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Karl E. Mehls.

Seinen Weltruf begründete Junkers mit dem Ver­kehrsflugzeug Type 13, die im August 1919 berauskarn. Wenn heute noch F 13-Majchinen aus dem Baujahr 1919-20 im Verkehr sind, ohne irgendwie flügel­lahm geworden zu fein, so beweist nichts besser als die Tatsache der Zuverlässigkeit und Dauerhaftigkeit des Iun-

Landflugzeug gearbeitet. Schon wachsen ihn die Flügel, schon dehnt sich und bläht sich sein Rumpf I 38 ist die Bezeichnung dieses Riesenvogels, der 4C Meter Spannweite hat und der 40 Personen bequem mil in die Lüfte nehmen kann. Mit ihm hat Professor Jun­kers die bedeutsamste Etappe auf dem Wege zum „Nur- Flügel-System" erreicht; denn hier werden zum ersten Male die beiden Flügel zu je einem Drittel zur Unter- bringung der Fahrgäste mitbenutzt. Aufrecht kann man in diesen Flügeln stehen, wie dieses eine Besichtigung des Holzmodells ergab. Was dieses Riesenflugzeug aber allen Konstruktionen voraus hat, ist die große Errungen- schäft, daß die vier Motoren, die ebenfalls in den Flü- geln untergebracht sind, während des Fluges überwacht werden können, und zwar die beiden Jnnenmotoren voll­kommen, die beiden Außenmotaren derart, daß während des Fluges 25 Prozent aller Fehlerquellen beseitigt wer­den können. Zwei Piloten steuern das Flugzeug, wäh­rend vorn im Rumpf der Kommandeur seinen Sitz hat. I 38 bedeutet noch nicht die beste Lösung des Verkehrs- flugzeugs, aber an Kühnheit des Gedankens und der Kon­struktion übertrifft es alle bisher gebauten Verkehrsma­schinen. Sein erster Start wird eine Sensation sein; möge es in Wahrheit ein „glückhaft Schiff" sein zum Ruhme der deutschen Technik und zum Nutzen in der Förderung der deutschen Verkehrsluftfahrt . Ganz gewiß aber wird es ein stolzer Beweis sein für die unermüd­liche Pionierarbeit, die Professor Junkers für die deutsche, für die Weltverkehr^luftfahrt geleistet hat

Bester noch als diese Zeilen wird von dieser gewalti­gen Pionierarbeit die Junkers-Sonderschau auf der In­ternationalen Luftverkehrsausstellung in Berlin (Jla) er­zählen, denn sie gibt ein geschlossenes Bild davon, daß die Entwicklung und bas Wesen der Junkerschen Unter­nehmungen auf Forschungsarbeit beruhen, sie zeigt auch dem Laien, welch weiten Weg in aller Welt das Junkers- Flugzeug und der Junkers-Motor in den letzten 15 Iah-

Patent vom 1. Februar 1910, das damals höchst kurios erscheinen mußte, sollen die Tragflächen für die Auf­nahme der Motoren, Personen und Lasten herangezogen werden. Heute, nach mehr als achtzehn Jahren, ist Pro- fessor Junkers über eine Anzahl bedeutsamer Zwischen­stufen auf einer ruhigen Etappe zu diesem Ziel ange- langt, und zwar bei der Konstruktion des gewaltigen Rie­senflugzeuges I 38.

Der Weg hierhin war eine ununterbrochene Reihe von Erfolgen. Das erste Metallflugzeug stellte Pro­fessor Junkers im Kriege her. Im Januar 1916 machte es seine ersten Flüge in Döberitz. Ihm folgte bald eine verbesserte Konstruktion mit Panzerschutz, von welcher Type die Junkers-Werke 228 Stück herstellten.

Wie nun feit Beendigung des Krieges der Flugzeug, und Motorenbau Junkers sich weiter entwickelt hat, das Zeigte ein Besuch in den Junkers-Werken in Dessau, den uns ein günstiges Geschick bescherte. ProfessorJun- kers ist der Typ eines gründlichen deutschen Gelehrten und Forschers. Das zeigte sich in jeder Halle des gewal- tigen Werkes draußen vor den Toren Dessaus. Das Zeigte sich in jeder Art, wie der Serienbau vor sich geht, 'N der Montagehalle mit dem fahrbaren Arbeitsgerüst, bei den Festigkeitsversuchen, in den Motorenräumen, auf den Prüfständen und auch aus dem weilen Flugplatz mit der Zementlausbahn, von der aus die Rekordflüge ihren Anfang nehmen. Ueberall das Gefühl unbedingter Si­cherheit! Hier steht nicht nur der Gelehrte, der Konstruk­teur, hier steht jeder Schlosser, jeder Monteur, jeder Nie­ter zu seinem Werk.

(Ein Besuch in den Junkers-Verken. — W 33, die Kö­nigin der Luft. — 3 38, das größte Landflugzeug der Welt.

Von unserem Sonderberichterstatter.

Die populärsten Namen in der deutschen Luftfahrt, Namen, die Weltgeltung haben, sind Zeppelin und Junkers. Mit dem Namen des schwäbischen Grafen ist ein für allemal die Vorstellung des stolzen deutschen Groß-Luftschiffes verbunden, wie jetzt auch der deutsche Luftschiffbau in dem Riesen-Luftkreuzer „Graf Zeppe­lin" seinen jüngsten Triumph erlebt. Was Zeppelin für die Luftschisfahrt bedeutet, ist Junkers für die deutsche Verkehrsfliegerei.

selbe geblieben ist, so sind doch feit ihrer Inbetriebnahme nicht weniger als rund 480 Verbesserungen an ihr angebracht, ein Beweis dafür, mit welcher Liebe man bei Junkers an der Erhöhung der Sicherheit und Ver­besserung der Flugfähigkeit arbeitet. Eine größere Schwe­ster bekam F 13 1924 in dem Drei sch rauben» Großverkehrs-Flugzeug G 24, von dem wir gleich ein halbes Dutzend neuer Maschinen im Bau sahen. Ebenso hat sich das modernste deutsche Verkehrsflugzeug G 31 (Hermann-Köhl-Typ) rasch durchgesetzt, wie das die Montage mehrerer solcher Mammut-Flug­zeuge beweist.

_ Um auch den ständig steigenden Bedürfnissen des Frachtverkehrs gerecht zu werden, hat Professor Junkers die Type W 33 geschaffen." Das sind die Maschinen von der Art der „Breme n" und ,„E urop a", die un­übertroffenen deutschen Weltrekord-Maschinen. Das ist das Flugzeug, mit dem Hermann Köhl und Freiherr v. Hünefeld zum ersten Male der West-Ost-Flug nach Amerika gelang, mit dem Deutschland in den Besitz des Dauerflug-Weltrekords gebracht wurde, mit dem dieser Tage Diplom-Ingenieur Schinzinger einen Höhenwelt­rekord aufgestellt hat. Frhr. v. Hünefelds „E u r o p a" wurde in der großen Montagehalle liebevoll überholt und für den großen Ostflug vorbereitet. Zwei Maschinen desselben Typs stehen für Italien und Kanada abgabe­fertig. Bekanntlich hat auch der Amerikaner Levine eine W 33-Maschine in Dessau erworben und sie „Königin der Luft" genannt. Und sie ist in Wahrheit eine „Königin der Luft". Das bewies Leoines Chefpilot Bert Acoste, der mit diesem Flugzeug tollkühne Loopings machte. W 33 ist eine Nutzlastmaschine, aber nicht für Kunstflüge konstruiert. Daß sie dem wag­halsigen Piloten auf jeden Wink gehorchte, zeigt, daß sie ein Wunderwerk der Technik ist.

In diesen Tagen, in dem so viel von dem größten deutschen Luftschiff die Rede ist, wird in Dessau i n aller Stille an henj größten deutschen

Tas Schicksal beider deutschen Männer hat manches Gemeinsame. Der süddeutsche Graf und der rheinische Professor mußten sich schwer durchringen gegen eine Welt von Widerständen. Aber beide habens geschafft, haben ihre Idee zum Siege geführt. Kam dem Grafen Zeppelin vor zwanzig Jahren die Katastrophe von Ech- terbingen zu Hilfe, so türmte sich vor dem Werke von Professor Junkers eine schier ununterbrochene Reihe von Hemmnissen auf: Bauverbot, der deutsche Bürokratismus, Ausschaltung des freien Wettbewerbs in der Verkehrs­fliegerei, kleinliche Wühlereien usw. Und so kommt es, daß Professor Junkers heute seinen Weg allein geht, ab­seits vom Reichsverband der deutschen Luftfahrtindustrie, Nicht etwa, weil er ein Starrkopf ist, ein Eigenbrötler, benn bas liegt bem Mann vom Nieberrhein gar nicht im Blute, fonbern weil er bie Zukunft der Verkehrsluftfahrt anders als andere sieht. Die Entwicklung der Ereignisse in der Luftfahrt und die Entwicklung der Junkers-Werke haben ihm Recht gegeben. Zu einer Zeit, als man in Deutschland von der Rumpler-Taube, vom Albatros- Eindecker, vom ZVG.-Doppeldecker und anderen längst

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prore||or Hugo Junkers längst im Besitz eines Patente» 1 kers-Flugzeugs. Obwohl diese Type rein äußerlich die-

nalen nachträglich unangenehm geworden zu fein. Denn die Vereinbarungen zwischen Hugenverg und Seihte sollen, wenn der „Demokratische Zestungs- dienst" recht unterrichtet ist, dahin lauten, daß der Stahlhelm sein Volksbegehren vorerst einmal f ü r zwei Monate zurück st eilt und die Deutsch­nationale Volkspartei auf seine Formulierung ent­scheidenden Einfluß erlangt.

Aus Gberhessen.

—Marburg. Der Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und der Arbeitslosenversicherung hat, dem Vorschlag des Verwaltungsausschusses entsprechend, den bisher beim Arbeitsamt Freising tätigen Dr. M i» chaelsen zum ständigen Stellvertreter des Vorsitzenden des Marburger Arbeits­amtes ernannt. Dr. Michaelsen hat sein Amt bereits angetreten.

— Kirchhain. Vom 5. November ab wird der S ch ü- lerzug Kirchhai n—M a r b u r g wieder eingelegt werden. — Oberregierungs- und Schulrat Kellner aus Kassel inspizierte dieser Tage die hiesige Rektorat- s ch ule.

— Amöneburg. Die Winterarbeit des D o l k s v e r- eins int Dekanat Amöneburg hat begonnen Am 22. Oktober fand in Kirchhain eine Konferenz der Ver­trauensleute und Geschäftsführer statt. Herr Landes- fefretär Rektor Becker sprach über den tieferen Sinn unserer politischen Niederlage. Vom 10. bis 20. No­vember werden in den einzelnen Ortschaften Versamm­lungen abgehalten, in denen Herr Brauers von der Zen­tralstelle in M.-Gladbach sprechen wird über die dring­lichsten Aufgaben der deutschen Katholiken. — Für Ja­nuar 1929 sind zwei Einkehrsonntage geplant für Jüng­linge und Männer. Der eine wird voraussichtlich in M a r d o rf, der andere in Allendorf gehalten wer­den. Sie bezwecken die Heranbildung von örtlichen Führern und Vertrauensleuten. Unter Leitung eines vom Volksverein zu stellenden Referenten sollen die Teilnehmer mit den wichtigsten sozialen, wirtschaft­lichen und kulturellen Ausgaben der deutschen Katholiken bekannt gemacht werden.

Die heukige Hummer

der „Fuldaer Zeitung" umfaßt 14 Seiten.

Neuer portugiesischer Gesandter.

Gesandter Dr. Ferreira beim Verlassen des Reichspräsidentenhauses.

Der Nachfolger des kürzlich verstorbenen portu- .giesrfchen Vertreters in Berlin, Gesandter Dr. An­tonio Ferreira, hat dem Reichspräsidenten sein Be­glaubigungsschreiben überreicht und die Leitung seines Amtes übernommen. Der neue Gesandt- findet reichliche Gelegenheit, die Handelsbeziehun­gen Deutschlands zu Portugal zu fördern, Do Deutschland an dritter Stelle in der Reihe bet

des

kaufen Sie bei

der daß

Durchaus andere Art

vor einigen nach Form

neswegs. Macht er Enthüllungen? nicht, aber — man kann auch auf berühmt werden.

Dieser Brief, den die „Germania" Tagen veröffentlichen konnte, bringt

haben, als sie heute von einem großen Teil Stahlhelm geführt wird.

Das bestätigt mit grausamer Deutlichkeit Stahlhelmführer S^bte selber. Er schreibt,

denken, warum Herr Seldte über ein geistreiches und kluges Format erschrocken ist. War er es nicht selber, der einmal davon redete, daß es fiaj bei innerpolitischen Auseinandersetzungen um einen Kampf mit geistigen Waffen handeln müsse? Wie bieten sie ihm und er — erschrickt? Wohlan, wir können dieses Erschrecken verstehen: Niemals mag es eine geistlosere Art des Kampfes gegeben

D!ö AtthmMD im Mvwn des Säuz»

lingZ zu groben Klumpen, die viel schwerer zu ver­dauen sind als die feinen Flocken, die sich aus der Muttermilch b llden. Denn Sie der Kuhmilch einen Zusatz von „Kufeke"geben,soirittauchbei dieser eine feinflockige Gerinnung ein, gleichzeitig wird der Nährwert der Milch erhöht, und Fhr Kind bleibt vor Derdauungsbeschwerden bewahrt

Wie der „Demokratische Zeitungs - dien st" mitteilen zu können glaubt, hat am Tage nach der Wahl Hugenbergs zum Führer der Deutschnationalen Volkspartei zwischen ihm und dem Stahlhelmführer Seldte eine Unterredung stattgefunden. Gegenstand der Besprechung soll das Volksbegehren des Stahlhelms gewesen sein, für bcy die Deutschnationale Dolkspartei bekannt­lich schon vor der Wahl Hugenbergs ihre Sym­pathie zum Ausdruck gebracht hat. Die Abhängigkeit, aus der heraus diese Sympathie» erklärung erfolgte, scheint den Deutschnatio»

Der Ankermast in Berlin-Staaten.

Berlin hat für alle Fälle einen Ankermast be­reitgestellt, um den „Grafen Zeppelin" falls er in der nächsten Zeit die Reichshauptstadt besuchen sollte, festzumachen.

die sogen, nationale Presse den linken Zeitungen (die­sen Kreis zieht Seldte, wie gesagt, sehr weit) „auch nichts im entferntesten etwas Gleichwertiges, poli­tisch Kluges, Gerissenes gegenüberzustellen" ver­möge. Das ist ein sehr interessantes und blamab­les Einoestänbnis von zustänbigst"r Seite. Er­höht wird dieses Eingeständnis noch durch den nicht mehr zu übertreffenden Satz:

„Und alle Schwächen der Rechten, alles gerin­gere Können, alle geistige Hilflosigkeit, alle Naivi­tät wirb erbarmungslos erkannt, herausgestellt und verdreht."

Dies mag wohl peinlich fein. Nur einen logi­schen Eedankensprung hat Herr Seldte in seiner sonst vortrefflichen Darstellung gemacht: Die von ihm aufgezeigten Schönheitsfehler «n Leib und Seele der ihm nahestehenden Kreise dürfen und brauchen nicht mehr verdreht zu werden. Sie wir- ken so wie sie sind am kräftigsten.

Da kann man es schon verstehen, wenn Seldte, ge­wissermaßen am Höhepunkt seines Briefes ange­langt, die Zornaufwallung nur noch mit dem Aus­ruf zu bändigen vermag: „Es ist einfach zum--

--" Gegen das letzte Wort hat sich selbst die Stahlhelmfeder gewehrt und dasselbe durch einen schamhaften Gedankenstrich ersetzt. Gleich die nächste Zeile gibt bann ben Unterführern den Rat, kälteste Vernunft einzusetzen, nur sehr vorbereitet und sorg» lästig zu handeln, zu schreiben unb zu sprechen. Selbtes eigener Brief steht, so mag es dünken, ge» rode nicht im Zeichen dieser für einen Politiker doppelt erstrebenswerten Tugenden.

Und dann: Wie erstaunlich primitiv ist die Aus- drucksweise, derer sich selbst die höchsten Stahlhelm- führer bedienen, wenn sie ihre ernsthaftesten Ange-

Kameraö Seldte.

Franz Seldte, Stahlhelmführer und nach eige­ner Meinung unzermürbter stahlharter Willens­mensch, kennt sich nicht nur in der Kunst der groß- angelegten Rede aus. Sie vor kaiserlichen Prin­zen als Kameraden zu meistern, ist nur eine seiner Gaden. Er kann auch Briefe schreiben. Ein solcher Brief des Kameraden Seldte an feine Unterführer ist über Nacht berühmt geworden.

Warum? Gibt er große politische Ausblicke? Ach nein, er gibt gar keine politischen Ausblicke. Weist er gewichtige Problemstellungen auf? Kei-

legenheiten erörtern. Seldte gibt selber ein Bei­spiel dafür, indem er in seinem Brief schreibt:

„Wir müssen aufvassen, daß uns die Zielsetzung nicht in der Oeffentlichkeit versaut und öer­nt u r t ft ist, ehe wir selbst herauskommen können."

Er meinte damit das Stahlhelmvolksbegehren, und letzteres wäre für Seldte in der Tat recht großes Pech. Die Sorge um fein Volksbegehren verstehen wir, sie ließe sich aber doch in passablere Worte kleiden. Aber mit der Sprache hapert es eben. Der ganze Stahlhelmkampf bewegt sich schon rein sprachlich auf einer Ebene, die man oft nicht mehr betreten kann. Es scheint, als ob das grob­schlächtige Wort die Hauvtwasfe ist, die von die­ser Seite in das Feld geführt werden kann. Ne­ben Seldte, den man von Schweinehunden, Mief und Qualm reden hort, ist es vor allem der zweite Bundessührer, der einen besonders feinen Ton führt. Lassen mir Kamerad Oberstleutnant Düster­berg selbst einmal reden:

„Man schildert unser Verhältnis (nämlich das von Seldte zu Düsterberg) wie das der zwei Löwen, die sich gegenseitig bis zur Schwamauaste auffres- fen. Um in diesem zoologischen Bild zu bleiben, so möchte ich unseren haßerfüllten Neidern und Feinden zurufen: wenn man uns anpackt, so ma­chen wir es wie die Pferde der Steppe gegen die Wölfe: Die Kövfe nach innen und die Hinterhand mit den Hufschlägen den Bestien in die Fresse!"

Es ist nur anzunehmen, daß nach Selbtes eige­nen Worten diese Form des politischen Kampfes die ganze geistige Hilflosigkeit und Naivität bar» stellt, die bis weit in führenbe Kreise bes Stahl­helms hinein herrscht. Sich mit biesem Kasernen- hofton fachlich auseinanberzusetzen, lohnt sich nicht.

und Inhalt höchst originelle Gedanken zum Volks- begehr des Stahlhelms und hat den Vor­zug, unbedingt echt zu fein. Die Stahlhelmszei­tung hat es bestätigt.

Zunächst entnehmen wir ihm, daß der Führer des Stahlhelms glücklicher Abonnent Haupt- sächlich linker Zeitungen geworden ist. Ihr tägliches Studium hat Herrn Seldte, wie seine Feder erzählt, in einen schreckhaften Zustand ver- setzt. Insbesondere „weil vor allen Dingen aber «schreckend geistreich und ausgesprochen klug" in diesen Zeitungen (er schließt das Zentrum freund­lichst mit ein) gearbeitet wird.

Wir dürfen uns einen Augenblick über bas Lob freuen. Dann reizt es aber doch zum Rach-

Seit mehr als 100 Jahren

spart man in Stadt und Land

bei der

Gute Boten

Städtischen Sparkasse

gegr. 1825

früher Friedrichsmarkt — jetzt Bahnhofstraße Nr. 5

Wilhelm Heß |

am Steinweg. M

Der Berliner Anker für den Zeppelin.

Rus Oer Thüringischen Rhön.

Geisa und

Thüringischer Landtag.

Die Sitzung bes thüringischen Landtags am Dienstag nahm einen schnellen unb fachlichen Ver­lauf. Präsident Leber teilte mit, daß am Don­nerstag keine Sitzung stattsinbe. Er glaubt, daß es am Freitag, spätestens aber am Samstag zur Regierungsbildung kommen werde. Eine Vorlage über bie Einrichtung der Staatsräte wurde ohne Aussprache an den Ausschuß für Ge­setzgebung unb Verwaltung verwiesen. Das gleiche Schicksal hatte der Antrag der Regierungsparteien über die Aenderungdes Gesetzes über bie Gliederung der Landesregierung. Zum Schluß wurde noch eine Reihe von An- und Verkäufen beschlossen, darunter der Ankauf des Spanier Forstes im Bezirk des Forstamtes Bad Berka Ost. Die nächste Sitzung ist auf Frei­tag vormittag 10 Uhr angesetzt.

Thüringer Jugendherbergslotterie.

Die Leitung der Jugendherbergslotterie hat eine Opel-Limousine im Werte von fünftausend Mark an die Spitze ihres Gewinnplanes gestellt. Sollte der Gewinner keine Verwendung für das Auto ha­ben, so kann er sich eine komplette Wohnungsein­richtung im gleichen Werte aussuchen.

In dem Gewinnplan sind ferner zahlreiche Reisen enthalten. Der Gewinner braucht nur an- zugeben, wann unb wohin er reifen will. Das Reifebureau arbeitet alle Einzelheiten aus, be­sorgt die Fahrkarten und bestellt die Uebernach- tunaen.

Umgebung.

Außerdem kommen zur Verlosung Silberfoffet. Nähmaschinen, Porzellangeschirr, Funkgeräte Wäschepakete. Motorrad, Photos unb onberes.

Die Ziehung selbst findet am 4. Dezember 1928 statt. ’

Steine Nachrichten.

Der Maurerpolier Wilhelm Schellhase, der erst kürzlich von der Regierung als Beigeordneter Treffurts bestätigt wurde, ist nunmehr feines Amtes enthoben worden. Ein Regierungsasiefsor aus Erfurt hat die Geschäfte der Stadtverwaltung übernommen.

In Eisen ath starb infolge eines Herzschlags der als Chronist und Heimatforscher bekannte Schriftsteller Hugo Peter im 76. Lebensjahr.

Ein 45jähriger Mann aus Pößneck stürzte nachts mit seinem Fahrrad einen sechs Meter ho­hen Abhang hinab und verletzte sich so schwer, daß er auf dem Transport ins Krankenhaus verschied.

Am 6. November findet in Jena die Herbst- Hauptversammlung des Thüringer Hotelbesitzerver- banbes statt.

In ber Möbelfabrik von Ziehn in Zeulen - r o b a brach nachts ein Großfeuer aus, dem das gesamte Anwesen zum Opfer fiel.

Auf der Fahrt von Blankenberg nach Jena rannte bei Leutenberg der sozialdemokratische Kreistagsabgeordnete und Gewerkfchastsbeamte Gellert mit feinem Motorrad gegen ein Fuhrwerk. Er erlitt schwere Schädelverletzungen, an denen er verstarb.

Meine Schutzmarke

verbürgt

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Joseph Schmitt, Fulda,

Weingroßhandlung.