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Handel und

Berliner vienstagsbörse.

... ~ Berlin, 30. Oft. (Eig. Funkm). Die Tendenz blieb auch heute weiter freundlich, obwohl noch nicht bekannt ist, wie die Verhandlungen über den Ruhr- schiedsspruch verlaufen. Es verlautete, daß die Bespre­chungen auf heute nachmittag verschoben sind und es bestand eine gewisse Unsicherheit, ob es zu einer Eini­gung kommen wird. Das Geschäft nahm wieder etwas größeren Umfang an. da die Börse auch heute noch zu Rückkäufen schritt. Vom Elektromarkt ausgehend war die Stimmung angregter, doch wurden nicht alle Märkte hiervon berührt. Cs kursierten am Elektromarkt die alt­bekannten Gerüchte von der Bildung eines deutschen Elektrotrust, die wohl auf Zusammenschlüsse in der in­ternationalen Elektroindustrie neu gestärkt sind. Man sprach auch von einer Kapitalerhöhung bei Schlickert, doch blieb diese Version vollkommen unbestätigt. Felten wurden auf Meldungen von zufriedenstellendem Ge­schäftsgang stärker gefragt. Pöge konnten sich nach der Abschwächung der letzten Tage um 3% Prozent erho­len. Die ersten Kurse stellten sich bis 3 Prozent über gestern Schluß, doch blieben viele Werte kaum verän­dert. Am Montonmarkt zeigte sich für rheinische Braun­kohle und Stollberger Zink (letztere zogen 4 Proz an) stärkeres Interesse. Ebenfalls waren Feldmühle und Polyphon bei größeren Umsätzen gefragt. In Reaktion auf die gestrige Erhöhung lagen Salzdetfurth mit einem 4prozentigen Verlust und Sarotti mit einem zirka 2pro- zentigen in Angebot.

Nach benerften Kursen machte sich etwas Rea­lisationsneigung bemerkbar, wodurch sich ver­einzelt kleine Abschwächungen ergaben. Die anfangs schwächeren Kaliwerte erholten sich um zirka 1 Prozent. Sensationell war die Bewegung der Brandenburger Holzaktien am Freiverkehrsmarkt. Der Geldmarkt zeigte kaum Veränderungen. Tagesgeld war mit 6—8 Proz. und darunter gefragter. Monatsgeld und Geld über Ultimo stellte sich auf 8—9 Prozent. Warenwechsel auf zirka 6 Prozent. Goldpfandbriefe neigten zur Schwäche, Roggenwerte waren kaum verändert, Liquidations- vfandbriefe und Anteile lagen uneinheitlich, Deutsche Anleihen waren gut behauptet, von Ausländern waren Bosnier, Türken und Mexikaner meist fester, während Russen schwächer lagen. Devisen waren nach dem Ultimo unter Schwankungen fester. Im weiteren Ver­lauf blieb das Geschäft ruhig und es ergaben sich eher noch weitere, jedoch nicht erhebliche Rückgänge. Der Handel in Brandenburger Holzaktien wurde im Ver­lauf untersagt. Stöhr verloren später fast 4 Prozent.

fiten Magnatengeschichte und wird nun den ge­änderten Verhältnissen dahingehend angepaßt, daß Ungarns künftiger König lediglich ein Schatten­dasein gegenüber der „Macht der Nation" führen darf, was vor 1918 natürlich nicht der Fall war.

Das und nichts anderes wollte Vethlen sagen; es ist daher sehr begreiflich, daß es den Aufklärun­gen gelang, die Bethlen über diese Rede sowohl dem parteilosen Grafen Apponyi als Vorkämpfer der legitimistischen Lösung, als auch den Angehöri­gen der Partei des Grafen Zichy (christlichnatio­nale Valkspartei) gab, die Gemüter und Rekrimi- nationen alsbald zu beruhiqen. Denn auch die Masse unentwegter Legitimisten stimmt sowohl der Inkomptabiliiiät, als auch „den Kanitulationen" zum größten Teil vorbehaltlos zu. E'ne aktuelle Bedeutung aber kommt der Zinkendorfer Rede weiter nicht zu.

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ftänben von drei und vier Zentimeter. Dann ist noch em zweites Stäbchen nötig, das ganz genau so lang ist wie das erste; es muß aber vor allem dünner sein als dieses und an einem Ende stark zugespitzt werden, damit es _ mü der Spitze in eines der angebohrten Locher gesteckt werden kann. Dieses zweite Stäbchen muß dort gu.en Ha.t finden. Unbedingt nötig ist, daß die beiden S.aochen genau rechtwinklig zueinander stellen, sonst st.mm- die Berechnung nicht. Nun stellt man 'sich vor den zu me।i.enben Baum, setzt den wagerechten Stab mit dem einen Ende in den Augenwinkel und schaut zu dem Bcmm auf. Der Stab - der mit den Löchern muß völlig wagerecht liegen, und 6er zweite, bei eingesteche, demnach genau senkrecht. Nun entfernt man sich schrittweise so weit vom Baum, bis man an dessen unteres Ende unterhalb des senkrechim Stabes und über ihm das obere Erde des Baumes sieht. Dann, wenn so das ganze Bild des Baumes in dem von dem senkrechten Holz gebildeten Winkel ist. [jaf man nur noch nötig, die Entfernung zu messen, die sich zwischen dem eigenen Standort und dem Baum befindet. Denn so viele Meter man von ihm entfernt gestanden hat so hoch ist er.

— Ein Landwirbrltier ohne Lungen. Wie es Fische gibt, die im Wasser leben und dennoch nicht durch Kiemen atmen, so gibt es auch Wirbeltiere, die ständig aus dem Lande leben, jedoch keine Lungen besitzen. An der italienischen Riviera lebt ein braun-gefärbter Höhlensalamander, in dessen Körper weder Lungen noch Kiemen entwickelt sind. Dafür münden die den Luft­austausch besorgenden und auch über den ganzen Körper rnch verzweigten Blutgefäße unmittelbar in die Mund- Wle, durch die nunmehr die sonst in den Lungen stattfindende Atmung erfolgt. Diese Atmungsari erinnert bereits in vieler Hinsicht an die Atmung der Insekten, denen bekanntlich der Gasaustausch gleichfalls mit H'oe der unmittelbar an der Körperoberfläche nach außen endigenden Luftröhren stattfindet.

.77 Wann soll man Nüsse essen? Nüsse sollen nicht zwischen, sondern zu den Mahlzeiten und auch nicht zu !n ♦ T1 gegessen werden. Befolgt man diesen f° wird man die Erfahrung machen, daß Nüsse nicht schwerer verdaulich sind als Milch und Brot; denn das Nußfett erlreift sich in diesem Falle als eines der leichtverdaulichsten Fette. Der Grund dieser leichten Verdaulichkeit liegt, nach den Feststellungen Erlbecks, allem darin, daß sich das Nußfett in einem Zustand natürlicher Emulsion befindet, das heißt, daß das Fett gleichmäßig in allerfeinsten Tröpfchen in der Fettmasse verteilt ist, was zur Folge hat, daß das Fett die Magenwände wie auch den übrigen Mageninhalt nicht überfettet. Daher wird mich die Verdauung nickt be­hindert.

Amtliche , ,

-rulda.

g. Nr. L. 5305.

®ie in den Vorjahren wird für die diesjährige Kirch- welhfeier angeordnet, daß die Erlaubnis zur Abhaltung zsfenllicher Tanzlustbarkeilen am Küchweihmomag den 5. nächsten Monats, und Kirchweihdienstag den 6. nächsten 'Monats nach Anhörung des Herrn Pfarrers von Ihnen zu erteilen ist, ohne daß es vorheriger Einholung meiner Genehmigung bedarf.

Dir für andere Tage — insbesondere für Kirchwech- Sonnfag — eingehenden Anträge auf Erteilung der Er­laubnis zur Abhaitung öffentlicher Tanzlustbarkeiten eriuche ich bereits dort abzulehnen.

In denjenigen Gemeinden und Gmsbezirken des Kreises, in weldjen am Kirchweilstonniag Tanzveranstaltungen in ge- imloffener Gefellschait staitfinden, darf die Genehmigung öffentlicher Tanzlustbarkeiten am Kirchweihdienstag mchk erteilt werden.

Die Feierabendstunde für die öffentlichen Tanzver­anstaltungen am Kirchweihmoniag und -Diensiag ist auf 1 Uhr nachts sestzujetzen. Vor Genehmigung der BeriänaerlMg der Feierabendstunde sürVereins-undsonsitgegefchloffene Veranstaltungen ist gemäß der Verfügung vorn 6. Juli 1928 meine Zustimmung einzuhalen.

Den Herren Bürgermeistern und Guisvorstehern mache ich genaue Beachtung obiger Bestimmungen wie auch die Ueberwachung der Feierabenbsiunde zur besonderen Pflicht.

Fulda, den 29. Oktober 1928.

Der Landrat: Fr h. von Eagern

Zur Königsfrage in Ungarn.

23on besonderer Seite wird uns geschrieben:

Vor kurzem hat Gras Bethlen in Zinkendorf öffentlich über die Königsfrage gesprochen. Das 'ist begreiflich, denn in Westungarn nahm der Oktober-Putsch König Karls feinen Ausgang. Ge­rade in diesem Gebiete leben besonders viele sehr aktiv tätige Legitimisten, wie derVischof von Steina- manger, Graf Mikes, die Grafen Czirakyi usw. Aus diesen Gebieten stammt auch Daran'Kran, der bekanntlich wegen der Ernennung Gömbös aus der Einheitspartei austrat. Gerade diesem west­ungarischen Hoch adel wollte Bethlen eine Warnung geben, da diese alle niemals seine Freunde waren.

Andererseits hat die Rede Bethlens ihre grund­sätzliche Bedeutung, auch wenn sie nunmehr etwa übgeschwicht wird, indem Bethlen seine Darlegun­gen dahin interpretieren läßt, daß die Königsfrage n:cht aktuell sei. Die Ausführungen von Zinken­dorf waren tatsächlich weniger für Ungarn, als für Lequetio gesprochen; dort aber dürften sie verstan­den worden sein!

In dieser Beziehung handelt es sich nämlich um folgendes: Kronprinz Otto wird in nicht allzu lan­ger Zeit jenes Lebensalter erreichen, in welchem er laut habsburgischem Hausgesetz die Volljährigkeit erlangt und damit die Herrschaft in Ungarn an- tketen könne. Noch immer aber steht auf Seiten der erbköniglichen Vormundschaft (also von Seiten der Königin Zitta) jene Erklärung aus, welche die Regierung Bethlen seit Jahr und Tag öffentlich ge­fordert hat. Diese Forderungen Bethlens enthal­ten: Die Anerkennung, daß durch das Oktober- Manifest 1918 des letzten Herrschers die pragma­tische Sanktion und die alte Konstitution erloschen fei. Daher sei der ungarische Reichstag Deposität der Krone des Hl. Stefans, die er aus dem Depot '^herausgeben oder, auch zurückhalten kann — jede ter beiden Varianten mit oder ohne Bedingungen

Durch die Zinkendorfer wollte sonach Bethlen öH die Adresse des erbköniglichen Hofes in Lequs- no beiannt ge'en, daß ohne Anerkennung dieser Forderungen ein Regierungsantritt des Crbköwgs nie urd nimmer in Betracht zu sieben fei. Faßt man duft Bedingungen noch einmal kurz zusam- men, io sind sie die Anerkennung der Inkompta- bllität der ungarischen Krone mit der jeder anderen des früheren gemeinsamen Kaiser-Königsdauses. Die Anerkennung, daß die Erreichung der Königs- wurde von einer Art ..Kapitulation" abhängig 'ist. Dieser Begriff findet sich zweifellos in der ungari-

ßV MUgS MW m M MN MNYW 61? MluiiWMe W nm es W e ikm MMM M-MM wro.

„ flache Art, bit Höhe eines Damms festzu- ?tC!em Experiment ist nur ein kleiner Holz- ftafi nötig, der ungefähr in der Länge 30 Zentimeter mißt 3n diesen Stab, der nicht zu dünn sein darf, macht man mit einem feinen Bohrer Locker in Ab-

Der Wi'd ee.

Von Karl Etwa.

Wie ein gespanntes Tuch ohne eine einzige Falte degt er weich im braunen Sumpnelände. Unnahbar durch den unzugänglichen Moorgrund, den er mie eine starke Wehr um sich gelegt, umsäumt von einem d ehren Föhrenbande, dunkel und ernst, daraus manch cinr-l- ner Urstamm den ästelosen Schaft emporstrecki roje‘ / „ einzelne altertümliche säu.'e.

Rings um dieses Waldband steigt ein anderes r-n hoher riesenhafter Tann lotrecht auf, wie eine Mauer, nach jeder Richtung denselben Ernst der '-Zo- - werfend, nur gebrochen durch hellere Schneisen die weisende Finger von der Höhe auf den See herabzeiae,/ Der Wind weht selten in das tiefe Becken. So ruht bn- Wasser meist unbeweglich, und Wald und Himmel schauen aus seiner Tiefe heraus wie aus einem grofi. v schwarzen Glasspiegel. Und wenn lichter Nachtnep-; über den See sinkt, dann greifen sich riesenhafte Schachs mit langen Armen, am Wafserrande stehen gestaltlose schwarze Dinge, und die sanfte Mondscheibe gießt ein trübe«, bleiches Gelb über all den dunkeln Flor. Der ^^^e, elastische Sumpfweg, der einzige, den das Moor

^*on',eren über seinen Leib weg bauen ließ, z Hu) wie eine bleiche Finsternis durch das Schwarz d.r 4>ergföhren. Auf ihm ist alles still und regungslos, durch die Wipfel der Föhren aber geht eine linde Be- mcgnng, ein dunkles Flattern, sich Neigen und Biegen. £‘c -^aefjt sendet wie eine funkensprühende Kohle 5 ”nc n“5, die der See im Augenblick auf zehnfache 5" widerspiegelt. Ein Gefühl der tiefsten Einsamkeit lAKrtam uns unbesieglich, da wir nächtlicherweile zu I m märchenhaften See hinaufgestiegen waren. Und wte wir an seinem Gestade saßen, da überfiel uns beide, meinen Gefährten und mich einundderselbe Gedanke: als fei es ein unheimlich- Naturauge, das uns hier

c veffchwarz, überragt von der mächtigen Stirne te«AÖUnffen 2:annen und gesäumt von der bmunen Wimper des Sumpfmoores. Lange waren Mdlawk m merkwürdige See und wir beiden

Einsamen. Schließlich zog uns der Seebach hinweg von

bezaubernden Wilde Er führt braunes Effen- wafs.r aber so klar, daß im Mondenschein der weffze b^U2? ..9J,fierte mie lauter rötlich heraufschimmern- oes Golo-geäöer.

Laben

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Vie Zparemlagen bei Raiffeisen.

Die vom Generalverband der deutschen Raiffeisen- Genossenschaften mit chilse der Landes- und Provinzial­verbände. sowie der Filialen der Deutschen Raiffeisen­bank 2(.= G. eingeleiteten halbjährlichen Erhebungen über den jeweiligen Stand der Spareinlagen bei den Raiffeisen-Vereinen und den zentralen Geldinstituten der Raiffeisenorganisation haben für den 30. Juni 1928 einen Gesamteinlagenbestand von rund 282 Millionen Reichsmark ergeben, iif --»Tfa«- '—wi1.■-»>«.*?■».«>»’■<•• s»ai'«r'js' - neewT"■1 ■ ww '

Im einzelnen ergaben sich folgende Zahlen: Die Spareinlagen und Einlagen jn lausender Rechnung be­liefen sich bei den 5996 Raiffeisen-Vereinen zuzüglich 11 landwirtschaftlichen Betriebsgenossenschaften mit Kredst- abteifunaen im ostpreußilchen Raiffeisen-Derbande auf 248 Millionen Reichsmark.

Don diesem Betrag entfallen auf reine Spareinlagen 204,5 Millionen Reichsmark und auf Einlagen in kau­fender Rechnung 43,5 Millionen Reichsmark. Gegen­über dem Bestand vom 31. Dezember 1927 weifen die Spareinlagen eine Zunahme von 22 Prozent auf, wäh- rend die Einlagen in laufender Rechnung sich um 4 Prozent vermindert haben Letzteres hat feine Ursache in dem größeren Geldbedarf der Landwirtschaft in den

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Frühjahrs- und Sommermonaten. Sehr erfreulich ist die Zunahme der reinen Spareinlagen um mehr als ein Fünftel, die im allgemeinen ziemlich konstante, dauernde Betriebsmittel für die Raiffeisen-Vereine darstellen.

Wie sich der Gesamteinlagenbestand seit dem Jahre 1924 entwickelt hat, mögen folgende Zahlen zeigen. Ts betrugen die Einlagen (Spareinlagen und Einlagen in laufender Rechnung)

Ende 1924 : 33,4 Millionen Reichsmark

Ende 1925: 88,1 Millionen Reichsmark

Ende 1926: 148,2 Millionen Reichsmark

Ende 1927: 213,0 Millionen Reichsmark

30. 6. 1928 248,0 Millionen Reichsmark

Das erste Halbjahr 1928 brachte eine Zunahme von 35 Millionen Reichsmark, ein Betrag, der durchaus als zufriedenstellend zu bezeichnen ist angesichts der schmie­rigen Notlage der Landwirtschaft, die selber nur wenig zurücklegen kann. In der Hauptsache dürsten die Spar­gelder aus anderen Berufskreisen auf dem Lande stam­men. Mit biffer Summe ist etwa ein Drittel des Do^- kriegsstandes an Einlagen wieder erreicht. Im Durch­schnitt kommen auf einen Verein Ende Juni 1928: 41291,— Reichsmark gegen 153 228 Reichsmark Ende 1913.

Zu diesem Einlagenbestand treten noch die Einlagen von Privaten( nicht der Genossenschaften) bei den Rafff- eisenschen zentralen Geldanstalten. Diese machten Ende Juni 1928 33 822 780,— Reichsmark aus. Es ergibt sich also ein Gesamteinlagenbestand innerhalb der Raiff­eisen-Organisation von 281 855 941,— Reichsmark.

— Frankfurt a. All, 29. Oktober. Getreidebörse. Es wurden bezahlt für je 100 Kgr Weizen 23.75—23.85, Roggen 22.60—22.75, Sommergerste für Brauzwecke 25 bis 25.50, Hafer inländ. 23.25—23.50, Mais 21.75—22, Weizenmehl 34—34.50, Roggenmehl 30—30.75, Weizen­kleie 14, Roggenkleie 14.25—14.50 Erbsen 32—62 Linsen 63—115, Heu 12—12.50, Stroh drahtgepreßt 4.50—5,Dto. gebündelt 3.50—4, Treber 19.75—20. Tendenz- etwas fester. — Kartoffelnotierungen (amtlich): Es wurden bezahlt für je 50 Kgr. Industrie hiesiger Gegend Mk. 3.60—3.70. Tendenz: ruhig.

— Abschluß einer Dollar-Anleihe der Ruhr-Gas A. G. Die Verwaltung der Ruhr-Gas A. G bestätigt eine New- yorker Meldung, derzufolge die seit Monaten schwebende und wegen des für Ausländsanleihen ungünstigen New- yorker Emissionsmarktes zurückgestellte Anleihe nun­mehr abgeschlossen worden ist. Es handelt sich um einen Anleihebetrag von 12 Millionen Dollar, welche mit 6>2 Proz. statt ursprünglich vorgesehenen 6 Proz. zu verzinsen ist. Die Laufzeit ist bis 1953 vorgesehen, lieber sonstige Einzelheiten und Formalitäten der An­leihe war noch nichts zu erfahren.

— Neuer Roggeneinsuhrzoll in Polen (Eig. Funkm.) Wie das Warschauer Pilsudski-Blatt Gloß Prawdy er­fährt, soll am Dienstag eine Verordnung der polnischen Regierung erscheinen, wonach für den Meterzent­ner Roggen ein Einfuhrzoll in Höhe von 11 Zloty erhoben werden soll. Ein diesbezüglicher Beschluß soll vom wirtschaftlichen Ausschuß des Minister- rares in seiner Sitzung vom 28. d. M. geschaffen worden sein.

— Zusammenschluß badischer Paramenlengeschäske. Die nachbezeichneten badischen Paramentengeschäste haben sich zu freundschaftlichem Zusammenarbeiten vereinigt: Rudolf Dischler-Freiburg, Geschwister Ruh, Inh. A. Him­melsbach-Biberach (Bad.), Cäcilie Krämer-Endingen (Ba­

den), Paramentenabteilung des Benediktinerinnenklosters Habstal (Hohenzollern); Paramentenabteilung des Bene- diktinerinnenklosters Ofterdingen bei Stühlingen, Para­mentenabteilung der hl. Kreuzschwestern von Hegne.

----- Opposition beim Norddeutschen Lloyd. Wir der Fwd. erfährt, macht sich durch den Ausfall eines Be­zugsrechtes anläßlich der gemeldeten Kapitalserhöhuno eine Opposition geltend, die von Frankfurt a. 91t ausgehend, auch Akrionärgruppen des Berliner uni Hamburger Platzes einschließen soll. Verhandiunge» übet Zusammenschluß dieser Oppositionsgruppen zu einei gemeinsamen Front sind im Gange.

— Kapitalserhöhung im Salzdetsnrlh konzern. Wii Wtb-Handelsdienst erfährt, fand am Samstag cini Sitzung des Gemeinfchaftsrates und der Direktionen bei im Salzdetfurth-Konzern vereinigten Kaliwerke statt, ir welcher beschlossen wurde, den auf den 15. November ein- zuberufenden Aufsichtsrüten von Sazdetsurrh-Aschersle- den und Westeregeln eine Erhöhung ihres Aktienkapital- zum Zwecke des Ausbaues der Werke, insbesondere auf dem chemischen Gebiet, oorzuschlagen, und zwar bei Salz­detfurth eine Erhöhung auf 28 Millioner Reichsmark und bei den anderen Gesellschaften aul je 22 Millionen Reichsmark. Die Aktien sollen nack dem Vorschläge des Gemeinschaftsrates und der Direktio nen mit Dividendenberechtiguog vom 1. Januar 1929 al ausgestattet werden. Die endgültige Beschlußfassung Übei die Kapitalerhöhung sowie die Festsetzung der Bedingung gen dafür bleibt naturgemäß der Entscheidung der Auf> sichtsräte Vorbehalten.

— Neue Normen für Feingehalt, Karat, perlen uni Rubinen. Auf dem 2. Internationalen Iuwelierkongres in Paris, auf welchem auch die deutsche Schmuckwaren inbuftrie vertreten war, sind verschiedene wichtige Be schlüsse gefaßt worden: Bezüglich der Goldfeinge'halte i» Goldgegenständen sollen die 18 farätigen Legierungei als 750/1000 und die 14 tarätige als 585/1000 bezeichne werden, und zwar gelten diese beiden Feinheitsgrade füi sämtliche Länder als maßgeblich, sodaß z. B. Englanl feine 15 farätigen auf 14 farätige zurückführen soll, eben so Schweden mit seinen höheren Gestalten. Ein befon derer Ausschuß wird die Frage der Feinheit des Double- international prüfen. Für Silber gelten in Zukunft all Standards die Feinheiten 925/1000 (Sterlingssilber) uni 835/1000, für Uhrdecken vorläufig noch 800/1000. Da- englische Wort „Plate" wird in phonetisch-gleichlautende, Art (also auf Deutsch „Pleet") für versilberte Gegen stände angenommen. Hinsichtlich des Platins, bei den infolge mangelnder Gesetzgebung der Täuschung bei Publikums am meisten Tür und Tor geöffnet ist, eben so für Iridium soll in Zukunft in Juwelen und Uhre« mindestens 950/1000 als Norm gelten, und die Gegen stände mit einem „P" u. a. mit der Gehaltsangabe ge kennzeichnet werden. Japanperlen und selbstverstänb (ich auch künstlerische Perlen sollen ebenfalls streng al, solche angegeben werden, um Mißverständnisse auszw schließen. Für die Untersuchung wird ein gemeinsame, Laboratorium geschaffen. Echte Rubine sollen nur solch, aus Birma fein. Das Büro in Voorschoten dient ast internationale Informationsstelle.

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