Die Kaiferkrönung in Japan
Kaiser yirohito (Leuchtender Friede) und Kaiserin Tlagako von Japan.
Sein Inner ohne eine TaMeitMls!
Die kostbare alte kaiserliche Sänfte, in der der Herrscher zur Srönungsfeier getragen wird.
Kaiser Hirohito von Japan wird am 10. November 'eierlich gekrönt. Er ist der älteste Sohn und Nachfolger des am 25. Dezember 1926 verstorbenen Kaisers Yoshihito; schon einige Zeit vor dem Tode seines schwer erkrankten Balers war er gezwungen, die Regentschaft über das 677 Quadratkilometer große, oon 85 Millionen Menschen bewohnte Reich seiner Ahnen zu übernehmen. Kaiser Hirohito, dessen Name deutsch „Leuchtender Friede" heißt, ist 27 Jahre alt und seit fünf Jahren mit einer geborenen Prinzessin Kum verheiratet. Er ist der 124. Kaiser Japans.
ersatzklage gegen die Hamburg-Süfaamerikanische Dampf- schiffahrtsgesellschaft anhängig gemacht worden. Die Klage stützt sich vornehmlich daraus, daß infolge des Unfalles des von der Reederei versprochene Reiseprogramm nicht durchgeführt werden konnte.
* 20 Jahre Gefängnis wegen kommunistischer Propaganda. Der Sondergerichtshof in Rom fällte am Dienstag das Urteil gegen einige Kommunisten von Biella, die in dieser Industriestadt eine kommunistische
schen Polizei bis zur völligen Aufklärung des Sachverhalts in 2(rreft genommen worden. Er darf sich jedoch selbst verpflegen und ohne Beschränkung Besuche empfangen. Er steht in ständiger Verbindung mit der deutschen Gesandtschaft.
* Die Erschießung eines Deutschen durch einen luxemburgischen Zollbeamten. Der luxemburgische Zollbeamte, der, wie kürzlich gemeldet, den Deutschen Frenzle auf französischem Zollgebiet erschoß, wurde von der luxem- burgischen Polizei verhaftet.
Propaganda betrieben und kommunistische Aufrufe und Schriften verteilt hatten. Drei der Haupträdelsführer wurden zu je 20 Jahren Gefängnis verurteilt.
* Verhaftung eines deutschen Försters in Afghanistan. Der im Dienst der afghanischen Regierung stehende deutsche Förster Seydak, der am 1. November auf der Hauptstraße der neuen Hauptstadt Darul-Aman einen trotz ständigen Signalgebens ins Motorrad gelaufenen Aghanen überfuhr und verletzt hat, ist oon der afghani-
$'n^er. Kvietiski steigt unser Weg etwas an, dann fallt er wieder ab und wird schlecht, herzlich schlecht, ganz unglaublich schlecht. Er ist wie mit Granattrichtern übersät, und durch die Granattrichter müssen die Wagen hindurch, es hilft alles nichts. So breit auch die „Straße" ist — wohl 8 bis 10 Meter — man kann die Trichter nicht umfahren, weil es ihrer gar so viele sind. Wir werden geschüttelt, geschleudert, hin und hergeworfen wie ein Kahn auf wildbewegter See. Untere Gebeine, unser Magen, unser ganzer Leib schreit Ach und Weh, und trotzdem mutz ich lachen, auch wenn es mir vor Hunger vor den Augen flimmert. Es ist das ja eine so abenteuerliche Fahrt in diesem sonderbaren Lande, in dem uns ernst der Krieg weit schwerere Opfer auferlegte — und Abenteuer hat der Deutsche nun einmal gern. Ich tröste mich auch mit dem Gedanken, daß ich nur für wenige Tage solche Wege fahren muß, während die glücklichen Bewohner dieses Landes immer und immer ihre wunderbaren Wege fahren. Ach, sie brauchen keinen Sport und keine Massage, jeden Tag und besonders jeden Sonntag, wenn sie zur Kirche fahren, werden ihre Leiber gewaltig massiert.
So kämpfen wir uns weiter auf unserem Weg. Dann wendet sich Frau Elena zu mir, zeigt nach vorn und sagt: .Meine Aus — mein Haus!" — Und Kasimir er» klärt es mir deutlicher: Wo die hohe, faüendünne Stange über dem Giebel eines stattlichen Hauses emporragt, da wohnt Frau Elena, da ist unser Ziel. Natürlich ist auch hier das ganze Land mit Einzelhöfen übersät. Etwa 6 Kilometer weit kann man wohl von den höheren Bodenwellen aus blicken, und überall aus der grünen Ebene erheben sich die kleinen Obstbaumwäldchen, in deren Mitte e,n Hof liegt.
3m Näherkommen sehe ich, daß Frau Elenas Haus "och ganz neu ist. Es liegt hoch, zeigt auch auf den 5-Qngsfronten ein Giebelaufbau, und hat große, braun» gestrichene Fenster. Das Dach ist mit Blechplatten ge» ö ■ Dann biegen wir rechts in einen Feldweg ein, es gebt über eine Wiese, an einem Weizenacker entlang, unö wir fahren durch ein Gattertor in den weiten Hof
3a, der Erbauer dieses Hofes ist mit dem Raum recht verschwenderisch umgegangen; denn die große Doppel- fcheune liegt wohl 100 Meter vom Wohnhaus entfernt. Und ungefähr 60 Meter lang ziehen sich an beiden Seiten des breiten Hofraumes die Siete, die Ställe und sonstigen Wirtschaftsgebäude hin. Diese weitläufige Anlage hat ihren Grund in der leichten Brennbarkeit der Baustoffe.--
wiederholt die Runde. Der schweigsame Hausherr taut allmählich auf, und wir werden näher miteinander bekannt. Nach dem Essen sitzen wir beisammen und unterhalten uns, so gut es geht. Auch der Hausherr kann ein wenig Deutsch. Kasimir, der während feines zweijährigen Schulbesuches hier seine Wohnung hat, bringt seine Bücher herbei und zeigt mir, was er alles studieren muß. Du lieber Gott! Wenn unsere deutschen Bauern mit Litauern konkurrieren wollen, dann müssen sie in Zukunft alle auf eine Universität gehen. —
Was übrigens den mehrfach erwähnten „Apfelmost" betrifft, so behauptet ein Kenner, daß es „litauischer Schnaps" gewesen fei, den sich die Bauern selbst aus Spiritus und Honig herstellten. Wenn ich die näheren Umstände bedenke: eine einzelne, schon halbgeleerte Flasche, die für den ganzen feierlichen Akt reichen mutz, dazu kleine Schnapsgläschen, bann scheint es mir, daß der „Kenner" recht hat. Ich selbst bin in diesen Dingen wenig erfahren, bin auch kein Feinschmecker und habe so wenig getrunken, daß jener „Apfelmost" keinerlei störende Wirkungen bei mir hervorbringen konnte.
Um 4 Uhr, als der Bauer auf die Weide gegangen ist, um nach dem Vieh zu sehen, ruft mir Kasimir aus einem anderen Zimmer zu, ich soll kommen. Das Radio fei lm -®^r'e6_ 3ch finde ihn im Schlafzimmer seiner Verwandten. D a stehen zwei Betten und dazwischen, am Fenster, ein Tischchen mit dem Radioapparat. Kasimir klemmt mir den Hörer an den Kops, und ich höre in Warschau einen Menschen polnisch sprechen. Davon ver- itehe ich nichts. „Wenn Musik kommt, dann kannst du mich wieder rufen." Ich gehe in die Wohnstube zur Mutter Akelaitis und den anderen. Da sind jetzt auch die beiden Mägde, kleine, kräftige Gestalten in den Zwanziger Jahren mit großen Struwelköpfen und bloßen Füßen. Die eine heißt Kastanzia, die andere Petronele, was man auch mit Konstantia und Petronilla über- etzen kann. Sie erhalten sofort zur Einführung ein paar hübsche Heiligenbildchen, worüber sie sich gebührend reuen. Aber Kastanzia wird von ihrer Herrin nur „Kaste" ober „Kastula" gerufen. Da mache ich Frau Elena klar, was eigentlich ein „Kasten" ist unb zwar ein kleiner Kasten, wie die Kastanzia. Nun nennen sie Kastanzia für eine Weile „maschas ffrine", das heißt --kleine Kiste", bis ihnen das Wort zu lang ist und sie wieder zur Kaste und Kastula zurückkehren. Die Petronele heißt einfach „Petronne."
IFortsetzu.ng folgt.
alle praktisch vorkommenben Kompressionsverhältnisse klopffrei ist. Leiber ist es nicht in genügenben Mengen vorhanden, um z. B. den Krasistoftbedarf Deutschlands auch nur annähernd zu decken.
Während die erwähnten klopffesten Brennstoffmisch- ungen eigentlich Betriebsstoffe sind, die sich je nach der Starke der Beimischung vom Charakter des Benzins im wer weiter entfernen, ist es gelungen, die sehr wertvol- len Eigenschaften des Benzins zu erhalten und ihm nur bte schädliche Klopfneigung zu nehmen, indem man es mit fogenannten Antiklopfmitteln versetzt Diese sind meist flüssige Metalloerbindungen, die die bemerkenswerte Eigenschaft haben, daß sie, in verschwindend geringen Stengen dem Benzin ausgesetzt, diesem die Neigung zum Klopfen vollständig nehmen. Ein solches Antiklopfmittel ist z. B. Bleitetraäthyl, das in Amerika in Verwendung steht, wo die damit versetzten Benzine unter dem Namen „Ethyl-Gasoline" in den Handel kommen Leider ist die- ses Antiklopfmittel sehr giftig, sodaß die Verwendung des .Ethylgasolins gewisse Vorsichtsmaßregeln notwendig macht.
™uri)en von der I. G Farbenindustrie Aktiengesellschaft, Ludwigshafen, in dem Eisenkar- bonyl em sehr wirksames Antiklopfmittel gefunden, das den großen Vorteil hat ungiftig zu fein, sodaß die Ser«
Bei Ktiegsfreunben in Litauen.
Ein Reisebericht von Fr Donatus Pfannmüller.
23 J ----------
Nun wird der Wagen fertig gemacht, und es sammeln sich allerlei Leute im Hose an. Schon die ganze Zeit her bin ich der Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit ae- wesen; denn wohl wenige haben bisher einen lebendigen Franziskaner gesehen. Hier in Mariampol, wo die Seelsorge durch die Patres Marianen ausgeübt wird ist tt0M noch keiner gewesen. Die Leute, besonders die Männer wollen wissen, wer ich bin. Kasimir und die Frauen geben Auskunft. Vielleicht loben sie den ehemaligen deutschen Soldaten sogar, der sich während der Kriegszeit der Litauer angenommen hat. Da drücken mir die Männer die Hand ober küssen meinen Mantel. Unb helfen den Wagen herumheben unb zeigen sich überall gefällig.
Dann fahren wir los, an ber Kirche vorbei unb durch Sfra6e- Hier stehen lauter Holzgebäude mit oder Ziegeldächern, das „Städtische" verschwindet. Nachher kreuzen wir schräg die große Straße nach Kal- varia unb fahren — Gott fei Dank — wieder auf einem . Sandweg. Doch dieser ist breit, unb in ber Nähe der Stadt auch ganz gut gehalten, wenn auch sehr staubig. Rechts drüben an der Straße liegt eine große Kaserne, bann, nach zwei Kilometer Fahrt, liegen rechts bie weitläufigen Gebäude ber großen Landwirtschaftsschule Kvietiski. Alles Land ringsum gehört zu dieser Schule. Es ist wohl ein ehemaliges Staatsgut. Litauen besitzt sieben solcher Schulen. Die Schüler: Bauernsöhne und -Töchter, die sich zur Aufnahme melden, müffen sich zu einem zwei- jährigen Schulbesuch verpflichten. Und zwar für das ganze Jahr, nicht nur für den Winter. Der Unterricht ist kostenlos, nur müffen die Schüler für Kost unb Wohnung selbst aufkommen. In ber nahen Stabt finben sie leicht beides. Der Staat bezahlt sogar bie Kosten für Stubienfahrten einzelner Schülergruppen nach Deutschland, Dänemark unb anbere benachbarte Cänber, wo die Landwirtschaft in Blüte steht. Der Unterricht — täglich 5 Stunden — ist im ersten Jahr fast nur theoretisch, im zweiten theoretisch und praktisch. Der Lehrplan ist sehr umfaßend unb scheint mir sogar etwas viel von ben jun» gen Leuten zu forbern. Der Besuch ber Schulen ist sehr ?ut, befonbers benutzen auch viele junge Mädchen bie äelegenbeit, sich in allen Zweigen ber Landwirtschaft WMubtlben. Ueberhaupt ist ber Trieb nach Bildung in «trauen sehr stark-
Wie wird das Wetter?
Der Druckanstieg im Osten hält noch immer an unb bringt auch für Norddeutschland allmählich Bewölkungsabnahme. Süddeutschland liegt schon durchweg im auf- geheiterten Bereich. Auf der Borherseite des westlichen Tiefs treten über Südengland und Südfrankreich schon Regenfälle auf. Bei langsam einsetzendem Druckfall ist von Südwesten her später mit Bewölkungszunahme, aber zunächst nur in Süddeutschland mit vorübergehendem Regen zu rechnen.
Witterungsaussichten für Donnerstag: Wolkig bi» heiter, meist trocken, tags milder, südliche Winde.
von der Dreschmaschine zerstückelt.
In Rassig bei Wertheim ereignete sich am Dienstag vormittag ein furchtbarer Unglücksfall. Die Frcni des Landwirts Beck geriet aus bisher unbekannter Ur- fache in die Strohpresse der Dreschmaschine. Der Kopf der Unglücklichen wurde glatt vom Rumpf« getrennt Während es bis zum Mittag gelang den Körper zu Bergen, war es noch nicht möglich den Kopf aus der Maschine zu befreien. Die Frau war etwa 2/» Jahre verheiratet und Mutter von zwei Kindern.
18. Kapitel.
Bei Antanas Ambrafchieju«.
Außer den beiden Hofhunden rührt sich zunächst nie- mand auf dem weiten Hof. Dann erscheinen zwei
’n?IC m’tf) 3uerft erstaunt mustern, bann auf die ublttfje Art, b. h. durch Handkuß, begrüßen. Wir wer» l ’ns Haus geleitet, aber ber Hausherr, Antanas Am- brafchieius, hält gerabe fein Mittagsschläfchen. Er wirb
’^rau herausgestöbert unb erscheint verschla- fiA »rn r1?, ™eni9 mißmutig auf ber Bildfläche. Als er
t. *1^ gewaschen nub ein wenig sonntäglich ge-
7 fi? indessen als ein ganz netter bensch, ber aber krank zu fein scheint.
srHUPM ■ melt freundlicher als jenes drüben in aroft «nh* h-rr$ ro7be w die „gute Stube" geführt, bte, hell, an ber Rückseite bes Hauses liegt. Da »anf mit langer Tisch bahinter eine gepolsterte breite ■öanf nut Lehne, eine schone Kommode mit einem Altär- mackte^Ätt 2rubJn. ei" einfaches, aber frisch aufge- Srf>™e unb in ber anberen Ecke ein großer ouh-n (L ^re"d); f° freundlich unb schön, wie in ben Sm b^uben unserer Bauernhäuser, ist es hier lange Stauer ist weit, weit anspruchsloser als fn fntowr ®’ucrn- Gewiß, er arbeitet auch nicht swur enftD' "nch schon deshalb nicht, weil er so wenig iür seine Erzeugnisse. An wen soll er verkaufen. Der Bedarf der Stabt bezw. ber wenigen unb weift Heineren Stäbte ist bald gedeckt. Litauen ist ja etn Staat, der fast keine Industrie besitzt, es ist ein -öauernftaat. Und wohin soll er ausführen? Die potni« m -.Aenze ist vollständig gesperrt, auch sind dort die Veryaltniste ähnlich wie im eigenen Lande. Nach Ruß- lan-? Da ist auch nichts zu machen; denn, wie mir ber (Geldwechsler in Endkulmen sagte, wirb russisches Gelb überhaupt nicht „gehanbelt", es hat im Ausland keinen Zahlungswert. Unb die benachbarten deutschen Gebiete sind für landwirtschaftliche Produkte ebenfalls nicht aufnahmefähig, weil dort selbst eine weit rationellere Landwirtschaft betrieben wird. Der hauptsächlichste Aus- fuhrartikel dürfte Flachs fein, der in Litauen noch sehr viel gezogen wird.
Bald sitzen wir um den Tisch vereint, um unfern junger au stillen. Em eigentliches Mittagessen ist es ja nt< aber bas .st mir auch ganz gleichgültig. Ich habe rief.gen Hunger, es ist 3 Uhr nachmittags, unb am Margen um halb 8 Uhr habe ich nur eine Kleinigkeit ae- gessen. Es gibt Salzfleisch, Kartoffeln.Schwär bwt | Butter Käse süßes Backwerk und Tee. Herz, was willst ! nJ0 : n^r? ^a' f°9Qr -ine Flasche mit Apfelmost I ml)i auf dem Tisch, und zwei kleine Gläschen machen 1
Wendung der damit versetzten Kraftstoffe, die unter dem geschützten Namen „Motalin" in den Handel kommen, sich in keiner Weise von der Berwendung des Benzins unterscheidet. Die Vorteile des Motalins gegenüber an. bereu klopffesten Betriebsstoffen liegen hauptsächlich darin, daß sein Preis niedriger liegt als der eines guten, gleichwertigen Benzin-Benzolgemifches, während die wertvollen Eigenschaften des Benzins, wie der hohe Heizwert, die große Flüchtigkeit u. a. unverändert erhalten bleiben, unb überbies bie unangenehme Klopfneigung soweit beteiligt ist, baß ber Brennstoff allen normalen Ansprüchen genügt. Das Motalin hat sich baher nicht nur in schwierigen Rennen unb Zuverlässigkeitsfahrten hervorragend bewährt, sondern auch in vielen Fuhrparks mii Lastwagen unb Omnibussen aller Art Eingang unb stei- genbe Verwenbung gefunben. Es kann jebem Kraft. Wagenbesitzer empfohlen werben, mit biefem neuen klopffesten Betriebsstoff einen Versuch zu machen unb sich von besten Vorteil zu überzeugen.
Der Kraftfahrer ist heute burch bie Fortschritte in ber Brennstosfherstellunch in bie angenehme Lage versetzt, bem Klopfen feiner Maschine burch bie Wahl eines klopffreien Betriebsstoffes jederzeit abzuhelfen unb sich ba- durch vor Motorschaben unb unnötig hohem Brennstoffverb auch zu sichern.
Technik und verkehr.
= 3teue Höchstleistung mit einer Iunkers „w. 34". Maschine. Am Dienstag erreichte in Dessau ber Puoi Harder mit einer Junkers-„W. 34"-Maschine au! Schwimmern mit 500 Klg. Nutzlast eine Höhe von etwo 7300 Metern. Der bisherige Weltrekord mit her gle.- chen Belastung steht auf 6760 Metern. Der Flug welcher vor offiziellen Sportleuten ftattfanb, würbe beim Deutschen Luftrat zur Anerkennung als Welthöhenrekord burch die Federation Aeronautique Internationale ange meldet.
Zuschriften aus unserem Leserkreis, Für bie hier erfolgenben Veröffentlichungen übernimmt die Schriftleitung nur bie durch das Preßgesetz vorg» schriedene Verantwortuno.
Unser Stabtfaal leibet an einem Mißstand welcher alljährlich in den Wintermonaten sehr fühlbai in bie Erscheinung tritt. Es ist bas Fehlen eine. Entlüftungsanlage. In früheren Jahren wäre« die oberen Fenster über ben Notausgängen zum Oeffner eingerichtet. Das ist feit langem nicht mehr her Fall. Die Saalverwaltung hilft sich in ben Sommermonaten burch bie natürliche Luftbewegung ber außer Tätigkeit gefetzten Heizungsanlage. Bei Beheizung bes Saales hört dies auf und es entwickelt sich bei vollbesetztem Saale eine Atmosphäre, welche des schönen Saales, um welchen uns manche gleich große Stadt beneidet, unwürdig ist. Anläßlich des unlängst ftattgehabten Bunten Abends der „Winftidia" bekam man einen Vorgeschmack dessen, was den Besuchern in der kommenden Saison bei vollbesetztem Saale, im besonderen bei ben Maskenbällen, biesbezüglich bevorsteht. Sollte es nicht möglich fein, alsbald einen ober zwei elektrisch zu betreibenbe Ventilatoren anzubringen? Die Kosten können hoch nicht allzuhoch sein, und die Stadtverwaltung darf sich des herzlichen Dankes eines großen Teiles der Bürger, schäft versichert halten. (Folgt Unterschrift.)
! ^sitzen die deutschen Kraftwagen ein Kompressionsver- ?oltnis von 1:5 bis 1:5,5, doch kommen besonders unter Kraftwagen auch Motoren mit einem Kompres- stonsverhaltnis von 1:6 und darüber vor, sodaß die < P,l.e,rMeinungen mit allen ihren Uebelftänben an bie» I N Wogen befonbers beuttich zu beobachten finb. Das ! Klopfen wirb auch verstärkt, wenn bie Maschine mit großer Fruhzunbung gefahren wird, wenn sie sehr warm ist und unter starker Belastung bei niedriger Drehzahl arbeitet. Diese klopffördernden Bedingungen ergeben bereits etnen Anhaltspunkt für bte Milderung des Uebels. r'a5 Kompresfionsoerhältnis herabzufetzen, wäre wohl Oer mirrfamfte Weg. Leider ist aber damit eine Herab- i Istzung der Leistung und ein erhöhter Brennstoffverbrauch verbunden. Dieselben unwirtschaftlichen Folgen zeigt das Verfahren mit Spätzündung, während öfteres Umschatten 3ur Vermeidung eines klopffördernden Abfallens ber AWhl Zeitraubend unb lästig ist. Eine vollstänbige ^hphr*?9 -^Klopfens ist also auf biefem Wege ohne erhebliche wirtschaftliche Nachteile nicht möglich Klans-n-',.. °^lmehr notmenbig, die Grundursache des haft mln 3h?Trl * '9cens ^cs geschieht am besten dadurch, b;anB klopfende Benzin durch Vermischung mit
«nem klopffreien Brennstoff klopffester macht. Als sol- cher kommt zunächst Motorenbenzol in Frage, das für
Vie Landung des Zeppelin,
Die Landung bes Luftschiffe- „Gras Zeppelin" in Friedrichshafen erfolgte °mD,enstag nachmittag K-16 Uhr. Sie ging glatt vonstatten
iihr kenn ber Zeppelin, von einem Dop- rS &d)t. Er steuerte faire» auf den
auf dem sich bereits die Hattemann- to1fkn9unb6 7b * *i3e'3ur Absperrung angeforberte Polizei fünften unb m■ aif)n jedoch zunächst, immer noch be- befanben, u ^Flugzeug, unb roanbte sich bann ber gleitet von einer längeren Kreuzfahrt über Stabt k erschien bas Schiff mieber über bem Werst- un°. ? um 15.25 Uhr fielen bie Haltetaue aus bem & unb um 15.30 Uhr war bas Schiff, von zahlreichen Zusthauern begrüßt, gelanbet.
Dr. Eckeners Berliner Besprechungen.
Dr. Eckener hat am Dienstag außer bem amerikanischen Botschafter auch bem argentinischen Gesandten einen Besuch abgestattet. Dabei handelt es sich aber um reine Höflichkeits- unb Freundschaftsbezeugungen. Am Mittwoch wird Dr. Eckener eine Besprechung im Reichs- oerkehrsministerium haben. Dr. Eckener beabsichtigt, Mittwoch abenb wieder nach Friedrichshafen zurückzukehren.
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Die Berliner Siadtverorfanetenfrak- tion der Zentrumspartei hat an die Stadtverordnetenversammlung einen Antrag gerichtet, den Magistrat zu ersuchen, dahin zu wirken, daß die geplante neue Zeppelin-Lustschiffhalle in Berlin errichtet wird.
Versteigerung eines Frachtstückes des Luftschiffes.
In Gegenwart aller bremischen Baumwollfirmen unb zahlreicher Vertreter anberer bremischer Wirtschaftskreise fand am Dienstag mittag in ben festlich hergerichteten, mit ben bremischen unb ben beuischen Flaggen reich geschmückten Proberäumen ber Bremer Baumwollbörse bie Versteigerung bes mit bem „Graf Zeppelin" nach Deuttchland gebrachten Runfaballen amerikanischer Baumwolle auf amerikanische Art statt, beren gesamter Ertrag für die Mannschaft bes „Graf Zeppelin" bestimmt ist. '
* Schändung eines Gefallenendenkmals. Das viel umstrittene Gefallenendenkmal der 39er in Düsseldorf wurde nachts mit Mennige bestrichen. Auf dem Sockel lieft man: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten." Eiste der Denkmalsfiguren bekam die Aufschrift.Heine", wahrend die andere mit dem Davids-Stern versehen wurde. Auch die Gesichter der beiden Figuren wurden mit Mennige rot gestrichen. Man ist damit beschäftigt, die Besudelungen zu entfernen.
* Durch eine Ratte schwer verunglückt. Der Elektriker Adolf Peltzinger aus Hilschbach (Saargebiet) war auf Grube Steinbach an einer Hochspannungsleitung von 5000 Volt beschäftigt. Trotzdem der Strom vor Beginn der Arbeit vorschriftsmäßig ausgeschaltet worden war, erhielt er plötzlich einen schweren Schlag, wodurch er im Gesicht, an einem Arm und an den Füßen schwere Brandwunden erhielt unb besinnungslos liegen blieb. Auf ber Suche nach ben Ursachen bes Unfalles fanfa man zwischen ben Klemmstellen ber Schalttafel eine Ratte hängen, welche burch gleichzeitiges Berühren ber beiben Klammern den Stromkreis geschlossen und faafaurch bas Unglück herbeigeführt hatte.
* Aus einem Zuchthaus ausgebrochen. Aus ber Strafanstalt Gollnow, aus ber bereits vor einigen Tagen zwei Verbrecher enttarnen, barunter ein wegen Raubmorfaes zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilter Gefangener, sind jetzt wieder zwei Strafgefangene entwichen. Sie kletterten in der Dunkelheit über die Mauer unb enttarnen im nahen Walde.
* Schadenersatzklage gegen „Montes Cervantes". Der schwere Unfall bes Hamburger Touristenschiffes „Monte Cervantes" auf feiner diesjährigen Nordland- reife an ber Spitzbergen-Küste wirb, nachbem bekanntlich die Seeamtsverhanfalung bie Schutt» ben befonbers fchwie- tf rigen Eisoerhältnissen zugeschoben hatte, nun noch bie ’ °fd°ntlichen Gerichte beschäftigen. Von einem Pasta- gier ist bei den Homburger Gerichten eine Schaden»
Mikkel zur Beteiligung des MottWlens.
Wohl jeher Kraftfahrer hat entweder an ber eigenen Ober an einer fremben Maschine Gelegenheit gehabt bie Erscheinung bes „Klingelns" ober „Klopfens" zu' beobachten. Es tritt mehr ober minber stark als bellklin» genbes Geräusch auf, ähnlich bem Ton, ben Hammer- schlüge auf ben Zylinder Hervorrufen würben. In ben meisten Fällen ist bas Klopfen nur bei ben mit üblichem Handelsbenzin betriebenen Motoren zu beobachten. Seine Auswirkung zeigt sich rasch in einem Heißwerben ber Maschine, einer merkbaren Leistungsverminberung unb bafaurch in ber Notwendigkeit, auf Steigungen häufig zu schalten.
Das Klopfgeräusch hat feine Ursache in dem schuß- : artigen Abbrennen bes Benzin-Luftgemisches, im Gegen- ! satz zu ber allmählichen, sanften Verbrennung eines „klopffreien" Gemisches. Es ist leicht einzufehen, baß bie schlagartigen Drucksteigerungen im Verbrennungsraum des Motors sehr ungünstig auf bie Triebwerkteile einwirken. Großer Verschleiß dieser Teile und selbst Brüche der Bleuelstangen und Kolben sind daher bei klopfenden Motoren mehrfach beobachtet worden.
Das Klopfen tritt umso stärker auf, je höher bas KomprefsionsverhaltniS des Motors ist, Im allgemeinen