare Eindrücke und Erinnerungen der zahlreichen Freunde und Ratgeber des ver­blichenen Königs sowie auf die große deutsche Ak­tenpublikation ist bei dem hervorragenden Anteil, den Eduard Vli. an der Gestaltung deut­schen Schicksals genommen hat, auch für uns Deutsche von hohem Interesse, wenn der deutsche Leser es auch nicht kritiklos hinnehmen wird, na­mentlich dort, wo das Verhältnis Eduard VII. zu Wilhelm II. dargestellt und die englische Politik gegenüber Deutschland zu rechtfertigen versucht wird.

Der erste Band des Werkes „Der Prinz von Wales" reicht von der Geburt des Prinzen bis zu seiner Thronbesteigung (1841—1901) und ermög­licht lehrreiche Einblicke in das, was sich während dieser Zeit hinter den Kulissen der Weltgeschichte abgespielt hat, gewissermaßen den Schlüssel bietend für das Verständnis der Politik, die Eduard VII. später als König verfolgt hat. Diese Politik ist Ge­genstand der Darstellung des zweiten Bandes „Ser König", der, ungleich bedeutungsvoller als der erste, die neunjährige Regierungszeit des Königs (1901—1910) behandelt. Die Beendigung des Bu­renkrieges, die „Entente cordiale", das englisch- jo/mnische Bündnis, die schließlich zustandekom- mende Verständigung mit Rußland fallen in diese Epoche;, und mitten hinein in alle diese politischen Begebnisse spielt das wechselvolle Auf und Ab in den deutsch-englischen Beziehungen, die zum gro­ßen Teile identisch waren mit dem persönlichen Verhältnis zwischen Kaiser Wilhelm II. und König Eduard VII., mit dem Konflikt zwischen Neffe und Onkel, der die Politik der beiden Länder im­mer auseinander trieb.

Eduard VII. gilt den einen „als der Herrscher, der in dem unter seiner Regierung geschaffenen System der englischen Alliancen und zwischenstaat­lichen Beziehungen verschiedenen Wärmegrades ein Mittel zur Sicherung des Friedens und Verteidi­gung der Welfmachtstellung seines Imperiums sah, den anderen als der böse Geist, der, neidisch auf die zunehmende weltwirtschaftliche Bedeutung des Deutschen Reiches und übelwollend gegenüber sei­nem Höften, den Deuftchen Kaiser, das Deutsche Reich einkreiste, um es schließlich — präventiv — erwürgen zu können." Durch Lee's Biographie lernen wir diese heiß umstrsttene Monarchengestalt näher kennen. Daß Eduard VII. trotz seiner deut­schen Abstammung kein Freund Deutschlands, trotz seiner verwandtschaftlichen Beziehungen zum preu­ßischen Königshause ein Gegner Preußens war, daß ihn zestlebens „eine Abneigung gegen die militärischen nnd autokratischen Traditionen der preußischen Regierungskreise" beseelte, daß er hin. gegen den deutschen Eltern fast zum Trotz, so möchte man beinahe annehmen, ein Franzosen­freund war, daß „feine persönlichen Gefühle zu Frankreich neigten", ist eine Tatsache, die auch durch die Darstellung Lee's ihre volle Bestätigung findet. Diese Einstellung des Prinzen findet ihren Niederschlag in seiner Haltung Preußen gegenüber in seinen Kämpfen um die deutsche Einheit. In allen drei Kriegen 1864, 1866 und 1870/71 stand der Prinz von Wales im Lager der Gegner Preu­ßens. Schon seine dänische Heirat ließ ihn 1864 für Dänemark Partei nehmen, während die Köni- gin Victoria „durch die Herzlichkeit der Gefühle ihres Sohnes aufs peinlichste berührt war". 1866 kennt der Prinz von Wales „nur einen Weg, um Preußens Emporstreben zu vereiteln: Englands

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Die neuerbaute Straßenbrücke über die wurde in Gegenwart der Hamburger Senatsver­treter und der Spitzen der preußischen Provinzbe­hörden feierlich eingeweiht. Bürgermeister Dr. Petersen (Hamburg) übernahm die neue Brücke und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es gelingen

fach, ihm die Hand reichend.

„Sie sind sehr gut zu mir, Herr Waltmai.' kommt es nur, daß Sie so großes Interesse an

| haben?"

Plombierte Brauerelab: üliung.

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