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«!e bett fesselnden Jusführungen des Redners. In die­ser schönen Weihestunde stand das Leiden des Herrn den tiefgeriihrten Teilnehmern an der Versammlung lebhaft vor Augen. Am Schlüsse lohnte reicher Beifall den Vortragenden. Möge Herr Weißmüller mit seiner par­kenden Worten noch viele für das Leiden Christi be­geistern.

— Bad Salzschlirf. Am 24. September ist es den Eheleuten Leopold und Karoline Odenwald, Kaiser- straße 176, vergönnt, das goldene Ehejubiläum zu begehen Das Jubelpaar ist trotz des Allers (74 und 75 Jahre) noch sehr rüstig. Ihnen wurde ein Glück­wunschschreiben des Reichsprästdenten, der Staatsregis- rung, der Kreis- und Gemeindeverwaltung nebst einer Ehrengabe der Staatsregierung überreicht.' Möge ihnen mit Gottes Gnade weiterhin ein friedlicher glücklicher Lebensabend beschieden sein.

— Leibolz. Am Sonntag feierte Herr Lehrer Ehrlich sein 25jähriges Jubiläum als Leiter der hiesigen Schule, Zu Ehren des Jubilars fand am Vormittag in der Kapelle ein feierliches Dankamt start. Am Nachmittag versammelte sich die Gemeinde zu einer weltlichen Feier im Saale des Gastwirts Schön, an der u. a. auch Herr Schulrat Wendling, Herr Dechant Gnau, Herr Pfarrer Ellenbrand, der Berirkslehrerverein Eiter- fekd, sowie viele Lehrer aus der Nachbarschaft mit ihren Angehörigen teilnahmen. Büroermeister Höfer über­brachte die Glückwünsche der Gemeinde und überreichte dem Jubilar einen schönen Sessel. Herr Schulrat Wendling gedachte in längerer Festrede der ver­dienstvollen und opferfreudigen 25jährigen Tätigkeit des Jubilars in der Gemeinde, deren erster Lehrer er seit Gründung der Schule im Jahre 1903 ist. Herr Dechant Gnau- Oberufhausen überbrachte die Glückwünsche des Hochw. Herrn Bischofs und betonte, daß es ibm zu hoher Ehre gereiche, als Dechant des Dekanates Eiterfeld an der Feier teilzunehmen. Im Namen des Kreislehrer- rats und des Bezirkslehrervereins Eiterfeld gratulierte Herr Hauptlehrer Röhrig. Seitens der Kollegen wurde dem Jubilar eine Standuhr als Geschenk übergeben, mit dem Wunsche, daß sie ihm noch manche frohe "und glück­liche Stunde schlagen möge. Bei Konzertstücken und Gesangsvorträgen sowie einem kleinen Theaterspiel der Schuljugend flohen die schönen Stunden rasch dahin.

— Hersseld. Am Sonntag besichtigten die Mitgkie- der der Psarrgemeinde die neuen Anlagen des kathol. Schwssternheims. das auch für Exer- zitienkurse bereitaestellt werden 'oll. Der Spaziergang zur Hamburger Hütte ist in den nächsten Wochen. — Der Theaterring HersfeD bringt am 7. November Mozarts Zauberilöte, am 18. November in der neuen Turnhalle den Schubertabend für Chor und Orchester mit der unvollendeten Snmphonie — Bei der Ein­führung einer Diakonissin in der Schwesternst:ft:on im altehrwürdigen Hospital sprach Bürgermeister Wag­ner über die Geschichte des Hospitals in der tatst Zeit. Das Vermögen ist entwertet, die Ländereien bringen wenig ein. Von den geladenen Gästen der städtstchen Körperschaften waren die Stadträte Schußler, Gerlach sowie Pfarrer Hilden und Direktor Löwer anwesend und die Vertreter der Presse. — Die neuen Radioanlagen im Landeskrankenhaus werden von den Patienten viel benutzt. — Der Verkehr in der Lullus woche war sehr gut. Bei solchen Gelegenheiten ist selbst der große Marktplatz der Stadt zu klein. In den Geschälten waren wieder eine Reihe Taschendiebe tätig trotz der vielen Aufpasser, die angestellt waren. (n.)

— Großauheim. Am vergangenen Sonntag feierte der hiesige Kath. Arbeiterverein sein 20. Stif­tungsfest. Am Morgen fanden sich fast alle Mitglieder am Tische des Herrn ein. Ein würdiger Beginn des Tages. Der Nachmittag sah viele in der Versammlung der Christlichen Gewerkschaft den herrlichen Ausführun­gen G. Wiebers lauschen. Und der Abend! Der große Sternsaal konnte nicht alle die Menschen fassen, die

AM____I__i beseitigt üblen Mundgeruch u.

wfilOrOtiOlll häßlich gefärbten Zahnbelag

gekommen waren, um dem Verein ihre Glückwünsche zu übermitteln. Den Rahmen für die erlesenen Darbietun- aen bildeten die von der Kapelle Hoffmann gespielten ^Etsen. H. Gadhof sprach als Prolog das vom Arbeiter- dichter Wieprecht verfaßte Gedicht „Schöpfergeist". In der Begrüßungsansprache gedachte der Präses, Pfarrer D u n k el, auch der im Weltkrieg gefallenen Mitglieder, deren Namen mit schlichtem Herbstgrün geschmückt waren. Dann betrat Schriftleiter G. W. Wieder die Bühne und zeichnete das Bild eines idealen Arbeiters als Per­son, in Familie und Verein. Alles lauschte gespannt den geistvollen Darlegungen des Arbeiterführers aus dem rheinischen Jndustriebezirk. Herzlicher Beifall lohnte den sachkundigen Redner, dem der 1. Vorsitzende Peterseim als Andenken ein kleines Erzeugnis heimischer Silber­industrie überreichte. Als Fortführung der Gedanken über die Arbeit und ihren Segen, über der Arbeiter Standwertung und Gleichberechtigung folgte das Theater­stück: Meister Beckmann. Alles stand im Banne der Idee und ihrer Durchführung durch die jugendlichen Dar­steller, die an manchen Stellen wahre Höhepunkte schufen. Dank und Anerkennung sei ihnen allen in gleicher Weise gezollt, vor allem dem Spielleiter Jos. Grammig, der den Meister Beckmann vorbildlich verkörperte. Auch der fol­gende Schwank stand im Dienste des Gedankens der Ar­beit. Arbeit schändet nicht! Nur leichtsinnige und ober­flächliche Menschen setzen einen schicken und schneidigen Hohlkopf über einen arbeitsamen Menschen, der einer zeitgemäßen Aufmachung nicht zu entbehren braucht. Reicher Beifall lohnte Spieler und Spielerinnen. Ihr größter Lohn aber möge ihnen sein das Bewußtsein, für katholische Art und Lebenshaltung Kraft und Zeit ge­opfert zu haben. Die kacholische Gemeinde Großauheim freut sich ihres Arbeitervereins und wünscht ihm ein ferners Blühen, Wachsen und Gedeihen.

— staffel. Das Oberlandesgericht Kassel verurteilte in erster und letzter Instanz den 35 Jahre allen Bau- techniker Philipp Keßler aus Wiesbaden wegen Lan­desverrats und Verrats militärischer Geheimnisse zu einer Zuchthausstrafe von 3 Jahren und 5 Jahren Ehrverlust. Keßler stand mit dem französischen Nach­richtenbüro in Verbindung und hatte ihm eine Anzahl Dokumente gegen Bezahlung überwiesen.

Aus -em Johgrund.

=> Oberndorf. Seit einigen Wochen zierteinneues Standbild unser Gotteshaus, eine Statue des heiligen Franziskus. Der Opfersinn der ganzen Drittordensgemeinde und vor allem zweier Wohlläter, die eine größere Gabe spendeten, hat es ermöglicht, eine so kunst- und stilgerechte Statue anzuschaffen Sie ist aus der Kunstwerkstätte der Gebrüder Fleck in Fulda. Die Figur, aus Holz geschnitzt, 1,40 Meter groß, stellt den Heiligen dar. in der einen Hand den Totenkopf, in der anderen Hand das Kreuz haltend. Die Idee ist: Mein Leben ist Christus und darum Sterben mein Gewinn. Das Werk lobt den Meister. Der Bezirksdirektor des dritten Ordens, Herr Pater Basilius von Salmünster, hat die Statue in feierlichem Festgottesdienst unter Teil­nahme der ganzen Gemeinde eingeweiht.

klus Nied erhellen.

Dolksverelnssonnlag in Fritzlar.

Aus Fritzlar wird uns geschrieben:

Oktoberwetter draußen. Langsam fallen die Blätter von den Bäumen. Eine Zeit zum Nachdenken, zur Selbstbesinnung. So begeht das katholische Fritzlar auch in diqsem Jahre seinen Volksvereinssonntag am 21. Ok­tober. Schon in den Vormittagsgottesdiensten ertönt von der Kanzel im gefüllten Dome Rektors B e ck e r s, des Landessekretärs des Volksvereins, aufrüttelnde Stimme, zeigt die Nöte unserer Zeit und mahnt zur Besinnung auf Menschenwürde. Wie ein Weckruf hallt es durch des stolzen Domes weite Hallen.

Sonntag abend ist es. Scharen der katholischen Bür­gerschaft strömen zur Kaiserpfalz, zum Volksvereins.

abend. Er hat ja in Fritzlar noch einen guten Klang. Bald ist kein Platz mehr zu haben, noch lange vor Be­ginn. Man begnügt sich mit Stehplätzen. Und doch kann der Saal nicht alle fassen, die voll Begeisterung für den Volksverein und sein Wirken gekommen waren.

Gegen 8% Uhr beginn die Veranstaltung. Stim­mungsvolle Klänge eines eigens zu diesem Zwecke ge­bildeten Orchesters geben den würdigen Rahmen ab für den Volksvereinsabend. Der Ortsgeschäftsführer des Volksvereins, Kaplan Heim, begrüßte in herzlichen Wor- ten die in so überaus zahlreicher Weise erschienenen Ka­tholiken. Er wirbt für den Volksverein, für die Mit­arbeit. Mitglieder des Volksvereins, werbt neue Mit­glieder, werdet Freunde des Volksvereins. Die Gesangs- nbteilung des kath. Gesellenvereins unter Leitung von Herrn Al. Klöckner bringt einen gediegenen Chor gut abgetönt zum Vortrag. So ist der Boden bereitet für den Hauptpunkt des Abends. Da ragt auch schon Rektor Beckers, des Landessekretärs markante Gestalt über die Reihen und in feiner bekannten, meisterhaften Weise zieht er alle in feinen Bann. Es war wie ein Wehen katho­lischen Geistes durch den weiten Saal. Von Frankfurt, der Handelsmetropole, der Weltstadt, ist er in das ver­träumte mittelalterliche Städtchen Fritzlar gekommen, um auch hier dem katholischen Volke die Geschehnisse der Zeit vor Augen zu führen. Er führt hinein in das Wirt­schaftsleben der heutigen Zeit mit seinem Hasten, seinem Stoßen, seinem Gewinnen und zeigt den Menschen, Got- tes Ebenbild und der Schöpfung Krone. Im Zeitaller des Materialismus ist der Mensch fast aller Menschen- würde entgleitet, das Zeichen des Geistes scheint verweht er ist hinab gesunken zum Sklaven der Wirtschaft, zum Mammonsknecht. Dies aber nicht nur etwa in Kreisen des Neuheidentums, nein, auch vielfach in christlichen Krei­sen, selbst bei Katholiken. Wir stehen vor einem Ab­grund! Der Weg führt entweder ins Chaos des Bol­schewismus oder in die Knechtschaft des Kapitalismus. Deshalb Selbstbesinnung und Umkehr in allerletzter Stunde, wenn der Katholizismus in Deutschland nicht von den beiden gegnerischen Lagern zermalmt werden'

will. Drum ein Weckruf an Alle. Werdet ganze Chri- sten, ganze Katholiken! Auch im öffentlichen und Wirt­schaftsleben muh das göttliche Sittengesetz, müssen ka­tholische Grundsätze angewandt werden. Das ganze Wirt­schaftsleben muß durchdrungen werden von katholischem Geiste, im Mitmenschen müssen wir wieder den Bruder sehen, nicht den Rivalen, katholische Hilfsbereitschaft muß einsetzen, gegenseitiges Verstehen, gegenseitiges Unter­stützen. Sonnenschein, der Apostel Berlins, er muß uns Vorbild selbstlosen Schaffens für unsere Mitbrüder «er­ben. Die Volksvereinsarbeit muß Volkes Arbeit in ka­tholischen Kreisen werden Der Volksverein unter seiner neuen Leitung, dem genialen Organisator Reichsarbeiks- Minister a. D. Dr. Brauns, ringt um Erhaltung katholi- scheu Volkstums, um den Lebensnerv des Katholizismus im deutschen Vaterland. Einst wird von euch Rechen­schaft gefordert, drum auf zur Tat!

Hingerissen von den apostolischen Worten des Red­ners dankten die Zuhörer begeistert Herrn Rektor Becker für seinen Vortrag, der aufs neue Begeisterung für die katholische Sache weckte.

Darbietungen der Deutschen Jugendkraft, Pyramiden und bergt, folgten. Alsdann kam auch der Humor zu seinem Recht. Ein wohlgelungener Einakter des Jung­frauenvereins, „Die Kaffeetanten", hatte großen Heiter- keitserfolg. Dechant Setzer sprach dann noch als Pfar­rer Worte des Dankes dem Redner, allen Mitwirkenben un bmahnte, ben begeisterten Worten bes Redners die katholische Tat folgen zu tasten. Nach einem weiteren Chor der Gesangsabteilung des kath. Gesellenvereins fand der Abend einen stimmungsvollen Schluß durch ein weiteres ausgezeichnetes' Musikstück des Orchesters.

Alles in allem: Es war ein echt katholischer Abend, der die ganze Psarrgemeinde vereinte. Erneute Begeiste- rung für die katholische Ioee war bas Ergebnis. Der , Abend bedeutet durch die markante Rebe Beckers ein । wahrhaft inneres Erlebnis. Möge sie noch lange nach- I wirken im katholischen Fritzlar und möge die katho- tische Tat folgen! Dr. F.

Turnen und Sport.

Fußball.

— 06 Alsfeld—Germania Fulda 0 : 1. Der 6te SpiÄsonntag in den Verbandsspieten der 2. Bezirksklasse Kruppe Fulda brachte am Sportpark Waldheim die Be­gegnung des Alsfelder Sportvereins 06 mit Germania Fulda. Punkt 3 Uhr pfiff der Unparteiische, Herr Mar­kert von Kurhessen-Kastel das Spiel an. Mit dem An- stoß der Alsselber, der von Germania gut abgefangen, ziehen dieselben gleich vor des Gegners Tor, sodaß die Hintermannschaft sofort in Aktion treten muß Schon in den nächsten Minuten drängt Germania die Alsfelder in ihre eigene Hälfte zurück. Alsfeld versucht es, durch die Außenstürmer das Tor Fuldas zu gefährden, können aber durch die stabile Läuferreihe der Fuldaer nicht durchkommen. Germania ist meist leicht überlegen und versteht es, durch gute Kombination die Hintermannschaft Alsfelds auf harte Proben zu stellen. Der Schluß- mann Alsfelds ist jeder Situation gewachsen. Schpn glaubt man mit einem Unentschieden in die Halbzeit ge­hen zu müssen, da gelingt es Germania in der 38:en Minute durch den Msttelläufer Noll durch einen Fern- schuß in Führung zu gehen. Nach einigen Minuten er­zielte Germania ein weiteres Tor, das jedoch vom Schiri nicht gegeben wird. Mit 1 ; 0 für Germania werden die Seiten gewechselt. Nach Wieheranstoß setzen betbe Mannschaften ein flottes Tempo vor und gefährden die Tore beiderseits. Germania, auch in der zweiten Hälfte im Vorteil, erzielt mehrere Ecken, die nichts einbringen. Alsfeld verteidigt aufopfernd. Der Tormann hält die unglaublichsten Sachen. Einzelne Durchbrüche der Gäste scheitern stets an der guten Wwshrarbeit der Fuldaer und des Tormannes. Die Ueberlegenheit der Fuldaer ist augenscheinlich, jedoch sind es die Unsicherheit und her

Mangel an gesundem Schuß der Fuldaer Stürmerreihe, die keinen weiteren Erfolg mehr zustande kommen ich. fen. 18 : 3 Ecken dürste ein klarer Beweis sein von der Ueberlegenheit der Germanen. Alsfeld hafte seine besten Leute im Tormann, Verteidiger, Mitteläufer so­wie Rechts- und Linksaußen. De! Germania war Ne Gesamtstürmerreihe der schwache Punkt, während Läu­ferreihe, Verteidigung und Tormann in guter Form waren. Der Schiedsrichter verstand es, das Spiel im­mer im Rahmen des Erlaubten zu hatten und erroo • sich damit die Sympathie aller Spieler und Zuschau

— Zu dem Spiel der Fuldaer Borussen in Hassel. Nach übereinstimmenden Angaben von Sportsleuten, die der Borussenetf das Geleite gegeben hatten, ist das magere Ergebnis des Spieles in Kastel (2:2) in erster Linie darauf zurückzuführen, daß die Borussen sich durch die Wucht, mit der „Sport" den Kampf einleitete, überrumpeln und aus dem Konzept bringen ließen. Kassel nützte diese Schwächeperiode aus und führte in der 4. Minute bereits mit 1:0. In der 18. Minute konnte es die Partie auf 2:0 stellen. Der schwächste Punkt war bei den Borussen in der Verteidigung und Läuferreihe festzustellen, wäh­rend der Torhüter gut auf dem Posten war. Im Angriff wurde zunächst zuviel Dreiinnenspiel gepflegt und der Ball häufig zu lange gehalten. Der Sturmführer hatte in dem morastischen Gelände einen besonders schweren Stand und konnte sich bei der scharfen Bewachung der gegnerischen Deckung nur selten durchsetzen: zudem stand hinter der sehr stabilen schlag- und ballsicheren Verteidi­gung in Bönig ein Hüter von Klasse, der jeden Angriff durch geschicktes Eingreifen zu vereiteln vermochte. Bis zum Ablauf der ersten Spielhälfte hatte Borussia durch einen Kopfball des Halbrechten ein Gegentor erzielt. Sd diesem Stande (2:1 für Kassel) blieb es bis kurz vor

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