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macherei nicht gut, es fei denn, daß auch sie sich aufs Geschäft verlegen, was dann gewöhnlich das
waren ihr die heute. Aber es wohl nicht größer wurde
„D, bitte Dankbarkeit! Freude, daß
aus- ent-
Eines aber wußte er: durch keine Gewalt der Erde ließ er sich von Jngeborg trennen. Ihrer Liebe war er sicher. Mit aller ihm innewohnenden Zähigkeit würde er ringen, bis sie sein Weib war.
von Ringen um das Seelenheil der Menschen, von den großen Zielen des Christentums auf der Erde, dann ichauen sie einen an, als ob man aus einer andern, längst untergegangenen Welt käme.
Bei andern ist der religiöse Funke nicht erloschen, aber er flammt nicht aus den Augen, aus dem Munde, aus dem Herzen, aus der Hand ins öffentliche Leben; behutfam wird er auf den kleinen Herd des Herzenskämmerleins beschränkt. Um das religiöse Leben dieser Leute haben die Sorgen und Anliegen der Erde einen undurchdringlichen Dor- nenwall gezogen. Wenn man sie reden, hört, sollte man glauben, es lebten eigentlich zwei Menschen in ihnen: der Privatmann und der Katholik. Der Privatmann in ihnen geht nicht mit dem Katholiken; ihr Katholizismus kann nicht heraus, kann nicht dahin, wo soziale Gesetze gemacht, Lasten auf- erlegt und verteilt werden, wo Christus vor den Menschen bekannt werden muß.
Cs ist sicher, daß wir schaffen müssen, um uns die Erde untertan zu machen. Daß wir tüchtige Arbeiter, Angestellte, Ingenieure, Kaufleute sein sollen. Daß unsere Politiker bessere Lebensbedin- I
denen er gewöhnlich verkehrte. Sie konnte es ihm nicht verdenken. Aber heute kam er bestimmt!
Dagmar Hjelrnar hatte trotz ihrer Wunde die Nacht sehr gut verbracht. So früh hatte sie schon seit langer Zeit nicht mehr ihr Lager ausgesucht. Ein frohes Lächeln umhuschte ihren Mund. Voll inniger Dankbarkeit dachte sie an den Mann, der sich so ritterlich ihrer angenommen hatte. Ob er wohl morgen nach ihr schauen würde? Warum denn nicht! Hatte er es ihr nicht versprochen? Er sah wahrhaftig nicht aus wie einer, der ohne zwingenden Grund wortbrüchig wird.
Bald umfing sie der Schlaf. Holde Träume umgaukelten sie. Hand in Hand ging sie mit Axel Dahlgren durch einen Garten, und sie lachten und scherzten wie frohe Kinder. Doch dann war es plötzlich, als senkte eine düstere Wolke sich zwischen ihnen herab. Vergebens reckte sie die Hände nach ihrem Begleiter. Immer wieder rief sie feinen Namen. Er kam nicht.
Die Angst umkrallte mit harten Fängen ihre Kehle. Sie wollte schreien und vermochte doch keinen Ton mehr hervorzubringen. Mit aller Gewalt mühte sie sich, dem Entschwundenen zu folgen. Aber ihre Füße schienen mit dem Erdboden verwachsen zu fein. Da erwachte sie und strich sich verwirrt über die Stirn. Welch törichter Traum! Ein Glück, daß es eben nur ein Traum war!
Diesmal floh sie der Schlaf beharrlich. Sie dachte an alle möglichen Dinge, an Tante Nora und ihre Reife. Doch immer. wieder sprangen ihre Gedanken in den Traum zurück, bis sie sich ärgerlich eine verblendete Törin schalt.
Am Morgen humpelte sie mühsam durch das Zimmer. Wie froh war sie, als sie ihr bescheidenes Frühmal bereitet hatte und sich zur Arbeit niedersetzen konnte.
Ob Axel Dahlgren wohl kam? Ob er wohl auch an ie dachte und sich auf das Wiedersehen freute? Oder lachte er heimlich über die arme Stickerin, mit der er ein kleines Abenteuer erlebt hatte?
Nein, er war nicht falsch. Vielleicht würde er sie bald vergessen über den vornehmen und schönen Mädchen, mit
Stunden so langsam dahingegangen wie endlich war es doch Mittag. Nun konnte mehr lange dauern, bis er kam! Immer die Spannung, mit der sie ihn erwartete.
Fräulein Dagmar, reden Sie nicht von Mir ist es ja eine so unbeschreiblich große Sie Vertrauen zu mir haben!"
(Fortsetzung folgt.)
Schneider
Ingenieur
HeinrlchetraBe Nr, 66
Offenbacher
Koffer-Plenfz
telstunde verrann. Jedesmal, wenn ich zum Blumen- laden gehen wollte, fiel mir ein, daß der Strauß in- zwischen im Cafe abgegeben werden könnte. Und so wartete ich ungeduldig weiter. Bis es mir schließlich zu viel wurde und ich doch das Geschäft ausiuchte. Und da stellte sich heraus: der Laufbursche hatte den Namen des Cafes falsch verstanden und war unverrichteter Sache zurückgekommen. Da bewaffnete ich mich mit meinem Blumenstrauß und eilte zu Ihnen."
Wie sie sich über seine Worte freute. Unbedingte Ehrlichkeit sprach aus ihnen. Doch lächelnd meinte sie: „Wo haben Sie denn die Ursache dieser Irrungen gelaßen?"
Wie ein Knabe sprang er vor die Tür der Wohnung und kehrte bald mit einem großen Strauß zurück, den er aus der Hülle löste. Diese wundervollen Blumen! Dagmar sog entzückt ihren starken Duft ein und dankte ihm gerührt für diese Ueberraschung. Jetzt erst sah sie, daß er unter dem Arm ein umfangeiches Paket trug. Ms sie ihn bat, es sich etwas bequem zu machen, wurde er rot wie ein Schuljunge. Dann aber lachte er wieder frisch und belustigt auf: „Sie dürfen mich um Gottes willen nicht schelten, Fräulein Dagmar! Ich habe ja keine rechten Erfahrungen int Umgänge mit jungen Damen und weiß nicht, was für Erfrischungen man ihnen mitbringt Da Sie aber ans Zimmer gefesselt sind und niemanden haben .der sich Ihrer annimmt, hieü ich es für meine Pflicht, einige Früchte und sonstige Kleinigkeiten zu besorgen, damit Sie leichter über die Stunden der Einsamkeit Hinwegkommen. Nicht wahr. Sie sind mir deshalb nicht böse?" Und schon legte er das Paket auf Dagmars Schoß.
Bevor sie es noch geöffnet hatte, schaute sie ihn voll innigster Dankbarkeit an: „Sie lieber Mensch!" sprach sie hauchzart, „wie Sie mich verwöhnen! Womit habe ich Ihre Güte nur verdient! Und wie kann ich mich jemals dafür erkennllich zeigen!"
gebot und Gottesdienst, vorn Fortschritt im geistlv .... ... ... .. . , ..
chen Leben, von Kampf gegen Sünde und Fehler, I Ende des Dichterberufes ist. Wenn sie sich, zunächst
Motordefett im Parlament. — Karrieremenschen. — Der Dichter am Rhein. Zum Kölner Kongreß.
O weh, nun schlug es eins — er war nicht gekommen. Aber sofort entschuldigte sie ihn: unaufschiebbare Arbeit mochte dazwischen gekommen fein, sonst hätte er sein Versprechen bestimmt gehalten. Und doch tat die Ent- täuschung bitter weh. In den Hellen Augenwimpern schimmerten feine Tränenperlen, und sie beugte sich tiefer über ihre Arbeit, weil sie sich vor sich selbst schämte.
Purpurglut übergoß jäh ihre Wangen. In raschen, knabenhaften Sprüngen kam ein Mann die Treppe herauf. Stürmisch pochte ihr Herz. Sie hielt den Atem an. War er es denn wirklich? Schon klopfte es an der Türe. Bevor sie noch herein rufen konnte, stand Axel bereits im Rahmen der Tür und strahlte sie aus seinen blauen Augen so freudig an, als sei ihm das Glück leibhaftig über den Weg gelaufen.
„Sie haben gewiß schon gedacht, ich hätte mein Versprechen vergessen und käme nicht mehr, Fräulein Dagmar? O, wenn Sie wüßten, wie ich die Stunde herbeigesehnt habe, wie lang mir die Zeit geworden ist, bis ich mich auf den Weg zu Ihnen machen durste!" beteuerte Axel und schaute sie mit leuchtenden Blicken an.
Schelmisch lächelnd erwiderte Dagmar: „Gar so schlimm muß es doch wohl nicht gewesen sein, Herr Dahlgren! Ich meine, Sie hätten in der Mittagsstunde kommen wollen? Die ist aber doch längst vorüber."
Axel lachte herzhaft auf: „Da haben Sie fteilich recht, ich habe mich trotz aller Sehnsucht bedenklich ver- patet. Das war eine ganz komische Geschichte, die ich Ihnen unbedingt erzählen muß, damit Sie mich nicht für einen Aufschneider halten, der mit Gefühlen prunkt. Also: ich wollte Sie mit einem Blumenstrauß überraschen, und da er hübsch werden sollte .mußte ich mir gefallen lasen, daß er erst sorgsam zusammengestellt wurde. Ich bestellte die Blumen in ein Cafe und wartete nun mit Schmerzen daraus. Vergebens ! Viertelstunde auf Vier-
2. Blatt.
Druck der Fuldaer Ackieudruckerel, Fulda
Das heilige Recht.
Roman von Emil Frank.
Nach öen Wahlen.
diesem Titel veröffentlicht P. Wallen- born O M 2-. der Hauptfchriftleiter der Monats- MÄH., her Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Ma- ri? in dem soeben erschienenen Heft 7 (35. Jahrgang 1928) folgende sehr zeitgemäße Plauderei.
Was, macht der Zeitgemäße setzt auch in Posi-
Ich weiß ganz gut, daß es allerlei Leute g:bt, hje frei behaupten, die Geistlichen und erst recht Die Ori>ensleute sollten die Finger von der Politik Im- fen. Die Laien, das feien die richtigen Oberköche am großen Herb der Volksküche, die man Politik nennt. Die Schwarzröcke möchten nur schön brav in ihrer Sakristei oder in ihrer Zelle warten, bis vie Schmalzküchel aufgetragen werden, die die anderen gebacken haben. 3d) verspüre keine Lust, mich mit ihnen einzulassen; es ist ja auch im Großen und Kleinen Katechismus und in der Verfassung des Deutschen Reiches klar gesagt, daß jeder Bürger nicht nur für sich selber, sondern auch für das gelawte Volksganze lebt, also innigsten Anteil nehmen soll an allem, was im öffentlichen Leben vor sich geht.
Ich will auch nicht reden von Wahllisten und von Parteien und von Wahlkreiseinteilung, fon- dern nur Hinweisen aus eine tieftraurige Tatfache, die durch die letzten Wahlen für den Katholiken sonnenklar erwiesen ist: Es geht abwärts mit der Vertretung des Christentums im öffentlichen Leben.
Man hat ausgerechnet, daß mindestens sechzig vom Hundert aller Zentrumsstimmen von Frauen abgegeben wurden. Diese Frauen haben aus ihrem katholischen Gewissen heraus gewählt.
Wo sind die Männer geblieben, die das früher auch getan haben, einst in so herrlicher Weise, jetzt aber zu den Feinden des Christentums übergelau- fen sind?
Wo kommen wir hin, wenn dieser Krebs weiter um sich frißt, wenn ein schleichendes Gift immer aufs neue katholisches Blut zersetzt?
Das deutsche Volk aeht immer mehr in irdischen Bestrebungen auf. Wirtschaft, nichts als Witschaft! So heißt die Losung. Ich meine nicht die Gasthäuser, sondern den "Drang, das ganze menschliche Leben nur mehr unter dem Gesichtswinkel zeitlicher Güter und Vorteile und Freuden zu betrachten. „Was kommt dabei heraus, für den Geldbeutel, fürs Geschäft? Was kauf' ich mir dafür; was hab ich davon fürs Diesseits?"
Dabei sorgt jeder für sich, allenfalls noch für seinen Stand, feinen Verband, feinen Konzern, fein Syndikat. —
Beim Propheten Daniel wird erzählt, daß die beiden Richter, welche die ihrem Gott und ihrem Gatten so treue Sufanna unschuldig zum Tode verurteilten, ihre Augen abgewandt batten, um den Himmel nicht mehr zu sehen. Mr scheint, daß weiteste Kreise unsers Volkes verlernt haben, den Himmel anzuschauen. Versteh mich recht. Es fällt mir nicht ein, irgend jemand mit den ungerechten Richtern zu vergleichen. Ich weiß auch, daß man jetzt mehr denn je nach dem irdischen Himmel Aus- f*'an hält. Rack dem Rak^-"-^'m»-"m. das den Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts in die nächste Nachbarschaft der Sterne bringen soll. Ob der Tag bald gekommen ist, wo man mittags auf dem Tempelhofer Felde ouffteigt und abends in einem himmlischen „Grandhotel" warme Stern« schnuppenschnittchen in Mondscheintunke verspeisen kann. Dieser Himmel rückt uns immer näher, aber dem Himmel Gottes und seiner Heiligen entfliehen wir immer mehr. Der Himmel Gottes und der katholischen K-rche spiegelt sich nicht mehr in den Seelen. Spricht man ihnen von Gott und Gottes-
M ISS.
Sonntag, sc« ** 1928
Immer wieder flogen ihre Blicke zu der allen Wanduhr, die heute gar so träge war. Selten
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3Bte aber sollte er diese Ablehnung begründen! Wenn die Menschen erfuhren, daß er die Einwilligung zu dieser Ehe versagte, dann würde man ihn für närrisch hallen.
Die Menschen! Was er schon nach ihnen fragte! Stber Jngeborg! Sie würde vor einem unlöslichen Rätsel stehen und nicht begreifen können, daß er ihr den Zugang zu einem Glück versperrte, das sie gewiß in den rosigsten Farben sich ausgemalt hatte.
Heiser klang seine Stimme, als er jetzt endlich zu reden anfing. Wie in einem Krampf suchte er nach Worten, stockte und stammelte, lallte wie ein Trunkener. Vergebens ballte er seine Willenskraft zusammen. Diesesmal ließ sie ihn im Stich.
Kopfschüttelnd beobachtete Erik Dahlgren den Mann, der alle seine stolze Sicherheit verloren hatte, der seelisch und körperlich schwer zu leiden schien. Was mochte ihm fehlen? War es denn.nicht die natürlichste Sache von der Welt, daß fein Herz in Liebe zu Jngeborg entbrannt war? Gab es denn zwischen ihnen irgend ein Hindernis, das sie trennte?
Bengt Sjöberg sank stöhnend zusammen und fuhr immer wieder mit der zitternden Rechten über die glühende Stirn. Mühsam brachte er jetzt hervor: „Du siehst, Erik, daß ich mich nicht wohl fühle. Ich weiß nicht, was bas zu bedeuten hat. Aber ich bin im Augenblicke sucht fähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Und eine 1° wichtige Sache will doch überlegt fein. Es hat doch Sar feine Eile. Ihr seid ja beide noch jung. Jngeborg muß bestimmt noch einige Zeit warten, bevor sie hei- Warte>"^ch tann fie entbehren. Jetzt noch nicht!
Erik hörte aus allen diesen Worten nur das Nein 1CI,U.S‘ ®ine. Ahnung durchzuckte ihn: hier breiten sich e,cr ,Dor irgend ein düsteres Geheimnis, das Onkel Bengt mir gutwillig nun und nimmer preisgeben wird. Vergebens wäre es, heute um die Entscheidung zu ringen. Mir bleibt nichts anderes übrig, als in Geduld zu warten
QuallflH und PreMrdttkeL Joseph Schmitt, Fulda, Weingroßhandlung.
Noch immer, wo ich dieses schreibe, ist der Motordefekt unserer Parlamentsmaschine nicht behoben. Obwohl die geschicktesten Chauffeure der Staatskunst nach Kräften daran herummontieren, springt der Motor nicht an. Ob nicht das ganze Ding in die Reparaturwerkstatt muß? Mir will allerdings scheinen, daß der Fehler nicht so sehr in der Technik liegt, als vielmehr int Brennstoff und überhaupt in den Kräften des Antriebs.
Einig sind Menschen, die das Gleiche wollen. Einig werden Gruppen von Menschen, die eine ge- meinsame Aufgabe vor sich sehen. Wenn in einem Dorf ein Haus brennt, dann eint sich bald alles, um zu löschen. Wenn man sich in den Parlamenten nicht mehr eignigen kann, dann liegt es vor allem daran, daß man die große deutsche Aufgabe nicht mehr hinreichend erkennt. Dann schwinden die Herr- lichen Ideale der deutschen Volksgemeinschaft, und wie es denn so geht, wo die Götter sterben, stehen die Götzen auf, die Parteigötzen, die Strebergötzen und wie sie alle heißen. Cs ist das nicht bloß zu bemerken in den Parlamenten. Auch in den Aem- tern des Reichs und der Städte setzen sich die Kar- rieremenschen immer mehr durch. An den ver- chiedensten Orten habe ich mich m jüngster Zeit >ei älteren tüchtigen Beamten, etwa Oberregie, rungsräten. erkundigt, wie sie den Nachwuchs beurteilen. Ueberall hörte ich die gleiche Antwort. Natürlich gibt es auch heute noch ideale Menschen, aber die Zahl der Karrieremacher ist größer geworden, als sie früher war. Sie wollen einfach voran. Sie find bereft, jedem Mitarbeiter ein Bein zu stellen, wenn es der eigene Vorteil verlangt. Es gibt vielfach in den Geschäftsräumen l'einc Freunde mehr, sondern nur noch Konkurrenten. Das ist eine schlimme Entwicklung, in die wir da geraten sind, und wie soll die Staatsma- chine laufen, wenn jedes Rädchen darin sich aus dem Ganzen löst und nur auf der Straße des eigenen Vorteils voranrollt?
Da war es schon erfreulicher im Dichterpa r- lament, das soeben in Frankfurt getagt hat. Unfern Dichtern geht es im Zeitalter der Geschäfte-
gungen erringen müssen für unser schwer seufzendes I suche die Interessen der europäischen Nationen Volk, daß wir mit allen Kräften arbeiten müssen | noch immer gegeneinanderstehen! Wieviel Hader an der Lösung der Arbeits- und Arbeiterfrage, dem j ist noch immer unter den Völkern, und wie erleben Bauern-Mittelstande helfen müssen. wir das Tag für Tag! Hier aber im Heiligen
Aber dies alles muß nach christlichen Grundsät- I Köln war kein Streit. Ein einiger Glaube einte zen geschehen, und bei allem Fortschritt in der Le- I alle. Man verstand sich sofort. Und zwar gab es benshaltung muß voranleuchten die Sorge um die I hier nicht nur Jugendbewegte und kleine Herzens- Relnheit der Ehe und die Heiligkeit der Familie, I gruppen, wie man sie oft allein bei solchen Zu- um tue katholische Schule und die richtige Crzie- I sainmenkünsten vertreten sieht, sondern Männer "Sn^,^rerr^'ni^er-. A"d) in der Politik und im I von Gewicht, Chefredakteure und Inhaber von so öffentlichen Leben gilt der Satz des Heilandes: I großen Welblättern wie el Sebate, Ser Croix, „2Bas nutzt es dem Menschen, wenn er die ganze I L'Ouest-Cclair, Maasboode u. a., Leiter von Rie- Wett gewinnt, an seiner Seele aber Schaden lei- senorgcmisationen, kurzum, bedeutende Männer
M ___r ... . | und Frauen vieler Nationen. Sie sprachen über
6e-» I die modernsten Fragen wie Kino, Rundfunk und
I>1 “’m’* Presse. Sie einigten sich über gemeinsame Pro-
die Ritter Dürers daherzieh? 'auf dem Weg zu und leiteten ein Zusammenarbeit großen
Gott: vom Tode nicht entmutigt, vom Teufel nicht I 5 roarse,ne “nb xet£ glaube,
verführt. (Die Monatsblätter der Oblaten erschei» I e,*le. Don *)er man fühlte, daß sie stark nen moatl. reich illustriert. Preis des Jahrgangs, S-nug sein wird gegen allen Umsturz, klar genug, 12 Hefte, 3,60. Zu beziehen durch die Fuldaer um dleOrdnung eines neuen Europas zu begründen. Aktiendruckerei). I Es gab in Köln Augenblicke einer erhabenen Be
geisterung, Augenblicke, wo aller Hände sich falteten und wo alle unwillkürlich laut das Vaterunser anstimmten, jenes Gebet, das den gemeinsamen Vater grüßt, deflen Kinder wir alle sind, Spanier, Italiener, Franzosen. Polen, Ungarn, Holländer und ■ Deutsche, alle Völker der Erde. Das ist die Idee,
die einmal all den Geist, der auf der Pressa gestellt fft, einen und zu heiligem Schwung
die rheinischen, zusammenschließen, so geschieht es I fa(ten muß.
wirklich im Namen des Geistes und der Idee. Man I Cs wäre wohl angebracht, die Namen____
werkte denn auch immer wieder durch, wie sie I derer zu nennen, die vorbereitend und mftwirkend gegen die Diktatur der betriebsamen Stadt Berlin I an dieser europäischen Großtat teilgenommen sich für jene Kräfte einsetzen, die in der Landschaft, I haben. Man versteht, daß das bei der großen in der Verbundenheit mit dem Volke, in dem Mit- I Zahl hier nicht möglich ist; es ist ja auch schon ge- erleben der deutschen Geschichte liegen. Wie schon I schehen. Aber zwei Namen möchte ich als Symbol war es, als diese Stimme des Geistes und der I jener nennen, die den Ruhm des „unbekannten Seele, vielfach durch die Gemeinschaft verstärkt; I Soldaten" verdienen. Da fft einmal der Dr. Fro- weithin über das Land erklang. Sie erinnerte uns I berget, der Mezzofcmti am Rhein, der so manche daran, daß es in Deutschland nicht nur wirtschaft- | von seinen 22 Sprachen, die er schreibt und spricht, liche Probleme gibt und daß der Mensch nicht 1 in den Dienst dieser Sache gestellt hat. Jahrelang allein vom Brote lebt. Ganz zweifellos muß diese I erscheinen die Artikel dieses Gelehrten in Spanien Stimme des Geistes noch immer stärker werden, I besonders, in Südamerika, in Frankreich. Er fft ms alle Wirffchaft und alle Polittk wieder dem I bei aller feiner Siebe zu Deutschland eine unserer Seifte dient. Allerdings zeigt sich da auch eine I markantesten europäischen Persönlichkeiten, und er ®d)trüerigteit. Es stand auch die berühmte Frage I hat mitgearbeitet m der Stille, wo die Haufen
des Reichsehrenmales wieder einmal auf der Ta- I von Briefen geschrieben werden und so manche
gesordnung Sehr taktvoll und sehr zurückhaltend I Verbindungen geknüpft werden müssen. Einige
hat man sich dazu geäußert. Aber sofort trafen I Menschen muß Gott ja haben, die ganz anonym
doch bei der Diskussion dieser Frage die Gegensätze I für seine Sache arbeiten. Und bann ist da P. Ter- aufeinanber. Es zeigte sich, daß wohl alle das I hünte, S. C. I., der bas Amt des Dolmetschers Ideal wollten, daß aber jedes es anders sah. So I verwaltete. Es ist das gewiß ein untergeordnetes oft man in die Tiefe drang, traten Klüfte und I Amt. Auf eigene Gedanken verzichtend, muß der Abgründe geradezu tragisch hervor. Wie furchtbar I Dolmetscher die der anderen mit Siebe und Verist es doch, daß wir nicht einen Glauben haben I ständnis übersetzen. Da war es nun geradezu und eine alle begeisternde deuffche Idee! Noch so I staunenswert, mit welcher Knappheit und Schärfe ehrlich gewollte Freimdschaft ersetzt dock nicht innere I P. Terhünte die vielen Reden, immer frisch und Fremdheft. Was können wir einstweilen anderes I klar, wiedergab. Immer hatte er sofort den Kern tun, als einander achten und verstehen, das Posi- I erfaßt, und mancher Redner hätte sogar von diesem twe überall begrüßen und die Einheit der Siebe I Dolmetscher lernen können, wie man sich kurz und verwirklichen, wo die des Glaubens fehlt. Aber I einfach ausdrücken kann. Es war wirklich eine das muß sich das gebildete Bürgertum (wovon ich I überragende Seiftung.
bte Arbeiter keineswegs ausschließe) deutlich zum u.____ R - •
Bewußtsein bringen: Es steht ihm gegenüber em ist es einmal. Mcht die großen Zeiger, Kommunismus, der im Tiefsten den Fanattsmus I llramiattsch wn^s Zifferblatt einer Uhr man-
einer Idee hat und darum eine Stoßkraft, die I b“s Wichtigste. Das ist vielmehr das
alles, was nicht ebenfalls aus einer inbrünstig um- Zk^mms des verborgenen inneren Werkes mit fassenden Idee lebt, über den Haufen rennen wird I Mädchen. In Köln hat alles
Toleranz und Freundschaft finb hohe Werte air I 5,er,ritrf) funktioniert, «s war das Muster schöner Rettung Deuffchlands aber bedarf es nS?' Zusammenarbeit in ©faube^ Siebe unb Sachkemtt-
am Rhem. Es war wirklich wie ein Wunder. Man ] 1
bedenke doch, wie trotz aller Berständigungsver- Der Ittann im Monde.