FikldaerZertung
Amtliches Kreisblalk
Azei-er für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda
56.Zahrg
Dienstag, 1. Januar 1929
Jlr. 1
Neujchrsempfang bei Hindenburg
Neujahr an.
wünsche des gesamte
zu überbringen. Zu sem Z
wepmqchl!
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,gangen:
Wehmacht!
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Miete ich zum neuen
können.
gez. Der llfhsprästent von Hindenburg.
■roffijiren und Mannschaften, :en uv Arbeitern der Reichs
allen Beamten, Ange!
Grönr, Reichswehrminister.
An fc Reicoheer!
Allen Angehörigen >es Richsheeres meine besten Glückwünsche zum ne n Iahe. Wir wollen weiter
An d
der Reichsmarine
Ium Lahreswechsehprech ich ine besten Wünsche is qs i
Mein
im Ziel und
werden wir unsere Psst
Der Vorsitzende
Unfreiheit und erniedi
Das Jahr 1928
eitsgeste der NachkriegszeN
und fordern, daß de
Für eine paneuropäische Konferenz
Katholiken aller Län
gengestellt jnerden.
Aufbau eines paneuropäi'
Ich habe die feste f 'm neuen Jahre ihre
Volksverein Luxem sitzende der Deutschen K a a s, em Rede, in
eter der Diözese Metz, der lothrin- Schnmannj sprach warme Worte des
Reichsminister send waren, hierher tionsempfang beim
Prälat Jr. Kaas, Aentrurnspcrtei."
>aß die Reichswehr auch it tun wird.
d. I., fhef der Heeresleitung.
*
Reichstiarine!
h. ci Chef der Marineleitung.
Z'Nlrumsführers.
ife panamerika- »nsinstitutionen
fest im Glauben an D
aez. Admiral Raeder, 1
(Ein Grutz de
Der gische
Ur naü
Dankes für das von Kaas entwickelte Programm der Völkerversöhnung. Unter lang anhaltendem Beifall der Versammelten trat Schumann auf aas zu und reichte ihm die Hand. Der elsässische Vertreter, Abba Eber, erklärte, die Elsässer seien entschlossen, ihren Glauben bis zum äußersten zu verteidigen. Der französische Vertreter, Dufour de a Thuillerie, beschränkte sich auf das konfessionelle Gebiet, ebenso der französische Vertreter Hoyols. Im Namen der katholischen Volksvereinszentrale M.-Gladbach ergriff dann der zweite deutsche Redner, Dr. Kremer, das Wort, der an die Katho- iken die Mahnung richtete, angesichts der vielen drohenden Gefahren auf der Hut zu sein. Die luxemburgischen Redner unterstrichen den Völker- verföhn enden Charakter der Kundgebung.
rervem Zwang sollten Hände zisammenführen, die sonst
Darum appellieren wir an alle europäischen Regierungen: keine Zeit zu verlieren und noch in diesem Jahre 1929 die erste paneuropäische Konferenz einzuberufen.
Keine Zeit zu verlieren, um auf dieser Konfe- renz den europäischen Staatenbund gleichberechtigter Nationen zu organisieren!
und Herzen auch der verschiedene innenpol i
eichspäsidenten wird auch ie Rch'blik traditionell ge-
Der neue Vorsitzende der Zentrumspartei, Prälat K a a s, gewährte einem Berliner Mitarbeiter der „Neuen Freien Presse" eine Unterredung, in der er sich zu den «roßen Problemen der deutschen Außenpolitik äußerte. Ueber ihre bisherige Entwicklung von Versailles über Locarno und den Eintritt in den Völkerbund bis zur Gegenwart erklärte Kaas unter anderem:
Der außenpolitische Kreuzweg des neuen Deutschland war nicht die Konsequenz einer aus der Not der Stunde entstandenen Waffenstillstands- und Friedenspolitik der neuen Führer, sondern die zwanasläufige Folge des durch das alte Regime verlorenen Krieges. Für Deutschland war es der einzig möglich Weg, die Dynamik des europäischen Berständigungsgedankens in den Dienst seines politischen, wirtschaftlichen und seelischen Wiederauf- aues zu stellen. Den Angelpunkt unseres Verhältnisses zu Frankreich bilden die beiden Grundfragen, nämlich das sicherheitspolitische und das
pa otionsvolltislbe Problem, ober darüber hinaus die ersten Voraussetzungen der endgültigen Ligui- Jierung des Weltkrieges. Der Komplex des sicher- heitspolitischen Problems befindet , sich in einem vorgeschrittenen Stadium, was wir der aktivistischen Behandlung dieser Frage durch die Sttese- rnannsche Politik zu verdanken haben. Im Komplex des Reparationsproblems kann eine Lösung i,ur erfolgen, uenn primäre Lelensbrdingungu: der deutschen Wirtschaft im Zusammenhang mit neuen weltwirtschaftlichen Entwicklungen berücksichtigt werden. Es ist dies auch ein Weg mit Amerika, niemals gegen Amerika. In der britischen Kontinentalpolitik zeigt sich zwar in der letzten Zeit ein gewisses Schwanken, welches wohl die Rückwirkung weltpolitischer Interessen des britischen Imperiums dar stellt, doch dürste hier Lugano eine nicht zu unterschätzende Klärung gebracht haben.
Was Berlin und Moskau betrifft, so kann und darf die deutsche Außenpolitik sich den freien Weg zu dem Rußland der Zukunft nicht verbauen lassen. Die Haltung gegenüber Rußland bedingt allerdings nicht ein zustimmendes Werturteil gegenüber dem dortigen Regime. Es wäre wohl Jur Deutschland eine bedeutsame Funktion, die Bruck? Zwischen Osten und Westen zu bilden, doch hängt dies von den Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten ab, die seine früheren Gegner ihm lassen. Ein verarmendes und von sozialen Kämvfen erschüttertes Deutschland wird nicht imstande fein, in der geistigen Ueberwindung des Bolschewismus die ihm zufallende Aufgabe zu erfüllen.
Was Oesterreich anlangt, antwortete Kaas schließlich auf eine Frage des Mitarbeiters, so warten wir im Reich nicht minder sehnsuchtsvoll auf unsere Brüder. Auch wir müssen fordern, daß das Recht der Selbstbestimmung für alle Völker gelte Alle Parteien Deutschlands wollen die Vereinigung. Aber das Problem des neuen Oesterreich ist nicht nur ein österreichisch-deutsches, sondern auch ein europäisches Problem, und darum kann es nur in dem großen Rahmen der europäi- scben Verständigung gelöst werden. Heute gut es für eine ganze Generation: Bereit sein, bis die Geschichte uns ruft, bis sich österreichisches und deut- sches Schicksal vereinigt.
unsere Pflicht tun.
gez. Heye, Gener
ch Wege gehen.
ir außenpolitisch ein Jahr !: knttäuschung. Das Jahr
Keine Zeit zu verlieren, um auf dieser Konferenz den Abbau der europäischen Binnenzölle und
am deutschen Volk.
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rweit.. ...
arückakehrt. Der Gratulo
rine bei ihrer ernsten beobachten und ih>
Zeit der Friedensbekennt- nissr nunmehr die Z, der Friedenstaten folgt, üorsitzender der Deutschen
der Stagnation und
1929 wird kein Jahr^ei Erfüllung sein. Möge es wenigstens ein 5 ,r des Fortschrittes werden. Das oergangt e Lahr hat in dem Kelloga- pakt die feierliche Frii 7 " ” 7* '2'7" gebracht. Alle, welch guten Willens sind, hoffen
KeinlUdsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt stld" pid, Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag t Fuldas Acliendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9 I ttatl. 1 einschl. Postgeb. (30 bezw. 48 Ps.l, ohne Zustellg
Die paneuropäische Konferenz soll zusammentreten, um den Krieg zu liquidieren und Europa zu versöhnen. Die europäischen Regierungen sollen den Versuch wagen, ihren Erdteil politisch, wirt- schastlich und kulturell zu organisieren.
Zehn Jahre Völkerbund haben den Beweis «bracht, daß diese Institution zur Durchführung
Der Kampf der (Elfäffer.
„Temps" berichtet aus Colmar, daß gewisse Zeitungen gemeldet hätten, Abbe Haegy, der Direktor des „Elsässer Kurier", habe sich, vom Sttaßburger Bischof aufgefordert, diesen Posten niederzulegen, in ein Kloster zurückgezogen. Das Blatt will bestätigen können, daß Abbe Haegy Anfang dieser Woche sich in das Kloster St. Marc begeben habe und zwar aus Krankheitsgründen und wegen einer beginnenden Lähmung eines Armes. Das Gerücht von einem endgültigen Rückttitt werde aber in Colmar skeptisch aufgenommen, denn Haegy habe von ftüher her die Gewohnheit, int Kloster St. Marc von Zeit zu Zeit Erholung zu suchen, so daß man auch in diesem Falle annehmen könne, daß er sich nur provisorisch dorthin begeben habe und etwa drei Wochen bis zu den nächsten Wahlen dort zu bleiben gedenke.
Kern Verbot geistlicher Amtshandlungen für Hargy und Schieß.
Paris, 31. Dezember. (Eig. Funkm.) Wie der „Ere Nouvel" mitteilt, ist vom Sttaßburger Bischof Rruh weder gegen den Direktor des „Elsässer Kurier ", Abbe Haegy, noch gegen den Leiter des in Sttatzburg erscheinenden Haegy-Blattes „Der Elsässer", Abbe Schieß, ein Verbot, geistliche Amtshandlungen vorzunehmen, erlassen worden. Man habe sich damit begnügt, beide darum zu er- suchen, die Leitung ihrer Blätter niederzulegen.
Anzeigen.Preise U.em,eile (Colonel) lotai u,15 JUt auswärts 0,20 JUL 9tet lamegeile: lokal 0,60 JUt auswärts 0,80 JUt. Bei Wiederholu, gen üRabr“ Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr 4051
* Der Berliner Besuch des bayerischen Minister. Präsidenten Mnisterpräsident Held hat außer den Reichspräsidenten und den Reichskanzler bei fernem Berliner Besuch auch den preußischen Ministerpräsidenten Braun aufgesucht. Wie der Demokratische Zeittinqsdienst wissen wlll, hat bei der Unterredung, die ohne .Zeugen erfolgte, die Entscheidung des Staatsgerichtshofes gegen die Rechtsgiiltiakeit der bayerischen Bi er steuer- entschädigungen eine besondere Rolle ge- spielt.
* Reue Deutschenausweisungen aus Oberschle- sien. Wie die Blätter berichten, war dem kauf- männischen Leiter der gesamten Pleß'ichen Gruben, Treitschke, durch die polnische Polizeidirektion in Kattowitz ohne Angabe von Grüttden die wettere Aufenthaltsgenehmigung auf polnischem Staatsgebiet verweigert worden. Gegen diese Entscheidung
zu nehmen!
Die Einberufung dieser Konferenz liegt am guten Willen der europäischen Regierungen.
Der Erfolg dieser Konferenz liegt am guten Willen der europäischen Völker.
Die Mobilisierung des guten Willens der Regierungen liegt in der Hand der Parlamente.
Die Mobilisierung des guten Willens der Völker liegt in der Hand der Presse.
Von diesen beiden Mächten soll im neuen Jahr die große Bewegung für eine paneuropäische Konferenz ausgehen, die alle Regierungen und Völker Europas zwingt, sich zu versöhnen, zu einigen und zu retten!
R. 91. Coudeuhove-Kalergi.
die Dienstag ober Mittwoch beginnen sollen, werden mich die Führer der A g r a m e r Parteien, Matschek und Pripitschewitsch, geladen werden.
* Deutsch-rumänisches Abkommen von der rumänischen Kammer ratifiziert. Die Kammer in Bukarest hat das deutsch-rumänische Abkommen vom 10. November ratifiziert.
* Veihnachtsamnestie in Bulgarien. König Bo- ris hat aus Anlaß des Weihnachtsfestes ungefähr 200 Gefangene begnadigt. Mehrere von ihnen waren wegen politischer Delikte aufgrund der Bestimmungen des Gesetzes zum Schutze des Staates verurteilt worden.
* Feier des zehnjährigen Bestehens Sowjet- Weißrußlands. Aus Minsk wird gemeldet: Das zehnjährige Bestehen Sowjet-Weißrußlands wird hier festlich begangen. An der Feier nehmen Abordnungen aus den Bundesrepubliken der Sowjetunion teil Bei den Festlichkeiten, die drei Tage dauern, werden eine weißrussische Akademie der Wissenschaften und eine Reihe von Kulturinstitut,' sowie von industriellen Unternehmen eröffnet
zialdemokratie in jeder Regierungsgemeinschaft mit bürgerlichen Parteien eine ungemein schwierige Aufgabe" habe. Daher müsse man sich darüber klar fein, daß eine Koalitionsregierung nur das Notgebilde einer Uebergangsjeit fei, in der die Ar- beiterfchaft zwar stark genug wäre, die Herrschaft des Bürgerblocks abzuwehren, aber noch zu schwach sei, um allein zu regieren. Das ist ein billiger Trost, aber immerhin ein Trost, den Hertz zum Anlaß nimmt, zur Gewinnung neuer Anhänger und zur Verstärkung des politischen Einflusses der Sozialdemokratie zu mahnen.
Äcy im ommenrot Äahce t er llen, einig chlaps Zukunft.
Vor vierzig Jahren traten in Washington die Regierungen aller amerikanischen Republiken zur ersten panamerikanischen Konferenz zusammen, um ihren Erdteil gemeinsam zu orgam-
bezeichnete.daß sich bst , der zur Wa h r u n g bts Weltfriedens fest zusammenHließen. Der Dämonie des Hasses müsse von den tholiken die F r i e b e n s l i e b e entge.
Aus dieser Konferenz, der fünf weitere folgten, ging die panamerikanische Union hervor. Ihr ist es zu verdanken, daß, während Afrika, Asien und Europa von schwersten Kriegen heimgesucht wurden, Amerika seinen Frieden bewahrte.
Noch in den letzten Wochen hat bi Nische Union, alS alle anderen Friede , der Welt versagten, im Konflikt zwischen Bolivien und Paraguay den amerikanischen Frie-
dieser Ausgabe unzulänglich ist. Daß es neben der Solidarität der Menschheit auch eine europäische Solidarität gibt und neben den Interessen der Menschheit noch besondere europäische Interessen.
Darum muß der Völkerbund ergänzt werden durch eine paneuropäische Organisation, wie er in Amerika ergänzt wird durch eine panamerikanische. Denn die großen europäischen Fragen sind nach zehnjähriger Arbeit ungelöst: Landabrüstung, Si- cherheit, Minderheitsschutz, Zollabbau. Diese Le- bensftagen Europas find nur aus europäischer Bafis lösbar.
An i Reichwehr!
Men Offizieren, Ifci --------
l ■ ........ ■
Bilanz dsr Koalition.
Unter bfem Titel beschäftigt sich der sozialdemokratische 9 ickstagsabgeoidnete Paul Hertz mit dem letztechalben Jahr sozialdemokratischer Regie- I rungsbeteigung im Reich. Er muß selber zuge- stehen, daOon einer „Führung" der Politik burch die Regietng keine Red« sein kann. Und er gesteht, baß sh „keine schöne und erfolgreiche Bilanz" ergebe. Htz geht bei der weiteren Betrachtung von der Itjgche aus, daß die letzten sechs Monate im Öunbe nur zwei große politische Fragen zur Entschbung gebracht hätten, einmal ben Bau des Panzsthisses und sodann die Entscheidung in dem Arbserkonflikt in der Eisenindustrie. Hertz gibt zu, ?ß in dem Kampf gegen.den Bau des Pcinzersches die Sozialdemokratte eine Niederlage erlitten hie. Und er gesteht offen, daß diese Niederlage mverfchuldet war durch eigene Fehler der Soziälbenkratie. Der Arbeitskonflikt habe mit einem avesicksts der organisatorischen Schwäche der Arbeir befriedigenden Ergebnis abgeschlossen.
Was ertz sonst noch an positiven Ergebnissen der Sozidemokratie, namentlich in sozialen Fragen preis ist nichts anderes als ein Weiterbau auf ter drch frühere nichtsozialistische Re- gierungei geschaffenen Grundlage, deren Herstellung bieSoziakdemokraten als sie in ber Opposition wkn, oftmals die größten Schwierigkeiten bereitet iben. Das ganze Ergebnis der Bilanz fozialdenkratifcher Regierungsbeteiligung besteht für Hertzn der banalen Feststellung, „daß die So-
wtb. Berlin, 31. l >. (Etz. Funkm.) Aus An- ‘ folgende Neujachrs-
hatte Oberdirektor Treitschke beim obersten polnischen Verwaltungsgericht in Warschau Beschwerde erhoben. Die Klage schwebt noch, aber es ist Treitschke von der polnischen Verwaltung mitgeteilt worben, baß über den 31. Dezember hinaus eine Verlängerung ber Aufenthaltsgenehmigung nicht erfolgen würde. Die deutsche Gesandtschaft in Warschau hat wegen dieses Falles bei den zu- stündischen polnischen Behörden Vorstellungen erhoben, die leider erfolglos geblieben sind.
Die sranzösiische Parlamentslage.
Die Kammer hat am Sonntagabend das Budget mit geringfügigen Abänderungen im Text des Senats mit 450 gegen 112 Stimmen angenommen. Der neue Text wurde alsdann vorn Senat ebenfalls, trotz dieser kleinen Abweichungen, mit 274 gegen 16 Stimmen gebilligt. Das nunmehr endgültig angenommene Budget für 1929 stellt sich wie folgt: Einnahmen: 45430 717 348 Francs, Ausgaben: 45 366130 503 Francs, Ueberschuß der Einnahmen: 64586845 Francs.
Die Agentur Havas veröffentlicht folgenden, aus den Wandelgängen der Kammer stammenden Bericht über die Lage in Frankreich: Im Verlauf der Unterredungen, die Ministerpräsident Poincare in der vergangenen Nacht mit mehreren Abgeordneten hatte, hat Poincare erklärt, daß er dadurch, daß er gleich nach Wiederaufnahme der parlamentarischen Arbeiten eine Debatte über die allgemeine Politik ber Regierung fordere, Klarheit in die politischen Angelegenheiten bringen und genaue Aufklärung darüber finden wolle, was die Kammer für Absichten habe. Er werde sich infolgedessen bemühen, die verschiedenen Punkte zu präzisieren, auf die sich die Tättgkeit der Regierung in völliger Uebereinstimmung mit der Kammer sowohl auf inner- wie außenpolitischem Gebiete richten müsse. Wahrscheinlich wird die Diskussion der Interpellationen am 10. Januar beginnen.
Es verlautet, daß unmittelbar nach dieser Diskussion Poincare die vorliegende sozialistische Interpellation über die Politik der Regierung in Elsaß- Lothringen zur Beratung stellen lassen wird.
*
= Paris, 31. Dezember. (Eig. Funkm.) „Petit Parisien" schreibt: Es scheint nunmehr, daß die Kr.fÄigefuhr bejeiligi ist, denn Poincare hat für den 10. Januar die Besprechung einer Interpellation über die allgemeine Politik, die von den Sozialdemokraten und den Radikalen eingereicht worden ist, angenommen. Diese Debatte, ber Poincare möglichst weitgehenden Umfang geben will, wird — so ist zu hoffen und zu wünschen — zur Folge haben, daß die Lage der Regierung und ber Parteien entwirrt wird. — Die Kabinettsmitglieder treten übrigens im Laufe des heutigen Tages unter dem Vorsitz von Poincare zu entern Kabinettsrat zusammen.
* Demission des jugoslawischen Kabinetts. Aus Belgrad wirb gemeldet: Das Ministerpräsidium veröffentlichte folgendes Kommunique: Ministerpräsident Koroschetz hat dem König bas Rücktritts- gesuch ber Regierung eingereicht. Da ber König vvn seiner Erkältung noch nicht völlig wieberher- gestellt ist, ist seine Entscheidung erst in zwei oder drei Tage zu erwarten. In Belgrader Kreisen ist man ber Ansicht, daß ber König die Demission ber Regierung an nehmen werde. Wie die
„Prawba" erfährt, wird ber Kö g bei dieser Gelegenheit mit den Parteiführern die allgemeine poli. tische Lage besprechen. Zu den Verhandlungen,
• Angebliche Militärattaches in Berlin. In den Blättern wird von einer Zirkularnote der Reichsregierung an die alliierten Regierungen gesprochen, in der die Abberufung der in Berlin weilenden Militärattaches gefordert worden und auf welche eine Antwort eingelaufen fei, die die weitere Ueber- wachung des Abbaues der sogenannten Restpunkte nötig mache. Um Militärattaches kann es sich dabei überhaupt nicht handeln, sondern nur um Militärsachverständige. Aber auch dieserhalb hat weder die Reichsregierung einen Anttag auf Zurückziehung dieser Sachverständigen gestellt, noch haben die Alliierten eine Liste angeblicher Verfehlungen überreicht.
* Bor einer Umbildung des belgischen Kabinetts? Nach einer Agenturmeldung aus Brüssel ist in gewissen Kreisen das Gerücht verbreitet, daß vor Wiederzusammenttitt des Parlaments am 23.
den gerettet. *
Europa soll diesem großen Beispiel folgen und, zehn Jahre nach dem Kriege, die erste paneuro- päische Konferenz einberufen!
Denn in diesem Jahrzehnt ist Europa nicht zur Ruhe gekommen. Die Kanonen schweigen — aber der Kamps nimmt seinen Fortgang: seine Waffen sind Haß, Furcht, Unterdrückung, Rachsucht, Lüge, Verleumdung, Erpressung, Mord, Rüstungen und Gegenrüstungm, Bündnisse und Gegenbündnisse, Revoluttonen und Gegenrevoluttonen.
Der europäische Krieg ist zu Ende — aber der europäische Friede hat noch nicht begonnen. Zwi- scheu der Friedenskonferenz und der paneuropäischen Konferenz herrscht politischer Waffenstillstand. Ihn in einen wahren Frieden zu verivcmdeln, ist die Aufgabe aller verantwortlichen Europäer.
kaß des Jahreswech s fin «rlasfe an die Wehiacht
Der deutschen Wel 'acht itbiete ich zum neuen Jahre meine herzlichen Lünsch und Grüße! Es war mir eine Freude, im afctaufe#n Jahr Heer und Ma- ■ t) vercktwortungsvollen Arbeit ire j en L stungen anerkennen zu
Reichskanzler H rann Ptüüer tritt die faubsreife in den € warzwlld unmittelbar “ : ' Am 0 ljahrstg ist ber Kauz l e r noch in Berlin, um b ReichPräsibenten die Glück - abinis zum Jahreswech,e ck sind s äm tlich e von Berlin abwe-
Auf der 25jähriger Jubelfeier des katholischen u r g hielt der neue Dor- mtrumspartei, Prälat Dr. !r er es als Notwendigkeit
Ulis UU| VIV|VV « chen Binnenzölle und den lifchen Marttes in Angriff
wehr meine herzlichste Iteujahsarüße!
Der Wille läßt sichicht ir Fesseln schlagen. Geist ist unabhängig von bit Starreit der äußeren Form. Wille und G e i st zl schulei ist unser bester Dienst
i: butschen Zentrumspartel Dr. Kaas veröffentlic fotzenden Neujahrswunsch: „Interessen entzw n, -deale einen! Das Ringen um das gemeinfai höre Ziel, um ber friedlichen Erlösung unseres Lai es und Volkes von äußerer
diesmal in dem für ie Rq'-b.. wordenen Rahmen halten fein.