Fuldaer Zeitung
Samstag, den 13. Oktober 19-3.
Aras Zeppelin" auf der Ozeanfahrt
die neue boyEr
gpjne aus den u.esi-*W&pken, Nürnberg
.Nicht wahr?" rief die Witwe,
fett, es würde, es müßte gehen!"
er
* Eine österreichische Spianageafsäre. Blätter- meldungen aus Wien zufolge ist gegen drei frühere Offiziere, die der Spionage für einige Nachbarstaaten sowie verschiedener Aktenfälschungen beschuldigt werden, Anklage erhoben worden. Die
Verhandlung vor den Schöffen dürfte Mitte November stattfinden. Die drei Angeklagten sind der 31jährige Versicherungsagent Eugen Reindl, der pensionierte 40jährige Oberstleutnant Johann Ha- nikt und der 34jährige Reisende Gerhart Kurt Müller, der während des Krieges Nachrichtsnoffi- zier und später im Kriegsministerium als Dor- tragsbeamter tätig war.
„Er ist Maler?"
„Ja, Porträtmaler! Mich hat er gemalt, — wenn Sie nicht wissen, daß ich es bin, — zu erkennen ist es nicht! Möglich, daß er es zu etwas gebracht hätte, wenn er nicht so träge wäre!"
„So hat er wohl nicht nötig zu arbeiten? Besitzt er einen reichen Vater?"
„Sein Vater ist ein pensionierter Major in Breslau, der ihm von Zeit zu Zeit einige Scheine sendet! Er bildet sich ein, daß sein Sohn von früh bis spät tätig ist, und Hugo denkt gar nicht daran!"
Sie neigte sich zu Timpe hin und flüsterte ihm zu: „Ich will Ihnen etwas sagen, — aber es bleibt selbstverständlich unter uns!"
„Entschieden!" beteuerte Timpe.
„Wenn ich nicht gewesen wäre, er wäre längst von der Bildfläche verschwunden!!"
„Schlechtes Geschäft!" sagte Timpe kopfschüttelnd.
„Freilich!" bestätigte sie verbissen.
„Da kann er von Glück sagen, daß er Ihre Bekanntschaft gemacht hat!" sagte der Stallmeister.
„Das kann er! Ich leider nicht!!"
„Das sehe ich nicht ein! Nun, da er die gute Partie macht — die reiche Mitgift —. Wenn seine Braut Geld hat, wird er es schon bekommen, und dann ist ja auch Ihnen geholfen!"
„O ja, bekommen wird er es schon", rief sie spöttisch, „aber wann?"
„Ja," sagte Timpe lachend, das kann ich Ihnen freilich nicht sagen! Ich kann es mir ja denken. Es ist gewiß eine Erbschaft von einem alten Verwandten, der noch lebt!"
„O nein, dieser Verwandte ist schon tot!" versetzte Ada naiv.
„So? Na, dann braucht er ja nur zuzugreifen!" lachte Timpe.
„Nein, so leicht geht das nicht," entgegnete sie, „seine Zukünftige muß als Erbin erst anerkannt werden!!"
„Ach, ist sie das denn noch nicht?" fragte Timpr „Nein!"
eine Vorlage über die Errichtung des Reichsehrenmals an das Reichskabinett eingereicht, die Entscheidung über die Frage liegt aber nicht beim Reichsinnenministerium allein, sondern beim Reichskabinett. Das Reichsinnenministerium hat in seiner Vorlage dem Rechskabinett Mitteilung von der Entwicklung dieser Angelegenheit gemacht und idabei die Gründe für Berka in erster Linie betont, ohne jedoch die Gründe, die für einen Ort im Rheinland oder eine Stelle in Berlin oder Goslar sprechen, außer Acht zu lassen. Das Innenministerium hat in erster Linie auf Berka zu- rückgegrisfen, weil die Frontkämpferoerbände hauptsächlich an der Frage interessiert sind und zum größten Teil auch die Kosten aufbringen müssen, da das Reich nur in geringem Umfange Mittel zur Verfügung stellen kann. Der Reichspräsident, der zuerst an die Errichtung des Denkmals in Berlin gedacht hat, würde wohl auch mit Berka einverstanden sein. Bevor also von einem Beschluß in der Sache gesprochen werden kann, muß die Entscheidung des Reichskabinetts abgewartet werden.
Das Rerchsehrenmal.
Das Reichsinnenministerium tritt für Berka ein.
Berliner Blättermeldungen zufolge hat sich das Reichsministerium des Innern im Einvernehmen mit der Mehrzahl aller Frontkämpferverbände für die Errichtung des Ehrenmals in Berka entschlossen. Eine entsprechende Vorlage werde in absehbarer Zeit das Reichskabinett beschäftigen.
Wie dem Nachrichtenbüro des VDZ. von unterrichteter Seite hierzu mitgeteilt wird, ist diese Meldung in der erwähnten Form nicht ganz zutreffend. Das Reichsministerium des Innern hat allerdings
Lady Drumontyay, die Frau an Bord des „Graf Zeppelin
2. Blatt.
Druck der Fuldaer Ackieudruckerei, Fulda
kein des ungeheuren Gebietes sich der kräftigste Teil der männlichen Bevölkerung als Kontraktarbeiter für mindestens ein Jahr unter Bedingungen anwerben lassen, die jede Desertion zum Verbrecher stempeln und entsprechend bestrafen. 2n dem Briefe eines Derwaltungsbeamten vom September 1925 heißt es, daß die Behörden im Bel- gischen Kongo von Tag zu Tag mehr zu Hilfsorganen der „Arbeitsbörsen" herabsänken, was den größten Teil ihrer Zeit in Anspruch nehme. In seinem Bezirk sei es soweit gekommen, daß die Einwohner eines Dorfes vor feiner Ankunft wie bei der Annäherung eines Sklavenhändlers flüchteten. Der Briefschreiber wirft die Frage auf, was wohl belgische Bauern sagen wurden, wenn man sie zwangsweise nach der Tschechoslowakei führen würde, um dort in Bergwerken oder Fabriken zu arbeiten. Ein sehr großer Teil der ausgehobenen Arbeiter erkrankt während des langen Transports, wurde doch vor einigen Jahren festgestellt, daß von den im Bezirk Kasai für Katanga angeworbenen Arbeitern 54 Prozent den Bestimmungsort über- hauot nicht erreichten. Ein großer Teil von denen, die 'schließlich an der Arbeitsstätte anlangen, ist körperlich so heruntergekommen, daß die Widerstandsfähigkeit gegen Seuchen nur mehr gering ist. Unter den farbigen Arbeitern in den Minen von Johannesburg in Südafrika betrug 1926 die Sterblichkeit 9,2 vom Tausend, in den Industriegebieten Belgisch-Kongos 30 bis 80 vom Tausend. Die der Stammesgemeinschaft entrissenen, oft taufend und mehr Kilometer von ihrer Heimat entfernt in Barackenlagern zusammengehäuften Eingeborenen können sich den neuen Lebensbedingungen nicht schnell genug anpassen und gehen an Lastern und Krankheiten massenhaft zugrunde. Eine von der belgischen Regierung im Jahre 1924 eingesetzte Kommission kam zu dem Schluß, daß höchstens zehn "Prozent der erwachsenen männlichen Bevölkerung für industrielle Arbeit herangezogen werden könne, nämlich 267 000 Personen; die tatsächliche Nachfrage nach Arbeitskräften betrug aber 416 500, und in der Provinz Katanga sind heute 23 Prozent der männlichen Bevölkerung von Europäern beschäftigt. Die Katanga-Minen beziehen bereits einen Teil ihrer Arbeiterschaft aus anderen Teilen Afrikas, besonders aus Nord-Rhodesia, wo sich eine englische Firma mit dieser Art Geschäften befaßt. In Belgisch-Kongo vollzieht sich die Rekrutierung gewöhnlich in der Weife, daß sich der Vermittler an den Eingeborenen-Htmptling hält, der seine Leute zur Kontraktarbeit preßt und sich gegen Auflehnungen durch die bewaffnete Macht der belgischen Kolonialverwaltung schützen läßt.
Die belgische Regierung machte im Sommer 1926 einen Anlauf, ihr Snstem der zwangsweisen Beschaffung von Arbeitskräften für den Bau von Eisenbahnen auf eine gesetzliche Grundlage zu stel- len, aber sie wagte nicht, eine entsprechende Vorlage einzureichen, weil man im Kolonialrat die Auffassung hegte, daß sich doch keine Mehrheit dafür finden würde. Sie läßt gleichwohl auch ohne parlamentarische Ermächtigung den Dingen ihren Lauf. Aus ihrer Beteiligung an industriellen Unternehmungen, wie den Kilo Moto-Minen, flössen ihr 1926 allein 30 Millionen Franken zu. Das bedeutet ein zu starkes Argument für die Fortsetzung des bewährten Systems modernisierter Sklaverei. als daß Rücksichten auf das „Weltgewissen", das die Mandatskommission des Völkerbundes zu beschwichtigen weiß, indem sie von Zeit zu Zeit über die Fortschritte in der Bekämpfung der „eigentlichen", patriarchalischen Sklaverei im schwarzen Erdteil berichten läßt, dagegen ins Gewicht fallen könnten.
„Das finde ich sonderbar! Sie hat ein Recht auf die Erbschaft, — aber dieses Recht muß erst anerkannt werben? Das verstehe ich nicht!"
„Ja, es ist auch nicht so einfach, wie Sie denken!" er- klärte die Witwe mit wichtiger Miene. „Hugo hat in Wahrheit alles auf eine Karte gesetzt: — entweder gewinnen oder verlieren! Wenn man wenigstens einen Rechtsanwalt darüber befragen könnte, bann wäre mau boch beruhigt!"
„Warum tun Sie bas benn nicht?"
Ada zuckte die Achseln.
„Man darf ja zu niemand darüber reden! Wenn das Mädchen ober bereu Mutter nur ahnten, was wir wissen, bann wäre alles vorbei!"
„Es ist nicht möglich!"
„Sa, es ist wirklich eine seltsame Geschichte!" schmollte bie rebeluftige Frau weiter. „Denken Sie sich, das Mädchen und ihre Mutter wissen gar nicht, daß sie ein Recht auf die Erbschaft haben! Oder sie wissen wenigstens nicht, daß ein Freund von Hugo sich alle die Papiere, welche sie für verloren halten, zu verschaffen gewußt hat, daß er alles besitzt, was zur Erlangung der Erb- schäft unbedingt erforderlich ist! Mögen Sie es glauben oder nicht: — gegenwärtig sind die beiden Frauen nicht imstande, einen Pfennig von dem zu erhalten, was ihr rechtmäßiges Eigentum ist!"
„Ist dasselbe denn groß?"
„Millionen sind es!"
„Ah!"
„Auf Ehre! Gelungen, was? Das gehört ihnen uns sie können es nicht bekommen! Es sind alte Geschichten: eine Heirat in Amerika da irgendwo, — ein Todesfall, was weiß ich! Und sie haben keine Papiere, — sie tragen nicht einmal denNamen, welcher ihnen zukommt! Sie saugen Hungerpfoten und haben nicht die geringste Aussicht, daß dies je anders werden könnte!"
„Tun sie denn gar nichts, ihr Recht zu erlangen?* meinte Timpe naiv. „Sie müssen doch sehen daß f> bekommen, was ihnen zusteht!"
Fortsetzung folgt.)
war noch dem kleinen Zwist mit ihrem Begleiter sicher in der Laune, ihm nach Frauenart Unverblümtes von diesem zu erzählen. Das mußte wahrgenommen werden! Das einzig Richtige war also, daß er bei dieser Frau ZU""ckblicb.
Dieser Sternau! Kein Zweifel, er war ein trauriger Held, so hübsch und flott er auch aussah. Und diese Frau? — Die Hauptsache aber: das Geld, die Mitgift, ™°oon bie beiden gesprochen hatten, wo um alles in der ^elt wollten sie die hernehmen? War er nicht durch den Geheimrat Consentius genau davon unterrichtet, daß Manuela ganz arm war, daß sie und ihre Tochter ihr Leben durch Stundengeben gefristet hatten? Weshalb sagte also dieser Sternau: „Du weißt, um was es sich handelt!" Um was handelt es sich? Das mußte er wissen!"
bildhübscher junger Herr!" sagte er leichthin, nachdem die Zurückgebliebenen sich kurze Zeit schweigend gegenübergesessen hatten.
„Das weiß er aber auch!" versetzte sie spitz.
„Ebenso wird er davon überzeugt sein, daß eine Freundin wie Sie schwer zum zweitenmal zu finden ist! Ich begreife nicht, daß er sich eine andere als Sie zur Lebensgefährtin gewählt hott"
,,®enn ich auch arm bin, — man könnte arbeiten, man würde sich durchhel-
„Ah, das ist freilich etwas anderes!" schmunzelte Timpe. „Nun verstehe ich! Da gibt es tüchtig Putt- Putt!"
„Also morgen abend holst du mich wieder ab! Und nun kannst du gehen!" sagte Ada von Fernow herrisch.
„Möchte wissen wie ich das anstellen, welchen Vorwand ich erfinden soll! Kommst du jetzt nicht mit?" fragte Sternau.
„Weshalb ? Ich habe noch nicht Lust, nach Hause zu gehen! Schließlich — ich bin kein Kind mehr und Herr Timpe bringt mich nötigenfalls bis vor meine Tür!"
„Adieu!" brummte Sternau und wandte sich kurz ab.
Ein spöttisches Lächeln folgte ihm.
Timpe war anfangs unschlüssig gewesen. Was sollte tun? Sternau begleiten? Der ging schlafen, der ging heim, — bas versprach keinen Erfolg. Dagegen die Frau: — die schien willens, zu bleiben! Und dann
Wie wird das Wetter?
Die nördlich von uns sich erstreckende Rinne tiefen Druckes zeigt die typische Entwicklung rasch aufeinander- folgender Regengebiete mit Druckfall, die von kürzeren Aufheiterungen bei steigendem Barometer abgelöst wer- den. Die Gesamtwetterlage bleibt dabei dauernd unbeständig. Die Temperaturen ändern sich nur wenig.
Wetteraussichten für Samstag: Temperaturen bleiben weiterhin mild, westliche Winde. Keine wesentliche Aenberung.
Neue Nougo-Greue!.
Von Otto Corbach.
Die Erzählungen über Kongo-Greuel, die in den Tagen König Leopolds H. die ganze zwiu- fierte Welt entsetzten und entrüsteten, sind langst verklungen und vergessen; die Nationen, welche die Sendung zu haben wähnen, an der Spitze der Zivilisation zu marschieren, haben auch die Genugtuung, daß di. ehemaligen 'deutschen Kolonien von Mandataren des Völkerbundes verwaltet werden, uyd schließlich ist der Völkerbund überhaupt mit dazu da, dafür zu sorgen, daß im schwarzen Erdteil die Reste der Sklaverei ausgerottet und dte Menschenrechte des Negers von seinen weißen Vormündern respektiert werden. Braucht man da noch um die Zukunft der schwarzen Rasse besorgt zu sein? Die Nachrichtenmonopole der Weltpresse schweigen. .
Dennoch ist die furchtbare Wahrheit die, daß die Eingeborenentpolitik der Kolonialmächte seit dem großen Kriege die einheimische Bevölkerung großer Teile Afrikas mit völliger Ausrottung bedroht, und daß es darum nirgends schlimmer steht, als im Belgischen Kongo, ein Gebiet, das fnüfmal so groß ist wie Deutschland, aber nur noch zehn Millionen Einwohner zählt. Zur Zeit König Leopolds waren immerhin große Teile bes Landes so wenig erschlossen, daß ihrer Bevölkerung die raubbaumäßigen Methoden des fürstlichen Kolonisators wenig schaden konnten. Seitdem hat man erkannt, daß itn Kongobecken die größten Kupferschätze der Erde ruhen. Die Kupferminen von Katanga bewirkten es, daß die Kap-Kairo- Bahn nicht, wie ursprünglich geplant, längs des Tanganyika-Sees, sondern viel weiter westlich, über Elisabethville, die Hauptstadt von Katanga, der südlichsten der vier Provinzen Belgisch-Kongos, geführt wurde. Obwohl Elisabethville im Herzen Zen- tral-Afrikas liegt, ist es heute sowohl von der westlichen als auch von der östliche» und der südlichen Küste leicht auf Schienenwegen zu erreichen, btc in einigen Fällen durch Fluß- und Seedampfer ergänzt werden. Außerdem laufen von Elisabethville Autostraßen nach allen Richtungen, so daß Autofahrten nach dem fast viertausend Kilometer südlicher gelegenen Kapstadt oder nach dem Indischen Ozean keine Seltenheit mehr sind.
Für die Eingeborenen hatte das stürmische Tempo dieser Entfaltung moderner Verkehrsmii- tel zunächst zur Folge, daß die Schlafkrankheit, die ursprünglich nur an der Westküste vorkam, durch Träger und schwarze Soldaten in alle Teile des Landes verschleppt wurde. Ganze Dörfer sterben fast aus. Die Ueberlebenden sind mit Sterilität oder hochgradiger Sterblichkeit ihres Nachwuchses bedroht. Erfahrene Missionare nehmen an, daß im mittleren Kongo Achtzehntel bis Neunzehnte: der Bevölkerung der Schlafkrankheit zum Opfer gefallen find. Dazu kommen aber noch die Seuchen, die sich erst an die Fußstapfen der Europäer heften: Lues, Tuberkulose, Dysenterie, spanische Influenza. In Stanley Pool ist die Sterblichkeit der an Tuberkulose Erkrankten doppelt so hoch wie in Belgien.
Die größten Verheerungen tn der eingeborenen ■Bewitterung richtet aber die beschleunigte Jndu- itrttitfierung des Landes an. Nach Beendigung des -roßen Krieges wurde die Verwaltung Belgisch- Kongos ermächtigt, eine Anleihe von dreihundert Millionen Franken für den Bau von Bahnen und Hafenanlagen sowie für alle möglichen anderen industriellen Zwecke aufzunehmen. Die Wirkung zeigte sich darin, daß die Ausfuhr der Kolonie, die 1913 60 Millionen Franken betrug, 1925 bereits einen Wert von 160 Millionen Goldfranken erreicht hatte. Wie hätte man nun ohne Zwang die nötigen Arbeitskräfte erhalten sollen? Der ganze Verwaltungsapparat wurde in den Dienst dieser Aufgabe gestellt, und seitdem sorgt der behördliche Druck dafür, daß in allen Ecken und Win-
Technik und verkehr.
— „Funk-Fuchsjagd" — ein neuer Rabiofporl! Aus dem St a r n b e r g e r S ee bat kürzlich eine interessante Veranstaltung der Funksportgruppe des Suddeutschen Radioklubs stattgefunden, eine Funk-Fuchsiagd. An un- bekannter Stelle des Seeufers war ein kleiner transportabler Radiosender — der „Fuchs" — aufgestellt. Aufgabe der Jäger, die in acht Motorbooten starteten, war es den Fuchs mit den Funkpeilapparaten ausfindig zu machen. Es gelang innerhalb der vorgeschriebenen Zeit fünf Booten, den in einem Schilfhäuschen oerbor genen Sender zu entdecken.
Manuela.
Roman von Gustav Sebfelb.
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„Ach so — richtig!" bahnte Ada giftig. „Daß bu bas fa nicht versäumst! Wann wird man den Herrn hcnn Wiedersehen?" .
„Das weiß ich noch nicht!"
„So will ich es dir sagen: morgen abend!"
„Aber, Ada, das ist doch unmöglich!" stieß Sternau Unmutig aus.
„Ich will es aber!" beharrte die Witwe.
„Du mußt doch Vernunft annehmen!" erwiderte cr
<9r- „Der Herr Timpe wird mir recht geben!"
„Was gebt das Herrn Timpe an?" warf sie schnippisch ein.
„Herr Timpe ist ein verständiger Mann und wird mir, wenn er die Sachlage kennt, recht geben!" ließ Sternau sich nicht beirren, um gegen den Genannten fortjufabren: „Sehen Sie, jch verheirate mich morgen, nein, nun schon heute —"
„Ist es wirklich wahr?" rief der Stallmeister, sich erstaunt stellend. „Ich g[aubte bisberi Sie scherzten nur!"
„Ich scherzte nicht! versetzte Sternau erregt. „Mor- flen, nein, heute vormittag um zehn Uhr, stehe ich vor dem Standesbeamten.
„Ist es möglich!" sagte Timpe.
SßitoTfpifnne" 9laUben!" bestätigte jetzt auch die oerstehe ich nicht!" sagte Timpe kopfschüttelnd.
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telt! sagte Sternau nut dem Versuch eines Lächelns.
nntie Iim£e v^°ndnisinnig. „Die Braut hat gewiß einen hübschen Sack pog @e[b?„
„Stimmt!" bestätigte Sternau, während die Witwe hmzufugte:
„Wenn es nicht das wäre unb man darauf rechnete, auch etwas abzubekommen —•
jedem Pfund ein
Hausbuch/ £53