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Fünf Jahre Rentenmark.

Am 15. November waren fünf Jahre vergangen, seitdem die deutsche Rentenmark ausgegeben wurde. Ihr Rückhalt war die Deutsche Rentenbank, die auf Grund einer Ermächtigung des damaligen Reichsfinanzministers Luther konstituiert wurde.

Am 15. November 1923 wurde damit die Papie- markwährung eingestellt, und in diesem Augenblick war auch die unselige, geradezu verheerend wir­kende Inflation zu End«.

Ueberblicken wir diese Spanne von fünf Jah­ren, so werden wir zugeben müssen, daß Dank dem Fleiße des deutschen Volkes Ungeheures wieder aufgebaut und Erstaunliches geleistet worden ist. Noch sind wir inmitten großer wirtschaftlicher und finanzieller Schwierigkeiten, ja ihr Ende ist noch nicht abzusehen. Aber das Fundament, das die Rentenmark geschaffen hat. die Gesundung und Stabilisierung der Währung wird, dessen sind wir sicher, uns diese Schwierigkeiten doch noch im Laufe der Zeit bestehen lassen, wenn wir uns nur auch politisch zu einigem Handeln zusammenfinden.

Die Rmtenmarkscheine wurden nur etwa ein Jahr lang ausgegeben. Mit der Schaffung der neuen Reichsbank wurde dann die Rentenmark- währung übergeführt in die Goldwährung. Zwar ist diese Goldwährung mehr theoretisch, da effek­tives Gold noch nicht ausgegeben wird. Aber sie bedeutet, daß die jetzt in Umlauf befindlichen Reichsbankscheine durch Gold gedeckt sind.Die Reichsbank hat ja inzwischen den durch Krieg und Inflation fast zusammengeschmolzenen Goldbestand der Reichsbank wieder ganz außerordentlich ver- mehren können, sodaß heute, wenn nicht andere Hemmungen dagegen sprächen, der Ausgabe von Reichsgoldmünzen, wie vor dem Kriege, nichts mehr im Wege stände. Wir werden die Regelung der Reparationsfragen noch abwarten müssen, um eine vollständige Sicherung der Grundlagen des Geld- Marktes und der Währung zu erlangen, die es dann auch der Reichsbank ermöglichen würde, effektives Gold an Stelle von Reichsbanknoten in den Ver­kehr zu geben. Rentenbankscheine sind auch heute noch in Umlauf, jedoch bestehen nur noch knapp 500 Millionen gegenüber früheren 200 Milliarden. Sie werden zugweise aus dem Verkehr gezogen und durch Reichsbanknoten ersetzt, und man darf wohl annehmen, daß in knapp einem Jahr die letzten Rentenbankscheine verschwinden.

So sehr wir Grund haben, mit Genugtuung aus diese Entwicklung zu schauen, so soll doch dieser fünfjährige Geburtstag der Rentenmark uns wieder erinnern an das große Leid, das wir durchge­macht haben und daran, daß nur durch gemein­schaftliche Zusammenarbeit solche nationalen Be- dränMisse, wie wir sie durch den wirtschaftlichen und währungspolitischen Zusammenbruch hinter uns haben, überwunden werden können.

JV» 267.

Samsstag, den 17. Novemver 192«

Der Wohnungsausfchuß bt5 m . ß-scheu Landtages beschäftigt sich £ Don. nerstag mit dem Ubänderungsgesetz, wvnack» die Durchführung von Enteignung <*' to resse der Gesundung von .

teln, Häuserblocks usw. bis zum 31. ‘

1930 verlängert werden soll. Die Vorlage "b" gegen die Rechte angenommen.

Rus dem preußischen Landtag.

Der Preußische Landtag lehnte am Donnerstag mit 314 Stimmen der Regierungsparteien und Dolksparteiler gegen 59 Stimmen der Kommuni- ften und Nationalsozialisten, sowie einiger Deutschnationaler bei 11 Stimmenenthal­tunyen den kommunistischen Mißtrauensantrag ge­gen den Handelsminister Dr. Schreiber ab und stimmte nach längerer Debatte über die Aussper- rungen im Ruhrgebiet im wesentlichen den Aus­schußbeschlüssen zu dieser Materie zu, wonach auf die Reichsregierung im Sinne schleuniger Beendi- gung des Arbeitskampfes, Unterstützung der Kom- munen für die Hilfsmaßnahmen zugunsten der Ausgesperrten und Wiedereinstellung aller Ausge­sperrten eingewirkt werden soll.

Außerdem führte das Haus ein lange Debatte über die Stillegung von Zechen durch, wobei der Handelsminister Dr. Schreiber erklärte, es erscheine nach Prüfung aller Umstände auch im Interesse der Bergarbeiter richtig, d-e unter den verschärften Konkurrenzverhältnissen nicht wehr wirtschaftlichen Betriebe stillzulegen. Selbstverständlich werde man jeder wirtschaftlich nicht gerechtfertigten Stillegung entschieden begegnen und mit der Reichsregierunq prüfen, wie die Stillegungsbestiminunqen geändert werden können. Ausschußanträge j„

Richtung fanden Annahme. Dann vertaate firh her Landtag auf den 11. Dezember. ' ’

IKufth und Kesang.

b-rt7§entmaA^

mit einem großen Festkonzert w

enschasten im Beisein des BundesprAidentm der Ner- treter der Regierung und des Di^mafiftien

m,e Zahlreicher hervorragender Gäste aus dem^ Ais.'

IE tarnte

Tarifwesen.

— Angeskelltenkarisverkrag im hessen-nasig»-, Baugewerbe. Auf Grund des kürzlich in Berlin 'A" scheu den Angestelltenorganisationen und den beroerbänden im Baugewerbe zustande gekomrnen-n Reichstarifsvertrages soll auch für den hessischen Unx hessen-nassauischen Bezirk ein Bezirk, f c r * f D_e rtraq neu abgeschlossen werden. Wie yn, ber DHD. mitteilt, wurde am 13. d. Mts. darüber no® öem Haupttarifamt verhandelt. Cs konnte eine gütliche Vereinbarung dahingehend erzielt werden, daß Landgs. nchtsdirektor Dr. Krekels-Frankfurt a. M. zu», Vorsitzenden für das Tarifamt Frankfurt von allen Ta- i Lm,r‘eten gewählt wurde. Dadurch wird die Aus- des Tarifstreits um vier Wochen vertagt zwecks h7„nn 73,erein6arun9- Wenn diese angestrebte Verein- zustandekommt. soll dann in Berlin vor

_ fi-PMQrifatnt roeiter verhandelt werden.

Malfeld ber Tarife bei der Mansfeld A.-G. Die die Lohntafel?' am 15- November zum 31. Dezember d'gunasschreib^i. Manteltarif gekündigt. Das Kün- kreuzt^ n ^ot mit dem der Gewerkschaften ge- Der MaMsttaNf"E'^''g '".der deutschen Holzindustrie. [20000 Arbeiter deutsche Holzgewerbe, dem rund )en beteiligten Gr? ganzen Reiche unterstehen, ist von 192999efünbgtCr^r^n zum Ablau'f am' 15. Fe-

Fulöaer Zeitung

2. Blatt.

Druck der Fuldaer Actiendruckerei, Fulda

germeister ihren Anfang genommen. Zur Aufführung gelangen nur Werke Franz Schuberts.

Don den Hochschulen.

= von der Universität Frankfurt a. m. Die Ein­schreibung der ordentlichen Studierenden für das Win­tersemester ist mit dem 7. November abgelaufen. Es wurden neu ausgenommen: In der Rechtswissenschaft­lichen Fakultät 165 Studenten, in der Medizinischen 124. in der Philosophischen 128, in der Naturwissenschaftli­chen 69 und in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaft­lichen .Fakultät 212 Studierende, insgesamt also 698.

= Professor Dibelius bleibt in Heidelberg. Der ordentliche Professor für neutestamentlicke Exegese an der Heidelberger Universität Dr. Martin D i b c - lius, hat den vor einigen Wochen an ihn ergangenen Ruf an die Universität Bonn abgelehnt.

frankfurter Oper.

Freitag, 16. November: Geschlossen.

Samstag, 17. Noo.s, 20 Uhr: Madame Butterfly.

Sonntag, 18. Nov., 19.30 Uhr: Ada.

Montag, 19. Nov., 20 Uhr: Turandot.

frankfurter Radio-Programm.

Samstag, den 17. November 1928.

6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe.. 12.45—13.15: Schulfunk. 13.15 bis 14.15: Nach Stuttgart: Mittagskonzert des Rundfunk­orchesters. 15.05—15.35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst, unter Leitung von Fini Pfannes. 16.35—18.05: Nach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters: Alte Tanzmusik. In der Pause: Vereinsnachrichten und andere Mitteilungen. 18.10 bis 18.30: Lesestunde: Aus dem Roman „Auf zwei Plane­ten", von Kurd Laßwitz. — Sprecher: O. W. Studt- mann. 18.30—18.45: Briefkasten. 18.45—19.15: „Sizi­lien und Tripolis", Vortrag von Kriminalkommissar a. D. Ernst Engelbrecht, Berlin. 19.15—19.45: „Die wirtschaftliche und politische Bedeutung der Gewerkschaf­ten", Vortrag von Ing. Schweitzer, Mitglied des Reichs­wirtschaftsrats. 19.45—20.15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Eindrücke vom Internatio­nalen Kongreß für Kunstunterricht in Prag", Vor- trag von Studienrat Dr. Galliner. 20.15: Bunter Abend. Anschließend bis 0.30: Von Berlin: Tanzmusik.

Sonnfag, den 18. Nov. 1928.

8.30—9.30: Morgenfeier. 11: Don Wien Schubert- Gedenkfeier. 13—13.10: Zehnminutendienst der Land­

wirtschaftskammer Wiesbaden: Die Dualitätsbeeinträch­tigung der Schlachtprodukte durch Verfütterung bestimm­ter Futtermittel — Vorsicht bei der Verfütterung größe­rer Mengen gekochter Kartoffeln und Roggenschrot. — Die Influenza der Pferde. — Die Lagerung des Obstes. 13.10—14: „Die Erde, nicht die Sonne", Vortrag von Johannes Schlaf, Weimar. 14.30—15: Stunde der Ju­gendbewegung: „Wandlungen in der Jugendbewegung", Vortrag von Prediger Schramm, Offenbach. 15—15.30:

Elternstunde. 15.30—16.30: Von Hanau: Festakt an­läßlich der Eröffnung der Stadthalle. 16.30—17.30: Stunde der Jugend. 17.30—19.30: Stunde des Landes und Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volks­bildung: Schubert-Feier. }9.30—20.30: Von Stuttgart: Dichterstunde Max Halbe. 20.30: Konzert des Rund- funk-Sinfonieorchesters. Anschließend: Sportnachrichten. Darauf: Don der Künstler-Klause Großfrankfurt: Tanz­musik.

Gottesdienstordnunq.

katholischer Gottesdienst.

Sonntaa, 18. November. Zulda. vom. 1. Beicht­gelegenheiten sind: Samstag morgens von 126 Uhr ab; nachmittags von 2—3 für Kinder; von 7:5—7 U^r und von 7,8 Uhr ab für Erwachsene; Sonntag morgens von •'26 Uhr ab. 2. Sonntagsgottesdienste: 7,6, 6, 7,7 und 7 Uhr hl. Messen mit Gelegenheit zum Empfang der hl. Kommunion. 7 hl. Messe und Komm, der Jungfrauen. Sodalitäi in der Marienkapelle. 8 Pfarramt mit Pre­digt, Umgang und Segen, Komm, der Kinder des 6. Schul­jahres und der christenlehrpfllcht. Jungfr. 7,10 Uhr Kathedralamt mit Predigt. Christenlehre für die Jünglinge. 7« 12 Uhr letzte HI. Messe mit Pred. Vt2 Andacht zum HI. Altarsakrament mit Segen. 7» 3 Uhr Predigt u. Andacht der Jungfr -Sod. in der Marienkapelle. 4 Sakram.-Bruderschaft mit Predigt, Andacht und Segen. 6 Uhr abends Andacht mit Segen in der Marienkapelle. 3. Werktagsgottesdienste: Jeden Morgen von 7-6—7 Uhr halbstündlich hl. Messen mit Kommunion-Austeilung. 7,8 Pfarrgottesdienst mit hl. Kommunion. Um 9 Uhr letzte hl. Messe mit Austeilung der hl. Kommunion. Am Montag abend 5 Uhr Andacht für die armen Seelen. — stadtpfarrkirche. Beichtgelegenhelten sind: Am Samstag nachm.3—7,77,—87,.Sonntag früh5’/«—7U. Sonntags- Gottesdienste: 6 hl. Messe, 67« hl. Messe und Komm, der Jungfrauen. 8 erster Schulgottesdienst, Predigt und Komm, des 6. Schuljahres. 7,10 Pfarramt mit Pred. 11 Uhr zweiter Schulgottesdienst mit Predigt. Die hl. Kommunion wird von 58/4—77, Uhr jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 8Vi und 9'/« Uhr. Werktagsgottesdienste: 67,, 7, 77« u. 8'/-Uhr. Mittwoch, Freitag und Samstag von 67» Uhr ab Beichtgelegenheit. Freitag nachmittag ist um 5 Uhr Segensandacht. — Pfarrkirche ;um heiligen Geist. 7 Uhr Frühmesse mit Ansprache, Komm, der Jungfrauen. 8 Hochamt mit Predigt, Komm, des 6. Schuljahres. 7« 11 Kindergottes­dienst u. Ansprache. '/-12Christenl. der Jüngl. 5Andacht. 5t Sturmius - Pfarrkirche. 77s Kommun.-Austlg. 77, Frühmesse mit Predigt, Komm, der Jungfrauen. 9 Uhr Hochamt mit Pred. Danach Christenl. 7,2 Segensand. — klbteikirche d. Benediktinerinnen. Sonntag 3/«6 Konventamt,

7r9 Konventamt, 3 Bei per; werktags 6 stille Messe, */,S Konventamt, 3 Vesper. — Herz - Zesu - heim. Sonntags 1,7 Uhr hl. Messe. 7-9 Uhr Amt und Predigt. 2 Uhr Andacht und Segen. Werktags 7,7 Uhr hl. Messe. Mittwoch abend um 87« Uhr Andacht und Segen. — Hriedhofrkapelle cm zranzosenwäldchen. Sonntag: 67« hl. Messe mit Ansprache und Kommunion - Austeilung. Werktags: 71/, hl. Messe mit Kommunion-Austeilung. — Severikirche. 7 hl. Messe. 8 Oberrealschulgottesdienst. — Zrauenberg. Hl. Messen von 5—7 Uhr. Um 8 Uhr Singmesse mit Predigt und titurg. Gebeten. 9 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachm. 2 Uhr Predigt, Andacht und Umgang für die Fünf-Wunden-Bruderschast.

Ueuenberg. 7,9 Uhr Amt und Predigt. — Lehr erz. 7,lo Uhr Amt und Predigt. — Dietershan. 8 Uhr Amt und Predigt.

Montag, 19. November. Frauenberg. Fest der hl. Elisabeth, Patronin der thüringischen OrdenSprovinz und des 3. Ordens. Ablaßtag und Generalabsolution für die Terziaren. Hl. Messen von 5—7 Uhr. In der 5 und 8 Uhr-Messe Generalkomm. für die Terziaren. Während der 8 Uhr-Messe Andacht zu Ehren der hl. Elisabeth. 7«9 feierl. Terz, darauf Levitenamt mil Aussetzung und Festpredigt nach dem Evangelium. Um 2 Uhr nachm. Festversammlung für die Terziaren mii Einkleidung und Profeßabnahme, darauf Andacht zu Ehren der hl. Elisabeth. Nach dem Hochamt und der Nachmittags-AndachtVerehrung derReliquie der Heiligen,

Evangelischer Gottesdienst.

Sonntag, den 18. November. <$ulba. 97, Uhl vorm. Kreispfarrer Weber. 11 Uhr Kindergottesdienst. Abends um 6 Uhr Pfarrer Hattendorfs Amtswoche: Kreispfarrer Weber.

Lvangel. landrrkirchl. Gemeinschaft, zulda, vuttlarftr. 17.

Die Evangelisations-Vorträge finden bis einschließl, Dienstag jeden Abend 8*|« Uhr, die Bibelstunden jeden Nachmittag 7,5 Ubr durch Herrn Blank aus Calw bei Stuttgart statt. Jedermann ist herzlich eingeladen.

mit und

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wird die Leistungsfähigkeit durch Zusammenschluß gesteigert. Zirka 400 Geschäfte kaufen durch die „Deutsche Einkaufsgenossenschaft für Textilwaren e. G. m. b. H. in Erfurt-Chemnitz-Berlin“ gemeinsam ein..

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