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FuldaerZertung

Anzeiger für die Stabt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.

Ar. 132.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen:Die Welt im Bild" undBuchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9. :< Monatlicher Bezugspreis 1,80 Mk.

Samstag, 9. Juni 1928.

Anzeigen-Preise: Kleinzeile <Colonel) lokal 0,15 5Ul, auswärts 0,20 JUt. Reklamezeile: lokal 0,60 5LH, auswärts 0,80 JLX. Bei Wiederholungen Rabatt. :»: Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 4051 >:

55.Zahrg.

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Schwarzer Tag für die Reichsmarine

mer ennpreaie. Las Weit im Elsaß, so erklärt der gelegt seien. Er nannte« r V.

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I es zu einer Lohnzwangswirtschaft ge­

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fung und entgegenkommenden Lösung bereit sind, wenn man von uns etwas verlangt, was weder unsere Sicherheit noch unser Recht auf Reparatio­nen berührt. Weit davon entfernt. Frankreich zu isolieren, sind wir fest entschlossen, uns immer enger dem Leben der Welt anzuschließen. Wir ge­hören nicht zu denen, die sich einbilden, oder vor­geben, daß der Begriff des Vaterlandes überlebt fei. Aber wir sind davon überzeugt, dob in einer Welt, in der die Wissenschaft taatäglick die Be­griffe von Raum und Zeit umstürzt, kein Balk mehr das Recht hat, sich auf sich s e l b st zurück- »uziehen. noch andere zu beherrschen, sondern daß das Gedeihen eines Jeden von dem a l l- meinen Gedeihen abhängt und baß zwischen

ist doch von vornherein anzunehmen, daß es nicht im Interesse einer gesunden Staatspolitik liegen kann, gewichtige Wirtschaftszweige im eigenen Land abzuwürgen oder Gesetze zu machen, lediglich zu dem Zwecke, diesem oder jenem Wirtschaftszweig aus reinem Vergnügen an Quälereien lästig zu fallen. Man könne sich bester miteinander verstän­digen. wenn die Interessengruppen ihre besonderen Wünsche auf die Einstellung, die der Staatsmann notwendig einnehmen muß, abzustimmen wenig­stens versuchen. Cs gibt dann leichter eine ge­meinschaftliche Diskussionsbasis.

Von solchem Entgegenkommen hat leider die Rede Dr. Brandis nichts merken lasten. Cs mag eine Meinungsverschiedenheit darüber möglich sein, ob die Gesetze, die gegenwärtig dar Verhältnis vcn Bergherrn und Arbettern regeln, ein Höchstmaß von

nicht mit Streik oder Arbeitsverminderung bedro­hen. Im Anschluß daran wird die Einbringung eines Grundgesetzes über die Rechte und Pflichten der Staatsbeamten angekündigt. Als wesentlicher Punkt der republikanischen Gesetzgebung wird die Aufrechterhaltung der Neutralität der Schulen und der Weltlichkeit des Staates hervorgehoben. In diesem Zusammenhang kommt die Regierungser­klärung auch auf die Frage der Anwendung die­ser Gesetzgebung auf Els - L ot h ri ng«n zu sprechen. Diesen drei Departements, so wird ausgeführt, die an ihrer konfessionellenSchule festge- halten haben, die neben dem Französischen oder dem Deutschen stets einen besonderen Dialekt ge­sprochen haben, kann unter keinen Umständen eine Regelung aufgezwungen werden, die sie niemals gekannt haben.

Den Frieden im Innern sieht Poincare beson­ders bedroht durch die Umtriebe der Kommuni­sten, denen er scharfen Kampf ansagt. Er fährt alsdann fort:Wir wollen zum Wohle des Vater­landes, zum Wohle Europas, zum Wohle der Menschheit arbeiten. Der Krieg ist vorbei. Wir sind als Sieger, aber hart mitgenommen, daraus hervorgegangen. Nach jedem blutigen Konflikt ist es Sache der Sieger, den Besiegten die Hand zu reichen, wenn diese bereit sind, ehrlich die Verträge zu beobachten, und wenn sie nicht die peinliche Erinnerung an die Feindseligkeiten verewigen wol­len. Aber außerdem ist es Sache sämtlicher ge­prüfter Volker, der Sieger wie der Besiegten, ja sogar der Neutralen, einzusehen, daß keines von ihnen sich vollkommen wieder erheben kann, wenn nicht alle sich gegenseitig durch eine progressive wirtschaftliche, intellektuelle und moralische Ver­ständigung helfen. Frankreich hat keine Gelegen­heit vorübergehen lassen zu zeigen, daß es den ge­waltsamen Lösungen die schiedsgerichtliche Regelung vorzieht, und daß es außerdem zu jeder Annäherung bereit ist, vorausgesetzt, daß kein Hintergedanke an eine Revision der Verträge die Rückkehr zu freundschaftlichen Beziehungen stören oder beeinträchtigen würde. Frankreich verlangt von niemandem etwas, es fei denn die Einhaltung der ihm gegenüber eingegangenen Verpflichtungen. Wir haben immer bei verschiedenen Gelegenheiten bewiesen, erst noch jüngst anläßlich der Tanger- aff8re, daß wir zu einer wohlwollenden Prü-

Herrschaft des minderwertigen Durchschnitts und die freie Bahn für den Strebsamen und Tüchtigen. Freie Verfügung des Arbeiters über feine Arbeits- kraft.

d) Reform der sozialpolitischen Gesetzgebung. Nicht nur das Materielle dürfe, wie heute, aus­schlaggebend sein, es müsse vielmehr das Moralische in den Vordergrund treten.

e) Verbesserungen der Transportverhältnisse für Erze und Kohle, um den Wettbewerb des Auslan­des im Inlande auszuschließen, andererseits An- streben vernünftiger internationaler Verständigung auf dem Kohlenmarkt.

Es gibt heutzutage keine Versammlung von Wirtschaftsgruppen mehr, mögen sie der Schwer­industrie angehören, dem Großhandel ober dem Kleingewerbe, der Landwirtschaft oder was es sonst noch an Branchen gibt, die nicht irgendwie Klage über die Lasten anstimmte, die ihr vom Staate auf­gewälzt sind. Wenn die Gesetzgebung allen die­sen Beschwerden nachgeben wollte, so würde der Staat sehr schnell existenzunfähig werden. An diese Klagen gewöhnt man sich aber allmählich, dafür sind ja die Organisationen und ihre Syndici da, daß sie die Behörden mit den Interessen und Schmerzen ihrer Branchen gehörig bekanntmachen. Es bleibt aber bann versöhnlich für diejenigen, die solche Sorgen einer bestimmten Gruppe berufs­mäßig mit den Sorgen des Gesamtvolkes zu ver­gleichen haben, wenn die in Frage kommende Be- rufsgrupve wenigstens versucht, ihre Forderungen auch innerhalb der Lebensnotwendigkeit des Ge­samtvolkes zu betrachten und zu begründen. Es

Die erste Arbeitssitzung der französischen Kam­mer fand in Anwesenheit fast sämtlicher Abgeord­neten statt. Es waren rund 600 Abgeordnete an- roefenb und noch niemals hat man einen derartig starken Besuch feststellen können. Die Regie- rungserklärung, die von Ministerprä­sident Poincare selbst verlesen wurde, wurde stellenweise mit starkem Beifall ausgenommen, an anderen Stellen wurde Opposition seitens der links st ehenden Parteien, besonders seitens der Kommunisten, laut. Die Kammer hat nach Verlesung der Regierungserklärung die Sitzung ab­gebrochen. Nach Wiedereröffnung schlägt Kammer­präsident Bouisson vor, die Diskussion über die -Politik der Regierung und die Diskussion über die vorliegenden Anträge der Adg. Walter und Uhry betr. die Freilassung der verhafteten Autonomisten und Kommunisten, so­wie über die Frage der vollkommenen Amnestie aller wegen politischer Verbrechen Verurteilten auf kommenden Donnerstag zu vertagen. Hiergegen erhebt sich Widerspruch. Zunächst wendet sich gegen diesen Antrag der sozialistische Abg. Vincent Au- riol, hierauf der Kommunist Barthon und schließ­lich der katholische elsässische Adg. Michel Walter. Als dieser das Wort ergreifen will, entsteht ein solcher Lärm, daß es dem Vorsitzenden der Kam­mer nicht gelingt, dem Abgeordneten Gehör zu ver­schaffen. Es muß deshalb die Sitzung abgebrochen werden. Nach Wiederbeginn der Sitzung fordert der Abg. Walter die sofortige Diskussion seiner An­träge, da über die Tätigkeit der Abgeordneten Dr. Ricklin und Rosse nur in deren Gegenwart verhan­delt werden könne. Das gesamte Elsaß erwarte, man den beiden vom Schwurgericht Derurteil-

trum auf btefe Weise zwischen zwei Mühlsteine pressen zu können, aus denen ihm nur der Weg der Option für die eine oder andere Mchtung oder aber der Zermürbung bliebe.

sich die Morgennresse im großen und ganzen a b wartend.Motin" erklärt: Als Poincare bii Rednertribüne verließ, machte sich eine revubsikani sche Konzentration bemerkbar, während die beidoi äußersten Flügel der Versammlung eine schmol lende Haltung einnahmen.Oeuvre" schreibt: Is es nicht eigenartig, daß die erste Geste dieser Kam mer, die doch eine Kammer der Arbeit und Reali tat sein soll, gewesen ist. sich auf kommenden Don nerstag zu vertagen?ßuotibien" sagt: Alle, in allem hatte man den Eindruck, daß die Kammer anstatt eines-* Reformprogramms Präzisionen er wartet hatte, die nicht gegeben worden sind. ..Gau lois" meint: Niemand kann bezweifeln, daß dei Ministerpräsident uns ein schönes und verführeri sches Programm vorgelegt hat, aber die beunruhig, ten Geister fragen sich mit Recht, wie die Regle, rung ihre großmütigen Versprechungen will ver wirklichen können.Victoire" äußert sich: 0ii unendlich lange Regierungserklärung, die der Senat und die Kammer zum Gähnen gebracht ha und auch ganz Frankreich zum Gähnen bringet wird, ist nur eine Anordnung von Banalitäter und Gemeinplätzen, wie man sie seit einem halber Jahrhundert in allen Regierungserklärungen findet.

rotb. Paris, 8. Juni. (Eig. Funkm.) Zur grammatifchen Erklärung der Regierung undhrci Aufnahme durch die neugewäbste Kammer verhol

den Nationen wie zwischen den Individuen Fortschritt für den Einzelnen möglich ist bei Fortschritt für Alle.

Bas (Ftfto.

Explosion auf einem Minenleger.

rotb. Siel, 8. Juni. (Eig. Funkm.) Gestern abend explodierte bei einer Uebung des Sperr-

beginn Her PaclanleMrbeit in Paris

Die elsässische Frage.

mütig auf die Einberus...... ________u_________

Parteitages, und wenn Hermann Müller am Sanstag vormittag dem Rufe des Reichspräsiden­ten zur Erörterung der politischen Lage folgt, so geschicht dies ohne gebundene Marschroute. Der Verzicht auf eine gebundene Marschroute bedeutet für die Sozialdemokratie natürlich noch nicht, daß sie offne Voraussetzungen zu einer Koalitrons- gemem schäft mit anderen Parteien bereit ist. Es werden Erörterungen notwendig sein über die Frage der Arbeitszeit, der Reichswehr, der Wahlreform, der Amnestie und viele andere Dinge. Ihr Ergebnis wird zeigen, ob letzten Endes

Schlummer verfallen war, sucht sich wieder zu be­leben. Es ist außerordentlich charakteristisch, daß man das durch das Mittel der Bestellung vonEhren­vorsitzenden" versucht, von denen der eine der Führer der Deutschen Volkspartei, Stresemann, der andere der Führer der demokratischen Partei, Abgeordneter Koch- Weser, ist. Und nun will man sich in den nächsten Tagen zusammensetzen und will über di» weitere Taktik verhandeln.

Da haben wir's also: Demokraten und Deutsche Volkspartei, Koch- Weser, Reinhold und S t re- semann sind sich absolut klar darüber, daß die beiderseits von ihnen vertretenen Parteien zu einer Einigung kommen müssen, wenn sie nicht beide der Schwindsucht verfallen sollen. Diese liberale Einigung hätte aber nur platonischen Zweck, wenn sie sich nicht auch politisch-parlamentarisch auswir­ken würde, und so denkt man denn in diesen Krei­sen auch an die Schaffung einer parlamentarischen Arbeitsgemeinschaft. Das alles zu dem Zweck, um zunächst einmal unter sich engere Fühlung zu ge­winnen und über die politische und wnstschaftliche Marschroute sich klar zu werden, wobei der noch unausgesprochene Hintergedanke mst das treibende Element ist, daß auf diesem Wege man allgemach 'zu einer Ausschaltung des Zentrums als bestimmender politisch-parlamentarischer Faktor kom- men könnte.

Wir sehen hier Ansätze zu einer politischen Ent­wicklung, die gerade von uns aus mit allem ge­botenen Ernst beachtet werden muß. Freilich ist man noch nicht so west, daß man zu einem Zu­sammenschluß der beiden Parteien käme, aber die Ansätze dazu sind zweifellos vorhanden. Man lebt in der Idee der Schaffung eines Zweiparteien« Systems in Deutschland mst dem Ziel der Ausschal­tung einer rein weltanschaulich gerichteten Partei, wie es das Zentrum ist und auf der Grundlage der Orientierung lediglich nach politischen und toirt« schastlichen Zweckmäßigkeitsrücksichten. Diese liberale Vereinigung soll offenbar di« erste Etappe für eine derartig« Entwicklung sein, die ja auch in der Linie der gerade von demokratischer Seite vertre­tenen Idee der einheitlichen großen Republi­kanischen Partei liegt. Man Hoffs ' ' ' trum auf diese Weis« zwischen zwei

rotb. Berlin, 8. Juni. (Eig. Funkm.) Der Herr Reichspräsident empfing heute den Reichskanzler Dr. M arx zu einer Besprechung über die Neubil­dung der Regierung. Für den morgigen Tag wird der Herr Reichspräsident zunächst den Relchstags- präsidenten Lobe empfangen; außerdem hat er «ine Reihe von Einzelbefprechungen mit den Füh­rern der Fraktionen des Reichstages vorgesehen.

- 17 nr^w

Der sozialdemokratische Parteiaus­schuß, der am Mittwoch in Köln tagte, faßte nach mehrstündiger Beratung folgenden Beschluß:

In dem Ergebnis der Reichstagswahlen hat das deutsche Volk den Willen bekundet, daß die Sozialdemokratie die Führung der Re­gierungsbildung übernimmt. Der Parte'iausschuß erklärt sich damit einverstanden, daß die Frak­tion die notwendigen Verhandlungen hierfür em-

ein gen,'infames Regierungsprogramm möglich ist und ob die Aussicht besteht, auf lange Sicht zu regieren. Aus diesem Programm muß unseres Erachtens klar und deutlich hervorgehen, daß ein neuer Kurs eingeschlagen wird und sich im Ver- gleich zu Mnpwas gestern wär, tatsächlich etwas geändert hat und für die Zukunft noch vieles ändern soll. An einer Regierung, die von vorn­herein auch nur zum geringsten Teil einen baldi­gen Verfall in sich tragen würde, hat die Sozial­demokratie kein Interesse. Wie sich die Verhand­lungen der Parteiführer im einzelnen gestalten und entwickeln werden, ist noch völlig unbestimmt. Weder über die parlamentarische Basis der neuen Regie- rung noch über deren personelle Zusammensetzung steht ,m Augenblick etwas fest. Immerhin ist für bte Sozialdemokratie die Große Koalition keines­wegs die einzig gegebene Möglichkeit. Auch der Parteiausschuß hat keinen Augenblick daran gedacht, sich für die Große Koalition festzulegen. Wir wer­den im gegebenen Augenblick alle Möglichkeiten ^"^Regierungsbildung sachlich prüfen und unsere Entscheidung davon abhängig machen, ob es möglich I-m'-rrbeTns.am ^0- Mai zum Ausdruck gekommenen Willen der Wählerschaft in ausreichendem Maße ju entsprechen oder nicht.

Heber di« Kölner Beschlüsse des sozialdemokra- tffchen Parteiausschusses teilt der Sozialdemokra- tische Pressedienst u. a. noch mit:

Der Parteiausschuß verzichte darauf, seinen erzählten Führern irgendwelche Bindungen mit auf den Weg zu geben. Er verzichte ebenso ein« f die Einberufung eines außerordentllchen

6 Matrosen tot, vier schwerverletzt

Verletzten Obermaschinistenrnaat Vogt au, Frankfurt a. M., Stabsmatrosengefreiter Ganz Berlin, B i n l o w - Berlin-Neukölln, G r o s ch l Regensburg und Obermatrosengefreiter N o st h e: u. R u 11 f o ro s f i, beide aus Danzig. Außerdem wurden Kapitänleutnant Mag aussen, Fregat tenkapitän Schäfer und Bootsmann G r e i I i d verletzt. Die Toten und Schwerverletzten mürber nach ärztlicher Versorgung durch den auf See be­findlichen Oberarzt des Sperrversuchskommando, nach dem Lazarett Kiel-Wik gebracht. Die Toter und Schwerverletzten sind sämtlich unverheiratei mit Ausnahme eines Taklers aus Schwerin.

. Aus parlamentarischen Kreisen wird uns ge­trieben:

.Die Erörterungen der letzten Tage über eine Einigung der Liberalen haben bereits zu einem greifbaren Ergebnis geführt. Die vor län- gerer Zeit schon gegründete fogenannte Liberale -Bereinigung, die aber zwischenzeitlich in sanften

aoer erwa fünf Minuten warten muß, ehe er sich is«tz und die Arbeitszeitverordnung Gehör verschaffen kann, dermaßen nervös und lär- Auf diese Fesfelunaen fübrte er es EÜck daßär

ß ~ abgeftunnit. ften erwöge, so fei der Bergbau in Deutschland

-tue Kammer hat entsprechend dem Vorschlag I der cm stärksten belastete Industriezweig der des Kammerpräsidenten mit 427 gegen 169 Stirn- Welt.

Diskussion über bie Resolutionen des katho- Alle diese Leiden erwähnte Bergwerksdirektor lifchen Abgeordneten Michel Walter und des sozia- | Dr. Brandt, um einmal die Regierungspolitik im Iiltqajen Abg. Uhry auf kommenden Donnerstag Staat und Reiche heftig anzugreifen, dann aber üertogt e I auch um ein Programm zu entwerfen, das der

I Staat berücksichtigen solle, um den Bergbau wieder

In der Regierungserklärung, die in der Kam- I zur Blüte der sechziger und siebziger Jahre zurück- mer vom Ministerpräsidenten und im Senat vorn I zuführen. So verlangte er:

Iustizminister verlesen wurde, wird zunächst aus- a) Der Staat solle das sogenannte Direktions­geführt, daß die Regierung gemäß dem Ergebnis I Prinzip aufgeben und eine Bergbaupolitik treiben, der Kammerwahlen auf ihrem Posten geblie- I die sich wirtschaftlichen Grundsätzen anpasse.

ben fei. Die Regierungserklärung betont die Ab- I b) Herabsetzung der gesetzlichen Belastung des sicht des unerfdiütterlittrr- Festhaltens an den re» Bergbaus auf das Maß aller anderen Industrie­pub l i k a n i s ch en und pu-famentarifchen zweige. Gedacht ist wohl hier an die Beseitigung Einrichtungen und wendet sich g?g*n das lieber- I des Kohlenwirtschaftsgesetzes.

Handnehmen des Einflusses von Interessen- I c) Hebung der Arbeitsleistung durch Auslese t«n gruppen. Die Beamten dürsten assWsM ' «sd Schutz des Tüchtigen, Beseitigung der

Besprechungen über bie Neubildung ber Regiernng

Dr. Marx bei Hindenburg.

Vorläufig fft es noch nicht so west, und eine derartige Entwicklung kann, bis sie praktisch wird, Jahre und Jahrzehnt« dauern, aber di« Tendenzen sind da, und was vor allen Dingen wichtig in di« , -

Wagschale fällt: es sind auch diejenigen Kräfte und I versuchskommandos im Seegebiet östlich Schlei- Elemente bereit, die diesen Tendenzen zur Der- I münde aus bisher ungeklärter Ursache auf dem wnkllchung verhelfen wollen. Das mahnt und vom Minenleger C 12 ein Sprengkörper. Auf C 12 Zentrum, nicht untätig zu sein, und mchts anderes I K-m

könnte uns nachdrücklicher die Tatsache vor Augen I ne6®n legenden C 8 wurden 6 führen, daß das Zentrum nun mitten in einen I Soldaten des Sperrversuchskomman- schweren geistigen und politischen Kampf um seine I bos tödlich, drei weitere Soldaten und Existenz gestellt fft, und daß die Grundidee dieses I ein Angestellter schwer verlebt Kampfes auf die Alternative gestellt fein wird: Ob I m.« ..

Geist oder Materie siegen, ob unser öffentliches rbte

Leben wirklich bermaferiaKfiert werden oder ob bei ber ^plosion auf dem Minenleger tödlich in Politik und Wirtschaft, so wie es das Zentrum I

fordert, auch die Ethik zu ihrem Rechte kommen I DoilfiAor

soll. Das Zentrum kann und darf nicht kapitulieren I VvUlJUjCi OCiyiHunnSKI^.

vor den offenen und versteckten Widersachern, die I Die Fackarnnn- <

ihm jetzt von allen Seiten erwachsen und die ihre I ser deut^ckien Intmsti-i-> dos Reichsverbandes Stunde für gekommen glauben, um diese Partei I iogteam Sonn tag vor-

schachrnatt setzen zu können. Es wird und muß jetzt I i Deutschen Bergmannstages

erst recht den Kampf um die Wahrung der geiftigen I my8Jn ^alret$c Ehrengäste, so die

Güter im öffentlich n Leben aufnehmen 919 Minister Dr. Eurtms, Dr. Köhler, Dr. Hergt und

1 ; 1 Dr. Schreiber, waren erschienen. Der Bergwerks-

direktor Dr. Brandt hielt das Hauptreferat über bte Witfchasts- und Sozialpolitik des Bergbaus. Er schilderte die Situation der Bergindustrie vor dem Kriege und den Einfluß des Krieges, wobei es nicht an Vergleichen mit dem Auslande fehlte. Den Hauptnachdruck legte er aber auf die Schil- I'N bte »Mw. M ,in !,<* I

mer entspreche. Das Volk im Elsaß, so erklärt der St feien ~ Maßnahmen des Staates an-