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Fuldaer Leitung

Die Internationale Automobil- und Motorrad-AussteNung in Berlin

1 jyuitumuu. -- JJl

unten rechts: Bewegliche Achsen eines Geländewagens.

SW Oilo NIMM

Falte flcilendrutkerel, Fulda

Pferde laufen laffen.

Existenz und' rechtfertigt sie ihre Tradition. Die staatspolitische Aufgabe einer Partei beruht nicht "rganisatortschen Abspaltung jeder politi- fchen Denkdifferenz, sondern in einem polarischen Zusammenbau der Kräfte von einem Zentralpunkt der gemeinsamen Anschauungen.

Eine zweite Unklarheit hat sich aus der Diskus­sion über die Grundlagen der Zentrumspartei er­geben. Es wird gefordert, das Zentrum müsse sich besonders mit Hinblick auf die katholische Aktion entscheiden, ob es eine konfessicnelle Partei, eine katholische Partei, eine Partei der Katholiken oder eine politische Partei sein wolle. Meistens wird unter Heranziehung der Dr. Schauff'schen

sein, die alle Katholiken erfasse, der alle Katho­liken aus religiösen Rücksichten angehören müß­ten. Das hat das Zentrum nie behauptet, ist es auch nicht gewesen. Schon im Kulturkampf hat es zahlreiche Katholiken gegeben, die politisch nicht zum Zentrum gehörten. Es ist deshalb unrichtig, aus der Tatsache, daß die Zahl der außerhalb des Zentrums stehenden Katholiken größer geworden ist, beweisen zu wollen, das Zentrum habe wesent­liche Grundlagen seiner Struktur geändert. Daß die Partei ihren aktiven politischen Charakter stär­ker in den Vordergrund stellen muß, hat ihre Ur­sache in den gänzlich veränderten politischen Funk­tionen, die einer Partei in unserem heutigen Ver- fassungswesen zustehen. Das Grundverhältnis der Partei zur religiösen Grundlegung im einzelnen Menschen hat sich deswegen nicht geändert. Wir wissen wohl, daß es, einseitig oder verzerrt darge­legt, mitunter auch in Kreisen der eigenen Partei­freunde nicht ganz verstanden worden ist Unsere großen Führer aber, wie z. $. Windthorst, haben, tenor daraus ein politisches Schlagwort gemacht

wurde, von der relativen Autonomie des politischen Bereiches gewußt. Sie waren sich darüber klar, daß sie nicht sämtliche politischen Aufgaben im kleinen Katechismus und in den kirchlichen Aus­lassungen fertig gelöst vorfänden, daß sie ihren eigenen politischen Verstand anstrengen und aus der besonders gelagerten politischen Spielart des Denkens und Handelns eine Lösung von politi­schen Aufgaben und Schwierigkeiten suchen müß­ten. Es heißt das politische Denken unserer alten Führer simplifizieren, wenn man die Sachlage an­ders darstellt. Das Verhältnis des Politischen zum Religiösen war im Zentrum zu jeder Zeit einwand- frei geklärt. Das besagt nicht, daß manche Par­teifreunde es mitunter aus begrifflichen Unklarhei­ten ober aus sonstigen Gründen verwirrt haben könnten. Prinzipiell war es im Zentrum immer bekannt, daß es für das Politische eigenständige Provinzen gebe, die nach eigener politischer Ge­setzlichkeit regiert werden müssen. Es gibt Bezirk« im politischen Denken und Handeln, die auch dem dogmatisch gebundenen Katholiken freigegeben sind

Grundlagen der Zentrums

I.

2. Blatt.

Druck der Fuldaer AcNendruckerei, Fulda

M 262.

Sonntag, ven 1L November 1928.

Wir verlassen jenseits der Brücke den Weg und be­treten einen Pfad, der zu den Hügeln hinaufführt. Zwar ist der Pfad durch einen Strohwisch gesperrt, aber der Flurschütz wird uns nicht gleich insKittchen" schleppen. Auf dem ersten Hügel finde ich eine zerfallene Jnfante- riestellung, die einzige, die ich während meiner ganzen Reise überhaupt gesehen; denn all unsere mühselige Maulwurfsarbeit der Kriegszeit haben die schlechten Menschen säuberlich eingeebnet. Auch hier wäre wohl keine Spur mehr vorhanden, wenn der Hügel zu irgend etwas nützlich wäre.

DieStellung" (im Sandboden) ist schon gründlich zerfallen und verwachsen, so daß nur derFachmann" ihre Bedeutung erkennt. Ich betrachte mir die Anlage und sage zu Kasimir:Das war eine deutsche Stellung. Aon dorther sind die Russen gekommen und haben die Stellung gestürmt und dabei viele Verluste erlitten. Ich I glaube nicht, daß die Deutschen große Verluste hatten."

Dann klettern wir weiter empor zum zweiten Hügel. Da ist der Friedhof, mit einer Tannenhecke ist er ein- gefaßt. Wir gehen hinein. Lauter russische Kreuze, kein einziges deutsches Grab. Und die russischen Holzkreuze schon stark verwittert, namenlos, mancher Querbalken I 'ft abgefallen, die ganze Anlage verwildert. Arme, I braune Burschen! Da liegt ihr nun ganz verlassen und vielleicht auch ganz vergessen. Gott sei Dank, daß es I noch ein Jenseits gibt, wo auch nicht der Aermste der I --tergessenheit anheimfällt! Ich Bete ein Vater unser, I ann gehen wir wieder. Der Waldfriedhof dort bei I

'Sti' mo unsere deutschen Kameraden liegen, wacht doch einen ganz anderen Eindruck.

., . m Abend erzählt Kasimir seinem Schwager, was ich ihm über die Hügelstellung bei Ludwinow gesagt habe. Da wird meine Auffassung vollkommen bestätigt. I Dreimal haben die Russen dort die deutsche Stellung ! gestürmt, sind aber stets mit großen Verlusten abge- | rotefen worden. Die Zahl der Gefallenen ließ sich nach I öer Zahl der Kreuze allein nicht feststellen, weil keine ! Inschriften vorhanden waren. Etwa 80 Kreuze habe ich I gezahlt. I

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» frühstückt? Nein? Dann kommen Sie mit hinunter." I Und er führte mich hinab in den Speisesaal.

Das Kloster ist ein großer, alter Steinbau, dessen un- I teren Gänge eben erneuert werden. Im Speisesaal fin- I den sich noch einige Patres zusammen, die alle Deutsch | verstehen. Und ich bekenne meine Unwissenheit, daß ich I mir unterMarianen" eine Schwesternkongregation vor- I gestellt habe. Sie lachen. O ja, sie hätten auch ein« I Schwesternkongregation gleichen Namens, die dem Dr- I den angeschlossen sei. In Litauen hätten sie 5 Klöster, I in Amerika zwei. Der Speisesaal ist für etwa 80 Per- I fönen eingerichtet und soviel beherbergt das Haus auch. Auch Laienbrüder sind da, diese gehen in einer Art IHalbzivil" einher. Die Pattes haben dieselbe Küche wie die Bauern draußen. Auch hier steht Rauchfleisch auf dem Tisch, Butter, Käse und Tee. Dazu Schrot­brot und auch ein besser ausgemahlenes Roggenbrot für Leute mit schwachem Magen. Ich soll mir nehmen, was '4 will. Die Unterhaltung geht leicht und glatt; es ist doch viel angenehmer, wenn man bloß mit dem Mund« 3U reden braucht, als wenn man auch Gesicht unh ganbe zum Sprechen benutzen muß. Draußen bei der Bauern muh ich das tun.

Nachher geht Pater Dotoreitis mit, um mir auch bas I Gymnasium der Patres zu zeigen, bas von 200 Schill ern besucht wirb. Unterwegs besichtigen wir bie Ki- ften bte die Teile einer großen Druckpresse enthalten, ^j/ r.D°n« ^'pz'g gekommen ist. Die Wochenschrift Schaltinis soll in Zukunft in eigener Druckerei herge- te mtt^r6en* 6ie Räume bafür. werben eben eingerichtet ,.. Rach ber Besichtigung bes Gymnasiums wird e« iur mich Zeit zur Abfahrt. Ich suche in der Kirch« nach Antanas Ambraschiefus, und er erwartet mich schon draußen. In flottem Tempo gebt es heimwärts. Wic kommen an den Feldern der landwirtschaftlichen Schul« vorbei und sehen da 50 bis 60 junge Burschen und Mäd­chen, bte heutepraktischen Unterricht" haben. Sie müs- sen Krautpflanzen fetzen. Eben, in einer Arbeitspause, nnb sie auf bem Acker photographiert worben. Wir win- ken Kasimir einen Gruß zu unb fahren weiter.

21m Mittag^als Kasimir heimkommt, schimpft er ge­waltig. Fünf tohtnben lang haben sie anbouernb Pslav- 3en setzen müssen. Ein solcher praktischer Unterricht fe' irrn zu bunt. Alle Knochen, nebst Kopf unb Seiner schmerzten ihn. Morgen werde er streiken.

(Sortiefcv-v» toto* x

Unsere Hausfrau hat am Abend ein mir bisher un­bekanntes Gericht aufgetragen, nämlich in Butter und Eier gebackene Käseschnitten. Ich fand das ungewohnte

I Gericht ganz gut.

| senden Morgen will ich nach Mariampol zur

?°5 Letter ist kühl, ja kalt, und ich würde d-e

4 Kilometer gern zu Fuß gehen, aber das lassen sie nicht zu. Der Hausherr soll mich fahren, so will es die anö- I .9® »rau. Unb ich benke mir, baß er seine Pferbe I nützlicher braucht. Dieser Gedanke bedrückt mich. Allein ich muß mich fügen. Wenn Frauen etwas bestimmen

T. »°»«ibl "«fr m.»

I rr.« t Ui,r ""d angespannt, unb wir fahren

Kasimir, ber ben gleichen Äeg zur Schule nehmen muß, ist eben erst aus ben Fe- bern gekrochen. Gegen ein Viertel vor Sieben finb wir

I nCHter wo bie Pferde angebunden werden. Uin J Uhr will ich wieder zur Abfahrt da fein. Es ist alles ,o umständlich, wenn man sich mit feinem Kutscher nicht recht verständigen Fann.

'st die Kirche nicht stark besucht, es ist ja Werk- ag. An mehreren Altären finden hl. Messen statt, unb Ia), rann zur hl. Kommunion gehen. Am Sonntag I n?Lmir. ^ncxr?er Patres gesagt, Pater Dotoreitis ver- I ^Deutsch, und ihm will ich jetzt einen Besuch ma- I a^en Also gehe ich über den Hof nach dem Kloster.

* cc u Pförtner, auch keiner nötig; denn die Tür I ros. . ien, unb ich gehe hinein. An einer Tür steht I Jieöaftton , aber da will ich nicht hin. An ankere I Iuren klopfe ich unb schaue schließlich auch hinein. Cs I ftnb dürftig eingerichtete Schreibstuben, aber keine Seele I .. drm Also die breite Treppe hinauf. Da wird es I klösterlich. Lange Reihen von Zellentüren mit Visiten- I karten als Namenschilder darauf. Den Damen Dvto- I reitis finde ich nicht. Dann kommt ein Pater aus einem Zimmer, er kann ein wenig Deutsch sind führt mich zu dem gewünschten Herrn, direkt ins Zimmer. Pater Dotoreitis fitzt im Ueberzieher an feinem Schreibtisch ber mitten im Zimmer steht. Dieses ist recht kahl und ärmlich eingerichtet, aber groß. Ganz verloren steht in ber Ecke das Bett. Ich erzähle dem Pater, wie ich hie-- I hergekommen bin, was ich in Litauen will und derchei- chen Er ist sehr gütig gegen mich, und freut sich daß £tT f° swße Anhänglichkeit bewahrt Babe. Vloklich fraat er:Haben Sie denn schon ae- |

es gebt im Trab, bann tm Galopp. Und schließlich prallen sie gegen den ersten Balken des Brückenbelags, item einen fliegt fein Wagen auseinander. Wenn doch einer so gescheit wäre und einen Wagen voll Sand vor der Brücke ableerte! Dann könnten sie getrost oie

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Der Wahlausgang mit seinem rapiden Rück­gang an Zentrumsstimmen, sowie die Verkündung £cr Katholischen Aktion hat erneut die Diskussion über Grundlage und Daseinsberechtigung einer Zentrumspartei in Fluß kommen lassen. Adam Röder hat in dem AufsatzDas Zentrum und die politische Stellung der Katholiken", erschienen in seinerSüddeutschen Eonservativen Korrespon­denz", den Standpunkt der Aussprache gewisser­maßen zusammengefaßt. Die Erörterung ist aber , ................ ,«,eu

über bie Äedankengänge von Dr. Karl Neuendörfer, I Statistiken noch besonders hervorgehoben: Heute r und Dr. Heinrich Teipel nicht I stehe es schon fest, daß das Zentrum nicht mehr

wesentlich hinausgegangen. Nur das neue Faktum I sämtliche Katholiken erfasse, daß es also de facto der Katholischen Aktion ist mit hereingezogen wor- I schon nicht mehr die Partei der Katholiken sei. Die- oen und wirst neue Schlaglichter. I fern Gedanken liegen Unklarheiten zugrunde, die

Sen geraumer Zeit wird das Schlagwort vom I eigentlich schon seit Jahrzehnten geklärt sein dürf- alten und neuen Zentrum gebraucht Die Gefahr I ten. Das Zentrum hat schon seit Windthorst's Zei- liegt nahe, daß daraus endlose Mißverständnisse er- I ten nicht den Anspruch erhoben, eine Partei zu wachsen. Deshalb sei zuvor Verschiedenes klarge- * 1 * * 4 stellt. Keine Partei lebt in einer Verabsolutierung ihrer programmatischen Ansichten, in einer punk- tuellen Beharrung in zeitbedingten Daseinsformen. Jede Partei ist in eine Entwicklung hineingestellt, bte sich gleichzeitig mit der Entwicklung des Ge­samtvolkes fortbewegen muß. Dies ist wenigstens mit der Partei der Fall, die noch lebendig im Volksorgamsmus verwurzelt ist. Das Zentrum ist m diesem Sinne zweifellos nicht auf einem histori­schen Punkte der Vergangenheit stehenqeblieben, sondern hat sich mit der Zeit und mit dem Volke weiterentwlcke t. Daß bei diesem Prozeß nicht alle Teile seiner Anhängerschaft gleichen Schritt aehal- ten.haben, ist aus der Verschiedenartigkeit der menschlichen Naturen und ihrer unterschiedlichen Empfänglichkeit für Neuentwicklungen verständlich. 3cbe Bewegung, die in Tradition und Form ge­bunden ist, jedes Gemeinwesen muß bei ftürmitoen Fortentwicklungen ihrer inneren Strukturen da- mit rechnen, daß Teile der Mitgliedschaft innerlich I äußerlich nicht mitkommen, sondern bei einem historischen Punkte beharren. Es ist müßig, in einer solchen Situation von einer alten und einer neuen Parteiform zu sprechen. Die Begriffe alt und neu sind sehr relativ, und mit subjektiven Empfindungen verknüpft. Die Parteifreunds, welche die neuen Entwicklungen, als aus dem rlrn- r Parteistruktur entsprungen, bejahen, sind sich nicht bewußt, prinzipielle Wesenszüge der Par­tei verwischt zu haben, während die in der Abl-ch- I nung Beharrenden entgegengesetzter Auffassung find. Es hat aber im Laufe der Zentrumsgeschichte I nre einen Zeitpunkt gegeben, wo nicht eine" ähnliche Problematik vonalten" undneuen" Pacttiauf- I fassungen existiert hätte. Die Richtung Windstwrit schien der von Frankenstein, die Richtung Herl- Blick in die arofte

hng der von Hitze entgegenzustehen. Jmm>r bat I " Ausstellungshalle.

es m diesem Sinne einAltes" und einR> iss" Die neusten Type aller bedeutenden Weltmarken sind auf der prachtvollen Autoichon nm gegeben Die Situation noch b-r- ^usnni -en'-- ;ch vertreten. Den kleinen Mann wird es intsresfieren. das der Hanoma/eiMich Autoformbekommen

P?" IW war für das Zentrum nicht weniger pro- neue Vierzylinder-Modell wird als Zweisitzer mit Notsitz fabriziert. Mch- mn d-e

l lemattsch, als die Abwendung von der Kultur-Rembrandl"-Tubus-Omnibus interessant, sondern auch der Umstand daß er um $30 ° ? r-f nr' ^ öxc.n

kampfperiode zur staatsbeiahenden Mitarbeit. Es bisherigen Konstruktionen. Die beweglichen Achsen eines Srei=Zonncn=©eIä^omnnpnJ nrmLii^0 5 ratiirn*1?-*1 Denken entspringen, I rasche und sichere Fortkommen auch auf holperigem Gelände. Neben diesen besonders nüüllckion bas

mmaenJnb vbe SpaT ift foft unübersehbare Zahl fesselnder Neu-Konstruktionen ausgestellt. 1 nufclKfjen ^pen

im Wechsel der Generationen begründet l'iegen^or! ^uuüawrisch ausemandergliedern zu wollen. Ein I natürliches Denken gliedert die Spannungen, wie I ste m leder Partei bei wesentlichen Zuw ndunaen auftreten, positiv zueinander. In dem Maße " I

ter -Partei da- Mmgt. bch»up,-i ,!- ,br, | Omnlbu?-"*« Ä.'1 ~i,k ®" .«emlranbf-.Iubu»

Bel HrkgsfKunöen in Stfauen.'

Ein Reisebericht von Fr Don.Uus

26 _ ^lannmuiier.

Wir gehen über die Wiesen zum Fak>rwo großer Betrieb herrscht. Die Bauern sind 9' .rooeti Zahlreiche Wagen sind dabei, Sand berbei,ufah^e9el'aiL 'st das einzige Hilfsmittel, um die zahllosen füllen und dieStraße" wieder einzuebnen. Stein Ä cs ja nicht. Im Trabe fahren die Wagen in ber V* rung auf Kvietifki, im Schritt kommen sie mit gefüllt.- Wagen wieder. Dort irgendwo, vielleicht am u^r >)n' Tcheschupa, muß eine Sandgrube liegen. Auf unfe-m Weg von etwa 3 Kilometer Lange find wohl 100 Wan-, mit Sandfahren beschäftigt. Alles geht in lebhastew Tempo; denn diese Arbeit wollen sie schnell hinter fjA Iiabeu. Am ganzen Wegrand entlang sind Münner auch einige Frauen, damit beschäftigt, die Seitengraben viszustcchen. Den ausgestochenen Rasen werfen sie 1U« he L>traße, wo andere den Rasen und Sand einebnen. Merkwürdig ist dabei, daß sie nur Spaten benutzen, keine einzige Schippe, auch nicht zum Sandaufladen, lind doch ließe sich mit Schippen oder Säuseln viel vorteil- Hafter arbeiten, lleberall grüßt Kasimir die Arbeiten- den mit dem Gruß:Gott segne die Arbeit!" worauf die Begrüßten mitdekui danke!" oder einem ähnlich klingenden Wort antworten. Ich habe diese Antwort nie recht verstanden.

Hinter uns her kommt der Sttaßenmeister auf einem geraten. Es ist ein noch junger Mann und ,uter Bekannter Kasimirs. Er reitet eine Weile neben ms her und unterhält sich mit Kasimir, dann galoppiert er weiter, und gibt hier und da den Arbeitern seine An­weisungen. Unser Weg senkt sich, und in einiger Ent- I rernung steigen ein paar Hügel empor. Dort soll der Knegsfriedhof sein Rechts, anderthalb Kilometer ent- fernt hegt der Ort Ludwinowo. Vor uns in der Mulde taucht eine Holzbrucke auf, also fließt dort die Sche- yupa. Links an einer Wegkreuzung, steht ein hoch- genöes, einfaches Holzkreuz mit einem winzigen khnstuskorpus. Droben von den Hügeln holen zahl­reiche Bauernwagen Sand zum Wegebau, und der Stra- zenmeister halt mit seinem Schimmel bei ihnen. Do tte Bauern keine Bremse an ihren Wagen haben, korn- len diese auf der steilen Straße allmäblich ins Rollen.

, KKtz KßK ssL