Einzelbild herunterladen
 

'atz noch auf den Wert der verschiedenen (Fleisch-, vegetarische und Rohkost) ein.

Schriftleiter: Dr. pfjil. Iohannts Kramer,

Herrenartikel

Sottöufec Tuchhaus sucht tüchtige

Inserieren bring! Gewinn!

Telephon Nr. 710

HERREN

MODEHAUS

'UlllUllllllUIUIIUIlUllullUllditUUlilllllllllllUllll

bei der Privat- und Beamtenkundschast gut eingeiührtz für la. Herrenstoffe bei hoher Provision. Gest. Offert. unt.Rr. 16871 an den Cottbuser Anzeiger Cottbus

wm

'Vtfisclumt

Henkel ’s Scheuermittel

putzt alles!

Schweine, die zurückgeblieben sind, nicht fressen wollen oder es in den Beinen haben, entwickeln sich überraschend schnell, wenn man durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes Hallet mengt. Man kaufe nur echtes Rasioi in Ori^in.-Jlasch. in der

Engel- und hofapothet- zum Schwan.

Unsere Bettfcdern- Relnigungsmascliine

st die beste der Gsgenwait. Durch die Reinigung der Fe­dern mit dieser Maschine werden Ihre Betten wie neu

Großes Lager Bettfedern und Inletts.

Warenhaus S. Baer Co., Folda, Mittelstraße.

Fahrrad-Faulstich spricht:

Unter 1OOO Schallplatten, die ich stets auf Lager ha'te, haben Sie die Auswahl.

Mittelstraße 42.

Leder- Handschuhe

gefüttert und ungefüttert

Krawatten

geschmackvolle Neuheiten, fabelhafte Auswahl

Oberhemden

weiß und farbig, elegante Muster

Abschaffung jeder Pflichtarbeit für die ausgesteuerten Erwerbslosen, ferner eine generelle Wirtschaftsbeihilfe von 35 Mark für Ledige, 45 Mark für Verheiratete und weitere 10 Mark für jedes Kind. Sollten die Forde­rungen, so heißt es in der Eingabe, nicht bewilligt wer­den, „so werde das Volk sprechen". Stadtv. Pappert verbreitet sich in längeren Ausführungen über die in der Eingabe enthaltenen Forderungen. Falls Die drei­tägige Pflichtarbeit beibehalten werde, müsse den Wotzl- tahrtsarbeitern derselbe Lohn gezahlt werden wie üen tädtischen Arbeitern. •

In längeren Ausführungen äußert sich Magtstratsrat Dr. Danzebrink über die Betreuung der sog. Wvhl- kahrtsarbeiter durch das städtische Wohlfahrtsamt. Es handelt sich dabei um die aus der Arbeitslosenversiche­rung ausgesteuerten Erwerbslosen und solche arbeits- ähige Personen, die keinen Anspruch auf gesetzliche Er­werbslosenunterstützung haben. In letzter Zeit ist die Zahl der ausgesteuerten Erwerbslosen außerordentlich gestiegen. Ihre Zahl beträgt zur Zeit in Fulda 220 bis 230. Damit ist der städtischen Fürsorgetätigkeit eine chwierige Aufgabe gestellt. Während es sich bei der E'- werbslosenverstcherung um die Auszahlung getstzlich K;t umgrenzter Leistungen ohne Prüfung des Grades der Bedürftigkeit handelt, richtet sich die vom Wohlfahrtsamt ausgeübte Fürsorge nach dem Grade der Bedürftigkeit der Wohlfahrtspfleglinge. Die -beste Fürsorge ist die Bereitstellung von Arbeits- und Erwerbsmöglichkeit. Das geschieht durch die Ausführung von Notstandsarbei­ten. So sind in dem städtischen Steinbruch etwa 50 bis 60 Arbeiter mit solchen volltariflich bezahlten Notstands­arbeiten beschäftigt. Außer dieser Vollbeschäftigung gibt es noch eine zeitlich beschränkte Beschäftigung von aus­gesteuerten Erwerbslosen an drei Wochentagen, die so­genannte Pflichtarbeit. Dadurch, daß man dem Erwerbs­losen Gelegenheit zur Arbeit gibt, soll ihm das deprimie­rende Gefühl genommen werden, dauernd nur auf die öffentliche Unterstützung angewiesen zu sein. Ferner will man auf diese Weise seine Arbeitsfähigkeit und damit die Aussicht auf Arbeitsvermittlung erhalten. Denn je länger die Entfremdung von der Arbeit dauert, um so schwerer ist es erfahrungsgemäß, den Wohlfahrtspflsg- ling wieder in den Arbeitsprozeß einzugliedern. Bon diesem Gesichtspunkte aus betrachtet liege die Pflichtar- beit also im ureigensten Interesse des Erwerbslosen sel­ber. Bezügl. der Höhe der Unterstützungssätze (sie wurden in der Mittwochnummer der „Fuldaer Zeitung" veröf- fenüicht) wies der Redner die Behauptung zurück, daß die den Pflichtarbeitern gezahlten Betrüger niedriger seien als die Erwerbslosenunterstützungssätze. In dem Arbeitslosenversicherungsgesetz sei zwar eine Staffelung der Sätze festgelegt. Im Großen und Ganzen lägen aber die seitens des Wohlfahrtsamtes gezahlten Beträge erheblich über denen, die das Arbeitsamt zahle. Die Heranziehung zur Pflichtarbeit fei im Fürsorgegesetz vor­gesehen.

Was die Forderung nach einer Wirtschaft sbei- Hilfe anbetrifft, fo bemerkte der Redner, daß eine ge­nerelle Beihilfe nicht angängig fei. Jeder Notfall werde aber im einzelnen wohlwollend geprüft werden Das Wohlfahrtsamt habe in dieser Hinsicht auch schon recht namhafte Aufwendungen gemacht. So fei eine größere Zahl von Bedürftigen mit Kartoffeln, Brennmaterial. Kleidungsstücke, Schuhen usw beliefert worden. In ein­zelnen Fällen habe man auch Beihilfen zu den Mieten gewährt. Den in vollbeschäftigte Notstandsarbeit Ge­kommenen habe das Bauamt Vorschüsse zur Beschaffung von Kartoffeln gegeben.

Stadtv Schmied hält die Unterstützungssätze des Wohlsahrtsamtes für zu niedrig und behauptet, daß das Bauamt bei Akkordarbeiten schlechtes Werkzeug liefere. Die Heranziehung der Erwerbslosen zur Pflichtarbeit halte er für gerechtfertigt, doch müsse sie den Kräften der Erwerbslosen angepaßt sein.

Magistratsrat Dr. Danzebrink erwidert, daß sich der Angriff des Vorredners auf die Akkordarbeit wohl auf einen bestimmten Fall beziehe. Es handele sich um 3 Erwerbslose, die weil sie sich bei keiner Arbeit bewährt hätten, vom Wohlfahrtsamt mit Sägen und Zerkleinern von Hol, beauftragt wurden. Zu diekem Zwecke fei eigens eine neue Säge angeschafft worden. Da aber von den Betreffenden nur eine lächerlich ge­ringe Tagesleistung vollbracht wurde, fei von zuständi­ger Stelle geprüft worden, welche Arbeitsleistung btln- gerroeife von den Leuten gefordert werden dürfe. Ein 71jähriger Holzarbeiter, den man als Sachverständiger zuzog, habe erklärt, daß er mit seiner Frau 1% Meter Holz im Tage füge und zerkleinere. Den drei Erwerbs­losen sei daraufhin aufgegeben worden, pro Tag zunächst einmal 1 Meter Holz fertig zu machen. Die Leistung in 3 vollen Tagen habe aber insgesamt nur einen Meter Holz betragen. Die Stadt habe diese Arbeit mit 65 Mk. bezahlen müssen. Das seien unhaltbare Verhältnisse.

Trikot Handschuhe

mit und ohne Futter

Gamaschen

in allen Modefarben, tadelloser Sitz

Unterwäsche

Garnituren, Hosen und Jacken, Hemdhosen in allen

Ausführungen

Woll- und Seiden-Schals

Neuhe:*en ’n hochaparten Mustern

Dennoch hätten diese drei Wohlfahrtsarbeiter es fertig- gebracht, 50 Kollegen im Schloßhof zusammenzutrom­meln. um mit Gewalt ihre Ansprüche durchzusetzea. Durch derartige Druckmittel werde sich die Stadtverwal­tung aber nicht einschüchtern lassen. Den übrigen wirk­lich arbeitswilligen Wohlfahrtsarbeitern werde durch das arrogante Auftreten einiger Weniger keineswegs ge­dient. Bezüglich der Höhe der Unterstützungssätze führte der Redner aus. daß diese unmöglich über die Löhne eines die ganze Woche hindurch schaffenden ungelernten Arbeiters hinausgehen könnten.

Stadtv. Kind betont, daß er sich nicht gegen die Pflichtarbeit wende ' Man solle aber Mittel und Wege uchen, um die 150 Wohlfahrtsarbeiter in volle Beschäf­tigung zu überführen. Sollte dies aber nicht möglich fein, fo beantrage er eine Wirtschaftsbeihilfe.

Magistratsrat Dr. Danzebrink erklärt, daß die Stadtverwaltung in ihrem Steinbruch den Notstandsar- beitern eine Beschäftigung biete, die nach vollem Tarif bezw. nach Akkord bezahlt werde. Leider würde aber diese Arbeit von den meisten Erwerbslosen verschmäht. Für die nächste Zeit plane die Stadtverwaltung noch eine Reihe weiterer Notstandsarbeiten, z. B den Aus­bau der Straße am Waldschlößchen, einen Durchstich der Fulda und eine Regulierung des Badeplatzes Alle diese Arbeiten sollten selbständig von der Stadt, ohne Zuhilfenahme des Arbeitsamtes, ausgeführt werden. Er wünsche, daß für diese Arbeiten sich möglichst viele Wohl- sahrtsarbeiter bereit finden möchten. Nach seinen bis­herigen Erfahrungen gebe er sich jedoch in dieser Hin­sicht keinen allzu großen Hoffnungen hin.

Stadtv. Prof. Dr. T h i e s e m a n n, der insbesondere die sittliche und ethische Seite der Arbeit betont, halt ebenfalls eine schematische Unterstützung der Erwerbs­losen durch eine generelle Beihilfe für nicht richtig, son­dern empsiehlt Gewährung von Winterbeihilfen nach Maßgabe der Bedürftigkeit.

Am Schluß der dreistündigen Beratung berichtet Stadtv. Enders noch über eine Reihe von Lö- fchungsbewilligungen und Nachstands- erklärungen, die ohne Debatte genehmigt wurden.

Kurz nach 8 Uhr wird die Verfammkung von dem Vorsitzenden geschloffen.

*

Der aus noch erinnerlichen Umständen aus der Kommunistischen Partei ausgeschiedene und als Fraktionsloser der Stadtverordnetenversammlung noch angehörige Herr Pappert bezweifelte die Richtigkeit der in einer redaktionellen Notiz der Fuldaer Zeitung den Unterstützungssätzen des Wohlfahrtsamtes gegenübergestellten Löhne ver­gleichbarer Fuldaer Industriearbeiter. Da Herr Pappert unseres Missens kein Lohnarbeiter ist, nehmen wir es ihm nicht übel, daß er die Löhne der in Betracht kommenden Arbeiterkategorien nicht kennt. Es dürste ihm aber doch nicht schwer fallen, sich ebenso, wie wir es getan haben, zu unter­richten, und er wird dann feststellen müssen, daß die Löhne, die in Fulda ungelernte Arbeiter aufgrund der für Fabrikarbeiter und ähnliche Grup­pen geltenden Tarifverträge erhalten, die in der Fuldaer Zeitung angegebenen Sätze im Durchschnitt nicht überschreiten. Gelernte Berufe haben natür­lich mehr. Die Arbeiterschaft hat am wenigsten Interesse daran, daß sich die Oeffentlichkeit über das, was viele Arbeiter tatsächlich verdienen, Illu­sionen macht, und unsere Notiz hatte nur den Zweck, den Tatbestand festzusteNeu und für sich selbst sprechen zu lassen.

August Israel

Dachdeckermeister

Florengasse 42. Tel. 454.

Ausführung von Dacharbeiten.

Schlachthausgaffe. Es handelt sich um eine Fläche von 16 Quadratmeter, die dem Reflektanten zu 15 Mark pro Quadratmeter von der Stadt überlasten werden soll. Dem Antrag wird stattgegeben. Durch die Ueberlafiung wird der Neubau eines Wagenhauses ermöglicht.

Durch den Ablauf der bisherigen Wahlzeit machte sich eine Neuwahl der Schiedsmänner not­wendig. Während früher vielfach das Amt des Schieds­mannes mit dem des Bezirksvorstehers in einer Person vereinigt war, hat es sich jetzt mit Rücksicht au* die vermehrte Tätigkeit auf den beiden Gebieten als zweckmäßig herausgestellt, die Aemter zu trennen. Nach dem Vorschlag des Berichterstatters Stadtv. Peter Schmitt wurden folgende Schiedsmänner wieder ge­wählt: 1. Bezirk Schulunachermeister Richard Günther, (Stellvertreter Lehrer i. R. Ernst Andr>st, 2 Bezirk Schneidermeister Fritz Bolender (Stellvertreter Kauf­mann Franz Kammerer), 3. Bezirk Kaufmann Joseph Göller (Stellvertreter Kaufmann Ruland), 4. Bezirk Glasermeister Karl Traut (Stellvertreter Fabrikant Karl König), 5. Bezirk Schlosser Karl Vogel (Stellvertreter Buchdrucker Konstantin Fuchs), 6. Bezirk Metzgermeister Alois Martin (Stellvertreter Emil Fessel). Im 7. Be­zirk wurde Korrektor Wilhelm Fuchs, der kürzlich wie­der zum Bezirksvorsteher gewählt worden ist durch Rechnungsführer Vinzenz Weißmüller als Schieds­mann ersetzt und als dessen Stellvertreter Prokurist E Hagedorn gewählt.

Nachdem die Versammlung auf Antrag des Stadtv. Kind hire Zustimmung zur Einholung der Verlänge­rung der Genehmigung der Biersteuerordnung erteilt hatte, erfolgte die

Festsetzung verschiedener Fluchtlinien.

Zunächst wurde über die Verbreiterung der Petersber­gerstraße an der Postgarage beraten. Die Vorlage hat bereits die letzte Stadtoerordnetensitzung beschäftigt. Da­mals war aus der Versammlung heraus die Frage auf­geworfen worden, ob nicht eine Verbreiterung der Fahr­bahn auf 10 Meter, statt wie von dem Bauamt vorge- fchlagen wurde, auf 8 Meter empfehlenswert sei. Die Fluchtlinienkommission erachtet nach einer Platzbesichti­gung die vom Magistrat vorgeschlagene Lösung als die zweckmäßigste. Die Versammlung beschließt darauf »n diesem Sinne. Die weiteren Fluchtlinienpläne betref­fen die verlängerte Nangstraße — Ecke Wallweg, die Verbindungssträße zwischen Schweinemarkt, Dalbergstr., Künzellerweg und Friedensstraße, das Gelände am Waldschlößchen, sowie den unteren Teil der Schloß- straße. Bis auf die Schloßstraße werden die FluÄtlinien in der beantragten Weise festgelegt. Bei der Vorlage über die Schloßstraße, für die der Fluchtlickienplcm eine Verbreiterung auf 25 Meter vorsieht, entfpinnt sich eine längere Debatte. Stadtv. Enders bittet die Be­schlußfassung einstweilen auszusetzen. Stadtv. Eduard Schmitt fragt an, ob die Angelegenheit bereits die städtische Kunstkommission beschäftigt habe. Es handele sich hier um einen vom städtebaulichen Standpunkt aus wichtigen Teil der Stadt. Wenn eine Unterführung der Straße unter dem alten Landratsamt her geplant Jet. so könne eine Verschandelung des Städtebildes eintre« len. Auck befürchtet er, daß dann der wertvolle Stuck- faal in Mitleidenschaft gezogen werde. Zwecks weite­rer Klärung wird die Festsetzung der Fluchtlinie für die Schloßstraße auf eine Spätere Sitzung vertagt.

Stadtv. Stein berichtet über die geplante

Ausführung von Entwässerungsanlagen

für die Maderzeller- und Niesigerstraße. Wie er mit- ieiü, liegen Beschwerden der Domänenverwaltung Neuenberg vor wegen Schädigung der Wiesen durch die Abwässer von vier an der Maberzellerftraße gelegenen städtischen Wohnbauten. Zur Abstellung der Mißstände soll eine gemeinsame Klärgrube für die betreffenden Häuser angelegt werden, von der aus das Wasser dann in die Fulda weiter geleitet werden kann. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 3 600 Mk. Aehnlich liegen die Verhältnisse in der Niesigerstraße. wo ein unterirdischer Kanal für die Ableitung der Abwässer sorgen soll. Hier werden die Kosten auf 2 100 Mk. ver­anschlagt. Die erforderlichen Mittel, insgesamt 5 700 Mk., sollen aus Anleihemitteln gedeckt werden. Die Vorlage wird in der beantragten Form genehmigt.

Als nächster Punkt folgt die Beratung eines Antra­ges der sozialdemokratischen Stadtverordneten sowie des keiner Partei angehörenden Stadtv. Pappert au Gewährung einer Mrischafksbeihilse für die Erwerbs­losen und Wohlfahrtsarbeiter, sowie Regelung der pflichlarbett.

5n der Angelegenheit liegt eine Eingabe der Erwerbs­losen- und Wohlfahrtsarbeiter vor, die von dem Stabi- verordnetenoorsitzenden verlesen wird. Sie stellt ziem­lich extreme Forderungen. Verlangt wird darin u a.

feit, bei der mehr die Grenze des Zureichenden, als des Zulässigen zu beachten fei. Für Tage des Kr-mkfe'.ns forderte Redner strengste Berücksichtigung von Appetit und Verdauungskraft ohne einseitige Rücksichtnahme aus den Ernähnmgszustanb. Fasten ist höchste Sch o • nung. Chronische Leiden erfordern ^zweckomle eiweiß­arme, vitaminreiche, vorwiegend fleischlose Ernährungs­weise im zeitweisen Wechsel mit strengen D.atformen (Schroth-, Fasten-, Rohkostkur). Beispiele ertauterteu die Heilkraft von Diätkuren. — Der Besuch hatte etwas besser fein können. Es waren infolge der grabe In er herrschenden Kirchweihbegeisterung nur etwa 250 Per­sonen zugegen, die am Schluß des Vortrags reichlich Beifall spendeten. — Schade, daß der Redner zu ra,ch sprach! Dadurch und durch die zahllosen fachwissen- schaftlichen, den Laien großenteils fremden Ausdruae wurde die veriprochene Volkstümlichkeit derAusfuhmngen stark beeinträchtigt. Die Ausbeute _ an verwertbaren Ratschlägen war deshalb geringer als bei anderen Ge­legenheiten Nächste Veranstaltung des Naturhen- vereins: 23. Stiftungsfest am Sonntag, den 11. OlDbem« ‘ ber, im Gesellenhaus. Weiteres berichten barucer die noch erscheinenden Zeitungsanzeigen.

dauungskrankheiten entstehen durch grobe Vernachlas- igung ber Verbauungskraft infolge Ueöerschätzung des Wertes der Nahrung. Aus der Verdauungsstörung ent- wickeln sich Krankheiten, denen ihr Verdauungsursprung später kaum ober überhaupt nicht mehr anzukennen ist. Die Verbauung ist zwar gefühllos gegen Zersetzung und Bakterien-üeberschwemmung, der Körper aber nicht gegen die in bet Verbauung vorhandenen giftigen Stoffe. Trotz größter Entlastungsmöglichkeiten des Kör­pers erzeugen diese Stoffe in ihm erst nervöse Rei- zungen, dann nervöse Hemmungen, Lähmungen und schließlich tatsächliche Organ-Störungen. Die Erfolge durchgreifender Verdauuiigsregelung beweisen durch er­staunliche Heilfähigkeit des kranken Organismus den überraaenben Wert ber Verdauung. Zum Schluß ging Herr Dr. Katz noch auf den Wert der verschiedenen Diätformen (Fleisch-, vegetarische und Rohkost) ein. Alle Nahrung sei gesund, soweit nicht sehr ausgeprägte Einseitigkeit gepflegt würde. Das Versagen der Ver­dauung liege nicht an ber Nahrung, fonbern in ber persönlichen Unzulänglichkeit der Verdauung. Als „Not- malkost" bezeichnete er die gemischte Kost mit Bevor- summa von Gemüse und Obst. Der Grundsatz zweck- voller' Ernährung liege in gewohnheitsmäßiger Mäßig-

Aus der ZeMrumspartei.

= Die Vertretung der Zenlrumsfraktion im Sozialen Ausschuß. An Stelle des Abgeordneten Andre, der fein Mandat niedergelegt hat, wird als Stellvertreter der Zentrumsfraktion in den Sozialen Ausschuß des Reichstags ber Abg. R iesener eintreten. Ferner tritt in den Sozialen Ausschuß ber Abg. Becke r-Arnsberg ein für die Beratung ber Fragen der Reform der Ar- beiteroerficherung.

rungSenergien. Er wies überzeugend nach, baß gute Verbauungsarbeit in erster und letzter Linie vom Er- nährungsbebarf bes Körpers unb nie von einseitiger, reichlicher, den Ernährungsbebarf unberücksichtigt laffen- bei Nahrungszufuhr abhänge. Dies bewies er durch höchst interessante Fastenergebnisse, die in ihrer Form unb ber Ueberlezenheit ihres Erfolgs einfach unmöglich wären, wenn nicht harmonisierenbe Eigengesetzlichkeit des Lebens über aller Nahrungszufuhr stünde. Die Ser-

Fulda Künzellerstrasse 15

Spezialität:

Umvma!

Band-Säten

D. R. P. D. R. G. M. für Schreiner, Glaser etc. auch mit Abricht- und Dickten-Hobelapparat 300 mm.

Alle Maschinen für

Schreiner, Stellmacher, Glaser, Küfer usw.

Günstige Preise und Zahlungserleichterungen

= Der überragende Wert einer guten Verdauung. Darüber sprach am 6. November in der behaglich durchwärmten Aula des Gymnasiums Herr Dr. Katz, Degerloch-Stuttgart. Einleitend begründete er die Not­wendigkeit, die Zusammenhänge zwischen Körper unb Verdauung, zwischen Ernährung und Eesamtorganis- mus biologisch zu knüpfen und klar zu zeigen, um endlich aus der verhängnisvollen, beute fast allgemeinen Vor­stellung „Hie Nahrung — hie Ernährung" herauszukom- mcn. — Anschaulich unb lebenbig führte er seinen Hö­rern den Gang der Verbauung beim Gesunden vor. Er sprach von den verschiedenen Derdmiungs-Werk- zeugen, ihren Säften, ihrer chemischen Zusammensetzung unb Wirkungsweise auf die verschobenen Nährstoffe, beten Verflüssigung unb Aufsaugung und deren Rück­ständen. Aus der Lage und der körperlichen Speisung der Verdauungsorgane zog er Schlüsse auf die Funktion und den Funktionsmangel derselben und klarte anschie- ßend in feinsinnigem Aufbau auf über die torpeftiche Einlagerung der durch Verdauung freigewordenen Nah-

Maschinenfsteri!«

GeMäeröassemnnnKo^it

lll!llimi!lll|i»’lllll!inill' ........ii’itm-

Sie finden in meinem Spezial-Geschäft die größte Auswahl — gute Qualitäten und raaesäriggst— Preise 8

Winter - Joppen

warm gefüttert von Mk. 14. an

Frenz Schleicher, Bekleidung

Marktstraße 7.

Rheuma «uv <SW find die böten Begleiter der nobtolten unb schlechten Wetters. Überbauet die ErkSltnngS- fckmerren wie Gliederreiben. Ischias. Deren» schuß find eine Qual. Das echte Reichel« Electrlcnm. ein Naturprodukt sibirischer Fich- tenwölder. wirft gleichsam elektrisierend auf die leidenden Körperteile und übt eine durch­greifende schnell schmerzbesreiendeWirkung auS. viele dankbare Anerkennungen. Fl. M 1.25.2.— u. 3M in Apotbeken unb Drogerien erhältlich.

Bestimmt zu haben bei:

E. Pauly, Central-Drogerie. Centralpassage; 3 Mathes, Ad>er-Dr gerie, Buttermarki 12; Anton Schramm, Kloster-Drogerie, Leipzigetstt. 13 b; G. ft. Steyer, Drog rie zum ftrokosil, Karlstr. 31; 3n Gersfeld: F. stoch, Rhön-Drogerie; in Schlitz: st. Schmidt, Medizinal-Droaerie.

■tms.