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— Der berühmte ilalienifche Bariton Battiskini ge­storben. Wie aus R i e t i gemeldet wird, ist der berühmte Bariton Mattia B a t t i st r n i im Alter von 70 Jahren gestorben. Battistini, der in Deutschland durch viele Gastspiele auf der Bühne und im Konzertsaal sehr de- kann! geworden ist, war nicht nur einer der größten Stil­sänger, sondern auch ein Darsteller von Rang, nament­lich in der Opera Buffa. Zum letzten Male war er vor etwa einem Jahre in Deutschland, wo er auf einer Tournee große Erfolge feierte.

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aus Oberhessen.

— Kirchhain. Auf einer Treibjagd in Schweins» berg, der sog. Hubertusjagd, wurden 48 Hasen erlegt.

— Ziegenhain. Einen guten Fang machte die Landjägerei auf der Straße zwischen Gilserberg und Sachsenhausen Als dort die Insassen eines aus Köln stammenden Autos sich nach dem Wege erkundigten, kam der eine dem Landjägerbeamten, den er fragte, ver­dächtig vor, so daß er ihn verhaftete. Man fand bei «hm Tausend-Dollarnoten vor. die er behauptete in Berlin erspart zu haben. Die Verdächtigen wurden nach Treysa überführt und bei verschiedenen Staatsanwaltschaften angefragt. Spät abends traf von der Staatsanwalt­schaft Berlin die Nachricht ein, daß es sich um einen ge. wissen T i l s e r aus Berlin handelt, der wegen schweren Diebstahls gesucht wird.

— Halsdorf. In der Scheune des Landwirts Helwig Damm brach Feuer aus. Das Gebäude brannte voll­kommen nieder. Das Rindvieh, das in einem Stall neben der Scheune untergebracht war, wurde gerettet. Da das Wasser der Wasserleitung nicht alle Spritzen versorgen konnte, legte man eine Schlauchleitung zur Wohra. Beim Niederreißen einer Wand wurde ein Mann aus Wohra so unglücklich von einem brennenden Balken getroffen, daß er bewußtlos von der Brandstätte getragen wurde. Erhebliche Futter- und Strohvorräte sind mitverbrannt.__________ _____________

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— 3. Hessen-Nassauische llunggeslügelschau. Zu der am Samstag, den 10. November, beginnenden Jung­geflügelschau sei noch nachgetragen, daß der veranstal­tende Geflügelzuchtverein Fulda a. V. (alter Verein) zur Hebung der heimischen Geflügelzucht beschlossen hat, die hiesige Bevölkerung zum Besuch der Ausstellung inso­fern anzuregen, daß unter 100 Besuchern stets drei mit einem Geschenk bedacht werden. Hierzu stehen zur Verfügung: 1 Pute, 1 Stamm Hühner 28er Frühbrut (1, 2), ferner Höhne, Hennen sowie Tauben. Der billige Eintrittspreis, 50 Pf., ermöglicht es einem jeden, die Ausstellung zu besuchen. Bei der Verteilung der Prämien kann eine Schiebung nicht vorkommen, da

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drohungen ließ sich der Anonymus hinreißen. Er machte auch unter Mißbrauch der Namen verschiedener Geist- liehen bei größeren Firmen größere Bestellungen. Die Kriminalpolizei ermittelte nun nach langwieriger Arbeit einen etwa 30 Jahre alten Mann namens Frank, bei festgenommen wurde.

— Aus der Rhön. In S p a n g e n r o t h bei Bi­schofshelm brannte die Scheune des Landwirtes Wehner, bei dem gerade die Dreschmaschinen arbeiteten, mit allen Futtervorräten vollständig nieder.

— Gießen. Vor kurzem war ein S ch u p o w a ch t- m e i st e r von der Schupo in Butzbach wegen eines schweren und eines einfachen D i e b st a h l s durch das Bezirksschöffengericht Gießen zu fünf Monaten und zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Dem Angeklagten wurde nach der Anklage Kameradendiebstahl vorgewor­fen. Gegen dieses Urteil legte er Berufung ein, jedoch hatte er damit kein Glück, denn die als Berufungsinstanz verhandelnde Gießener Strafkammer kam ebenfalls zu der Ueberzeugung von seiner Schuld und e r h ö h t e die G e- fängnisstrafe noch auf sechs Monate.

— Groß krotzenburg. Nachdem schon vor ungefähr 30 Jahren von der Chemischen Fabrik Dr. Ganz, Fe­chenheim, die erste Braun kohlengrube bei Dettin­gen eröffnet worden ist, befindet sich heute die Ausbeute der verschiedenen Braunkohlenvorkommen auf den preu­ßisch-bayerischen Grenzgebieten in den Händen der Ge­

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Hora». Die hiesige Freiwillige Feuer- Gehr, die in letzter Zeit bedeutenden Zuwachs an Mit­gliedern erfahren hat, sodaß sie jetzt 50 aktive Mitglieder zählt, hält am nächsten Sonntag, nachmittags 4 Uhr, eine gorße Angriffs-Sch ulübung ab. Bei dieser Ge­legenheit wird auch die neugebildete Feuerwehrkapelle zum ersten Male in Funktion treten. (Siehe Anzeige.) =* Petersberg. Die Landbrot-Bäckerei und Gast­wirtschaft „zur guten Quelle", Inhaber Herr Emil Werthmüller, begeht am Sonntag, den 11. No­vember, das 25jährige Geschäftsjubiläum.

--- Flieden. Der Mitinhaber der Firma Jos. Katz, Herr Baruch Wallach, und dessen Ehefrau, feiern am Sonntag, den 11.• November ihre Silberne H o ch z e' 11.

Dr. v. Savigny und der fireis Gelnhausen.

Landrat Delius-Gelnhausen widmet dem verstorbc-

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werkschaft Gustav bezw. der Firma Brown, Booery u. Co., welch letztere Eigentümerin der Mutungen in Kahl, Alzenau und Groß-Krotzenburg ist. Während das an der Straße nach Kahl gelegene Grubenfeld bereits ausge­beutet ist, ist nördlich der Straße auf forstfiskalischem Gelände eine weitere Grube angelegt, der das ganze, 150 Morgen fassende Waldgelände wegen Unrentabilität der Bewirtschaftung geopfert werden mußte. Dieses Ge­lände, das bis an die Bahnlinie Hanau-Aschaffenburg und auf der andern Seite bis an den Main reicht, will die Gemeinde, die sich immer mehr von der Landwirt­schaft abwendet, für industrielle Zwecke zur Verfügung , ..... ------, Mutungen, auf

Bentrumsfraktion des Preußischen Landtags ist im reußischen Landtag folgender U r a n t r a g der Zentrumsabgeordneten Dr. Porfch und Genossen eingebracht worden:

„In vielen Bezirken Preußens ist in der Land­wirtschaft große Unruhe entstanden durch die hö­here Veranlagung des Einheitswertes der land­wirtschaftlichen Betriebe.

Die Landesfinonzämter vertreten diese Veran­lagung mit dem Hinweis auf die gesetzlich vorge- fchriebene Revision der Einheitswerte. Diese Ueber- prüfung darf aber nicht dahin führen, daß nun eine allgemeine Erhöhung im ganzen Landesfinanz­amtsbezirk stattfindet, was aus dem Grunde nicht tragbar ist, weil die bisherige Veranlagung durch­weg im Verhältnis zum Ertragswerte zu hoch war und sich die Rentabilität der Betriebe in dem letz­ten Jahre leider nicht gebessert hat.

Vielmehr mutz unter Berücksichtigung dieser Umstände eine allgemeine Herabsetzung statt­finden.

Wir beantragen, das Staatsministerium zu er­suchen, aus die Reichsregierung einzuwirken, daß die Grundsätze für die Bewertung geändert wer­den mit dem Ziele, das entsprechend den heute be­stehenden Verhältnissen in der Landwirtschaft eine wesentliche Herabsetzung der Grund­werte erreicht wird."

von Savigny aus Haus Trages folgenden Nachruf:

Der Verstorbene war viele Jahre Mitglied unseres Kreistages und zahlreicher Kreiskommissionen und stand in einer für unseren Kreis und seine Bevölkerung be­sonders schweren Zeit von Anfang April bis Ende No­vember 1916 als stellvertretender Landrat an der Spitze des Kreises. Seinen reichen Kenntnissen, seiner gewis­senhaften verantwortungsbewußten Arbeit und seiner in vielen hohen Staatsstellungen erprobten.Tüchtigkeit als Verwaltungsbeamten, sowie seinen ausgedehnten und einflußreichen Beziehungen als Reichstags-, Landtags­und Kommunallandtagsabgeordneter verdankt der Kreis Vieles und Großes. So fanden besonders die zur fort­schrittlichen Entwicklung der Freigerichtsgemeinden ge- schaffenen Einrichtungen des Kreises, wie die Freige­richter Bahn, die Wasser- und Elektrizi­tätsversorgung, an dem Verstorbenen einen eif­rigen und tatkräftigen Förderer. Bis zu seinem Hin­scheiden blieb er für seine Besitzungen Troges und Hüt- telngesäß ein vorbildlicher Gutsoorsteher, ein das Wohl [einer Gutsbewohner aufs beste wahrender Sachverwalter und verfolgte auch nach dem Ausscheiden aus den Kreis-

Walöedt und Preußen.

Waldeck und Preußen haben sich vor einiger Zeit über ein Aufgehen von Waldeck in Preußen geeinigt. Zum Zustandekommen des Uebergangs von Waldeck auf Preußen ist noch der Erlaß eines Reichsgesetzes nach Artikel 18, Absatz2 der Reichsverfassung erforderlich. Der Ent­wurf eines solchen Reichsgesetzes, das die Vereini­gung der beiden Länder mit Wirkung vom 1. 4. 1929 vorsieht, ist jetzt vom Reichsminister des In­nern dem Reichstag vorgelegt worden.

Die Zahl der deutschen Länder vermindert sich von 18 auf 17. Preußen erhält durch die Hin­zulegung des waldeckischen Gebiets einen Zuwachs von 1055 Ouadratkilomtr. mit ungefähr 56 000 Einwohnern. In Waldeck liegen die zwei preußi­schen Exklaven Eimelrod und Höringhausen, die ganz von waldeckischem Gebiet umschlossen sind. Durch die Vereinigung Waldecks mit Preußen er­halten diese Exklaven dm territorialen Zusammen­hang mit Preußen.

Die Gesamtstimmenzahl der Länder im Reichs­rat vermindert sich um zwei Stimmen. Es fällt nicht nur die dem Lande Waldeck zustehende, bis­her in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle von Preußen geführte Stimme weg, sondern auch Preu­ßen selbst muh eine eigene Stimme abgeben, weil es sonst nach Wegfall der waldeckischen Stimme über mehr als zwei Fünftel aller Reichsratsstim­men verfügen würde, was nach Artikel 61 der Reichsverfassung unzulässig ist. Rach Abzug die­ser beiden Stimmen wipd die Gesamtstimmenzahl im Reichsrat 66 betragen, wovon 26 auf Preußen entfallen

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= Schwierigkeiten im Frankfurter Gaftwirksgewerbe. Die Schwierigkeiten der Gastwirte Gebrüder Horstmann, den Pächtern des Faustrestaurants und des Rennbahn-Cafes haben nunmehr zum Konkurs­antrag geführt. Die Passiven betragen rund 200 000 Mark, die Aktiven lassen sich augenblicklich noch nicht ge­nau berechnen . Die Gläubiger rechnen jedoch mit einer nicht ungünstigen Quote. Der Betrieb des Faust-Re­staurants, das jetzt von der Spatenbrauerei gemietet wurde, geht weiter. — Die bisherige Pächterin des be­kannten „Haferkastens" in der Gr. Friedberger Straße, Frau Weidmann, befindet sich gleichfalls in Zahlungs­schwierigkeiten und muhte den Betrieb einstellen. Tor „Haferkasten" wird nunmehr, da er der Brauerei Hen­ninger gehört, von dieser als Brauerei-Spezialausschank weitergeführt.

----- kleine Frankfurter Rundschau. Der ehrenamtlich tätig gewesene Rechner einer Ein. und Verkaufsgenos- senschast eines Frankfurter Vorortes hat zum Nachteil der Genossenschaft Unterschlagungen in Höhe von etwa 8000 Mk. begangen. Der angesetzte Defraudant versprach, die Summe zu ersetzen. Er zahlte auch ge­ringe Beträge ab, war aber schließlich zu weiteren Zah­lungen nicht mehr in der Lage, sodaß er zur Anzeige gebracht wurde. — Um weiteren Schichten der Bevöl- kerung Gelegenheit zu geben, die Ausstellung „Deutsche Kriegsgräber" zu besuchen, hat sich die Aus­stellungsleitung entschlossen, den Eintrittspreis für Sonn­tag, den 11. November, für den ganzen Tag auf 50 Pf. zu ermäßigen. Ab Montag, den 12. November, beträgt der Eintrittspreis 75 Pf., Kinder zahlen nur 25 Pf. — Ein Dummerjungenstreich ist gestern von der Kriminal­polizei aufgeklärt worden. Seit einigen Monaten er­hielten Frankfurter Geistliche, in der Hauptsache israe- litische Geistliche, anonyme Schmähbriefe, teils beleidigenden, teils unflätigen Inhalts. Sogar zu Be­

benen zur Zeit der größte Bagger Deutschlands aufge» stellt ist, fördern derzeit in ununterbrochenem Betriebe ganz gewaltige Abraummengen. Den größten Teil der gewonnenen Kohle benutzt die Gewerkschaft Gustav zur Stromversorgung der Bayernwerke und der Preußischen Kraftwerke Oberweser bei Kassel, da die Mainstaustufe und das Kraftwerk der Eddertalsperre zur Versorgung des großen Gebiets nicht ausreichen.

— Darmstadt. In Anwesenheit von Staatspräsident Adelung, des Landtagspräsidenten Delp, von Vertretern der verschiedenen Landtagsfraktionen und zahlreichen An­gehörigen studentischer Verbindungen fand am Mittwoch Nachmittag auf dem Waldfriedhof bei Darmstadt die Beisetzung des am Samstag verstorbenen deutsch- nationalen Landtagsabgeordneten Rudolph Kindt statt. Die Trauerrede hielt Pfarrer Heß. Der Dichter Hermann Burke hatte zum Tode Kindts ein Ge­dicht verfaßt, das von dem Landesgeschäftsführer der Deutschnationalen Volkspartei, Brehm, verlesen wurde.

----- Bad Ems. Die Kanalisierung der Lahn kann als fertiggestellt angesehen werden. Zwischen Ems und Dausenau fuhr kürzlich das erste Motorschiff durch die Schleuse. Jetzt wurde die neue Brückenanlage zwi­schen Nievern und Fachbach dem Betriebe durch eine kurze Feier übergeben. Wann die Einweihung des Lahnkanals selbst erfolgt, ist noch nicht bestimmt. Man rechnet aber mit der Eröffnung der regelmäßigen Schiff­fahrt zum 1. Dezember bestimmt.

----- St. Goarshausen. Ein frember Makro je fiel, als er sein hier ankommendes Schiff betreten wollte, vom Lauffteg in den Rhein und ertrank, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte. Die Leiche konnte bereits geborgen werden.

— St. Goarshausen. Bei der zwangsweisen Verstei­gerung der Burg Katz wurde in dem zweiten Verstei­gerungstermin am 29. Oktober von einem Herrn Jung- bloot aus Stuttgart ein Höchstgebot von 190 000 Mk. abgegeben. Das Amtsgericht St. Goarshausen hat-nach Ablauf der einwöchigen Frist dem Steigerer den Zu­schlag ertellt. Damit hat die Burg Katz endgültig wieder einen neuen Besitzer gefunden.

— Würzburg. Zwischen Würzburg und Estenfeld wurde der 27 Jahre alte taubstumme Schreiner Niko­laus Malmeister aus Unterbleichfeld von einem Mo­torrad angefahren und sofort getötet. Das Nummerschild des Motorrades drang dem Bedau­ernswerten in den Unterleib und richtete ihn gräßlich zu. Die Motorradfahrer, der Schlosser Edmund Her­wig von Estenfeld und der Glasmaler Alfons Schmidt wurden bewußtlos und mit schweren Kopfverletzungen im Straßengraben aufgefunden. Die Verletzten wurden dem Würzburger Krankenhaus zugeführt, wo sie schwer darnieberliege.n

Nommunalpolitische?.

— Oberbürgermeister und Politik. In der Leip­ziger Stadtverordnetenversammlung wurde mit den Stimmen der sozialdemokratisch-kommunistischen Mehr­heit beschlossen, bei der Kreishauptmannschaft Aufsichts- beschwerbe gegen Oberbürgermeister Rothe einzurei­chen, weil dieser vor einiger Zeit auf einer Hausbesitzer­tagung zur Bildung eines Bürgerblocks auf- gefordert hatte. Mit diesem Appell habe das Stadtober­haupt eine Verletzung der durch fein Amt vorgefchriebe nen parteipolitischen Neutralität begangen.

von den Hochschulen.

— Berufung an die hessische Landesunioersitäl. Pro­fessor Dr. Friedrich Sander vom Psychologischen In­stitut der Universität Leipzig erhielt einen Ruf an die Hessische Landesuniversität G t e ß e n

— Bon der Universität Heidelberg. Der durch die Emeritierung des Prof. O. Knopf an der Universität Jena erledigte Lehrstuhl der Astronomie, verbunden mit der Leitung der Sternwarte und der meteorologischen Anstalt, ist dem a. o. Professor Dr Heinrich Vogt an der Heidelberger Universität, wissenschaftlicher Hilfsarbei­ter an der Landessternwarte auf dem Königsstuhl, an­geboten worden.

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