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Abschaffung jeder Pflichtarbeit für die ausgesteuerten Erwerbslosen, ferner eine generelle Wirtschaftsbeihilfe von 35 Mark für Ledige, 45 Mark für Verheiratete und weitere 10 Mark für jedes Kind. Sollten die Forderungen, so heißt es in der Eingabe, nicht bewilligt werden, „so werde das Volk sprechen". Stadtv. Pappert verbreitet sich in längeren Ausführungen über die in der Eingabe enthaltenen Forderungen. Falls Die dreitägige Pflichtarbeit beibehalten werde, müsse den Wotzl- tahrtsarbeitern derselbe Lohn gezahlt werden wie üen tädtischen Arbeitern. •
In längeren Ausführungen äußert sich Magtstratsrat Dr. Danzebrink über die Betreuung der sog. Wvhl- kahrtsarbeiter durch das städtische Wohlfahrtsamt. Es handelt sich dabei um die aus der Arbeitslosenversicherung ausgesteuerten Erwerbslosen und solche arbeits- ähige Personen, die keinen Anspruch auf gesetzliche Erwerbslosenunterstützung haben. In letzter Zeit ist die Zahl der ausgesteuerten Erwerbslosen außerordentlich gestiegen. Ihre Zahl beträgt zur Zeit in Fulda 220 bis 230. Damit ist der städtischen Fürsorgetätigkeit eine chwierige Aufgabe gestellt. Während es sich bei der E'- werbslosenverstcherung um die Auszahlung getstzlich K;t umgrenzter Leistungen ohne Prüfung des Grades der Bedürftigkeit handelt, richtet sich die vom Wohlfahrtsamt ausgeübte Fürsorge nach dem Grade der Bedürftigkeit der Wohlfahrtspfleglinge. Die -beste Fürsorge ist die Bereitstellung von Arbeits- und Erwerbsmöglichkeit. Das geschieht durch die Ausführung von Notstandsarbeiten. So sind in dem städtischen Steinbruch etwa 50 bis 60 Arbeiter mit solchen volltariflich bezahlten Notstandsarbeiten beschäftigt. Außer dieser Vollbeschäftigung gibt es noch eine zeitlich beschränkte Beschäftigung von ausgesteuerten Erwerbslosen an drei Wochentagen, die sogenannte Pflichtarbeit. Dadurch, daß man dem Erwerbslosen Gelegenheit zur Arbeit gibt, soll ihm das deprimierende Gefühl genommen werden, dauernd nur auf die öffentliche Unterstützung angewiesen zu sein. Ferner will man auf diese Weise seine Arbeitsfähigkeit und damit die Aussicht auf Arbeitsvermittlung erhalten. Denn je länger die Entfremdung von der Arbeit dauert, um so schwerer ist es erfahrungsgemäß, den Wohlfahrtspflsg- ling wieder in den Arbeitsprozeß einzugliedern. Bon diesem Gesichtspunkte aus betrachtet liege die Pflichtar- beit also im ureigensten Interesse des Erwerbslosen selber. Bezügl. der Höhe der Unterstützungssätze (sie wurden in der Mittwochnummer der „Fuldaer Zeitung" veröf- fenüicht) wies der Redner die Behauptung zurück, daß die den Pflichtarbeitern gezahlten Betrüger niedriger seien als die Erwerbslosenunterstützungssätze. In dem Arbeitslosenversicherungsgesetz sei zwar eine Staffelung der Sätze festgelegt. Im Großen und Ganzen lägen aber die seitens des Wohlfahrtsamtes gezahlten Beträge erheblich über denen, die das Arbeitsamt zahle. Die Heranziehung zur Pflichtarbeit fei im Fürsorgegesetz vorgesehen.
Was die Forderung nach einer Wirtschaft sbei- Hilfe anbetrifft, fo bemerkte der Redner, daß eine generelle Beihilfe nicht angängig fei. Jeder Notfall werde aber im einzelnen wohlwollend geprüft werden Das Wohlfahrtsamt habe in dieser Hinsicht auch schon recht namhafte Aufwendungen gemacht. So fei eine größere Zahl von Bedürftigen mit Kartoffeln, Brennmaterial. Kleidungsstücke, Schuhen usw beliefert worden. In einzelnen Fällen habe man auch Beihilfen zu den Mieten gewährt. Den in vollbeschäftigte Notstandsarbeit Gekommenen habe das Bauamt Vorschüsse zur Beschaffung von Kartoffeln gegeben.
Stadtv Schmied hält die Unterstützungssätze des Wohlsahrtsamtes für zu niedrig und behauptet, daß das Bauamt bei Akkordarbeiten schlechtes Werkzeug liefere. Die Heranziehung der Erwerbslosen zur Pflichtarbeit halte er für gerechtfertigt, doch müsse sie den Kräften der Erwerbslosen angepaßt sein.
Magistratsrat Dr. Danzebrink erwidert, daß sich der Angriff des Vorredners auf die Akkordarbeit wohl auf einen bestimmten Fall beziehe. Es handele sich um 3 Erwerbslose, die weil sie sich bei keiner Arbeit bewährt hätten, vom Wohlfahrtsamt mit Sägen und Zerkleinern von Hol, beauftragt wurden. Zu diekem Zwecke fei eigens eine neue Säge angeschafft worden. Da aber von den Betreffenden nur eine lächerlich geringe Tagesleistung vollbracht wurde, fei von zuständiger Stelle geprüft worden, welche Arbeitsleistung btln- gerroeife von den Leuten gefordert werden dürfe. Ein 71jähriger Holzarbeiter, den man als Sachverständiger zuzog, habe erklärt, daß er mit seiner Frau 1% Meter Holz im Tage füge und zerkleinere. Den drei Erwerbslosen sei daraufhin aufgegeben worden, pro Tag zunächst einmal 1 Meter Holz fertig zu machen. Die Leistung in 3 vollen Tagen habe aber insgesamt nur einen Meter Holz betragen. Die Stadt habe diese Arbeit mit 65 Mk. bezahlen müssen. Das seien unhaltbare Verhältnisse.
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Dennoch hätten diese drei Wohlfahrtsarbeiter es fertig- gebracht, 50 Kollegen im Schloßhof zusammenzutrommeln. um mit Gewalt ihre Ansprüche durchzusetzea. Durch derartige Druckmittel werde sich die Stadtverwaltung aber nicht einschüchtern lassen. Den übrigen wirklich arbeitswilligen Wohlfahrtsarbeitern werde durch das arrogante Auftreten einiger Weniger keineswegs gedient. Bezüglich der Höhe der Unterstützungssätze führte der Redner aus. daß diese unmöglich über die Löhne eines die ganze Woche hindurch schaffenden ungelernten Arbeiters hinausgehen könnten.
Stadtv. Kind betont, daß er sich nicht gegen die Pflichtarbeit wende ' Man solle aber Mittel und Wege uchen, um die 150 Wohlfahrtsarbeiter in volle Beschäftigung zu überführen. Sollte dies aber nicht möglich fein, fo beantrage er eine Wirtschaftsbeihilfe.
Magistratsrat Dr. Danzebrink erklärt, daß die Stadtverwaltung in ihrem Steinbruch den Notstandsar- beitern eine Beschäftigung biete, die nach vollem Tarif bezw. nach Akkord bezahlt werde. Leider würde aber diese Arbeit von den meisten Erwerbslosen verschmäht. Für die nächste Zeit plane die Stadtverwaltung noch eine Reihe weiterer Notstandsarbeiten, z. B den Ausbau der Straße am Waldschlößchen, einen Durchstich der Fulda und eine Regulierung des Badeplatzes Alle diese Arbeiten sollten selbständig von der Stadt, ohne Zuhilfenahme des Arbeitsamtes, ausgeführt werden. Er wünsche, daß für diese Arbeiten sich möglichst viele Wohl- sahrtsarbeiter bereit finden möchten. Nach seinen bisherigen Erfahrungen gebe er sich jedoch in dieser Hinsicht keinen allzu großen Hoffnungen hin.
Stadtv. Prof. Dr. T h i e s e m a n n, der insbesondere die sittliche und ethische Seite der Arbeit betont, halt ebenfalls eine schematische Unterstützung der Erwerbslosen durch eine generelle Beihilfe für nicht richtig, sondern empsiehlt Gewährung von Winterbeihilfen nach Maßgabe der Bedürftigkeit.
Am Schluß der dreistündigen Beratung berichtet Stadtv. Enders noch über eine Reihe von Lö- fchungsbewilligungen und Nachstands- erklärungen, die ohne Debatte genehmigt wurden.
Kurz nach 8 Uhr wird die Verfammkung von dem Vorsitzenden geschloffen.
*
Der aus noch erinnerlichen Umständen aus der Kommunistischen Partei ausgeschiedene und als Fraktionsloser der Stadtverordnetenversammlung noch angehörige Herr Pappert bezweifelte die Richtigkeit der in einer redaktionellen Notiz der Fuldaer Zeitung den Unterstützungssätzen des Wohlfahrtsamtes gegenübergestellten Löhne vergleichbarer Fuldaer Industriearbeiter. Da Herr Pappert unseres Missens kein Lohnarbeiter ist, nehmen wir es ihm nicht übel, daß er die Löhne der in Betracht kommenden Arbeiterkategorien nicht kennt. Es dürste ihm aber doch nicht schwer fallen, sich ebenso, wie wir es getan haben, zu unterrichten, und er wird dann feststellen müssen, daß die Löhne, die in Fulda ungelernte Arbeiter aufgrund der für Fabrikarbeiter und ähnliche Gruppen geltenden Tarifverträge erhalten, die in der Fuldaer Zeitung angegebenen Sätze im Durchschnitt nicht überschreiten. Gelernte Berufe haben natürlich mehr. Die Arbeiterschaft hat am wenigsten Interesse daran, daß sich die Oeffentlichkeit über das, was viele Arbeiter tatsächlich verdienen, Illusionen macht, und unsere Notiz hatte nur den Zweck, den Tatbestand festzusteNeu und für sich selbst sprechen zu lassen.
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Schlachthausgaffe. Es handelt sich um eine Fläche von 16 Quadratmeter, die dem Reflektanten zu 15 Mark pro Quadratmeter von der Stadt überlasten werden soll. Dem Antrag wird stattgegeben. Durch die Ueberlafiung wird der Neubau eines Wagenhauses ermöglicht.
Durch den Ablauf der bisherigen Wahlzeit machte sich eine Neuwahl der Schiedsmänner notwendig. Während früher vielfach das Amt des Schiedsmannes mit dem des Bezirksvorstehers in einer Person vereinigt war, hat es sich jetzt mit Rücksicht au* die vermehrte Tätigkeit auf den beiden Gebieten als zweckmäßig herausgestellt, die Aemter zu trennen. Nach dem Vorschlag des Berichterstatters Stadtv. Peter Schmitt wurden folgende Schiedsmänner wieder gewählt: 1. Bezirk Schulunachermeister Richard Günther, (Stellvertreter Lehrer i. R. Ernst Andr>st, 2 Bezirk Schneidermeister Fritz Bolender (Stellvertreter Kaufmann Franz Kammerer), 3. Bezirk Kaufmann Joseph Göller (Stellvertreter Kaufmann Ruland), 4. Bezirk Glasermeister Karl Traut (Stellvertreter Fabrikant Karl König), 5. Bezirk Schlosser Karl Vogel (Stellvertreter Buchdrucker Konstantin Fuchs), 6. Bezirk Metzgermeister Alois Martin (Stellvertreter Emil Fessel). Im 7. Bezirk wurde Korrektor Wilhelm Fuchs, der kürzlich wieder zum Bezirksvorsteher gewählt worden ist durch Rechnungsführer Vinzenz Weißmüller als Schiedsmann ersetzt und als dessen Stellvertreter Prokurist E Hagedorn gewählt.
Nachdem die Versammlung auf Antrag des Stadtv. Kind hire Zustimmung zur Einholung der Verlängerung der Genehmigung der Biersteuerordnung erteilt hatte, erfolgte die
Festsetzung verschiedener Fluchtlinien.
Zunächst wurde über die Verbreiterung der Petersbergerstraße an der Postgarage beraten. Die Vorlage hat bereits die letzte Stadtoerordnetensitzung beschäftigt. Damals war aus der Versammlung heraus die Frage aufgeworfen worden, ob nicht eine Verbreiterung der Fahrbahn auf 10 Meter, statt wie von dem Bauamt vorge- fchlagen wurde, auf 8 Meter empfehlenswert sei. Die Fluchtlinienkommission erachtet nach einer Platzbesichtigung die vom Magistrat vorgeschlagene Lösung als die zweckmäßigste. Die Versammlung beschließt darauf »n diesem Sinne. Die weiteren Fluchtlinienpläne betreffen die verlängerte Nangstraße — Ecke Wallweg, die Verbindungssträße zwischen Schweinemarkt, Dalbergstr., Künzellerweg und Friedensstraße, das Gelände am Waldschlößchen, sowie den unteren Teil der Schloß- straße. Bis auf die Schloßstraße werden die FluÄtlinien in der beantragten Weise festgelegt. Bei der Vorlage über die Schloßstraße, für die der Fluchtlickienplcm eine Verbreiterung auf 25 Meter vorsieht, entfpinnt sich eine längere Debatte. Stadtv. Enders bittet die Beschlußfassung einstweilen auszusetzen. Stadtv. Eduard Schmitt fragt an, ob die Angelegenheit bereits die städtische Kunstkommission beschäftigt habe. Es handele sich hier um einen vom städtebaulichen Standpunkt aus wichtigen Teil der Stadt. Wenn eine Unterführung der Straße unter dem alten Landratsamt her geplant Jet. so könne eine Verschandelung des Städtebildes eintre« len. Auck befürchtet er, daß dann der wertvolle Stuck- faal in Mitleidenschaft gezogen werde. Zwecks weiterer Klärung wird die Festsetzung der Fluchtlinie für die Schloßstraße auf eine Spätere Sitzung vertagt.
Stadtv. Stein berichtet über die geplante
Ausführung von Entwässerungsanlagen
für die Maderzeller- und Niesigerstraße. Wie er mit- ieiü, liegen Beschwerden der Domänenverwaltung Neuenberg vor wegen Schädigung der Wiesen durch die Abwässer von vier an der Maberzellerftraße gelegenen städtischen Wohnbauten. Zur Abstellung der Mißstände soll eine gemeinsame Klärgrube für die betreffenden Häuser angelegt werden, von der aus das Wasser dann in die Fulda weiter geleitet werden kann. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 3 600 Mk. Aehnlich liegen die Verhältnisse in der Niesigerstraße. wo ein unterirdischer Kanal für die Ableitung der Abwässer sorgen soll. Hier werden die Kosten auf 2 100 Mk. veranschlagt. Die erforderlichen Mittel, insgesamt 5 700 Mk., sollen aus Anleihemitteln gedeckt werden. Die Vorlage wird in der beantragten Form genehmigt.
Als nächster Punkt folgt die Beratung eines Antrages der sozialdemokratischen Stadtverordneten sowie des keiner Partei angehörenden Stadtv. Pappert au Gewährung einer Mrischafksbeihilse für die Erwerbslosen und Wohlfahrtsarbeiter, sowie Regelung der pflichlarbett.
5n der Angelegenheit liegt eine Eingabe der Erwerbslosen- und Wohlfahrtsarbeiter vor, die von dem Stabi- verordnetenoorsitzenden verlesen wird. Sie stellt ziemlich extreme Forderungen. Verlangt wird darin u a.
feit, bei der mehr die Grenze des Zureichenden, als des Zulässigen zu beachten fei. Für Tage des Kr-mkfe'.ns forderte Redner strengste Berücksichtigung von Appetit und Verdauungskraft ohne einseitige Rücksichtnahme aus den Ernähnmgszustanb. Fasten ist höchste Sch o • nung. Chronische Leiden erfordern ^zweckomle eiweißarme, vitaminreiche, vorwiegend fleischlose Ernährungsweise im zeitweisen Wechsel mit strengen D.atformen (Schroth-, Fasten-, Rohkostkur). Beispiele ertauterteu die Heilkraft von Diätkuren. — Der Besuch hatte etwas besser fein können. Es waren infolge der grabe In er herrschenden Kirchweihbegeisterung nur etwa 250 Personen zugegen, die am Schluß des Vortrags reichlich Beifall spendeten. — Schade, daß der Redner zu ra,ch sprach! Dadurch und durch die zahllosen fachwissen- schaftlichen, den Laien großenteils fremden Ausdruae wurde die veriprochene Volkstümlichkeit derAusfuhmngen stark beeinträchtigt. Die Ausbeute _ an verwertbaren Ratschlägen war deshalb geringer als bei anderen Gelegenheiten Nächste Veranstaltung des Naturhen- vereins: 23. Stiftungsfest am Sonntag, den 11. OlDbem« ‘ ber, im Gesellenhaus. Weiteres berichten barucer die noch erscheinenden Zeitungsanzeigen.
dauungskrankheiten entstehen durch grobe Vernachlas- igung ber Verbauungskraft infolge Ueöerschätzung des Wertes der Nahrung. Aus der Verdauungsstörung ent- wickeln sich Krankheiten, denen ihr Verdauungsursprung später kaum ober überhaupt nicht mehr anzukennen ist. Die Verbauung ist zwar gefühllos gegen Zersetzung und Bakterien-üeberschwemmung, der Körper aber nicht gegen die in bet Verbauung vorhandenen giftigen Stoffe. Trotz größter Entlastungsmöglichkeiten des Körpers erzeugen diese Stoffe in ihm erst nervöse Rei- zungen, dann nervöse Hemmungen, Lähmungen und schließlich tatsächliche Organ-Störungen. Die Erfolge durchgreifender Verdauuiigsregelung beweisen durch erstaunliche Heilfähigkeit des kranken Organismus den überraaenben Wert ber Verdauung. Zum Schluß ging Herr Dr. Katz noch auf den Wert der verschiedenen Diätformen (Fleisch-, vegetarische und Rohkost) ein. Alle Nahrung sei gesund, soweit nicht sehr ausgeprägte Einseitigkeit gepflegt würde. Das Versagen der Verdauung liege nicht an ber Nahrung, fonbern in ber persönlichen Unzulänglichkeit der Verdauung. Als „Not- malkost" bezeichnete er die gemischte Kost mit Bevor- summa von Gemüse und Obst. Der Grundsatz zweck- voller' Ernährung liege in gewohnheitsmäßiger Mäßig-
Aus der ZeMrumspartei.
= Die Vertretung der Zenlrumsfraktion im Sozialen Ausschuß. An Stelle des Abgeordneten Andre, der fein Mandat niedergelegt hat, wird als Stellvertreter der Zentrumsfraktion in den Sozialen Ausschuß des Reichstags ber Abg. R iesener eintreten. Ferner tritt in den Sozialen Ausschuß ber Abg. Becke r-Arnsberg ein für die Beratung ber Fragen der Reform der Ar- beiteroerficherung.
rungSenergien. Er wies überzeugend nach, baß gute Verbauungsarbeit in erster und letzter Linie vom Er- nährungsbebarf bes Körpers unb nie von einseitiger, reichlicher, den Ernährungsbebarf unberücksichtigt laffen- bei Nahrungszufuhr abhänge. Dies bewies er durch höchst interessante Fastenergebnisse, die in ihrer Form unb ber Ueberlezenheit ihres Erfolgs einfach unmöglich wären, wenn nicht harmonisierenbe Eigengesetzlichkeit des Lebens über aller Nahrungszufuhr stünde. Die Ser-
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= Der überragende Wert einer guten Verdauung. Darüber sprach am 6. November in der behaglich durchwärmten Aula des Gymnasiums Herr Dr. Katz, Degerloch-Stuttgart. Einleitend begründete er die Notwendigkeit, die Zusammenhänge zwischen Körper unb Verdauung, zwischen Ernährung und Eesamtorganis- mus biologisch zu knüpfen und klar zu zeigen, um endlich aus der verhängnisvollen, beute fast allgemeinen Vorstellung „Hie Nahrung — hie Ernährung" herauszukom- mcn. — Anschaulich unb lebenbig führte er seinen Hörern den Gang der Verbauung beim Gesunden vor. Er sprach von den verschiedenen Derdmiungs-Werk- zeugen, ihren Säften, ihrer chemischen Zusammensetzung unb Wirkungsweise auf die verschobenen Nährstoffe, beten Verflüssigung unb Aufsaugung und deren Rückständen. Aus der Lage und der körperlichen Speisung der Verdauungsorgane zog er Schlüsse auf die Funktion und den Funktionsmangel derselben und klarte anschie- ßend in feinsinnigem Aufbau auf über die torpeftiche Einlagerung der durch Verdauung freigewordenen Nah-
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