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Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatk.

Nr. 109.

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenbiälter" Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9. Monatlicher Bezugspreis 1,80 Mk.

Donnerstag, 10. Mai 1928.

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55.Zahrg.

29 Parteien bei den LMtagswahlen in Pcechen

Spenden sei

sprach

sich mit der Absicht trägt, A m e r i k a um Vermitt­lung in dem chinesisch-javanischen Streitfall zu er­suchen. Amerika will die Rolle nur übernehmen, wenn es von beiden Seiten um Vermittlung an- gegangen wird.

Lin mißlungener putsch?

Prinz Carol wird, wie man zu wissen glaubt, England in ein oder Mei Tagen verlassen.

Die Uathoükenverfolgung in Mexiko

Erzbischof Gonzales bei der „Germania".

Erzbischof von Durango iw. Mexiko, Gonzales, erklärte bei einem Besuche dem Chefredakteur der „Germania":

anderen Stände bekämpfen, dann sämtliche andern Stände, und das sind 77 v. H., gegen sich ha- b e n, und daß sie deswegen dann immer in einer hoffnungslosen Minderheit sein wer­ten. Deswegen muß die Landwirtschaft Freunde uchen. Zu den 23. v. Sy der Mandate, die sie m Deutschen Reichstag bestenfalls erobern kann, muß sie noch soviel Freunde finden, daß noch wengistens 28 v. H. der übrigen Mandate ihr Hel­en. Dann sind es zusammen 51 v. Sy, und dann kann eine landwirtschaftsfreundliche Politik getrie­ben weichen.

Das haben alle großen Organisationen der Land- wirtschaft erkannt. Der Landbund mit seinen ein­einhalb Millionen Mitgliedern (hauptsächlich aus den protestantischen Gegenden), die Vereinigung der deutschen christlichen Bauernvereine mit weit über eine Million Mitgliedern und jetzt auch die Deutsche

Sodann äußerte sich der von seinem Priesteramt suspendierte Angeklagte Faßhauer über >ie Gründung der Derkaaso-seNs^aft Erwinia, 'las Aktienkapital habe 300 000 Francs betragen. Cr habe besonders auf dem flachen Lande, unter dem Klerus und bei Bekannten gesammelt und kleine Obligationen im Werte non 100, 500 und 1000

in der Erfindung von Propagandamitteln für die sozialdemokratische Partei. Während die freien Ge- werkschaften ihre Mitglieder einleiien, liefern die Konsumgenossenschaften gratis und franko die Seife dazu. Sie verschenken nämlich in großen Mengen Seifen st iickchen mit „sinnvollen" Wahlsprw dien, die u a. frei nach fi?ine verkünden:

„Im wunderschönen M-mat Mai, so lang schon Heinrich Heine, wählt nur die S P.D -Partei, die hilft euch auf die Beine."

Bei soviel Schaum muß doch schließlich etwas herauskommen. Früher machten andere Parteien in Freibier und Zigarren. Das war damals, als die Sozialdemokratie noch kein Geld hatte. Und da schimyfte sie mit Recht auf eine so „schmutzige" Wablbeeinflussung. Heute wirft sie selber mit Seife.

Die „Rote Fahne", das Blatt von der ritzroten Farbe, macht über die sozialdemokratische Wahl- scife Reime. Sie ziegt den sozialdemokratischen Führer C r i s p i e n, wie er sich mit dem Seifen- blasen-Sniel beschäftigt und darunter steht der hübsche Vers:

„Hier siebt der Crilpien-Arthur, Der mit der kessen Haartour.

Er rümvft kokett sein Röschen Und bläst uns Seifenbläsdien."

Unter „Seifenbläschen" werden die fozaildemo- kratischen Wahlversprechunaen verstanden.

Bauernschaft. Auch diese hat es abgelehnt, eine Bauernpartei bilden oder gründen zu wollen weil sie weiß, daß das S e l b st m o r d an der Land­wirtschaft selbst ist. und sie hat daher auch den bayerischen Landwirtschaftsminister Fehr, der ihr Vorsitzender war, zum Rücktritt veranlaßt, weil dieser immer noch die Landwirsichaft zu einer Stan- despartei machen will. Alle diese Organisationen sind sich darin einig, daß es nur einen Weg gibt: den nämlich, in die verschiedenen nahestehenden Parteien ihre Vertreter hineinzusenden in einer solchen Zahl, daß man dort auf sie hört, und daß dann die große Partei das mitmacht, was von den Vertretern der landwirtschaftlichen Interessen als notwendig bezeichnet wird und tatsächlich getan werden kann."

Die politische Seife.

Sozialdemokratische Partei, Gewerkschaften und Konsumgenossenschaften sind die drei Ausstrahlun- gen der gleichen Arbeiterbewegung. Es gibt keinen Sozialisten, der das nicht weiß und sein ganzes Handeln barnad» einstellt. Zumeist sagen sie das auch mit aller Eindeutigkeit. Und wenn wir das hier noch einmal feststellen, so deswegen, weil es immer noch christliche Arbeiter gibt, die vor dieser offenkundigen Tatsache den Kopf in den Sand stecken. Am deutlichsten tritt die Vereinigung im Wahlkampf in die Erscheinung. Freie Gewerk­schaften und Konsumgenossenschaften überbieten sich

wtb. Honkong, 9. Mai. (Eig. Funkm.). Der javanische Generalkonsul von Schamian forderte alle in Kanton wohnenden Japaner auf, km Hin­blick auf die Möglichkest antijapanischer Unruhen sich nach Schamian zu begeben, dem gegenüber japanische Kanonenboote liegen.

Die japanische Truppenmacht.

wtb. Tokio, 9. Mai. (Eig. Funkm.) Der Kaiser stimmte der bereits angekündigten Verschickung der brü­ten Division, der Division Nogoya, nach Tsingtau zu, wodurch die Zahl der japanischen Streitkräfte in Schan-

wtb. Tokio, 8. Mai. (Eig. Funkm.). Rach einer der Presse vom Ministerium des Aeußern zuge­gangenen Mitteilung verfolgt die Entsendung von Truppen nach China den unzweideutigen Zweck, Leben und Eigentum der Japaner zu schützen. Die Japaner beabsichtigen nicht, Gebiet zu besetzen. Die Trupven werden die Eisenbahn schützen, da die Chinesen sie aber auch weiterhin kontrol­lieren Sobald die Gefahr vorüber ist, werden die Truppen wieder zurückgezogen werden. Es ist nicht wahr, daß die javanischen Truppen in Tsin- anfu einrückten, um den Vormarsch der Südchine­sen nach Norden aufzuhalten. Die Verhandlungen zur Regelung der Streitigkeiten zwischen China und Iavan werden später stattfinden, wahrschein­lich in Nanking.

Das Marineministerium beschloß, die Kreuzer „Anakum" und Iintsu" nach Schanghai zu ent­senden.

Gefährliche EliiMlung der Lage in Wim.

Vie Chinesen setzen sich gegen Japan zur wehr. — Japan erstrebt Zusammenarbeit mit den Großmächten. — plan eines Schiedsrichteramtes für Amerika.

. Hetze gegen die Kurie.

, die Absurdität des Depeschenmaterials hinzuweisen. Der Pariser „Croix" hat ihn interviewt.

Hoffentlich ist damit diese Fälscheraftäre aus der Welt gebracht. Es ist nur lehr betrübend, daß die politische Pädagogik eines Förster Küche Irr­wegs geht, um zu ihrem Ziel, der moralischen Sa­nierung Deutschlands im Geiste der Bergpredigt zu gelangen. Förster ist hinreichend anaefebdet, um alle Veranlassung zu haben, mit einem Höch stmaß von Vorsicht zu Werke zu gehen. Seine neueste Unvorsichtigkeit wird den geringen Einfluß, den er noch besitzt, wohl völlig beseitigen.

Der rcerror in Elsaß.

3m weiteren Verlauf der Verhandlung im Au- tonomistenprozeß in Kolmar erklärte Ricklin zu den Ausfi'lhrungen eines Zeugen, man könne für das, was die nach Deutschland überaesiedellsn Elsaß-Lothringer in Deutschland tun, nicht die hier lebenden Elsässer verantwortlich machen.

Es ist eine Freude für mich, Ihnen sagen zu können, daß das katholische Deutschland für unsere Lage am meiften Verständnis ge- Zeigt hat, was freilich kaum wunder nehmen kann, denn Sie haben einen ähnlichen harten Kampf durchgemacht, den wir jetzt durchzu- machen haben. Bei dieser Gelegenheit bitte ich Sie, meinen tiefen Dank allen denen auszusprechen, die an unserem Leid teilhaben.

Am Nachmittag besuchte Erzbischof Gonzale, den Flughafen Tempelhof und war dann im 3u- stizministerum Gast des preußischen Iustizmini. sters, Dr. Schmidt, mit dem er eingehend die heu­tigen rechtlichen und religiösen Verhältnisse Deutschlands und seiner i .....

Reuter meldet aus Schanghai: Obwohl keine Kriegserklärung erfolgt ist, besteht in Tsinanfu -wischen den japanischen und den füb- chinesischen Truppen ein tatsächlicher Kriegszustand. Die letzten über Tokio ge- kommenen Berichte aus Tsinanfu besagen, daß die Japaner nach ziemlich hartnäckigem Kamps die strategischen Punkte der Stadt, darunter den Bahn- Hof, die Kasernen und die Telegraphenämter be­setzt und ein Munitionslager der Südchinesen in die Lust gesprengt haben.

Nach einer Meldung der Agentur Indo Paci- ffc aus Tokio hat der a n t i j a p a n i s ch e Boy­kott in Schanghai und Nanking bereits begon­nen. Man erklärt, daß die Regierung der diplo­matischen Regelung dieser Angelegenheit günstig gegenübersteht.

Reuter meldet aus Peking: Ein amtliches japa­nisches Communiguö aus Tsinanfu erklärt, bet ja- panische General habe von den Südtruppen gefor­dert, daß sie sich etwa sieben Meilen von jeder Seite der Tsinanfu-Tsingtau-Eifenbahn zurückzögen. Diese Forderung wurde von den Chinesen abge­lehnt. Die Japaner unternahmen Maßnahmen, um ihre Forderung durchzusetzen und verösfentlich- teif in chinesischer Sprache eine dahingehende Pro­klamation.

Reuter meldet aus Schanghai: Nach einer Mel­dung aus zuverlässiger Quelle sind die japanischen Truppen in Tsinanfu von Truppen der chinesischen Südarmee umzingelt worden. Es entspinnen sich schwere Kämpfe. Nach einer weiteren Mel­dung sind die japanischen Verstärkungen in der Nähe von Tsinanfu mit den chinesischen Truppen In Kampf geraten.

Ans Tokio wird gemeldet:

Der japanische Premierminister Baron Tanaka kud die Botschafter Großbritanniens, Amerikas, Frankreichs und Italiens nach dem javanischen ein, wo er ihnen die Einzelhei- ten Der Tsinansu-Angelegenheit, die allgemeine ÄJ" «chantuna d bie Notwendigkeit für die Enftendung lapanischer Truppen auseinandersetzte.

Reuter meldet aus Schanghai: Man hegt hier die Vermutung, daß die südchinesische Regierung

WaS gegenwärtig tn Rumänien geschieht, und was m den letzten Tagen zwischen den Führern bei Bauernpartei daselbst und dem in London weilen­den Exkronprinzen Carol gespielt hat, ist noch gar nicht recht durchsichtig. Es scheint so, als ob die ersten alarmierenden Meldungen über den Bcmern- auftnarsch bei Karlsburg gewaltig übertrieben hätten. Das wäre verständlich, weil die Bericht­erstatter der europäischen Presse wegen der von der Bukarester Regierung verhängten Nachrichtenzensur auf die Mitteilungen angewiesen waren, die ihnen von den rumänischen Grenzen her zu Ohren kamen. Die Korrespondenten der europäischen Presse, die in Bukarest selbst weilten, waren wegen dieser Nachrichtenzensur und wegen der Telephonsperre zum Schweigen verurteilt. So ist es denn geschehen, daß die Mitteilungen der Journalisten und bie offiziellen Mitteilungen, welche die Bukarester Ne­gierung durch ihre Gesandtschaften ms Ausland kommen ließ, einander sehr widersprachen. Die neueste offiziöse rumänische Darstellung besagt, daß alle Nachrichten über angebliche Unruhen in Rumä­nien und Zusammenstöße iroifcben Bauern und

Franken untergebracht. Weitere kleine .eien außerdem zufammengeflossen. Sein Bruder habe ebenfalls 25 000 Francs gesammelt und ein Bekannter bei den Bewohnern des Geb« weiler Tales 11 000 Francs. Don einem katholi­schen Pfarrer, den er nicht nennen wolle, habe er 15 000 Francs erhalten. Eine Zeichnerliste exi­stiere, er wolle sie aber nicht preisgeben, da er, ob­wohl das Geldsammeln nicht verboten sei, niemand bloßstellen wolle, vor allem keine Beamten, die in abhängiger Stellung hjen. Faßhauer ging dann auf den Erwerb des G^/kidstückes für die Erwima in Straßburg ein. Faßhauer erwähnte dabei, daß er einen Elsässer, der mit einem Schweizer Ban­kier verwandt sei, in die Schweiz entsandt habe, um über die Aufnahme von 100 000 Francs zu verhandeln. Die Verschweigung des Namens be­gründete Faßhauer damit, daß im Elsaß die Diktatur und der Terror herrschten und daß daher jedermann Angst habe, auch wenn er nichts Unrechtes tue.

Dienstag nachmittag trat unter Vorsitz des Landeswahlleiters, des Präsidenten des Stattsti- schon Landesamtes, Dr. Saenger, der p r e u ß i- f ch e Landeswahlausfchuß zusammen.

Der Ausschuß, der wie der Reichswahlausschuß aus je einem Mitglied der stärksten Parteien des Landtages besteht, legte endgültig die Nummern­folge der zugelassenen Landesliften fest. Der Vor­sitzende machte die interessante Feststellung, daß im Jahre 1921 zwölf Parteien, im Jahre 1924 sechzehn Parteien und zu den diesjährigen Wah­len insgesamt dreißig Parteien Wahlvorschläge eingereicht haben.

Gemäß den vom Landeswahlausschuß gefaßten Beschlüssen weisen die Listen 1 bis 16 die gleiche Reihenfolge auf wie im Reiche, wobei allerdings einige der im Reiche aufgeführten Parteien in Preußen fehlen (Bayerische Volkspartei und Land­bund). Die Nummer 13, die der Deutsch-Hanno­verschen Partei Vorbehalten war, bleibt ebenso wie im Reiche offen, da die Partei keine Liste einge­reicht hat. Insgesamt sind auf der Liste fünfund­dreißig Nummern aufgeführt, da aber einzelne Splitterparteien weggefallen find, bestehen in der Tat „nur" neunundzwanzig Liften.

Wahlkamps in Sachsen.

Don einem Parlamentarier:

Sachfen hat rund 5 Millionen Einwohner. Da­von stimmten bei den letzten Wahlen etwa 25 000 für das Zentrum. Es ist also eine kleine Schar, die in Sachsen zur Fahne des Zentrums steht. Und doch ist auch diese Zahl von. großem Wert für die Partei. Das Zentrum ist eine Reichs­partei und daher muß sie im ganzen Reiche wer­ben, auch da. wo sie nur wenig zu erwarten hat. In der vergangenen Woche haben die Reichstags- obgeordneten Stegerwald und Erfing in Dresden, Zittau, Zwickau, Chemnitz und Plauen Wählerverjammlungen abgehalten. Üeberall herrscht der entschlossene Wille, mit allen Kräften für b;e Stärkung der Zentrumspartei zu sorgen. Mit Spannung verfolgen die sächsifchen Katholiken den Kampf um das Reichsschulgesetz. Dersttindlich. Die politische Lage ist für die Katholiken sehr kri- ttsch. Im Frühling der Revolutionszeit ist in Sach­sen ein Uebergangsschulgesetz geschossen worden, das an Stelle der Konfessionsschule die allgemeine Schule setzte. Nun setzte der Schul- kamps ein. Es ist Den Katholiken gelungen, drei- üehn katholische Volksschulen zu retten. Ob diese ^halten bleiben können, hängt vom künftigen neichsschulgesetz ab. In Zwickau konnten die Katholiken ihre katholische Schule nicht retten. Uebei 300 katholische Kinder wurden gegen den Men der Eltern gezwungen, die katholische Schub verlassen. Das katholische Volksschulgebäude, s die Katholiken aus eigenen Mitteln erbauten, chm die Stadt an sich, da ja „bie katholischen

Militär vollkommen aus bet Lust gegriffen feien. Don einem Bauernausmarsch nach Bukarest könne keine Rede sein, nach den Demonstrationen in Karlsburg, wo übrigens nicht etwa 100 000, svn- reiigiojen loertjaitrnne bern höchstens 35000 Bauern versammelt gewesen mexikanischen fieimat be- I seien, hätten sich diese toiebet friedlich verlausen 1 und seien geruhsam in ihre Heimatdörser zurück-

Die katholischen Pfadfinderbünde sind jetzt ’ n ganz Italien aufgelöst worden. Der Papst hat dem Zentralvorstand bei dieser Gelegen­heit durch einen Bries des Kardinalstaatssekretärs Gasparri seinen persönlichen Dank aussprechen lassen, „in dem traurigen Augenblick, in dem die katholischen Pfadfinder ihre Fahnen und Unifor­men niederlegen müssen." ♦

Seitdem die Kurie die Action Francaise verbo­ten hat, hat sich deren Kampfesfront einseitig gegen Rom und die vattkanische Diplomatie gerichtet, tung auf rund 26000 erhöht werden. 5 Kampa- I Dor einigen Wochen hat sie während des ftanzö- nien Infanterie erhiellen Befehl, sich unverzüglich nach fischen Wahlkampfes in , ihrem Organ eine Reihe Tientsin zu begeben. 7 Torpedabaatszerstärer gingen I Ppn Depeschen veröffentlicht, die zwischen der beut« gestern abend nach Kanton, Amay und Futschau ab. I [^en Diplomatie und dem deutschen Nuntius und Man rechnet damit, daß demnächst 4 wütete Tor- dem Kardmas-Staatssekretar Gasparri in Rom an- m «m*. m- IM 5* Ä ££ » kriege für Deutschland Partei ergriffen und gegen die französischen Interessen intrigiert habe. Der „Observcttore Romano" hat diese Depeschen gleich als Fälschungen bezeichnet und auf ihre Kinder städtische Schulgebäude benützten". In Sach- I Ö^iefen. Tatsäch-

sen haben bie Katholiken für ihre Schule I .^,nfüprl’fun9 au($ 00,1 unbe-

große finanzielle Opfer gebracht. Einerseits muß- I tcüigter Seite her nicht stand.

ten sie durch die Steuern die allgemeinen Volks- 1 Weil dem so ist, hätte man nicht erwarten sol- schulen bezahlen und daneben haben sie, um katho- I len, daß sie der Herausgeber der Pazifist!- lische Schulen zu bekommen, noch besondere 1 schen Wochenzeitung „Die Menschheit" Prof, finanzielle Opfer bringen müssen. Und sie haben I Friedr. Wilhelm Förster in Nr. 17 feines Blat­es getan. Auch die Arbeiter standen nicht zurück. I tes vollständig abgedruckt und daran Kommentare

Um die Erhaltung der wenigen noch Vorhände- I flroar nod) Einen gewissen Zweifel an

nen katholischen Schulen haben die Katholiken ^tbeit des Materials zum Ausdruck bringen, schwer gerungen, teilweise, wie inPlauen, sogar aber trotzdem gleich zu heftigen Dorwürfen gegen mit der Waffe des Sch ulst re iks. Die Katho- Unmorantat der vatikanischen Politik übetge- llken in Sachsen verlassen sich auf die Hufe der ben. Für Forster ist es ja eine ausgemach,« Sache, Zentrumspartei im Reiche. Gespannt sehen sie die Mittelmächte allein die moralische Kriegs- nach dem Süden, nach dem Rhein, nach Westfalen I schuld kragen. Daraus ergibt sich logisch für ihn bie und nach Schlesien. Werden dort die Katholiken Ruchlosigkeit einer vatikanischen Politik, die irgend- und Zentrumsleute am 20. Mai ihre Pflicht tun? F?ie ’.ur Mittelmächte günstig gewesen wäre. Wenn ja. dann erhofft auch Sachsen ein Reichs- ~n ^neF Stelle versucht Förster die Neutralität schulgesetz, das den Katholiken eine katholische I ~r,, ^Ui£e tm Gegensatz zu den Mitteilungen der Volksschule gibt I Actton Francalse hervorzuheben. Der Gesamtttnor

I seines Kommentars aber hält sich durchaus im

Standespartei oder Volkspartei? Geiste der Action Francaise. Neuerdings hat Nun.

ttus Pacceli nochmals Gelegenheit genommen, auf Das Organ des Bauernvereins für Frank- |

ten, der Fränkische Bauer (Nr. 15), |

schreibt: I vvM VökKerblMd.

-'Die gesamte Bauernschaft in Deutschland weiß. | Keine Rückkehr Brasiliens

daß sie eine Minderheit im Volke ist. Dre deutsche I \

Bauernschaft zählt, wenn man den Diehbauer und I . ”uf ""vom Völkerbund am 9. März an Spa­den (Betreibebauer, den Hopfenbauer, ben Tabak- I n,en und Brasilien gerichtete feiettiche Aufforde- bauer und den Weinbauer, den Großgrundbesitzer I £ung 3ur Fortsetzung ihrer Mitgliedschaft im Völ- tind den Kleinhäusler und den letzten Jungknecht rerbunde, die von der spanischen Regierung be- wirklich unter einen Hut bringt, 23 v. H. der beut- I kanntlich bereits tn bejahendem Sinne beantwor» schen Bevölkerung. Ein.Stanb, der eine Standes- I tet worden ist, hat nunmehr die brasilianische Re- partei gründen will und dabei weiß, daß er eine I gierung, wie erwartet werden mußte, negativ Minderheit ist, begeht bewußt politischen I geantwortet.___________

Selbstmord. Er weiß doch, daß man in allen Parlamenten die Mehrheit, also wenigstens 51 v. H., braucht, um Beschlüsse zu fassen und Gesetze zu ma­chen. Er weiß genau, daß 23 o. H., bie sich abson­dern und auf bie andern Stände schimpfen und die