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Kk-Itag, »en 29. Inn« 1923.
Fuldaer Zeitung
2. Blatt.
Druck bet Fuldaer Acllendrurkerei, Fulda
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um 6 Uhr
der Verkündigung des Wettschreibergebnisses findet ein Festball in der Stadthalle statt.
Gottesdienstordnunsi
Komplette Tfähenittöbel. Sinrichhirtgen. ftahlgesddrre
wirtschaftliche Namvfbeweaunaen.
= Beschlüsse der belgischen Reeder in dem Antwerpener hafenarbeikerskreik. (Gig. Funkm.) Aus Brüssel wird gemeldet: Der Reederverband trat am Dienstag nachmittag in Antwerpen zusammen, um die Maßnahmen zu prüfen ,die infolge der Fortsetzung des Streiks ergriffen werden sollen. Die Reeder sind zum Widerstand entschlossen. Es sollen, wie versichert wird, in Ueberein- stimmung mit den Reedern anderer Länder, die Schisse nach Antwerpen schicken, folgende Abmachungen getroffen worden sein: Schiffe ,die nach Antwerpen unterwegs sind, sollen mit allen verfügbaren Mitteln nach anderen HäfeN umgeleitet werden. Schiffe, die gegenwärtig im Hafen von Antwerpen liegen, sollen, soweit es möglich ist, beladen ,bezw. entladen werden und dann auslaufen. Auf diese Weise wird der Hafen leer bleiben, solange der Streik dauern wird.
beste und billigste Anschaffung.
Montag, 2. Juli. Frauenberg. Ablaßtag und Generalabso^ution für die Terziarea wegen des Festes Mariä Heimsuchung. Tag des ewigen Gebetes in der Klosterkirche. Um 5 Uhr Aussetzung des Allerhlgsten. Hl. Meßen von 5—*49 Uhr. 9 Leviten, amt. 10 letzte hl. Messe. Von 11 Uhr an öffentliche Betstunden. Nachm. 2 Uhr feiert Vesper, um 5 Uhr Schlußandacht mit Umgang.
__________ _________ ________ statt. Den Abschluß der Tagung bildet eine Rheinfahrt am Montag.
einfallen, daß ihre Andeutungen und Vermutungen so schnell furchtbare Wahrheit werden könnten! Jetzt heißt es, sich mit der Tatsache abzufinden.
Aber es graute ihm bei dem Gedanken, daß er sich mit Erik in Auseinandersetzungen wegen seiner Werbung einlassen mußte. Würde nicht jeder vernünftige Mensch eine Verlobung zwischen Jngeborg und Erik als die natürlichste Sache von der Welt betrachten? Wurden auf diese Weise nicht alle Unklarheiten aus dem Wege geräumt, die wegen der Teilhaberschaft bestanden? Olaf Sjöberg, der idiotische Krüppel, kam ja als Erbe überhaupt nicht in Betracht. Jngeborg aber wurde die Frau des ältesten Dahlgren. War das nicht eine wundervolle Lösung?
Ja, wenn nichts zwischen den Dahlgrens und Sjö- bergs ständel Dann freilich! Mit Freuden sagte er zu Eriks Werben Ja und Amen! So aber darf es nicht sein, daß Erik seine Jngeborg heiratet. Nie und nimmer! Und ihm fiel jetzt die ikNangenehme Aufgabe zu, irgend etwas zu ersinnen, um wenigstens den Aufschub der Verlobung begreiflich zu machen. Wie fing er das bloß an, ohne Eriks Mißtrauen zu wecken?
Wilde Gedanken stürmten auf Bengt Sjöberg ein. Schrille Stimmen riefen: Die Vergangenheit wird von selbst wach! Bleischwer wurden die Glieder des Hünen- haften Mannes. Mit unsicheren Schritten wankte er auf den Tisch zu, umklammerte die Glasplatte mit beiden Händen und hielt sich mühsam aufrecht. In siedenden Wirbeln raste das Blut durch seinen Körper. Das Laboratorium schien mit ihm zu kreisen. So schwer wie in dieser Stunde war es ihm schon seit vielen Jahren nicht mehr ums Herz gewesen.
Haha, da faselte dieser junge Mensch von seinem und Jngeborgs Glück! Zwei Herzen strebten in heißer Liebe zu einander, die doch immer getrennt bleiben mußten. Und wenn auch sonst der Grundzug seines Wesens schrankenlose Selbstzucht war: in diesem Augenblicke empfand er doch nichts als einen furchtbaren Schmerz über das Schicksal seines geliebten Kindes, des einzigen Menschen auf Erden, für den sein Herz wärmer schlug. Aber gerade darum, weil er Jngeborg so sehr liebte, mußte er auf diese Werbung mit einem starren .unabänderlichen Rein antworten. Fortsetzung folgt.)
sind mit Vorträgen, einer Festveranstaltung und Führungen durch die Pressa, sowie mit einer gemeinsamen Rheindampferfahrt ausgefüllt.
Verwirrung von allen möglichen Dingen redete, ohne doch seine Werbung vorzutragen.
Bengt Sjöberg wurde hellhörig. Was hatte Erik eigentlich? Der war doch sonst nicht auf den Mund gefallen! Und heute stellte er sich wie ein kleiner Junge an, der sich vor dem gestrengen Lehrer herauslügen möchte. Unter gesenkten Lidern richtete er forschende Blicke auf Erik, während das Mißtrauen in ihm immer stärker wurde. Daß hier irgend etwas nicht in Ordnung war, erkannte Sjöberg ohne weiteres. Erik scheute sich, das klar auszusprechen, was ihn anscheinend schwer bedrückte. Wenn es ein Verdacht wäre, der auf irgend eine Weise in ihm enfftanden war! Beng Sjöberg fühlte, wie er jäh die Farbe wechselte, sein Herz in stürmischen Schlägen pochte. Dann aber lachte er sich im geheimen über seine Schwäche und Torheit aus. Wenn Erik wirklich etwas von den Ereignissen wüßte, die ihm verborgen bleiben mußten, dann würde er ihm wohl kaum mit so großem Vertrauen entgegengekommen sein. Rein, es han- beite sich gewiß um rein persönliche Dinge
Erik hatte allmählich seine Scheu überwunden, wenn auch die Erregung an allen Nervensträngen riß. Ent- schlossen reckte er sich auf. Jetzt konnte und wollte er nicht mehr zurück. Die Entscheidung muhte fallen, dann konnte er Jngeborg noch immer vor seiner Abreise als verlobte Braut an sein Herz schließen.
„Onkel Bengt, gerade der Umstand, daß ich bald für längere Zeit verreisen muß, nötigt mich zum Reden. Ich nahe dir heute mit einer großen Bitte ,von deren Erfüllung das Glück zweier Menschen abhängt. Schon lange war mir Jngeborg eine liebe Schwester. Jetzt ist sie mir viel mehr geworden: Inhalt und höchstes Ziel meines Lebens. Wir lieben uns. Das gibt mir den Mut, dich um ihre Hand zu bitten. Es würde mich so sehr freuen, wenn Jngeborg bei meiner Abreise meine liebe Braut wäre. Gib mir ein Recht dazu, und du machst uns beide über die Maßen glücklich."
Bengt Sjöberg hatte mit wachsendem Erstaunen diesen Worten gelauscht. Sein erster Gedanke war: Anne hat also doch recht gehabt, als sie mich auf diese Möglichkeit aufmerksam machte, daß Erik meine Jngeborg lieb haben könnte. Und ich Narr erschrak zwar erst, lachte sie dann ober-auäl Und nicht im Traume ließ ich es mir
Israelitischer Gottesdienst.
Samstag, 80. Juni. Vorabends 7.30, morgens 7.30, nachm. 6.00, Sabbatausgang 9.40.
Wochentag»: Morgens 6.30, nachmittags 7.20 und abends 9 36.
= Deutsche Frauentagung in Köln 1928. Die Deut- sche Frauentagung, die anläßlich der Pressa vom 26 bis 28. Juni Juni in Köln stattfindet, wurde am Dienstag vormittag durch eine Kundgebung im Großen Saal der Messe eröffnet. Rund 5000 Frauen aus allen Teilen des Reiches nahmen daran teil. In ihrer Begrüßungsansprache bezeichnete Frau Oberbürgermeister Adenauer als Zweck der Tagung: Deutung und Beleuchtung der Abteilung „Frau und Presse" der Internationalen Presseausstellung in wissenschaftlicher, kultureller und sozialer Hinsicht. Den Hauptvortrag hielt Frau Gertrud Bäumer über das Thema „Die weibliche Bestimmung im Wandel der Lebensform". Es folgte eine Reihe von Vorträgen von Führerinnen in der Frauenbewegung über das Wesen weiblicher Kultur. Die folgenden Tage
Bengt Sjöberg hatte anfangs mit gesenkten Lidern vor seinem jungen Teilhaber dagestanden, als inter- effierten ihn seine Mitteilungen nicht im mindesten. Aber er war doch unmerklich zusammengezuckt, als Erik vom Tode seines Vaters sprach. Bengt Sjöberg erschauerte jedesmal, wenn er an jene traurige Tatsache erinnert wurde. Doch äußerlich blieb er vollkommen ruhig. Befreit atmete er auf, als Erik von dem erfreulichen Ergebnis feiner Untersuchungen sprach. Wenn es sich um mehr als zufällige Einsprengungen handette, dann konnte dieser Fund von hoher Bedeutung für die Firma wer- den. Daß Erik an Ort und Stelle weiter prüfen würde, unterlag Sjöberg keinem Zweifel. Und gerade jetzt war die günsttgste Zeit für einen Aufenthalt in jener rauhen Gegend. Denn im Herbst und Winter waren die Bergwege ganz unpassierbar ,die Untersuchung des Bodens unmöglich.
Mochte Erik doch reifen! Für einige Monate konnte man ihn ganz gut entbehren. Der Betrieb lief ja wie am Schnürchen. War Erik abwesend, dann mußte die Auseinandersetzung zwischen ihm und den Brüdern Dahlgren verschoben werden. So gewann er Zeit, auf neue Ausflüchte und Winkelzüge zu sinnen, durch Rücklagen an Bargeld seinen eigenen Einfluß in der Firma zu stärken.
Blitzgeschwind zuckten diese Gedanken durch Sjöbergs Hirn. Begeistert reckte er die Arme: „Donnerwetter, Erik, das wäre freilich eine feine Sache, wenn wir auf unserem Grund und Boden Kupfer fänden! Das ist ein rarer Artikel, und die Dankees knöpfen uns dafür unverschämtes Geld ab. Na, es versteht sich doch wohl am IRnnbe, daß du so bald als möglich in jene schöne Gegend fährst, um dich an Ort und Stelle zu überzeugen, was an der Geschichte ist. Habe ich es erraten?“
„Allerdings, Onkel Bengt, das war mein erster Gedanke, als ich dieses schöne Ergebnis erziette." Für einen Augenblick stockte er. Heiß stieg es in ihm auf. Alles in ihm drängte: Warum willst du zögern und dir nicht vor aller Wett das Anrecht auf Jngeborgs Hand und Herz zu sichern? Du brauchst dich doch mit deiner Siebe nicht zu verkriechen!
. Aber eine unerklärliche Scheu bedrückte ihn, daß er "icht gleich die rechtep IDorte fqnd, sonderst in seltsamer
Katholischer Gölte,dienst.
Freitag, 29. Juni. Fest Peter und Paul. Kollekte für den hl. Vater. $ulba. Dom. Am Donnerstag *45—7 Uhr Beichte. Freitag V,6 Uhr ab Beichte. Gottesdienste: */»6, 6, *47, 7 hl. Messen mit Gelegenheit zum Empfang der hl. Komm. R Pfarramt mit Predigt. *410 Bischöfl. Hochamt. *412 lehle HI. Messe mit Pred. J/«2 Andacht zur Erhaltung wahren Glaubens. Um 4 Ubr nachmittags Bischoff. Vefper. — Stadtpfarrkirche. Beichte: Donnerstag nachmittag 3—7, 7*4-8*4, Freitag früh 6’/«—7. Festta"Saottesdienste: 6 hl. Messe und Ansprache. 6*4 hl. Messe. 8 erster Echulgottesdienst, Predigt und Komm, des 4. Schuljahres. 9'/, Pfarramt und Predigt. 11 zweiter Schulgottesdienst und Predigt. 2*4 Uhr Segensandacht. — Pfarrkirche j«m hl Seift Donnerstag 6—6 Beichte. Freitag (Peter und Pauli 6—7 Beichte. 7 Frühmesse mit Ansprache. 8 Hochamt und Predigt *'»11 Gottesdienst und Ansprache. Abends 8 Ubr SegenSandackt. — Sriedhofrkapelle am FranzofenwSldchen. 6'/« hl. Messe mit Kommun.-Austeiig Samstag kein Gottesdienst. — Nonnenkirche. Um 6 Konventmesse, *49 Konventamt. — Krauenberg. Ablaßtag und Generalabsolutton für die Terziaren. Hl. Messen von 6—7 Uhr. 8 Singmesse mit Predigt und liturg. Gebeten 9 Uhr Levitenamt mit Aussetzung und Predigt. 2 Uhr Kreuzwegandacht und Predigt fauf dem Kalvarienberg). Abends um *48 Uhr ist Herz - Jesu»Andacht mit kurzer Predigt.
Samstag, 30. Juni. Frauenberg. Abends *48 Schluß der Herz-Jesu-Andachten mit kurzer Predigt und Te Deum.
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wer hat Schlageter verraten?
Meineidsprozeh gegen Götze.
In Berlin spielt zur Zeit ein Meineidsprozeh gegen den ehemaligen Roßbacher Götze, der zusammen mit dem Studenten Schneider in dem Verdacht steht, Schlageter an die Franzosen verraten zu haben.
Götze hatte gegenüber dem früheren französischen Kriminalbeamten Müller unter feinem Eid bestritten, ein Spion hn Dienste der Franzosen gewesen zu sein und Schlageter verraten zu haben. Er wurde daraufhin we- gen Meineidsverdacht verhaftet. Götze, heute 24 Jahre alt, trat in den oberschlesischen Grenzschutz als Sechzehn- jähriger ein und lernte dort Hauen st ein und Roßbach kennen. Hauenstein organisierte 1923 ein Sabotagekommando int Ruhrgebiet, in das Götze zwar nicht ausgenommen wurde, aber er wurde doch nach Essen geschickt zur Beobachtung der konmmn'sti- schen Bewegung. Wie der Angeklagte angibt, wurde er von den Franzosen verhaftet, die ihn verprügelt und mit allen Mitteln versucht hätten, von ihm über das Korn- mando Schlageter? Nachrichten zu bekommen. Nach vielen Mißhandlungen habe man ihn gefragt, ob er bereit sei, den Franzosen Nachrichten über die kommunistische Bewegung zu bringen, und um frei zu kommen, habe er zugesagt.
Daraufhin sei er entlassen worden und habe mit Schneider abgemacht, den Franzosen nur g e - fälschte Berichte zu übergeben. Götze bestritt, daß er versucht habe, Hauenstein ins besetzte Gebiet zu locken. Auf Vorhaltungen des Vorsitzenden mußte der Angeklagte zugeben, daß er bei den Franzosen ein Bild Hartensteins gesehen, dies aber Hauenstein selbst nicht mit- geteilt habe. Der Vorsitzende hielt dem Angeklagten vor, daß er mit Hauenstein ein unehrliches Spiel "getrieben habe.
Der Angeklagte äußerte die Ansicht, daß der Verrat an Schlageter dadurch erfolgt sei, daß Hauenstein mit einer Frau, die eine französische Spionin war, ein Hotel besucht habe. Dadurch hätten die Franz >sen Schlageters Spur gefunden. Demgegenüber w-es der Vorsitzende darauf hin, daß nach einer oü-frfi.mna des Innenministers Severing im Landtag Hauenstein behauptet habe, der Verrat an Schlageter fei auf Veranlassung von Roßbach durch Wilh^'m Schneider und Götze erfolgt. Der Staatsanwalt bemerkte, daß die heutige 2tusfage Götze? wesentlich von seinen früheren Bekundungen abweiche.
Durch Zeugenaussagen wird Götze bann schwer belastet. Zwar erklärt der Student Otto Schneider, er hätte vor dem Reichsgericht bewußt falsch ausgesagt, wenn er Götze in den Verdacht gebracht habe, schon vor dem 13. April 1923 mit den Franzosen in Verbindung gestanden habe. Schlageters Verhaftung fei nur durch einen Zufall erfolgt. Von den übrigen Zeugen wird aber ausgefagt, daß sie Götze und Schneider für die Verräter halten. Bei der französischen Kriminalpolizei habe darüber kein Zwei- fe! bestanden. Die beiden seien auch bereit gewesen, Hauenstein zu verraten
Der Prmeß gibt im allgemeinen das übliche Bild der abscheulichen Atmosphäre persönlicher Jntriguen und gegenseitiger Anschuldigungen sowie trran es bei den Die- len Prozessen zwischen Angehörigen rechtsradikaler Or- ganifationen leider zu oft zu sehen bekommt.
Soziales.
— Verlängerung der kurzarbeikerunlerstühung. Der Verwaltungsrat der Reichsanstalt für Arbeitsvermitt- hing unb Arbeitslosenunterstützung hat mit Zustimmung des Reichsarbettsministers verordnet, daß die Kurzar. beiterunterftützung bis zum 1. September 1928 'm gegenwärtigen Umfange bestehen bleibt.
von den Hochschulen.
= Vaden und feine Hochschulen. Dem badischen Land- tag liegt eine Entschließung des Haushaltsausschusses vor, welche betont, daß Baden mit unverhältnismäßig hohen Hochschul-Ausgaben belastet fei und die bad'!,her Hochschulen überdies wichtige deutsche Grenzlandaukga- ben zu erfüllen hätten. Unter Darlegung dieser Tatsache« soll die Regierung bei der Reichsregierung mit dem Antrag vorstellig werden, das Reich möge die bestehender Ungleichheiten durch Reichszuschüsse und auf den! Wege des Finanzausgleichs ausgleichen. Unterrichtsminister Seers nahm am Dienstag in der Plenarsitzung zu
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— Reichslagung de» Verbandes der akademischen Fi- «anzbeamlen. Die diesjährige Reichstagung des Der- aandes der akademischen Finanzbeamten in Kassel gewann dadurch besondere Bedeutung, daß auf ihr nicht nur derusltche und organisatorische, sondern auch die Hauptfragen der Steuergesetzgebung in bemerkenswerter Weise behandett wurden. Sonntag vormittag fand eine öffentliche Kundgebung des Reichsverbandes statt, in der der stellvertretende Vorsitzende Oberregierungsrat
io| Das heilige Recht.
Freilich, Jngeborg hatte ihn gebeten, mit der Werbung zu warten, bis sie den Vater besser darauf vorbe. reitet haben würde. Es war wohl hauptsächlich mäd- chenhafte Scheu, was sie zu dieser Bitte veranlaßt hatte. Und damals dachten sie ja auch beide nicht daran, daß sie für längere Zeit getrennt werden könnten. Jetzt aber mußte er fort! Keinem anderen durfte er eine Unter- fuchung von so hoher Wichtigkeit anvertrauen. Warum sollte er vor seiner Abreise nicht um Jngeborg werben! War es nicht eine glückliche Lösung, wenn die beiden Familien Dahlgren und Sjöberg durch eine Heirat zu einer verschmolzen? Onkel Bengt war viel zu klug, als daß er die Vorteile einer solchen Verbindung nicht eingesehen hätte.
Schwer wuchtende Schritte rissen ihn aus seinen Gedanken. Als er aufschaute, stand Bengt Sjöberg im Rahmen der Tür.
„Hätte ich geahnt, daß du im Laboratorium bist, dann hätte ich mir den Umweg sparen können," meinte Sjöberg, während er sich Erik näherte: „hast du denn so wichtige Arbeiten vor, daß du noch in später Abendstunde hier hocken mußt?"
1®r[if^rtD’i)erte hastig: „Am Tage finde ich zu solchen Untersuchungen keine Zeit, da müssen schon die Abendstunden herhalten. Heute war übrigens meine Arbeit von einem schönen Erfolge gekrönt." Er holte die Probiergläschen aus dem Schrank, in den er sie eingeschlossen
and meinte: „Es ist ja häufig davon gesprochen worden, daß mein Vater kurz vor seinem Tode am Fuße des «tadian nach abbauwürdigen Kupfererzlagern fahn-
®em. iahes Ende machte dem Suchen ein Ende.
Iie& ber Gedanke nicht zur Ruhe kommen, daß der Vater wohl kaum aufs Geratewohl seine Unter- fudjungen angestellt haben konnte, vielmehr mußte er zweifellos von dem Vorhandensein von Kupfererz überzeugt gewesen fein. Nun ließ ich mir in aller Stille Gesteinsproben kommen und habe sie sorgfältig untersucht. Heute habe ich einwandfrei verhältnismäßig starken Kupfergehalt festgestellt, und die Probe war Unserem Eigenen Grund und Boden entnommen." <
Landwirtschaftliches.
= Neues über die lUilchergiebigkeit der Kühe. Man nimmt an, daß in Deutschland der durchschnittliche Milchertrag einer Kuh etwa 2000 Klg. jährlich beträgt. In den Kontrollvereinen kommen aber Durchschnittsleistungen von 3000 bis 4000 Klg. vor. Ja in Einzelfällen ist es sogar gelungen, den jährlichen Milchertrag einer Kuh bis auf 9000 Klg. zu steigern. Solche Einzelfälle kommen aber wenig in Betracht, da die Wirtschaftlichkeit der Erzeugung dann nicht immer gewährleistet ist und die höchste Leistungsfähigkeit eines Tieres verhältnismäßig schnell nachläßt. Wichtiger ist es, daß die Durchschnittsleistung im allgemeinen gesteigert wird. Nun sind viele Züchter der Ansicht, daß eine bestimmte physiologische Leistung wie die Milchergiebigkeit mit einer bestimmten Ausbildung äußerer Körpermerkmale (Gliederbau. Größe des Euters, Haarstärke, Gestalt des Kopfes, Milchspiegel ufro.) verknüpft fei. Genaue Nachprüfungen haben aber ergeben, daß unverkennbare Zusammenhänge sich nicht nadjroeifen lassen. Man ist vielmehr zu der Ansicht gekommen, daß die Milchbelastung sich hinsichtlich ihrer Veränderlichkeit wie jeder Formcharakter verhält.
I Pfarramt und Predigt. 11 zweiter SchulaotteSdienst und Pred. 9*4 Christen!, der Jünalinae in der Seberiktrche.
| 1*4 Christen!, der Junafr. 2*4 Rosenkranz-Bruderschaft. Die heilige Kommunion wird von 5*4—7*4 Ubr jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 8*4 und 9*4 Uhr. WerktagSgotteSdienste: 6, 7*4 und 8 Uhr. Mittwoch, Freitag, SamStaa früh um 6 Uhr Beichtgeleoenheit. Freitag Abend um 8 U*m ist Se-,enS - Andacht. — Pfarrkirche zum heiligen Keift. 7 Uhr Frühmesse mit Ansprache. 8 Ubr Hochamt mit Predigt, Kommun, des 8. Schuljahres. *411 KindergotteSdienst mit Ansprache. Abends 8 Ubr Eeaensandacht, Mittwoch Abend 8 Uhr Seaensandackt. Freitag Herz-Jesu.Freitag. 6—7 Ubr Beichte. 7 Uhr Amt. Donnerstag von 6—6 Beichte Werktags 6 Ubr bl Messe. 7*4 Uhr Schulgottesdienst. Beichtgelegenheit jeden Morgen von *47 bis 7 Ubr und Samstag von 4—6 Uhr. Sonntag Morgen 6—7 Ubr. Kommun »Austeilung vor und nach jedem Gottesdienst, am Sonntag Im Hochamt um 8 Uhr vormittags. — St Sturmius - Pfarrkirche. 7*4 Kommun.-AuStlg. 7*4 Frühmesse mit Prediat. Komm, des Männerapostol. 9 Hochamt mit Pred. Danach Christen!. *42 Segensand — klbtrikirche der Senediktinerinnen. Um 6 Konventmeffe, *49 Uhr Konventamt. — herz - Jesu - keim. Um 8 Uhr Amt und Predigt. 2 An »acht und Segen Werktags ist die hl. Meile um 6. Mittwoch 8’4 SecenSandacht. — ftriedhofskapelle am Hronzoseuwäldchen. Sonntag- 6*4 hl. Messe mit Ansprache und Kommunion - Austeilung. Werktags: 6*4 bl. Messe mit Kommunion-Austeilung. — Seotrihir*e. 7 bt. Messe. 8 Dberrealschulaottesdienst. — Cronenberg. Feier des TitularfesteS der Martanischen Bruderschaft. Hl. Messen von 5 bis 7 Ubr. 8 Ubr BruderschaftSmesse mit Predi-t. In der 7 und 8 Ubr- Messe Generalkomm. der Mitglieder. 9 Uhr Levitenamt mit Predigt. 2 Uhr Predigt, Andacht und Umgang für die Marianische Bruderschaft, darauf Neuwahl des Vorstandes. (Die Beichtstühle rechts sowie im Beicht- gtjng sind von 6 Uhr ab für die BruderschaflSmitglieder reserviert).
Neuenberg. *49 Uhr Amt und Predigt. — Lehr erz. *410 Ubr Amt und Predigt. — vietershan. 8 Uhr Amt und Predigt.
Maria Ehrenberg. Sonntag, den 1. Julr, Mariä Heimsuchung ab 5 Uhr Beichte. 8 Uhr hl. Messe. Um 9 Uhr Predigt und Hochamt.
dieser Entschließung Stellung Es sei Tatsache, daß Baden trotz seiner schwierigen Finanzlage seine drei Hochschulen auf einer stattlichen Höhe gehalten habe. Man sollte es sich aber sehr ernstlich überlegen, ob man unter dem vielleicht schnell vorübergehenden Eindruck einer ge. wissen Not eines unserer höchsten Kulturgüter aus dem Lande verweisen wolle. Der Minister hob den Vorzug von Länderuniversitäten hervor und bemerkte, das Reich gebe schon jetzt Mittel für die Hochschulen aus. Erwünscht wäre allerdings, daß die Länder über die Verwendungsart selbst bestimmen könnten. Auch der Umstand, daß auch viele Nichtbadener an unseren Hochschulen studieren, rechtfertigt den Ausgleich. An der Annahme des Ausschußantrages ist nicht zu zweifeln.
Dr. Ritter-Berlin den Geschäftsbericht erstattete. Darauf fpradj Dr. Zanden in einem groß angelegten Vortrag über Steuerfragen der Zukunft.
— 48. verbandokag des Hessisch-Nassauischen Surz- fchrifiverbandes. In Verbindung mit der Feier des 20- jährigen Bestehens der Stenographenvereinigung (Verein für Einheitskurzschrist) Mainz veranstaltet der Hess.- Naffauische Kurzschriftverband in der Zeit vom 30. Juni bis 1. Juli 1928 in Mainz seinen 48. Verbandstag. Die Tagung wird am Samstag nachmittag mit einer Derbandsvertreterversammlung eingeleitet, an die sich ein Rheinischer Abend im Rheingoldsaal der Stadthalle schließt. Das Verbandswettschreiben findet Sonntag vormittag 9 Uhr in drei Schulen statt. Im Mittelpunkt der Tagung steht die am Sonntag um 12 Uhr im großen Saal der Stadthalle veranstaltete öffentliche Festversammlung, in der Bundesvorsitzender Regierungsrat Dr. Blauert-Dresden die Festrede halten wird. Nach
Sonntag, 1. Juli. Hulda, vom. Ewiges Gebet. Kollekte für die JosephSkirche. 1. Beichtgelegen- heilen sind: SamStaa morgens von *,6 Uhr ob; nachmittags von 2—3 für Kinder; von *45—7 Uhr und von *48 Uhr ab für Erwachsene; Sonntag morgens von *'«6 Nhr ab. 2. SonntagSgotteSdienste: *46, 6, */,7 unb 7 Uhr bl. Messen mit Gelegenheit zum Empfang der hl. Kommunion. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt, Kommun, des Männerapostol. und der Kinder des 8. Schuljahres. *410 Uhr Kathedralamt mit Predigt. Danach Betstunde für die Männer, Andacht um Wiedervereinigung im Glauben. Um *412 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 12—1 Betstunde für alle Jünglinge, Kaufleute, höhere Schulen, Gesellen 2. Fronl.-And.; 1—2 für die Schulkinder 3. Fronl.-And.; 2—3 Uhr für die hochw. Dom« geistlichkeit; 8—4 für die Jungfr. 4. Fronl.-And.; von 4—5 für die Frauen und Mütter 5. Fronl.-And.; von 5—6 stille Anbetung für die Sakraments-Bruderschaft; 6 Schlußandacht mit Umgang, Te Deum und Segen. 8. Werktagsgottesdienste: Jeden Morgen von *46—7 Uhr halbstündlich hl. Messen mit Austeilung der hl. Kom. *48 Uhr Pfarrgottesdienst mit hl. Kommunion. 9 Uhr letz te hl. Messe mit Austeilung der hl. Kommunron. Montag abend um *48 Uhr Andacht mit Segen. — stadtpfarrkirche. Kollekte für bie St.SturmiuS- kirche. Beichtgelegenheit: Samstag nachm. von 3—7, 7*4—8*4, Sonntag früh 5’4—7 Uhr. SonntaoS-Gottes- bienste: 6 hl. Messe mit Ansprache, 6’4 hl. Messe unb Komm. beS Männerapostolates 8 erster SchulgotteSdienst, Predigt unb Kommunion beS 8. Schuljahres. 9*4 Ubr
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