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Fuldaer Zeitung

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Mündelsicher

früher Friedrichsmarkt jetzt Bahnhofstraße Nr. 5

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weifen."

Entwicklung der Sie toben ver- auch faschistische.

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ror. Ein Terror aber ruft den fragt man sich: Wie wird die .Heimwehrbewegung verlausen? schiedene Elemente in sich und

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2

WOHNUNGSEINRICHTUN GEN KÜCHEN-KLEINMÖBEL bhhi POLSTERWAREN LINOLEUM

Worten kann."

Aber Sie wissen mehr, als Sie sagen

Gewiß glaube ich. daß er zmiickgekchrt war und die Absicht gehabt hat, sich selbst zu stellen. Denn er wollte seine Unschuld am Tode Ihres Herrn Onkels dartun."

Und warum tat er es nicht?"

5n, warum? Und warum nahm er die junge Dame mit? Das sind Fragen, die ich selbst norh nicht beant-

Mit Franz van Beekum"

Nein, nein, mit dem Bankier. Ah so, Sie wissen noch nicht, daß er zurückgekehrt war." Zurückgeiehit? Hierher?"

Ja, er wollte sieh der Polizei stellen. Aber nun hat das Land wieder verlassen."

Klauben Sie das?"

Da; Grabmal Benedikts XV.

In der St.-Anna-Kcipelle des Petersdoms wurde in Gegenwart des Papstes dos Denkmal seines Vorgängers Benedikt XV., von Prof. Pietro Ca- nonica feierlich eingeweiht. Die Gedächt­nisrede hielt der erste von Benedikt XV. kreierte Purpurträger, der Erzbischof von Florenz, Kardi- rat Mistrangelo. Nach der Enthüllung des außerordentlich eindrucksvollen Grabmonumentes, das Papst Benedikt XV. kniend im Geber versun­ken darstellt, hielt Papst Pius XI. selbst eine An» spräche. Die Sixtinische Sängerkapelle unter 9iae- stro Boeci sang die beiden Motetten von Paleftrma Tu es Petrus" undExultate Deo" sowie die MotetteIustorum animae" von Orlando Lasso.

Alle in Rom residierenden Kardinale und von aus­wärtigen Kardinalen die Erzbischöfe von Florenz, Bologna und Genua waren erschienen, ferner das Diplomatische Korps und zahlreiche Mitglieder des Episkopates, unter ihnen Erzbischof Pisano und Bischof Waitz. Zugegen waren auch die Schwester Benedikts XV., Gräfin Persico, und ein Neffe des verewigten Pontifex.s

denkt, aber sie ist von tiefem Ethos getragen und I von sittlichen Ideen erfüllt! I

Das ist der Geist der deutschen Jugend, wie sie sein soll.

Mit diesem Geiste kann man Zukunft schaffen, und mit diesem Geiste kann man in der Welt Deutsch­land zeigen. Und es ist nicht ein Programm, dem die Jugend weit über den Rahmen der Partei zu- stimmen kann? Ist es nicht ein Programm der sittlich bewegten deutschen Jugend überhaupt? Das Zentrum kann stolz darauf sein, daß es, wenn auch eine kleine, aber stark bewegte Gruppe in sich birgt, die gewillt und bereit ist, so zu handeln, wie sie spricht!

Menschen, die Kerzelweiber und die Ouisseln und sogar die frommen Klatschbasen.

Es ist höchste Zeit, daß die Christenheit hier erwacht. In einem Stadtteil ist es doch dieser Tage noch geschehen, daß Kinder mit Steinen nach dem Tabernakel warfen. Sie zerbrachen den Ver­schluß und schändeten die Hostien In manchen Gemeindehäusern, die eben in sozialistischer Hand sind, wurde ein unglaublicher Terror auf alle aus­geübt, die sich an der Mission beteiligten wollten. Da muß einmal Schluß gemacht werden. Wien ist gar nicht fo sozialistisch. Die sozialistische Macht ist keine geistige Größe mehr. Sie lebt vom Mie- terschußgeseß und von Versprechungen an die un­zähligen Kleinrentner, denen man tatsächlich in Wien viel schwerer helfen kann als im Reichsdeutschland. Unerhörte Lasten sind nach dem Kriege auf dieses Stück Land gelegt worden, denen sich die übrigen Nachfolgestaaten zuungunsten die­ses einen haben entziehen können. So kommt eines zum andern, um einen Herd der Unzufriedenheit zu schaffen, auf dem bann der Sozialismus sein dünnes Süpplein kocht. Ob es dem Christentum gelingen wird, durch rein seelische Kräfte der Lage Herr zu werden?

Mau kann nicht leugnen, daß in vieler Hinsicht eine tragisck>e Situation entstanden ist. Es ist das die Situation nicht nur in Wien, sondern weithin auch sonst. Je mehr eine Partei eine innere Leere

zismus in allerlei Kreisen hegt. Lassen wir doch die Kirche und die Relegion aus den Interessen der hohen Politik heraus! Ich verstehe, wenn der Flame Timmermans in feinem neuen BuchPeter Breughel" fo fcharf gegen alle Politik ist. Im Grunde meint er nur die Politik, die die Re.igwn mißbraucht, nicht aber die Religion, die alles, auch die Politik, nur christlichem Geiste erfüllen soll. Jedenfalls ist es wichtig, daß wir Reichsdeutsche vom Boden unseres Volkstums aus den Austausch mit den Deutschen in den österreichischen Nachfolge, flauten recht pflegen. Man bringt uns st^er über­all die größte Liebe und Schätzung entgegen. Moch­ten mir ihrer doch immer mürtrig fein! Wir tei­len zusammen, wie Brüder zusammen wollen. Em Haus wollen wir uns zimmern, in dem Raum ist für die ganze Familie. Der A n f ch l u h g ed a n k e ist hier allüberall mächtig, und wenn man heute in diesem Falle das Selbstbestimmungsrecht der Völker gelten ließe, so wäre morgen die deutsche Einheit da. ,

Es ist, wo ich dieses schreibe, der Vorabend des Abschlusses der großen Mission. Wien, das moderne Wien, lebt, wie es jeden Tag eben lebt. Man sitzt in den Kaffees, die Straßen sind herr­lich beleuchtet, Theater und Kino locken die Massen, das wieder aufblühende Geschäftsleben zeigt den gewohnten Rhythmus. Die Fenster der alten Kir­chen aber leuchten von einem wunderbaren Licht. Auch dort gehen die Türen auf und zu, und Schat­ten streben hinein und hinaus. Es ist, wie im alten Rom, wo man in die Katakomben ging. Aucy Nikodemus ist dabei. Manchmal ist es, als hielte die Stadt den Atem an und lauschte auf die Seus- zer der Reue und auf die Lieder der heiligen Freude, wie sie «in des Herzens Tiefe und unter den grauen Wölbungen, an Pfeilern und in dunk­len Nischen leise und heimlich emporsteigen. Das ist schon der Frühling, der auf seinen Tag wartet. Das gehört in den großen Gang des göttlichen Wirkens, das geheimnisvoll in den Tiefen der Ge­schichte arbeitet. Das christliche Wien, das christ­liche Oesterreich erwacht. Möge es das Erwachen eines neuen deutschen Frühlings sein.

Friedrich Muckermann, S. 2-

sotten, was Ihr gehört. Aber lobenswert ist mein Mittel freilich nicht. Ich Hobe es ja einleitend schon gesagt."

Legen Sie denn so großen Wert auf die Einsicht­nahme in die Papiere? Sie wissen doch noch nicht ein­mal sicher, ob denn überhaupt welche vorhanden find."

3a."

Morgen werden Sie dieselben ja bekommen."

Vielleicht."

Aber ich werde ste doch selbst mit meiner Tante durchsehen . . ."

Wenn sie dann noch vorhanden sind."

Was soll das nun wieder bedeuten? Sie werden mir doch nicht weißmachen wollen, daß sie heute nacht gestohlen werden könnten? Sie sind sorgfältig verwahrt. Und wer weiß überhaupt von ihnen? Wer sollte sie haben wollen?"

Nun, gestohlen werden sie auch nicht werden, aber vielleicht vernichtet."

Von wem? Sagen Sie cs gerade heraus, Herr Rosch."

Gut, Fräulein Burton, ich will es gerade heraus sagen. Ich fürchte, Ihre g«au Tante wird die Papiere vernichten, ehe ich sie morgen in die Hand bekommen soll."

Aber das ist, das ist heller Wahnsinn. Das dürfen sie doch nicht so einfach behaupten. Man könnte ja dar­aus entnehmen, daß Sie meine Tonte für eine Mitschul­dige des Verbrechers halten, die Interesse daran hoben könnte, daß die Papiere vernichtet werden. Ich kann nicht zulassen, daß Sie ihr derartiges unterschieben. Ich bin wirklich böse auf Sic. Das geht denn doch zu weit. Wie können Sie ihr etwas so Verdächtiges zumuten! Und wie können Sie es wagen, mir vorzuschlagen, daß ich meine Tante auf diese Weise betrügen soll! Herr Rosch, Sie haben offenbar die Folgen des Schlages auf den Kopf noch nicht ganz überwunden, sonst hätten Sie mir und sich selbst diesen Auftritt erspart."

Dora Burton war ehrlich entrüstet, aber der Detektiv bewahrte seine Ruhe und schien einen solchen Ausbruch erwartet zu hoben.

(Fortsetzung folgt.)

2. Blatt.

Druck der Fuldaer Acftendruckerel, Fulda

O ui a. U!

Fassadenputz Innenstuck Rabitzarbeiten Leichte Zwischenwände Baumaterialien Reparaturen

M 273.

Sonntag, verr 25. November 1928.

Stuckfabrik

Brähler & Nüchter

Inh. H. Nüchter

Im Friedhofsgässchen Fernsprecher 284

Weiter? Elmar habe ich noch erfahren, was mir wichlig vorkommt, nämlich, daß die junge Dome, mit der ich gesprochen habe, geisteskrank fei. Und daß sie seit meiner Begegnung mit mir verschwunden fei. Sie fottie mit Herrn van Beekum über die Grenze gehen."

Wird es gelingen in ruhigen Bahnen zu bleiben? Niemand wagt hier zurzeit bestimmte Prophezeiun­gen, viele aber sehen doch die drohende Gefahr. Die Kräfte einer vom Christentum beseelten Mstw sind das, was man ersehnt. Es wird die ein­zige Lösung sein, hier wie auch anderswo. Sie drängt sich naturgemäß auf. weshalb wir denn auch zum Beispiel in Frankreich heute ein ähn­liches Schauspiel erleben.

Immer bietet es einen besonderen Reiz, das deutsche und das europäische Land von verschiede­nen Punkten aus zu sehen. P a i n l e v e war neu­lich hier und der Kardinal Dubois von Paris. Wäre der Kardinal allein gekommen, so hätte die Reise einen rein kirchlichen oder religiösen Charak­ter gehabt. Da er aber fünf Tage nach dem fran­zösischen Kriegsminister kam, so wird man hinter« deutlich Man bedauert, daß dadurch manchen Empfindungen ein Schein von Berechtigung ge= geben wird, die man gegen den deutschen Kathöli-

spürt, um fo mehr drängt sie zum äußeren Ter- anderen, und so

wieder zu sprechen begann. Denn er schlug ein völlig anderes Thema an.

Fräulein Burton," sagte er,Ihre Frau Tonte fühlt sich sehr unpäßlich. Aber vielleicht ist sie noch nicht zu Bett gegangen. Holten Sie wirklich es für ganz un­möglich, heute abend noch mit mir die Papiere Ihres verstorbenen Herrn Onkels zu fichten?"

Sie hat es Ihnen ja versprochen, daß es morgen geschehen soll."

Ja, und damit gab ich mich zufrieden, wollen Sie sogen. Aber glauben Eie mir, nichts ist wichtiger, als daß ich heute abend noch Näheres darüber erfahre. Sie wollen doch gewiß, daß das Rätsel gelöst wird, daß wir die volle Wahrheit an den Tag bringen, nicht wahr?"

Natürlich will ich dos."

Es heißt, im Krieg seien alle Mittel erlaubt. Das geht etwas zu weit, aber man bedient sich in so außer­gewöhnlichen Zeiten gewiß mit Recht manches Mittels, das man unter geregelten Verhältnissen mit aller Ent­schiedenheit verwerfen würde. In gewissem Sinn gilt dasselbe auch im Kampf gegen einen gewissenlosen Uebel- tätcr, wie wir ihn eben führen. Um Schlimmeres zu verhindern, müssen wir uns über verschiedene Bedenken hinwegsetzen, die uns in anderen Fällen von der An­wendung dieser oder jener Maßnahme zurückhielten."

Wozu die lange Einleitung?"

Weil ich gute Lust habe, Sie zu etwas zu überreden, wozu Sie, wie ich sicher weiß, nicht gerne Ihre Zustim­mung geben werden, Fräulein Burton."

Und was wäre das?"

Ich möchte Ihnen vorschlagen, daß Sie versuchen, etwas in Ihre Hand zu bekommen, was, genau genom­men, nicht Ihnen gehört. Ich meine: Versuchen Sie, sich die Papiere anzueignen, die Ihrem Herrn Onkel ge­hörten und die wir augenblicklich so dringend brauchen."

Wie?" fragte Dora verwundert,Sie muten mir zu, ohne Vorwissen meiner Tanke die Papiere meines Onkels zu stehlen ich weiß wahrhaftig keinen andern Ausdruck dafür. Das kann doch nicht Ihr Ernst fein, Herr Rosch?"

Rosch zuckte die Achseln.

Stehlen ist ein hartes Wort", erwiderte er.Ich meine ja nicht, daß Sie Ihrer Tanke etwas entwenden

AMMEYEB

STURMIUSSTR.

Bon Wien und vorn ganzen uns stammverwand­ten Oesterreich meinen viele von uns, es sei gerade noch soviel wert, daß man es dem hl. Judas Tad- däues empfehlen könne dem Patron fürver­zweifelte Fälle". In der Tat ist diese Stadt eine trauernde Witwe, und alle ihre Bewohner tragen heimlich einen Trauerflor. Als hier das Sänger- fest war, da wunderten sie sich, daß die reichsdeut- fchen Gäste noch so vergüngt sein und so herrlich lachen könnten. Aber das ist das Geheimnis des Christentums, daß seine Kraftquellen immer wie­der aufsprudeln und daß sie es in sich haben, ein ganzes Volk erneuern zu können. Das sah man bei dem großen Ereignis der Wiener Volks» Mission, die soeben in 116 Kirchen der Stadt abgehalten wurde.

Es geht dabei nicht überall, wie bei uns, weil die Verhältnisse so verschieden sind. Es gibt bei der Herde sowohl bei den Hirten noch große Rest- bestände von Josefinismus. Dieser Josesinismus mag das Verdienst haben, daß er die Wogen der Aufklärung seinerzeit aufgefangen und in ein Bett gelenkt hat, das doch noch katholisch war. Aber er hatte die Entartung zur Folge, die alles Staatskirchen tum begleitet. Es gibt in Wien nicht Kirchen genug, und die es gibt, stehen nicht immer an der richtigen Stelle.

In den Pfarreien hat man zu viel behördliche Schreibarbeit und das hindert den Schwung der Seele. Die Technik der Großstadtseelsorge befin­det sich noch sehr in den Anfängen. Ein junges Geschlecht von Geistlichen ringt sich nur schwer durch. Aber das Volk, das Wiener Volk, ist un­vergleichlich.

Da, wo man die Mission gut vorbereitet hatte, war die Teilnahme gut und wurde stetig besser, je mehr die Posaunen Gottes, die Missionäre, die Massen auf rüttelten. Gerade auch die Akademiker haben verstanden, was die Stunde heischt. Zwei­tausend von ihnen waren fünf Abende hinterein­ander in der wuitdervosten Universitätskirche bei­sammen, um das Wort Gottes zu hören. In Wien find st man. wie überhaupt in den Groß­städten. immer auch eine Anzahl von Laienprophe­ten, Männer und Frauen, die Heroisches leisten. Sie gehen von Haus zu Haus und laden die Leute ein. Es ist das ein anderes Geschlecht, als die so­genanntenKerzelweiber", die es hier auch gibt. Man soll übrigens nicht schmähen, wenn sie ihr Kerzlein vor den Heiligenbildern ausstecken. Sie klagen derImmerwährenden Hilfe" auch manches Mutterleid, das heilig ist, und alles in allem, sie gehören einmal dazu, als eine besondere Art von

O nein. Kann sein, daß ich das eine ober andere vermute. Aber was nützen Ihnen Vermutungen? Sa­gen Sie mir zuerst einmal, wer Ihnen das Briefchen geschickt hat, mit dem Sie bei meinem Freunde Roger waren."

^o-a zog die Schultern hoch.

Ich weiß es nicht," sagte sie.

Wer hat es Ihnen überbracht?"

--Derselbe Junge, der Herrn Rnger damals die Bot­schaft überbracht hat und den Sie dann so geschickt aus« horchten."

Rosch lacht-,

Den Sie also gleichfalls ausgehorcht haben. Run, was haben Sie von dem gesprächigen Jungen erfahren können? Doch sicher, wer ihm das Brieschen zur Be­stellung anvcrtaut hatte?"

Er sagte, die Haushälterin habe es ihm übergeben, und ihm aufgetragen, dem Baron und der alten Dame nichts davon verlauten zu lassen. Aber wenn dies auf Wahrheit beruht, kann die Haushälterin nach meiner Ansicht höchstens eine Zwischenperson gewesen fein."

Der Detektiv war ganz Aufmerksamkeit. Einen Augenblick schwieg er und starrte nachdenklich ins Feuer. Dora Burton wartete, sah sich aber enttäuscht, als Rosch

Rund um die Woche.

Das große Ereignis in Wien.DiePosannen Gottes. Faschismus und Sozialismus Frühlingserwachen.

Jugend im Zentrum.

!Dlan schreibt uns aus parlamentarischen Kreisen:

Die Tagung der rheinischen Windthorst- bunde t)at insofern immer eine besondere Note, als es fick bel ihnen um die stärkste Jugendgruppe handelt, die das Zentrum besitzt. Ihre Verlaut­barungen sind deshalb von besonderer Bedeutung, Well sie uns einen klaren Einblick geben in tos Verhältnis von Jugend und Partei.

Erfreulicherweise muß zunächst hervorgehoben werden, daß die kürzliche Tagung der rheinischen Wmdthorstbunde ungewöhnlich gut besucht war. Man sieht, wie gerade in der Jugend der 20. Mai wie ein Weck- und Warnruf gewesen ist. Aber man fühlt auch, daß die Partei mehr als je Interesse an der Jugend zeigt. Keine Windthorst- tagung bisher hat so viele Abgeordnete bei sich gesehen, es waren nicht weniger als acht! Auch das ist mehr als eine Äußerlichkeit; es zeigt, daß man im Zentrum von dem theoretischen Interesse an der Jugend zur praktischen Förderung übergegangen ist. Das merkt die Jugend, sie fühlt sich dadurch anerkannt und gehoben. Sie stellt das mit Befriedigung fest, aber sie kann es auch er­warten!

Merkwürdig ruhig, fast gemessen, ist diese Ju­gend in der Erörterung schwieriger politischer Fra- gen. Wohl schlägt das lodernde Feuer jugendlicher Begeisterung durch, aber es hat doch auch eine ge- wisse Kuhle der Beurteilung Platz gegrif­fen. Man hat gelernt, daß die großen Fragen der Politik die Kunst des Möglichen sind, und man trägt dem Rechnung.

Der stille Beobachter dieser Tagung wäre froh wenn dieser Geist sachlicher Beurteilung gerade in Deutschland unter den politischen Parteien mehr zu Hause wäre; wieviel rascher würden wir zu einer Einigung kommen und wie unmöglich wäre die Herrschaft der politischen Phrase, die noch bei uns Bielen Evangelium ist, trotz aller Enttäuschungen.

Aber trotz dieser Sachlichkeit und Kühle nichts von Blasiertheit, im Gegenteil. Diese jungen Män­ner sind von idealem Schwung in der Erfassung der Probleme, aber es ist ein Schwung, in dem Diszip­lin und Selbstzucht steckt.

Aufgeschlossen allen großen Fragen ist sie eine wahrhaft innerlich bewegte Jugend, Jugend der Kommenden, der Zukunft! Nichts von der mate­riellen, satten Art eine anderen Jugend, die ron- alle kennen, und die aus dem großen Erlebnis der letzten Jahre nichts gelernt, aber vieles ver­gessen hat. Diese Jugend, so sehr sie innerlich und weltanschalilich klar ist über sich selbst, fühlt bei aller Anerkennung gewisser prinzipieller Gegensätze doch eine gewisse geistige Verbundenheit zu der gleich starken idealen Jugend in anderen La­gern. Sie marschiert mit anderem Ziel, aber sie weiß, daß es Kameraden gibt, die auch nach einem anderen idealen Ziel marschieren: in dem Streben nach Lösung vom Materiellen liegt die Verbundenheit, liegt die Toleranz bei grundsätzlicher Bekämpfung!

Wie klar ist das Gefühl der Autorität! Wie selbstsicher hat sich die Zentrumsjugend wieder- gefunden! Nichts mehr von dem gelegentlichen Schwanken, wie etwa noch 1919 oder 1920-21. Man weiß, was man will, man ist nicht revolutionär, aber man ist christlich und soweit revolutionär, rote es das Christentum in einer neuheidnischen Gesell­schaft sein muß.

Diese Jugend fühlt, daß sie Führern gehorchen muß, nicht in sklavischer Unterordnung, sondern in dem Bewußtsein von deren Wissen und Können! In dem Sinne anerkennt sie durchaus das Aster, auch in der Politik; für die Jugend ist es der Ausdruck

Gchiklechorst.

Eine geheimnisvolle Geschichte von Wilhelm Holt.

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Nach kurzer Zeit kam Dora zurück. Der Detektiv schien sie nicht zu bemerken. Sie blieb einen Augenblick bei der Tür stehen, die sie leise geschlossen hatte, und betrachtete ihn wortlos.

Schließlich sagte sie:

Sie scheinen sehr gründlich über die geheimnisvollen Geschehnisse nachzudenken, Herr Rosch?"

Der Detektiv richtete sich auf.

Wenn ich Ihnen die Wahrheit gestehen soll, Fräu­lein Burton," sprach er,so muß ich sagen, daß ich jetzt nicht nachdachte, sondern fast ein wenig cingeschlummert war. Es ist hier so behaglich, und wenn Sie länger rusgeblieben wären, hätten Sie mich in tiefem Schlaf mgetroffen. Da hätten Sie gewiß eine seltsame Dor- 'tellung von dem wachsamen Detektiv bekommen, nicht wahr? Aber ich kann zu meiner Entschuldigung geb send machen, daß ich vielleicht noch nicht ganz wicdcr- ijergefteüt bin von dem Schlag auf den Kopf . ."

Sie hatten zu kämpfen? Man hot Sie geschlagen?" ief Dora bestürzt aus.

Gekämpft habe ich nicht, aber geschlagen, ja, ge-. chlagen hat man mich, und zwar hat man mir einen so gründlichen schlag auf den Kopf versetzt, daß ich bc- vußtlos zusammengebrochen bin. Aber ich scheine einen »arten Kops zu besitzen."

"®°. Sie mir dach was Ihnen zugestoßen

ft," drängte Dora.

Das ist rasch geschehen. Ich habe ein wenig Um- ifjau gehalten aus dem Eichenhos oder, besser gesagt, im stark, der zu dem Landgut gehört. Da traf ich mit je« nandcm zusammen, der mir prächtige Auskünfte hätte leben können, wurde aber plötzlich von rückwärts nieder- icfchlagen."

Und dann?"

Dann fand ich mich wieder in einem netten Zim- ncr des Schlosses, herrlich verpflegt. Man hat mir wirk- ich alle Sorge angedeihen lassen." *

3a, und weiter?"

Wer Euch sagt, daß Ihr anders reich werden könnt, als durch Arbeit und Sparsamkeit, der betrügt Euch, der ist ein Schurke.

Benj. Franklin.

MZMMMT Sparkasse

der größeren Erfahrung, die überall unentbehrlich ist Aber auch die Jugend strebt nach Beteiligung in der Führung, und man soll ihr zur rechten Zeit Raum geben zu eigener Entfaltung auch in oet- antwortlichen Stellen. Das ist umso notwendiger, als die Frage des Nachwuchses immer brennend ist, und tonn vor allem, wem der Jugend das Recht der Nachfolge unnatürlich beschnitten würde. Damit kann man'sich einverstanden erklären. Es ist Maß und Vernunft in den Forderungen.

Die schwungvolle Erklärung der Windthorftbunde des Rheinlandes gibt bewegt den Geist und die innere Einstellung wieder. ' Es ist eine Sprache, die man verstehen wird. Sie sagt weniger als sie MMWaim ii .......................«mim im in mir nni