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Nr. 262

Sonntag, 11. November 1928

SS.Zahrg.

Zehn Sollte «ach dem Waffenstillstand

Ist das Sachlichkeit?

Martin Spahn auf dem Kriegspfad.

Katastrophe zur Folge haben könnten. Wir wollen keinen Rüstungswettbewerb in der Luft. Meiner Ansicht nach sollte es eine Verein­barung zwischen den Großmächten Europas auf der Grundlage der Gleichheit der Luftstreitkräfte geben. Ohne ein solches Abkommen besteht die ernste Ge- ahr eines Ringens um die Ueberlegenheit, das chließlich vielleicht die europäische Zivilisation zer- tören würde.

_ 3ii der altehrwürdigen reich ausgeschmückten Guildhall in Londo n wurde mit dem herkömm­lichen Pomp das erste offizielle Bankett abgehatlen, bei dem der neue Lord Mayor der Londoner City den Vorsitz führte.

Die glänzende Versammlung umfaßte u. a. die Mitglieder des Kabinetts unter Führung Bald­wins, die auswärtigen diplomatischen Vertreter, die Spitzen der Beamtenschaft usw

* Dr. Eulenberg wegen Beleidigung Oldenburg- Janufchaus verurteilt. Vor dem Amtsgericht B e?.

dessen politische Organtsationsform das Zentrum fei, wäre darin brutal.

.. Freiheit dec Kirche dagegen bedeutet ihm (nmnlich dem rheinischen Katholizismus) kaum noch mehr als ein Schemen."

Das schreibt wörtlich der Führer der deutsch- nationalen Katholiken: Prof. Dr. Martin Spahn. Soli man sich ernsthaft gegen den hämischen An­wurf verteidigen? Genügt nicht der Hinweis, daß gerade der rheinische Katholizismus die Last der Besatzung durch Jahre hindurch trägt. So etwas tut man nicht aus „politischem Opportunismus" und nicht aus einer mehr auf die materielle Wohl- fahrt gerichteten Einstellung heraus. Sondern das tut man aus opferbereiter Liebe zum deutschen Ge- Gmwolk, aus einem unbeirrbaren Bewußtsein der Pflicht. Die „rheinischen Katholiken", das heißt nach Spahn das Zentrum, haben das neue Reick aufbauen helfen, nachdem das alte zerbrochen war. Sie haben durch ihre unermüdliche zielbewußte Mitarbeit am Verfassungswerke von Weimar die Schranken entfernt, die der Freiheit der Kirche „die ganze konigstche Zeit hindurch", auch im Zeitalter Wilhelms II. noch gesetzt waren. Sie brauchen sich wahrlich nicht sagen zu lassen, daß ihnen nur „das Gefühl für die Paritätsbeschwerden noch im Blute" stecke, und daß für sie die Freiheit der Kirche „kaum noch mehr als ein Schemen" bedeute.

„Befreiung der deutschen Finanzen und des deutschen Bodens von aus­wärtiger Einmischung und Kontrolle ist das Ziel", sagt der englische Schatzminister. — Das Guildhall-Bankett.

58 gegen 42 Prozent.

Der zahlenmäßige Ausgang der Wahl in Amerika — Bemerkenswerter Achtungserfolg Al SmitKs. — Hoover reist nach Lateinamerika.

wtb. Washington, 10. Nov. (Eig. Funkm) Rach der heute veröffentlichten W a h l st a t i st i k Wurden bei den Präsidentschaftswahlen rund 1 isnnnnn ® * ’m m c n sür Hoover und 15500000 Stimmen für Smith abqe- geben Daraus ergibt sich, daß Hoover 58 und Smith 42 Prozent aller Stimmen erhielt, daß Smuh also nicht so vernichtend besiegt wurde, wie es zuerst dargestellt wurde. Daß trotzdem Hoover 83 Prozent der Wahlmännerstimmen zuqe- sprochen erhielt und beide Häuser des neuen Kon­gresses eine starke republikanische Mehrheit aus- ^^n liegt an dem indirekten Wahlsystem nach Wahlmannern und Staaten, das außerdem die Ergebnisse ter Volkszählung der letzten 18 * unberücksichtigt läßt, so daß die Zu­teilung der Wahlstimmen an die einzelnen Staa­ten n i ch t dem gegenwärtigen Verhältnis der Ein­wohnerzahl entspricht.

Die Südamerikareise Hoovers.

3m Weißen Hause wurde mitgeteilt, daß Hoo­ver vor seinem Amtsantritt n a ch Sü d a m e r i k a reisen werde, um Lateinamerika einen sichtbaren Beweis der nordamerikanischen Freundschaft und die Versicherung der Zusammenarbeit zu geben, ™ um die dortigen politischen und wirtschaft, lichen Verhältnisse zu studieren. Präsident Eoolidge stellte Hoover auf dessen Wunsch das Linienschiff „Maryland für seine Reise zur Verfügung.

*

3um (Dbregon = Urteil

teilt die „Germania" mit:

Aemzeile (Colonel) lokal 0,15 JU' auswärts 0,20 JLtt. Rek amezeile: lokal 0 60 au§roärf§ 0 80 JU. Bei Wiederholungen Rabatt.' Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 4031

m .wtb. Washington, 10. Nov. (Eig. Funkm.) Präsident Eoolidge hat Hoover versprochen, daß die Regierung helfen werde, seine Südamerikafahrt zu einem Erfolg zu machen. Die Mitteilung, daß Hoover eine solche Reise plant, hat in Washington ungewöhnliches Interesse erregt. Man sieht darin einen kühnen Schachzug des künftigen Präsidenten angesichts der bitteren Kritik, die im lateinischen Amerika an ter „imperialistischen Politik" der re- publikani,chen Regierung der Vereinigten Staa­ten in Nicaragua und anderswo geübt worden ist.

Das Zentrum sucht sich geradezu ' »^5 arU5- die die andersgläubige Bevölkerung ^m Widerspruch reizen. Auch das sagt Herr vahn. Den Katholiken ginge beute die „ver- feinfühlige Rücksichtnahme" auf andere ab. Besonders der rheinische Katholizismus,

Berechtigter Stolz.

10 ^L^n?Onk 10- Nov (Eig. Funkm.) Zum Üer Ausrufung der deutschen Re- pub / treibt der Berliner Korrespondent des „Daily Ehromcle : In den Rückblicken der Presse vergangenen schwierigen Zeiten kommt ^nn»rC?nrkere‘^AtSter StoI3 Sum Ausdruck. 3* von 10 Jahren hat sich die junge Re- publik unter staatsmännischer Führung a u f g l e i. chen Fuß mit den anderen Staaten b gestellt, hat viel von Deutschlands frü- msn2^)rr1tani> 3uruckerobert sowie ferner ihre neue Verfassung gefestigt. 9

wirklichen Kampf für die Freiheit

Hfp/rtJohw dl« rechtsstehenden Katho-

h r ch"k" ^rrsche, zu gut deutsch ge- s^t' das kirchliche, ideelle Interesse dem materiel- len Bedürfnis -.er rheinländischen, westlerischen Ka- holiken vor. Es ist unnötig, zu bemerken, daß m der Folge Martin Spahn den politischen Aus­druck der rheinischen Katholiken mit unserem Zen- trumsgeist und den seiner germanischen Katholiken mit dem Geht der heutigen teutschnationalen Ka­tholiken identifiziert.

Bei der Untersuchung, ob das heutige katholische Deutschland dem Ziel der kirchlichen Freiheit näher gekommen ist, kann Spahn nicht umhin, dies an- zuerkennen. Um den Eindruck aber niederzudämp­fen, stellt er gleich die Frage: Was nützt alle Frei- heit der Kirche, wenn die Religion?- und Sitten- losigkeit von Tag zu Tag wächst? Darum muß wiederum die Republik als Staatsform schuld sein. Rur in der germanisch-christlichen Monarchie hat nach Spahns Ansicht die Freiheit der Kirche einen Zweck: „Was nützt ihr die Freiheit, wenn ihr l?ne Autorität nicht mehr die Seele auffchließt?" schreibt er.

Wie die Frage der Freiheit der Kirche, so hat ^pahn auch die andere Frage der Gleichberech- chung der Katholiken abgebogen. Seinen gerade nenn hemmungslosen Angriffen, gegen das Zen- um kann nur widerstrebend nachgegangen wer- s-m em r ."Evangelische Bund" wird in Zukunft s n Material zum Kampf gegen „Rom", womit » b Zentrum gemeint ist. aus der Wochenzeitung vev"chnationalen Katholiken beziehen könnem sfl?" Herr Martin Spahn ist ernsthaft ter An- n iiR Q .es beute hohe katholische Beamte sind, die ß^FnKrrtIIIl?9eni) protestantischer Gegend evangelische l-esuble verletzen. Er schreibt: .- ist das Zentrum daran, nachdem es sich dio -- »EU ungefähr alle Aemter gesichert hat, auf ‘ eamen konnte, östlich der Elbe einen katho- brlnqen" mten nac^ dem anderen in Stellung zu

..Das Klafsengericht des Diktators Calles hat sein gefallt. Die Zeiten Angeklagten wurden we- Mordes tezw. intellektueller Beihilfe zur höchst-

zulassigen Strafe des Todes bezw. 20jährigem Ker- • Berufung wurde eingelegt. Damit ml"». Er Schleier über den ersten Akt einer Traqö- ore, welche m der Stunde der Ermordung Obreqons ..Egunn mld die ganze zivilisierte Welt mit Entsetzen und Abscheu erfüllt hat. '

war der Hergang? General Obregon war auf das Drangen der Agrarpartei und der über- ^EA«n MArzHl Volkes hin von Calles zum Prasldenftchastskandidaten nominiert worden, ^Er 'uemand in Mexiko glaubte damals daran, daß wü/d- ^Elnem Nebenbuhler fteiwillig Platz machen

17»^9.e spater, am 17. Juli, sank Obregon Fest in San Angel unter den Klängen der 'Zvn vielen Kugeln durchbohrt, tot zusammen.

sowohl es sich notwendig um mehrere Täter han- m mußte, deren sofortige Verhaftung möglich i^"ahm man nur einen einzigen Mann na-

n??5 Doral fest, sperrte ihn hermetisch von der Außenwelt ab, Calles persönlich eilte herbei, um oie ersten „Nachforschungen" anzustellen — wie «ntere behaupten, um die Spuren zu verwischen!

.. Ehe noch irgendein Resultat vorliegen konnte, nämlich 24 Stunden später, verkündete Calles bereits urtn et orbi, die Katholiken seien die Mörder Obregons, eben jene Katholiken, die von Obregon eine Erleichterung der kirchenpolitischen Verfolaun- ßEN erhofft hatten . In der gleichen Stunde aber floh der Arbeitsminister Mo ron es mit zwei Kom­plizen aus Mexiko, und die öffentliche Meinmio im Lande bezeichnete ihn, den intimsten FrEd ges und schärfsten Gegner Obregons, als den tatsächlichen Mörder. Drei Monate dauerten d-e sogenannten „Voruntersuchungen" gegen Toral und seine vermeintlichen Komplizen, zahlreiche Verbai- i r; n «m; 7t-------<”• r-*“ «■•u^ytnau »er-

wtb. Paris, 10. November. (Eig.Funkm.) Aus qcFü6rtebtttnbeUS'r*C Aoincarö gestem abend h Ergibt sich, daß er die Absicht hat,

die neue Regierung auf breitester Grundlage mif- Snteuen Er will also wiedemm ein KaKn7tt führen arrens-etnt9cUn9 6iIbetL Die Durch- allerdings auf emsteHindernisse, und Mar wegen der Umitände, die den Rücktritt des 5°0'netts veranlaßt haben, als auch wegen verschie-

i-^"^ebungen m den Kammerfraktionen, tei d^^EUsikeiten siegen bei den Radikalen und r:el?!r ^?rin. Wie die Agentur Havas be- s'^Eft durfte , d:e Entscheidung heute vormittag und Poincare wird sich mittags wieder ins ^n-is-u^a0n'E^-.,.D'e Verhandlungen würden dann

^etrs§ !Veit fortgeschritten fein, daß Sr",tbent Doumergue Mitteilen kann, ob er glaubt, dies zum guten Ende führen zu können.

^rber die Zusammensetzung der evtl, neuen Rc- gieruug Pomcares glaubt Havas folgendes beriete ten zu können: Poincare wird Sarraut für das Mi- Nister,um des Innern und Queuill für das Land- w!Ä?afts"ttmsterium 6ej(l€[)a(teTti Das Unterrichts- rnrniftertutn gedenkt er dem radikalen Vvone Delbos der schon einmal Unterrichtsminister war, anzuver- ttauen und das Kolonialministerium dem gleichfalls der radikalen Partei angehörenden Rene Besnard Der bisherige Pensionsminister Louis Marin wird vorausfichtsich durch ein anderes Mitglied der demo- kratlfch-repubsikanifchen Vereinigung ersetzt werden Man spricht davon, daß der bisherige Unterstaats, seketar für Hygiene-Wesen, der elsässische Abae- ordnete Oberkirch, hierfür in Frage kommt Excel- stör nennt als evtl. Nachfolger Marins den Abge­ordneten Magmot von der demokratilck w-i^» Aktion und äugten Abgeordne^PeAKApe R^arm), der vorgestern in der Kammer den Berickt über den Fall Ricklin-Rosse erstattete. Das Blatt

"Origen feststellen können, daß die Ver­ständigung über das Reai-rnnosv^ gramm so gut wie erfolgt fei. Es schreibt w-nn hnr hna1 r b ' toerbe er am Dienstag zweifellos fur^n V^rIament und nach Verlesung einer nähme ^Erungsrrklärung die sofortige Jnangriff-

T .Dudgetberatuug becmttagen. Eiw'qe ^ut"und^uEN.auch nicht, daß die Radikalen 8- unh ° Cuerut1^ 'm Ministerium bleiben können rhim tenenrtnt"5 ^"udidaten für das Jnnenministe- achten Flügel der radikalen ^Eei ltehenten Abgeordneten Jean Durand, der in §Egm den Flügel Montigny gekämpft hat, für das Landwirtschaftsministerium Senator Fernand David, für das Unterrichtsmini­sterium zum Teil auch den Abg. Lamoureux.

! Baldwin sagte in seiner Rede beim Guild­hall-Bankett u. a.: Vor vier Jahren waren wir noch in zwei Lager geteilt, nämlich S i e g e r und Besiegte. Diese Unterscheidung besteht h e n t e n i ch t m e h r. Ich hoffe, daß diese beiden Worte vergessen werden (Beifall). Wir haben alle eine Lektion der Versöhnung und der Zusammen­arbeit des guten Willens erhalten, ohne die Fort- schritt in der Welt unmöglich ist. Während der letz, ten fünf oder sechs Jahre ist eine fortschreitende Besserung in den Beziehungen eingetreten. Wir verstehen einander vielleicht besser als jemals. Daß auf diese Besserung eine eindrucksvolle Besserung in der inneren Lage Deutschlands und in unseren Beziehungen mit Frankreich folgte, ist der beste Be­weis, daß enge Zusammenarbeit zwischen Frank­reich und Großbritannien nicht zum Schaden Deutschlands oder einer anderen Macht ausschlägt und ausschlagen kann. Im Gegenteil, die Fortent- Wicklung dieser Zusammenarbeit in eine weitere Zusammenarbeit wird den Schlußstein in das europäische Gebäude einfügen und bildet noch im­mer die Politik der britischen Regierung. Friede bedeutet mehr Zusammenarbeit, und die Tatsache, daß die britische Regierung so oft den Anfang da­mit gemacht hat, Zusammenarbeit mit anderen Nationen zu suchen, bedeutet nicht, daß sie im ge- ringsten Grade weniger auf Zusammenarbeit mit

. den übrigen Nationen bedacht war (Beifall).

Baldwin zollte der Wiederherstellung Deutschlands seine Bewunderung und nahm auf den Eintritt Deutschlands in ten Völkerbund Bezug. Er erklärte: Deutschland st-ht heute da als ein großes Land unter Gleichen, und verdankt dies in erheblichem Maße dem Genius Dr f^eJrLman^-bsmu ^der der Anwesenden eine 'Sw

Nach dem Trmkspruch auf den König brachst der Schatzkanzler C h u r ch i l l das Wohl der „aus­ländischen Botschafter und Gesandten" aus. Er fuhr dann fort: Vom Krieg und seinen Nachwir­kungen gelangen wir allmählick in das immer Hel- A leuchtende Licht eines Weltfriedens (Beifall). Es ist eine Quelle tiefer Genugtuung, Eß der Friede Europas, der Christenheit und der zivilisierten Welt wiederhergestellt ist. Es bestehen keine Schwierigkeiten für Misere vormaligen Al­liierten, heute abend die Vertreter der anderen Na­tion willkommen zu heißen, von der wir durch den Krieg so furchtbar getrennt worden sind. Wir werden binnen kurzem ernste und verwickelte E r - orterungen über finanzielle Fragen nut deutschen Vertretern beginnen. Wir machen uns an diese Aufgabe, die selbstverständlich Sck-wie- rigkeiten bieten wird, mit der festen Gewißheit, daß an ihrem Ende ein Ergebnis liegt, das f ü r ^.l l e Teilnehmer an der Erörterung wohl- tätig sein und dazu angetan fei nwird, "die ganze Welt auf einen sichereren und festeren Grund zu führen. Die Befreiung der deutschen Finan­zen und des deutschen Bodens von a u s w ä r l i gcr Einmischung oder Kontrolle ist ein Ziel, oas mir in England für höchst wertvoll und höchst wich- tig erachten.

In Erwiderung auf den von Churchill ausge­brachten Trinkspruch auf die „Gesundheit der aus- 1 wärtigen Botschafter und Gesandten" sagte der spanische Botschafter, die britische Regierung L dürfe sich darauf verlassen, daß sie bei ihren Bemü- Hungen um die Wahrung des Weltfriedens in der qpaniM’en Regierung einen zuverlässigen und stand- haften Bundesgenossen haben werde In seinem 7rinkspriich „auf die Miinster Sr. Majestät" feierte ter Lord Mayor die unablässigen Bemühungen der britischen Regierung, die freundschaft- L1.? e" Zuziehungen mtt den großen auswärtigen Machten aufrechtzuerhalten und zu verbessern und die Ueberbleibfel des Kriegsgeistes zu beseitigen. . --?Er Luftfahrtminister, Sir Samule Hoare, teilte offiziell mit, daß die Schwierigkeiten für einen wöchentlichen Luftverkehr zwischen London und In­dien beseitigt worden sind. Er deutete ferner ans die Notwendigkeit einer Vereinbarung zwischen den Großmächten über ein ausgleichendes Verhältnis ihrer Luftstreitkrafte hm. lieber die LuMi-esi- kräist sagte der Minister: Wir treffen diese V e r-- t e i b i g u ng .-vordere ituit g e „ nicht, weil wir einen Krieg für wahrscheinlich halfen Wir ^c^Ediglich, weil ein großes Land wie das uns- nge sich gegen Gefahren sicherstellen muß die eine

Der öffentliche Meinungsstreit zwischen den Ka­tholiken der deutschnationalen Volkspariei nnh Zentrums sollte unter dem Zeichen der stehen. Sachliche Klarheit in der Herausarbeituna ter gegenscig'-chen Auffassungen kann febr Nit achtungsvollem und ritterlichem „.riLr" nenklingen. Gelegentlich des letzten Katbnm?'' ,-ages haben sich in ter Aussprache der KL»-' meinsckasten dieses an sich selbstverständliche sprechen führende Männer beider Parteien ern^e m die Hand gegeben. Das Zentrum darf, auf hie fen Zeitpunkt zurückschauend, mit gutem Gewissen behaupten, die Absprache innegehalten zu habe»

Mit Bedauern muß aber festgestellt werden tetfe die andere Seite nicht überall dasselbe Ver­ständnis aufzubringen vermag. Selbst, wenn man bereit ist, über einzelne Seitensprünge hinwegzu- sehen, so müssen doch Erscheinungen festgehasien werden, die zum Betrüblichsten in der Publika­tion der rechtsstehenten Katholiken gehören. Das ein Aufsatz von Pros. Dr. Martin M!ld> "Zehn Jahre nach dem Umsturz" Wenn dieser Aufsatz nur hinsichtlich der politischen Dinge zu Beanstandungen Anlaß gäbe, s°nn eal.enfalls stillschweigend übergangen wer- n‘h?rt9on3 bedauerlich dadurch, daß fr öte 'md religiöse Haltung der Zen- trumskatholilen qualifiziert, in ein Gebiet ein, das Äe';e . ^asetts des Politischen, im religiösen Pflichtkreis des katholischen Staatsbürgers liegt. nrnfcVa^- ?E^' D0” der These aus, daß die beiden ^iele der katholischen Bewegung seit dem lL9„af,rf,.Un ?erJamW um die Freiheit der upr<$C runiL,um, Gleichberechtigung ter Katho- "iS Staatsbürger feien. Dann beginnt er äfi em Eichen („westlerischen") und dem christlich-germanischen Katholizismus zu scheiden. Von den „rheinischen Katholiken" wird gesagt, daß sie zwar „nut um die Verselbständigung der Kirche" gekämpft hatten daß das Ziel aber ^„packender" ten rechtsgerichteten Katholiken vor Augen stand.

!.-?Li-^L^Ester Concepcion, angeblich, weil Toral siE ms Mltanstisterm bezeichnet hatte.

fyaben bereits damals auf die merkwürdige Tatsache hlngewlefen, daß niemand außer dem Po- <■<>„ KaP CT3W __i___ "ud einigen Eingeweih-

cEulen rnit Toral sprechen durften und haben eine öffentliche Gerichtsverhand-

.9gefordert. Diese begann vor wenigen Tagen, dabei war das erste, was der „Mörder" aussagte, man habe ihn mit grausamen Folterungen zu fal- schen Aussagen gezwungen — genau jener „Um- N-' ,W'C ’xtr 'N ?! Schachtyprozeß erlebt haben. Sofort wurden Oeffentlichkeit und Presse a u s g e s ch l o s s e n und hinter verschlossenen Türen gelangte man zu dem eben verkündeten „Urteil“. SBarum diese Heimlichkeit, welche eben das be- ftattgt, ma§ mir immer behauptet haben, daß der eigentliche Mörder und die Anstifter in den Kreisen um Calles zu suchen sind? Solange nicht vor den Ohren der zivilisierten Welt die Karten in diesem fe>ptel aufgedeckt werden, bezeichnen wir das Urteil teb mexikanischen Gerichts als ein offenes In- stizverbrechen.

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..Das gewiß dem Herrn Calles nicht ungünstig gesinnte „Berl. Tagebl." schreibt:

Vor dem Gerichtsgebäude spielten sich bewegte ^^"E" ab. Die Cbregoniften hatten am Tage ?uvor schon die Verteidiger der Angeklaq.

Dode bedroht. Gestern waren die Geschworenen mit Revolvern bewaffnet erschienen. Die Regierung hat die führende Zeitung .llexikos „Excelsior" mit einem Bann belegt, indem sie alle Bauern, Arbeiter und Beamten auf- förterte, ba§ Blatt und alle feine Inserenten zu ?°m^otti eren west „Excelsior" angebsich in feinen Berichten über den Mordprozeß den Mörder als Helden verherrlicht habe. Sämtliche Beamten der Regierung sind angewiesen, „Excelsior" fünftig- bin legliche Auskünfte und Inserate zu verweigern. „Excelsior gilt als ein liberales Blatt und genießt in der ganzen Welt größtes Ansehen wegen seiner unabhängigen Haltung. ■ 1

9^ht hervor, daß die Regierung Calles nichts anderes ist als eine brutale Tyrannei einSchandfleck für das 20. Jahrhundert

poincar^ beauftragt.

Poincare war etwa eindreiviertel Stunden bet Doumergue im Elysee.

^ß der Präsident der GeboteblC 351101,1X9 bet Regierung an-

«

verlassen des Elysees hat Poincare mit mit le-nes bisherigen Ministeriums

Ausnahme der vier radikalen Minister und des Ministers Marin von der Republikanischen Per- einigung eine Beratung abgehalten

Anzeiger für die Stadl Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches kreisblatl. Erscheint jechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die tm Bild" und „Buchenblätter" Rotationsdruck und Verlas der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Ne g Monatl. 1,80 einschl. Postgeb. (30 bezw. 48 Pf.) ohneZustellg'