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Der Präsident der Dichterakademie
Der fjerftules wackelt.
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Der Diktator von Griechenland eröffnet fein Parlament
Ministerpräsident Benizelos hält die Eröffnungsrede.
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die Wegführung ganz
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für Ihre Arbeit mich ri.'bHc 's
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(Fortsetzung folgt.}
gewiß nicht gegen dos Völker, die einfache Tatsache sehr psin<
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Loden-Mäntel.....
Gummi-Mäntel.....
Loden-Joppen, gefüttert .
Wind-Jacken......
Sport-Hosen......
Menschen sehr ähnelt, die eine Hälfte mit einer Kost ernährt, wie sie die Sikhs und Pataner zu sich nehmen, während die andere Hälfte des Wurfes iie normale indische Durchschnittsnahrung erhielt. Bei den vielfach wiederholten Versuchen wurde immer das gleiche Ergebnis beobachtet, nämlich, daß die Sikhs- und Pataner- Gruppe eine bemerkenswerte Größe erlangte, während die mit gewöhnlicher indischer Kost gefütterten Ratten ungleich kleiner blieben.
Das Riesendenkmal des Herkules.
in. Wilhelmshöhe bei Kassel droht infolge Altersschwäche einzustürzen. Seit 1714 bildet das Oktogon von Wilhelmshöhe, zu dem 814 Stufen hinaufführen, eine berühmte SehenswüMgkeit des Schlosses. Auf dem höchsten Punkt der Anlage steht die 30 Meter hohe Spitzfäule mit der 10 Meter hohen Herkules-Figur. In der Keule des riesenhaften Herkules haben acht Personen Platz. Man hofft durch eine durchgreifende Wiederherstellung das interessante Denkmal zu retten.
„Nein, sie haben uns alle noch Deutschland abgeführt, zuerst in ein Gefangenenlager, dann kam ich nach Herne in Westfalen und arbeitete drei Jahre im Kohlenbergwerk."
Ich war geradezu bestürzt über diese Antwort und schämte mich. Als wir damals, im April 1915, in das Dörfchen Schumsk einrückten, sanden wir in der ausgeräumten Gastwirtschaft ein Dutzend oder mehr sunge Burschen vor, die unter militärischer Bewachung standen. Die Truppen, die vor uns hier gewesen waren, hatten sie aus ihren elterlichen Höfen ausgehoben und unter Bewachung gestellt, damit sie nicht zu den Russen überlaufen sollten. Sie standen ja alle im militärpflichtigen Alter. Dieses, dos Atter, war ihr einzige« Verbrechen. Die Behandlung der jungen Leute von feiten des Landsturmkommandos war gut. Sie mußten täglich am Ausbau des Weges nach Mariampol arbeiten, wurden aus der Feldküche verpflegt und spielten in ihrer reichlichen Freizeit unaufhörlich Karten. Ihre „Gefan- genschast" schienen sie nicht schwer zu empfinden; denn sie waren stets lustig und guter Dinge. Auch wurden sie öfters nach Haufe beurlaubt, um bei der Feldarbeit zu helfen. Ich glaubte nicht anders, als daß man ste hefmschicken werde, sobald die russische Front nicht mehr so nahe lag. Die Abführung der jungen Leute nach Deutschland schien mir ganz ausgeschlossen.
Ich hätte jetzt so gern ein bißchen auf die deutschen Militärbehörden geschimpft, aber dos durfte ich nicht. Ich hätte auch gern die Handlungsweise der Miliitär- behörde mit dem in Deutschland herrschenden Mangel an Arbeitskräften entschuldigt, aber auch do» konnte ich nicht; denn im Frühjahr 1915 war dieser Mangel noch nicht so groß. Die Militärbehörde hat wohl nur unter dem Gesichtspunkt gehandelt, daß diese jungen Leute unter Umständen noch als russisch« Soldaten gegen uns kämpfen könnten, falls unsere Front vielleicht zu- lückgedrängt würde. Bon diesem Standpunkte aus war
Walter v. Molo.
wurde als Nachfolger des zurückgetretenen Wilhelm v. Scholz zum Präsidenten der preußischen Dichterakademie gewählt. Er ist 1880 in Sternberg in Mähren geboren, war als Ingenieur von 1904 bis 1915 im österreichischen Staatsdienste und lebt seither in Berlin, lieber seine dichterischen Leistungen gehen die Meinungen auseinander- lieber seinen neuen Luther-Roman hat sich hier unser Wochenplauderer sehr interessant geäußert«
Volkes entsprungen. Er kam als ein leuchtender Stern an dem bewölkten Himmel des norwegische» Volkes auf, ein Stern, der plötzlich erlosch. Hoch oben im Norden fand er sein Grab; sein Name aber wird von dort leuchten." Frithjof Nansen war sichtlich bewegt, und die Rede, die einen außer, ordentlich starken Eindruck machte, erntete langanhaltenden Beifall.
Zum Schluß wurde das letzte Bild gezeigt, das von Amundsen aufgenommen worden ist und das den Forscher unmittelbar vor dem Start in Trom- soe, auf der „Latham" stehend, darstellt.
Gedächtnisfeier für gnmndsen.
Die norwegische Geographische Gesellschaft in Oslo hielt am Mittwoch abend in der bis zum letzten Platz gefüllten Aula der Universität eine dem Gedächtnis Amundsens gewidmete Sitzung ab. Unter den Erschienenen bemerkte man Mitglieder der Regierung, ferner Miß Byrd, die Flieger Riiser Larsen, Lützow Holm, Lambrechffen und Otto Sverdrup, die Verwandten Amundsen und viele andere hervorragende Persönlichkeiten. Der Präsident der Geographischen Gesellschaft, Dr. Skat- tum, hielt einen Vortrag über die vielen Entdeckungen Amttndsens, angefangen von der Fahrt der „Gjoa" bis zur Fahrt mit dem Luftschiff über dem Polarbassin. Nach dem Vortrag wurden Lichtbilder mit Amundsens Porträt gezeigt, wobei sich die Versammelten von den Plätzen erholen eine Minute ehrnd schweigstt??rb?.rrt»n.
Darauf bestieg Professor Frithjof Nansen die Rednertribüne und führte u. a. aus: „Für alte Zeiten wird Roald Amundsen als besondreer Typ in der Geschichte der Forschung dastehen, als Typ i geraden Weges, aus dem Herzen des norwegischen ।
Das neugewählte griechische Parlament wurde feierlich eröffnet. Der Dittator - Ministerpräsident _ während seiner Ansprache ein Seidenbarett, das vor einigen Jahren für den Chef der Regierung eingesühtt wurde.
euer armes, kleines Vaterland, das einst groß und mächtig war. Wir im Westen haben ja alle den gleichen Schmerz durchgekostet, wie ihr Ich weiß es und will es der Welt sagen, daß ihr verleumdet werdet in den Zeitungen als ein unruhiges, unzufriedenes Volk. Euch schiebt man alle Missetaten zu, die irgendwo an euern Grenzen geschehen. Immer sollt ihr die Sündenböcke gewesen sein, wenn da zwischen Wischeinen und Wilna oder sonstwo ein Gewehr losgegangen ist.. Es ist genau so, als wenn man ein Hündchen verdächtigt, es habe einen Löwen umbringen wollen. Ich wünsche von Herzen, daß euer Land selbständig bleibe und daß seine Bewohner glücklich werden in der endlich wiedererlangten Freiheit!--
Am Abend, als Ona gerade die bekannte (und von mir nun schon heimlich gefürchtete) Fleischplatte auf den Tisch gestellt hatte und hinausgegangen war, kam sie wieder zurück und sagte: „Der Schaltischius ist da. Soll ich ihn hereinführen?"
Kasimir ging hinaus und kehrte gleich darauf mit dem Angemeldeten zurück. Es war ein mittelgroßer jüngerer Mann im Gummimantel und hohen Juchten- stiefeln. Kasimir hatte mir schon erzählt, daß er Deutsch verstehe. Ich ging ihm entgegen, gab ihm die Hand und fragte: „Sie verstehen Deutsch?" Dabei war es mir, als hätte ich dieses Gesicht schon irgendwo gesehen.
Er antwortete etwas zögernd: „Ich verstehe ganz gut Deutsch, nur kann ich es nicht gut sprechen. Ich war drei Jahre als ZioUgefangener in Deutschland "
Als Zivil gefangener? Diese Antwort war mir mehr als peinlich. Hätte er Kriegsgefangener gesagt, dann hätte ich gelacht. Und da tauchte in mir ein p.ötz- tiches Erkennen auf.
„Gehörten Sie etwa zu den jungen Leuten, die damals in Schumsk in der früheren Gastwirtschaft interniert waren und Wege bauen mußten?"
„Ja, da war ich dabei."
„Aber wie ist,es möglich, daß Sie nach Deutschland als Zioilgefangener abgeführt wurden? Haben Sie irgend etwas gegen das deutsche Militär unternommen? Ich habe immer geglaubt, man hätte euch wieder heim- geschickt, als wir weiter nach vorn zogen und die Russen auf Kowno zurückgedrängt waren."
an unserem Vaterland begangenen Raub vergessen? O die Menschen, in den großen Ländern haben leicht reden! Ist es nicht eine andere Sache, wenn man einem kleinen Bauern, der nur 10 Morgen Land besitzt, einen Morgen wegmmmt, oder ebensoviel einem großen Gutsbesitzer, der tausend Morgen fein eigen nennt? Der eine fühlt den Verlust nicht einmal, der andere aber muß an diesem Verluste sterben.
Sehen Sie, so ist es um die Gerechtigkeit in der Politik bestellt. Ob Litauen lebt oder zu Grunde geht, das kümmert die großen Länder nicht. Vielleicht denken unsere Feinde sogar, daß es für Litauen besser wäre, wenn sich seine Bewohner in die Flüsse stürzten oder sich an den Bäumen ihrer Wälder aufhingen, denn we l ein Land, ein Volk nur klein ist, darum — so meinen sie — verdient es nicht zu leben . . __
2er aufgeregte junge Mann schwieg, und Tränen standen ihm in den Augen. Ich reid>te ihm die Hand über den Tisch und sagte tröstend: „Lassen Sie es gut sein Der alte Gott lebt noch. Litauen wird röcht untergeben. Oder seid ihr unter den Russen zugrunde gegangen? Stark seid ihr geworden durch diese Prü- fungen, wenn auch arm Und wo sind sie hingekommen, die Großen, die euch in den letzten 50 Jahren so schwer bedrückten? — Ich verstehe Ihren Schmerz vollkommen. Auch wir in Deutschland beklagen den Verlust vieler braver Brüder, die von uns abgetrennt wurden und nun von Fremden bedrückt werden. Da sind es Schlesier, dort Rheinländer, drüben Tiroler. — Warum ist das io? Warum? — Weil die Ehrlichkeit und Gerechtigkeit ganz aus der Politik der Völker geschwunden ist *
Kasimir saß ganz still da. Dor noch nicht langer Zeit, als recht trübe Wolken über dem polittschen Himmel Litauens hingen, hatte er mich brieflich gebeten: „Schreiben Sie in Ihren Zeitungen von der Not der Litauer in den uns weggenommenen Gebieten. Schreiben Sie, wie unsere litauischen Brüder, die Priester, die Lehrer, das Volk unterdrückt werden von den Polen, wie sie ausgewtefen werden, wie sie in den Gefängnissen schmachten, nur weil sie Litauer sind und es bleiben wollen."
Ja, ich will eure Bitte erfüllen, ihr lieben, prächtt- gen jungen Leute, die ihr so heiß eu.er Vaterland liebt.
in de M.-Gladbacher und Dürener Textilindustrie aufgrund der für verbindlich erklärten Schiedssprüche wird voraussichtlich am Montag erfolgen, lieber den genauen Zeitpunkt und über noch zu treffende Einzelbestimmungen wird noch verhandelt. Da hiermit der Arbeitsfriede in der Textilindustrie wiederhergestellt ist, werden die von den Arbeitgeberverbänden beschlossenen Gesamtkündigungen der Textilarbeiter von Rheinland und Westfalen nicht durchgeführt. Die am 27. Oktober ausgesprochenen Kündigungen werden in den nächsten Tagen zurückgenommen werden.
— Der Hasenstreik in Marseille. Der Minister für öffentliche Arbeiten, Tardieu, hat Mittwoch vormittag mit einer Abordnung der Marseiller Reeder verhandelt und empfing nachmittags die Vertreter der streikenden Seeleute. Der Sekretär der Marseiller Seemannsgewerkschaft, der mit dem Minister eine Unterredung hatte, ist nach Marseille zurückgekehrt und hat angekündigt, daß die Möglichkeit für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Arbeitgebern bestehe. Mittwoch vormittag haben zwei weitere mit Mattosen der Staats- marine bemannte Schiffe den Hafen von Marseille verlassen. Gegen diese Verwendung der Staatsmarine hat die Seemannsgewerkschast Protest erhoben und durch Maueranschläge betanntgegeben, daß auf diese Weise zum Generalstreik getrieben werde. — Der Generalrat von Marseille hat auf kommunistischen Antrag für die streikenden Seeleute eine Unterstützung von einer Million Franken bewilligt.
Sei Uriegzstemden in Litauen.
Ein Reisebericht von Fr Donatus Pfannmüller. 13, ---------
Der junge Lehrer spie vor Verachtung in die Stube und fuhr fort: „Ich hatte mir etwas ganz anderes unter dem Völkerbund oorgestellt. Ich dachte, er fei eine Bereinigung von Männern aus den verschiedenen Nationen, die nach den Grckndsätzen von Recht und Gerechtigkeit entscheiden würden. Aber nein, cs ist ganz so, wie überall. Die Großen halten zusammen und treten die Kleinen nieder. Als ob wir keine Daseinsberechtigung hätten! Zuerst haben uns die Russen niedergedrückt und gequält, bann, als die langersehnte Freiheit winkte, und Unser Volk hoffen durste, wieder ungestört seine Sprache reden ,sich endlich die ersehnte Bildung und Kultur an- eignen zu können, da tarnen die Polen, beraubten und unb gossen uns Gift in den Becher der Freude und ^effnung. Wie steht es mit unserer Zukunft? Wenn J1® der Völkerbund nicht schützte, als wir zum erften» beraubt wurden, wird er uns schützen, wenn der e unter ganzes Land an sich reißt und uns zu Skla- ^"acht, wie wir die Sklaven Rußlands waren?
haben vielleicht in ihren Zeitungen gelesen, daß lind 200 000 Einwohnern Wilnas die Hälfte Juden Müc oL 6a6 DOn den übrigen 100 000 auch nur di« wi uns k-er Vielleicht wissen Sie auch, daß in 1 „hnen ®i(na abgenommenen Gebiet viele Polen kerbten **“6 dort die Landbewohner in einem sehr Sckü'b o^^"si°"^ leben. Aber das ist doch n.cht Dolen/ $^auens, sondern die Schuld Rußlands und Äs hier s* rour6‘en die Litauer noch mehr bebrjrfi, wurden die Litauer nach und nach zu SIS** M «- 16" w* „-a h, wir sie verloren hätten, wenn wir
leb/ hätten Unhs unter j3er Herrschaft Rußlands ge- in n" bann: Wenn es in Wilna viele Polen lauer zieh-n t,rof,en ~eiI ^gezogene: die Li- sind $ "«ch den Städten, weil sie Bauern rahnMHetenU.ns im Ausland vor, daß wir unver- wie!e Hand unseren Feinden, den Polen, nicht
unsere Hand zum Frieden bieten. Wie? Wir sollen den
von den Hochschulen.
— Huf eines Frankfurter Professors nach Amerika. Der Ordinarius für germanische Philologie an der Uni- versität Frankfurt a. M. Dr. Hans Neumann ist für das kommende Semester an die M a d i f o n-Univer- fität nach Amerika berufen worden. Seine Stellvertretung hat der Privatdozent an der Universität Berlin Dr. Gottfried Weber übernommen.
= von der Universität Tübingen. Nach einer Sta- ttstik der deutschen Universitäten für das Sommerhalbjahr 1928 steht die Universität T ü b i n g e n mit 3411 Immatrikulierten Studierenden unter den 23 Universitäten an 11. Stelle. Die evangelisch-theologische Fakultät in Tübingen steht mit 666 weitaus an der Spitze der 20 Fakultäten an den deutschen Universitäten Die medizinische Fakultät nimmt mit 609 den 10. Platz ein, die rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit 904 den 14. Platz, die philosophische und naturwissenschaftliche Fakultät mit 1134 den 16. Platz ein. Nach der Zahl der immatrikulierten Frauen kommt Tübingen mit 333 an 16. Stelle.
— Todesfall an der Berliner Handelshochschule. Der Ordinarius des bürgerlichen und Handesrechies an der Berliner Handelshochschule, Professor Dr. Paul Elsbach e r, ist im 61. Lebensjahre Dienstag nacht verstorben. Er gehörte der Berliner Hochschule seit deren Gründung im Jahre 1906 an und hat an ihrem Ausstieg den wichtigsten und tätigsten Anteil genommen.
Dom Rundfunk.
— Die beliebteste Zeil für Hundsunkdarbietungen. Nach einer englischen Statistik ist der Rundfunkempfang allgemein in den Abendstunden von 6—11 Uhr am stärksten. Der Höhepunkt wird zwischen 8 und 10 Uhr abends erreicht. Die Abnahme nach 10 Uhr ist in den Großstädten gering, in den ländlichen Bezirken auffallend stark. Besonders stark wird der Rundfunk in ländlichen Bezirken von 12—1 Uhr mittags gehört. Außerdem ist festgestellt, daß die Beteiligung des weiblichen Geschlechts am Rundfunkempfang größer als die des männlichen ist und daß die Frauen hauptsächlich in den Vormittags- und Nachmittagsstunden hören. Diese Feststellungen dürsten auch für Deutschland zutreffen.
recht. Mir aber lich
„Wurden Sie
zahlt?" fragte ich
samten ünd des Deuychnationalen Handlungsgehil- ??nverbandes statt. Herr Meißner-Berlin referierte über ^Gegenwartsfragen der Behörden- Angestellten" und stellte dabei besonders die Mängel des Dienstrechtes der Angestellten bei den Behörden hcraU5. Der Vorsitzende der Krankenkasse des Gesamt- pj-rbanbes deutscher Angestelltengewerkschaften, Bruno Plintz-Hamburg, hielt einen instruktiven Vortrag über len „Wert der Berufskrankenkasse". Anschließend sprach Kreisgeschäftsführer Klaue vom Deutsch- nationalen Handlungsgehilfenverband über die „G e - ■ meinschastsarbeit im Gesamtverband deutscher Angestelltengewerkschaften und betonte, daß es dank dieser gegenseitigen Unterstützung der Berufsverbände gelungen sei, auch im hie- Bezirk recht erfreuliche Fortschrttte zu machen. Der „ rksvorsitzende des Reichsoerbandes, Herr Süßer- Alzey, dankte den Erschienenen für ihre Teilnahme an der arbeitsreichen Tagung und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es auch den Büroangestellten durch intensive berufspolitische Arbeit gelingen möge, das für sie angewandte Dienfttecht zu verbessern. Damit fand die Tagung gegen 5% Uhr achrnittags ihr Ende.
ein Hochgenuß für jeden Kenner Per Pfund 4.00, 4.40, stets frisch geröstet
Wilh. Hoefling jun
Edce Marktstraße — Buttermarkt 1 Fernruf Nr. 623
MrLschakMche Kampfbewegungen.
a' = Zum Arbeilszeikstreit in der Lausitzer Textil- - tnbuftrie. Zum Arbeitszeitstteit in der Lausitzer Textilindustrie wird mitgeteilt, daß die heutigen Nachverhand- Vungen vor dem Reichsarbeitsministerium über den An- «M der Arbeitgeber auf Vrbindlichkeitsrklärung des am 27. September 1928 gefällten Schiedsspruches gescheitert sind. Seitens der Arbeitgeber wurde der Antrag auf DcrbiMichkeitserklärung aufrecht erhalten.
— Proteststreik der Angestellten in der oberschlefl. schen Schwerindustrie. Die Arbeitsgemeinschaft der An- gestelltenverbände hat infolge der Ablehnung des Schieds- spruchs für die oberschlesische Metallindustrie beschlossen, am 30. und 31. Oktober einen Proteststreik der Angestellten auszurufen.
= Die Wiederaufnahme der Arbeit in der westdeul- schen Textilindustrie. Dio Wiederaufnahme der Arbeit
Wilhelm Heß
am Steinweg.
Wissenschaft und Forschung.
— Sonnenflecke und chronische Krankheiten. Französische Aerzte glauben beobachtet zu haben, daß die chronischen Krankheiten schärfer hervortreten, wenn die Son- nenftecke zunehmen. Infolgedessen hat der „Klimatologische und hygienische Aerzte-Perein des Mittelmeer- Ufers" in Nizza an die Aerzte eine Rundfrage gerichtet, um die einschlägigen Feststellungen und Erfahrungen zu sammeln.
— Den Einfluß der Nahrung auf die Ausbildung der Hasfenmerkmale haben Forschungen japanischer Gekehr- ter in Tokio erwiesen. Um die Frage zu klären, ob die geringe Körpergröße der Japaner mit der Reisernährung in ursächlichem Zusammenhang stände, wurden der regelmäßigen üblichen Mittagskost einer Gruppe von Schulkindern jeweils einige weitere Nahrungsmittel hinzugefügt, wie sie sonst zur Kost höher gewachsener Rassen gehören. Als überraschendes Ergebnis dieser durch mehrere Jahre fortgesetzten Versuche zeigte sich, daß die mit ergänzter Kost ernährten Schulkinder mehrere Zenttmeter größer waren und einige Pfund mehr wogen als ihre gleichaltrigen, nur mit normaler, landesüblicher Kost er- nährten Genossen. Zu ähnlichen Ergebnissen gelangte ein indischer Militärarzt, als er die Ursache der verschiedenen Körpergrößen einzelner indischer Stämme untersuchte. Er fand z. B. die Sikhs und Pataner viel größer als die übrigen Inder, deren Kost sich beträchtlich von der der Sikhs usw. unterscheidet. Diese aßen näm- lich dicke Milch, Käse, Blattgemüse usw., die in der gewöhnlichen indischen Nahrung fehlen. Um nun festzustellen, ob die Ernährungsweise in der Tat für die Verschiedenheit der Körpergestast verantwortlich sei, wurde von einem Wurf Ratten, deren Stoffwechsel ja dem des
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