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— Der Großhandelsindex im Durchschnitt Oktober. Die für den Monatsdurchschnilt Oktober berechnete Groß­handelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes hat sich gegenüber dem Vormonat um 0.1 v. H. auf 140.1 (139.9) e r höht. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstofse um 0.4 v. H. auf 134.8 (134.2) gestiegen und diejenige für Kolonialwaren um 1.5 v. H. auf 129.0 (131.0) gesunken. Die Indexziffer für industrielle Roh- hoffe und Halbwaren war mit 133.4 (133.5) nahezu un­verändert, während die Indexziffer für industrielle Fer­tigwaren um 0.3 v. H. auf 160.0 (159.5) angezogen hat.

= Die Reparationsleistungen im Oktober. Die E'.i- nahrnen des Reparationsagenten im Oktober stellten sich abzüglich 1.33 Mill. Diskont für Vorauszahlung auf den Dienst der Reichsbahnobligationen auf 182 Mill. Trans-

- - W W W W VW W* V * Auch Ihrer Wäsche

fehlt sie, wenn Sie nicht die aus tropischen Rohstoffen berge stellte Naumann's weiße Kernseife „Extraseine Qualität* verwenden. Wie Wein ist auch sie gesamw-Ite Sonne. Weib wie die Seife wird Ihre Wastbel

— Frankfurt a. 2tt., 7. Nov. (Getreidebörse.) Es wurden bezahlt für je 100 Klg.: Weizen 23.40, Roggen 22.25—22.50, Sommergerste für Brauzwecke 24—24.25, Hafer inländ. 23—23.25, Mais für Futterzwecke 22, Wei­zenmehl 33.75—34.50, Roggenmehl 29.75—30.50, Wei­zenkleie 13.75, Roggenkleie 14.25. Tendenz: matt.

= Berliner Drobnfttenböife vom 7. November vtmklich festgesetzte Preise. Getreide und Oelsoaten per I ooo sonst per 100 Kg. in Reichsmark. Weizen märr. 209—212 Roggen märk 200—203, Sommergerste 230-250, Winter­gerste 202—212 Hafer mark. 199-206, Mais toko Ber- lin 221—223, Weizenmeht pro 100 kg tret Berlin brutto tnfl. Sack (feinste Marken über Notiz. 26,25—29 50 Roggenmehl pro 100 kg frei Berlin brutto mkl. Sack 25.60—28.75, Weizenklere frei Berlin 14,60 bis 14,80, Roggenkleie trei Berlin 14,60—14,80, Raps 340 bis 350, Leinsaat 000—000, Viktorwerbsen 45,00—54,00 kleine Speiseerbsen 00,00—00,00, Futteierbsen 00.00 bis 00,00, Peluschken 00,00—00,00, A erbohnen 00,0 bis 00.00, Wicken 27,00—29,50, Lupinen, blaue 00,00 bis 00.00, Lupinen gelbe 00,00 —00,00, Seradella neue 00,00-00,0 Rapskuchen 19,80-20,20, Leinkuchen 24 60 bis 24.80 Trockenschnitzel 14,40—14,7, Soya-Schrot 22,00 bis 22,70, Kartoffelstöcken 19,30-19,70

* Raubmord an einem Forstmeisterehepaar. Der Forstmeister Grimm und seine Gattin in S a a l b u r g, die nach einer Meldung anscheinend bei einem Zimmer­brand den Tod durch Ersticken gefunden haben sollten, sind nach den Ermittlungen der Landeskriminalpolizei Weimar einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Die Mordkommission des Landeskriminalamtes hat einwand­frei festgestellt, daß Raubmord vorliegt. Beide Leichen wiesen schwere Kopfverletzungen auf. Außerdem fehlen amtliche GelderJn beträchtlicher Höhe und Schmuckgegen- stände. Der Tater hat, um die Spuren des Verbrechens zu verwischen, die Betten in Brand gesteckt. Auf die Er- greifung des Täters ist eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt worden. __________

Saatenstand in Preußen.

wtb. Berlin 8 .Nov. (Eig. Funkm.). Wie die Sta­tistische Korrespondenz mitteilt, ist der Stand der Win­tersaaten in Preußen anfangs November bei der bisherigen Entwicklung recht g u n ft i g, vor allem bei Weizen und Gerste, die, wenn 2 gleich gut und 3 gleich mittel bedeutet, die Noten 2,6 erhalten haben. Gemenge und Klee dagegen werden etwa als mittel beurteilt. Ge­genüber dem Vorjahre bedeuten diese Noten fast über­all eine wesentliche Verbesserung. Nur Klee hat um 0,3 Punkte nachgegeben (Anfang November 1927 2,7, Anfang November 1928 3,0).

Die Herbstbestellung, die durch eine längere Trockenperiode allgemein um 8—10 Tage, teilweise sogar länger, aufgehalten worden war, hat im Oktober gute Fortschritte gemacht.

Der Eisenkampf.

Die Zentrumsfraktion des Reichstags hat am Mittwoch abend nach längerer Aussprache die Ein­bringung einer Interpellation im Reichs­tag beschlossen, die unter anderem folgendes aus­spricht:

Die Nordwestdeutsche Gruppe des Vereins der Eisen und Stahlindustriellen hat trotz des am 31. Oktober vom Reichsarbeitsministerium für verbind­lich erklärten Schiedsspruchs am 1. November die angedrohte Schließung der Betriebe vollzogen. Die­ses Vorgehey bedeutet, ungeachtet der von den Unternehmern geltend gemachten Rechtsansprüche eine schwere Gefährdung des auf den Ar­beitsfrieden gerichteten Grundgedan­kens des Schiedswes ens und hat unabseh­bare politische und wirtschaftliche Wirkungen.

Die Interpellation zählt dann diese Rückwir­kungen auf die betroffenen über 200000 Arbeiter und ihre Angehörigen/ auf die Verwaltung und das Gewerbe, das Transportwesen, den Mittel­stand und die Gemeinden usw. auf und fragt dann die Reichsregierung:

„Was gedenkt die Reichsregierung zu tun, um die durch das Vorgehen der Arbeitgeber erschüt­terte Autorität des staatlichen Schlichtungswesens wiederherzustellen sowie den für die Gesamtwirt­schaft entstandenen Schaden wieder gutzu­machen?"

Außerdem hat das Zentrum eine Reihe von Anträgen eingebracht, die bezwecken, die Autorität

Gefährlicher Vahnbau.

Bei dem soeben begonnenen Bau der bayerischen Z u g s p i tz b a h n ereigneten sich drei schwere Unfälle. Ein 24jähriger Arbeiter wurde von einem Stein am Kopfe getroffen. Er stürzte eine 100 Meter hohe Fels­wand hinab und war sofort tot. Ein 29jähriger Arbeiter wurde kurz darauf von einem ebenfalls herunterbrechen­den Stein am Rückgrat getroffen und so schwer verletzt, daß er kaum mit dem Leben davon kommen dürste. Ein dritter Unglücksfall ereignete sich in der Nähe des Cib- sees, wo ein Arbeiter von einem entgleisten Rollwagen erdrückt wurde. -4 *

Bis der Doktor kommt.

Don Dr. Wolfg. Schmidt- Königsdorf.

Der Doktor kommt! — Mit einem Gemisch von freudiger Hoffnung und unbestimmter Furcht wartet der Kranke auf den Zeitpunkt, wo durch das Erscheinen des Arztes die Spannung gelöst werden soll. Nicht minder ist für die Umgebung des Patienten die Zeit des Wartens eine Zeit der Unruhe. Wie oft wird der Kranke unnütz gequält weil die „gute Hausfrau" schnell wo möglich gro­ßen Hausputz veranstaltet, um alles recht „schön" zu haben, wenn der Herr Doktor kommt! In die­ser Hetze wird dann meist das Wichtigste verges­sen: was man dem Arzt alles sagen und ihn fra­gen will. Was der Doktor aufgehoben haben mochte, w.rd in der Stöberwut restlos weg- ge chuttet und er findet einen durch Umziehen, Um. ketten u,w. reichlich ermatteten Patienten vor in einem Zimmer, m dem durch Aufkehren und Ab­stauben möglichst viel Staub aufgewirbelt worden

Zu Nutz und Frommen unserer Kranken möchte ich daher einige Dinge besprechen, die wich­tig sind, „bis der Doktor kommt"

Menu irgend möglich, bestelle mau den Amt rechtzeitig. Dies hat den Vorteil, daß man S gleich in Verlegenheit kommt, wenn der eine ober andere Doktor, den man haben möchte r,FL raöe abkömmlich ist. 0Ct>te'

Dann überlege man sich in Rübe- denn der Arzt gern sehen wollen: Stubl^N. fonnt,e Erbrochenes, Urin, bei kleineren Kinder.^^urf, Stuhl beschmutzten Windeln. Das hebe 1„?«e mtt besten am Klosett auf, und wenn der Ar,t^- oder andere bann sehen will, um vielleu-b« mwnC suchungen anstellen zu lassen, ist es da nter"

Das Krankenzimmer kann ruhig nü6 wischt werden. Es sei nicht zu kalt, dawst der Kranke bei der Untersuchung nicht friert Asw rechtzeitig Feuer machen, abends für Beleucktnnv sorgen. Den Kranken kann man je nQd? Schwere seines Zustands wohl säubern. und mit neuer Wäsche versehen. Man laste ihr aber in Ruhe, wenn er starke Schmerzen hat ober eine starke Blutung (aus Nase, Lunge, Magen, Un­terleib) besteht. Schließlich richte man Waschwasser Seife und Handtuch her, damit ber Arzt nicht tre= gen solcher Lappalien Zeit verlieren muß. $gcr mit Temperaturmessen und Pulszahlen umgehen kann, möge diese Messungen vornehmen und die Zahlen aufschreiben.

Außerdem benütze man die Wartezeit, um be­ruhigend auf den vielleicht aufgeregten Kranken einzuwirken. Man rede nicht von Operationen, Sterbefällen. Selbst wenn man den Eindruck hat, baß es schlecht steht, nehme man sich zusammen unb geige sich gefaßt. Man stecke mit seiner Ner­vosität den Patienten nicht an! Wie schlecht wirkt es doch auf den Kranken, wenn man alle Augen- blitfe auf die Uhr sieht und seufzt: „Ich weiß gar nicht warum der Herr Doktor noch nicht da ist!"

Gegenteil helfe man über die Wartezeit durch irgend welche Ablenkung hinweg und vertröstet ihn, wenn der Kranke wirklich nervös wirb.

Ist der Arzt in der Nacht bestellt worden, so ist ein em Gebot ber Höflichkeit, für anständige Trep­penbeleuchtung zu sorgen. Er kennt sich ja in dem , und könnte zu Schaden^kommem^ blt ®nmo,i"ir | Sie MM öle Sme! jso vorbereitet ist, bann wird ber uc^ ’C!$e Teste befriedigend verlaufen und für den Kranken auch förderlich fein.

Handel und

Berliner Donnerstagsbörfe.

wtb. Berlin, 8. Nov. (Eig Funkm.) Im heutigen I Vormittagsverkehr war bas Geschäft sehr still, doch konnte I man keine durchaus deutliche Tendenz feststellen. Zu I Beginn des offiziellen Verkehrs war die Stimmung als flau anzusprechen. Die gestrige Hausse, mit der die I Newporter Börse die Wahl Hoovers beantwortet hatte, machte keinen Eindruck. Man zeigte heute nicht mehr so die Befriedigung über die Wahl wie gestern, da man anführte, daß der neugewählte Präsident sich für Schutz des Inlandsmarktes und einen forcierten Export start einfetze. Vor allem verstimmte jedoch die Nachricht, daß die Sanierungsaktion bei Wolfensberger und Iedmer gescheitert ist, obwohl die Attiven auf 31 Millionen und I die Passiven nur auf 24.7 Millionen Fronten geschätzt I werden, da man der Ansicht ist, daß die Attiven mehr zu realisieren sein werden. Cs verlautete, daß am Frei­tag in Zürich die Exetutionen der Börsenpositionen er- I folgen soll. Verstimmend wirkten ferner neue Konkurse | in der westdeutschen Eisenindustrie. Nur in Kaliwerten, | tes im Reiche und eine gewisse Zuspitzung des Konfliktes in der westdeutschen Jisenindustrie. Nur in Kaliwerten, besonders in Kaliindustrie und Krügershall, war das I Geschäft bei mehrprozentigen Gewinnen lebhaft. Erdöl, | die schon gestern gefragt waren, tonnten heute erneut anziehen, ebenfalls Berger, Mitteldeutsche Stahl, Daim­ler, Lorenz und Svensta, letztere erholten sich um 314 Mk. Am Elettromartt war das Angebot ziemlich start, doch wurde die Ware verhältnismäßig gut ausgenom­men. Die Rückgänge betrugen hier bis zu 3 Prozent. Am Montanmarti ‘ lagen Rheinstahl und Rheinische | Braunkohle 2% bis 4 Prozent schwächer. Polyphon ver- ! loren 5 Prozent. Deutsche Anleihen behaupteten sich, Ausländer lagen uneinheitlich. Der Geldmarkt zeigte ein leichteres Aussehen. Tagesgeld war mit 5—7 Proz. er­hältlich, Monatsgeld unverändert 8—9 Proz.,Warenwech­sel ca. 7 Proz. Nach den ersten Kursen wurde es, aus­gehend von Kaliwerten und Schlickert, wieder fester. Die Tagesspekulation schritt zu Deckungen und das Kurs­niveau tonnte sich um 1—3 Proz. erholen. Spritwerte, Banken und Autoaktien gefragter. Es besteht die Mög­lichkeit, daß der Privatdiskont ermäßigt wird. Devisen waren unverändert. Der Pfandbriefmarkt bleibt ge­schäftslos und uneinheitlich

*

Der Privatdiskont wurde für beide Sichten um je Vs Proz. ermäßigt auf 614 Proz.

preußischer Landtag.

V D Z Berlin, 8. Nov. (Eig. Funkm.). Die Uranträäe zur Frage der Wohnungsnot, zum Zu­sammenbruch der Schuposiedlung Spandau und zu den Stillegungen in der oberschlesischen Eisenin­dustrie werden ohne Aussprache den zuständigen Ausschüssen überwiesen.

Dann wird die Aussprache über die große An- r_oge der Deutschnationalen zu den Vorgängen s^Werner Siemens Realgymnasium fortgesetzt, die schon am Vortag die Debatte be- schäftigte. *

Die Fraktion der Deutschen Volks - Partei im preußischen Landtag beschäf­tigte sich am Mittwochabend im Zusammenhang mit den Erörterungen über die Verbreiterung der preußischen Regierungsbasis mit der Frage, welche Richtlinien sie für- ihre Zustimmung zu einem Konkordat aufstellen müßte. Die Besprechungen werden fortgesetzt und sollen mit der Formu­lierung solcher Richtlinien enden.

Dr. v. Guerard in München.

Reichsverskehrsminister Dr. von Guerard ist in München eingetroffen, um der bayerischen Staats­regierung seinen offiziellen Besuch zu machen. Bei biefer Gelegenheit werben einige verkehrs- wirtschaftliche Fragen erörtert.

* Freilassung des in Afghanistan verhafteken deutschen Försters. (Eig. Funkm.). Der deutsche Förster Seybak, ber bekannlich vor einigen Tagen auf ber Hauptstraße ber neuen Hauptstabt Donil Aman einen ihm ins Motorrab gelaufenen Af­ghanen überfahren und verletzt hatte unb bis zur völligen Aufklärung des Sachverhaltes von der af­ghanischen Polizei in Arrest genommen mar, ist in­zwischen gegen Bürgschaft freigelassen worben. — Anmerkung bes Wtb.: Dieser Akt ber Rücksicht­nahme auf bas moberne Rechtsempfinden ist vor allem dem Könige und dem soeben von ihm zum Außenminister ernannten früheren Gesandten in Berlin Ghula Siddiq Khan zu danken.

Ein V.uCfien Dir viel Freuae macht, Wenn Du ihn selbst zustanä ßetrachi vor allem Ist er nährstoffrelch- tfensvcn es nur und badi'ha jleidu

des Schiedsgedankens und des Reichsrechts zu wahren unb Mittel und Wege für- den Ausgleich der entstandenen Schäden aufzuweisen.

Der Termin in der Feststellungsklage.

wtb. Düsseldorf, 8. Nov. (Eig. Funkm.). Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, ist der Ter­min in ber Feststellungsklage des Arbeitgeberver­bandes der nordwestlichen Gruppe des Vereins beutscherEisen- und Stahlindustrieller vom 16. auf den 12. November 9 Uhr vormittags z u- rückverlegt worden.

Internationale zum Ruhrkamps.

Die Gewerkschaftsinternationale hat laut „Vorwärts" an den Deutschen Metall- arbeiterverbanb eine Solidaritätskundgebung ge­richtet, in der es heißt:

Die denffche Gewerkschaftsbewegung hat in ber Vergangenheit so manchen Beweis großzügigster internationaler Hilfeleistung gegeben, so daß sie in dem jetzigen Kampf an ber Ruhr ber weitestgehen­den Solidarität der ganzen internationalen Ge­werkschaftsbewegung sicher sein darf.

Allgemeine Einstellungssperre.

Der „Vorwärts" veröffentlicht folgendes an alle in Betracht kommenden Arbeitgeberverbände er­gangene Rundschreiben:

Auf Veranlassung des Gesamtverbandes beut» | scher Metallindustrieller verhängen wir hiermit die I Einstellungssperre über alle aUs dem Tarifgebist

wirtschaft.

feriert wurden 166.3 (197.9 September) Mill Davon nur 73.7 (107) Mill, in Sachlieferungen, dagegen 44 (42.2) in bar und 31.8 (33.09) gemäß rep ora­tio n recovery act. Der Saldo per 31. Oktober er­höht sich demgemäß auf 190.8 (175.1) Mill.

— Gute Geschäflsenlwicklung bei Karstadt. In einer Aufsichtsratssitzung der Rudolph Karstadt 21.«®. Hamburg, wurde Bericht erstattet über die fortschreitende Entwicklung des Geschäfts der „EPA"-E i n h e 11 s - preis-A.-G., die inzwischen 17 Geschäfte in Deutsä- land fast ausschließlich auf. eigenen Grundstücken bet Rudolph Karstadt A.-G. betreibt, deren sechs weites« demnächst zur Eröffnung kommen. Die inzwischen er­worbenen und in Bau befindlichen Häuser werden es ermöglichen, bis Ende« 1929 eine Anzahl von etwa 40 Filialen In Betrieb zu haben. Die Umsatzziffern aller Häuser befinden sich im Zeichen steigender Ent­wicklung. In der Aufsichtsratssitzung wurde be­kanntgegeben. daß die Kauf- und Warenhäuser der Ru­dolph Karstadt A.-G. selbst auch in diesem Fahre eine nicht unbedeutende Umsatz st eigerung zu verzeichnen haben: vom Aufsichtsrat wurde beschlossen, von den Vorratsaktien im Betrage von 10,5 Mill. Rm. 9 916 000 Rm. nom. mit Dividendenberechtigung vom 1. Februar 1929 den Aktionären im Verhältnis von 6:1 zum Kurse von 175 Proz. anzubieten. Das Agio wird zur Erhöhung ber Sonderrücklagen Verwen­dung finden. Die noch übrig bleibenden 584 000 Rm. nom. Vorratsaktien bleiben unverändert zur Verfügung der Gesellschaft.

— Die bulgarische Slabllisierungsanleihe. Wie der „Temps" mitteilt, hat ber aus London kommende unb auf der Durchreise befindliche bulgarische Finanzminister Mollow erklärt, daß der Vertrag über den französischen Anteil an der bulgarischen Stabilisierungsanleihe in Höhe von 130 Millionen Franken bei einem Emissions- furs von 98.15 Prozent unterzeichnet worden ist. Die beiden übrigen Anteile entfallen zu 18 800 000 Pfund Sterling auf England mit Beteiligung der Tschechoslo­wakei, Belgiens und Hollands und zu 13 Millionen Dol­lar auf die Vereinigten Staateist die Schweiz und Italien.

frankfurter Viehmarkt.

ND. Frankfurt, 8. Nov. 1928. (Eig. Drahtber.). Es wurden bez. für je 1 Zentner Lebendgewicht.

Kälber: beste Mast-Saugkälber 71—75, mittt. Mast­rind Saugkälber,65—70, geringe Kälber 55—64.

Schafe: Mastlämmer u. jung. Masthammel 1. Weide- mast 45—50, mittlere Mastlämmer u. ölt. gut genährte Schafe 38—44, fleischiges Schafvieh 26—37.

Schweine: vollst. Schw. v. 240—300 Pfd. Lebendgew. 75—78, vollst. Schw. o. 200—240 Pfd. Lebendgew. 75 bis 79, vollst. Schw. p. 160—200 Pfd. Lebendgew. 74 bis 78, fleischige Schweine v. 160 Pfd. Lebendgew. 73 bis 76 Mark.

Auftrieb: Kälber 1074, Schafe 648, Schweine 450.

Fleischgroßhandelspreife: Ochs. u. Rindfl. 1. 85—90, 2. 75—85, Bullenfl. 78—84, Kuhfl. 2. 50—65, 3. 30—50, Kalbst. 1. 95—105, 2. 80—95, Hammelfl. 90—100, Schweinefleisch 90—97.

Marktverlauf: In allen Viehgattungen reges Geschäft und ausverkauft.

Frankfurter Börse.

Staatspapiere

6.11.

7.11

Allg. Elektr. Ges.

6 11

87,2.

7.11

87,5

6°'o Reichsanleihe

87,25

Bad Salzschlirf

27,0

I 27,0

D. Anl. Ausl. Sch.

Cem. Heidelberg

135,75 136,5

Anl. Ahl. Schuld

14,6

14,62

Gontin. Ges.

——

—-

4% Oestr. Goldr.

_

_

Daimler

82,7s

1 81,0

4% Ungarn Goldr.

26,45

26,5

D. Erdöl Herl

D. Scheideanstalt

209,5

135,9

208,87

Bold. Pfdbr. u. Anl.

Dürkopp werke

—

Eisenw. Kaisersl.

12,5

12,5

8<>'o Frkf. Hyp.-ß.

Gold.-Pfdb.

Elektr. Lief.

163,75

164,6

95,0

95,0

Elektr. Licht u. Kraft Farbenindustrie

234,0

236,0

So/o Frkf. Pfdb.-B.

252,5

251,0

Gold.-Pfdb.

95,0

94,9

Filzfabrik Fulda

90,0

90,0

80/oL.K.Kass.G.K.Obl

94,0

94,0

Frankfurter Gas

145,0

—

8% L. Kr. Kass.

Frankfurter Hof

90,0

91,0

Gold-Pfdb. 26 R. 1

96,0

96,0

Pokorny & \\ itt

71,5

72,0

8°'o L. Kr. Kass.

Gold-Pfdbr. 26 R. 2

96,0

96,0

Goldschmidt Hammersen

99,5

119,0

7°'o L. Kr. Kass.

Holzmann Ph.

132,5

132,75

Gold-Pfdbr. 27 R 4

90,0

90,0

Kammg. Kaiserei.

—

—

8° o Mein. Hyp.-B.

Konsv. Braun

87,0

87,0 164,87

Gold-Pfdbr.

95,0

95,0

Lahmeyer & Co

162,0

Lingel. Schuht

32,0

31,0

Bankaktien

Mainkraftw.

117,0

117,0

Motoren Oberursel

100,0

101,0

Commerzbank

187,25

187,75

N. S. U. (Neckarfz.)

130,0

Danatbank

290,0

165,25

290,0

SchuhstofE Fulda

50,0

50,0

Deutsche Bank

166,5

Schuhfabrik Herz

—

D. Eff. n. W. Bk.

126,5

126,5

Siem. & Halske

403,0

104,75

Diskonto-Ges.

161,0

161,75

V. Faßt Cassel

32,87

32,0

Dresdner Bank

166,75

167,5

Wayß & Frey tag

Zellst. Aschaffenb

131,25

134,0

Frankfurter Bank

118,5

118,5

280,0

203,75

Frank!. Hyp.-Bank

Meininger Hyp.-Bk.

148,1

148,25

Zellst. Waldhof

——

82,1

138,0

—

Südd. Zucker A.-G

148,5

149,5

Mitteid. Crea.-Bank

204,0

204,0

Reichsbank

302,5

304,0

Bergwerks-Aktien

Westbank Frankf.

100,0

100,0

Buderus Eisenw.

_

85,25

Aktien dtsch. Transp.- Anstalten

Gel senk. Bergw.

Harpener Bergbau

123,0

134,5

121,5

135,1

95,0

95,0

Ilse Bergbau

237,0

235.0

Cass. Strassenbahn

Kali Aschersleben

282,5

285^0

Hapag

Nordd. Lloyd

149,75

115,5

148,0

144,0

Mannesmann Riebeck

125^5

139,0

V La urahütte

_

66'0

Industrie-Aktien

Adt Gebr.

_

39,5

A-dlerw. Kley er

108,5

109,25

Berliner 6. November 7. November

Devisenkurse Geld Brief Geld Brief

Newyork

4,19

4,20

4,19

4,20

Brüssel

58,27

58,95

58,27

58,89

Holland

168,23

168,57

168,23

168,57

London

20,33

20,37

20,38

20,37

Paris

16,38

16,42

1-6,38

16,42

Schweiz

80,69

80,85

80,70

80,86

Spanien

67,60

67,74

67,60

67,74

Italien

21,96

22,0

21,96

22,00 I

Dänemark

111,78

112,0

111,79

112,01

Norwegen

111,76

111,98

' 111,76-

111,98 I

Schweden

112,08

112,30

112,09

112,31 I

Prag

12,42

12,44

12,43

12,45 1

Wie»

68.98

59.10

58,97

59,09 A

Arbeit Nordwest kommenden Arbeitnehmer. Zu Ihrer Information geben mir Ihnen die Namen der dem Arbeitgebervorstand für den Bezirk i)n nordwestlichen Gruppe des Vereins Deutscher Eisen- und Stahlindustrieller angeschlossenen Bei' bände bekannt. Aus ihnen ergeben sich gleichzeitig die Bezirke und Orte, auf welche sich die nord west liche Gruppe erstreckt.

Es folgen in dem Rundschreiben die Namen von 14 Unternehmerverbänden des rheinisch-westfäli­schen Industriegebietes.

Beschleunigtes Verfahren des Arbeitsgerichtes.

Das Arbeitsgericht Duisburg hat bekanntlich den Termin für die Verhandlungen in der von der Arbeitgebergruppe Nordwest eingereichten Feststel­lungsklage auf den 16. November angesetzt. Es ist lehr wahrscheinlich, daß gegen die Entscheidung Berufung beim Reichsarbeitsgericht ein­gelegt werden wird. Durch Vereinbarung der Par­teien ist es möglich, die Klage im beschleunigten Verfahren zu erledigen. Wie die „Germania" er­fährt, ist seitens bes Reichsarbeitsministeriums eine dementsprechende Anregung an die Parteien er­gangen.

Die Stimmen der Geistlichkeit.

Am Montagmittag hielt die katholische E:::k-iÄ- feit des alten Dekanats Hörde eine Dekanatslsn- ferenz ab. U. a. wurde auch die gegenwärtige Lage in der Eisenindustrie besprochen. Die An­sicht der Geistlichkeit fand nach der ,,Trem»üffst ü’ einer Entschließung ihren Niederschlag:

„Die Geistlichen des alten Dekanates Hörde b e­dauern außerordentlich, daß es zu diesem offe­nen Bruch gekommen ist. Sie betonen als Seel­sorger, daß auch bei der Wirtschaft in allererster Linie gefragt werden muß, wie am besten das Wohl der mitschaffenden Menschen gefördert wer­den kann. Wir bekennen uns zu den Worten des päpstlichen Nuntius Paeelli: „Keiner darf ruhen, bis der letzte Mitbürger und Mitmensch, der ein Kind Gottes und Bruder Christi ist. in menschenwürdigem Heim und mit menschenwür- digem Auskommen ein ruhevolles Leben führen kann in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit: „Wenn, von allen Seiten dieses Ziel im Auge behalten wird, dann sollte man, so meinen wir, bald zu einer Lösung der Schwierigkeiten kom­men, die die berechtigten Wünsche weitester Schich- ten nach- Besserung der Lebensverhältnisse erfüllt"

KussteUungswesen.

— (Eröffnung ber Internationalen Autonwbilavsllel- lung. Die internationale 21utomobilousfteUung in Berlin wurde Donnerstagvormittag um 11 Uhr fei­erlich eröffnet.

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Fuld. Ztg. erbeten.

7—8000 Mk.

auf I. Hypothek und 3 fache Sicherhett zu leihen gesucht- Off, u. Nr. 9298 q, d. G.

3000 — Mark

von Selbstgeber gegen gute Sicherheit und zeitgemäße Verzinsung auf IV- bis 2 Jahre zu leihen gesucht. Rückzahlung nach Verein­barung. Off unt. Nr. 9331 an die Geschäftsstelle.

fein Aus otjiic Wm Kilnng!

Zubereitung: Butter, Zucker, Eigelb rührt man schau­mig und fügt nach und nach das mit dem Backin ge­mischte und gesiebte Mehl und die Milch hinzu. Zu­letzt rührt man das zu Schnee geschlagene Eiweiß und das Gewürz unter die Masse, füllt diese in eine mit Butter ausgestrichene Form und backt den Kuchen rund % Stunde. - Dieses Gebäck ist sehr leicht ver­daulich für Kinder und Kranke. Alle für den Körper notwendigen Nährstoffe sind In ihm enthalten. Läßt man solch ein Stück Kuchen in warmer Milch zer­gehen, so ergibt dies eine vorzügl.Speisefür kleine Kinder! Der Kuchen kann auch sofort, nachdem er aus dem Ofen genommen ist, gestürzt und als „Warmer Pudding“ mit einer Weinschaum-Soße auf getragen werden.

Meinem neuen farbig lllustr. Rezeptbüch, Ausgabe F ent­nommen, aus dem Sie auch Näheres über den vorzüglichen Back-. Koch- und Brutapparat „Küchenwunder“ erfahren. Das Buch ist für 15 Pfg. fn allen einschlägigen Geschäften erhältlich, wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Marken von

Dr. August Oetker, Bielefeld.

Ein Teil der heulen Ausgabe enthüll eine Beilage der Finna A. froeft, Fulda. Wir bitten unsere Leser um Höst. Beachtuna.

Backin- oder Gesundheitskuchen

Zutaten:

4 Eßlöffel voll Milch, das Gelbe einer y, Zitrone oder y2 Fläschchen Dr.

Oetker’s Backül Zitrone.

100 g Butter,

100 g Zucker, 4 Eier,

250 g Weizenmehl, 1 Päckchen Dr. Oetker’s

Backin-Backpulver,

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