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Nr. 5.

Ful-aer Zeitung (klmtliches Kreisblatt).

Sonntag, 6. 3anuar 1929.

i. von hier war im

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Morgenlande heraufgeführt hatte nach dem Stalle zu

Bethlehem.

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„Gar nicht mehr?" verwunderte sich die alte Dame.

„Nein. Man geht einfach zu einem Tanztee oder etwas."

„Warst du etwa im Kino?"

Marliefe lächelte: „Etwas von allem war dabei. Ich

wivd."

Aus dem Gerichtssaal.

Der vorbestrafte A

Die drei Könige.

Von I. Gut bringet.

Wir kamen her mit Troß und mit Kamelen, wir trugen Gold in goldenem Schrein.

Doch nun erheben angstvoll unsere Seelen, und unser Schatz dünkt uns ein leerer Schein.

Vor Deinem Blick, o Kind, welkt das Metall, die Diener werden unsersgleichen, die Tiere zählen nicht, glanzlos und fahl stehn vor Dir unsrer Würde Zeichen.

Was willst Du, daß wir tun? Weihrauch allein, der sich im Opferbrand verzehrt, ziemt Deinem Wesen — er sei Dein! — und Myrrhe, die im Grab dem Tode wehrt.

Doch was erblicken wir? Die zarten Hände legst lächelnd Du auch an des Goldes Spende?

So nimmst du, unsrer Armut eingedenk, selbst unfern Irrtum huldreich zum Geschenk!

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nen, soll das Aufträgen vorhandener Dienstklei­dungsstücke, die noch gut erhalten sind, bis auf weiteres nicht beanstandet werden. Ich spreche die Erwartung aus, daß im Außendienst, soweit irgend möglich, die neue Dienstkleidung gezeigt

Wer seine Kinder zum vernünftigen Sparen erzieht, erweist ihnen den besten Dienst fürs Leben.

war im Kinderheim zum Besuch einer Freundin Ja. Musik, Tanz und Gesang hatten wir. Meine Freundin ist bei den ganz Kleinen."

„Sie strahlen ja förmlich", sagte die alte Dame. „Ja, da müßten Sie doch eigentlich heiraten, wenn Sie die Kinder so lieben."

Marlies errötete ein wenig. Den Ratschlag kannte sie nun auch zur Genüge. „Leichter gesagt wie getan. Ich vermute, mein Bräutigam wird wohl >m Kriege weggeschossen worden sein, wie der Bräutigam so man­chen Mädchens. Noch ehe ich ihn gekannt habe."

Das letzte Lichtlein war heruntergebrannt, die Kin­der wurden zu Bett geschickt. Die Erwachsenen saßen beim Tee. Die Damen sprachen vom Haushalt und die

Ihre Hände spielten noch mit einem Päckchen bunter j Seidenflicken, ehe die in die Truhe kamen. Für dieses Jahr war es aus mit den Puppenkleidchen, die von ihren geschickten Händen für alle die Kinder ihrer Verwand­ten und Bekannten gearbeitet wurden und für arme Kinder, die sonst nicht viel von dem Glanz des Lebens merkten. Kinder waren Marliefens ganze, einzige Liebe. Die Kleinsten noch mehr als die Großen. Denn die großen Mädels, denen sie auf dem Lyzeum die Künste der derben wie der feinen Handarbeiten bei­brachte, waren ihr eigentlich schon alle zu groß, zu ge­scheit, zu erfahren. Sie liebten Sport und Spiel mehr- als Nähen und ©topfen. Marliefe fand, daß ihnen da­mit schwer näher zu kommen war! Aber diese Kleinen, denen man Lumpenpüvpchen band und Märchen er­zählte! Oder sie auch nur liebte!

Die Schwägerin kam heraufgelaufen. „Wo steckst du nur, Marlies? So tief in Gedanken? Der Christbaum wartet schon, alles ist da. Die Kinder sollen ja zeitig zu Bett. Ja, solche Berufsmädel haben es doch gut. Ver­dienen ihr Geld und sind Freifräulein."

Marliefe lächelte Alle ihre Schwägerinnen meinten, daß sie die Allerweltstante sein sollte, die immer da war, wenn man sie gerade im Haushalt brauchen konnte und sich von selber drückte, wenn man sie nicht mehr wünschte, die Kinder liebte, aber niemals Mütter eifersüchtig machte, die gar nichts Eigenes für sich verlangte oder es wenigstens nicht zeigte. Damit setzte sie sich gar nicht erst auseinander. Es hatte doch keinen Zweck.

Unten war das letzte Leben des Weihnachtsbaumes am Verlöschen. Der Tannenbaum hatte noch einmal Verklärung erlebt, es duftete nach Wachs und Tannen­zweigen. Die Kinder sprangen darum, nicht mehr ge­blendet und ebrfuchtsvoll, wie am Christabend, sondern

währten 47,98 Prozent der Ortskrankenkassen mit 64,52 Prozent der Versicherten im Rahmen der Fa­milienhilfe auch zahnärztliche Behandlung, ein Zei­chen dafür, daß die Bedeutung einer geregelten Zahnpflege von den Kassen durchaus erkannt wor­den ist, und daß ihr weitgehend Rechnung getragen wird.

Zur Vorbildung der Beamten des gehobenen mitt­leren Dienstes.

Man schreibt uns:

Seit Jahren schon verlangen für den unmittelbaren Eintritt in den gehobenen mittleren Dienst von den Zi- vilsupernumeraren die Reichspost: mindestens Unter­prima. die deutsche Rrichsbahngesellschaft: Versetzung in die Oberprima, die Reichsfinanzverwaltung: Zeugnis der Reife für Oberprima, die innere Verwaltung Preußens, mindestens Unterprima, die Provinzial-Schulkollegien und die Landeskulturbehörden Preußens: Unterprima, die Vr. Justzverwaltuna: mindestens Unterprima, die staatl. Polizeiverwaltung Preußens: Unterprima, die Landes- kulturämter: mindestens Unterprima.

Die Forderung der Primareife, die der Entwurf der Laufbahnrichtlinien enthält, ist demnach weiter nichts als eine behördliche Festlegung längst bestehender Tatsachen.

Wenn der Deutsche Beamtenbund für die gehobenen mittleren (oberen) Beamten aber das Reifezeugnis einer neuntiaffigen höheren Schule verlangt, so will er damit weiter nichts, als wiederum die behördliche Anerkennung und Festlegung einer längst bestehenden Tatsache. Denn in der Praxis werden schon feit langem fast ausschließ­lich Bewerber mit Abiturium (Hochschulreife) einberufen.

Die Aufgaben, die heute den Beamten des gehobenen mittleren Dienstes gestellt werden, sind unvergleichlich an­dere geworden, als dies vor dem Krieg der Fall war Wir denken nur daran, daß aus dem ehemaligen Gerichts­schreiber der mit weitgehenden Befugnissen" ausgestattete Rechtspfleger und Urfunbbeamte wurde, der auch einen Teil der früheren richterlichen Geschäfte erledigt. Der ehemalige Steuersekretär ist heute Sachbearbeiter bei den Finanzbehörden, Buch- und Betriebsvrüfer, teilweise so­gar Vorsteher von Finanzämtern. Jedermann weiß, wel­cher Unterschied besteht hinsichtlich der Steuerveranla­gung von einst und jetzt. Bei der Reichsbahnverwaltung gehen die Vorsteher der Verkehrsämter (höhere Beamte) zu sehr großem Teil aus dem gehobenen Dienst hervor. Der Aufaabenkreis der Deutschen Reichspost hat eine un­endliche Erweiterung erfahren. Die Oberassistenten und die Sekretäre der Vorkriegszeit stehen heute größeren Postämtern und Telegraphenämtern vor und sind Leiter größter Betriebsstellen mit einem Personal von Hunder­ten von Köpfen. Die Aufgaben der Zolltechniker haben sich erweitert: mehr Grenzgebiete, Einrichtung von Be- zirkszollkominifsariaten, Monopole, Zollgesetzgebung. Das alles setzt bestes Wissen, auf dem sich gutes Können auf­baut. voraus.

In weitestgehendem Maße erfolgt Uebertragung von Aufgaben des höheren Dienstes auf den gehobenen mitt­leren Dienst. Will die gehobene mittlere Beamtenschaft diesen der Rationalisierung dienenden, den Behörden­apparat verbilligenden Maßnahmen gerecht werden, so muß sie eine Vorbildung haben, die ihr die Aneignung umfassender theoretischer und praktischer Verwaltungs­kenntnisse auf wissenschaftlicher Grundlage ermöglicht.

Wir lehnen es weit ab, unserer Vorbildungsforderung andere als rein fachliche, aus dem Wesen der Dienstauf­gaben erwachsende Beweggründe unterschieben zu lassen.

Das Abitur ist aber seit Jahren schon aus den Bedürf­nissen der Praxis zu einer Uebung der Verwaltungen ge­worden. Warum? Weil nur dieses abgeschlossene Maß der Vorbildung das sachlich notwendige Rüstzeug für die Zivilsupernumerare darstellt.

Im übrigen: „mittlere" Beamte und „gehobene mitt­lere" Beamte sind aus zwei völlig wesens u n gleichen, von einander getrennten Laufbahnen hervorgegangen. Jede Stellungnahme zu der Vorbildunasfrage der „mitt­leren Beamten" muß zu falschen Schlüssen führen, wenn ichon die Voraussetzung falsch formuliert ist. Und das ist sie, wenn sie die beiden Laufbahnen des .mittleren" und des „gehobenen mittleren (oberen)" Dienstes als eine Einheit und als wesensgleich und in ihren Aufgabenkrei­sen kongruent unterstellt.

Reichs-llnfall-Verhükungs-woche (Ruroo).

Vom Verband der deutschen Berufsgenofsen- schaften in Berlin und vom Verband der deutschen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften in Kus­sel wird in den Tagen vom 24. Februar bis 3. März 1929 eine Reichs-Unfall-Verhütungs-Woche (Ruwo) veranstaltet, die dein Zwecke der Auf­klärung über Unfallverhütungsmaß­nahmen dienen soll. Die Vorbereitung und Durchführung der Ruwo liegt in den Händen ei­nes zentralen Organisationsbüros in Berlin: ferner sind Ruwo-Bezirks-, -Unterbezirks- und -Ortsaus­schüsse gebildet worden. Während der Ruwo sol­len veranstaltet werden: Vorträge in den Betrie­ben für die Belegschaft, öffentliche Vorträge für all­gemeines Publikum. Vorträge in Fortbildungs-,

Fulda, den 5 Januar 1929

Zteuerkalender der Stadtkasse.

Im Monat Januar 1929 sind folgende Steuern an die Stadtkasse zu zahlen. ,

Am 15. Januar 1929 - ohne schonfttst: 1. Grundvermögenssteuer für Januar 192« . 2. $aus* »intzsteuer für Januar 1929. 3. Gewerbelohn- inmnienftcuer und Handelskammerbeitrag von den in den Monaten Oktober, November und Dezember 1928 gezahlten Löhnen und Gehältern.

~q§ wird darauf hingewiesen, daß von den fäl­ligen, nach dem 15. Januar 1929 gezahlten Steuer- betragen 10 Prozent Jahreszinsen als Verzugs­zinsen erhoben werden.

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Männer vom Geschäft. Kinderweinen drang herüber.

„Der Kleine ist wach geworden . . ." Die Hausfrau verschwand und kam bald darauf mit dem Jüngsten im Nachtkittelchen herüber.

„Ich mußte ihn einmal zeigen mit feinen schlafroten Bäckchen. Er ist appetitlich wie ein Nußkernchen und eben so füß. Mutters Glück!"

Der Kleine blinzelte unter den verwirrten blonden Löckchen schlaftrunken herüber. Dann streckte er feine Aermchen nach Marlies aus.

„Tata, Tata!"

Die Mutter zuckte ein bißchen zusammen und hie» ihn fest an sich gedrückt.

„Nein, nein, du bist heute abend Mutters Junge mein Kleiner. Ganz allein Mutters Junge."

Marlies lleß die ausgestreckten Arme sinken. Ja, so war es eben immer und überall. Die Kinder liebten sie alle und streckten die Hände nach ihr. Aber es wa­ren nicht ihre Kinder. Sie wendete ihre Augen nach dem Fenster. Und da schien nun wieder der Stern herein, noch glänzender als vorhin. Tief in ihr Herz hinein In feinem Glanze sah sie, daß sich ihr andere Hände ent- gegenftredten. Winzige Händchen von Kindern, die be­reit waren, ihre Kinder zu fein auf lange Zeit! Verlas­sener Kinder ... So viele waren es, sie stossen alle zusammen in die Gestalt des einen Kindes, das in bei Krippe gelegen hatte feit Bern Christfest,

Und Schwesternyände boten sich ihr dar. Hände vor Frauen, die niemals eifersüchtig waren. Kein Allein­sein mehr, lebendiges Wirken ihres mütterlichen Her zens! Eine große Freude kam über sie, als ob der Stern der Weisen, in ihrem Herzen mit seinem Leuchten eine Glut entzündet habe, zu der starker Brennstoff schon lange geschichtet lag. Sie ging zum Fenster, ganz sil­bern lag der Weg uixten vor ihr. Sogar die Steine glänzten hell. • Das war der Weg, . . ., ihr Weg!

übermütig und aufgeregt. Die Erwachsenen saßen um die Mutter der Schwägerin, die den Ehrenplatz auf dem Sofa einnahm. Die Männer der Familie ein wenig gelangweilt . . . Nebenan am Klavier phantasierte ein junges Mädchen leise und zart über die „Stille Nacht, heilige Nacht." Etwas wie Abschiedsstimmung lag über allem.

Die Kinder kamen zu Marlies: „Wo hast du gesteckt, Tante?" „Ja, wo hast du eigentlich den ganzen Tag gesteckt. Dame Marlies?"

Marliefe lächelte: „Muh. ich das nach Pflicht und Ge­wissen mitteilen, hochgeehrte Anwesende?"

„Ich glaube, sie hat ein Rendezvous gehabt, das Mädchen."

„Rendezvous sind altmodisch. Man hat sie heute nicht mehr, braucht sie nicht mehr."

Der S ern.

Skizze von C. Eckmann

2R ar liefe Herbrecht ordnete zwischen ihren kleinen •Dingen. Heute war Dreikönigstag: er schloß den hol- en Reigen all dieser Feste des götllichen Kindes. Mit _er ätzten Kerze der Meihnachtsbäume, die nach alter heute ihr Ende fanden, erlosch der liebliche Glanz ieser Tage, der Vorbereitung und der Erfüllung. Groß Jno klar stand ein wunderbarer Stern im blaßdlauen viwmel, wie der Stern, der einst die Weisen aus dem

Berufs-, Gewerbe- und Fachschulen, Ausstellungen über Unfallverhütungsmaterial mit belehrenden Vorträgen, Preisausschreiben für gute Unfalloer­hütungsvorschläge allgemeiner und örtlich-betriebli­cher Natur, Massenverteilung von Unfallverhu- tungskalendern und -broschüren, Dernonst>ations- veränstaltungen für „Erste Hilfe bei Unglücksfällen" Ferner sollen Presse, Rundfunk, Kino, Theater und Verkehrsmittel nach Möglichkeit in den Dienst der Ruwo gestellt werden. Auf. die Auswertung von Vereinssitzungen, Tägungen und Versammlungen von Vereinen und Verbänden wird besonderer Wert gelegt. Das Büro der Organisationszenlrnle befindet sich in Berlin W 9, Köthener Straße 37. Von hier und von den Bezirks- und Ortsausschüssen ist Aufklärungsmaterial zu beziehen.

Eihöhke Spartätigkeit in Hessen-Nassau.

Am Schluß des Monats November zeigten die Spareinlagen bei den Sparkassen in Hessen-Nassau und Waldeck einen Zuwachs um 5,4 Millionen Mk. und stiegen damit auf 212,1 Millionen Mark. Die Einzahlungen betrugen 18,2 Millionen Mark, die Auszahlungen 12,8 Millionen Mark. Die Giro-, Scheck-, Kontokorrent- und Depositeneinlagen hat­ten Ende November einen Bestand von 80,9 Mil­lionen Mark bei 298,5 Millionen Mark Einzah­lungen und 299 Millionen Mark Auszahlungen. Der kaufmännische Siellenmarki im Jahre 1928.

Entsprechend der Entwicklung der Wirtsckafts- lage im abgelaufenen Jahre, die durch Abflauen der Konjunktur gekennzeichnet war, gestaltete sich auch die Beschäftigung für kaufmännische Ange­stellte. Während 1927 die Zahl der Stellenlosen nicht unerheblich zurückging, hat sie 1928 fast keine Veränderung erfahren. Bemerkenswert war da­gegen die das ganze Jahr anhaltende rege Nack>- frage nach kaufmännischem Personal. Die Kauf­männische Stellenvermittlung-des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes konnte z. B. 1928 rund 32 Prozent mehr Stellenanmeldungen ver­zeichnen als im vorhergehenden Jahre. Wenn trotz dieser günstigen Umstände keine Verminderung der Stellensuchenden zu verzeichnen war, so er­klärt sich diese Erscheinung nur durch die' gleich­falls gestiegene Zahl der Kündigungen und Ent­lassungen. Diese erfolgten in fast allen Wirtschafts­zweigen im Zusammenhang mit Betriebszusam­menlegungen, vereinzelten Stillegungen und in­folge Rückgang der Beschäftigung in verstärktem Umfange. Die Lage in einzelnen Bezirken wurde außerdem durch iangwierige Arbeitskämpfe Mir ungünstig beeinflußt. So im rl)einisch-weftfalischen Industriegebiet, wo auch nach Beendigung der gro­ßen Aussperrung, Ende November, das Geschäfts­ieben sich selbst zu Weihnachten noch nicht wieder erholen konnte. Die Lage am Jahresende muß zunächst noch als ziemlich ungeklärt und u n- einheitlich bezeichnet werden Berichten über guten Beschäftigungsstand stehen ungünstigere Mel­dungen gegenüber, besonders aus der Schuhindu­strie. Der Umfang der Kündigungen zum Iahres- schluß scheint erfreulicherweise wieder geringer zu sein, sodaß die Aussichten für die nächste Zeit sich eher etwas bessern durften.

Achtung! Falschgeld!

Vorsicht ist geboten bei Annahme von Reich s- banknoten über 10 Reichsmark, Aus­gabe vom 11. 10. 1924, da - falsche Scheine im Um­lauf sind. An nachstehenden Merkmalen sind sie leicht zu erkennen: Das Papier ist dünner als das echte. Die Pflanzenfasern fehlen. Das Wasserzei­chen ist dick und grob nachgeahmt. Dao männ­liche Bildnis ist verschmutzt. Dos Reichsbankdlrek- toriurn in Berlin hat eine Belohnuva bis zu 3000 Rm. ausgesetzt, die an diejenigen Personen verteilt werden soll, die zur Ermittlung und Festnahme der Fälscher in Reichsbanknoten beitragen. Weiter wird das Publikum nochmals auf die in Verkehr befindlichen falschen 5 Reichsmarkstücke mit dem Münzzeichen A 1927, 1928 aufmerksam gemacht Die neue Dienstkleidung bei der Reichspost.

In einer Verfügung vom 19. 12. 1928 bestimmt der Reichspostminister nach Mitteilung der Deut­schen Beamtenbund-Korrespondenz folgendes: „Wo wegen entgegenftehender Schwierigkeiten die für die Beschaffung der der neuen Dienstkleidung vorge­schriebenen Fristen nicht eingehalten werden kön-

Oktober v. I. bet städtischen Rohrverlegungsarbeiten am Frauenberg beschäftigt. Bei dieser Gelegenheit hatte er 425 Kilogramm zerschlagene alte und neue Eisenteile von Rohren gestohlen und an einen hie­sigen Althändler für 23 Mark verkauft. Sch. hat' die Stadt entschädigt. Wegen Diebstahls im Rück­fälle wurde er vom Großen Schöffengericht zu vier Monate Gefängnis (ohne Strafaufschub) ver­urteilt. — Der I. I. von Rommerz-Neuhof war von 1922 bis Ende 1926 Gemeinderechner, bei einer Vergütung von 25 Mark monatlich. Nach der Anklage sollte er in dieser Eigenschaft in 1925 und 1926 zirka Mk. 7000.— Amtsgelder unter- schlagen haben. In der gestrigen Verhandlung vor dem Großen Schöffengericht konnte festgestellt wer­den, daß I. höchstens 3000 Mark für sich verwandt hat. Bei einer außergewöhnlichen Prüfung der Rechnungsbücher stellte sich heraus, daß die Ein­tragungen recht mangelhaft waren. Fälschungen in den Büchern konnten nicht festgestellt werden, vielmehr wurden Buchungen entdeckt, die der Rech­ner zu seinem eigenen Schaden gemacht hatte, in­dem er Steuern als bezahlt verbuchte, die in Wirk­lichkeit gar nicht geleistet waren. Der Gemeinde selbst ist durch I. kein Schaden enfftanden, da I. die Fehlbeträge bereits voll gedeckt hat. Verschie­dene Zeugen stellten I. ein gutes Zeugnis aus und bekundeten, daß er für einen solchen Posten nicht geeignet war, da er keine Ahnung von Buchführung hatte. Das Urteil lautete auf 3 Monate Gefängnis bei Strafaufschub.,— Ge­legentlich einer Feier am 21. Oktober 1928 in Ar­zell griff der 22jährige Schreinergeselle I. H. von Dermbach zunächst den 68jährigen K. an und versetzte ihm einige Schläge. Nach Schluß der Ver­anstaltung verfolgte H. den 24jährigen Sohn des alten K. und dessen Ehefrau und mißhandelte beide in übelster Weise. Wegen gefährlicher Körperver­letzung in zwei Fällen erhielt H. vom Großen Schöffengericht ftatt einer verwirkten Gefängnis­strafe von 6 Wochen 200 Mk. Geldstrafe. — Der 31jährige, bereits zweimal wegen Betrugs vorbe­strafte A. H. von hier befand sich im Oktober v. I. in einer hiesigen Wirtschaft, als der Inhaber feinen Gästen ein ihm von der Reichsbank ent- wertetes falsches 2-Markstück zeigte. Die­ses Falschstück eignete sich nun H. an und versuchte, es am gleichen Abend in einer anderen Gaststätte in Zahlung zu geben. Der Gastwirt merkte den Trick und machte der zufällig eintretenden Polizeivatrouille Meldung, die das Falschstück ein­zog. Das Große Schöffengericht verurteilte H. zu einem Monat Gefängnis.

Don der Justizverwaltung.

Der neue Hanauer Landgerichtspräsident Schulte, seither Senatspräsideut beim Oberlandesgericht Breslau, hat heute sein neues Amt in Hanau ange­treten.

Wichtig für Kleinrentner!

Am Dienstag, den 8. Jan. 1929, von 9—11 Uhr wird bei der städt. Wohlfahrtskasse die Unter­stützung für Januar an die hilfsbedürftigen Klein- rentner der Stadt Fulda ausgezahlt. Die Unter­stützungen sind an dem Auszahlungstage restlos abzuholen. Die grünen Ausweisnummerkarten sind vorzulegen.

Dom Landratsamt

wird uns geschrieben: Wandergewerbetreibende, die im bayerischen Grenzamt Mellrichstadt das Wandergewerbe ausüben wollen, werden darauf hingewiesen, daß das Finanzamt Mellrichstadt auf­gehoben und mit dem Finanzamt N e u st a d t a. S. vereinigt worden ist. Nach dem bayerischen Hau- sierfteuergesetz sind die Beteiligten gehalten, sich persönlich beim Finanzamt Neustadt a. S. zur Entrichtung der Steuern einzufinden. Erft dann kann das unterfertigte Amt die Ausdehnung des Wandergewerbescheines vollziehen.

Dom Landesausschuß für den Bezirk Kassel.

Der Landesausschuß für den Bezirksverband Kassel hält seine erste diesjährige Sitzung Diens­tag und Mittwoch kommender Woche in Kassel ab. Die Tagesordnung umfaßt mehrere ge­schäftliche Angelegenheiten und die Vorbereitung einzelner Haushaltsvoranschläge. Die eigentlichen Etatsberatüngen beginnen erst im Februar.

Wrnter-Sportzüge.

Anläßlich des günstigen Sportwetters in d:r Rhön verkehren Sonntag, den 6. Januar 1929 Wintersporffonderzüge Frankfurt a. M.—Gersfeld (Rhön) und zurück. Frankfurt Hbf. ab 5.28, Fulda an 7.32; Fulda ab 7.48, Gersfeld an 8.43; Gers­feld ab 18.25, Fulda an 19.20; Fulda ab 19.44, Frankfurt an 21.45.

Schulzahnpflege und Krankenkassen.

Die planmäßige Schulzahnpflege ist trotz vieler Bemühungen noch ziemlich in ihrem Anfängssta- dium. Das Deutsche Zentralkomitee für Zahnpflege in den Schulen gibt sich Mühe, die beteiligten Kreise zu einer rascheren Entwicklung anzuregen. Eines 6er wesentlichsten Merkmale ausreichender Zahn­pflege ist die Prophylaxe. Wenn hier die ständige Unterweisung in engster Verbindung mit der Schul­leitung fehlt, ist der Erfolg in Frage gestellt. Pro­fessor Dr. Kantorowicz-Bonn hat in einer Schrift für Lehrer und Erzieher „Gesundheitsdienst" aus­geführt, daß in „31 Orten, in denen planmäßig ge­arbeitet wird, durchschnittlich 90 Prozent aller Kin­der gesund bleibende Zähne haben." Wie steht es nun mit der Beteiligung der Krankenkassen an der Durchführung der Schulzahnpflege überhaupt? Im Adreßkalender der Zahnärzte 1927-28 wird hierzu über 150 Orte berichtet, in denen die Schulzahn­pflege durchgeführt ist. An 48 Orten sind, immer nach oiesem Bericht, die Krankenkassen beteiligt. Nach der vom Hauptverband deutscher Krankenkassen für das Jahr 1927 durchgeführten Erhebung ge-

Städtische

gegr. 1825 früher Friedrichsmarkt — jetzt Bahnhofstraße Nr. 5 Ausgabe von Heim Sparkassen.

— priefterfongreqation. Nach der üblichen Andacht, die am 8. d. M., nachmittags halb 4 Uhr gehalten wird, ist Versammlung der Mitglieder im Haufe. Mit Rücksicht auf den Vortrag des hochw. Herrn Kuratus Füller über Katholische" Aktion und Jugendpflege darf ein be­sonders zahlreicher Besuch erwartet werden.

= Die Weihnachtsfeier der Normannsteiner. Eine rech! erhebende Weihnachtsfeier veranstaltete die Schar der Fuldaer Normannsteiner am Freitagabend im Bür- gervereinshaus. Angehörige und Freunde der kathol. Jugendbewegung hatten sich so zahlreich zu der Veranstal» iung eingesünden, daß der große Saal vollbesetzt war. Die Normannsteiner Kapelle leitete den Abend mit einem dem Charakter des Abends angepaßtcn Musikvortrag ein. Dann gab Herr Toni Sauer nach einigen herzlichen Begrüßungsworten eine kurze Einführung zu dem rm Mittelpunkt der Veranstaltung stehenden „Kleinen W e i h n a ch t s s p i e l" von Franz Herwig. Es bringt nach einem die moderne glaubenslose Welt charakterisie­renden Vorspiel in drei Akten das Wunder von Bethle­hem zur Darstellung: Verkündigung der Geburt, die Hir- Die vskämpsung SeilMsayes im Winter. Enadrunrsgemäß findet im Win er eine vermehrte Fettab- laaetum im Körper hat«, iodaß Sie gerade in dec jetzigen Jahreszeit gegen vorhandene oder zu beiürchlende Korpu­lenz etwas ordentliches tun müssen. Wir raten Ihnen jetzt einige Wochen hindurch morgens, mittags und abends 2 Totuba-Kerne zu nehmen. Sicher erhältlich tzof-Apo- 1 fiele zum Schwan.