Nr. 256
Sonntag, 4. November 1928
5S.Zahrg
^ahre nach Weltkriegs-Ende
v ; ■ • n « - v ,.. s a t w c । e pen. eine trrp'
a n b e r zu weihen. Nicht schöner und größer | reitet werden.
tonne das Todesopfer der Gefallenen belohnt werden, wie wenn aus der Saat ihres Blutes die Frucht des ewigen Friedens hervorsprießen werde. Das möge vielleicht manchem vermessen und utopisch erscheinen, wenn eine solche Hoffnung ausgesprochen werde. Aber diese Hoffnung sei es, die in den Sorgen der Gegenwart den Völkern als leuchtendes Bild der Zukunft erscheine. Möge der Wille zum Frieden und der G l a u h e an den Frieden weiter die Menschheit durchdringen. Dann werde vielleicht das, was die Staatsmänner auf Pergamenten und Urkunden niederge- legt haben, und in mündlichen Kundgebungen verkündet haben, zum Gemeingut und heiligsten Gesetzbuch des Menschengeschlechtes werden' und zugleich zum wertvollsten und höchsten Dankopfer für die gefallenen Söhne aller Länder.
Auf dem Friedhof in I v r y bei Paris fand am Allerseelen-Tage vor den deutschen Kriegergräbern unter zahlreicher Beteiligung der deutschen Kolonie eine Gedenkfeier statt. Botschafter w Hofch legte einen Kranz, dessen Schleifen in den Reichs färben gehalten waren, nieder. Für die deutschen Frauen legte Frau Gesandtschaftrat Dr. Dumont und für den Deutschen Hilfsverein, der im Laufe des letzten Jahres feine Tätigkeit wieder ausgenommen hat, Paul Block einen Kranz nieder.
Botschafter v. Hösch erinnerte in seiner An- sprache daran, daß in wenigen Tagen zehn Jahre verflossen sind, daß der Weltkrieg sein Ende fand. Er habe eine durch die gewaltsamen Ereignisse notwendige Umwälzung der Lebensformen und der Methoden zur Folge gehabt. Das deutsche Volk habe diesem Rechnung getragen und den Mut gehabt, sich wieder zum Schaffen und zur Arbeit'zu bekennen, um aus den Ruinen neues Leben er- stehen zu lassen. Man müsse jetzt nach einem zehn- sahrlgen Zeitabschnitt prüfen, ob die Völker, die EL Deutschlands Gegner waren und heute um ihre Toten trauern, es verstanden haben, das Erbe der Gefallenen würdig zu verwalten. Wenn diese Prüfung noch nicht ein befriedigendes Ergebnis haben könne, wenn wenn so manche Probleme, die zur Lösung drängten, im Laufe von langen zehn Jahren eine solche noch nicht gefunden haben wenn berechtigte Enttäuschungen im deutschen Volk bange Zweifel erregen, die weite Kreise rn der Welt und insbesondere des deutschen Volkes bedrücken, so könne man doch ein Faktum mit Befriedigung feststellen: Das Wachsen der Frledensidee in der Welt.
Botschafter von Hösch gab hierauf Kenntnis von den Arbeiten, die im abgeschlossenen Jahre zur Er- Haltung und Ausschmückung der deutschen Kriegergräber in Frankreich durchgeführt wurden. Fast ausnahmslos habe man feftstellen können, daß die französische Eräberverwaltung den Ruhestätten der deutschen Helden eine Fürsorge habe angedeihen lassen, die das bescheidene Maß der vertraglich übernommenen Verpflichtungen überschreite. 'Allerdings dürfe man sich nicht verhehlen, daß die Grenzen der zur Pflege der deutschen und auch der französischen Kriegerfriedhöfe zur Verfügung stehenden Mittel enger gesteckt seien, als das französische Volk zur Ehrung ihrer Toten wünschten. Hierauf gedachte der Botschafter vor allem der segensreichen Tätigkeit des Volksbundes, der im abgelaufenen Jahre die Ausgestaltung von 33 Sammelfriedhöfen durch Instandsetzung und Errichtung von Ehrendenkmälern in Angriff genommen habe. Gleiche Arbeiten würden auch auf einer weiteren Anzahl von Friedhöfen im kommenden Frühjahr eingeleitet. Diese Arbeiten würden nach den Entwürfen eines eigens für diese Aufgabe gewonnenen Architekten ' km Einverständnis mit der französischen Gräberverwaltung durchgeführt. Durcb das verständnisvolle Zn. ,ammenwirken der. deutschen und der französischen Gräberverwaltungen, sowie des Volksbundes werde in absehbarer Zeit den in Frankreich ruhenden toten Kriegern, soweit die Umstände es zulassen wer- den, eine ihren Taten entsprechende Ruhestätte be-
N«u e Steuern werden sich nicht vermeiden lassen, neue politische und neue Jnteressenkämpfe werden damit verbunden sein. Halten wir daneben, daß auch die sozialen Verhältnisse durch die Vorgänge im Ruhrrevier, wie überhaupt durch die in den letzten Monaten zutagegetretenen Spannungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmerschaft verschärft worden sind, so ergibt sich, daß dieser, in Kürze jetzt zusammentretende Reichstag vor ganz gewaltigen Aufgaben stehen wird, die nur gemeistert werden können, wenn der Wille zur G e- m e i n s ch a f t bei allen beteiligten Kreisen nicht nur in der Theorie betont, sondern in die Praxis umgesetzt wird.
Forderung der Kommunisten.
Laut Roter Fahne hat im Auftrage der Kommunistischen Reichstagsfraktion der Abgeordnete Stöcker bei dem Reichstagspräsidenten die sofortige Einberufung des Reichstages zwecks Stellungnahme zum Kampf in der Eisenindustrie zu einet Reihe im Reichstag eingebrachter kommunistischer Forderungen beantragt.
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-r^^chsp^äsident Löbe wird trotz des kommunistischen Antrages die Dispositionen für den Reichstag kaum ändern; denn bekanntlich sind schon alle Vorbereitungen für das Wiederzusammentreten des Reichstages am 13. 11. getroffen Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß Präsident Lobe den A e l t e st e n r a t in einigen Tagen einberuft.
Zlresemann wieder da!
wtb. Berlin, 3. Rov. (Eig. Funkm.). Der Relchsautzenmimster Dr. Stresemann traf heute mor- gen 8.0O Uhr auf dem Potsdamer Bahnhof wieder in Berlin ein. Der Außenminister, der außerordentlich wohl und erholt aussah, wurde von ferner Gattin, dem stellvertretenden Staats- lE^tar des Auswärtigen Amtes, Köpke, und Herren des Auswärtigen Amtes empfangen.
Die Meldung einer demokratischen Korrespondenz, daß neuerdings im Reichsfinanzministerl'um
*um Ausgleich des kommenden Reichshaushalts eine Erhöhung der Umsatzsteuer vorznnehmen, entspricht n i ch t den Tatsachen.
Konflikt in Frankreich.
3- N°v (Eig. Funkm.). Zwischen h Jr9®6 9ierurt9 und dem Finanzausschuß nifterfräXn/ fi$ 9eftern' nachdem sich Mi.
”1 Pomcare in der Nachtsitzung be« nPn^nf£,“nn^Use5 mr Kammer zu den verschiede- baffP^ »inanen<me5-SlIÖ9et5 Stellung genommen Ee Meinungsverschiedenheit über mehrere Budgetartikel ergeben. Poincare in der Sitzung davon Mitteilung, daß d-e vorgenommene Herabsetzung Kriegsministeriums um 47 Millionen Franken und die im Budget des M a r i n e m i n i st e r i u m s vorgenommene Kür- ffiA” Hobe von 40 Mill. Franken von den betreffenden Ministern nicht angenommen mürbem Der Finanzausschuß bestand jedoch auf seiner Stellungnahme unter Betonung seiner Prä' rogative in finanzieller Hinsicht. Poineare erklärt, kategorisch, daß, wenn eine Verständigung nich: rechtzeitig genug zustande komme, so daß das Bud- aet Nicht vor dem 31 DeaetnJipr ne.nx!if*ieh»i
h November wurde das Präsidium des Reichslandbundes vom Reichsfinanzminister empfangen. Die Vertreter des Reichslandbundes schilderten laut Deutscher Tageszeitungen die Notlage weiter Kreise der Landwirtschaft und wiesen insbesondere darauf hin, daß trotz guter Ernte die Rentabilität der landwirtschaftlichen Beklebe keineswegs wiederhergestellt sei, da den größeren Erntemengen erheblich niedrigere Preise ^«^"^tanden. Der Reichsfinanzminister er- kannte tote das genannte Blatt weiter berichtet sckast vn töto.ieri9e Lage der Landwirt- EMt und sagte zu, tm Rahmen des Möglichen aeltonhpn ^"sb^sondere soll es bei den immer noch '.lderungsvorschriften bleiben.
^„lgerungen wegen Steuerschulden sollten nach Möglichkeit vermieden werden und die Finanzämter hierbei Rücksicht auf die Zahlungs- wyigkeit des einzelnen Landwirts nehmen. Die Regelung der periodischen Grunderwerbssteuer be- zeichnet er als vordringlich, sei aber von sich aus hnn4 r*ber a>r Ge etzge'mng vormgreifen und s-H ttul lm Verwaltungswege irgendwie ein- mSX’rÄr11 b'e Beseitigung der Rentenbank- grundichuldzinsen müsse er dagegen die bekannten außenpolitischen Bedenken geltend machen.
« "eue Steuerpläne sei noch kein ® S f $ tu B gefaßt. Jedenfalls würde auch hierbei Landwirtschaft Rücksicht genommen werden. ^^.^"?ereinheitlichungsgesetz nenC dem Reichstage vorlegen zu kön-
nm. Mit diesem Gesetz, welches auf Vereinheit- Sn»rURb Dergleichsbarkeit der Realsteuerlasten ziele, glaube er wenigstens einen Schritt zur Reae lung des Realsteuerproblems zu tun. 9
Die Reparationsfrage.
Aber es muß jetzt alles daran gesetzt werden, I um endlich einmal stabile und dauerhafte Regte- I rungsverhältnisse zu schaffen. Kommt eine Große I Koalition zustande, dann muß sie von vornherein I 'v beschaffen fein, daß sie ai'.ch für längere Zeit, möglichst für die ganze Amtsdauer des Reichstags, 3u regieren vermag. Soll das aber der Fall fein, I oann muß die Sozialdemokratie auch sichere Ga- I Lan?Ien do für geben, daß sie nicht Agitattvn treiben, I L V.ru sachliche und verantwortungsbewußte Ar- dett für das Ganze leisten will.
I . den Verhandlungen über die Regierungs- I m ""düng wird auch die Frage der erweiterten oiori.»111 9 U n 9 des Zentrums an der Rewin,^9 vuftauchen. Es wird sich dabei entscheiden p ’,en' vb die diesbezüglichen Verhandlungen die gvach dem Auseinandergehen des Reichstags v ö 11 •59an95punft nehmen, ober ob nicht auf oerbanhlrt1 e“vC ®runätage über diese Frage tes bipf'ne 1 m trr0, ,®on Art des Ausgangspunk- konaip^^Erhandlungen also wird auch die per« sch'-d-n^IoLfch^nfetzung des neuen Kabinetts em- ,a>v™?nb beeinflußt.
ber Reick?^ wirtschaftlichen Seite hin trifft an M^»Eag nicht minder schwierige Verhältnisie immer im1«"*31»-11*1 nur bewußt zu werden ber b7e i£Urtfh9?r 3uspitzen.be Finanzlage, Dorläuki» m ''^-egenden Entscheibungen dräiigt. des Reichst Kltt> abzusehen, wie das Defizit £>-’ffentIirfTppHU5l7aItsprans' bas die bis jetzt in ber lion en M?'"°unte Ziffer von 600 Mil-
A i wahrscheinlich erheb-
Itd» überschreiten wirb, gedeckt werben soll.
Sie habe im abgelaufenen Jahre ein sichtbares Zeichen in ber Unterzeichnung bes Paktes zur Aechtung des Krieges gefunden, der durch die persönliche Anwesenheit des deutschen Minister-, Kes Aeußeren eine besondere Bedeutung erhalten habe. Die Deutsche Regierung habe sich von Anfang an rückhaltslos und uneingeschränkt zu d-n Grundsätzen dieses Paktes bekannt. In einem dfconen Fluge ber Gedanken habe der Leiter der Kswartigen Politik Frankreichs in seiner dem M gewidmeten Rede den Vorschlag gemacht, den Pakt der Kriegsachtung den Kriegsopfern ber am De lt kr i e g b ete i l ig t g e we fen en
Totenfeier an Öen deutschen Kriegergräbern in Frankreich. — Der Friedensgedanke als Vermächtnis der gefallenen Helden.
Reichstags an bie großen politischen Probleme zur öffentlichen Debatte stellen.
,«;t®5rr^rtber.o5en schon angedeutet worden, daß 5/!,bem tn Verbindung auch ber Fortgang unb Abschluß der Koalitioiisverhandlun- 9 o n.stehen wird. Man kann freilich nicht sagen baß nefer sozialdemokratische Panzerkreuzerantrag, ;®r. im Grunde eine völlige Desavouierung der sozialdemokratischen Minister des Reichskabinetts v“rr7 .rV6. f°dtQtbemDtratifd)e Fraktion und Partei oaritellt, die ohnehin schon bestehenden Schwierig-
?och dieser Richtung hin verringert hätte, «vanz im Gegenteil werden neue Gegensätze sich auttun und manches, was inzwischen ausgeglättet war und damit zur Einigung der Parteien im Sinne der Schaffung der Großen Koalition hätte beitragen können, wird nun wieder in voller scharfe hervortreten. Man muß das bedauern, ober andererseits ist es auch gut so, daß die Gegensätze ausgekampft werden. Senn das ist das belle Mittel, um den Sozialdemokraten die Grenzen ihrer Macht zu zeigen und ihnen noch mehr als das m den letzten Monaten schon recht reichlich geschehen ist, zu Gemüte zu führen, daß das Wahlergebnis zu praktischem Arbeiten sie Zwingt.
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wtb. Newyork, 3. Noo. (Eig. Funkm) New- S 2imes ^^bet aus Washington, die Regierung einige fremde Botschafter in- alen.nnr *^eax99 S‘f ben Ansichten ihrer Re- nemoAt Reparationsproblem bekannt
hatten. Es werde kein Einspruch erho- ®mer^e-r;. ba^ amerikanische Finanzämter in der Kommission zum Studium der Neuregelung der Reparationen Mitwirken, vorausgesetzt datz die omerikanische Regierung'nicht am tlich in^bie e bä^'^barbelt hineingezogen werde^ Kellogg gieruna nl bie amerikanische Re-
fartif*»« h,et^n^9u^g erging, ein amen-
men ^^ed für bie Kommission zu bestim-
ver Kandidat des „Stahlhelms".
n®e.r Eiungdeutsche beschäftigt sich mit Aeußerun- ewes Stahlhelmführers, ber in einer Rebe iah f).?I mool tsb e Sebren als Auf- tQft für bie nächste R e i ch s p r S fi b e n t e n- ^ahl bezeichnet hat. Der Jungbeutfche fragt im hieran, ob es richtig fei, baß ber Prä- 'wentschaftskanbibat bes Stahlhelms tBrinx 9( u - f„ustW Uhelm von Preußen, einer derKai-'
* Pirelli in Paris. Der italienische Finanrsack- ^ann^Pirelli, der von der italienischen Regieruna zum Mitglied des Sachverstänbigenausschusses zur
ttt aus^st^^eparationsproblems bestimmt wurde, ist aus London kommend tn Paris einac troff en
ter:
Abergläubige Menschen sind gerade nicht da- von entzückt, daß der Reichstag ausgerechnet am — 13. November Zusammentritt! Was der wiederzusammentretende Reichstag jetzt an oehäuften Schwierigkeilen vor sich sieht, ist aber in'der Tat dazu angetan, auch auf weniger empfindliche Nerven zu wirken! * er
Nach der politischen Seite hj« fMp Reichstag vor dem Panzerkreuzer! Die So- ztaldemokraten haben nun tatsächlich den von dem Abgeordneten Wels schon vor kurzem auf einer sozialdemokratischen Parteitagung angekündiaten Antrag emgebrachi: Der Bau des Panzerkreuzers „A" wird eingestellt" 3ers
Dieser Antrag wird zuerst über die parlamon- kanfche Bühne gehen muffen, ehe man überhn.mt mit Aussicht auf ein praktisches Ergebnis an h-» Verhandlungen betreffend Umbildungde 9 isrung Herangehen kann. Die f'ozialilln^ Presse tut, wenigstens nach außen, so, als wen'n mit ber Annahme ihres Antrages im Reick,«»^ rechne. Sie weist darauf hin, baß dieser Tag.'den Abgeordnete Fehr in einer Rede die Abneiaun» "r Deutschen Bauernpartei gegen den Bau s 1n^r!reu3er6 Zum Ausdruck gebracht habe unb baß bei ber Frakttonsgemeinschaft, in der die Deutsche Bauernpartei mit der Reichspartei b^ Deutschen Mittelstandes stehe, auch diese Mittel- standspartei gegen diesen Antrag stimmen werde Außerdem rechnet die sozialdemokratische Partei darauf, daß beim Zentrum sich eine Anzahl non Summen absplittert. Es würden, nach den Be- rechnungen der Sozialdemokratie, ohne bie eben an- geitenten Erwägungen 240 Stimmen für unb 250 Stimmen gegen den Antrag stehen. Man kal- ullert also, baff, allerdings Vollbesetzung des Haukes vorausgesetzt, schon bei geringen Differenzen mnr. sozialdemokratische Antrag angenommen mürbe, rinn, m • “ ^?ht",Qlcn besteht übrigens nicht ge- MHMrL'I9Un9, ilu taktieren, daß dieser Antrag I ial, acht ich angenommen wird, in der Erwartung, Fni.nZ'v’1 Sozialdemokratie wie über- I
r'-° öle. 9at’pe Regierung, in eine noch viel schwie- I ‘9eJe Situation als vorher bringen werde.
3m übrigen war dieser Tage irgendwo die Mit- I den Ban-Ir^"^ ^rden, baff bie zweite Rate für nefefet SeU3!r.tu r-elts tn den neuen Etat ein- Rat?i» k tnfft 'edoch nicht zu. Diese zweite ^alsnnLLr8"^ °“5 ^rmalen Gründen in den
S?anntSr ;in9efc^ motbi,n' ob sie aber in erst ötat öufgenommen wird, entscheidet sich antraq im'llleicksto^s,^^ sfcer Panzerkreuzer- ” Reichstag haben wird.
Gemeindewahlen in England
Die Arbeikerparkei hak große Erfolge auf Kosten der konservativen erzielt.
. Rach dem Endergebnis der Gemeindewahlen in den Londoner Bezirken gewannen die Konservativen sechs, die Vertreter der Arbeiterpar» t e i 95, bie Liberalen 33 unb bie Unabhängigen emen Sitz. Es verloren bie Konservativen 101,'die Arbeiterpartei 18, bie Liberalen 16 unb bie Unabhängigen 0 Sitze. In 19 Bezirken behielten bie Konservativen bie Mehrheit, bie Liberalen erlang« ten in einem Bezirk bie Mehrheit, bie Vertreter der Arbeiterpartei finb in 8 Bezirken in ber Mehr- ffeit. In Greenwich sind bie Anhänger ber Arbei- terroartei unb ihre Gegner gleich stark.
Nach dem endgülttgen Ergebnis ber Munizipai- wählen in England und Wales ohne London betragen bie Gewinne ber Konservativen 15, ber Liberalen 13, ber Arbeiterpartei 130 und ber Unabhängigen 10 Sitze. Verloren haben bie Konservativen 80, bie Liberalen 28, die Arbeiterpartei 19 und die Unabhängigen 41.
* S)ie Neubesetzung der deutschen Botschaft tn Moskau. Wie das „Tempo" mitteilt, ist an Stelle des bisherigen Botschaftsrates Heye an der deutschen Botschaft in Moskau Legationsrat v. Ttoar- h o w s k i, der bisherige Verwalter des Referates 1 in der Presseabteilung der Reichsregierung, für diesen Botschaftsratsposten ausersehen. Als aussichts- reichsten Anwärter für den Botschafterposten nennt das Blatt nach wie vor den gegenwärtigen Botschafter in Konstantinopel, Nadolny.
Der Gbregon-Mord vor Gericht.
Aus Sa nAngeloin Mexiko wird gemelbct; Unter großem Andrang begann in dem Prozeß qe- gen den Mörder Obregons, Toral, unb seine angeb« schuldige, bie Ordensschwester Concepcion, •1 der Geschworenen. Im Ge- rlchtssaal ist ein Mikrophon aufgestellt, um bie Verhandlungen durch ganz Mexiko übertragen zu können. Da der Gerichtssaal nur 150 Personen saßt, wurden unter dem Saalboden Stützen angebracht, um einen Einsturz zu verhindern. Bewaffnete Po- ttzei durchsuchte im Gerichtssaal jeden auf Waffen. Als ber Hauptoerteidiger Sodi vor dem Gebäude erschien, wurde er von einer zahlreichen Menschenmenge bejubelt und mit Blumen beworfen. Beim Betreten des Gerichtssaales wurde er von einem Teil der Anwesenden mit Bei. fall, von den anderen mit Zischen empfangen
Polen und Ukrainer.
mit,. Warschau, 3. Nov. (Eig. Funkm.). In Lemberg kam es gestern abend zu Zusammenstößen zwischen polnischen nationalistischen Studenten und Ukrainern. Die polnischen Studenten ris- ftn den ukrainischen Studenten die Mützen vom Kopfe, da sie sich durch deren Farben provoziert Mten. Dann begaben sie sich in die Ruthewfche Straße und schlugen in den Gebäuden der uftai- Nischen Unternehmungen Proswit-Duister unb deren Altung Dilo Fensterscheiben ein. Eine andere ©ruppe polnischer Nationalisten drang in die Redaktion der ukrainischen Wochenschrift Nowyj Pzas und zertrümmerte bie Einrichtung. Eine wettere Gruppe warf in den Räumen der'ukrainischen Genossenschaft und im ukrainischen Nationalheim bie
Scheiben ein. Außerdem wurden auch einige jüdische Geschiffte demoliert. Um 10 Uhr abends versammelte sich bie Gruppe ber Nationalisten oor dem Mickiewicz-Denkmal, um bort bas be- kannte polnisch-nationalistische Hetzlieb „Rota" zu äufnen' $ierouf lösten sich bie Demonstrantenzüge
Die Nationalitätenkämpfe in Lemberg finb schon feit einigen Tagen im Gang.
Die Konferenz in Königsberg.
Um Wilna.
wtb. Königsberg, 3. Nov. (Eig. Funkm.). Di« polnische Delegation für bie polnisch-litauischen Verhandlungen mit Außenminister Zalewski an bet ©pifte Ift heute früh hier eingetroffen unb auf dem Bahnhof von dem polnischen Gesanbten in Ser» nn, Knoll, sowie den Herren bes Generalkonsulats empfangen worben. Von ben beutschen Behmben waren Polizeipräsibent Titze unb Regierungs'-at Lehmann vom Oberpräfibium zum Empfang er- fffnenen. Auch ber französische Konsul in Königs
berg war anwesenb. ä
FuldaerZertung
^uzeiger für die Stabt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches kreisblatk. sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen^ „Die Mell im Bild" und „Buchenblätter" Rotationsdruck und Rerlaa der ftuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr 0 Monatl. 1,80einschl.Postgeb. (30bezw. 48Pf.s.ohneZuste'llq.'