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Tchule und Volksbildung.

= Nicht prügeln! Der preußische Kultusminister spricht in einem Erlaß an die Schulbehörden, ahne zur Zeit ein Derbst auszusprechen, den Wunsch aus. zu beachten, daß er es pründsäßlich mißbilligt und dement­sprechend disziplinarisch zu ahnden sei, 1. wenn Mädchen körperlich gestraft werden, 2. wenn Kinder im ersten und zweiten Schuljahr geschlagen werden (weil dadurch die Anbahnung des Dertrauensverhältnisses des Kindes zum Lehrer gehindert wird), 3. wenn Unaufmerksamkeit und mangelhafte Leistungen durch körperliche Züchtigung bekämpft werden tollen. Der Minister erwartet zum 1. Mai 1929 einen umfassenden Bericht darüber, ab und wie die Schulaufsichtsbehörde mißbräuchliche Anwen­dungen des Züchtigungsrechts disziplinarisch bestrafen mußten.

Beamtenfracen.

— Die Zahl der Warlestandsbeamten. Im Re'ch (dhne Post und Eisenbahn) sind 7178 Wartest«ndsber.nte vorhanden, von denen 1660 über 60 Jahre alt sind. Don den übrigen Wartestandsbeamten werden 940 im Reicks, dienst wieder beschäftigt. — Die Reichsbahn hat 25 000 Wartestandsbeamte, von denen 1200 jährlich infolge von Tod oder Pensionierung auslckeiden D'-> ^w-derein- stellung von Wartestandsbeamten dürfte frühestens im Kerbst 1928 beginnen, weil sich ja noch 11000 ehem-.iliae Beamte int Arbeitsverhältnis befinden, die in erster Linie wieder Beamte werden sollen. — Don den 16 500 Dartestandsbeamten der Post sind rund 6000 über 60

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Jahre alt und kommen für eine Wiedereinstellung nicht in Fraga Ebenso können weder in den bisherigen Gruppen 7 bis 9 noch in den Gruppen 10 bis 12 Warte­standsbeamte bei der Post eingestellt werden, da die Zahl der mittleren Postbeamten um 10 500 oder um 25 v. f). und die der höheren Postbeamten um 900 oder Um 35 v. $). vermindert werden soll.

Don den BocWmTen.

— Marburger Studentenfürsorge. In der Jnfla- tionszeft, als die Rot des Volkes den Studenten zur Werkarbeit zwang und der akademische Nachwuchs aufs schwerste gefährdet war, wurde in Marburg der Der- ein Studentenheim gegründet, der heute infolge des Verlustes der alten Stipeickienforcks d-e H->>intfürforae- stelle an der Marburger Universität ist. Unter Beob­achtung strengster Neutralität auf r '^sickern und kon­fessionellen Gebiet hilft er den menschlich und wissen­schaftlich Qualifizierten durch Freitische in seiner Stu­dentenküche. durch Barbest''tten u. lunmnist-oe ^orlehm, billigen Wohnungen, SanatoriumSaufenthal-en in Krankheitsfällen u. a. m. — 1060 tnurhen

im letzten Semester unterstützt. 108 000 Mark wurden dafür aufgewendet, und doch konnte nur das Allernot­wendigste getan werden. Ea. 80 Prozent der Unterstütz­ten kam aus den Kreisen des soa. Mittelstandes 12 Pri­mären Arbeiterkinder. — Um dieser umfangreichen and verantmortung-vollen Arbeit des V"r->!n? neue Mittel zuzuführen, wird z. Zt. in Heffen-Nosiau eine „Lot­terie zu Gunsten der Fürsorgearbeit des Marburger Studentenheims- gespielt Der Gewinnplan weist viele wertvolle Gewinne auf: oer

Ser Thür ritzischen Rtjön.

fitifa und

Auseinandersetzung mit dem Herzoghaus.

Der Gesetzgebungsausschuß des Thüringer Landtags befaßte sich am Dienstag mit dem ge- planten Auseinandersetzungsvsrtrag mit dem ehe­maligen Herzog von Sachien-Altenburg. Der Vertrag siebt eine Abfindung des Altenburger Herzogs und feines Hauses in Form einer wert­beständigen Rente vor, die ihm eine angemessene Lebenshaltung sichert. Eine endgültige Entschei­dung über diesen Vertrag hat der Ausschuß noch nickt gefaßt, da von verschiedenen Seiten schwere Bedenken gegen die Art der Abfindung vorgebracht werden. Weiter wurde über ein Inflationswert- zuwachssteuergosetz verhandelt. Die Regierung hat bekanntlich eine Vorlage ausgearbeitet, deren Be­ratung im Landtag noch nickt abgescklosien ist.

In der Hauvtsacke hat sich die Aussprache um die Berücksichtigung der gesunkenen Kaufkraft der Mark auch nach der Inflationszeit bewegt, und außerdem um einen Antrag verschiedener W-rt- schaitsverbände Thüringens, wonach zu dem Er­werbspreis in jedem Jahr ein Zuschlag hinzuge­rechnet werden soll, um den Besitzer für Zins, Steuer und Erhaltungsarbeiten zu entschädigen und eine gewisse Belohnung auf lange Desitzdauer zu geben.

Abstimmungen fanden noch nicht statt. Die Beratungen dauern an.

Zur Srahenbekämpfung in Thüringen.

Die Staatliche Pressestelle schreibt: Der Lan­desverein Thüringen des Allgemeinen Deutschen Iggdschukvereins beabsichtigt hn Einvernehmen mit der Thüringischen Hauvtlandwirtschaftskammer auck diesmal, ebenso ptie im Vorjahre, die Krähen­bekämpfung über ganz Thüringen nach einheitsicken Gesickt-wunkten zu organisieren und durckzuföh- ren. Er will aber in diesem Jahre davon abseben, Maßnahm-n gegen die nur im Winter in Thü­ringen sich aushaltenden nördlichen Krähen- sckwärme zu unternehmen, und sich auf die Be­kämpfung der einheiwlschen Standkroben belckran- ken, und zwar unter Ausschluß der ollen-n Strnch- nin- oder Vbosvhorvrävarate, um eme Aufnahme solcher Brocken durch Hunde oder Füchl» zu ver­hüten. Das Gift soll vielmehr teils in Form von Zeliovastebrocken, teils in oiftaefüllten. mit Toten- kr>vsstsrr>n"l und d--r Aukfckvill „GOft" verststpuen

Höchstgewinn beträgt 12000 Mark. Lose zu 1 Mark sind in allen einschlägigen Geschälten zu haben.

--- Doller der K"lfurwittenschaften. An der T->ch- niscken Hochlckule in Dresden wunde ein neuer Dok­tortitel aeschaffen. und zwar der „Doktor der Kultur- wisientchast-n-. Der Titel lall bauvtsächl-ch an d-e an der Technischen Hochlckule stu^-erend-m D olks sckal­le h r e r verlieben werden. Die Do"or<irbeit kann auf den Gebieten der Vbilolophie, der Psychologie und der Pädagogik gemacht w-rden.

Radtosürooromm.

Frelkaa. den 20. April 1928.

13—14: Scka'lntattenkoniert. 15.30 —16.00: Die Stunde der Jun end fünfer Leitung von Msttellckulrektor K Wehrban): Die fctöne Umgebung von Frankfurt bzw. Kastel: „Wanderungen und Ausflüge in Nadir. Kunst.

Umgebung.

Glaseiern ausgelegt werden. Als Termin für die Auslegung des Giftes ist Samstag, der 21. April, nachmittags 5 bis 7 Uhr festgelegt.. Die Iaadausübungsberechtigten, die Gift auslegen, sind persönlich verantwortlich. Es ist ihnen aufgegeben, das Gift nur in genügender Entfernung von den Ortschaften, sowie nicht auf Viehweiden und nicht in unmittelbarer Nähe von Straßen, Feldwegen und Triften, auf denen Vieh zur Weide getrieben wird, auszulegen, sowie die nicht aufaenommenen Eier und Brocken rwei Wochen nach der Aus- legung wieder einzusammeln und zu vernichten. Sie haben ferner alle Vorsicht?- und lieber, wackungsmaßregeln zu treffen, damit Mensch und Vieh durch die Aufnahme des Giftes, besonders der Glaseier, kein Schaden entsteht. Den Land­wirten wird emvfohlen, Hunde und Geflügel inner- halb zweier Wochen nach dem Giftauslegungstage nicht in die Flur zu lassen.

— Vacka. Am 17. April wurde die durch Um­bau geschallene Berufsschule in Vacha feierlich ein- geweiht. Am Abend fand ein Elternabend statt.

kleine Nachrichten.

Bei einem Streit zwischen zwei jungen Leuten in Hauteroda wurde einer derselben durch einen Messerstich derart schwer verletzt, daß der Tod sofort eintrat. Der Mörder wurde dem Ge­fängnis von Heldrungen Zugelührt.

Der Thürin-ier Bäder-Verband hält am 28 und 29. April in Friedrichsroda feine Tagung ab.

Sn Datterode stürzte ein Landwirt dtrrck plötzlickes Anziehen der Pferde auf die im Wagen liegende Eage, deren scharfe Zinken ihm in den Leib drangen und schwer verletzten.

In Gräfenhainichen wurde ein Arbeiter mit seinem fi-’beniährioen Kind von einem Auto überfahren. Beide erlitten mehrere Rippenbrüche und and->re schwere Berletzunaen.

D»r Geologische Verein für Eobura und das Meininaer Oberland hatte dieser Taoe ht Eoburg seine F--üf>igbrsversmnmlung abgebalten, in der u. a. beschlollen wurde, zwei misiavsckastliche Lehr­gänge in Straufhain und Bad Kolb-rg abzubal» ten, wo neuerdings KaliboHrungen stattgesunden Hgl'-N.

Geschickte unh Sage", voraetragen von Rektor F. .fiür« ten für Frankfurt; „Die Saakburg" — von Mittellckul- lebrer Werner .Hanssi für Kassel: „Die Wist elmshöher Wasierksinste und hie Löwenburg". — Tür Kinder vom 10. Jahre ab. 10.30—17.45 Hausfrauen-Nachmsttag, vernnstoltet vom Frankfurter Housfrauenv-rein E D: ..Ein Streillua hur*5 Ha"« mit Leimtoof und Kstt", Dortraa von Divl-Ing Mar Menaeringhaalen — Hierauf: Wockenlstau des Han-frauenvereins. 17.45 bis 18 05: Die Lesestunde. — Aus den „Briefen der Fra,, Rat Goethe". Svreckerin Mara. Wall 18.15 bis 18.30; Derei"«nackr!st»en und ordere Mitteilnnaen. 18 30—18 45: Don Kastel: Die Stunde „Haus und Gar­ten". 18.45—19.15- Stunde des Sü>nvestde"ttcken Radio- Kststs. 19.15—19 4R; ,.<Turb Laßwiß", Vorirc-a iiint Gedächtnis keines 80. G"hurtstaaeq von Erich Lostwiß. 19.45—20 05' Zwanzig 'mmitt»n Forst-Dritte in M-si-n- fchaft und Terfutif. 20.n5—2015; Fiim-Alockenfckau. 20.15; Frowweln in der Narbt, t'rama von Asrt Drecht.

Frankfurter Börse

Gott es Dienstordnung.

Israelitisch« Gemeinde.

Freitag, morgens 6 Uhr.

Samstag, den 21. April. Vorabends 7 Uhr, mor­gens 7.30 Uhr, nachmittags 5 Uhr, Sabbatausgang 8.15 Uhr.

Wochengottesdienst: morgens 6.10 Uhr, nachmittags

Schriftleiter: Dr pW Johannes Kramer, Fulda. Verantwortlich für die Anzeigen: Direktor der Fuldaer Aetlendruckerei tz P a r n e 11 e r.

1 Leitung: Den Spanier. Anschließend: Von Kassel; Spätkonzen oer Kasseler Hauskapelle. Leitung Arthur

' Wisotzky. _____

Mie wird das Wetter?

Aus dem nordwesteuropäischen Hochdruckgebiet sto­ßen immer noch kalte Luftmassen nach Süden und be­wirken zunächst noch Fortbestand der zu Niederschlags­schauern neigenden kühlen Witterung. Die Tempera­turen werden tagsüber auf zeitweilige Einstrahlung an­steigen. während sie nachts in Gefrierpunktnähe liegen.

Vorhersage für Freitag: Wolkig, einzelne Schauer» kühl, nordwestliche Winde.

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