Wirtschaftsfragen.
— Schwache Anlelhelällgkeil im Oktober. Im Monat Oktober sind zwar 8 Inlandsanleihen in Höhe von nahezu 70 Millionen Mark, aber nur zwei Ausländsanleihen in Höhe von nur 8% Millionen Mark, begeben worden. Im Oktober 1927 wurden an solchen Ausländsanleihen nicht weniger als 500 Millionen Mark und im vergangenen Monat auch noch annähernd etwa 115 Millionen Mark begeben. Kapitalerhöhungen wurden im verflossenen Monat von 40 Aktiengesellschaften in Höhe von 45 Millionen vorgenommen, an Kapitalherabsetzungen ist ein Betrag von etwa 5% Millionen bei 6 Unternehmungen zu verzeichnen.
oerstandigungsfreunde.
Aus Paris wird gemeldet: Die Sozialrepublikanische Partei hielt in Paris ihren Iahreskon- g r e ß ab. Painleoe wohnte den Beratungen bei In einer einstimmig angenommenen Parteierklärung heißt es über die Beziehungen zwilchen Deutschlandund Frankreich: Wir fassen nicht zu, daß der Haß zwischen den Nationen sich verewigt. Wir wollen das Schiedsgerichtsverfahren, den Ausgleich, die Abrüstung, und damit dies möglich ist, erklären wie die Ann ä- herung zwischen Frankreich und Deutschland für notwendig und setzen alle unsere Hoffnung auf den Völkerbund.
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Bei der Kammernachwahl in D u n k i r ch e n ist in der Stichwahl der Kandidat der nationalen Einigung Vincent mit 10 318 Stimmen zum Abgeordneten gewählt worden. Der sozialistische Gegenkandidat Valentin erhielt 10 034 Stimmen
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Bei der Ersatzwahl für den verstorbenen Senator Lazare Weiller im Unterelsaß ist der Kandidat des Zentrums (Elsässische Volkspartei), Graf Andlau, gewählt worden. Sein Hauptgegner, der sozialistische Straßburger Bürgermeister Peirotes, ist unterlegen.
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Auch die Radikale Partei hat ihren Parteitag abgehalten ufld eine Tagesordnung angenommen, die der „Matin" wie folgt kennzeichnet: Durch die Annahme der Tagesordnung Montigny hat die Partei ihren parlamentarischen Vertretern die nachdrückliche Weisung gegeben, nach einem P-r o g r a m m abzustimmen, das weit von dem der Negierung entfernt ist. Andererseits hat die Partei mit der Ablehnung des Antrages Garnier erklärt, daß sie zur gegenwärtigen Stunde die Regierung nicht zu stürzen wünscht. Wre werden die radikalen Vertreter im Parlament aus diesem Dilemma herauskommen? Indem sie sich, wie bisher die Freiheit der individuellen Abstimmung wahren. Im Uebrigen waren die Privatgespräche, die man hörte, kennzeichnend für die Lage Die radikalen Parlamentarier sind nicht
reif für die Unterwerfung unter das Parteikommando wie die Sozialisten. Es ihnen aufzwingen zu wollen, würde bedeuten, einer sicheren Spaltung entgegengehen, was man bereits in gewissen Augenblicken befürchten konnte. Der radikale Kongreß hat di? Verantwortung für eine Ministerkrise nicht übernehmen wollen Er begnügt sich damit, sie zu diskontieren.
In der Radikalen Partei sitzen vor allem die alten Kulturkampf er von Schlage eines Combes. Sie widerstreben dens Abbau der kirchenfeindlichen Gesetze, der jetzt in Angriff genommen worden ist. Andere Radikale sind zu Zugeständnissen bereit. Daher die Strije.'
* Abgeordneter Andre legt sein Mandat nieder. Abgeordneter Joseph Adre hat fein Mandat zum Reichstag n i e d e r g e l e g t. An seine Stelle tritt der schon in der 'dritten Reichstagswah'periode 1924—1928 dem Reichstag und der Zentrumsfraktion angehörende Verbandsgeschäftsführer Johannes Groß-Stuttgart. Dieser Wechsel beruht darauf, daß Abg. Andre vor kurzem zum Präsidenten der Württemberg. Landesversicherungs- an st alt in Stuttgart ernannt worden ist. Die damit verknüpfte Fülle von Arbeit läßt die Wahrnehmung des Dopvelmandats durch Andre — denn Abg. Andre ist auch noch Mitglied des württem- bergifehen Landtags, in dem er auch verbleibt — nicht mehr zu. Das Ausscheiden Andres wird allgemein und weit über den Kreis der Zentrumsfraktion hinaus bedauert. Mit ihm scheidet eine markante Persönlichkeit aus dem Reichstag, der ja ohnehin daran nicht gerade Ueberfluß hat. Andre gehörte zu den fleißigsten Abgeordneten des Parlaments. Was er in dem Sozialen Ausschuß und weit darüber hinaus in anderen Sparten des parlamentarischen Organismus, sodann in d?r Vollversammlung, durch seine ungemein zahlreichen Arbeiten in der Bresse, in sonalpolitischen und Fachzeitschriften leistete, war erstaunlich. Dazu war er ausgestattet mit der Gabe urwüchsigen Humors, die ihn überall beliebt machte. Wir wünschen Abg. Andre. der sich um die Zentrumspartei und auch um die Z e n t r u m s p r e s s e außerordentlich verdient gemacht hat, ein erfolgreiches Wirken in der hochangesehenen Position, die er verdientermaßen
Erste Zeppelin-Luftpost Amerika-Europa.
OCT L8 19-28
Der erste aus Ameiika „via Graf Zeppelin« kingetrofftnc Brief
ist eines der intereffantefien Dokument in der Geschichte der Post. Er wurde, wie der Poststemvel es «tat °m 27. Oktober 1928 auf dem New-Yorker Times Square-Postamt nachmittags um ö'uh^auf egeben, sodann gemäß dem Wunsche des Absenders „via Lakehurst« dem Postbeamten des „Graf Zevvelin" zu^ akleitet von dem'elben am 28 Oktober mit dem Stempelaufdruck „First Fltght Air Mall via Graf Zeppelin) (Erste Lustposch.me via Graf Zeppelin) versehen und drei Tage später dem Postamle Friedrichshafen zur weiteren Befordeiung zugesührt. Der Stempel zeigt nicht nur ein «eines Bild des vielbewundeiten Ozean- lu tchiffes, sondern auch die Landkarten Amerikas (United States-Dereinigte Staaten) und Deutjchland (Germany). Die Frankierung des Luftpostbriefes hat 1 Dollar 5 Cents, d. h. vier und eine halbe Mark gekostet. Nach der postalischen „Entwertung« ist der Wert des Briefumfchlags wesentlich gestiegen.
jetzt einnimmt. Mit dem Abg. Groß tritt eine ebenfalls im parlamentarischen Leben schon gut bewährte Kraft wieder in den Reichstag. Abg. Groß hat sich insbesondere in Beamtenfragen verdient gemacht und die Zentrumsfraktion begrüßt es, daß sie, nachdem gerade ein Reihe Beamtenvertreter bei der letzten Reichstagswahl nicht wiedergewählt worden find, nunmehr wieder über einen unmittelbaren Fachmann auf diesem Gebiete verfügt. Wir begrüßen Abg. Groß auf das herzlichste und wünschen ihm zum Nutzen der Partei ein ersprießliches Wirken und Schaffen.
Vulkane als Energie-Quellen.
Der Aetna bei Catania, das kommende größte natürliche Kraftwerk.
Italienische Gelehrte wollen die im Innern der Vulkane schlummern- den aewaltigen Kräfte der Volkswirtschaft dienstbar machen. Professor Pasquale hat bereite einen Plan entworfen, der den 3279 m hohen berühmten Vulkan Aetna bei Catania auf Siz'lien zu dem großartigsten Kraftwerk der Welt aus- gestalten würde. Aus Krä ten der Zerstörung Kräfte des Aufbaus zu ichaffen, wäre ein bewundernswertes Unterfangen.
Amtliche Bekanntmachungen.
Fulda.
J.-Nr. S. V. 2533.
Unfälle bei Holzfällungsarbsiten.
Die Unfälle bei den Holzfälinngsarbeiten sind in dem Winterhalbjahr 1927/28 wieder so zahlreich gewesen, daß sich die Belastung der Berufsgenossenschaft aus Anlaß sorstwirtschaftlicher Betriebsunfälle erheblich steigerte. In der Regel sind es schwere Verletzungen, sogar vielfach Todesfälle, die eine Rentenzahlung auf lange Jahre hinaus bedingen.
Tie Besitzer von Privatwaldungen (Gemeinden- und Jnteressentenwawungen) werden auf sorgfältige Beachtung der Unfallverhütungsvorschristm für Forstwirtschaft (Seite 24 ff. der Unfallverhütungsvorschriften) hinge- toiefen.
In den Unfallverhütungsvorschriften ist es den Be- triebsunternehmem zur Pflicht gemacht, sie in allen Einzelheiten in geeigneter Weise zur Kenntnis der Versicherten zu bringen. Aus diese Bestimmung weise ich ganz besonders hin und empfehle den Waldbesitzern bezw. den verantwortlichen Forstanfsichtsbeamten, über die Bekanntgabe eine Verhandlung aufnehmen zu lassen, beim sie sind bei vorkommenden Unfällen unter Umständen nicht nur für den entstandenen Schaden ersatzpflichtig, sondern haben auch mit straftechtlicher Verfolgung wegen fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung zu rechnen.
Für die Verhütung von Unfällen dürste es von großem Wert sein, wenn die Waldbesitzer bezw. Forstaufsichtsbeamten bei der Annahme ihrer Arbeiter, wenigstens für die schwierigeren und gefahrvolleren Ver- richtungen bei den Holzfällungsarbeiten, auf deren Eignung Wert legen wollen. An einer umsichtigen und zuverlässigen Aufsichtsführung darf es selbstverständlich nie fehlen.
Fulda, den 31. Oktober 1928.
Der Vorsitzende des Sektions-Darstandes:
I. V. Dr. Lorscheider, Regerungs-Assessor.
Hünfeld.
Auf die in Nr. 42 des Regierungsamtsblatts bum 20. Oktober 1928 veröffentlichte Polizeiverordnung des Herrn Regierungspräsidenten vom 10. Oktober 1928 — A III 8637 a — betreffend Verhütung von Hochwassergefahr mache ich aufmerksam. Das Regierungsamtsblatt kann bei den Ortspolizeibehörden des Kreises eingesehen werden.
Hünfeld, den 30. Oktober 1928.
Der Landrat. I. V. Frank.
Geisa
Die Wählerliste zu der am 2. Dezember 1928 stattsind enden Stadt- und Kreisratswahl für den Stadtbezirk Geisa liegt vom 5. November d. 3s. bis einfchl. 10. Nov. d. Js. von vormittags 8 bis 12 Uhr und von 2 bis 5 Uhr nachmittags im Büro des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 5, zur Jedermanns Einsicht öffentlich auf.
Einsprüche gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Wählerlisten sind schriftlich oder mündlich während der Auslegungsfrist beim Stadtvorstand zu erheben und evtl, durch Beweismittel zu begründen.
Wahlberechtigt ist jeder Reichsangehörige, der am Wahltage das 20. Lebensjahr vollendet und seit mindestens 6 Monaten im Gemeindebezirk wohnt.
Geisa, den 3. November 1928.
Der Stadtvorstand.
Hohmann, Bürgermeister.
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es sich um einen Selbstmord oder um ein Verbrechen von Seite eines andern handle. Die einen behaupten, der Notar, ein Freund meines Vaters habe gleichfalls spekuliert und sich in einer ähnlichen verzweifelten Lage be- funden und sich eine Kugel durch den Kopf gejagt. Andere aber — das ist das Aergste — haben eine weit schrecklichere Auslegung gefunden Sie sagen mein Vater habe den Notar erschossen. Aber das kann nicht wahr sein, es kann nicht wahr sein!" schloß Franz leidenschaftlich erregt.
Sein Freund hatte sich erhoben und legte begütigend die Hand auf die Schulter.
»Es braucht auch gar nicht wahr zu fein, Franz", sagte er tröstend. „Wenn ein solches Ereignis eintritt, wachen immer die abenteuerlichsten Auslegungen und Vermutungen die Runde, und das Volk hält immer die sensationellste Lösung eines verwickelten Falles für die beste. Später stellt sich dann meistens heraus, daß sie übertrieben war. Nehmen wir aber einen Augenblick an, die beiden Freunde hätten tatsächlich gemeinsam spekuliert, so ist dies sehr wohl möglich, daß der eine geflohen ift und der andere seinem Leben ein rasches Ende gewacht hat. So wird cs wohl auch sein, und das ist immer noch schrecklich genug."
„Schrecklich genug!" wiederholle Franz van Beekum mit heiserer Stimme. „Mein Vater ein flüchtiger Bankrottierer und die Familie bettelarm! Aber itf) muh zugeben", fügte er zögernd bei, „es liegen Einzelheiten vor, aus denen sich in der Tat ein Schein dafür ergibt, daß mein unglücklicher Vater auch der Mörder des Notars gewesen ist. Ich fürchte, die Polizei wird ihn für schuldig halten oder höchstens wegen mangelnder Beweise freisprechen. Aber auch in diesem Fall wäre ich zeit meines Lebens der Sohn eines Mörders."
Düster vor sich hinstarrend, schwieg er ein paar Augenblicke. Dann fuhr er fort:
„Ich bin hierher gekommen, um dich um deine Hilfe zu bitten Willst du mir helfen, auch jetzt noch, nachdem du alles weißt?"
„Natürlich will ich dir helfen Wenn dein Vater einen Verteidiger vor Gericht braucht, übernehme ich die Sache dir zulieb. Und wenn du irgendwie den Beistand eines Rechtsanwaltes brauchst, ich stehe dir zur Verfügung. Ich
fange gleich an, mich mit der Sache zu befaffen. Vielleicht läuft alles glimpflicher ab, als du dir in der ersten Verzweiflung vorstellst. Aber weißt du, wer dir im Augenblick vielleicht besser helfen könnte als ein Mann des Rechtes? Ein tüchtiger Detektiv."
„Ein Detektiv?" fragte van Beekum.
„3a, schau, der Tod des Notars ist immerhin von ganz seltsamen Umständen begleitet gewesen. Es ist möglich, daß eine Reihe von Zufälligkeiten deinen Vater in ein verdächtiges Licht gerückt haben. Gewiß werden Polizei und Gericht das Ihre tun, die Frage zu lösen Aber wer weiß, ob sie nicht rasch und sicher — wie sie meinen — zu dem Schluß kommen werden, daß dein Vater ein Verbrecher ist? Wenn nun gleichzeitig ein tüchtiger Detektiv seine Untersuchungen machte, brächte der vielleicht das eine oder andere Moment an den Tag, das zugunsten deines Vaters spräche."
„Glaubst du? fragte Franz zögernd.
„3a, das glaube ich bestimmt Schau. Franz, du kennst die Detektive natürlich nur als Wundermenschen aus den abenteuerlichsten Geschichten und weiht von ihnen nur, daß sie die verborgensten Geheimnisse im Handumdrehen zu enthüllen verstehen. Und wenn dich die Geschichten auch unterhalten haben, so zuckst du doch die Achseln, wenn von einem Detektiv die Rede ist. Detektive gehören in die Bücher, meinst du, aber nicht mitten hinein in ein wirkliches Drama des Lebens wie das vvrlle- genbe. Aber das verstehe ich bester. 3ch lache natürlich auch über die Tausendkünstler in den Detektiogeschichten, aber es gibt doch auch wirklich findige Burschen die mehr ans Tageslicht bringen, als ein Alltagsmensch sich träumen läßt. Und ich kenne einen, der mir schon manchen .wertvollen Dienst geleistet hat. Wir könnten ihn auch in dieser Sache heranziehen, wie?"
„Wenn du meinst, es wäre von Nutzen . . ."
„Gewiß meine ich das. 3ch werde ihn hierherbestellen. Oder — noch besser, du suchst ihn auf Ich gebe dir eine Empfehlung mit. Erzähle ihm alles, was du mir erzählt hast, auch was gegen deinen Väter spricht. Verschweige ihm nichts. Und ich bin überzeugt, er wird sich gleich mit heiligem Eifer an die Sache machen. Einen Augenblick, ich will in gleich anrufen."
^Fortsetzung folgt.)
II.
„3st Herr Roger zu sprechen?"
„Welchen Herrn meinen Sie?" fragte der betreßte Wiener den Besucher, der ihn ob dieser Frage verwundert ansah. „Den alten Herrn Roger oder Herrn Arthur?"
,J)errn Arthur Roger, den Rechtsanwalt."
„Rechtsanwalt ist der Vater des Herrn Arthur Roger auch."
„Gut, gut. Aber ich muß Herrn Artur Roger fpre, chen. Er ist doch zu Hause, nicht wahr? Bitte geben Sie ihm meine Karte, und fragen Sie ihn, ob er mich gütigst empfangen wolle."
Der Diener maß den Besucher noch etnma, von oben bis unten, nachdem er einen Blick auf die Karte geworfen hatte. Ein klein wenig hatte et die Achseln gezuckt als wollte er damit sagen, daß keine allzugroße Wahrscheinlichkeit dafür bestand, daß der Besucher vorgelassen würde. Sein Herr war nicht umsonst der berühmte Rechtsanwall, und jetzt, außerhalb bei gewöhnlichen Sprechstunde, hatte der unbekannte junge Mann wie er feinte, nicht viel Aussichten, vorgelassen zu werden. Aber °er Diener täuschte sich. Denn ein paar Augenblicke spä- A kam sein Herr selber gelaufen, streckte dem jungen j'ann freundlich die Hand entgegen und rief in leutfeli- Sem Ion:
Franz! Das freut mich! Komm herein. 3ch 9?‘te wahrhaftig daran gezweifelt, ob du je wieder den -aSe9 zu mir finden würdest!" '
f. „”>54 bin dir also willkommen? Deine vielen Ge- Wafte hindern dich nicht, mich zu empfangen?"
--Natürlich nicht, das weißt du doch. Komm nur gleich “ ./erein in mein Privatbüro. Da sind wir ungestört no rönnen ganz gemütlich miteinander plaudern."
v°n Beekum folgte seinem Freund, und als 1 e aUem waren, sagte dieser:
hpi„".,mnun °^ähl' mir rasch, was dich hersührt Nach Di. eL ,ene 3U urteilen, ift's nichts besonders Gutes.
u mst ganz niedergeschlagen."
Schillerhorst.
Eine geheimnisvolle Geschichte von Wilhelm Holt
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„Es ist wirklich nichts Gutes," sagte er, „es ist etwas Schrecklicheres, als du dir vorstellen kannst, Arthur. Etwas Furchtbares.
„So," machte der Rechtsanwalt, und seine Teilnahme klang aus dem einfachen Wörtchen. „Aber sprich, sag mir alles geradeheraus, und ich Haffe, ich kann dir helfen."
„Du würdest mir helfen, wenn du könntest?"
„Natürlich. Zweifelst du denn daran?"
„Ich habe nicht das Recht, daran zu zweifeln, Ar- thur. Du bist für deine Freunde immer die Hilfsbereitschaft in Person. Darum bin ich auch zu dir gekommen. Mein erster Gedanke in meiner Bedrängnis warst du."
„Brav von dir. Aber jetzt erzähle."
„Es betrifft meinen Vater. Er hat spekuliert und verloren. Und gestern abend hat er die Flucht ergriffen.
»So? Das ist in der Tat schrecklich. 3a, das verfluchte Spekulieren hat schon so viele Familien unglücklich gemacht. Dein Vater ift fort, sagst du?"
„Ja, er scheint gestern abend erfahren zu haben, daß die Polizei ihn im Auge hatte und seine Verhaftung be- Vorstand Da ist er unversehens verschwunden, ohne irgend jemand von uns etwas wissen zu lassen. Wir hatten gar keine Ahnung, wie es um ihn stand."
„Unb ist der Abgang bedeutend?"
«Ich weiß gar nichts. Heute früh hat die Polizei seine Bücher beschlagnahmt. Aber sicher handelt es sich um große Summen. Wir sind ruiniert, und die Schande für den Namen van Beekum . . ."
»Es ist furchtbar, und ich will dich nicht mit banalen Trostworten mehr v-rletzen, als sie dich aufrichten könnten, lieber Freund! Dazu ist der Schlag doch zu schwer, der dich getroffen hat, was meinst du?"
„£>, ich habe dir noch nicht alles gesagt. Die 11m- ftanbe, unter denen mein Vater das Weite gesucht hat, machen alles noch viel schlimmer. 3ch will mich bemühen, r rordentlich und zusammenhängend zu erzählen, so schwer es mir auch fällt. Mein Vater begab sich ge- ftern um die Mittagszeit in das Haus des Notars Bur- ton, um diesen zu sprechen Den Notar selbst hat man furj darauf mit einer Kugel in bet Schläfe tot aufgefunden. Und jetzt heißt es, man könne nicht sagen, ob