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Vergangenheit und Gegenwart verschwistern sich in der Weihnachtsstube zu einem ewigen, seligen Bunde: Licht und Liebe. Und die Zukunft gesellt sich mit staunenden und glücklachenden Herzen: Licht und Liebe.___
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Weihnachtsglocken sind wie Mutterhände, Die sich mild auf wunde Herzen legen Und die irren, wandermüden Kinder Sanft mit ihrem Trost umhegen.
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Blüten, die aus fernen Himmelsgärten Sanft wie Winterflocken wehen. Sind die dunklen, warmen Glocken, Die durch stille Weihnacht gehen.
Ob Du wanderst schmale, stelle Pfade, Ob Du gehst auf breiten, lichten Wegen: Weihnachtsglocken sind wie Mutterhände: Die sich mild auf wunde Herzen legen.
Ein Glöcklein klingt, die Tür tut sich auf, die Zeit steht still vor Glück und Liebe.
In das Wunderwesen der Weihnachtsstube fließt von weicher ein Lied: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind."
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Ist derselbe sehr heftig, so halte man den offenen Mund über einen Topf kochenden Fliedertee, wöbe, man den Kopf mit einem Tuch verhängt. Den Gebrauch der Fliederdämpfe wiederhole man öfter und bald wird auch der hartnäckigste Schnupfen verschwunden sein.
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Eine Küche kann noch so vollständig und hübsch eingerichtet sein, fehlt eine bestimmte durchgehende, systematische Ordnung, so wird ihr Aussehen häufig ein fragwürdiges sein.
Gerade, wenn eine Küche nicht aufgeräumt ist, sieht man, welche Hand darin das Szepter führt.
Jede Küche, auch eine sehr einfache sollte einen Spültisch aufweisen. Besitzt man keinen Spültisch, so stellt man gebrauchtes Geschirr ordentlich in eine Spülschüssel zusammen, nicht ohne vorher alle Speisereste entfernt und an der Wasserleitung Teller und Schüsseln von Saucen, Gemüsen und Suppenresten befreit zu haben. Nichts widerlicher als Spülwasser, worin der ganze Speisezettel nachzulesen ist. Jeder Haushaltungshilse sollte man dieses Verfahren baldigst beibringen. Das Abspülen geht dann bedeutend rascher und appetitlicher vor sich, die Küchentücher erhalten sich länger sauber und können in der Wäsche viel leichter und gründlicher gereinigt werden.
Gas- und Kochherd erweisen sich dankbar durch schönes Aussehen, wenn man sie mit Zeitungspapisr tüchtig nachreibt. Auch die vom Kochen angerusten Böden der Kochgeschirre soll man vor dem Spülen von
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dem schwarzen, fettigen Ruß mit Zeitungspapier befreien. Master, selbst mit Sodazusatz hilft nicht, die Schwärze sofort zu beseitigen.
Eine andere Küchensitte ist, aus den Küchentisch Teller, Fleischbrett und Anderes zu stellen, bevor er von den Spuren einer vorangegangenen Tätigkeit gründlich gesäubert ist. Nach jeder Arbeit heißt es den Tisch sauber machen. Auch hierzu Hilst ein leicht geballtes Stück Zeitungspapier. Ist der Küchentisch immer sauber,
Oer tägliche Abendtrunk soll qehaltvoll, gesund und doch dabei süffig sein. Alkoholreiche Getränke vertragen viele nicht und Tee, Limonade sind auch I nicht jedermanns Sache. a Allen bekömmlich und von Ja jung und alt begehrt ist jedoch das alkoholarme Wk
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Der wert des Fastens
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Fastengebote, also Gebote zur Enthaltsamkeit von gewissen Speisen oder jeglicher Nahrung für eine gewisse Zeit, finden sich bei sehr vielen Völkern.
Wenn diese Fastengebote auch zumeist einer religiösen Forderung entsprechen, so finden sich doch auch Fastengebote aus anderen Gründen, z. B. Fasten aus Trauer oder vor kriegerischen Handlungen (bei gewissen Indianerstämmen). Auch die religiösen Fasten lassen sich wie so viele religiöse Vorschriften auf uralte, hygienische Dolkserfahrungen zurückführen, die von den Religionsgründern in ihren Kult einbezogen worden sind.
Den gesundheitlichen Wert der Fastenzeit erblickte man lange Zeit nur in der erzwungenen Enthaltsamkeit, die gewissermaßen zu einer Schonung des oft genug durch Ueppigkeit überanstrengten Magen- und Derrn- kanals führte und außerdem zur Entfernung von Gc- nußgisten und Schädlichkeiten im Körper diente. In dieser Hinsicht wird auch das Fasten heute von der ärztlichen Wissenschaft anerkannt und wieder vielfach geübt. Bei vielen Krankheiten schiebt der moderne Arzt in die Ernährung sogenannte Obst- oder Milchtage ein, an denen der Patient bewußt hungern soll und das Hungergefühl nur durch Obst oder Milch betäubt wird. D'ese segensreiche Einrichtung hat sich so vielfach bewährt, daß man bei manchen Krankheiten und Krankheitsprozessen, z. B. bei der Fettsucht, gar nicht mehr darauf verzichten könnte. Auch bei fieberhaften akuten Erkrankungen ist deute die Sorge um die Ernährung nicht mehr in dem Maße Gegenstand einer ärztlichen Erwägung wie früher, sondern man ahmt das instinktmäßige Gefühl des Tieres nach und läßt lieber hungern, statt durch Zwang die Selbsthilfe der Natur zu unterbrechen.
Einen feineren Einblick in die Verhältnisse beim Hungerzustand des Fastens oder beim Halbfasten gewinnt man durch die neuesten Forschungen. Der Darmkanal des Menschen ist normaler Weise und für normale Kost unempfindlich. Genau so wie die äußere kann auch die
liche Hausfrau, als das Empfangszimmer.
Werden Bestecke nicht sofort gründlich gereinigt, so sollen sie nach dem Gebrauch ebenfalls mit weichem Papier abgerieben werden. Alle Fettsäure greift das Metall an. Nach Zitronensäure oder Essigsäure muß man die Messer gleich tüchtig abspülen, da sonst schwarze Flecken entstehen, die schwer zu beseitigen sind. ss
Die Vorratsschränke sollen allmonatlich mit heißer Sodalauge durchgewischt und Unnötiges daraus entfernt werden. Küchenecken sollen stets sauber gehalten werden und frei stehen, erst dann kann man mit gutem Gewissen den wichtigsten Raum des Hauses als ein«
Es gibt leider Männer genug und namentlich solche, daheim als einzige Söhne gründlich verwöhnt wurden, denen dann in der eigenen Wirtschaft vieles nicht gefällt, nur weil ihre Frau es anders macht, als seinerzeit die Mutter. Das fortwährende Nörgeln aber kann auch die beste Hausfrau verstimmen, denn schließlich ist doch sie es, die wirtschaftet und nicht er. Ein verständiges, umsichtiges Weib hört wohl ruhig mit an, wenn der Mann irgendetwas in der Wirtschaftsführung rügt und fragt sich, ob er nicht doch recht hat. Kommt dies Tadeln freilich täglich vor, noch dazu über Dinge, von denen er wenig versteht, so verläßt auch die Geduldigste ihre Ruhe. Mit dem steten „Das macht die Mutter anders" darf durchaus keine Kritik an der Art der modernen Hausfrau verbunden sein, die unter ganz anderen Bedingungen ihre Pflichten erfüllen muß. als es früher ihre Vorgängerin tat. Schon die Hast des heutigen Lebens gestattet es nicht mehr, jedes Gramm sorg- sam abzuwiegen, wie es einst als „ordentlich" galt; alles Pedantische muß sortfallen, dazu ist die Minute zu kostbar . Sagen Sie Ihrem Mann in aller Güte: „Du laßt dir von mir in deiner Berufsarbeit nicht hineinreden, daher möchte ich dich bitten, dich in meine Wirtschaftsangelegenheiten auch nicht einzumischen.
Selbstredend wird eine liebende Gattin freundliche Winke ihres Mannes, etwa Lieblingsspeisen betreffend, gern beachten, aber das Einmischen in Frauensachen macht ihn mit der Zeit zum Topfgucker und nichts ist verächtlicher als ein solcher.
Topfgucker.
Von Käthe von Hartmann- Dresden.
Die Weihnachtsstube.
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Lautlos gleiten dis Stunden.
Es ist als ob das Leben stille stehe und sich zusammendränge und auf sein Tiefstes besinne, breitet sich geruhig um den Herd und atmet vor Behagen und Geborgensein.
Selbst der fremde Wald, der winterlich vermummt durch das zeitlose Dämmern geistert, hat sich aufgemuntert und einen Boten in die Weihnachtsstube der Menschen gesandt. Frischen Grüns satt, thront ein Tännling auf dem Tisch und wundert auf das weiße Laken herab, darauf eine Mutterhand die Köstlichkeiten bereitet, die Kinderjubel entfachen: rotbackige Aepfel, goldgleisende Nüsse, braune Lebzelten und knuspersüßes Früchtebrot.
So feiern Feld und Garten auf.engstem Raum ein winterliches Wiedersehen mit dem Wald in der Weihnachtsstube der Menschenkinder.
Lautlos gleiten die Stunden.
Lautlos entfachen Mutterhände den Herdbrand und die Lichter am Baume.
Nun brummt und summt der Kachelofen seine Winter- weise, mythenhaft und mystisch wie ein Wesen der Vorwelt. '■"
Das braune Holzgetäfel der Wände glüht bräutlich auf und saugt sich satt an der wabernden Wärme des Brummofens wie an der Lichtflut des Weihnachtsbaumes.
Licht und Wärme — Licht und Wärme — tickt und tackt die Wanduhr gemessen in die Stille. Sie ist e^c-hren und alt und kennt oen Sinn des Lebens, der sich einmal im Jahre in wunschloser Glückseligkeit, in voller Harmonie ausschwingen darf.
Die Bilder der Voreltern an den Wänden schimmern im Kerzenglanz seltsam frisch und lebendig auf. Ein Wissen lächelt aus den edlen Gesichern, den guten Augen der Gewesenen: Licht und Wärme, Licht und Liebe.
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innere Haut des Menschen, die Schleimhaut des Magens und Darms, gegen Substanzen irgend welcher Art über empfindlich werden, so daß schleichende chronische Der giftungserscheinungen auftreten. Meist sind es Nah rungsstosse aus dem Tierreich, die nut ihrem Eiweiß gehalt eine Ueberempfindlichkeit erzeugen: oder die aus irgendwelchem Grunde beschädigte Schleimhaut laßt un vollkommen verdaute Eiwechproduk e tn den Blutkre. lauf, wo sie schädlich wirken. Es ist ohne weiteres kla-, daß ein mehrtägiges oder mehrwöchiges Fastengebot für Fleisch in solchen Fällen ungemein gesundheitsfördernd wirkt indem neue Schädigungen vermieden, d'e Schlak- ken gewissermaßen entfernt werden und eine Schonung der Darmschleimhaut eintritt. .
Daher ist das Fastengebot der katholischen Kirche un Frühjahr eine außerordentlich segensreiche emn$tung, die für viele Menschen von gar nicht hoch genug einzu schätzender gesundheitlicher Bedeutung ist.
Schon die dabei notwendige plötzliche Umftettung bec Ernährung bringt eine heilende Wirkung zustande, ähnlich wie diejenige, die der Arzt mit einer verordne en Milchdiät, Rohkost oder vegetarischen Kost $u‘«netten einhergehen, sind häufig einem solchen „Heilstoß einer veränderten Ernährung zugänglich.
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