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Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblakt.

Nr. 229.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchendlätter" Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr 9 Monatl. 1,80 einschl. Postgeb. (30 bezw. 48 Pf.), ohne Zustellq

Mittwoch, 3. Oktober 1928.

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Zahrg.SS.

Landtags beginn - aber Keine Maiitiotisoerhanblungen

An- I Frage des polnischen Korridors.

worauf von Bord der „Hessen" 13

Neichsregierung und Todesstrafe.

Die politische Stabilisierung Europas

Aber die Politik läßt sich nun einmal nicht ln mathematische Formeln bringen und ganz besonders dürfte es Deutschland schlecht bekommen, wenn es sich zu einem ganz reinen Plus- oder Minuszei­chen für irgendeine bestimmte Kombination machen wollte. Das gestattet seine geogravhische Lage nicht und ist überdies durch seinen Zustand der Waffen- losigkeit verboten. Grundsätzliche Neutralität ist die Basis, von der aus die deutsche Diplomatie ihre Ueberlegungen anzustellen hat. Diese aber hin­wiederum sind vor allem durch die wirtschaft­lichen Notwendigkeiten Deutschlands wesentlich mitbestimmt. Mit einer Politik der Sentimentali­tät ist Deutschland nicht gedient. Wie wenig mathe­matische Sormeln in der Politik Daseinsberechti-

Rein sachlich wird der Landtag sich zunächst nur mit kleineren Vorlagen zu beschäftigen haben, wenn man absieht von dem Gesetzentwurf, der alle Kommunalwahlen, Provinziallandtag-, Kreistags-, Gemeinde- und Amtsvertreterwahlen, auf einen Wahltag legen und die jetzt fälligen Kommunal- wählen am 2. Dezember du: ' "

Ä, daß der Reichsinnenminister mit seiner Ham- c Rede verfassungsmäßige Belange der Bundesregierungen mißachtet habe. Man darf, so schließt das Blatt, die Hofftnmg aus­sprechen, daß damit die Angelegenheit erledigt ist.

wählen am 2. Dezember durchführen will. Dieses Gesetz steht bereits in der ersten Sitzung zur ersten Lesung auf der Tagesordnung. Mit Rücksicht auf die bevorstehenden Kommunalwahlen wird das Haus sich schon Ende Oktober für mehrere Wochen vertagen, um Zeit zur Agitation zu geben. Jedoch soll vor Weihnachten noch die erste Lesung des neuen Haushalts erfolgen.

Wie das Nachrichtenbüro des VDZ. hört, ist bis­her noch nicht abzusehen, ob und wann in Preu­ßen offizielle Verhandlungen über die E r w e i • L?r-u?9 der Regierungskoalition durch Einbeziehung der Deutschen Volkspartei geführt werden. Gegenüber der Auffassung, daß Minister­präsident Braun sich zur Führung solcher Verhand­lungen im Herbst seiner Zeit verpflichtet halbe, wird in der Regierung nahestehenden Kreisen er­klärt, daß Braun damals von einer Regierungs­erweiterung „zu gegebener Zeit" sprach und daß nur staatspolitische Gründe diesen Termin bestim­men könnten. Freilich ist zweifellos, daß auch t a k- tische Erwägungen in dieser Frage eine erheb­liche Rolle spielen, müßte doch naturgemäß, um für die Vollspartei Platz zu machen, eine der jetzi­gen Regierungsparteien mindestens auf einen Ministersitz verzichten.

am 1. November.

Sie sieht in diesem Volksbegehren und Volksent- scheid lediglich ein Mittel kommuni st ischer Wahlagitation, das nicht geeignet ist, eine sachliche Klärung der mit dem Panzerkreuzer­bau aufgerollten Fragen herbeizuführen.

Marine und Verfassung.

Aus Anlaß des Ausscheidens als Chef der Ma­rinestation der Ostsee hat Vizeadmiral Dr. h. c. Räder folgenden Tagesbefehl ausgegeben:

Bei meinem Scheiden aus dem Stationsbereich spreche ich allen Soldaten, Beamten und Angestell­ten der Marinestation Ostsee meinen Dank und

durch Truste und Konzerne muß ohne Ansehen der Partei beseitigt werden.

4. Aufsichtsratsmitglieder privater Erwerbsge­sellschaften dürfen nicht Volksvertreter sein.

5. Das Koalitionsrecht aller Stände und Berufe muß für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Ar­beitgeberverbänden, Innungen und Gewerkschaften gewährleistet sein.

Der Jungdeutsche Orden betont zum Schluß, daß der neue Weg des Stahlhelms ihn mit ernsten Bedenken erfülle.

Englands Urteil.

Deutschland zeigt den allgemeinen Dillen zu har­ter Arbeit. — Die Angst var dem deutschen Dektbewerb.

Sott mit dem Revowei!

Man greift nachgerade mit einer gewissen ner- vösen Spannung an jedem Montag Morgen nach den Sonderausgaben der Berliner Presse. Es bedarf schon ' er besonderen sensationel­

len Aufmachung mehr, um die blutigen Ereignisse, die sich jetzt fast regelmäßig vom Samstag Abend auf Sonntag Nacht nicht nur in der Reichshaupt­stadt abfpielen, in das grellste Licht zu rücken.

Aus Geesthacht bei Hamburg kommt die Nach­richt, daß es dort am Sonntag aus Anlaß der Stadtoerordnetenwahlen zu blutigen Zusammen­stößen zwischen Noten Fronkämpfern und Mitglie­dern des Reichsbanners gekommen sei. Das Er­gebnis war beinahe das einer kleinen Schlacht: em Toter, fünfzehn Sckw-rverletzte und nicht weniger als zweihundert Leichtverletzte wurden gemeldet. Wie viele mögen sich davongemacht haben, ohne ihre Verletzungen anzuzeigen! ? Die Roten Front­kämpfer hatten in Geesthacht etwa 1500 Mann ?u- sammengezogen, aber auch das Reichsbanner war in gleicher Stärke erschienen, um für einen störungs- losen Verlauf der Wahlen zu sorgen. Die Poliwt des Elbstädtchens war einem solchen Aufgebot gegenüber natürlich machtlos.

Gleichzeitig kam es in den verschiedensten Stadt­teilen Berlins zu sehr blutigen Zusammenstößen, von denen die Anzahl der Leichtverletzten nicht festzustellen sein wird. Die Nationalsozia- l ist en waren in einer Stärke von 10 000 Monn am Sportpalast aufmarschiert. Und natürlich er­schienen die Kommunisten in entsprechender Störte zu Gegendemonstrationen. Die schwierigste Lage entstand natürlich wieder für die Polizei, die, wie es fast regelmäßig der Fall ist, von beiden Seiten bedrängt wurde. Die Krafttrupps er- enen von vcwnberstn mit allen möglichen Wallen, namentlich Stöcken und Schlagringen. Das Ret- tungsamt hatte vier Rettungswagen mit mehreren Aerzten nach dem Schauplatz der Tumulte ent­sandt, die den ganzen Abend hindurch mit dem Verbinden der Verletzten beschäftigt waren. Der größte Teil der von Messerstichen und Hieben her« rührenden Verwundungen erwies sich glücklicher­weise als leichter. Immerhin fanden P* vier Ver- letzte, die sich freuen können, wenn sie mit dem Leben davonkommen.

Nimmt man zu diesen Dingen gleich, die Leicht­fertigkeit, mit der beute nun bald täglich höhere Schüler mit dem Revolver bei der Hand sind, so tut sich hier ein Abgrund auf, vor dem es nun nickt mehr genüat, -n^rgifck» Warmwa"-ta'e'n an­zubringen, sondern durch rafche und durchgreifende Maßnahmen endlich radikal abgesperrt werden muß, ehe noch weitere Menschenleben ins Unglück gebracht werden, lieber der äußeren Abrüstung darf wahrhaftig diese innere nicht vergessen wer­den!

Es geht — leider! — fast ausschließlich unsere Jugend, die Zukunft unseres Volkes, an. Wir begreifen, daß es sich sehr wesentlich um eine moralische und pädagogische Aufgabe handelt, aber an die Lösung muß nun ernstlich und wirksam herangegangen werden!

Das Parlamentsmitglied Sir John Sandeman Allen ist mit der von ihm geführten Gruppe kon- meine Anerkennung aus für die treue Pflichterful- I servativer Parlamentsmitglieder von einer Stil­lung und das verständnisvolle Zusammenarbeiten, I bienreife durch Deuffchlan'd zurückgekehrt. In ei- dem ich stets bei allen Dienstzweigen begegnet bin nem Interview erklärte er:

Ick, hoffe, daß auch in Zukunft gute Manneszucht Es ist klar ersichtlich, daß die briti'cke Industrie und fester kameradschaftlicher Zusammenhalt die sich gründlich organisieren und modernisieren muß, Grundlage der militärischen Leistungen jeder wenn sie dem d e u t i ch en W e 11 b e w e rb stand- Truppe bilden uyd überall hochgehalten werden, halten soll. Dies ist besonders wichtig, weil d-r dann werden wir auch unsere Aufgabe, -die voll- Druck des deutschen Wettbewerbs auf dem f e st e ft eStütze des Staatesunbfeiner Weltmarkt noch nicht wirksam geworden ist. Das Verfafsungzu sein, am besten erfüllen tönen, bemerkenswerteste in Deutschland ist der a l l g - -

Um 8 Uhr vormittags wurde auf den Schiffen meine Wille zu harter Arbeit In po- der im Kieler Hafen liegenden Flotte eine Flag- litischer Beziehung scheint man sich im allgemeinen genparabe abgehalten. Beim Niedergehen der in Deutschland mit der Lage abgefunden zu haben, Vizeadmiralitatsflagge wurde nut 15 Schuß von außer bezüglich gewißer Grenzfragen und der Bord des Linienschiffes „Hessen salutiert. 1 **-- — v " schließend wurde die Großadmiral:

I gung haben, zeigen die englisch-französischen Be­strebungen, ihre Front durch die Einbeziehung Ita­liens zu verstärken. Die Nachricht dürfte wohl richtig fein, welche die „Chicago Tribüne" über ver­schiedene Versuche Englands und Frankreichs in Rom in diesem Sinne der Welt mitgeteilt hat. Mussolini sollen sehr weitgehende Angebote ge­macht worden fein, so Konzessionen im fernen Osten, ein Mandat über Syrien und die Erweite- ntng des italienischen Einflusses in Abessinien und Südarabien. Allerdings soll dabei Italien auf seine Aspiration im westlichen Mittelmeer verzichten und hier Frankreich ungestört lasten. Es ist wohl kaum anzunehmen, daß Italien ohne weiteres auf diese Vorschläge eingehen wird, es dürfte vielmehr ver- suchen, vorerst seine diplomatische Basis mit ame­rikanischer Hilfe zu verstärken. Aber Mussolini wird auch sehr gut wissen, daß ihm die Freundschaft Amerikas eine Feindschaft von Eng­land und Frankreich nicht aufwiegen kann. Und dieser Umstand dürfte einen Erfolg der englisch- französischen Aktion in Rom schließlich sicherstel­len.

Sehr interestant ist dabei, daß sich die englisch- französischen Vorschläge an Mussolini auch auf einen sogenannten Balkanpakt beziehen sollen. Der gesamte Balkan soll unter dem Konzern der drei Mächte England, Frankreich und Italien ver- einigt werden. Das ist ohne Zweifel ein groß­zügiger Gedanke, dessen politische Auswirkungen noch nicht völlig zu übersehen sind. Mussolini wird bei einem solchen Vorschlag wohl zunächst das Empfinden haben, daß man ihn nm die Erfolge feiner Balkanpolitik prellen wolle. Denn fein Ein- fluß im östlichen Mittelmeer und auf dem Balkan ist neuerdings gerade wieder durch den Abschluß des Freundschaftsvertrages mit Griechenland gewaltig gestiegen Er hat die Sympathien U n- g a r n s und Bulgariens, steht in einem Freundschaftsverhältnis mit der Türkei, das sei­nerseits wieder jetzt in Rom mit Denizelos über einen griechisch-türkischen Freundschaftspakt verhan­delt. Ein Freundschaftsvertrag besteht weiterhin zwischen Griechenland und Rumänien. Der Gegenspieler Italiens auf dem Balkan war bis­her nur das von Frankreich geleitete Jugoslawen, das seinerseits mit der Tscheche! und Rumänien die Kleine Entente bildet. Rumänien ist in diesem Kreis ein sehr unsicherer Faktor. Nun hat bte

Reichstaysbeginn

BDZ. Berlin, 2. Okt. (Eig. Funkm.). Der preußische Landtag hat seine Sommerferien been­det und tritt heute zu einem, wenn auch kurzem, Plenarsitzungsabschnitt zusammen. Das Haus präfentiert sich sozusalen innerlich und äußerlich verändert. Innerlich durch das Ausschei­den einiger bekannter Parlamentarier, wie des deutschnationalen Milberg und des Kommunisten Möricke und durch das Wiedererfcheinen des So­zialdemokraten Waentig, äußerlich durch eine Mo­dernisierung, deren Qualitäten allerdings für den Parlamentsbetrieb zumindest fraglich ist, nämlich durch die Anbringung von Mikrophonen und Laut- fprechern.

In der Sitzung des Reichskabinetts am m?nn tag gedachte vor Eintritt in die Tagesordnung b?r Reichskanzler des Geburtstages des Herrn Reick„, Präsidenten, dem er die herzlichen Glückwün- Icheder Reichsregierung übermittelt tzm ~, -D?5r Kabinett nahm alsdann den Bericht bes «^."l^retärs des Auswärtigen Amtes, Oo„ r rt’ über die Arbeiten der Völkerbundsver- s n6. ur|b des Völkerbundsrates in der Zell öer Abreise des Kanzlers von Genf entgegen. mtn^er?er beschloß das Reichskabinett die Crnen- mrrw^’Z165 Nachfolgers im Vorläufigen Reichs- namm“I-nrat für den ausgefchiedenen Reichsfi- ÄSer> hilferdinq in der Person Politik be/u-.f Forschungsstelle für Wirtschafts- ber „Franks.I^beren Redakteurs des Handelsteils wurde als Leitung" Naphtali. Des weiteren für Verfassung" Tagung des Ausschusses vom 22. bis 24' Verwaltungsreform bte Zeit

-Oktober festgesetzt.

Zentrum und Volksbegehren.

Partetoffizlell wird mitgeteill-

Die Kommunistische m.,. . V

•°n der Kommt,nistffch-^°L Deutschlands, Sek- Volksbegehren eingeleit- Eernattonale, hat em

Ä ÄZ?feinö ^«4™ und Lu,-,n

™ ------

an Memn&Förhi f°rirt ihre Mitglieder auf, ,cm Volksbegehren sich nicht zu beteiligem .

Der Tag der Gemeindewahl.

Berlin, 2. Okt. (Eig. Funkm.). Wie ^ Nachrlchtenbmo deS V. D. Z. hört, hat das tn iemer heute mittag abgehaltenen

”ie” S?” i“ »rotefiieren. Utter

tietunaen nm yt»" Wahlen zu den Gemeindever- teiltir W.n„Je^ber ist die Fraktion ge- wird A

Die Länder-Nonferenz.

Ouerarb, Hilferding, Koch, Scbö'^r ”‘in Staatssekretär von Schubert, alle^vr'»nv1"-»^ » Mitglieber ber Länder-Kabinette, bie^ten^rh^n" den stimm führenden BevollmächtigtennnnM^^' rat und die Herren der Genfer Del" ati^ % *

Der Ausschuß für Berfa .

V e x wa l tu n g s r e f 0 r m roirb unm999 Ut."b 24. bs. Mts. tagen unb bie Konferenz 15 «usttzmtnister am 26. unb 27. bs. Mts Qanber=

♦

In parlamentarischen Kreisen nimmt daß ber Reichstag am 1. Nov7mb^ ,,Lokal-An,z." zufolge) zu seiner ersten Sitzung ber Sommerpause zusammentreten wirb. 8 na*

Auf dem Städtetag in Breslau hat Reichsinnen- minifter Severing angebeutet, daß seine auf dem Hamburger Gewerkschaftskongreß ausgesprochene Befürwortung eines Reichskultusministe- riurns „beinahe zu diplomatischen Verwicklun­gen geführt hätte". Das „B. T." glaubt zu wissen, . , ez ,

daß es sich um einen Protest der bayerischen | „ ®ie Antwort Italiens auf die schweizerische

Regierung gegen den ReichSinnenrnrnffterhan- I yofe überreicht. Das Ministerium des Auswär- delt. In einem Schreiben an die Reichskanzlei habe I ft gen tn Rom hat dem schweizerischen Gesandten die bayerische Regierung dagegen Verwahrung ein- I ™om die Antwort auf die schweizerische Note

L ~ ' 1 über die Verhaftung Cesare Rossis zugestellt.

Die englische Arbeiterpartei gegen die fiom- munisken. Der Parteitag ber englischen Arbeiter­partei hat mit überwältigender Mehrheit eine vom Vollzugsrat der Partei empfohlene Entschließung angenommen, die bestimmt, daß Kommunisten aus n . । der Partei ausgeschlossen werden.

-- Berlin, 2. Okt. (Eig. Funkm.). Heute mittag I * Ein neuer König. Aus Adis Abeba wirb ae- nlltnbher 58 '$• 3uforge bie I meldet: Das abessinische Außenministerium gab be= ÄXräSs SLr^LLNSeL^L

' bc§ Netchskanzlerpalats statt. I König führt den Namen: „König der Könige."

In ber Presse finden sich Angriffe gegen ein Schreiben, das der Reichsminffter der Justiz an die Landesregierungen gerichtet hat und daß sich mit ber Vollstreckung von Todesurteilen beschäftigt. I Die neue englisch-französische Entente, die auf Hierzu wird bemerkt: der Basis geschlossen zu sein scheint, daß Frank-

Der Reichskanzler hat am 3. Juli b. Js. in ber reich ben englischen Interessen gegen Amerika und Srnarung der Reichsregierung im Reichstag zum I Rußland und in Asien alle Unterstützungen leistet, Ausdruck gebracht, daß die Reichsregierung bei I während England sich seinerseits zum willenlosen den Landesregierungen anregen werde, bis zur I Trabanten der französischen Interessen in Europa gesetzgeberischen Enftcheidung über bie Frage ber I macht, hat in deutschen Rechtskreisen bie Hoffnung Beteiligung der Todesstrafe bas B e g n a d i - I geweckt, daß nunmehr zwischen I t a I i e n unb die- gungsrecht gegenüber Todesurteilen anzuwen- sen beiden Großmächten ein scharfer Grenzstrich ge- den. Diese Stellungnahme der Reichsregierung hat I zogen werden würde unb nunmehr sich eine neue ber Reichsjustizmmlster am 10. ^uli zur Kenntnis I Mächtekonstellation ergebe, bei der höchstwahrschein- ^cr^an^£®5e9.tcrungen gebracht I lich gegen das vereinigte England-Frankreich die

kek- Staaten Amerika, Italien und Rußland stehen

EtM - n Blatte be- wurden. Denn das find die drei Länder, die sich

I &ltrd) biefe neuc Entente am Kanal unmittelbar Hibnnmbh»r 2I"5= I ücdroht fühlen. Eine solche Umordnung gäbe der

rmm bri hin I d-uffchen Politik bte Möglichkeit der Neuorientie-

ruvg vCl UCTt X/äTtußtTt bei 91udübutt5 ff ntno inbstn fip ihr^n CTnrfi in Ihne

ÄttStaSÄT' M, ul» d°te! d!?m°--I°sch-

6 m b6m CUe" ^^^igesetzbuch zu I Protektion ber Vereinigten Staaten erstrebte.

$ 9 I Zunächst ist es noch sehr u n s i ch er, ob es die

Deutsch-0M;var,°i und Stahlhelm. L--VL

. Im Reichstag hat zwischen Vertretern des Par- | dann aber scheint es auch noch gute Weste zu haben, teivorstaiides der Deutschen Volkspartei unb der I ehe ein wirklich enges diplomatisches Zusammen- beiben volksparteilichen Fraktionen des Reichs- I gehen zwilchen Rom und Moskau zu- tages und des Lmwtages eine Besprechung statt- I standekommen wird. Die Kombinationen un­gesunden, in ber man sich mit ber Stellungnahme I ferer Rechtspolitiker, die unbedingt den Kurs Mn Stahlhelm beschäftigte. Endgültige Entschlie- I ber Verstänbigunaspolitik mit Frankreich auf= oMgen in dieser Sache werden aber laut „Lok. I geben wollen, arbeiten also vorläufig noch sehr ^nz möglicherweise erst von ber nächsten Zentral- I ins Blaue hinein, auch wenn es richtig ist, daß in wart der Deutschen Volkspartei zu er- I Italien selbst neue außenpolitische Perspektiven im

cn iem- I Sinne bar oben wiedergegebenen Vermutungen

* | besprochen werben.

. ~e£ 3 u n g b 0 rückt in sehr deutlicher Weife Stahlhelm ab. Der Jungdeutsche Orden daß er jeden Kampf um die Neugestaltung w.^tzl^es im Sinne des Volksstaates zur Zeit unierstutzen wird, der zum mindestens folgende Grundforderungen enthält:

L ^apolitische Gleichheit aller Staats­bürger und die gerechte Behandlung aller ht kul- sft"iler und wirtschaftlicher Hinsicht muß gewähr­leistet sein.

-• 2edeS Spiel mit der Wiederherstel- ung der Dynastie auf dem Boden des Legi- timism^ muß unmöglich gemacht werden.

3. PI u 10 k r a t i st i s ch e Einflüsse auf dir Volksvertretung, die Beherrschung der Parteisn

. Ein offizieller gemeinsamer Bericht der Gruppe , , ■ . .. v / 4 1 wird später veröffentlicht werden.

feuert wurden, bte burch 7 Schuß von ber Salut- I

batterie Friedrichsort an ßanb erroibert würben. I

Kontreabmiral Hansen hat das Amt als Nachfol- | Verschwörung gegen KÖllia 3öOU ? ger des Vizeadmirals Dr. h. c. Räder als Leiter I _ . y ä ‘

der Marinestation Ostsee angetreten. I wtb. Pans, 2 .Okt. (Eig. Funkm.). Die Blät-

n . I ter melden aus Belgrad, daß einem Telegramm der

vayern Uno severma. I -Politika" aus Durazzo zufolge ein Komplott gegen ' König Zogt, entdeckt und darauf hin in Albanien das Standrecht verhängt worden fei. Elf Ver­schwörer sollen verurteilt und kurzerhand hinge- nchtet worben fein.

Das fängt ja mit ber Königsherrlichkeit schön an!