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Heimat
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Zuldaer Zeitung (Amtliches Ureisblatt).
Nr. T.
Altmeister deutscher Rechtschreibung
Lassen Sie sich den neuen OPEL 4 PS unverbindlich vom nächsten OpeUVer» freier vorführen.
ADAM OPEL RÜSSELSHEIM A. MAIN
Nöte des deutschen Wohnungswesens
Don Magistratsoberbaurat de Jonge-Hannover.
kunst haben über Nervenerkrankungen in der Der. wandtschaft sowie über Selbstmorde und Selbst. Mordversuche von Verwandten.
Ein Einbruchsdies stahl
wurde in der Nacht vom Samstag zum Sonntag in dem Textilwarengeschäft von Gebrüder Strauß in der Iohannisstraße verübt. Die Spitzbuben zertrümmerten vom Hofe aus eine Fensterscheibe und gelangten durch das dann geöffnete Fenster in die Geschäftsräume der Firma. Gestohlen wurden eine Anzahl Herren- und Damenbe- k l e i d u n g s st ü ck e. Die Spitzbuben sind unbekannt. ____________
Das Fehlen einer großen Anzahl von Wohnun- gen veranlaßte den Staat nach dem Kriege die Zwangswirtschaft auf dem Gebiete des Wohnungswesens beizubehalten, dieser Mangel bedingte jedoch nicht die Beibehaltung der Höchstmietenverordnung. Das Festhalten der Mieten auf einem niedrigen Stand erleichtert zwar die Herstellung neuer Wohnungen in mancher Hinsicht, erschwert sie jedoch auf dem Wege über die dadurch in der Volkswirtschaft hervorgerufene Unordnung. Eine Volkswirtschaft kann auf die Dauer nur bestehen, wenn die entstehenden Kosten und Ausgaben gedeckt werden, ohne daß gleichzesiig andere Teile der Volkswirtschaft dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden. Das' ist aber auf diesem Gebiete nicht nur der Fall, sondern erhebliche Grenzgebiete tes Wohnungswesens werden in der Volkswirtschaft schwer beeinträchtigt. Es erscheint zunächst außerordentlich vernünftig, daß die durch die Inflation den Hausbesitzern zugeflofsenen Werte für die Herstellung der Wohnungsneubauten in Form der Erhebung von H auszi nssteuern und Vergebung von Hauszinssteuer-Hypotheken an letzter Stelle unter Herabminderung der Zinsen bis auf 1 Prozent und unter Gewährung von
dern, so dient die jetzige Art des Wohnungsbaues dazu, die Zinssätze in die Höhe zu treiben. Das auf diese Weife verteuerte Geld wird nun für an- dere Zwecke so kostspielig, daß es für diese anderen Zwecke nicht mehr wirtschaftlich bleibt. Auch im Wohnungsbau ist dieses Geld im engsten Sinne fast nicht mehr wirtschaftlich angelegt, weil beim Nachlassen der Wohnungsbautätigkest in jetziger Form die fo hohen Zinsen nicht mehr bezahlt zu werden brauchen. Es besteht kein Zweifel, daß unsere Wohnungsbautätigkest einesTages — wann, bleibt dahingestellt, jedoch mindestens innerhalb der nächsten 15 Jahre — an die allgemeine Volkswirtschaft angepaßt sein wird, d. h. daß in den Neubauten die Mieten gezahlt werden, welche auf rein wirtschaftlicher Basis errechnet sicb ergeben, nämlich unter voller Abdeckung der Hypothekenzinsen und der Unkosten. Die Arbeiter können diese Mie. ten nach ihren jetzigen Lohnsätzen nicht tragen, des. gleichen nicht die Gehaltsempfänger. Dieser unge- klärte Zustand eines Teils unserer Volksw'.rtschaft wird überdies durch die noch immer ungelöste Frage der Festsetzung einer bestimmten Repara- tionssumme und des künftigen Transferschutzes ganz erbeblich verwickelt.
Würden wir auf diesem Gebiete unserer Volks, wirtschaft ein klares Verhältnis zwischen dem Ein- kommen der Meter, Miethöhen und Baukosten ge- schaffen haben, so könnte man vom Standpunkte des Wohnungswesens der Frage der Aufgabe des Transferschutzes mit ruhigem Gewissen entgegen sehen. Es sei in diesem Zusammenhänge nur daran erinnert, wie sehr der Reparationsagent bei der
Warum noch Lohnsteuermarken kleben?
Marken kleben und Stempelngehen hat noch nie zu den beliebtesten Hebungen gehört. Die Der. wendung von Lohnsteuermarken bei Entrichtung der Lohnsteuer ist ja auch durch Darabführung der Lohnsteuer an die Finanzkassen zum größten Teil ersetzt worden. Nur Arbeitgeber, die nicht mehr als drei Personen beschäftigen, sind noch verpflichtet, Steuermarken zu verwenden. Bisher hat man allerdings angenommen, daß die Verwendung von Steuermarken den Kleinbetrieben weniger Ar- beit verursache als die Abführung der Lohnsteuer an die Finanrkaffe. Der Steuerinspektor Hecht (Berlins im ..Steuerarchiv" erklärt diese Meinung für irria. Die Abführung der Lohnsteuer an die Finanzkasse und die Ausstellung der dazu gehörigen Bescheinigungen mache ihnen keine größere Mühe als das Kauten und Kleben der Marken. Die Finanzämter hätten eine Mehrarbeit durch die jährliche Neufeststellung, welche Betriebe die Lohnsteuer an die Finanzkassen abführen und welche Marken kleben. Auch ist eine öftere Kontrolle der letzteren Betriebe nötig, da die Marken- boaen am Jahresschluß oder bei Entlastung den Arbeitnehmern ausgehändigt werden und dann eine Prüfung der Lohnsteuerentrichtung in den Betrieben nicht mehr durchführbar ist, während bet den nichtklebenden Firmen eine Prüfung noch nach Jahren möglich ist. Dazu kommt noch, daß bei Wegfall der Marken die Kosten für deren Anfertigung, Verwaltung und Verkauf erspart werden und' außerdem Verluste durch Markenfälschung nicht entstehen können.
Rechlsanwallsgdbühren in Armenischen.
Das neue vor kurzem vom Reichstag angenom- mene Gesetz betr. Erstattung von Rechtsanwalts- gebühren in Armensachen wird nunmehr vom Reicksgesetzblatt veröffentlicht. Es treten nunmehr an Stelle der vollen Gebühr (§ 9 der Gebührenordnung für Rechtsanwälte) bei einem Werte des Streitgegenstandes von mehr als 400 bis 600 dl einschließlich 20 dl, von mehr als 600 bis 800 A einschließlich 25 dl, von mehr als 800 bis 1000 dl einschließlick 30 dl. von mehr als 1000 bis 1500 dl einschließlich 40 dl, von mehr als 1500 bis 2000 dl einschließlich 50 dl, von mehr als 2000 dl 60 dl.
Das Muster eines Fragebogens zum Einkrill in die Reichswehr
wird jetzt vom Reichswehrministerium veröffentlicht. Danach muß. wer in die Reichswehr einzu- treten beabsichtigt, die Erklärung abgeben, daß er sich politisch nicht im v e r f a s s u n g sf e i n dli- chen Sinne beteiligt bat. Ferner wird gefragt nach dem religiösen Bekenntnis des Reichswehrbe- Werbers, weiter nach der aktiven Militärzeit, dem letzten militärischen Dienstgrad und den militärischen Auszeichnungen des Vaters. Es muß auch angesehen werden der Beruf der Brüder, die Zahl der Schwestern, ob der Bewerber eine Hilfsschule besucht hat oder ob er im Waisenhaus erzogen ist. Ferner muß die Zugehörigkeit zu Sportvereinen angegeben werden. Die Reichswehr will auch Aus
ten der Staats, und Gemeindeinstanzen (Regierung, Schulrat, Schuldeputation) und bedeuten einen Schritt vorwärts auf dem Gebiete der V e r • waltungsreform.
Gegen das Berechkigungsunwefen.
Der Deutsche Städtetag teilt mit: „Die lieber» füllung der höheren Schulen und der Hochschulen ist ein lebendiges Zeichen des Be r e ch t i g u n g s- Unwesens, das sehr zum Schaden der Schulen und der Bevölkerung Platz gegriffen hat. D,e Der- suche des Unterrichtsministeriums, den ungesunden Zudrang zu den oberen Stufen der höheren Schulen und zu den Hochschulen abzudämmen, bleiben erfolglos, solange nicht die Stellen, die für die Ausbildung der Beamten und Angestellten zustän- dig sind, eingreifen. Deshalb ist ein Beschlu ß, den kürzlich 'der Vorstand des Deutschen Städte- tages zu dieser Frage gefaßt hat, besonders be- deutungsvoll. Der Städtetag wendet sich gegen die Forderung? daß die Beamten des mittleren Dienstes das Reifezeugnis besitzen sollen, und erklärt, daß eine schulmäßige Vorbildung, die mit der mittleren Reife oder mit der Reife Obersekunda abschließt, zur Vorbereitung für den mittleren Be- amtendienst vollauf genügt."
Fulda, den 31 Dezember 1928
3um neuen Iahr.
Das neue Jahr hält seine Pforten offen, Erweckt vom Elockenschlag der Mitternacht. Frei ist die Bahn dem Wünschen und dem Hoffen, Dem Traum des Glücks, der immer neu erwacht. Wir hoffen: einmal wird nach heißem Ringen, Uns endlich doch der große Wurf gelingen. .
Nicht reiche Gunst soll das Geschick verschwenden, Uns nicht berauschen mit der Erde Lust, Nur einen Friedensengel soll es senden, Der jeden Zwiespalt löst in unserer Brust.
Hat doch ein jedes Tier geheime Wunden Und jedes Leben feine dunklen Stunden.
Wie eine Schattenwelt im Dämmerlichte Liegt hinter uns vergangener Zeiten Lauf, Vor uns mit tief verhülltem Angesichte Gibt uns die Zukunft ihre Rätsel auf.
Und ob der Mensch auch rüstig weiter wandre, Aus einem Dunkel führt der Weg ins andere.
Doch glänzt ein Stern mit oft verdecktem Schimmer, Das neidische Gewölk verschlingt ihn nicht, Erlöschen mag sein sanfter Zauber nimmer, Es ist der Menschenliebe frommes Licht, Die brüderlich des Erdenleids Genossen Mit Segenswünschen an das Herz geschlosten.
Wie oft ihr Banner in den Staub getreten, Geschändet nah und fern in Ost und West, Gelästert von bewunderten Propheten — Du neues Jahr, du halt es hoch und fest.
Wir folgen ihm, es geh auf seinen Wegen Die Menschhest einer schönren Zeit entgegen.
Personevnachnchken.
Regierung?- und Baurat Tesch, Maschinenamt Hanau, ist zum Reichsbahnoberrat ernannt worden.
Promotion.
Zahnarzt Phil. Walter, Sohn des verstorbenen Fabrikanten Max Walter in Bad Orb, promovierte bei der medizinischen Fakultät der Universität Frankfurt am Main mit dem Prädikat „summa cum laude". Dr. Phil. Walter, bisher erster Assistent an der Universitätszahnklinik zu Frankfurt a. M., wurde gleichzeitig zum ersten Assistenten und stellvertretenden Klinikleiter an die Zahnklinik Bad Hornburg vor der Höhe verpflichtet.
Verwendet Wohlfahrtsbriefmarken?
Vergeßt nicht, für Neujahrsglückwünsche Wohlfahrtsbrief marken und -Post- karten der Deutschen Nothilfe zu verwenden. Zu haben bei den amtlichen Wohlfahrtsstellen und den Postanstalten.
Vereinfachung der Volksschulvenvaltung.
Der Deutsche Städtetag teilt der Presse mit; Organisation und Geschäftsgang in der Verwaltung bet Volksschulen stehen nicht im Einklang mit den neuzeitlichen Bestrebungen, die auf Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung, auf Entlastung der Aufsichtsinstanz und auf stärkere verantwortliche Beteiligung der Selbftverwalttung abzielen. Infolge mangelnder Dezentralisation der Geschäfte wird zurzeit erhebliche Doppelarbeit geleistet und unnötiges Schreibwerk verursacht. Cs handelt sich darum, die Beteiligung der Gemeinden an der Schulverwaltung und Schulaufsicht durch eine feste und klare Ordnung zu sichern, bei der alle Angelegenheiten, die einer örtlichen Behandlung fähig sind, endgültig der Selbstverwaltung überwiesen werden. Eine solche Neuordnung wäre auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil Staat und Gemeinden sich für eine einheitliche staatliche Mittelinstanz für das gesamte Schulwesen einsetzen, wofür ein planmäßiger Aufgabenabbau in dieser Instanz Voraussetzung ist. Für eine endgültige Regelung der Zuständigkeitsverhältnisse würde an sich der Weg der Gesetzgebung beschritten werden müßen: fchulrechtliche Kodifikationen begegnen aber bekanntermaßen den allergrößten Schwierigkeiten. Um eine schleunige vorläufige Regelung wenigstens der Zuständigkeitsfragen zu schaffen, an der Staat und Gemeinden in gleicher Weife interessiert sind, hat, wie wir erfahren, der Vorstand des Preußischen Städtetages dem Unter» richtsminisierium Vorschläge für eine Vereinfachung der Volksschulverwaltung und Volksschulaufsicht überreicht, die im Verwaltungswege, alfo ohne den Gesetzgeber zu bemühen, durchgesührr werden können. Die Vorschläge bezwecken eine klare Verteilung der Aufgaben, Rechte und Piflich-
Ianuar.
Der erste Monat des Jahres verdankt feinen Namen dem doppelgesichtigen Janus, dem Gotte allen Anfangs, dem rm alten Rom nicht nur der erste Monat des Kirchenjahres (Januarkus), sondern auch der Tagesanfang, die Monatsersten, alle Türen und Straßendurchgänge geheiligt waren. Das Tagesgestirn beginnt, wenn auch zunächst sehr langsam" doch merklich wieder emporzusteigen, so daß die Länge der Tage im Laufe des Januar u m einereichliche Stunde wächst. Hauptsächlich nachmittags, wenn die Dunkelheit morgens noch nicht recht weichen will. Aber trotz der längeren zunehmenden Tagesbelichtung fallen die Sonnenstrahlen noch viel zu schräg und zu kurze Zeit auf die Erdoberfläche, so daß, zumal wenn keine Schneedecke die nächtliche Wärmeausstrahlung begünstigt, die Abkühlung weite Fortschritte machen kann. Daher wird der Januar zum kältesten Mcnat des Jahres und hieß als solcher einst in Deutschland Hartmonat (Hartung) oder einfach Wintermonat.
Von jeher hat er in Volksglauben und Mythe eine nicht geringe symbolische Bedeutung gehabt. Nach asten Sprüchen sind Sonnenschein und Wetterstand am ersten Tag vorbedeutend für das ganze Jahr. Scheint die Sonne am Neujahrstag, so gibt es eine gute Viehweide, hingegen Teuerung an Korn und Wem. Arn 2. Januar kündigt sie viel Fische und milde Vögel, am 3. ertragsreiche Han- delsschaften bei Kaufleuten, am 4. gefährliche Gewitter, am 5. große Nebel und daraus entstehende Seuchen ufw. Die Wetterpropheten, die ihre Wissenschaft aus diesen Bauernregel ziehen, sind allo in den ersten Tagen des Januar emsig tätig.
Honrad Duden, der bekannte deutsche Sprachforscher, wurde vor hundert Jahren, am 3. Januar 1829 auf Gut Bossigt bei Wesel geboren. Er war von 1876 bis 1905 Gymnasialdirektor in Hersfeld und starb am 1. August 1911. Sein „Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache" hat zahlreiche Auslagen erlebt, gilt noch heute als bestes Nachschlagewerk für die Rechtschreibung und hat den Namen seines Verfassers zu einem Begriff gemacht.
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Dienstag, 1. Januar 1929.
OPEL
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tune Bekleidung und „sonstiger Bedarf") beläuft stimmt wird nach seinem Vorhandensein für diese ! sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichs- I Zwecke, sondern nach der Menge, wie die vorhan- I amtes für den Durchschnitt des Monats Dezem- I denen Hauszinssteuer-Hyxotheken-Mittel es erfor- । her auf 152.7 gegenüber 152.3 im Vormonat. Sie UM||M,,|,W। । „ M »mm um■ ist somit um 0.3 v. H. gestiegen. I
Die Indexziffern für die einzelnen Gruppen I
betragen (1913/14 -- 100): für Ernährung 152.7, I
für Wohnung 125.9, für Heizung und Beleuchtung I 150.8, für Bekleidung 172.6, für den „sonstigen I Bedarf" einschl. Verkehr 191.
Forderungen zur Gewerbesteuer.
In einer Eingabe zum Steuervereinheitlichungs- gesetz erhebt die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels die Forderung, daß die gegenwärtige Gewerbesteuer der Länder in eine Gewerbe- und Berufs steuer umgewandelt werde. Zu diesem Zweck sollen ihr nicht nur das stehende Gewerbe, sondern auch der Ge- werbebetrieb im Umherziehen und die freien Be- rufe unterworfen werden. Entgegen dem Regierungsvorschlag sollen die wirtschaftlichen Unternehmungen der öffentlichen Hand grundsätzlich der Steuerpflicht unterliegen. Die Voll- möM der Länder, den Katalog der befreiten öffentlichen Unternehmungen auszudehnen, soll desei- tigt werden. Der Gewerbeertrag soll nach dem T — ----- _
dreijährigen Durchschnitt besteuert werden, mobet Zinszuschüssen zu den 2. Hypotheken nutzbar ge- dem Ertrag die Schuldzinsen nicht hinzugerechnet macht werden. Auf diese Weise können die Me- werden sollen. Die Steuer soll nach dem Grundsatz ten in den Neubauwohnungen niedriger gehalten ausgebaut werden, daß die Eewerbesteuerlast vor I werden, als sie nach rein wirtschaftlichen Gesichtsallem für die kleinen und mittleren Be- I punkten sein würden.
triebe des Einzelhandels erleichtert werde^ I 2ßeld>e Folgerung aber ergibt sich daraus? Das Eine gerechte Verteilung Der Lasten soll durch Vorhandensein der 'Hauszinssteuermittel und die progressives Ansteigen der Besteuerung ent- I Neigung, sie so weit wie möglich zu strecken und sprechend der Leistungsfähigkeit erzielt werden. Die I möglichst viele Wohnungen zu bauen, bedingt die Soll-Vorschrift über die Anhörung berge- Heranziehung von Geldmitteln aus dem Kapital- setzlichen Berufsvertretungen bet der I markt nicht zu normalen Zinssätzen, sondern zu sol- Erhöhung der Realsteuern über ein bestimmtes Hen, die das Bauen an sich wieder erheblich ver- Maß hinaus, soll in eine Muß-Vorschrtft 1 feuern und unter Gewährung von Nachlässen umgewandelt werden. Weichzeitig soll bestimmt (Disagio) in einer Höhe, die erneut das Bauen erwerben, daß das Aufkommen an Realsteuern in- I hx blich belastet. Vor dem Kriege floß dem Bau- nerhalb jeder Gemeinde eine noch festzusetzende mesen für Wohnzwecke das Geld nur dann zu, Relation zum Gesamtetat der Gemein- I wenn ber Kapitalmarkt überschüssiges Geld hatte, den nicht überschreiten darf. ' so daß er es zu den für die Bautätigkeit ertrag«
■ I lichen Zinsen hergeben konnte. In der . jetzigen
I Zeit der Havszinssteuer-Bauten werden die Kapi- DlL £ebensbflItUTtgSHO|ten. I tulien herangezogen zu den Zinssätzen, die nun der Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungs- Kapitalmarkt sordert. Da auf dem Gebiete des kosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuch- Wohnungswesens die Menge des Geldes nicht be-