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Auf Dienstag, den 13. November ds. Js, nachm.
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Kleine Nachrichten.
Auf dem Postamt von Unterneubrunn wurden bei einer Revision umfangreiche Unter-
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Wissenschaft und Forschung.
= hunger und Unterernährung werden in der neuzeitlichen Heilwistenschast vielfach angewendet, um in den Stoffwechsel einzugreifen. So können kurzdauernde Hungerperioden auf das Nervensystem und die iDtU6fcl* tätigfeit einen sehr günstigen Einfluß ausüben. Der Muskel behält noch bei 36stündigem Fasten die Fähigkeit. in ungeschwächtem Maße Arbeit zu leisten, jo cs kann sogar unter der Einwirkung mehrtägigen Hungerns eine Zunahme der Muskelkraft eintreten. Eine zweite deutliche Erscheinung ist im Anfang des Hungerns ein Absinken des Blutdrucks. Tanz besonders bei Fettsucht, Gicht, Zuckerkrankheit, bei allergischen Krankheiten, bei Störungen in der normalen Bakterienflora des Darmes usw. sind maßvoll angewendete Hunger- und Unterernährungskuren von guter Wirkung, zumal sie gewissermaßen verborgene Kräfte wachrufen, über die der Organismus bei normaler Ernährung nicht oder wenigstens nicht in diesem Umfange verfügt.
Hottesöieststor) nnna.
Donnerstag, 8 Novbr. Frauenberg Gedenktag be§ ebrw Duns »koius, des Patrons der Franziskaner, schule. Gegen '1.1 Uhr Levitenamt.
schlagungen festgestellt. Der Postmeister wurde verhaftet.
Auf der Strecke Plauen-Gera sprang em junger Mann aus Plauen nach einer Auseinandersetzung mit seiner Braut aus dem Zuge. Er wurde mit schweren Verletzungen dem Krankenhaus zuge- führt.
In der Zuckerfabrik Zeitz wurde einem an der Zucker-entrisuge beschäftigten Arbeiter der Holzspaten so heftig gegen den Leib gedrückt, daß er schwere innere Verletzungen erlitt, denen er kurz darauf erlag.
Bei einer Demonstration der Nationalsozialisten kam es in Son neberg am Sonntag zu scharfen Zusammenstößen mit den Kommunisten. Bei den Schlägereien wurde ein Kommunist schwer verletzt, ein Nationalsozialist erhielt Messerstiche.
In Oberweiß b ach brannte am Montag- morqen das Wohnhaus einer Witwe mit sämtlichem Mobiliar bis auf die .Grundmauern nieder. Die Entstehimgsursache des Brandes ist unbekannt.
2. Vortrag des Direktors des Ueberlandwerks, Herrn Schmiedgen über „Straßenbeleuchtung und Beleuchtung öffentlicher Plätze“.
3. Erlaß polizeilicher Strafverfügungen. Referent: Regierungs- Assessor Dr. Lorscheider,
4. Belehrung über das Gesetz über Schußwaffen u. Munition vom 12. April 19281
5. Wahl einer Kommission von Bürgermeistern zur Regelung der Losholzverteilung.
6. Verschiedenes.
Fulda, den 5. November 1928.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses:
Frhr. v. Gagern.
Besprechung dienstlicher Angelegenheiten in die Harmonie zu Fulda, Peterstor 1 ein. Vollzähliges Erscheinen ist erforderlich; evtl, sind Vertreter zu entsenden. Um 12.30 Uhr findet in dem Lichtspieltheater (Kammerlichtspiele) in der Bahnhofstraße eine
Vorführung des Filmes „Unsere Landjäger“
gen Menschen machen, wenn er sie ganz versteht. Die viel Trost wird daraus den trauernden Hinterbliebenen erwachsen. Es wäre sehr zu wünschen, daß der Inhalt des Büchleins Gemeingut des christlichen Volkes wurde.
statt. Den Herren Bürgermeistern und Gutsvorstehern wird nahegelegt, diese Vorführung zu besuchen, da sie ihnen einen interessanten Einblick in die Tätigkeit
Technik und verkehr.
— Leuchtende Eisenbahnschranken. Im modernen Straßenverkehr ist die Kennzeichnung von Warnungszeichen und Bahnübergängen ein bisher noch ungelöstes Problem. Wohl fehlt es nicht an Vorschlägen über Anbringen u. dergl. aber alle diese Vorrichtungen sind wegen der erforderlichen Herstellungs- und Unterhaltungskosten praktisch wertlos. Auch Versuche, War- nungstaseln oder Schranken mit Leuchtfarben zu bestreichen, haben nicht den gewünschten Erfolg, weil die Leuchtkraft von radiumhaltigen oder phosphorartigen
Das Urteil im Kyritzer prozetz. ]
VDZ. Berlin, 6, Nov. (Eig. Funkm.). Im Kyritzer Laudfriedensbruchprozeß wurde heute das Urteil gegen die Angeklagien verkündet. Wegen Landfriedsnsbruch wurden bestraft: der Angeklagte Cordes zu vier Monaten Gefängnis, die An- geklaaten Staffelst, Liberenz, Bade, Langhoff, Wiegel, Winter, Uhlig, Dübel und Uhreck zu drei Monaten Gefängnis. Der Angeklagte Kleine erhielt weben Landfriedensbruch und Widerstand gegen dle Staatsgewalt in zwei Fällen eine Gesamtstrafe von secks Monaten Gefänanis, wegen Landfrtedens- l ruch in zwei Fällen außerdem 150 und 50 Rm. E-ldstrafe. Angeklagter Diehrke wegen Landfne- d-msbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt eine Gesamtstrafe von vier Monaten Gefängnis, Angeklagter Wietz wegen Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt eine Gesamtstrafe von vier Monaten Gefängnis und wegen öffentlicher Beleidigung 50 Rm. Angeklagter Döbel erhielt wegen öffentlicher Beleidigung eine Zusatzstrafe von 50 Rm., Angeklagter Bade wegen öffentlicher Beleidigung außerdem eine Geldstrafe von 150 Rm. Den Verurteilten wurden außerdem Geldbußen von 100 bis 500 Rm. auferlegt. Die übrigen Angeklagten, darunter auch Herr von Jena, Schneider und Frau von Klitzing wurden freigesprochen. Deii zu Gefängnisstrafen verurteilten Angeklagten wurde eine Bewährungsfrist von zwei Jahren bewilligt mit der Begründung, daß sie noch nicht vorbestraft seien und nur in Erregung gebandelt hätten.
Eine Schiedsstelle für lhiir. Gemeindebeamten.
Auf Grund der Verhandlungen zwisthen dem Thüringischen Städteoerband und den Gernemoe- bcamten-Verbänden ist eine Schledsftelle für ne Besoldung der thüringischen Gemeindebeamten ms Leben gerufen umrden, bei welcher die Derwal- tungs-. Kaffen- usw. Beamten durch den Thüringischen Eemeindebeamtenverband bzw. me .h.etctb>» gewerkschaft deutscher Kommunalbeamten, die technischen Gemeindebeamten durch den Bund --er technischen Beamten und Angestellten vertreten werden. Es ist beabsichtigt, diese Schiedsstelle auch auf die Beamten der Thüringischen Kreisrerwal- tungen und der Landgemeinden auszudehncn.
Am Mittwoch, den 7. November, abends 8 Uhr hält Herr Dipl.-Ing. Penzig von der 1. G. Farbenindustrie A.-G. Ludwigshafen a. Rh. im Hochzeitszimmer des „Bürgervereins“ Fulda einen VORTRAG mit Lichtbildern und Experimenten über natürliche und künstliche Kraftstoffe. — Zu diesem interessanten Vortrage ist jedermann freundlichst eingeladen. Eintritt frei 1
Stoffen viel zu gering ist. Eigen neuen Weg hat kürzlich die Reichsbahn beschritten: sie ließ Versuche mit feinen Glasperlen anstellen, die auf die Schranken gestreut das Licht der Scheinwerser auf große Entfernung hin reflektieren und die vchranken deutlich sichtbar machen. Zur Verwendung kommt ein mit Ballonit bezeichneter Glasgries, der auf den frischen Lack der Schranken aufgestreut wird und beim Trocknen daraus hasten bleibt. Besonders wertvoll ist, daß die Glas- perlchen nicht blenden, wenn die Scheinwerfer auf einige Meter Entfernung wirken. Auch Straßenbahnverwaltungen stellen setzt mit Ballonit Versuche an. weil es ein gut wirksames und äußerst billiges Mittel mir Kennzeichnung von Wegen, Wegweisern, Verkehrsfig- nalen u. a. m. zu sein scheint.
= Backia. Hier geriet ein fünfjähriger yunge. der sich an einen Lastkraftwagen gehängt hatte, beim Abspringen unter die Räder und wurde überfahren. Kurz nach Einlieferung ins Krankenhaus erlag er seinen schweren Verletzungen.
bietet. Der Eintritt zum Lichtspieltheater
Tagesordnung:
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gleichmäßige Luftdruckanstieg über Mittel- läßt vermuten, daß wir auch weiterhin an der Südseite einer west-östlich verlaufenden Ticfdruckrinne verbleiben werden. Mit häufigerer Aufheiterung als seither kann gerechnet werden, wenn auch gelegentlich leichte Störungen noch nicht ausgeschlossen sind. Die nächtlichen Temperaturen werden sich bei Aufheiterung dem Gefrierpunkt nähern.
Witterungsaussichten für Mittwoch: Im wesentlichen Fortdauer der bisherigen Witterung.
Frankfurter Radio-Proyramm.
Mittwoch, den 7 November 1928.
6 30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 12.45—1315: Schulfunk. l
neu aus Goethes „Faust'. 13.15—14.15^ Schallplatten Konzert. 15.05—15.35: Stunde der Sugenb. 15.55 bis 16 05: Hausfrauendienst, unter Leitung von Fim Pfannes. 16.35—18.05: Nach Stuttgart: Konzert des Rund funkorchefters Peter Tschaikowsky. 3» ber '
einsnachrichten und andere Mitteilungen. 18.1 Bücherstunde. 18.30-18.45: Von Kastel: Fünfzehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund. 18.45-d».ia. Von Kassel: Werbevortrag (außerhalb des Hnndfunkv aramms): „Mit wenig Kohle ein warmes qmmer , Vortrag von Hermann Moeller. 19.15—10 30. ^encken beraviertelstunde (eine Viertelstunde Naturkunde, unter tieüunq von Prof. DrevermamH: „Die 1
Vortrag von Geh. Reg.-Rat Prof. Dr. M M°b'u- ,0 30—19 45: Französische Literaturproben, vorgetragev von Rektor I Stehl.ng. 19.45-20.15: Französische. Svracbunterricht, erteilt pon Rektor I. Stehling. 20 15. Rach Stuttgart: Herr Lamderthier. Drei Akte von Low» Verneml. _________
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Zuschriften aus unserem Leserkreis, ttür die hier erfolgenden Veröffentlichungen übernimm! die Schristleilung nut die durch dos Preßgesetz oorge- i-briebene ’ßerantroortuno
Großenlüder. In letzter Zeit nimmt der Autoverkehr auf den Landstraßen im Kreise Fulda einen größeren Umfang an. Als nüchterner Beobachter macht man dabei die Erfahrung, daß Privatautos vorsichtig fahren und vor allen Dingen Rücksicht auf tanbroiri-- schoftlichc Fuhrwerke nehmen. Dies läßt sich jedoch nicht von den Autos der Post ttn gleichen Umfange sagen. Erst vorige Woche befand sich der Einsender mit seinem Fuhrwerk auf der offenen Landstraße, als ihm Des Abends ein kleines Paketauto entgegenkam. Da sich der Chauffeur nicht zum Abblenden bequemte, mußte der Einsender fein Gefährt zum Halten bringen ab- steigen und die Pferde vor dem Blick in den Helles leuchteten Scheinwerfer schützen Als dieses Auto sich dann auf gleicher Höhe mit dem Einsender befand, suhr es keineswegs langsamer und hielt auch nicht die rechte Straßenseite ein, sondern fuhr mitten auf der Straße im vollsten Tempo weiter. Wenn auch zugegeben werden muß, daß die Landbevölkerung an einer schnelleren Postzustellung Interesse hat, so ist aber nicht abzu- streiten, daß sie an derartigen Rücksichtslosigkeiten kein Interesse hat. Diese Zeilen sollen dazu dienen, daß die Unfallverhütungsvorschriften, die man in allen öffentlichen Lokalen für die Privatbevölkerung aufhängt, auch von den Staatsbetrieben und ihrem Personal befolgt werden. ____________(Folgt Unterschrift.)
Schriftleiter: Dr. phil. Johanne» Kramer. Fulda. Verantwortlich für die Anzeigen: Direktor der Fuldaer Acttendruckerei I. Parzell» r.
handel und Gewerbe im Oktober.
Die preußischen Industrie- und Handelskammern berichten über die Wirtschaftslage im Oktober u. a: Eine geringe, z. T. saison mäßige bedingte Bele b u n g in einzelnen Wirt schäft s z w e ig e n läßt noch keinen Schluß auf einen Stillstand im Konjunkturrückgang zu. In der Eisenindustrie war der etwas lebhaftere Absatz auf die Sorge vor einem Arbeitsstillstand an der Ruhr zurückzufuhren. Im B nu- gewerbe trug das gute Wetter zur Belebung bet. In ber Textil-' und Lederindustrie und den Papier- und holzverarbeitend en In du - ftrien dürfte die geringe Belebung durch den Winter- beginn zu erklären fein. Die Ausfuhr stieg im September auf 1058 Mill. Rm. bei Verminderung der Einfuhr von Lebensmitteln und Getränken: der stark verminderte Jnlandsabfatz an Fertigwaren, ber sich besonders in der Maschinen- und Werkzeugindustne zeigte, konnte durch den vermehrten Auslandsabsatz ausgeglichen werden. Die Zahl ber Erwerbslosen stieg im Ruhrgebiet leicht. ____ -
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