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Autobus - Unfall.

Am Sonntagnachmittag geriet ein vom Kinder- fahn Rachowitz nach Gleiwitz auf dem Rückwege befindlicher Autobus in dem sich ungefähr 2 5 An­gehörige der betreffenden Kinder aus Bsuthen O -S befanden, wahrscheinlich infolge des fchlüpfri- aen Weges ins Schleudern und kippte um. Soweit die bisherigen Feststellungen ergaben, wurde der größte Teil der Insassen verletzt und zwar wie verlautet, zehn schwer und zwölf leicht. Den Verletzten wurde zuerst ärztliche Hilfe durch die aU5 chleiwitz gerufenen Sanitäter zuteil. Die Schwerverletzten sowie auch ein Teil der Leichtver- lebten wurden nach dem Krankenhaus in Gleiwitz übergeführt.

* Raubüberfall auf eine Kassiererin. In der Nacht jum Sonntag wurde auf dem Schlesischen Bahnhof in B e r l i n die Kassiererin des Erfrischungsraumes auf dem Wege zur Abrechnung in einem kleinen Dorraum von hinten mit einer leeren Bierflasche niedergeschlagen und ihr die Kasse entrißen. Der Täler wurde von den durch die Hilferufe alarmierten Eisenbahnbeaniten und Reisen­den sofort verfolgt und festgenommen Es handelt sich um einen 25 Jahre alten, bisher unbestraften Schuhma­cher Wilhelm St., der im Jahre 1925 aus Polen ver­trieben wurde. Er ist im September dieses Jahres ar­beitslos geworden und konnte trolj guter Zeugnisse keine neue Stellung finden. Er hatte seit mehreren Tagen nichts gegessen und im Wartezimmer des Bahnhofes übernach­tet. Seine Tat ist aus Verzweiflung geschehen. Die Kassiererin ist durch Glassplitter, die in den Kopf einge­drungen waren, ziemlich schwer verletzt worden.

* Fcuergcfecht in einer Gastwirtschaft. In Pforzheim (Oberfranken) bedrohte ein gewis­ser Paul Ebert im Hofe einer Gastwirtschaft die dortigen Bewohner und die ein- und ausgehenden Gäste mit einem Revolver. Der Wüterich gab mit den Worten, wer ihm nahe trete, den wolle er er­schießen, auch gegen die herbeigerufenen Polizei- beamten Schüsse 'ab. Es kam zu einem Feuerge­fecht. Ebert zog sich nach einer Weile in die Gast­stube zurück, um von neuem zu laden. Er rich­tete dann die Waffe abermals gegen die Polizei; schließlich wurde er durch einen Schuß kampf­unfähig gemacht

* Aufklärung des Anschlages e::$ einen Ober­gefreiten. In N i e d e r k r u m m h ü b e l war be­kanntlich der Oberoefrei e Hermann vom Jnfan- terwregiment 8 aus Frankfurt a. O. durch zwei Revolverschüsse aus dem Hinterhalt lebensgefährlich verletzt worden. Nunmehr konnten die Täter 'n der Person des Rotzschlächters Franz und seines Bruders, beide aus Landeshut, verhaftet werden. Vorläufig nimmt die Polizei in Ermangelung eines anderen Motivs an, daß die beiden in angetrunke- nem Zustande aus Uebcrmut geschossen und gar nicht mit den verhängnisvollen Folgen gerechnet haben.

* Dichkheriemafsenerkrankvngen in Bautzen. -Zu den Massenüiphtherieerkrankungen in Bautzener Schulen teilt das städtische Wohlfahrtsamt mit, daß in den letzten 14 Tagen insgesamt 27 Erkrankungen vorgekommen sind. Auch in früheren Jahren hat der Herbst eine Zunahme der Diphtherie gebracht Doch trete die Krankheit diesmal schwerer als sonst auf Große Besorgnis erwecke die erhöhte Zahl der Todesfälle. Zum Schließen der Schulen liegt jedoch noch keine Veranlassung vor

* Liebesiragödie in einem Wiener konzerlsaal. Während der Pause eines Konzertes des Violinvir­tuosen Vasa Prihoda in Wien gab der Rittmei­ster a. D Felix Gartner auf ein? junge Dame drei Schüsse ab, die diese an Kopf und Hals trafen und ihren sofortigen Tod herbe""Hrten. Der Besu­cher bemächtigte sich beim Kr der Schüsse große Erregung und nur dem Konz . rsonal gelang es das Publikum durch laufe Zit ruft zu beruhigen Rach einer weiteren Meldun« handelt es sich' bei der Ermordeten um die im Mai 1896 in Kairo ge­borene ägyptische PrinzessinWaguiha Roued Pascha. Gartner hatte die Prinzessin vor einigen Monaten in einer Gesellschaft kennen­gelernt. Gartner behauptet entschlossen gewesen zu sein, sie zu heiraten. Der Vater der Prinzessin aber, der frühere ägyptische Minister Rouhed Pasäza, der mit seiner Familie seit Jahren in Wien lebt, war der Heirat gnumdsützlich abgeneigt und hatte die Absicht, seine Achter nach Aegypten zu bringen. Aus Verzweiflung darüber will Gartner die Tat begangen haben.

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©Fahrrad* Faulstich spricht:

Original-Bayrische Banernkapelien hören Sie auf Beke-ScJiialfplatten.

________ Mitfe'sfraße 4n

prächtigen Fahnen stellen lick in den Mittelgang. Dazu je sechs weißgekleidehe Schulmädchen. Secks lanoe. weiße Seidenbänder hängen von den Enden der Quer­stangen nieder. Arn Ende eines jeden Bandes ist ein blanker Messingring angebracht. Jedes der weißbehand- schuhten Mädchen ergreift einen der Ringe und hilft so die schwere Fahne tragen, bezw. bewahrt sie vor dem Umschlagen im Winde. Kleine Knaben mit wecken Schärpen geleiten auf die gleiche Weise eine andete Fahne. Borne et scheint jetzt der Baldachin: also ecke Sakramentsproze^ion. Erwachsene Mädchen in‘ mit langen weiß,en Schleiern und Rautenkränzen auf den Schleiern wagen auf einer Bahre ein Marienb-'d ^eine Mädchen, in weißen Kleidchen und mit Kränzchen ouf den Locken und Blumenkörbchen vor sich tragend werden von ei/,ter Lehrerin vor dem Baldachin auck--- ttellt. Es sind sechs oder acht Pärchen. Dann erschei­nen die Priester am Mare, das Allerheiligste wird Qus, gefegt, und hie Prozession setzt sich in Bewegung, hin= aus auf den, Kirchplatz und um die Kirche. Ganz nabe ziehen sie a»t mir vorüber. Allerliebst ist dabei das Be­nehmen den- kleinen Blumenträgerinnen. Nein, eine louhe Gew andheit, eine solche Anmut hätte ich dtesen stins- bis sechsiährigen Mädchen doch nicht zugetraut. Während die Kinder vor der Monstranz dahinschreiten. wenden (sich immer die beiden jeweils vordersten um’ schreiten, zwischen ihren Gespielinnen hindurch bis vor den das Allerheiligste tragenden Priester, machen dort eine Knjebeugung, ftreuen Blumen und winken mit der Hand einen anmutigen Gruß gegen die Monstranz. Aber sogleich, schreiten sie wieder als letztes Paar in der Dop­pelreihe, und das nächste, setzt an der Spitze schreitende Paar geht dem Allerheiligsten entgegen. Es ist dies ein wunderschöner, erbaulicher Kinderreigen, der stumm, °bsr deutlich sagt: „Heiland! Wir Kinder grüßen Dich!"

Als ^ie Prozession, an der nur ein Teil der Gläu- "igen i 'nimmt, die Kirche verlassen hat, kommt t>er n«chenschweizer zu mir und redet mich an. Ein: „Ne mprandu — Ich verstehe nicht" ist meine Antwort. Da bedeutet er mir, mit nach vorn zu kommen, und ich nehme diese Einladung gern an. Vielleicht gibts da noch ein Sitz- oder Knieplätzchen. Wir schreiten durch ?.le Küche und gehen in die Sakristei. Dort mache ich mm und dem Küster klar, daß ich kein Priester, sondern

"Dn-der" bin, und zwar ein deutscher. Da er- »r.Küster: „Ich Kriegsgefangen in Deutschland — Na also — man trifft überall Bekannte * her ®eL‘ (Fortsetzung folgt.)

Hansel und

Berliner Moniagsbörse.

wtb. Berlin, 5. Nov. (Gig. Funkm.) Das Geschäft zu Beginn der neuen Woche war wieder sehr still. Im heutigen Vormittagsverkehr waren Umsätze bet etwas unsicherer Tendenz kaum zustande gekommen. Die Kurse neigten eher etwas zur Schwächet Auch an der Vor­börse blieb die Tendenz nachgebend, doch wurde es zu Beginn des offiziellen Verkehrs wieder freundlicher. Trotz dieser freundlichen Grundstimmung war jedoch eine gewisse Zurückhaltung festzustellen, da über den Ausgang des Eisenkonfliktes noch immer Ungewißheit herrscht und immerhin die Möglichkeit einer längeren Dauer der Aus­sperrung bestehen könnte. Die Kursgestaltung war nicht einheitlich, doch überwogen die Kursbesserungen, die sich aber im Rahmen von 1—2 Prozent bis auf einige Fa­voriten hielten. Die Spekulation hatte verschiedentlich Deckungen vorgenommen Man wollte sogar an einigen Märkten eine geringe Ausländsbeteiligung feststellen. Ka­liwerte standen wieder im Vordergrund, Krügershall zo­gen ca. 13 Prozent an, während die notierten Papiere bis zu % Prozent gewannen. Sehr fest lagen Kunst­seidewerte auf die internationale Bewegung in diesen Werten. Glanzstoff konnten 12 Prozent. Bemberg so­gar 20 Prozent gewinnen. Der Elektromarkt neigte eher etwas zur Schwäche, nur in Siemens war das Geschäft bei einer fast 5prozentigen Steigerung sehr lebhaft. Die Käufe von Großbankseite setzten sich fort. Erdöl hatten bei etwas größeren Umsätzen bis 2prvzentige Gewinne aufzuweisen. Waldhof, bei denen man im Zusammen­hang mit der morgen stattfindenden Aufsichtsratssitzung Kapitalerhöhungsgerüchte horte, zogen ebenso wie Mit­teldeutsche Kreditbank, Svenska, Ilse und Rheinische Braunkohle ca. 2% Prozent an. Deutsche Anleihen und Ausländer lagen fester, besonders Türken und Bosnier. Der Pfandbriefmarkt lag wenig verändert und sehr ruhig. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld blieb ge­fragt (7—9 Prozent), Monatsgeld 8—9 Prozent, Waren­wechsel ca, 6% Prozent. Devisen lagen fester. Das Pfund war international eher schwächer. Vorübergehend schwächer konnten sich im späteren Verlauf, angeregt durch die feste Haltung an einigen Märkten, Kurserho­lungen durchsetzen, sodaß das Änfangsniveau meist er­reicht, zum Teil überschritten wurde Berger 5% Droz., Glanzstoff 6 Proz. über Anfang. Karstadt + 2% Prvz., Siemens, Feldmühle und Bergmann -V VA Prozent.

— Mtweränbetfer Großhandelsinder. Die auf den Stichtag des 31. Oktober berechnete Großhandelsindex­ziffer des Statistischen Reichsamtes war gegenüber der Vorwoche mit 140,0 (139 8) nahezu unverändert. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrar­stoffe um 0 7 o. H. auf 134 6, (133,6) gestiegen und die­jenige für Kolonialwaren um 1 4 v. H auf 130 0 (131.8) zurückgeaanaen. Die Indexziffer für industrielle Roh­stoffe und Hackwaren weift einen Rückgang um 02 v H. auf 1331 (133 3) auf, während die Jndemiffer für in­dustrielle Fertigwaren unverändert auf 160,0 liegt.

— Die Abschläge Im klöcknerkouzern. Bei der Mo­torenfabrik Deutz A.-G. ergibt sich für 1927-28 (30. 6.) nach der Jnt.-Gem.-Verrechnung mit Humboldt bezw. Oberursel nach 979 803 (i. V 822 383) RM. Ab­schreibungen ein Rückgang des Verlustvortrages von 223 224 auf 204 566. — Bei der Maschinenbauan- st a l t H u m b o l d t nach 1105 757 RM. (i. V. 1 032 223 RM.) Abschreibungen eine Verminderung des Verlust­vortrages von 334 836 auf 306 849. Beide Gesellschaften bleiben wieder dividendenlos. — Die Motoren- fabrit Oberursel AG. verzeichnet nach 410 905 (458 000) RM. Abschreibungen einen Reingewinn von 626 849 (432 943) RM. Sie verwendet 250 000 als Sonberreferne (i. V. 50000) zur Auffüllung der Re­serve auf 20 Prozent des Aktienkapitals, außerdem 95 000 Sonderreserve). Als Dividende werden entfpre-

Wirtschaft.

chend der Ankündigung 8 (6) Prozent Dividende ver­teilt, während 16 984 12 149) für neue Rechnung bleiben. Der Auftragseingang bei den drei Unternehmungen ist in den ersten drei Monaten des neuen Jahres zufrie­denstellend.

— Norddeutsche Grund-Eredil-Vank in Weimar. Das zur Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hnpothekenbanken gehörige Institut legt nach erfolgtem Ausverkauf der 10 Millionen Goldmark umfassenden 8prozentigen Gold- Pfandbriefe Emission 21 eine neue Serie 8prozentiger Gold-Pfandbriefe (Emission 22) zur Zeichnung auf. Die Pfandbriefe sind vor dem 1. Januar 1935 nicht rück­zahlbar. Der Zeichnungskurs stellt sich auf 97.50 Proz. Gleichzeitig bietet die Bank neue 8prozentige Golb-Kom- munal-Schuldoerfchreibungen (Emission 23), die vor dem 1. Juli 1934 nicht rückzahlbar sind, zum Zeichnungs­kurse von 94.50 Prozent an. Pfandbriefe und Schuba verfchreibungen der Gesellschaft sind auf Grund thür. gesetzlicher Bestimmungen mündelsicher. Nähere Ein- zelheiten im Anzeigenteil.

Frankfurter viebmarkt.

N. D. Iranffurt, den 5. 11. (Eig. Drahtber.) Es wurde bezahlt für je 1 Ztr. Lebendgewicht:

1. Rinder: A. O ch s e n: vollst, ausgem höchst. Schlachtw.. 1. jüngere 54—57, 2. ältere 50—53; sonstige fleischige: jüngere 45—49. B. Bullen: jüngere vollst, höchst. Schlachtw. 47—51, sonstige vollst, oder ausgem. 44—46. C. Kühe: jüngere vollst höchst. Schlachtw. 43—47, sonst, vollst, oder ausgem. 36—42, fleischige 30 bis 35, gering genährte 22—29. D. Färsen: vollst, ausgem. höchst Schlachtw. 54—58, vollfleischige 49—53, fleischige 43—48. 2. Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 70—75, mittl. Mast- und Saugkälber 64—69, ge­ringe Kälber 55—63.

Schweine: Fettschw. über 300 Pfd. Lebendgew. 78 bis 80, vollst. Schweine von 240—300 Pfd. 78—80, vollfi. Schw. von 200—240 Pfd. 75—80, vollst. Schw. von 160 bis 200 Pfd. 75—78, fleischige Schweine von 120—160 Pfd. 72—76, Sauen 60—66.

Auftrieb: Rinder 1734, Ockfen 415, Bullen 82, Kühe 708. Färsen 481, Kälber 51, Schafe 153. Sckweine 5299.

Fleischgroßhandelspreise: Ocks. u. Rindfl. 1 90—96, 2 80—90. Bullenfl. 78—84, Kuhfl. 2. 50—60, 3. 30 bis 50, Kalbfl. 1. 95—105, 2. 80—90, Hammelfl. 95—100. Schweinest. 90—100.

Marktverkauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft, Schweine ruhig, geräumt, Kälber und Schafe mäßig rege und geräumt.

Der internationale Elektro-Trust.

Dieser Tage ist die Oeffentfichkeit unterrichtet worden über die Schaffung eines großen Elektrötrustes, der „Tru- fina" (Trust Financier de Transports et d'Entreprises Industrielles). Dieser Trust stellt eine Untergruppe der f»genannten „Sofuna" dar (Societe Financiers de Trans­ports et d'Entreprises Industrielles)

Dieser Elektrotrust stellt die Derwirkllchung der Pläne des auf so eigenartige Weise ums Leben gekommenen Großfpekulanten Alfred L o w e nst e i n dar. Es ist ein grotesker Zufall, daß nicht Löwenstein diesen Trust füh­ren kann, sondern sein schärfster Gegner, der Brüsseler Bankier H e i n e m a n n, mit dem Löwenstein in erbitter- fter Fehde stand.

Der neue Trust verfügt über ein Kapital von 100 Millionen belgischen Francs. Das ist eine Lappalie ge­genüber der Ausdehnung und Bedeutung des Unter­nehmens und angesichts der 61 den Unterbau dieses Trustes bildenden Firmen aus elf verschiedenen Na­tionen. Es sind beteiligt Belgien, Luxemburg, Frank­reich, England, Holland, Italien, Schweiz, Spanien, Ame­rika, Deutschland und -Tschechoslowakei. In dem Äus- sichtsrat von 20 Vertretern ist Deutschland nur durch Os-

Turnen und Sport.

Fußball.

= Boruffia-Salba gegen Sporlgemeinde höchst 1 : 1 (1 : 0). Obiges Gesellschaftsspiel, bot für die erschiene­nen 1220 Zuschauer eine Enttäuschung. Die Elf des Gastgebers zeigte bei weitem nicht die Leistungen des Vorsonntags und auch die Gäste ließen den erwarteten süddeutschen Flachpaß vollständig vermissen, sie spielten meist hoch und reichlich bart. Und diese unliebsame Härte färbte hie und da leider auch auf den Gegner ab, weil in der Leitung des Spieles die straffe Hand fehlte.. So­fort nach Eröffnung des Spieles durch Borussia bietet fich dem vors Gästetor gekommenen Angriff die erfte Torchance, die aber durch ungenaue Plazierung des Balkes verdorben wird. In der 13. Minute kann Bor. Halbrechter den ersten Erfolg buchen. Bei diesem Sftnd blieb es bis zur 80. Minute, in der die Gäste 'm Anschluß an einen im Fuldaer Tor unbehindert und unberührt landenden Eckball den verdienten Ausgleich verbuchen können Eine nähere Schilderung des Spielverlaufs er­übrigt sich wegen der wenig überzeugenden Gesamt­leistung. mit der auf gewartet wurde. Als besonderes Moment ist noch die 59. Spietmimrie erwähnenswert, in ber Bor. Rechtsaußen eine feine Flanke vors Gästetor gezogen hat und der Scki-dsrichter in dem Augenblick, in dem der ungedeckte Halbrechte zum Torschuß onletzt, den zweiten Erfolg durch rearimibrigen Abfestspfiff ver­eitelt. Der Tormann ber Käste und der linke Verteidi­ger in ber Platzelf waren die einzigen Spieler von liga- fähigem Format.

04 Würzburg schlagen werde, lag nicht außer dem Be­reiche der Möglichkeit, daß es ihm mit 4:0 so glatt ge­lang, beweist, daß die letzten Leistungen der Würzburger zu Ueberschätzungen Anlaß gaben Noch mehr über­raschte der F. E. Bayern Hof durch fein 4:2 gegen eine so starke Mannschaft, wie sie der A. S. V. Nürnberg be­sitzt.

In der Gruppe Südbayern siegte der S. V. 60 München über Schwaben Ulm mit 6:0 loren in der etwa erwarteten Höhe. Das 4:2 des D S. V. München über dis seither sehr erfolgreichen Schwaben Augsburg be­deutet eine große Leistung der Münchener Jahn Re­gensburg und Teutonia München teilten sich mit 2:2 die Punkte.

Flugsport.

— Weltrekord eines englischen Jhigyu^s. Der eng­lische Fliegerleutnant Greiz hat am Sonntag nachmittag, wie aus Calshot gemeldet wird, auf einem Super» marine-Napier-Wafserflugzeug den bisher von Major Bernardi (Italien) gehaltenen Weltrekord von 318 62 Mellen Geschwindigkeit in der Stunde gebrochen, indem er eine Geschwindigkeit von 319.57 Meilen erreicht hat. Der Rekord Bernardis bleibt aber offiziell noch bestehen, da nach den geltenden Bestimmungen alle folgenden Re- torile eine Mindestzunahme der Geschwindigkeit von fünf Meilen in der Stunde ausweisen müssen.

far Oliven aus der Gesellschaft für elektrische Unter­nehmungen beteiligt. Welche Bedeutung aber Drusch- land diesem Unternehmen zumißt, ergibt sich daraus, daß sämtliche sogenannten D-Banken daran beteiligt sind, also die Deutsche Bank, Diskonto-Gesellschaft, Dresdner Bank und Darmstädter Bank, ferner die Berliner Han­delsgesellschaft, Bleichröder Merlin, Comes u. Co. Berlin, Warburg in Hamburg, Schasshausenscher Bankverein Köln und die Gesellschaft für elektrische Unternehmungen. Außerdem ist die Hochfinanz aller genannten Länder un­mittelbar beteiligt. Wenn auch jede Trustbildung starken volkswirtschaftlichen Bedenken begegnet so kann man es in diesem Falle doch begrüßen, daß Deutschland an die­sem internationalen Finanzgeschäft sich beteiligt und an der Verwirklichung der großen Pläne, die der neue Kon­zern in Ausnutzung elektrischer Kräfte verfolgt, mitwirtt.

= Wie gespart wird? Nach einer Statistik über das Sparen in der Welt ergibt sich, daß zu Ende 1927 in den 31 Ländern aller Erdteile etwa 170 Milliarden Reichs- mark gespart worden waren. Davon entfallen allein auf Amerika etwa 110 Milliarden. In sehr weitem Ab» stand folgt England mit etwa 20 Milliarden. Deutsch land hatte im Jahre 1924, also unmittelbar nach dem furchtbaren Zusammenbruch, immerhin schon etwa 25 Millionen sparen können, zu Ende 1927 stellte sich der Sparbetrag in Deutschland auf 4,8 Milliarden und heute sind es schön über 6 Milliarden. Bemerkenswert ist der Rückgang der Spareinlagen in Frank­reich, die heute etwa 2% Milliarden betragen gegen­über 3 Milliarden zu Beginn des Jahres 1924. Hier wirken sich die Folgen der später eingetretenen Franken­inflation aus.

Voots-Unglück.

Nach Blättermeldungen aus Wefermünd« ereignete sich auf der Sune ein schweres Boots' Unglück. Beim Aussteigen aus dem Segelkutter in das Beibocü glitten die d r e i Insassen des Kutters, zwei Steinmetzgesellen und ein Gastwirts­sohn aus und ertranken, eh« ihnen Hilfe ge bracht werden konnte.

* Kölner Dombau-Gedenkmünzen. Da der rasche Verfall großer Teile des Kölner Domes nur durch schnelle Wiederherstellungsarbeiten ge bannt werden kann, die jedoch sehr erhebliche Mit­tel erfordern, werden Dombau-Eedenkmünzen her ausgegeben, deren Verkauf möglichst schnell durch geführt werden soll.

* Zug in eine Arbciterkolonne gefahren. Eft schweres Unglück ereignete sich am Sonntagmittac auf dem Berliner Ringbahnhof Schönhauser Allee Ein Arbeitszug fuhr in eine Arbeiterkolonne uni stürzte ein Eisengerüst um. Zwei Arbeiter wur­den so schwer verletzt, daß der eine von ihnen einige Stunden später starb. Der andere wird hoffentlich gerettet werden können. Fünf weitere Arbeiter, die Quetschungen und leichtere Verwun­dungen davongetragen hatten, konnten nach An­legung von Verbänden ihre Wohnungen aufsuchen. Die eingeleitete Untersuchung hat ergeben, daß die Schuld an dem Unfall den Lokomotivführer des Arbeitszug trifft, der das Haltesignal über­fahren hatte.

* Ausbruch aus dem Untersuchungsgefängnis. Aus dem Untersuchungsgefängnis Moabit find am Sonntag abend um 6 Uhr die Unterfuchungs- xefangenen Holzer und Przadka entwichen, die ge­meinsam in einer Zelle im dritten Stockwerk un­tergebracht waren. Sie haben die Gitter mit einer Säge durchschnitten und sich an einem Seil, das aus Bettüchern geknüpft war, hinuntergelassen. Przadka entkam über die Mauer, während Holzer von den Beamten noch eingeholt wurde. Przadka ist ein Einbrecher, der in den letzten Wochen we­gen vieler Pelzeinbrüche festgenommen worden war. Er hatte für etwa eine Viertelmillion Mark Pelze aus verschiedenen größeren Geschäften Ber­lins entwendet.

* Verhaftung von Seidenschmugglern. Die Myslowitzer Zolldirektion hat bei einer Re­vision nach Schmuggelwaren bei Sosnvwitzer und Bendziner Kaufleuten große Bestände an ge­schmuggelten Seidenwaren beschlagnahmt, die einen Wert von 150 000 Zloty darstellten. Mehrere Kauf­leute aus beiden Städten wurden verhaftet.

* Neuer Ausbruch des Aetna. Am Samstag morgen hat sich der Ausbruch des Aetna in ziem­lich heftigen Formen wiederholt. Kurz bevor sich die Lava ans dem Krater ergoß, machte sich ein leichter Erdstoß fühlbar, der von starkem unter­irdischem Rollen begleitet war.

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Die Fußballkämvfe der süddeutschen Betirfsliga.

Wie Überall in Süddcutschland fanden auch im

Bezirke Main — Hessen

am Sonntag sehr wichtige Treffen statt, deren teilweise überraschendes Ergebnis auf die Tabellen und die fer­neren Aussichten nicht ohne Einfluß ist. In der Gruppe Main hielt sich Eintracht Frankfurt durch einen knap­pen aber nerbienten Sieg von 3:2 Toren über Union Niederrod für die Niederlage im Vorspiel schadlos Auch der F. Sp. V. Frankfurt gewann diesmal u. z. mit 2:0 Toren gegen Rotweiß Frankfurt, der im Vorspiel gesiegt hatte. Die Offenbacher Kickers rückten durch ihren 2:1- Sieg über die ebenfalls sehr gut spielenden F. C. 93er Hanau auf den zweiten Tabellenplatz vor Sehr ange­nehm überraschte die F. Vgg. 03 Fechenheim durch ihren 3:0 gegen die gefürchtete Germania Bieber. In Aschaf­fenburg kam es zum Duell der beiden Tabellenletzten, Viktoria Aschaffenburg und Sp Vgg 60—94, das von den glücklicheren Hanauern 1:0 gewonnen wurde. Beide Abstiegskandidaten tauschen hierdurch ihre beiden Plätze.

In der Gruppe Hessen bekam nunmehr auch Wvr- matia Worms den Schmerz der ersten Niederlage zu kosten. Sie war seither der einzige süddeutsche Verein der noch keine Niederlage ober Punktverlust zu verzeich­nen hatte. Diesmal unterlagen bie Wormser aber ben riesig eifrig fämpfenben Leuten vom V. f. L. Neu-Isen­burg mit 3:4 Toren Der F. Sp. V 05 Mainz würbe punktgleicher Tabellenzweiter mit Neu-Isenburg zusam­men, ba er bie Sp Vgg. Arheiligen glatt 3:1 schlagen konnte. Die Begegnung Alemannia Worms mit Hassia Gingen ergab mit 2:2 Toren bas erwartete Remis. Da­gegen schüttelte ber S. V. Wiesbaden mit 2:0 gegen ben F. C. Langen einen hartnäckigen Konkurrenten ab. «P. Gern. Höchst war ohne Gegner.

— Ergebnisse aus dem Bezirk Hessen—Hannover. Hetzen 09 Kassel—S. E. 05 Göttingen 0:2 S. C. 03 SiGltel—Spielverein Kassel 6:2. Hermannia Kassel—Kur- he||en Marburg 2:3. Germania Marburg—Kurhessen Kassel 1:7.

Bezirk Bayern.

Sn ber Gruppe Nordbayern konnte ber 1. F. E. m"uer 9 fein W:0 aus bem Vorspiel gegen Franken Nürnberg nicht wieberholen und mußte sich mit einem 5:2 begnügen. Noch bescheidener war bie Sp. Vgg. Furth, bie sich des 1. F. C. Bayreuth gar nur mit einem 1:0 erwehren konnte. Daß ber V. s. R. Furth ben F. V.

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