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Nr. 124

Mkkwoch, 30. Mai 1928

Die VMoertretuna mch StaMpo'M treibe»

Neue Begrenzung der Arbeitsämter. — Starte Zu-

Der Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitsoer.

anderen

len, mögen kommen. —

Am Samstag vormittag fand die Hauptaus- fchußsitzung des Vereins im Großen Kursaale statt, in deren Verlauf Professor Eibl-Wien über das Tbemg „Der Oesterreicher im Gesamtdeutschtum" ein längeres, mit lebhaftem Beifall ausgenomme-

Eine den heutigen Wirischasts- und Verkehrs. Verhältnissen angepaßte Neuabgrenzung der Landesfinanzamtsbezirke wird vorberei- tet. Nachdem im Laufe der letzten Jahre im Reiche bereits eine Reihe kleinerer Haupt,Zollämter, Finanzämter ufw. mit den benachbarten Bezirken vreinigt worden ist, werden nach einer im Reichs- anzeiger erschienenen Verordnung des Reichs, finanzministers Dr. Köhler fetzt im rechtsrheinischen Bayern, und zwar im Einvernehmen mit der ban- rischen Staatsregierung, eine größere Zahl von Finanzämtern, insgesamt 40, aufgehoben, deren Weiterbestehen mit den Grundsätzen einer sparsamen Wirtschaftsführung nicht vereinbart erscheint. Wegen Aufhebung wei. terer Bezirksstellen der Reichsfinanzvermaltung auch in anderen Teilen des Reiches sind Verhand- hingen imgange.

lektor Mgtras-Wien über „Schutzarbeit in Oester­reich", Hauvtichriftleiter Axel de Vries-Reval über

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenblätter" Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9.

Monatlicher Bezugspreis 1,80 Mk.

vom Aeltestenausichuß festgesetzt. — Zum Prä­sidenten des Preußischen Landtags wird der von schwerer Krankheit genesene sozial­demokratische Abgeordnete Bartels ernannt werden. ______________________

pfmnstta^ung tes v. 7). R.

Die große Psingsttagung des Vereins, für das Deutschtum im Ausland fand in Gmunden (Oberösterreich) bei strahlendem Sonnenschein und unter reger Beteiligung von Vertretern aller deut­schen Stämme in Deutschland. Oesterreich und dem Erenzlande statt. Gottesdienste in den katholischen und evangelischen Kirchen leiteten die Tagung ein. an die sich Versammlungen des Deutschen Schul- Vereins, der Jugendgruppen und der Vertreter der Studentenschaft anschlossen. Sportkämpfe, ein Gar- tcnkonzert und eine Abendfeier, die mit einem ge-

praktische Verwaltungsreform.

Instanzenverminderung bei der Ainanzverwallung. Neuabgrenzung der Landessinanzamtsbezirke.

40 Finanzämter werden ausgehoben.

, Sm Bereich der Reichsfinanzverwaltung ist fett Jahren der Frage der Vereinfachung und Ver- billigung der Verwaltung besondere Aufmerksam- keit gewidmet worden. Auf dem Gebiete der inne, re» Organisation ist die Zahl der Instanzen dadurch vermindert worden, daß Aufgaben, die bisher vom Ministerium oder von den Landes- finanzämtern wahrgenommen wurden, den Lan. desfinanzämtern oder Finanzämtern übertragen worden sind, eine Maßnahme, durch die Erledi- gung der Geschäfte vereinfacht und die Derantwor- tungsfreudigkeit der Beamten gestärkt wird. Hand in Hand mit diesen Maßnahmen geht die Reforin der äußeren Organisation der Reichsfinanzverwal. tung durch Verringerung der Zahl der Dienststel. len.

Der Reichrwehr-Lrsatz.

Eine Unterredung mit Reichswchrminister Groenrr.

sterscheiben des italienischen Konsulats eingewor­fen. — In mehreren italienischen Städten ocran» statteten Studenten Protestkundgebungen gegen die Angriffe auf Italien in Südslavieir

Während der Wahlzeit haben die politischen Parteien im Werben um die Stimmen der wählen­den deutschen Bürger mehr gegeneinander geeifert, denn sich als Glieder des einigen deutschen Staats­volkes und der deutschen Volksa-meinfckaft emp­funden. Nickt so darf die gewählte Volksvertre­tung, vor allem bei der Bildung der Regi"rung, denken und handeln. Denn der Artikel 21 der Reichsverfassung, auf Grund deren allein die Volksvertretung und jede in ihr vertretene Partei di« Vollmacht zu ihrer Tätigkeit hat, bestimmt: „Die Abgeordneten sind Vertreter des ganzen Vol­kes. Sie sind nur ihrem Gewissen unterworfen und an Aufträge nicht gebunden." Ihr Gewissen aber ist gebunden an den Zweck und Sinn der Staats­gewalt. die sie in ehrenhafter Weise verwalten sol­len. Nun sagt aber der grundlegende Artikel 1 der Reichsnerfalsung: „Die Staatsgewalt geht vom Volke aus", nicht von den einzelnen Parteien und ihren Parteiprogrammen. Das Volk, von dem die Staatsgewalt ausgeht, ist gemäß den feierlichen Eingangsworten der Reicksverfassiind „das deutsche Volk, einig in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt, fein Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuern und zu festigen, dem in­neren und äußeren Frieden zu dienen und den ge­sellschaftlichen Fortschritt zu fördern". Das Stagis- volk ist eine l->d»nd-ge, wollende und handelnde Ein­heit, das selbständige korporative politische Ge­meinwesen. das sich non allen Einzelnersonen als Stagts-Volksversönlschkeit abhebt und das Ge­meinwohl. die öffentliche Sache, vertritt, nickt eine Vrivatsacke, nämlich die Summe aller Prwaffa- chen der Büroer oder Wöhler. So ist mich die Fa­milie etwas Selbständiges als lebenerhöhendes Le­bensgemeinschaft; darum ist das Familienwohl etwas Eigenes und Höheres als die Ziffammen- faffung der Privatint-resfen der Einzelperson»«, die Vater, Muller und Kind»r sind und zum Beispiel nach einer Ehescheidung sich privatrecktlich ausein- anberfehen. Die Volksvertretung ist darum nicht eine bestimmte An-abl von zusammengewöhsten Vertretern der politischen Parteien und ihrer Wäh­ler, beauftragt, deren Wünscke gegenüber den kon­kurrierenden Wünschen der Wähler anderer Par­teien und gegenüber der.Regierung durchzusetzen. Sie ist vielmehr die kornoratine Vertretung des einigen, ungeteilten deutschen Staatsvolkes, ver­fassungsmäßig beauftragt, die von ihm ausgehende Staatsgewalt gewissenhaft zu verwalten als dessen Volksgemeinschaftssache oder öffentliche Sacke, be­stimmt zur Sick-rung und Pflege des Gemein­wohles oder der Werke heg Friedens von Volk und Vaterland, sowie zur Wahrung und Mehrung der Ehre, Größe und Macht der deutschen Ration Für dieses Gem»insckastsgut des deutschen Staatsvolkes

waltigen Höhenfeuer auf den Bergen endete, bil- beten den Abschluß des ersten Pfingsttages.

An der Morgenfeier am Pfingstmontag nah­men etwa 20 000 Menschen teil. Nach Chorgesän- aen hielt der deutschtiroler Priester Dominicas Dietrich eine ergreifende Ansprache, der er das Thema „Gott, Heimat und Volk" zugrunde legte Anschließend daran schilderte der fiebenbürger Bi­schof Deutsch die Ideen, denen ein gesundes Volk folgen müsse. Der Vorsitzende des Vereins. Gesandter a. D. von dem Busfche, nahm darauf die Dannerweihe mehrerer Landesverbände vor und verlas unter begeisterten Heilrufen der Menge die Antwort des Reichspräsidenten auf das an ihn ge- sandte Huldiaungstelegramm. Am Nachmittag wurde ein Festzug veranstaltet, an dem Trachten­gruppen aus allen deutschen und österreichischen Länder teilnahmen.

Aus der Tagung, die von dem Landrat Stelzer- Rendsburg vorbereitet worden war, hielten ferner der Leiter der Rendsburger Volkshochschule, Dr Tonnesen, und der Direktor Alenta von der Acker­bauschule in Klagensurth Ansprachen. Man traf ferner Vorbereitungen für die Gründung einer Junabauernschait innerhalb des Vereins für das Deutschtum im Ausland.

Loede w eder Reichslag^präsident.

Der neugewählte Reichstag wird, wie die „Voff. Ztg." hört, zu feiner ersten Sitzung erst auf den 13. Juni einberufen werden, 'ba bie Festsiel-

bitzung der Repko.

Die Reparationskommission hat am Samstag in Paris eine Sitzung abgehalten, in der der Generalagent für die Reparationszahlungen und der Kommissar für die deutschen Eisenbahnen über die Durchführung des Sachverstänbigenplanes bezw. über die Sage ber Reichseisenbahngesellschaft Bericht erstatteten.

Der Berliner Vertreter der „Neuen Freien Presse" hatte, der „Voss. Ztg." zufolge, ein Ge­spräch mit dem ReichswehrminGer General G r o e- ner, in der der Minister u. a. sagte: „Die Be­hauptungen, daß bie neuen Mannschaften ber Reichswehr mit Vorliebe aus den Rechtsverbän­den bezogen werden, entsprechen nicht den Tat­sachen. Man kümmert sich überhaupt nicht darum, ob ber für bie Reichswehr anzuwerbende junge Mann von rechts oder von links kommt. Das Angebot übersteigt den Bedarf in riesi­gem Maße. Im letzten Jahre lagen soviel An­meldungen für die Reichswehr vor, baß von je 100 nur 6 eingestellt werden konnten. — Auch beim Offiziersersatz gibt es keine politischen Er­wägungen; auch hier übersteigt das Angebot ganz bebeutenb bie Nachfrage. Zum 1. April 1928 z. B. haben sich 2458 junge Leute gemeldet, welche die Offizierslaufbahn ergreifen wollen;nur 167 konnten zugelassen werden. Wir stellen hohe Anforderungen an den zukünftigen Reichswehroffi­zier. Beispielsweise verlangen wir bas Abiturien- ten-Examen und toerben in Zukunft wahrschein­lich dazu übergehen, von dem zukünftigen Offizier zu verlangen, baß er bas Maturitäts-Exa­men mit bem Prädikat „Gut" bestanden hat. — Im Reichstag ist mehrfach verlangt worden, daß der Aufftieg von Mannschaftsstande zum Offi­ziersstande erleichtert werden solle. Diese For­derung erscheint mir durchaus berechtigt, und ich habe Maßnahmen getroffen, um Soldaten, die Eig­nung zum Offizier zeigen, den Aufftieg zu ermög­lichen. Soldaten, welche Führereigenschaften er­kennen lassen, sollen in allen Truppenteilen ausge- Ivählt und in Berlin einer Kommission vorgeführt werden. Diejenigen, die geeignet erscheinen, zu Offizieren ausgebildet zu werden, haben bann Lehrkurse durchzumachen, in denen sie die für den Offizier erforderliche militärische und allge­meine Bildung erhalten sollen; auch in den Um­gangsformen sollen sie unterrichtet werden. Diese Lehrkurse werden ein Jahr bauern: bann haben die Offizierskandidaten aus dem Mannschaftsstande durch eine Prüfung nachzuweifen, daß sie imstande sind, dem Unterricht auf den Waffenschulen zu fol­gen. Nach Absolvierung dieser Schulen erfolgt ihre Beförderung zu Offizieren. — Die Reichs­wehr dient keiner politischen Richtung, sie dient der Verfassung, und wenn ver­sucht werden sollte, die Verfassung gewaltsam zu stürzen, so wird die Reichswehr sie schütze die Versuche von links oder von rechts ki lieber die Fememordprozesse äußerte der Minister: „Man darf nicht vergessen, daß sich dies alles wenige Jahre nach dem Ende des Krieges zugetragen hat und inmitten des wirren Zustandes, in welchem der Krieg Deutschland hinterlassen hatte. Ich gebe zu, daß manche Fehler gemacht word-n sind, auch von militärischer Seite. Was die Geacn- wart anlangt, so kann ich versichern, daß ans die­ser Vergangenheit kein Ueberbleibsel, auch nicht das kleinste mehr, vorhanden ist. Ich habe nur noch bie R est e ausgeräumt; bie Hauptarbeit hatte bereits mein Vorgänger Geßler geleistet. Nun sollte man aber auch den endgültigen Strich unter bie Vergangenheit machen. Die Uebelstände haben aufgehört, aus denen jene Prozesse entstanden sind — doch die Prozesse sollten auch aufhören." Der General sagte weiter: „Wer: wie ich. den Welt­krieg mitgemacht hat, weiß, daß der Krieg ein Unglück ist; und wer dies weiß, ist auch davon durchdrungen, daß unserem Volke eine Wiederho­lung dieses Unglücks erspart werden muß. Freilich muß ein Volc seine Gren'en schützen, muß gegen Ueberfall, gegen Insurrektionen gesichert fein. Nur ein wehrhaftes Volk kann sich behaupteen. Ein Volk, das die Wehrhaftigkeit ablehnt, vergeht sich gegen ein Naturgesetz: es geht zugrunde." Äuf die Frage: „Wie denken Sie, Herr Reichswehrminister, über den Vorschlag des amerikanischen Staatssekretärs Kellogg, daß die Staaten einen Pakt abschlie­ßen sollen, durch welchen der Krieg geächtet wird?" antwortete General Groener: „Ich bin mit dem Vorschlag des Staatssekretärs Kellogg durchaus einverstanden." VH.

lung des amtlichen endgültigen Wahlergebnisses sich verzögert. Im neuen Reichstage ist "ber bem Zentrum zugehörenbe Sanbesökonomierat H e r o!b ber älteste Abgeordnete. Herolb erreicht im Juli fein 80. Lebensjahr^ Er wirb in ber ersten Sitzung ber Altersvorsitzende fein. Da nach parlamentari­schem Brauche ber Präsident der stärksten Fra"llon entnommen wird, ist die Wiederwahl des io- sozialdemokratischen Abgeordneten Paul 8 o e b e zum Präsidenten des Reichstages gewiß. Der erste Vizepräsident wird wieder ein Deutschnationaler, (bisher Abgeordneter Graef-Thüringen), der zweite ein Zentrumsmann (bisher Abgeordneter Esser) sein. Dritter Vizepräsident war im früheren Reichs- tag der volk-parteiliche Abgeordnete Rießer, her eine Wiederwahl abgelehnt hat; aber abgesehen da­von, daß Geheimrat Rießer dem Reichstage nicht mehr angehört — bie Deutsche Volkspartei ist nicht mehr bie viertstärkste Fraktion. Sie hat ben vier­ten Platz der kommunistischen Fraktion abtreten müssen. Es wird abzuwarten sein, ob die Kom­munisten den Anspruch auf die dritte Vizepräsiden- tenstelle, die ihnen nach dem Brauch zustehen würde, auch geltend machen werben. Wie bas Statt wissen will, wirb ber Gedanke erwogen, die I nes Referat hielt. Jin Laufe'"des "Nachmittags &ineC hrtHmmte^nM SRc.inH4’l SU kaffen, sprachen während einer Pressesitzung der Hochschul. Eine bestimmte Zahl von Vizepräsidenten ist in I -.1 rv.ri—

der Geschäftsordnung nicht vorgesehen; sie wird

dings gewählten Abgeordneten sind unsere Volks­vertretung im Frieden, die in Werken des äußeren und inneren Friedens das sichern und pflegen soll, wofür die Volksvertretung in Waffen gekämpft und sich geopfert hat, nämlich für die Sicherheit, Freiheit, das gemeine Wohl, die Ehre und Größe des Vaterlandes und ber Nation der Deutschen.

Das ist der Sinn der Artikel 20 und 21 der Reich-verfaffung, welche die Bestimmungen über den Reichstag einleiten mit den Worten: „Der Reichstag besteht aus den Abgeordneten des deut­schen Volkes." „Die Abgeordneten sind Vertreter des ganzen Volkes," nickt Vertreter von Gruvpen- intereff-’n auf her Grundlage des Ausgleiches ber gegenteiligen Interessen Als Volksvertreter kön­nen sie nur Gesetze beschließen unb die Verwaltimg überwachen kraft her Staatsgewalt, die Gemein- sacke des Volkes ist. Es wäre ein gewissenloser Mißbrauch der Staatsgewalt als öffentliche Ke- meinfchaftsgewalt. wenn politische Parteien unb bie von ihnen gestützte Reicksregierung bie ihnen anoertraute Staatsgewalt gebrauchen wollten zum Vorteil einzelner Volksgruppen auf Kosten anbe- rer Volkskreise.

Das ist vor allem schon bei ber Bildung ber Re­gierung zu beackten, für bie sich eine Mehrheit von Partei-n als Regierunaskoalition einsetzt. Es 'st nun einmal angesichts der verschiedenartigen poli­tischen Tewveramente der beuffchen Staatsbürger, angesichts ihrer verfchiebengrsigen politischen Mei­nungen über die Mittel und W-ae ber Staatspolitik nicht zu oermeiben, baß eine Mehrheit von Par­teien bie Verantwortung für ein bestimmtes Pro­gramm ber beuffchen Staatspolitik vor dem Lands übernimmt und daß eine Minderheit diese Vergüt-

wortung ablehnt, darum außerhalb ber hinter der Regierung ftehenben Koalition der Regierungspar­teien bleibt. Aber bie Koalitionsregierung muß, ,---------—j—» Ou-

wett sie aus ber Vollmacht ber bem ganzen Volke I fammenlegung der bisherigen Arbeitsamtsbezirke, gebürenben, für den Dienst am Gemeinwohl be- Der Vorstand ber Reichsanstalt für Arbeitsver« stimmten Staatsgewalt regiert, echte Staatspolitik mittlung unb Arbeitslosenversicherung hat in bie- treiben, also auch zum Wohle der nicht die Regie- fer Woche seine Beratungen über die Abgrenzung rungspolitik verantwortenden, außerhalb ber Re- ber Arbeitsamtsbezirke abgeschlossen. Er "ging du- gierungskoalition stehenden Parteien regieren Sie bei von Vorschlägen aus, die von den Dermal- muß bie Vorschläge und Bedenken ber Opposition tungsausschüssen ber ßanbesarbeitsämter in enger prüfen, mit ihren Vertrauensmännern Fühlung mit den örtlichen Stellen ausrearbeitet Fühlung halten, wett auch die Opposition und von den obersten Lanbesbehörden gutachtlich zum Volke gehört, besten Betreuung Aufgabe ber I geprüft worden waren ' '

Keidisregieritng ist. Die Opposition mag wichtige Für die Festsetzung der neuen Grenzen sollten Gesetzesvorschlage ber Regierung in ber Gesamtab. nach dem Willen des Gesetzgebers wirtschaft- fhmmung ablehnen; sie muß aber herangezogen liche Zusammenhänge entscheidend fein mer?UVTf’T ^chen Beratung unb Aende- Es mußte also das Ausgleichsbedürfnis des 21?-* run$ ber Qefct^cnfroürf?, ©tinn roirb bie Oppo* I betfstnarftes in ben einxpfnpn asmimW s*

sition wegen ber von ihr in bas Gesetz gebrachten besonderen Anforderungen diflrrtftorifiHAo q- bire Verbesserungen dieses immerhin als einen Fort- arbettsmärkte berücksickffat unb

* Ein Ebert-Hindenburg-Haus. Das Reichs- I wtb. Mexiko, 29. Mai. (Gig. Funkm.). 800 banner Schwgrz-Rot-Gold, ber Stahlhelm und ber I Aufständische haben einen Angriff auf bie Hafen- Jungdeutsche Orden haben sich bem Gedanken I stabt Manzanillo unternommen, ber zu heftiger eines Stabtrates angefchlossen, an Stelle eines | Kämpfen führte. Wie hier vermutet wirb, woll» Ebert-Rathenau-Erzberger-Denkmales ein Haus zu I len die Aufständischen einen Seehafen in die Hank bauen, das dem Andenken ber beiden ersten Reichs- I bekommen, um bie Einfuhr von Waffen zu erleid) Präsidenten unb bamit bem Reichsgedanken gewid- I lern. Die an sich kleine Besatzung der Stadt met ist. Das Ebert-Hindenburg-Haus soll ein Ju- | ®urhc durch Regierungstruppen aus Colima recht« gendheim für alle Jugendverbände werden und | zeitig, entsetzt. Das Kanonenboot Progreso griff auch eine größere Anzahl von Wohnungen fü»- M “ ' —

Kriegsbeschädigte enthalten. Die Mittel für bas Haus will man durch Sammlungen aufbringen.

ftnb zehn Millionen denffcke Monner m das Feld voll genug erscheint, um durch die Endabstimmung den mH ben ^Atio^ aezogen, sind zwei Millionen gestorben, sind eben- ; für das ganze Gesetz formell bie Verantwortung oelicke^ ” " Beschaftigungsgemeinden

so viele verstiimwelt unb verkrüpnelt. Di-se Millio- ' für dasselbe zu übernehmen. So hält es das eng- «nX

nen wehrhafter Deutscker waren bie Volksvertreter j lische Parlament, in bem bie Opposition nicht in einer starken Z u.

bes beutfehen Staatsvolkes im Kriege. Die neuer- staatsfeindlichen Radikalismus mfädt. b e ,bC ' Ä'fber‘?’en 2Ir*

______________________________ I veilsamrsoezirre geführt; auch politische Grenzen mußten nicht selten überschritten werden.

„Der Nordosten" und ber Abgeordnete Dr. Wahrend gegenwärtig im Reichsgebiet 887 offene- Brandsch-Hermannstabt über „Der Süboften". I ‘14e Arbeitsnachweise bestehen, und zwar in der Regel für den Bezirk jeder unteren Verwaltungs- ♦ Tod eines sozialbemokratlfchen Abgeordneten. » ?b eCi tTs ist die Za hl d e r

Arn Pfingstmontag ist in Mannheim der so- f 3 "z neuen Beschlüssen

zigldemokratiscke Reichstagsabgeordnete Oscar sich auf 13 Landesarb-ll^^ - ? verteilen

Geck im 61. Lebensjahre an den Folgen einer Ostpreußen12 Gallensteinoveration gestorben. Geck war 25 Jahre Vrandenbnra 4° '

£iigk6‘"teUr “ "°r .»«*«>

' Geheime Zusammenkünfie in kiel. Die Kie- beutschlanb" 33^(76)0 Sachse?°34" (105)^Banerei^41 ler Polizei bat in einem Hause in der Gerhard- (98) unb 6ian>eftbenHrhf?nh Ä nm x! ml straße geheime Zusammenkünfte auf gedeckt. Es grenzung d» Arbell.?^ m 2- «J ? r

soll sich um eine Fortsetzung des in Preußen ver- ?}ge ü, hf

botenen Wikingbundes handeln. Fünf Personen fentlicken^^AlÄttsnack^n!' h^1'***™ of* wurden feftgentmmen. Ihr Führer, ber aus der I ffifft Ja mir? R H

Ende vorigen Jahres von Magdeburg ausgegange- I 0 16 c,n^f,r“n^

nen Untersuchung gegen ben Wikingbunb bekannt- I lofenverlick^rnn^^^^"""flung und Aroeits- gewordene Student Kobelinski, wurde dem Un- I 1°in organisatorischer Lezie- tersuchungsrichter vorgeführt; die übrigen Betet- I 6 9 abgeschlossen fern wird.

ligten wurden nach ihrer Vernehmung wieder I

entlasten. Im Besitz ber Teilnehmer an der Ver- I All« TTTeriftrt

fammfung wurden zwei Selbstlabepistolen mit I 4 •

Munition vorgefunden unb beschlagnahmt. I Auffläudische überfallen einen mexikanischen Hasen.

mit kleinen Geschützen in ben Kampf ein. "Dit Aufstänbischen ließen bei ihrem Rückzug 8 2 Tore auf bem Kampfplatz, währenb bie Reg - e- rungstruppen 29 Mann verloren ha-

* . ^.1 ben. Gleichzeitig mit bem Angriff auf Manza-

e Die I Nillo wurde auch Colima angegriffen, jedoch wurde

S»nHrhAFlor?“in SJcfmittIun9 des deut- I der damit verfolgte Zweck, die Aufmerksamkeit der i^5^!"9 °01. Prittwitz, Truppenführung von den Vorgängen in Manza- s^tnh n^i-inLVZ ^n<' gemeinsam Mit nillo abzulenken, nicht erreicht.

Kohl und v. Hünfeld nach Berlin zu kommen. Fitz- I ——■■■■■■■■■■■—

maurice hat die Einladung angenommen. I . .... ... , . . . _ „

1 * Antnkalienische Kundgebungen in Jugosla­

wen. Dem „Petit Parisien" wird aus Belgrad berichtet, daß in Spalato, Belgrad und Städten antiitalienische Kundgebungen erfolgt seien als Antwort auf die heftigen Kundgebungen in 3abbar, in beren Verlauf bie sübslavische Flagge beleidigt worben sei. In Selit würben bie Fen-