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Aus Oer Thüringischen RSjön.

Seija und Umgebung»

Der Ausbau der Saaletalsperre.

Wie von unterrichteter Stelle verlautet, werden die Verhandlungen mit dem Reich und Preußen über eine Beteiligung am Ausbau der Saale­talsperre demnächst zum Abschluß kommen. Das bisherige Verhandlungsergebnis wird als g ü n st i g bezeichnet.

Die Gasfernversorgung in Westthüringrn.

Die Kreis- und Landes-Gasversorgung Thürin­gen-Hessen, E. m. b. H., in Salzungen, der die Landkreise Arnstadt, Eisenach, Hildburg­hausen, Schmalkalden und Weimar sowie der Be­zirksverband Kassel und die A.-G. Thüringische Werke in Weimar angehören, wird bis Ende dieses Jahres mit dem Ausbau der Gasfernleitungen in Bad Salzungen fertig sein. Im Laufe des nächsten Jahres sollen die Leitungen bis Vacha wei­te r g e f ü h r t werden. Sodann ist noch vorgesehen, auf das Gebiet des Kreises Hersfeld überzugehen und von ihm die Orte Philippsthal, Röhrigshof, Heimboldshausen, Harnrode, Lengers, Wölfers­hausen, Heringen, Leimbach und Widdershausen zu erfassen. Der Ausbau dieser Strecke ist als rentabel errechnet worden, wenn gleichzeitig bte Fortführung der Gasfernleitung nach Ger st ungen- Ober- suhl erfolgt. ________

Bedingungen für die Einstellung non Straßen­wärtern.

Nach einer Verordnung des Thür. Ministeriums für Inneres und Wirtschaft, Abt. Inneres, ge­hören die Straßenwärter zu den Staats- a r b e i t e r n. Alle Lohn- und sonstigen Arbeits­bedingungen regeln sich nach dem Tarifvertrag für die Staatsarbeit in Thüringen. Als Srraßenwär- ter werden Bewerber eingestellt, die thüringischer Staatsangehörigkeit sind, nach kreisärztlichem Zeug­nis gesund sind, namentlich ein gesundes Herz, ge­sunde Atmungsorgane, normale Sehweite und ein gutes Gehör haben, die das 21. Lebensjahr vol­lendet und das 30. nicht überschritten haben und das Maurer-, Zimmerer- oder Gärtnerhandwerk regelrecht abgelegt haben, und die endlich minde­stens ein Jahr als Straßenarbeiter bei der Stra­ßenbauverwaltung voll beschäftigt waren und sich in dieser Zeit als geeignet für den Straßenwär­terdienst bewährt haben. Bei Mangel an handwerk­lich ausgebildeten Bewerbern können auch Be­werber eingestellt werden, die in mindestens drei­jähriger Beschäftigung als Straßenarbeiter bei der Thüringischen Straßenbauverwaltung sich als gut

geeignet für den Straßenwärterdienst erwiesen Ha­ven und die übriger Voraussetzungen erfüllen. Die Bewerber-Haben ihr Gesuch an das Thüringische Landesbauamt zu richten, in dessen Bezirk sie ein­gestellt werden wollen Sie können sich gleich­zeitig bei mehreren Lvndesbauämtern bewerben. Dem Gesuch sind die erforderlichen Nachweise, das letzte Schulzeugnis fow e ein selbstverfaßter und eigenhändig geschriebener Lebenslauf beizufügen. Die Bedingungen für die Einstellung sind ziemlich schwer. Es ist eine Fachprüfung abzuleoen, die nicht nur praktische, sondern auch theoretische Kennt­nisse voraussetzt.

Thüringer Hebammenlehrgang.

Der nächste Ausbildungslehrgang in der Heb­ammenlehranstalt der Universitätsfrauenklinik in Jena beginnt am Donnerstag, 3. Januar 1929, 9 Uhr. Zulassungsanträge sind bis spätestens 20 November dieses Jahres beim zuständigen Land­rat oder Stadtvorstand des Stadtkreises einzu­reichen

Kleine Nachrichten.

Der letzte Fischzug in dem der Gewerkschaft in Merkers gehörenden Hämbacher Teich brachte rund 40 Zentner Karpfen und Schleien ein. Das Wasser des Teiches war fast ganz abgelassen worden.

Bei der Einfahrt in den Bahnhof Unter­breizbach entgleisten am Freitagmittag von einem Güterzug die beiden Lokomotiven und sieben Wa­gen. Personen kamen nicht zu Schaden. Der Personenverkehr wurde durch Umsteigen auftecht erhalten.

Bei Baggerarbeiten am Neubau der Fekdabahn wurde bei Dermbach eine alte Grabstätte auf- gefunden. Es wurden drei Sklette freigelegt.

In der in Weimar veranstalteten Sitzung des Vorstandes des Thüringer Städteverbandes wurde beschlossen, als Termin für den in Greiz statt­findenden thüringischen Städttaa Ende April oder Anfang Mai 1929 festzusetzen.

Am 9. November findet in Jena die Herbst- Hauptversammlung des Thüringer Hotelbesitzer. Verbandes, Sitz Weimar, statt.

In Dorndorf wurde nachts in das Friseur, geschäft Albrecht eingebrochen und eine größere Menge Zigaretten gestohlen.

In S ch w a r z h a u s e n bei Schmerbach brann­ten zwei Scheunen mit Erntevorräten nieder.

vermischtes.

* Enormer Rückgang der Fahl der weiblichen Haus­angestellten. Im Jahre 1882 gab es in Deutschland bei einer Bevölkerung von ca. 46 Millionen 1 282 000 Haus­haltsgehilfinnen, im Jahre 1907, trotzdem die Bevölke­rung inzwischen auf über 62 Millionen gestiegen war, nur noch 1 249 000. Nach der Volkszählung von 1925 betrug die Zahl 1016 000 bei einer Bevölkerung izon 62 350 000. Die Zahl der im Haushalt lebenden weib­lichen Angestellten ist also um 12 Prozent zurückgegangen. 1925 beschäftigte jeder 8. Selbständige, jeder 35. Beamte und Angestellte und jeder 36. Rentner einen weiblichen Dienstboten, der im Haushalt lebte.

* Ein neuer Naturschutzpark in Amerika. Obschon die Bereinigten Staaten bereits die prächtigsten Naturschutz­parke der Welt besitzen, sucht man doch noch weitere Ge­biete zu schützen. Der neueste Park wird der Smoky- Mountain-Nationalpark sein, der fast das ganze Smoky- Gebirge umsaßt und mit seinen 700 Quodratmeiern sich zum Teil über Tennessee und zum Teil über Nord-Caro- lma erstreckt. Zum Erwerb des Gebietes find aus frei­willigen Spenden und aus Beiträgen der gesetzgebenden Körperschaften der beiden beteiligten Staaten 4 913 000 Dollar aufgebracht, wozu noch 5 Millionen Dollar aus der Laura-Spelmann-Rockefeller-Stiftung kommen. Diese 10 Millionen Dollar reichen vollauf zum Ankauf des Ge­ländes.

Frankfurter Börse.

27. 10.

29.10.

27. 10.

29.10.

Staalspapiere

6°" Reichsanleihe

87,25

87,25

Allg. Elektr. Ges. Bad Salzschlirf

27,0

27,0

D. Anl. Ausl Sch.

Cem. Heidelberg

134,75

135,0

Aul. Abi. Schuld

14,87

14,62

Gontin. Ges.

——

—

•1° o Oestr. Goldr.

32,5

Daimler

81,75

81,87

4°'o Ungarn Goldr.

26,7

26,7

D. Erdöl Berl.

135,0

136,0

D. Scheideanstalt

207,75

210,0

Gold. Pfdbr. u. Anl.

Dürkoppwerke

—

Eisenw. Kaisers!.

12,25

12,25

8° o FrkL Ilyp.-B.

Elektr. Lief.

——

174,5

Gold.-Pfdb.

95,0

95,0

Elektr.Licht u. Kraft 237,0

236,0

8”'o Frkf. Pfdb.-B.

r arbenindustne

248,0

249,9

Gold.-Pfdb.

94,8

95,1

Filzfabrik Fnlda

90,0

145,0

90,0

145,0

8” oL.K.Kass.G.K.Obt

94,0

94,0

Frankfurter Gas

8° o L. Kr. Kass.

Frankfurter Hof

89,5

89,5

Gold-Pfdb. 26 R. 1

96,0

96,0

Pokorny Ä Witt.

—-

—

8° o L. Kr. Kass.

Goldschmidt

96,0

99,0

Gold-Pfdhr 2d k> 2

96,0

96,0

Hammersen

——

—

7°'o L. Kr. Kass.

Holzmann Ph.

182,75

132,0

Gold-Pfdbr. 27 R 4

90,0

90,0

Kammg. Kaisersl.

232,0

—

8!) o Mein. Hvp.-B.

Konsv. Brann

85,0

85,0

Gold-Pfdbr.

95,0

95,0

Lahmerer & Co

—

162,25

Lingel. Schuh f.

—-

—

Bankaktien

Mainkraftw.

116,1

«—»

Motoren Oberursel

—

96,0

Commerzbank

183,5

184,5

.N..S.U. (Neckar^.)

—

131,0

Danatbank

288,0

291,0

Schnhstoff Fulda

54,0

54,0

Deutsche Bank

166,0

166,5

Schuhfabrik Herz

—

_

Ii. Etf. u. XV. Bk

127,0

126,5

Siem. & Halske

—

—

Diskonto-Ges. '

161,0

161,0

V. Faßt. Cassel

33,75

34,0

Dresdner Bank

163,0

168,0

Wayß

& Freytag

131,62

131,62

Frankfurter Bank

116,0

117,0

Zellst. Aschaffenb.

—

103,25

1 rankf. Hyp.-Bank Meininger Hyp.-Bk.

1-18,0

143,0

Zellst. Waldhof

—

—-

137,0

138,0

Südd, Zucker A.-G

119,75 148,5

Mittold. Cred.-Bank

203,0

207,0

Reichsbank

300,0

.300,25

Bergwerks-Aktien

Westbank F*rankt

100,0

100,0

84,5

Buderus Eisenw.

——

Aktien dtsch. Transp.-

Gelsenk. ßergw.

120,62

124,0

Anstalten

Harpener Bergbau

—

—-

Cass. Strassenbahn

95,0

95,0

Ilse Bergbau

Kali Aschersleben

245,0

278,0

241,0

284,0

Hapag

148,0

147,75

Mannesmann

122,75

125,25

Mordd. Lloyd

145,0

145,0

Riebeck

Industrie-Aktien

V Laurahüf te

67,0

_

Adt Gebr.

_

33,0

Adlerw. KJeyer

100,25

103,0

Berliner

27. Oktober

29. Oktober

Dev.senkuree Geld

Brief

Geld

Brief

.Newyork

4,19

4,20

4,19

4,20

Brüssel 58,27

58,39

58,27

58,39

Holland lös,07

168,41

168,12

168,46

London 20,32

20,36

20,33

20,

17

Paris 16,.-17

16,41

16,37

16,

t

Schweiz 80,67

80.83

80,66

80,82

Spanien 67,44

67,

)8

67,50

67,64

Italien 2

1.95

21,99

21,95

21,

•9

Dänemark 111,76

111,

)8

111,81

112,03

Norwegen 111,72

111,

)4

111,72

111,94

Schweden 11

2,05

142,

!7

112,07

112,

29

Prag t

2,42

12,

4

12,42

12,44

Wien 58,07

59,09

58,97

59,09

Amtliche SeklMtmchMlM Geisa

. Bekanntmachung.

Zu der am 2. Dezember 1928 stattfindenden Stadtratswahl fordere ich dis Parteien auf Grund des § 27 der Verordnung über die Gemeinde-, Stadt- und Kreisratswahlen vom 1. 8. 1926 lGes.S, für Thüringen Seite 333) auf, mir bis fpätefkns 14. November 1928 Wahlvorschäge einzureichen.

Die Wahlvorschläge müssen von der aus § 32 Abs. HI der Verordnung sich ergebenden Zahl ton Wahlberechtigten unterzeichnet fein. Die Unter­zeichner der Wahlvorschläge haben ihren Unter­schriften die Angaben ihres Standes, Berufes und ihrer Wohnung beizufügen. Mir den Wahlvor­schlägen sind einzureichen:

a) die schriftliche Erklärung der Bewerber, daß sie der Aufnahme ihrer Namen in den Wahloor- schlag zustimmen,

b) die Bescheinigung des Stadtvorstandes, daß die Bewerber am Wahltag das 25. Lebensjahr vol­lendet haben, feit mindestens einem Jahr Reichs­

angehörige sind, im Gemeindebezirk seit mindesten; sechs Monaten ununterbrochen wohnen und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind,

c) die Bescheinigung des Stadtvorstandes, daß die Unterzeichner des Wahlvorfchlags in der Wäh­lerliste eingetragen oder mit einem Wahlschein ver­sehen sind.

Die Wahlvorschläge müssen von mindestens 20 Wahlberechtigten unterzeichnet sein und können eine beliebige Anzahl von Bewerbern enthalten.

Jeder Wahlvorlchlag soll durch den Namen eine;; Partei, Wählergruppe oder durch ein sonstige» Kennwort bezeichnet werden, damit er sich von ad- len anderen Wahlvorschlägen deutlich unterscheiden.

In jedem Wahlvorschlag muß ein Vertrauens­mann und ein Stellvertreter bezeichnet werden, die zur Abgabe von Erklärungen dem Wahlleiter und dem Wahlausschuß gegenüber bevollmächtigt sind. Fehlt diese Bezeichnung, so gilt der erste Unter- zeichner als Vertrauensmann! der zweite als fein Stellvertreter.

Es sind 9 Stadtratsmitglieder zu wählen. Die Namen müssen in erkennbarer Reihenfolge aufge­führt sein. Ferner ist der Stand oder Beruf sowie die Wohnung des Bewerbers so deutlich anzugeben, daß über seine Persönlichkeit kein Zweifel besteht.

Die Verbindung mehrere Wahlvorschläge muß von den Vertrauensmännern des betr. Wahlvor- schlags übereinstimmend bis spätestens 22. Novem. der ds. Js. bei mir schriftlich erklärt werden.

Ich mache besonders darauf aufmerksam, daß Wahlvorschläge, die verspätet eingereicht werden oder den gesetzlichen Anforderungen nicht entspre- chen, nicht zugelassen werden.

Zum Wahlausschuß habe ich

als Beisitzer:

1. Herr Postassistent Konstantin Ziegler

2. Herr Kaufmann Rudolf Schachert

3 Herr Kaufmann Louis Moses

4. Herr Betriebsleiter Karl Wehner.

als Stellvertreter:

1. Herr Förster Rudolf Hartmann

2. Herr Bäckermeister Bernhard Faber

3. Herr Kaufmann Hermann Grünbaum

4. Herr Eisenbahnbeamter Leonhard Hös n berufen.

Geisa, den 27. Oktober 1928.

Der Wahlleiter: Hohmann.

Tagungen.

— Tagung des Provinzialoerbandes Hessen-Nassaui­scher Mieter. Der Provinzialverband der Heffen-Nassaui- schen Mieter hielt in LadHomburg eine außerordent­liche Tagung ab, zu der Delegierte aus der ganzen Pro- vinz sowie der Vertreter der Reichsorganisation erschie­nen waren. Die Tagung wurde eingeleitet durch eine öffentliche Versammlung, in der der Verbandsoorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Gumbel (Frankfurt a. M) ein Re­ferat über das Mietrecht und der Bundesschatzmeister G r o t h a u s (Berlin) über die mieterpolitische Lage spra­chen. Auf der Verbandstagung selbst wurde ein Referat über den Reichsmietertag in Wilhelmshaven erstattet. Weiter beschäftigte man sich mit organisatorischen Fragen des Verbandes. Stadtverordneter Holzhäuser (Wies­baden) sprach noch über .Mieterschutz in Oesterreich, so­wie die Neubautätigkeit der Stadt Wien". Zum Schluß gelangte eine Entschließung zur Annahme, die sich mit dem Ausbau des Mieterschutzes beschäftigte.

Kein Haus ohne Fuldaer Zeitung.

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Kreissparkasse / Landesleihbank Städtische Sparkasse

Weltspartag

1928

Bringe Deine Sparpfennige zu einer öffentlichen Sparkasse denn die Erfahrungen des vergangenen Jahrzehnts haben gezeigt, • daß sie dort am sichersten aufgehoben sind.