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Anzeiger für die Ltadk Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblakk.

3k. 258.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenblätter" Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9. Monatl. 1,80 einschl. Postgeb. (30 bezw. 48 Pf.), ohne Zustellg.

Mittwoch, 7. November 1928.

Anzeigen»Preise: Kleinzeile (Colonel) lokai 0,15 JU auswärts 0,20 JUt Rek amezeile: total 0,60 JLft. auswärts 0,80 JUl. Bei Wiederhol ur gen Rabatt. :» Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr/4081 >•

Sö.Zahrg.

Reichstagsbeginn schon am Montag

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Feiertage in Japan.

* Abgeordneter Kindt gestorben. Aus Darm­stadt wird gemeldet: Der Abaeordnete der Deutsch- nationalen Volkspattei im Hessischen Landtage Kindt der Nacht vom Sonntag zum Montag nach längerer Krankheit gestorben.

verwerfen müssen. Daß der Reichskanzler Müller in der Frage der Abrüstung sich so sehr engagierte, mag taktisch für seine Stellung als Unterhändler in Genf nicht sehr geschickt gewesen sein, zumal er

Anträge zur Aussperrung.

DDZ. Berlin, 6. Nov. (Eig. Funkm.). Bon der sozialdemokratischen Fraktion und von der Z e n- t r u m s f r a k t i o n des Reichstages werden An­träge zur westdeutschen Arbeiteraussperrung vor­bereitet, die gemeinsam mit den bereits vorliegen­den kommunistischen Anträgen in der Reichstags- sißung am Montag zur Beratung kommen werden.

wesen war, möchten wir heute nicht untersuchen. Es ist aber die Annahme berechtigt, daß Strese- mann, dessen Meinung man, obwohl er beurlaubt war. niemals übergehen konnte, gewisse nolitische Geschäfte jetzt schneller abwickeln wird, als sie durch jein Fehlen bisher abgewickelt werden konnten. 4.as sind besonders Fragen der Personalreform im ^nnen- und Außendienst, das sind auch die eigent­lichen politischen Fragen wie die der Polenverhand­lungen. der Handelsverträge überhaupt und der Reparationen

Am tiefsten bewegt aber der Nachweis, daß die erste Auflehnung verhältnismäßig geringer De- satzungsteile der Flotte Ende Oktober 1918 nur des­wegen zum Zusammenbruch führte, weil das See­offizierkorps in diesen entscheidenden Stunden und Tagen versagte, wie man es nicht für möglich ge­halten hätte.

* Der Dank an Dr. Brauns. In der Festrede die der jetzige Reichsarbeitsminister, der Sozial- demokrat Wissel beim Festakt aus Anlatz der

Bon einer besonderen politischen Seite wird uns geschrieben:

die technischen Fragen behandelt, der Einsatz der Flotte, die Aussichten des geplanten letzten Vor­stoßes und anderes.

Die Reichstagsfraktion der Zen­trumspartei ist auf Mittwoch, den 7. No­vember, nachmittags 5 Uhr zu einer Sitzung nach Berlin berufen, um Stellung zu nehmen zu der durch den Konflitt in der Eisenindustrie geschaffenen politischen Lage.

Das ist das Bitterste, aber auch zugleich das Heilsamste an diesem Werk, das, wie man jeder

Der Verband evangelischer Arbei ter» vereine von Rheinland und Westfalen hat sich in seiner Vorstandssitzung vom 3. November mit dem Konflitt in der westdeutschen Eisenindusttie beschäftigt und zu ihm durch folgende Enffchließung Stellung genommen:

Und so blieb es auch im Kriege. Noch im Sommer 1917 fand ein großer Schriftwechsel zwischen Flottenleitung und Marinekabinett statt über die zukünftige Stellung der Ingenieure, worin seitens der Flottenleitung scharf betont wird, daß alles so bleiben müsse wie es fei, z. B. könne das gemeinsame Leben von Seeoffizieren und Inge­nieuroffizieren an Bord „nie zum gegenseitigen (familiären) Vekanntwerden dienen" (!).

Das war die Offiziersgruppe, die den Seeoffi­zieren in militärischer Hinsicht am nächsten stand. EN kann sich danach unschwer vorstellen, und Alboldt zeigt es, wie die noch niederen Offiziers- gruppen und der für jede Marine so wichtige Deck- offizierstand, die Unteroffiziere und Mannschaften behandelt, wurden. Im Sommer 1918 hatte man bet den immer mehr wachsenden Verpflegungs-

wtb. New Jork, 6. Nov. (Eig. Funkm.). Die heutigen Morgenblätter sind fast ausschließlich mit Nachrichten über die letzten Wahlkämpfe gefüllt und beschäftigen sich in eingehenden Vermutungen mit dem mit ungeheurer Spannung erwarteten Ergeb­nis des Kampfes um die Präsidentschaft. Beide Kandidaten richteten in der ihnen nahestehenden Presse letzte Mahnungen an die Wählerschaft, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Die Zei­tungen rechnen mit einer Rekordwahlbetei­ligung, wozu nach Ansicht vieler die große Ver­wendung des Rundfunks für Wahlreden beigetra­gen habe, der den Wählern ungefähr 125 000 Worte von Smith und 75 000 Worte Hövers ins Haus übermittelt hatte. Die letzten Wetten in Wall­street stehen 5 : 1 für Hoover. Trotz der großen Anteilnahme der Massen an dem Wahl­kampf ist es am Vorabend des Wahltages nur zu geringfügigen Ruhestörungen gekommen. In Wor­cester (Maffafuchett) wurde ein Demonstrations­zug der Revublikaner von der Menge mit faulen Eiern und Abfällen beworfen, wobei es zu einem Handgemenge tarn, bei dem einige Personen ver­letzt wurden. In Wichitafalls (Texas) warfen in einer Hoover-Versammlung Gegner Hoovers Stink» bomben und sprengten die Versammlung

Die Tragödie dec alten deutschen Marine"

mj "®s. entspricht nicht meinen Wünschen, daß sich Ermemqenieure aus denselben Familien ergän- ,n“'e?ie. Seeoffiziere . . . Für das Seeoffizierkorps e» günstiger, wenn sich die Inqenieuranwärter nur öem .Mittelstand und Familien unter dem M'ttel- "ganzen. Wir werden damit erreichen, daß die S,,eure von selbst in die untergeordnete Stellung zurückkehren, die ihnen zukommt. Wir- „ " °*e als Vorsitzender der Ingenieurannahmekommis- btnauf hin, daß möglichst nur solche Leute einge- stellt werden .... Wir werden auf diese Weise wieder ,<tn Zufriedenes Jngenieurkorps erbalten"-

* Grundsteinlegung für das französische Kilo- nialmuseum. Aus Paris wird gemeldet: Der Prä­sident der Republik, Doumergue, hat die Grundstein­legung des Ständigen Kolonialmuseums vollzogen, das im Hinblick auf die im Jahre 1931 in Vin­cennes stattflndende Internationale Kolonialaus- stellung errichtet wird. Das Museum soll auch nach Schluß dieser Ausstellung erhalten bleiben.

Zehn Jahre sind seit dem Zusammenbruch ver­gangen, da kommt das Buch von E. Alboldt ^Die Tragödie der alten deutschen Marine" (Deutsche Verlagsanstalt für Politik und Geschichte, Berlin) zur rechten Zeit um — endlich — die so oft ge- ftellte Frage erschöpfend zu beantworten. „Wie

wirtschastsministerium in enger Fühlung mit den Spitzen der Gewerkschaften und der Unternehmer­seite. Hierneben sollen offizielle Besprechungen zt schen Führern aus dem Gewerkschaftslager des Z, ttums mit der Zentrumspartei nahestehenden In­dustriellen lausen. Aus welcher Verhandlungsbasis die zuständigen Berliner Instanzen ihre Vermitt- lungsattion zu führen gedenken, steht noch nicht fest.

Zeile entnimmt, reinstem vaterländischen Wollen durch rücksichtslose Wahrheitskenntnis entsprungen ist: die Schlußfolgerung, daß sich Aehnliches nicht wiederholen, daß nie wieder ein überzüchteter Mili­tarismus sich selbst, aber zugleich auch ein ganzes Volk in den Abgrund stürzen darf. Wer aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen will, wird "st Nutzen von dem Inhalt dieses Buches Kennt­nis nehmen.

Der Wahltag in Amerika.

Für den Dienstag, an dem 40 Millionen Amerikaner und Amerikanerinnen zur Wahl des Präsidenten an die Urne taten, ist in dem größten Teil der Vereinigten Staaten gutes Wetter vorausgesagt. Der Vorsitzende des demvttatischen Wahlkomitees erklärte, er glaube, daß Smith von einer gewaltigen Stimmenwelle ms Weiße Haus getragen werde. Andererseits glaubt der Führer des republikanischen Komitees, daß Hoover im Wahlkollegium 400 Stimmen erlangen werde, wäh­rend zu der Wahl nur 266 notwendig sind. Das endgültige Ergebnis wird frühestens Mitt­woch nachmittag vorliegen, doch werden schon von Dienstag nacht an auf Grund der ersten Ergeb­nisse aus den Staaten mit zweifelhafter Major, tt Berechnungen möglich sein.

despräsidenffchast oder von einem diesbezüglichen Vorschlag der Großdeuffchen Volkspartei keine Rede sein könne. ___________

VDZ. Berlin, 6. Nov. (Eig. Funkm.). Nach einem heute gefaßten Beschluß des Aeltestenrates, wird, wie das Nachrichtenbüro des VDZ. erfährt, der Reichstag schon am Wtontag nächster Woche zusammentreten. Als erster Gegenstand sind die Anträge zur Aussperrung in West - deutschland und auf Abänderung des Schlichtungswesens auf die Tagesordnung gefetzt. In der zweiten Hälfte der Woche soll die außenpolitische Debatte über Reparationen und Rheinlandräumung mit den dazu ge­hörigen Anträgen angesetzt werden, die Außenmini­ster Dr. «strefemann mit einer Erklärung der Regierung einleiten wird. Nach Abschluß der au­ßenpolitischen Debatte kommen, wie das Nachrich­tenbüro des VDZ. weiter hört, die Anträge auf E i n st e l l u n g des B a u e s des Pa n z e r k r e u- zers zur Verhandlung.

Der Ersen-Uonflikt.

Auf Einladung des Bezirkskartells der christ­lichen Gewerkschaften für den Stadt- und Land- Keis Düsseldorf versammelten sich in Düssel-

Nachdem der angesichts der Notlage der Metall­arbeiter gefällte Schiedsspruch für verbindlich klärt worden ist, muß die Durchführung der 8..... sperrung von mehr als 200000 Arbeitern als ein Vorgang angesehen werden, der geltendes Recht und die Staatsautorität zu untergraben geeignet ist. Wie wir bisher jeden unberechtigten Streik verurteilt haben, so erwarten wir von allen gerecht denkenden Menschen, daß sie diese unberechtigte Aussperrungverurteilen. Von der Reichs­regierung erwarten wir, daß sie für Recht und Gerechtigkeit mit aller Entschiedenheit eintritt, damit die dem rheinisch-westfälischen Industriegebiet und darüber hinaus der Volksgesamtheit drohenden Ge­fahren vermieden werden. An die Arbeitgeber rich­ten wir den Appell, daß sie die Volksgemeinschaft nicht stören, sondern ausbauen helfen. Unsere Ver­einsmitglieder bitten wir, daß sie in diesem Kampfe die notwendige Ruhe bewahren und mit besonnener Tatttast für den Sieg des Rechtes sich einsetzen.

Der „Vorwärts" meldet aus Bochum: Allem Anschein nach werden die nächsten Tage des Kamp­fes in der Metallindustrie im Zeichen der Vorbe­reitung einer von dritter Seite angebahnten Ver - mittlungsaktion stehen. Wie verlautet, steht das ReichsarbeitsmiNksterium sowie das Reichs-

Strefemanns Rückkehr.

Strefcmann ist aus feinem Erholungsurlaub zurückgekehrt und hat feine Amtsgefchäfte wieder übernommen. Obwohl die letzten Wochen nicht ge­rade Wochen außenpolitischer Ruhe gewesen sind, werden doch an die Rückkehr ©trefemanns weil- gehende Erwartungen neuer politischer A k- 11 d 11 ä t geknüpft, wobei der Wunsch offenbar der Vater des Gedankens ist. Es muß sich aber noch erst zeigen, ob die physischen Kräfte unseres Außenministers in dem Maße wiederhergestellt sind, daß er die schwierigen und verantwortungs­vollen Aufgaben, denen er sich jetzt gegenüberfiebt, wirklich mit der frischen Initiative meistern wird, die ihm jeder Deutsche heute wünschen möchte. Er selbst ist von der Stabilität seines wiedergewonne- nen Gesundheitszustandes allerdings sehr über­zeugt und darauf kommt es schließlich nicht zum wenigsten an.

Es ist müßig, jetzt noch darüber lange Betrach­tungen anzustellen, ob Stresemann bei den Genfer Verhandlungen für die deutschen Wünsche mehr er­reicht haben würde als der Reichskanzler Müller tatsächlich erreicht hat. Wenn in Genf leichte Lor­beeren zu erzielen gewesen wären, bann hätte Sta-

I dorf die Gewerkschaftsführer von Stadt und Land, „ fr “ 'M ,rene J au^' r?c!t um zur Lage in be; Eisenindustrie Stellung zu

nor m ei" nehmen. Das Erg: 'tiKLber Überaus ernsten Be-

Fcr angegr nen n Gesundheit selber an den Gen- ratuugen wurde in c. ?. Entschließung zum Aus-

B^atunaen tellzunehmen. Daß , er es aber biud Fracht, m der es u. a. heißt: mrf)t getan, darf ruhig als ein Beweis dafür an- Durch die Auflehnung der Nordwestgruppe der

gesehen werden, daß er von der Geiger Sitzung I deutschen Eisen- und Stahlindusttie gegen den am

? besonderes erwartete. Das Gen- 31. Oktober verbindlich erklärten und damit Ge- !n^efonM-'n Telle, der setzeskraft erlangten Schiedsspruch erleiden nicht t2töun95tr0rnmtI^10n lurentmilitarisierte nut Arbeiter und Verbraucher, sondern das ge» rhemstche Zone betrifft, bedeutete gegenüber ber famte Mittelgewerbe, eine schwere wirt- von Stresemann angenommenen Resolution vom schaftliche Schädigung. Der Eisenkonflitt ist daher 12. Dez. 1926 immerhin einen gewissen Fortschritt, 1 — - - -■ ~

wenn wir auch nach wie vor sowohl diese Fest-

. , .litt ist daher

nicht mehr allein Sache zwischen Metallarbeitern r, „ - • - — . - . - - - , ----- . und Eisenindustriellen, sondern ist eine Angelegen-

AAm^ommiffion rote die m der Resolution von heit des positiven Staatsvolkes gegen e'ine den 1926 angerührten „ellments stables" grundsätzlich Staat beherrschen wollende Geld macht gewor- " c ”'*c‘ 1 den. Höher als einfeitige Wittschastsinteressen ste­

hen der Staat, das wirtschaftliche und geistige Wohl der Volksgesamtheit. Die christlichen Gewerkschaf-

; .. .. ______ .------- , ten und mit ihnen große Bevölkerungstteise sind

damit eine politische Erbschaft deutscher Außenpoli- I entschlossen, unter dieser Parole den aufgezwun- tif übernahm, mit der gewisse Kreise in Deutschland, I genen Kampf abzuwehren.

die sie besonders besorgt pflegen, ganz andere Ziele 1 verfolgen als sie einem sozialdemokratischen Reichs- kanzler vorschroeben können. Aber er hat mit sei­nem Vcustcch klare Lahn geschaffen und es liegt m seiner Hand, den Rahmen der Konsequenzen zu bestimmen, die aus solcher Klärung eines inter­nationalen Sachverhalts gezogen werden können. Für klare Situationen zu sorgen, ist nicht die per­sönliche Stärke Stresemanns. Es ist allerdings hin- zuzufügen, daß eine Politik der klaren Situation unter Umständen auch gewisse Bedenken haben kann, weil es ja eben mit dem Wesen der Politik gehört, daß man die Geduld nicht verliert.

Es ist also nicht unbedingt notwendig, daß jetzt durch die deutsche Publizistik gewissermaßen ein Seufzer der Erleichterung hindurchläuft, baß nun endlich Stresemann roieber die außenpolitischen Ge­schäfte übernommen hat. Die Auffassung wäre etwas sehr billig, die meinen sollte, daß' Strese- u n ersetzbar fei. Der Faktor, den Strefemann für unsere Innen Politik barstellt, ist vielleicht noch bedeutsamer, wenigstens in diesen Monaten, I war es möglich, baß die "Marine, der besondere als seine Rolle in ber deutschen Außenpolitik. Bei £>eblmg und Stolz des ganzen Volkes, in einem Licht betrachtet, sind es m ber Hauptsache außen- für unser Vaterland so gefährlichen Augenlick mit politische Eriinde, welche die Deutsche Volkspartei, | cmem Schlage zusammenbrach?" Alboldt, der Griin- bie bekanntlich von Dr. Scholz unb Brüninghaus der unb früher Vsrsitzenber des Deckoff izier- gefuhrt wird, an die jetzige Koalition fesseln'. In | b u n d e s, ber sich nach dem Zusammenbruch starke innerpolitischer Hinsicht sind ihre Sympathien für Verdienste für die Wiederherstellung der Ordnung die Deutsche Volkspartei gegenwärtig an bie @ro6e erworben hat, wurde vom Untersuchungsausschuß Koalition gebunden, durch Stresemann ist bie ,n- des Reichstags zum Sachverständigen für Marine- nenpolitische Situation Deutschlands infolgedessen fragen bestellt. Prof. Walter S ch ü ck i n g, der als übersichtlich und einigermaßen in fester Ordnung. Vorsitzender des Untersuchungsausschusses dem Buch Wurde der deutsche Außenminister etwa durch eine Einführung geschrieben hat, bezeichnet das einen Vertreter der Sozialdemokratie gestellt so I darin niedergelegte amtliche Gutachten Aldoldt's wäre die Koalitionsbinbung ber Deuffchxn Potts- I als eine historische Quelle allerersten Ranges".

würde wahr- Der Leser wird gepackt und erschüttert von die- man I fern reinen Tatsachenbuch, in dem jeder Satz, jede lüHrbtef' Hih?pn sp> nh!r innen^riHi* WT= Schlußfolgerung durch bisher meist unbekannte Do- n^5sondere I tumente gestützt wird. Die Darstellungswelfe ist bchi-öna-n^^.-NMllchkeii einfach und uiigefünftelt und steigert sich doch, UN.

u . Sie gewollt, zu dramatischer Höhe. Man hat beim

oerinoen ^bparte! yt gegenwärtig nur IN einem Lesen oft das Bedürfnis, dieser lückenlosen, zwangs- W"fen 31a.Umnktm ®!?enen I läufigen Logik des inneren Marinegeschehens zu

aus eroiht firfi ’in ltTe ? ' ro hAr «ar= entfliehen, in früheren Vorstellungen aufzuatmen — d-it4äää „yssi s“äääs Me,er "b°rwun---°!°" mi Als"selr"wlck!ti^ H*n-trymtkunbrt&^bnt 9,rir$)" I Der Verfasser weist nach, wie etwa seit der »artige Amt triehpr befnmU5= Jahrhundertwende und bann in immer fteigenbem

haft ber ffibSlSL'be °mml, Maße das gute kamerabschaftliche Verhältnis na- mentlich ber Seeoffiziere gewichen war, bie sich bk bie führenden ?aD£n bis zur völligen Enffremdunq aller anderen Grup-

oag Die führenden Beamten des Auswärtigen Am- pen aeaen hie Seeofsitters fteiaerte bie ihrerseits unterstützt haben Ho 1. 'r-V;r,L‘S1”s ™ L'2? I garnicht bemerkten, welche schwere Vertrauenskrise politischen Geschäfte in Cm'’ ^"brung er ß - I die Marine durchmachte und sich nur auf ihre Be-

lich aewesen k'r/ "n-k-kecht! n [ bn V fel)lsgewalt verließen. Wie weit schon vordem

wesen war ZL °LbVe e Kriege tiefst verbitternde Kasten-Selbstsucht

ging, zeigt em Erlaß des höchsten Chefs des Ma- nnebildunaswesens aus dem Jahre 1911 an den j'reftor (Seeoffizier) ber Ingenieur- unb Deck- onizi"rsch!,le, worin 05 in Bezug auf bie so wich- tige Offiziergruppe ber Marineingenieure heißt, heißt:

Die vormalige japanische Haupfftadt Kioto ist in Erwartung der erfolgenden feierlichen Thron­besteigung des Kaisers festlich geschmückt. Die alten Straßen find von Triumphbogen über­spannt und mit Flaggen und farbigen Laternen ver­ziert. , Drahtlose Stationen und Televisionsappa­rate sind eingerichtet worden, um die Verbreitung der Nachrichten in ganz Japan zu beschleunigen. . -.- .------ w<.F|tCHunH3-. 1 Für den Transport kinematographischer Filme sind

schwierigkeiten den Fachoffizieren (nur in Landstel- I Flugzeuge bereitgestellt. Die Ausgaben für die

•r tL-tiner Feuerwerks- unb Torpedooffizieren), I Zeremonien werden auf 100 Millionen Mark ge« naeii btefe über ein eigenes Kasino nicht verfügten, | schätzt. _________________________

üblich gestatten müssen, an dem noch immer sehr I . „ , . , guten Mittagstisch im Seeoffizierskasino l . Paktewerhandlmigen über die Wahl des öfter- teilzunehmen. Der Aerger darüber machte sich schon reichischen Bundespräsidenten. Wie die „Wiener wenige Tage nachher in folgendem Erlaß des Ka- I Neuesten Nachrichten" erfahren, werden die Partei- ftnovorstandes Luft: I Verhandlungen über die Wahl des Bundespräsi-

. "Das Entgegenkommen, am Mittagstisch der Seeossi- I Renten in dieser Woche beginnen. Im Zusammen- R e v en 3« dürfen, wird von den Fachoffizieren I Hang damit meldet das Blatt gegenüber den Nach- ' i * ‘ . ukt, denn es ist beobachtet worden, daß sie I richten einiger Morgenblätter, daß von einer Be-

bern L0 Vcrt eingenommener Mahlzeit aus Werbung des Gesandten Dr. Frank um die Bun- oem Kasino entfernt haben, sondern weiter in dessen 1 *“**--=««---- • -- - .....

.toumen verweilten. Ja. einige haben sogar gewagt, nach dem Eisen auf der Veranda Platz zu nehmen und oem Konzert zuzuhören. Eine solche Ungehörigkeit und Taktlosigkeit ist auf das Schärf st e z u , rügen; die FaKoffiziere haben in Zukunft sofort nach I DieUftifdlCT LüNdtaa

eingenommener Mahlzeit das Kasino zu verlassen". -«-uiiviuy.

Dm Deckoffizieren, die im Laufe der Jahre fyste- | Namens des preußischen Landtags, der am matlsch immer mehr in ihrer Stellung herabge- I Montag seine Plenarsitzungen wieder «usnahm, druckt worden waren unb bie beswegen um eine richtete bei Sitzungsbeginn Präsibent Bartels Besserstellung kämpfen, wurde im Oktober 1918 herzliche Willkommgrüße an Führer und Mann- mofsiziell vom Reichsmarineamt als Weih- I Schaft des in Staaken gelandeten Luftschiffes Graf nachtsgeschenk die Anrede „Herr" in Zeppelin" und gab der Hoffnung Ausdruck daß Aussicht gestellt! auch weiterhin dieser Luftkreuzer der friedlichen

So reiht das Buch Tatsache an Tatsache. Auch I Verbindung der Völker dienen möge. In Erledi­ge Auffassung von den politischen Hintergründen I gung ber Tagesordnung wurde ein kommunistischer der Flottenvorkommnisse im Sommer 1917 und des I Wunsch auf sofortige Erörterung der Arbeiteraus- Zufammenbruchs von 1918 wird durch Dokumente I fperrungen im Ruhrgebiet mit dem Hinweis darauf .fierftört. Gleich eingehend und neben anderem mit I abgelehnt, daß für Dienstag diese Debatte vorge> Zeugnissen höchster Marineoffiziere belegt, werden sehen sei. Im übrigen gingen nach zustimmender " " Debatte Gesetzentwürfe über die Bereitstellung von

75 Millionen zur Förderung der produktiven Er- werbslosenfürsorge, sowie über die Regulierung des Warthe-Netzebruchs nebst einigen kleinen Vorlagen an den Ausschuß Annahme sand ein Antrag aller Fraktionen, der als erste Rate für den Ausbau ber rechtsrheinischen Uferstraße Mittel bereitstellt. -Dienstag: Ruhraussperrung.