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Fuldaer Leitung

GotteSdicnstordnnn

fprüngen der Brüder Wright die Entwicklung des gegen, würügen Propellerflugzeuges gekommen ist.

und der <Tinhrr des R. SchuljabreS. 1 >10 Ho^ornt mit Predig». '«11 Chnstenlehre. Ilm Vi Uhr Se ensandackt. Gelegenheit zur hl Beichte ist Samstaa und Sonntag morgen von 6 Uhr an. Samstaa vacbmittaa Beicht- geleoenheit ab 4 Uhr. — Rbteitiribe der Benebifttintrinnen Sonntags ß efonoentamt, 3 Veiver; werkla-? ß stille Meffe, Vj9 Konventami, 3 Veiper — k)erz-3esu-6eim 8 Amt und Predigt. 2 Andacht und Segen. Werktags ist die bl. Meise um 6. Mittwo-b 8'c« Segensandacht. — xriedholrkapelle am >kran;»'enwSidchen. Sonntag: 6V« M Messe mit Änsvrache und Komm..AuSila. Werktag?: 6Vi Nhr hl. Messe mit Kommunion > Austeilung. __

5evershikchr. 7 hl. Meffe. 8 OberreaischulaotteSdienst. — Frauenberg. Hl. Messen von 6 Uhr (mit Maiandacht) bis 7 Uhr. 8 Uhr Smgmesse mit Predigt und litura. Gebeten. 9UhrHochamtm'tPred. 2Udr Predigt und An. dacht für die Terziaren mit Einkleidung u. Profeßabnahme. (Während des Monats Mai wird jeden Morgen in der 5 Uhr-Messe eine öffentliche Maiandacht zu Ehren der allerseligsten Jungfrau Maria abgehaiten).

Neuenberg. ’/«9 Amt mit Predigt. — kehnerz Um */.10 Uhr Amt mrt Predigt. — vieterrhan. Um 8 Uhr Amt mit Predigt.

mon vom Münchener Kasperltheater: „Schneeweißcksir und Rosenrot" (fürs Kasperltheater bearbeitet). — Für Kinder vom 4. Jahre ab.

Evangelischer Gottesdienst.

Sonntag, 6. Mai. Znlda. Dorrn. 9'/, Uhr Ein. führung des Herrn Pfarrers Hattendorff durch Herrn General-Superintendenten D. Fuchs-Kaflel. Kirchenchor wirkt mit. 8 Uhr kein Gottesdienst. Amt-Woche Pfr.

Mittwoch, 9. Mai. t?ulda. Um 8 Uhr abends Bibelstunde im Gemeindehaus.

Lvangel. landerkirchl. Gemeinschaft, 5nlba, Buttlarstr. 17.

Don Sonntag, 6. Mai bis einschließl. Freitag, den 11. Mai wird ein Bibelkursus gehalten über das Thema; „Gottes Werk durch Gottes Geist»! Redner: Prediger Beiderwieden. Die Versammlungen beginnen mit Aus. nähme des Sonntags um 8.30 Uhr. Jedermann ist herzlichst eingeladen.

Schriftleiter: Dr phll. Johanne» Kramer, Hulda. Verantwortlich für die Anzeigen: Direktor der Fuldaer Actiendruckeret I. Parzeller.

M 105.

Sck Nstaa, 5. Mak 1928.

Vootsunglück.

Auf dem Starnberger See bei Mün» ck> e n kenterte ein Segelboot infolge einer plötz­lich ouftretenden Boe. Bon den drei Insassen sind der 21 Jahre alte Großhändlerssohn Simon Schmitt und der 22 Jahre alte Kaufmannssohn Hans Gleichner, beide aus München, ertrunken. Ein sechzehnjähriges Mädchen wurde nach zwei Stun­den in bewußtlosem Zustande von einem Dampfer gerettet

Radio-Programm.

Samstag, den 5. Mai 1928.

12.00: vom Paulinenschlößchen Wiesbaden: Eröff­nungsfeier der Ausstellung „Das Deutsche Porzellan". 14—15: Don Kassel: Schallplattenkonzert, „Buntes Pro. gramm". 15—15.30- Die Stunde der Jugend (un*er Leitung von Mittelschulrektor K. Wehrhan): Aus be-m deutschen Liederkranze, L>edervorträge Frankfurter Schulen: Hevderfchule, Klasse 5. Chorleiter: Lyzeol- Oberlehrer W. Dahl. Moderne Musik. 17.45-18 05: Die Lesestunde. — Aus dem Roman „Auf zwei Plane­ten" von Kurd Laßwitz — Sprecher: O. W. Studr- mann. 18.15 bis 18.45: Dereinsnachrichten und ander« Mitteilungen. 18.30—18.45: Der Brieffasten. 18 45 bis 19.15: Funkhochlchule (Abtlg. Literaturwilsenlchaf'): „Dos deutsche Drama und Theater vom 17. Jahrhund rt bis zur Gegenwart", Vortrag van Dr. Franz Schultz. 19.15— 19.45: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Si'lurn aufwärts). — Anfragen find zu richten an Georg Kalis, Benrerstr. 373 I. 19.45—20.15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Die Bedeutung Schlesiens für die deutsche Kultur", Vortrag von Psorrer C Tors« (er, Vorsitzender des Schsesierve'-eins. 2015: Raskoini- kow oder: Schuld und Sühne, Drama nach dem Roman von Doftojewskn. Leitung: Ben Spanier An'ch'.: bis 0.30: Don der Tanzklause: Tanzprogramm der Kapell? Pinkus-Langer.

Sonntag, den 6. Zitat 1928.

8—9.00: Don Stoffel: Morgenfeier. 11.30—1200: Dir Elternstunde (unter Leitung von Dr. Flesch und Msttel- schulrektor K. Wehrban): „Kinder bei Tffche", Voncag von Rektor Wehrhan. 12.—1300: Neuere geistlich« Musik, Kompositionen von Joseph D. v. Wöß. 13: Zehn. Minutendienst für die Landwirtschaft. 15.30—1630: D'e Stunde der Jugend (unter Leitung van Mittelfcbulrektor K. Wehrhan): Kasperlstunde der Kasperltante Liefet ei«

llatholischer Tstlerdienst.

Sonnt an, den 6. Mai 1928. Hulda. Vom. 1. Beichtgelegenheiten sind: Samstag moi<:en8 von 1 =R U6r ob; nachmittags von 2—3 für Kinder; von */s5—7 und von Vi8 Uhr ab für Erwachsene; Sonntag morgen? von 1 16 Udr ab. 2. Sonntaasgoltesdienste: ‘/’O, 6, *'< i und 7 Uhr bl. Messen mit Gele >enheit lurn Empfang der bl. Kommunion. 8 Pfarramt mit Pred., llomm. des Männerapofto!. und der Kinder des 8. Schul» jahres. */«10 Kathedralamt mit Predigt. •/«!! Christen! für die Jünglinge. V.12 letzte hl. Meffe mit Predigt' ‘■»2 Andacht zu Ehren des hlsien Herzens Jesu. Um 2 Ebrtftcnl. für die Jungfr. 4UhrAntprachedes Ho.chw. Herrn Bischofs über feine Nomreise und Erteilung ves Päpstl. Segens. 7 Maiandacht. 3. Werktaasaottesdienste: Jeden Morgen von Vt6—7 Uhr halbstündlich hl. Meffen mit Austeilung der hl Korn. '/.8 Uhr Pfarrgottesdienst mit hl. Kommunion. 9 Uhr letzte bl. Meffe mit Austeilung der hl. Kommunton Jeden Werktag abends um V 8 Uhr Maiandacht. — Stadtofarrkirche. Kollekte für die Schulorgani. fation. Beichtaelegenheiten: Samstaa nachmittag von 3—7- 7‘A—87i, Sonntag früh 5Vi—7 Uhr. Sonntags, gottesdlenste: 5«/. hl. Messe, 63« bl. Messe und Komm des Männerapostolates. 8 Uhr erster CchulgotteSdienst Pred. und Komm, des 8. Schuljahres. 9*/i Pfarramt und Pred. 11 zweiter Schul ottesdienst und Predigt. 9>/« Chiistenl. der Jünglinge in der Severikirche. IVi Cdristenl. der Jungfr. 2Vi Rosenkranz-Bruderschaft. 8 Uhr Maiandacht. Die heilige Kommunion wird von 5Va—71/» jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 8V, und 9'/« Uhr. Werktagsgottesdienste: Vormittag? um 0, 6'A, 7'|4 und 8 Uhr. Mittwoch, Freitag, Samstag früh 6 Beichte. Jeden Abend 8 Uhr Maiandacht. — Pfarrkirche zum heiligen Seist. 7 Frühmesse und An- spiache. 8 Hochamt und Predigt, "/dl Kindemoites. bienft und Ansprache. Vil2 Christenl. für die Jüngl. In der Frühmesse Kommun, des MännerapostolateS Im Hochamt Komm. d. 8. Schuljahres. 8 abds. Maiandacht Vor der Schulmesse, die 7'/« Uhr be unnt, noch eine hh Messe um 6 Uhr früh täglich. Beichte: Anallen Wochen, tagen eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst, an den Tagen vor Sonn. u. Feiertagen von 4-6 Uhr abends. Kommunion-Austlg.: An Werktagen vor und nach dem Gottesdienst, an Sonn. u. Feiertagen auch im Hochamt — sodalitSt. Vormittags um */,10 Uhr Gottesdienst. - St. Sturmius-Piarrkircht. v«8 Komm.-Austlg. '/-8 Früh, messe mit Prednck. Kommunion des MännerapostolateS

Israelitischer Gottesdienst.

Omer 9.30.

Samstag, 5. Mai. Vorabends 7.15, morgen!

7.30, nachmittags 5.00, SabbatauSganq 8 40.

Wochentag?: Morgens 6.10, nachmittags 8.20.

Montag moreens 6 Uhr.

wären, die Fahrt von Berlin nach Reuyork in 1% Stun- ben zurückzulegen, wobei der größte Teil der Fahrt in einer Höhe von 50 Kim. erfolgen würde. Er denkt sich die Entwicklung des Raketenmotors so, daß man zu­nächst versucht, Registrierraketen zu konstruieren, die Instrumente von wenigen Kilogramm Gewicht' viele Zehner von Kilometern hoch zu tragen vermögen und daß man die Leistung dann allmählich steigert, bis schließlich der leere Weltenraum, ja selbst der Mond er­reicht wird, was mit etwa 12 000 Meter Sekunden idealem Antrieb möglich wäre. Dann wird man puritt- weise die mitzunchmende Last zu vergrößern trachten und so zu Raketentypen kommen, die zur Mifnabme wn Fluggästen geeignet sind. Dann wäre die Menschheit fo weit, daß sie die Fahrt ins All wagen könnte, ein Problem, das unsere Zeit auf das lebhafteste beschäftigt. Wie eine solche Raumfahrt nach Valiers Ideen vor sich gehen würde, hat Otto W. Gail, von Datier fachmännisch beraten, in seinen beiden Romanen „Der Schuß ins All" und „Der Stein vom Mond" (Vergstadtoerlag, Breslau) geschildert.

Mögen diese fernsten Perspektiven heute noch so uto. pisch anmuten, nachdem der erste Start einer durch Ra­ketenkraft getriebenen Maschine erfolgt und damit er­wiesen worden ist, daß diese Art von Fahrt technisch aus. führbar und für einen Menschen möglich ist, wird olles Weitere von selbst.kommen, wie nach den ersten Luft-

* 2. Blatt.

Druck der Fuldaer Ackieudruckerel, Fulda

D!e Haftete als Motor.

Öom Spielzeug zur Kraftmaschine. — Schießbaum­wolle und Knallgas als Treibmittel. — 2450 bis 4430 Meler/Seknnden Anspufsgeschwindigkeit. — 500 film, übet der Erdoberfläche. — Das Raketenflugzeug. — 3n i% Sunden von Berlin nach Reuyork.. — Auf dem

Dege zum Wellraumschiff.

Eiw 4. Mai erfolgt auf der Berliner Avusbahn die <krste öffentliche Fahrt des Opelfchen Raketenwagens. Dersuche, mit Raketenmaschinen über die bisher von Re- gistrierballons erreichten höchsten Höhen (36 Kim.) hin- auszukommen, werden folgen. Damit tritt die Rakete, die mir bisher nur als Feuerwerkskörper, also eigentlich doch nur als Spielerei kannten, mit einem Schlage in die Reihe der Kraftmaschinen. Die Idee zu solcher' Der- Wertung ist Max Salier, der als der geistige Dater des Opelfchen Raketenwagens zu gelten hat, aus der Be. fchäftigung mit dem Problem der Raumschiffahrt ge­kommen. Wie er in einem außerordentlich interessa-ten, durch Abbildungen vortrefflich erläuterten Aufsatz ,.D a § Raketenschiff" in der von Paul Keller herausge­gebenen schönen Monatsschrift „Die Dergstadt" aus.

Ult^rcn heutigen Luftfahrzeugen eine natur- lüfte Grenze dadurch gezogen, daß sie der umgebenden Luft als tragendes, der motorischen Kraft einen An­griffspunkt bietendes und den zur Verbrennung der Treibstoffe notwendig. Sauerstoff lpendendes Mittel be­dürfen. Nie werden wir daher mit Lenkluftschiffen ho- her als 10—12 Kim., nie mit Propellerfluazeuaen höher als 12—15 Klm. ökonomisch fliegen können. Wenn wir noch wesentlich größere Höhen erreichen wollen, um dort oben jene ungeheuren, nach Tausenden Stundenkilome­tern zählenden Fahrtgeschwindigkeiten zu verwirklichen, bann müssen wir ein Motorenprinzip anwenden, das von der Dichte und Zusammensetzung der umgebenden Lust völlig unabhängig ist: das Rückstoßgefetz der Rakete.

Um die Dewegungsweffe einer Rakete zu verstehen find iftre Fähigkeit zu begreifen, auch ohne äußeren Stützpunkt hn luftleeren Raume zu steigen, denkt man sich zunächst am besten einen Schraubendampfer, der still in ruhigem Wasser liegt. Run beginnt die Schiffs­schraube zu arbeiten. Ein strudelnder Wasserstrom quillt unterm Heck auf und ergießt sich nach rückwärts, während bas Schiff sich nach vorwärts in Bewegung fetzt. Da selbe gill auch für den Start eines Flugzeuges, nur daß hier die Schraubenflügel in Lust, statt in Was­ser greifen.

Genau so arbeitet auch die Rakete,"bloß mit lern Unterschied, daß sie nicht die Masse des umgebenden Mittels ergreift und zurückschleudert, sondern aus ficb selbst heraus einen Gasstrom ausstößt, der uns als der bekannte Feuerschweif erscheint. Gerade dadurch wird die Raketen von der umgebenden Luft unabhängig und kann auch im luftleeren Raume starten, denn sie stützt sich auch dann nicht auf die Erdenlust, wenn sie in dieser aufsteigt, sondern stößt sich in Wahrheit stets nur von ihrem eigenen Feuerschweif ab. Die Rückstoßkrast der Watete ist von dem Treibmittel, das Verwendung findet, abhängig. Mit Schießbaumwolle würde sich eine Tneb- fraft von 2450 Meter in der Sekunde erreichen lassen. Gelingt es, die Explosionen des Knallggses, unseres stärksten Explosivstoffes, so weit zu bändigen, daß sie zum Betrieb einer Raketenmaschine dienen können, so wird es möglich sein, die Triebkraft auf 4430 Meter in her Sefunbe zu steigern und trotz Luftwiderstand und

Höhen von 500 Klm. über der Erdoberfläche 3« erreidjen. Raketen dieser Art, mit selbstregistrierenden Summ ” genistet, würden der Wissenschaft die übunK Ä Eck> Klarheit über die Zusammen- fefiung der höchsten Luftschichten zu erlangen rfrerU,^eu8un9 werden sich mit Hilfe sol. gier Raketen Flugschiffe konstruieren lassen, die imstande

Kommunalpolitifdjes.

— Die rheinisch-westsä'ischen Städte und die llmge- meinbunaen. Der Vorstand des Rheinisch-Westfälilchen Städtebundes tagte in Köln unter dem Vorsitz von Bür. germeifter Breuer-Werden. Zur Beratung stand unter anderem die durch die Informationsreise des Leiters der Kommunalabteiluna des preußischen Innenministe­riums, Ministerialdirektor Dr. o. Leyden, in den Vordergrund des Interesses gerückte Frage der beabsich­tigten Umgemeinbungen in Rheinland und West- salen. Uebereinftimmenb wurde festgestellt, daß die Umgemeindungspiäne und die vornehmlich örtlich ange­regten Pläne auf eine Reform der Landkreisverfassung schwere Gefahren für die Gelb ft Dermal, tu n g der kreisangehörigen und Mittelstädte in sich bergen. Insbesondere müsse jede Schwächung der Selbstverwaltung der kreisangehörigen Städte durch zwanffsweile Ausdehnung der Zuständigkeiten der Land, kreise vermieden werden. Wegen der Wichtigkeit der zu entscheidenden Fragen wird eine Anhörung der in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzenden kreisangehörigen Städte bei Gelegenheit der Informationsreise des Mi­nisterialdirektors v. Leyden in gleicher Weise wie die der Großstädte und Landkreise erwartet.

tDie wird das weiter?

Da über Südwesteuropa der Luftdruck starker steigt, während das nordeuropäische Hochdruckgebiet mehr und mehr zerfällt, ist mit dem Abflauen der trockenen Ost­windströmung sowie mit der Ausbildung von flachen Teiltiefs über Frankreich zu rechnen, die besonders im üblichen Deutschland zu dem Auftreten von Gewitter- törungen führen. Die Temperaturen werden etwas zu- rückgehen.

Witterungsaussichten für Samstag: Gewitterstörun­gen, wechselnde Winde, Temperatur wenig verändert.

_______ 16.30—1800: Konzert des Rundfunkorchesters: Tschaikowsky (geb. 7. Mai 1810). 18—10: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: „Das älteste deuffche Jndianerbuch", Vor» trag und Vorleftmg aus Hans Stadens „Menschen- fresserbuch" (1557) von Dr. Herbert Kranz. 19—19.30: Sportnachrichten. 20.30: Heiterer Abend., Senff-Georgi: l.a) Orchester, b) Sinniges, 2. a) Orchester, b) Minniges, 3. a) Orchester, b) Unsinniges, 4. Orchester. Mitwirkung: Das Rundfunkorchester. Anschließend bis 0.30: Von der Tanzklause: Tanzprogramm der Kapelle Pinkus-Langer.

Äms Vatererbe.

Roman von Karola Hellmuth

2] ---------

Zögernd hat sich Frau Anna damals entfernt, doch memals in ihrer nun fast vierundzwanzigjährigen Ehe ist wieder der Name Lenas genannt worden. Vier Kin­der hat ihm seine Frau geschenkt. Die drei Mädchen sind schon verheiratet, Dieter, der einzige Sohn, befindet sich augenblicklich auf einem großen Gut im Rheinland, um bie Landwirtschaft dort zu studieren. Franz Schulze Bar- kamp sah es nicht gern, daß Dieter so weit fortging, aber schließlich gab Frau Anna den Ausschlag. Nun hat Dieter bald sein Jahr herum, der Schulze freut sich auf die Rück- funft seines Sohnes, den er von all feinen Kindern wohl am meisten liebt, weil er bisher ein so echter Barkamp war.

Nun kommt nach fast fünfundzwanzig Jahren ein ®ru6 von der einst so innig Geliebten, eine Bitte, sich tftres einzigen noch lebenden Kindes, eines achtzehnjäh­rigen Mädchens, anzunehmen. Ihr Mann hatte Unglück, er starb früh, vier Kinder folgten ihm, nur ihr jüngstes Kind, ihre Leni, war ihr geblieben.

„Nun wird sie ganz allein stehen, wenn ich nicht mehr bei ihr fein kann, aber ich weiß: Franz, um unserer I 3ugenb willen wirst du mein Kind nicht verlassen. Kom­me bald, vielleicht ist uns noch ein Wiedersehen hienie- den vergönnt."

„Komme bald!" Franz Barkamp fährt aus feinem I Sinnen empor. Er muß fort, muß den Abendzug noch I erreichen — vielleicht ist es morgen schon zu spät. Erst I aber muß er wohl mit seiner Frau reden. Seiner Frau? Darf er es ihr wirklich zumuten, die Tochter der Jugend- geliebten in ihr Haus aufzunehmen? Ja er darf es, I denn feine Liebe zu Lena war rein und heilig, nie hat sich ein unbilliges Begehren an diese Liebe gewagt und seit Frau Anna fein Weib ist, hat er diese Liebe begra- I ben, tief in feinem Herzen, und fein Hauch von Untreue I hat sich in fein Empfinden gedrängt.

Er blickt zu seiner Frau hinüber, die im Garten I emsig mit dem Herrichten der Wege beschäftigt ist. Sie I war ihm eine brave Frau, sie hat sein Hab und Gut treu 1

I nur ein bißchen Ruhe, du arbeitest ja für zwei!"

Franz Varkamp weiß feine Frau zu behandeln, denn I wenn sie auch tut, als gäbe sie nicht viel um fein Lob, so I sieht er doch in ihrem strahlenden Blick, daß feine Worte gut ausgenommen worden sind."

„Du hast gut reden, Vater! Wenn ich was getan haben will, muß ich selbst mit anfassen, ich habe keine erwachsene Tochter mehr, die ich vorausschicken kann."

„Ja, ja, fo gehts, wenn man es fo eilig hat, Schwie­germutter zu werden, die Liese hätte gut noch ein paar Jahre warten können. Nun wird der Dieter wohl bald heiraten müssen!"

„Ach red doch keinen Schnickschnack, Vater, der Junge und heiraten! Vorläufig stelle ich noch meinen Mann, hab noch gar keine Lust, mich mit meinen 50 Jahren ins Altenteil zu setzen."

Frau Barkamp ist bei diesen Worten neben ihren TOann getreten, sie ist eine kräftige, etwas robuste Frau, das schwarze Haar ist schlicht gescheitelt. Der Gesichts- ausdruck zeugt nicht von allzu großer Intelligenz. Zu j ihrem Manne paßt sie äußerlich nicht so besonders, Bar­kamp wirkt feiner und vornehmer. *

Mit. leichtem Lächeln reicht Barkamp feiner Frau öen Brief. Sie weiß ja um seine Liebe zu Lena, so I mag sie auch lesen, was diese ihm geschrieben, zudem mag 1

verwaltet und vermehrt, sie war feinen Kindern eine I t

Mutter. Er weiß, daß er ihr mit seinem Vorhaben eine ben. Unruhig aber forscht er in den Mienen seiner Frau e« Überraschung bereiten wird, aber er kann und mit « wUgr, a

er lnn b,e ?-tte dieser Frau, die Bitte Gesicht beim Lesen mehr und mehr verfinstert.

einer Sterbenden, nicht unerfüllt lassen. Mit der Hand 1 ---------- - - 1 1

seicht er em paarmal über Stirn und Augen, um jede ®Pyr l Erregung zu verwischen, bann ruft er in mög- Itcijft harmlosem Ton über den Gartenzaun: „Mutter, komm doch einmal hierher; der Briefbote hat mir einen Brief gebracht, über den ich mit dir sprechen muß!"

Frau Barkamp blickt ärgerlich über die Störung auf, fle läßt die fleißigen Hände für einen Augenblick ruhen, und. wischt sich mit der blitzsauberen, btauleinenen Schürze den Schweiß von der geröteten Stirn.

„Pressierts denn so! Hats nicht bis zum Abend Zeit?

Du weißt doch, wie wir im Druck sind."

„Ich werde dich nicht lange aufhalten, Mutter, die paar Minuten bringst du schon wieder ein. Gönne dir

Sinber kerne Geheimnisse ha-". Ärd doch dem Mädchen egal sein, wo es bleibt.^Zu.

I „nh mi(. f. ■ - m 1 '. . ------ -- '-;•••• "‘"J I dem ist sie gewiß in der Stadt ausgewachsen, da wird sie

« * aas’ SL ä? s

LI"'"* ®«W. ->»- ahfien d«.

I Stiche lassen!" nimmt Barkamp endlich das Wort, als I Barkamv tft rnt nemnrh»» n.i ,.

S*'”*’ M I Stau, in feinem D-ftch, aber lieh, eifern. kMchiafj!"

OW? Kenntest?» „mir im Ernst $„■ und dq°°d""m„ «st » Bn’STttr"«^^ t«mP. b,6 ich KI»d fener ffrau i,ote. di, fiel« ,»|. fchufdens nn >»r™ SMe ,blnl„n.,-

SyÄS.ffiXta. Mi, steid-ruder Erre. in«°L-"^n"-'°°^ÄWffiÄ ä;azs&TÄs s-‘Än h r«*r

°ber Fr

„Sprich keinen Unsinn, Anna! Zwischen uns beiden bösen Laune zu leidem 8 3 8

I hat niemand gestanden. Denke daran, was ich dir in ben I llnfor»r --- ,

»flen unf.rer Eh- 9eW. ’ Sie L "ist « raum Ln'mnad 7^L ? '

einst heb gewesen, ich leugne es nicht, aber bie Zeit unb I Abenbbrot zu' Hu ein fflpfirfit r

Er hat ruhig und aufrichtig gesprochen; Frau Anna I wieber herein ' 3e^n 3a^ren fe,ne

aber blickt ihn nicht an, ihre Augen irren lauernd in I or. .

bie Weite. I ...3,n We'em Augenblick kommt auch Dina, bas Küchen-

„So beweise deine großzügigen Worte, indem du bas I 6as sm,t. Herrschaft im Wohnzimmer ißt,

Kinb ber Fremben anberroeitig unterbringst." I 9 u ö aus demselben hervorgeschossen.

Zögernb hat sie ben Satz angefangen, bann aber, ein- I „Hnchott, heute kann man ber Frau mal wieder gar mal begonnen, überstürzt sie die Worte säst, als fürchte I ""hls recht machen. Das Essen wäre versalzen, sagt sie sie, nicht schnell genug damit zu Ende zu kommen. | unj> es ist doch gar nicht wahr. Ueberhaupt, 'wenn sie

Franz Barkamp blickt seine Frau groß an. „Anna, I guter Saune ist, hat sie ewig etwas zu nörgeln " lft ^ein Ernst? Soll ich wirklich Lenas letzte Bitte „Ja ihr jungen Dinger, denkt nur immer an den unerfüllt lassen? Du weißt doch, was Lena damals ge- | Schatz unb ans Bergnöngen, unb wenn bie Frau dann tan, roie groß und edel sie gehandelt hat." mal ein Wort fagt, heult ihr los wie ein Scküoßhund'"

"AH was! Die sonst gerechte Frau wird ungerecht brummt Heinrich, am Herdfeuer feine kurze Pfeife aus.' unb unbarmherzig, in ber Angst, Lenas Tochter könne klopfenb. 5 45'e,'e aU3

ihr etwas von ber Siebe ihres Mannes rauben. „Es J ßjortfefeung for^l

1 Würfel' für 2 Teller 13 Pfg.

Eier-Riebele

Rumford Tomaten

Kochfertig - Nahrhaft - Reiner natürlicher Geschmack

Eier-Sternchen Eier-Nudeln Erbs m/Speck Ochsenschwanz

Windsor usw.

Reis Pilz Spargel

Königin Mockturtie

Reis "/Tomaten Erbs "/Schinken Reis-Julienne Blumenkohl Grünkern Erbs m/Reis

MAGGI5 Erbs-Suppe

— und weitere 27 Sorten