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Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatk.

Nr. 204

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Dienstag, 4. September 1928.

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55.Zahrg.

llung der . wegung seit dem Jahre 1844. Bis zum Schluß de» wtragsge- | 2. Quartals 1928 war, wie er u. a. mitteilte, die

Iie ßröffnung der Bö!kerbWdsoersWmlu«g in Gens

alle Verwüstungen und Schäden der deut-

polen und Rußland.

der angeschlossenen Verbände auf oney angewachsen.

Der Völkerhundsrat hat zum Abschluß der Verhandlungen mit K o st a r i k a eine Antwort nach San Jose, der Hauptstadt Kostarikas abgehen lasten, die inzwischen in Genf veröffentlicht wurde. Wie gemeldet wird, besagt sie im wesentlichen daß die Monroe» Doktrin im Völkerbundspakt nur als Beispiel für eine regionale Verständigung an­geführt und nur für jene Staaten verpflichtend fei, die daran beteiligt sind.

Der Völkerbundsrat hat ferner nach mehrstündi­ger vertraulicher Sitzung beschlossen, den neuen

Vertreter kamen der Aufforderung nach. Leipart gab sodann einen Ueberblick der Gewerkschaftsbe-

13,0 W 10,0 Prz, 29,9 Prz.

74,5 Prz. 63,3 Prz/ 15,7 Prz. 18,0 Prz.

95,0 Prz.

89,4 Prz.

W Programm des neuen MWnrbeiiMWers

„Das große Ziel der Schaffung einheitlicher Rrbeitsbebörden".

zahlreicher ausländischer Bruderorganisationen und anderer Verbände wohnten der Eröffnungssitzung bei. '

Der Bundesvorsitzende Leipart geißelte in seiner Eröffnungsrede in scharfen Worten den am Samstag erfolgten Uebersall auf die Gewerkschafts- fugend durch Kommunisten und forderte die Der-

Reuter berichtet aus Warschau über die Mög­lichkeit einer komme rziellenAnnähe- r u n g zwischen Polen und Sowjetrußland. An­scheinend ständen neue Entwicklungen zwischen Polen und Sowjctrußland bevor. Es werde ange- |V nomrnen daß eine Abordnung führender polnischer te> Geschäftsleute demnächst Rußland besuchen werde, | teil um engere Handelsbeziehungen herzustellen und Markte^ für polnische Fabrikate zu finden. Be­trächtliche Aufträge seien, wie berichtet werde, von der Sowjetregierung in Lodz erteilt worden.

Im Verlaufe des snn„, ..

ter der etwa 48 Deleg.Mag waren die Mitgste- Vormittag b^innenden 9 U der am Montag lung saft vollzählig, in (sw®olferbutibsoerfomm- SWrer der französischen DelegatL Briänd. kam

Weizen- und Roggenpr Kartoffelproduktion Seekabelnetz Handelsflotte

Ratsmitglied demnächst erlischt, in der Bundesver- iammlung den Antrag auf Wiederwählbar­keit und Erneuerung seines Mandats für weitere drei Jahre zu stellen. Die Bundesversammlung wird also am 10. September über zwei Anträge über Wiederwählbarkeit abstimmen müssen, einmal über den von Deutschland, England und Frank­reich zugunsten Spaniens eingebrachten Antrag,

fast gleichzeitig in Genf an, wie Reichskanzler Mül­ler, der übrigens zum ersten Male an den Ar- (beiten des Völkerbundes und der Bundesversamm­lung teilnimmt. Die italienische Delegation er«, reichte Genf auf dem Luftwege, und das von ihr benutzte Wasserflugzeug Dornier-Superwal legte die Strecke Rom-E^nf m knapp sechs Stunden zu­rück.

wtb. Genf, 3. Sept. (Eig. Funkrn.). Die neunte Volkerbundsversammlung ist heute vormittag 10,45 Uhr von dem finnischen Außenminister P r 0 c 0 p e in seiner Eigenschaft als derzeitiger Ratspräsident eröffnet worden. In feiner breit angelegten, alle Arbeiten und Aufgaben des Völkerbundes aufzäh­lenden Eröffnungsansprache würdigte Procope ins­besondere die Tätigkeit des Völkerbundes im ab» Laufenen Völkerbundsjahr auf wirtschaft!i> y'.’n Gebiet und die Arbeiten für Sicherheit »u«? brüstung, die er als die beiden Zentral- Abri«.ber Bölkerbundsaktion bezeichnete. Für die men > ’gsfrage sieht er nach dem Zustande kom- P r 0 m n f ch - f r a n z ö fti s ch e n K 0 m - nach bp. » 5 über d i e S e e a b r ü st u n g und Pakte-Unterzeichnung des Kellogg- daß die & lianz neue Aera voraus und glaubt, Aufpicien Ä?b«?ersammlung unter glücklichen lung müßte E'ch d-e neunte Bundesversamm- nach der Annäh" Fnedensarbel fortsetzen; denn mehr die ßeri» Ä Grundsätze komme nun- praktische Maßvoll.1 ’ $ u n & btc fid> nur durch dauernde «Sg» erreichen lasse. Rur durch Arbeit geleistet und d ^onne die internationale Nach der Erwähnung r>7s1?^ gewahrt werden, der Universalität des a s ^lge

Pöstchen Staaten oft an Äbes b,e °ußereuro- mitwirken können, die zunhM?°^^^ öon fragen erscheinen, begrüßte der &rur haIs Spaniens, seine Mitgliedschaft i^m^^uß beizubehalten, und gab dem ™ Fernbleiben einiger anderer Staaten m" su6eE b“s Argentinien, Peru und Bolivien, bie '2".bru^' J?,c Zi’fügte, allerdings an den meisten '

Völkerbundes teilnshmen. Der Redner nr>k\ 623 der Hoffnung Ausdruck, daß Eosta Rica und Brnn" lien sich zur baldigen Rückkehr in den 93öi(e?h,mh entschließen und erinnerte daran, daß verschi-^»" Nichtmitgliedstaaten an Arbeiten des Völkerbundes keklgenomme.n haben, vor allen Dingen an die Vereinigten Staaten von Amerika, Sowiet- Nußland und die Türkei.

Im zweiten Teil seiner Rede behandelt Mini­ster des Aeußern Procope die beiden großen Fra- venkomplexe, die im Mittelpunkt der Völkerbunds- ^beit stehen, nämlich die Arbeiten, die an die ^"Eltwirtschaftskonferenz anknüyfen und stn-s wübunaen durch internationale Maßnahmen ! es Gefühl der Sicherheit zu erzeugen, ohne nicht tote.er sagte, das Ideal des Völkerbundes muss. Reicht werden könne. Auf beiden Gebieten Die t»^k2 bor allzu großer Ungeduld hüten, im Vrnä’Naftlichen Fragen, die in der Gegenwart seien nichtt^TUMb be§ internationalen Lebens stehen, auftreten ^fen, ohne daß neue Schwierigkeiten werden nun ihrerseits erst wieder gelöst bie Welt .Auf jeden Fall befinde sich aber bereits mitt.».wirtschaftlichem Gebiet gegenwärtig der 3 to i f» m ejncr vollständigen Erneuerung man wohl ^"staatlichen Beziehungen, die tierung bezeiZ," neue wirtschaftliche Grien» bie Arbeiten ber /bnne- Procope würdigte dann des Völkerbundes technischen Sondervrganisationen vielfach unbemerkt h®crabe biefc Alltagsarbeit, die gehe, sei von allerar^ Publikum vor sich lichung des Eebanke°s^ Dedcutung zur Verwirk- menarbeit. 3 ber internationalen Zusam-

treter der kommunistischen Presse, die man als die geistigen Urheber des unerhörten Vorkommnisses anzusehen habe, auf, den Saal zu verlassen. Die anwesenden kommunistischen Presse.

bedarf es noch der Zusammenfassung all dieser Arbeitsgesetze im Gesetzbuch der Arbeit, um den letzten Schritt zu tun aus diesem Wege, der die Ar­beitnehmer zu wirtschaftlicher und geistiger Freiheit führen wird. Zur Sozialversicherung übergehend, begrüßte es der Minister, daß auch die Frage ber Vereinheitlichung und Selbstverwaltung in den Einrichtungen der sozialen Gesetzgebung auf der Tagung des Kongresses steht.

*

Zu dem Kongreß der freien Gewerkschaften sind 282 Delegierte erschienen, die 35 Verbände ver­treten. Reichsarbeitsminister Wissels, Reichswirt- schaftsminister Dr. Curtius, sowie verschiedene hohe Beamte ber Reichsministerien, der Präsident des Reichsversicherungsamtes, Vertreter des Hambur­ger Senats, der Städte Harburg und Altona, der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung, des inter­nationalen Gewerkschaftsbundes, sowie Vertreter

schutzgesetz, das den 8 Stundentag auf eine feste Grundlage bringen und die Fülle von Einzel- gesetzen und Verordnungen beseitigen soll. Hierbei ist die schwierige Frage der einheitlichen Durchfüh­rung des Arbeitsschutzes durch Schutzbehör­de n zu lösen und in diesem Zusammenhang darf das große Ziel der Schaffung einheitli­cher Arbeitsbehörden zu eingehender Er­örterung gestellt werden. Rach Fertigstellung ' Arbeitsschutzgesetze werden die großen Vertrags. , „. —„„ fetje, das Tarifvertragsgesetz und das Arbeitsver- Mitgliederzahl tragsgesetz zu Ende geführt werden. Und dann | über 4,6 Milli

Der Reichskanzler fuhr am Samstag abend in Begleitung des Staatssekretärs Dr. Pünder, des Reichspressechefs Dr. Zechlin und einiger Beamter der Reichskanzlei mit dem Zuge über Frankfurt- Bafel nach Genf ab. In Baden-Baden wurde die Reise unterbrochen. Reichskanzler Müller hatte eine kurze Unterredung mit Stresemann, dessen Gesundheitszustand befriedigend ist.

Dor seiner Ausreise nach Genf hat der Reichs- kanzler dem Berliner Vertreter des international News Service" auf feine Frage, welches zurzeit das wichtigste politische Problem für Deutschland sei, geantwortet:

Das ganze deutsche Volk ist sich ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit im gegenwärtigen Zeit­punkt in nationaler Hinsicht in einem Wunsche ei­nig. Es ist dies die Zurückziehung der auf deut­schem Gebiet stehenden französischen, englischen und belgischen Besatzungsarmeen in Stärke von rund 67 0Ö0 Mann. Man versteht nicht mehr in Deutsch­land, weshalb diese Truppen auf deutschem Boden belassen werden, nachdem sowohl auf dem Gebiete der Reparationszahlungen wie auf dem Ge­biete der militärischen Abrüstung Beweis erbracht worden ist, daß man deutscherseits gewillt ist, den den früheren Gegnern gegenüber übernommenen Verpflichtungen ganz und gar nachzukommen. Ich darf an die Annahme des Dawes-Planes, an die Londoner Abmachungen von 1924 erinnern. Das Reparationsproblem wurde seines politischen Cha­rakters entkleidet, es ist zu einer Materie rein wirtschaftlicher und finanzieller Natur geworden, die als solche die Gewißheit zu natürlicher und or- ganischer Entwicklung in sich trägt, wie die jetzt vierjährige reibungslose Durchführung des Dawes- Planes beweist. Kein Staat hat mehr für die all­gemeine Sicherheit getan als Deutschland. Es be- westendies die Verträge von Locarno, die zahlreich ^A,,chlossenen Schiedsverträge, die Annahme der Mi^^wklausel des Weltgerichtshofes, die aktive bin J Genfer Sicherheitsausschuß und letzt- k U inr Är‘Z9e vorbehaltlose Bmostwillig- w bes.Kellogg-Paktes. Deutschland

a^ 'r9end ein anderes Land abgerüstet.

! hinaus sind mir bereit, mit unserer ganzen nationalen Kraft an der Derwirk- lichun? weiterer Vorschläge zur Sicherung und Organisation des Welffriedens mitzuarbeiten Das in der Vergangenheit von uns Geleistete das für die Zukunft von uns Gewollte, gibt uns das Recht zu fordern, daß die Besatzungstruppen unser Land verlassen. Ihr Verbleib würde von allen Kreisen in Deutschland als ungerechtfertigt und dem Geiste des Friedens zuwider empfunden wer­den.

wtb. Hamburg. 3. Sept. (Eig. Funkm.). Auf dem Kongreß des Allgemeinen Deutschen Gewerk­schaftsbundes führte "Reichsarbeitsmini­ster W i s s e l l in seiner Begrüßungsansprache u. 0. folgendes aus:

Einer meiner wichtigsten Aufgaben sehe ich in der Schaffung eines einheitlichen deutschen Ar­beitsrechts, wie es Art. 157 der Verfassung verheißt. Dieses Arbeitsrecht stellt nicht etwa nur eine Ver­schmelzung bisheriger zerstreuter Rechtsvorschrfiten bar, sondern es handelt sich um die Schaffung ei­nes Rechts, das von neuem Geist beseelt fein muß, um eine neue und dauerhafte Ordnung zu sichern. Die bisherige individuaLstische Regierung muß mehr und mehr einem Kollektivrecht weichen, das die Arbeit als die wichtigste Aufgabe gesellschaftlicher Lebenskreise anerkennt und die Arbeitnehmerschaft als Einheit zur Regelung der Arbeitsbedingungen heranzieht. Die Grundgedan. ken des neuen Arbeitsrechts, die Gleichberechtigung des Arbeitnehmers und die kollektive Regelung der Arbeitsverhöltniffe werden auch in den kommen­den arbeitsrechtlichen Gesetzen stärksten Ausdruck finden müssen. Im Vordergrund steht das Arbeits-

wurden. Die Demonstranten wurden von der Poli­zei auseinander getrieben, wobei wiederum einige I TT'T Personen verletzt wurden. 10 Personen wurden I !v*ab . , ,, . ,------ — -—

verhaftet. | Volkswirtschaft mit rd. 130 Milliarden d.h.

• Manöver ber russischen Ostseeflotte. Die k« 9 Volksvermögens nicht

baltische Flotte ist zu den Herbstübungen ausge- I tJLÖrÄ ß Fassen, Ge­

laufen, die mit einem Probeangriff auf Kronstadt I Ins^dem d«rtlck?n abgeschlossen werden sollen.

* Kommunistenverhaftung in Italien. Ans Rom ^fe Schaden «keimt das Dawesguwchten nicht an. wird gemeldet: Die Carabinieri von Albona haben I „ .?er r tn bcr Beurteilung unserer

in Castelli Romani ungefähr 60 Kommunisten | »nümgäWfltat liegt barm, daß unsere zukünftige verhaftet, die in den Besitz einer kleinen Druckerei I Leistungssteigerung zu günstig angenommen wurde, gelangt waren, wo sie das Blatt „Uniti“ zusam- | 'yott menstellten. Die Beamten drangen in einen Kel- I der Arbeitsamkeit ber Bevölkerung,

ler ein und fanden reichliches Propagandamaterial I der technischen Begabung,

und Schriftstücke, aus denen der Agenzia Stefani I den großen materiellen Hilfsquellen,

zufolge hervorgeht, daß die Organisation gegen I der günstigen Entwicklung der Landwirtschaft,

die Sicherheit des Staates agitierte. Die Verhaft I der engen Verpslechtung von Jndusttie und Wis- teten werden sich vor dem Sondergerichts - I senschaft

Hof zu verantworten haben. wird eine schnelle Ueberwindung aller Röte und da-

* König Alpha ns bei Chamberlain. Der König durch ein neuer Aufstieg erwartet. Dieser Opti- von Spanien hat dem britischen Staatssekretär des I mismus ist ungerechffertigt, so schmeichelhaft er Aeußern Chamberlain, als dieser an Bord des I fein mag. Die Heranwachsende Jugend ist mit Dampfers Oxcoma im Hasen von Santander I Krankheitskeimen überschwemmt. Die Wirkungen weilte, einen Besuch abgestattet und sich nach I der Hungerblockade werden nicht beachtet. Gewiß Chamberlains Befinden erkundigt. I technische Begabung ist unzweifelhaft vorhanden.

I Aber in welchem Zustande sind Universitäten. I Laboratorien, Bibliotheken! Unter welchen Ent- I Lehrungen müssen die Träger von Wissenschaft, I Kultur und Kunst leiden! Mittel zum modernen I Ausbau fehlen. Die aufgezwungene geistige Ver­armung bedingt Rückgang der technischen und wissenschaftlichen Leistung. Unsere großen materiel­len Hilfsmittel sind zu ein Drittel bis ein Viertel

I fortgefallen (z. B. Zink und Eisen an Polen). Der technische Produktwnsapparat ist durch den Krieg

I teilweise veraltet, zumeist aber nicht fruchtbringend auszunutzen, weil seine Produktionskraft auf viel größere Maße zugeschnitten ist, als wir sie heute haben., Der furchtbare Raubbau am Boden, Vieh

1 läßt die Krise ber deutschen Landwirtschaft chro-

Antrag der ungarischen Regierung auf B e h a n d- I «ftt* TTrtrtttrtlirthr

lung des ungarisch-rumänischen Op- I VUd Kljlv tantenftreites auf die Tagesordnung der Der Dawesplan, Rückblick und Ausblick, nächsten Session zu setzen, die nach den Ratswah- 1Q9Q ..

len m der zweiten Septemberhälfte beginnt. I m Am 1. September 1928 hat das sogenannte I Normatzahr des Dawesplanes begonnen, d. h. feit m m . diesem Tage sind alle Schonsristen zu

Nach einer der Presse zugestellten Erklärung des Ende. Deutschland muß jetzt jährlich 2500Millio- chinesischen Ratsmitgliedes Wang King Ky beab- I neu Goldmark an Reparationen aufbringen. Wenn stchtigt C H, n a, dessen Mandat als nichtständiges | wir heute rückschauend die Auswirkungen des Dawesplanes prüfen, so läßt sich nicht mehr ver­kennen, daß er bei allem Fortschritt, den erbrachte, als der bie Reparationsfrage aus dem Elend des Politischen heraushob und auf die Basis rein wirt­schaftlicher Eedankengcinge stellte, doch ver­fehlt ist. Verfehlt deshalb, weil er von falschen , Voraussetzungen ausgeht. Diese falschen Voraus- reich zugunsten Spaniens eingebrachten Antrag, I setzungen liegen in der Annahme, daß die durch den und bann über den nunmehr von China angemeb Versailler Vertrag begründeten Verpflichttingen beten. In der Erklärung des chinesischen Rats- Deutschlands eine außergewöhnliche Schuld dar- Mitgliedes wird gesagt, daß sich China der Schwre- I stellten, weil Deutschland rtgfeiten wohl bewußt sei, daß es aber hoffe, die | , T._, „... .

Völkerbunbsverfammlung werde dem geeinigten I a) moralisch verpflichtet fei, alle Kriegsschaden modernen Cbina als Zweiten Vertreter Asiens im I lieber gutzumachen;

»tat feinen Sitz im Rat belassen, umsomehr, als b) keine nennenswerten Verwüstungm erlitten durch die Erfüllung seines Antrages die Ansprüche I habe.

europäischer und südamerikanischer Staaten auf ” f .... T, . .

Vertretung im Rat nicht berhrt werden. Mit biesen allgemeinen Grundsätzen, welche das

I Fundament des ganzen Dawesplanes smd, muß Amerika und das Zlottenkompromitz ML W auseinandersetzen. Am ersten Punkte v r u I steckt bie Anerkennung der „Schuldluge". Deutsch-

wtb. London, 3. Sept. (Eig. Funkm.). Einer I land darf nicht rasten, darauf hinzuweisen, daß die von den Blättern veröffentlichten Washingtoner I Ursachen des Weltkrieges bei allen am Kriege Meldung zufolge haben die offiziösen Erklärungen I beteiligten Mächten zu suchen sind. Daß von einer in Paris und London in feiner SB ei f e ben I Alleinschuld Deutschlands nicht mehr gesprochen amerikanischen Argwohn bezüglich der englisch- I werden darf, hat so manches Eingeständnis von französischen Flottenvereinbarung b e s ch w i ch» I prominentester Stelle der Gegenseite bewiesen. Aber t i g t. In Washington werde offiziös bargelegt, I aus diesen Dingen die praktischen Folgerungen der amerikanische Standpunkt gehe dahin, daß die I zu ziehen, scheut man sich offenkundig. Deutschland formelle Erklärung des englisch-französischen Ab- I hat seine Archive geöffnet, die Gegenseite nur in kommens sehr unbefriedigend ist und daß die Ver- I einem sehr beschränkten Umfange.

einigten Staaten daher eine A u f k l ä r u n g er- Aber auch bie andere Voraussetzung, daß Deutsch- e • , I land „keine nennenswerten Verwüstungen erlitten

„Daily Telegraph wirb aus Newyork gerne!- hat", ist ganz und gar unzutreffend. Deutschland

bet, es verlaute, Präsident Coostdge werde versu- hat durch Krieg, Waffenstillstand und Friedensver-

chen, durch einen diplomatischen $ r i e f • trag an seinem Wirt chaftskörper Verwüstungen er-

wechsel Aufklärungen über bas sogenannte fron- litten, bie leibet nicht gerecht gewürdigt worden

zosisch-bnttsche Flottenkompromiß zu erhalten, da- Jtnb. Die im Dawesplan festgesetzte Fiktion be-

mü er in diesem Herbst eine amerikanische beutet eine Ueberschätzung unserer Leistungssähig-

Delegation nach Genf entsenden kann in der I feit. a

Hoffnung auf eine freimütige offene Erörterung I Die Reaietuna hat 1924 über die Rüstungsbeschränkung. DaweskomZssiö? eSe Den!

für bie Arbeiten ber ikschrist „Deutschlands DoiitTtApr mitth I Wirtschaft, Währung und Finanzen" ausarbeiten

veuuiu?ei. tvintt. l lassen. Die dort niedergelegten Untersuchungen

Der Berliner Berichterstatter des Londoner Ob- M ftrena wissenschaftlich im „Institute of Eco- server schreibt: Bon neuem erwartet Deutschland I .. ber amerikanischen Carnegie-Gesellschaft von Amerika eine Lösung seiner Schwierigkei- nachgeprustundm vollem Umfange bestätigt Wor­ten. Für Deutschland hat der Kelloggpakt eine bctL Danach hat Deutschland u. a. verloren an praktische Bedeutung in seiner Beziehung zur I Fläche innerhalb Deutschlands Rheinlandräumung. Der deuffche Stand» I P^ölkerung punkt, daß nach genügender Sicherstellung der Re- I Stemkohlenproduktwn parationen eine Nation, die durch Unterzeichnung I Eiscnproduktion des Paktes den Gedanken eines Revanchekrieges aufgegeben hat, nicht länger durch die An­wesenheit fremder Eindringlinge, die selber den Pakt unterzeichnet haben, bedroht werden darf, ist dem Geiste es Paktes nach logisch. , . ...

Der Glaube an ben Kelloggpakt und seine Ideale I Wir büßten em: Kolonien, Kriegsschiffe, Kriegs­beruht für Deutschland auf dieser praktischen Probe. I patertal an Ost- und Westfront, Staatseigentum

I in Eupen-Malmedy u. a. tn. mit einem Gesamt»

• mntu»? „„x ckxm ?ert von rund 14 Milliarden Goldmark. Dazu

rnimrH#« Ä I kommen die ungeheuren Leistungen an Barzahlung

'" Warschau. (Eig. Funkm.). Sonntag I aen, Lieferungen von Kohlen, Farben, Vieh, Ma-

I jchinm, Eisenbahnmaterial, weggenommenen Aus- ^^ '!ä^^?^^Eabllchen. irttt Transparenten, die I landsguthaben usw. im Werte von rund 42 Milliar-

staats Kindliche Anlschristen trugen, im Zusammen- I den Eoldmark. Insgesamt beträgt der so entftaii-

bang mit den Veraiytaltungen der fogenamtten bene Verlust rb. 56 Milliarden Goldmark. (Lujo ÄTÄtttfÄ SMy* •** w M JÄTÄÄ’fh D-Nust ES $,*13 bet Witt.

machen mußte, wobei drei Personen verwundet | ffJ^Hunabern^99M o-

- - - - - 1 Entwertung der mdusttiellen Anlagen 25 Milliarden

Schäden den Russeneinfalls 2 Milliarden