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*) Auf dem linken Ufer de, Vberrhsln», vom Elsaß bi» hinab zur alten Nibclungenstadt Worms liegt der Womegau, zur Rechten begrenzt vom Rhein, zur Linken von der „flaarbt" einer Fortlcuuno tes 53c<'»‘

Amtliche Bekanntmachungen.

Fulda

Sprich Du!"

wurde eines Löwen Znnve

11.

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Von E w. Stich.

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(Fortsetzung folgt.)

roch er Zunge:

4.

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1.

2.

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Also sagte die Zunge und „Rhön"! — . . . . Unter

Tal . . . Dem Er marschiert« Platz kam, da Kotzen gekriegt . . . . Seine

Rückseite des Tiefs dringen kalte Luftmassen südwärts vor und bringen noch einzelne Schauer fn immer größer werdenden Abftönden. Die Temperaturen »er­ben unter bem Einfluß der Sonneneinstrahlung tags­über ansteigen, nachts jedoch zunächst noch zurückgshen und kn der Nähe des Gefrierpunktes liegen.

Ditterungsausflchten für Donnerstag: Tagestempe» raturen weiter ansteigend. Schauern nachlasfenü.

mäh § 32 der Wahlordnung wird das Wahlergebnis nachstehend bekannt gemacht.

Es sind gewählt worden:

a) als versicherungsvertrcle.:

1. Reinersmann, August, Domänenpächter, Neuenberg

6) als Skellveclreker:

Wahl, August, Landwirt, Oberbimbach Seng, Emil, Landwirt, Rückers Münker, Joseph, Maschinenhändler, Schletzenhausen

Gerst, Johann, Landwirt, Neuhof Herbert, Karl, Landwirt, Zirkenbach Kirchhoff, Theodor, Domänenpächter, Weihershof

Steinacker, Hermann, Müller, Rothemann Bernhard, Wilhelm, Landwirt, Eichenzell Schmedding, Josef, Staat! Oberförster, Nieder- kalbach

Kräh, Franz, Zimmermeister, Dorfborn Helfrich, Adolf, Maurermeister, Wiesen Leitsch, Franz, Zimmermeister, Armenhof Sck)neck, Josef, Waldarbeiter, Müs Trabert, Emil Gespannführer, Oberziehers Möller, Alex, Straßenwärter, Ellers Haas, August, Waldarbeiter, Hofbieber Eisenbach, Ludwig, Schmiedemeistr. Bronnzell Muth Franz Jos., Maurerpolier, Wiesen Staubach, Ambrosius, Fabrikarbeiter, Zirken­bach

Der heiße Zorn des Vater, legte sich allmählich un­ter diesem „Kühlwind" beschwichtigender Worte seiner klugen, wackeren Frau. Nach einer Weile meinte er ganz ruhig: „Aber unsere Marie muß ich doch ausholen".

Doch da kam er schön an bei seiner „Hausehre": diese rief kopfschüttelnd aus: „Was ihr Männer doch überge­scheit seid! Merkst bu- denn nicht, daß du gerade dadurch eine neue Tollheit begehst? Ja, wer wird so unbesonnen fein und das Kind erst recht aufmerksam machen aus fein« Liebe zu Clemens. Damit löschst du das Feuer nicht aus, bu gießt vielmehr Del hinein, daß es erst recht auf flammt. Also bein plumpes Zutappen, bas West bu mir ein für allemal fein. Die Geschichte muß ganz an­der» angefangen werden. Drum bleib du ganz davon weg und überlasse mir alles weitere, denn ich verstehe mich besser darauf und werde schon Wasser in die Llul Sieben."

„Aber sie ist und bleibt doch u n s«r K i n d," meinte sie freundlich, „oder nicht, Paul?"

Trotz seines Ingrimms mußte der Zollwächter, der ein guter Man» war. herzlich lachen, indessen dauerte diese spaßhafte Stimmung nicht lange bei ihm an und wieder ernst geworden .rief er: „Ich verstehe wirklich nicht, wie du einer so wichtigen Sache eine lächerliche Seite ab­gewinnen kannst. Bildest bu dir denn ein, Ich würde je meine Einwilligung zu einer Ehe zwischen Marie und dem jungen Gierlinger geben?"

Wie wird dar Wetter?

Df« Witterung Mitteleuropa» wird zur Zeit stimmt von einem Hochdruckgebiet im Nordwesten einem ziemlich kräftigen lief über Polen. An

Für Karie war es sehr gut. daß sie jetzt nicht zu hause war. denn es hätte eine recht böse Auseinander­setzung gegeben, und da» Mädchen ihrem erzürnten Pater gegenüber ihre Liebe zu Clemens nicht länger verheim- llchen können.

Nun war aber der Zollwächter allein daheim und fand genügend Zeit, das, was der Geiß Fritz in seiner Wut vorgebracht, sich zurecht zu legen und kälter zu wer. den. Er dachte sich einen Plan aus und wollte zuerst seine Frau ausforschen. Da ihre Tochter noch bei der Familie geblieben war, welche sie. mit ihrer Mutter im Dorfe besucht hatte, kam letztere allein und früher nach Hause und merkte gleich an der finsteren Miene ihres Gatten, daß etwas Unangenehmes vorgefallen fein muffe. Safert sagte auch dann alsbald zu ihr: „Setze dich, Kathi, ich muß mit dir reden!!" Die sehr korpulent« Frau ließ sich erwartungsvoll in dem alten Lederlehn- stuhl«. nieder, in dem sie stets nach Tisch ihr Schläfchen zu machen pflegte.

»Was ist denn los? Hast bu am Ende gar Nach, richten von den Schmuggglern erhalten?" fragte sie neu­gierig.

Unmutig entgegnete Fafert: „Nachrichten wohl, aber nicht von den Schwärzern, welche die Waren paschen, sondern von einem Erzschmuggler, welcher uns unser ein- Ziges Kind rauben will."

»Was?" konnte Frau Fafert nur hervorstammeln Und war dabei totenblaß geworden.

Ihr Mann erzählte ihr nun alles, was ihm mit dem Fritz Geiß begegnet war und, was er von ihm gehört hatte.

„Dem hast bu ganz recht getan, Paul!" stimmte ft« vergnügt mit ihrem Manne überein, .chiesen Duck-

Neues aus SranMurt.

« Die vermMmigsgebühren der Vohmmgsmakler. In einem Mietwucherprozeß. der sich gegen

läge zu dem Wiesnerichen Aussatz sind die Kriegsschuldfrage wichtigsten Stellen aus den affen im Wortlaut wiedergegeben. Das mit neriebene Aprilheft ist von der „Zentralstelle forschung der Kriegsurfachen", Berlin NW. Preise von 1,50 M zu beziehen.

20. Sckimitt, Emil, Zimmermann. Niederbieber

21. Hohmann, Leo, Arbeiter, Rückers

22. Kreuzer, Damian, Fabrikarbeiter, Edelzell

23. Plappert, Eduard, Maurer, Hofbieber

24. Bogel, Joses, Gärtner, Bronnzell.

Fulda, den 17. April 1928.

Der Dorsitzende

des staatl.Dersicherungsamts des Landkreises Fulda. (Wahllciter:)

3 D.: Polste r.

Walde, wie gesagt, ward es zu dumm, also wacker bergan. Dis er an einen hatte die brave Erdmutter bas groß« und mit Da'attdlöcken um sich aepfrifcrt Nüstern blähten sich weit. Sruher'uft

Bcam’enfracen.

--- Protestkundgebung gegen die dienstliche Heber- kastung der polizelbeamlen. Der Gau Aroß-Ber- lin des Verbandes preußischer Polizeibeamten prote- stierte in einer Versammlung gegen die dienstlich« lieber, laftung der Berliner Polizeibeamten. In einer einstimmig angenommenen Entschließung wurden die Forderungen der Polizeibeamten zusainmengefaßt.

mauser habe ich nie ausstehen können und wäre er auch in Gold gewickelt. Da würde unsere Marie in schöne Verhältnisse kommen, wenn sie bis an ihr @rab eine arg geplagte Bäuerin machen müßte. Uebrigens hat sie vor dem Geiß Fritz eine wahre Abscheu. Drüben beim Gier- Unger hat mir'» die alte Gartbase schon oft gesagt. Doch da» verstehe ich nicht mit dem Andern, der uns unser Kind entführen und rauben will. Was ist es damit?"

«So wie bu bir die Entführung denkst, ist sie nun nicht", versetzte ihr Mann ärgerlich, „denn dir spucken allewell di« asten Rittergefchichten im Kopfe, welche sich das hiesige abergläubische Volk gegenseitig in den Spinn- ftuben zur Winterzeit erzählt. Wäre dem wirklich so, möchte ich lieber sterben. Nein, der Geiß Fritz spielte auf unfern Nachbarssohn, den hübschen Gierlinger Sie­mens an.“

„So, so," versetzte Frau Fasert ganz beruhigt. „Da mach dir nur feine Sorgen mehr, denn der entführt un­tere Marie nie, der weiß ja gar nicht, was bas Dort Entführung bedeutet und kennt bas Bepehmen ber asten Ritter nicht einmal dem Namen nach!" -

„Schwatze doch kein solch' unsinnige, Zeug und mach« mich nicht auch noch verrückt!" rief der Zollwächter im höchsten Zorn. „Verstehst bu mich benn nicht? Eben dieser Gierlinger Clemens soll einen Liebeshandel mit Marie haben."

„Liebeshanbel? — Nun, das glaube ich erst recht nicht," entgegnete kopfschüttelnd Frau Käthj. „Wenn die Marie den Burschen gerne sieht, wer soll» ihr verübeln? Das tun |a doch alle anderen DorfmSbchen auch, da Cle­mens wirklich ein sehr hübscher Junge ist und einmal durch seinen Oheim reich wirb. Und findet ber^unge Mann bas Kind als sehr schön — ist bas nicht wirklich wahr? -

„Das aber meine ich gerabe!" versetzte Fasert.

Zuerst sah ihn seine Frau erstaunt an, bann fragte sie: „3ft bas alles, worüber bu dich so giftest? Da muh ich dir doch sagen, baß diese Geschichte allzu kindisch ist, um sich durch sie in solchen Zorn jagen zu lassen."

Mänteln auch birgt sich Wahrheit. Drum giert Sturm allzeit Mäntel zu füpfen.....wenn erschreckte Hirn,

mel die Wolkenschlepne raffen, morgengoldgeschenkt« Wipfel stöhnen wolluftigen Schmerz. — Lang hütete Wald di« Grenzen hoher Hüten für den breitschädligen Gott .... Die Mittaassonne umhfünftel, Sckmee sich zur schwanken Wiege wählt. . . . Wie sollte Blüte nicht den Boden lieben, die saftsessg» Mutter zärtlicher Der, zweigung, trotziger Stacheln, immergrünen Ernftn eine Früchte, dunkekichöner Biüch, adeln dich hoch hin­auf! Würziger Sträucher schlichtherbes Heilandmelen, Heikbote Tieren und Menlchen. Langsam resst ?ldels» dingt .... Seht Ähr still üch wiegenden Wald, so müßt Ihr ein Hebammengebrüll anschlagen, als ob Ihr den Hochbusigen gemackst hättet und nicht Pan, der Starke. Aber die Axt verrät Euch und (Eure miihfnm verhehlte Mordlust. Baumstümpfe, das sind die Mei­lensteine Eures -Dergnüguna-trm mes. Der Stamm- trd) ist Euer Altar. Wo, gilt Euch Ehrfurcht vor der Lebensform einer unendlich reinen und erhabenen Hut- einfamfeit? — Also sprecht Ihr und h'bt nicht», aber auch gar nichts begriffen vorn herben Geiste der honen Rhön: „Lasset uns Hütten bauen! Wir haben es ja. Nämlich bas Gelb dazu!" — — Und also be^m der Ellenbogen gleich zwei Warzen auf einmri. Freiblei­bend zu rund 40 000 Mark die eine. — Einen Zentner Kukirol bitte! —

Lieber Nhönklub!

Es war einmal ein Leser. Dem wurde es üM nu­ten im Bauch. W:e gesagt, ihm ward es zu dumm. Ober er war zu dumm. Geistig Minderbemittelten nicht feinschmeckte solch titterarifd) Adeksding. Er nickt ver­daute es. Wollüstigen Schmerz er stöhnt. Hebamwen- gebrüH allein nicht hilft ihm. Großes Kotzen Erleich­terung heischend er giert. Ein Kilo Vomitiv bitte!

Ein Rhön-Spießbürger.

Eingesandt.

Für die hier erfolgenden Veröffentlichungen übernimmt die Schristleituva nut die durch bas Preßgesetz vor ge­schriebene Verantwortung.

Zwei Warzen am Ellenbogen!

Unter dieser Neberichrift bringt die Zeitschrift Dis Rhön" in ihrer letzten Nummer eine „Rhönepistel".

Nachfolgend einige Stichproben als Sttlproben:

Es war einmal ein Wald. Dem wurde es übel im

. Klang geht zum Ohr. Ohr geht zur

Zeitschriften.

Die Schuld der serbischen Regierung am Mord von Sarajewo. Zu diesem Thema, das für die Beurteilung der Kriegsschttldfraae grundlegend ist, bringt das April- hest ber Berliner Monatshefte „Die Kriegsschuld- frage" ein abschließendes Urteil aus berufenfter F-der. Der ehemalig« österreichische Gesandte Dr. Friedrich von Wiesner, der im Sommer 1914 mit der Untersuchung des Mordes am Erzherzog Franz Ferdinand in Sera- jewo beauftragt worden war, gibt unter Zuhilfenahme eigenen, bisher unveröffentlichten Material» ein mit juristischer Exaktheit begründete» Urteil über den Um­fang und die Art der Schuld der serbischen Regierung an ber Mordtat, ber der österreichische Thronfolger und fein« Gemahlin zum Opfer fielen. Wiesners Arbeit läßt an der unmittelbaren Verantwortlichkeit ber serbi­schen Regierung nicht mehr den geringsten Zweifel. In vielen Punkten wirb die bisherig« Auffassung von ber Schuld der 'erbischen Regierung noch erheblich envei-

»Zu einer Heirat?" begann im gleichen Tone die dicke, behäbige Frau wieder. „Aber Paul! Wer hat denn von einem Verlöbnis geredet? Da» ist zu närrisch.

Hätt' ich al» Mädchen all die „Buben" ehelichen sol- len, die mir damal, ein bißchen gefielen, da hätte ich gewiß ihrer ein Dutzend freien müssen. Weil aber du mir zuletzt unter allen am besten gefallen hast, habe ich es mit bir „richtig gemacht". Weil nun unser Maricle mit dem Clemens hie und ba in allen Ehren ein necki­sche» Wörtlein spricht, willst du sie da gleich einsperren? Laß' die Grillen fahren, welche dich peinigen, Paul! Und daß der junge Gierlinger ba brühen ein Pascher sein soll? Run, darüber muß ich nur lachen. Das will ich dir, lie- der Paul, denn gleich ausreden. Der Giftmolch, der Geiß Fritz, hat dir nur den Kopf erhitzen wollen, ich weiß ganz gut, daß er den Clemens haßt, und mehr als ein­mal hat mir schon die „Gortbas" erzählt, daß sie ihn nächtling» wie einen Iltis um den Taubenkobel schleichen gesehen hat, ba die alte Frau nur mehr wenig schlafen kann. Ja, der spottschlechte Bursche ist bem wackeren Clemens totfeinblich gesinnt, weil der unserm Kinde viel bester gefällt al, dieser Crzduckmäuser und Bösfeind."

2. Svndergeld, Otto, Landwirt, Hofbieber

3. Odenwald, Leopold, Landwirt, Bad Salzschlirf

4. Roser, Franz, Fabrikdireklar, Kohlhaus

5. Möller, Emil, Gastwirt, Neuhof-Opperz

6. Hillenbrand, Anton. Pfarrer, Großenlüder

7. Kaib, Emil. Cteinrichtrr, Miltelkalbach

8. Hosenfeld, Adam Waldarbeiter, Rödergrund

9. Rehm, Dineenz, Maurer, Wissels

10. Zehner, Michel, Gespannjührer, Maberzell Wiegand, Leopold, Straßenwärter, Maberzell Sorg, Leopold, Arbeiter, Rückers

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„Du nennst da» Kinderei?" eiferte ihr Mann, ser« Tochter ist doch ein erwachsenes Mädchen!"

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Marie, isi'eTWer iieSZMMlerS.

Eine lustige Schmugglergeschichte von Anno 1818-14.

Reife und Wanderung.

„„ ” Änderungen im Lustpostverkchr. Mit bem cm 23. April beginnenden Sommerflugplan treten tetts non diesem Tage, teil» vom 1. Mai ab Hauptfach- Iiö) folgende Aenderungen im Luftpoftverkehr ein: Neu eingerichtet wird die Linie Kar!sruhe(D.).Mannh-im- die Linie Frankfurt kMainj-Dortmund wird bei einem Münster (W.j durchgeführt. Die Linie Frank- surt(Mam)-Erfurt-Berkin wird auf die Strecke bi» (Er­furt beschränkt und der unmittelbare Flua Frankfurt lMainj-Berlm und zurück erhält folgende Kursze-'en (ab Frankfurt (TOain) 6.10, an Berlin 10.15, ab Berlin 16.00, an Frankfurt (Main) 19.15 Uhr.)

Jun a. TO. bet. Es wurde darauf hingewiefen, dem Forschungsinstitut ein Radiuminstitut anzugliedern. Am Montag früh eröffnete Prof Dr. Müller als Vorsitzender ben 40. Kongreß ber Deutschen Gesellschaft für innere Medizin, zu dem etwa 950 Teilnehmer aus allen Teilen des Deutschen Reiche» und auch de» Auslandes sich «ingefunben haben.

Technik und Verkehr.

- SliHgelegte Kohlenzechen. Nach einer Veröffent- ndjung de» Kommissar» für Stillegungsangekegenheiten finb im 31 u b r b«r g b au in ben Jahren 1924 bis 1927 V5 Zechen ftiBgelegt worden. Die Zahl der feit Be- enöigung des Krieges im Ruhrbergbau ftiUgeleaten Ke- chen belauft sich auf 81 Prozent! 9 S <3

zwei Makler richtete, wurde die Frage -aufgerollt, wie hoch die Vermittlungsgebühren der Wohnungsmakler eingesetzt werden dürfen. Es handelte sich um die Ver­mietung eines Zimmers, das jährlich 840 Mark Miete einbrachte. Es wurde feftgefteDt, daß nach den Sätzen der Makkervereinigung der Gebührensatz für Vermitt­lungen zehn Prozent ber Iahresmiete beträgt. Die Angeklagten hatten 100 Mark für ihre Tätigkeit ge­fordert. Das Große Schöffengericht sprach bi« Ange­klagten frei, wobei es bei ber Errechnung des zulässi­gen Provisionssatzes die Abmachungen der Maklerver­einigung zu Grunde legte. Demnach hätten die Ange- klagten 84 Mark fordern dürfen. Aus ber Tatsache, fo hieß es weiter in bet Urteilsbegründung, daß die Ange, klagten 16 Mark mehr forderten, könne ein vorsätzliche» ober nur fahrlässige» Handeln nicht geschlosten werden.

tert. (Einen besonderen Wert erhält die Wiefnersche Arbeit noch dadurch, daß hier zum ersten Mal die Er- aebniffe des Prozesses von Saloniki für die Kriegsichuw» frage ausgewertet werden. In Verfolg dieses Prozes­ses wurde der Organisator des Serajewoer Attentats, Oberft Dimiirijewir-Apis erschossen. In einer An-

von Len Hochschulen.

» Marburg. Der Direktor de» phannazeutisch-chemi- scheu Universitäts-Instituts. Geh. Reg.-Rat. Prof. Dr Johannes Gadamer, ist im Alter von 61 Jahren gestorben. Der Verblichene, der in Waldenburg in Schlesien beheimatet war, hat sich in Marburg 1897 ha­bilitiert, 1902 übernahm er den Lehrstuhl für pharma­zeutische Chemie in Breslau und kehrte 1919 nach Mar- bürg zurück. Im Jahre 1921-22 bekleidete er das Rek- torat. Der Gelehrte, einer der bekanntesten Vertreter sei­ne» Faches, war Mitglled verschiedener wissenschaftlicher Gesellschaften und Ehrenmitglied des deutschen Apotheker­vereins.

— Disziplinarverfahren gegen Professor v. Moeller. Dem B. T. zufolge ist das Disziplinarverfahren gegen ben Berliner Staatsrechtslehrer Professor Dr. v. Moek- l e r eröffnet worden. Dr. o. Moeller hatte in seinem Kolleg Aeußerungen getan, die bi« republikanische Staats» form verächtlich machten.

Frankfurter (Vver.

Donnerstag, 19. April, 19 Uhr. Der Rolenkavaller.

Freitag, 20. April, 19 H Uhr Jonny spielt auf.

Samstag, 21, April, 19% Uhr. Cosi fan tutte.

Die plane General Nobiles.

W'.e General Nobile Pressevertretern gegen» klber erklärte, will er es vermeiden, Probefmge zu unternehmen, um das Lustschkff zu schonen. Tie Fahrt von Mailand nach Stolp habe gezeigt, daß das Luftschiff zum Polarfluge geeignet fei Die Beschädigungen deä Luftschiffes können schon nach drei Tagen behoben fein; wäre das Material dazu zur Stelle, würde nur ein Tag nötig sein. Em Motor sei zwar eine zeitlang auf dem Fluge nach Stokp nicht arbeitsfähig gewesen, weil dgs Wasser deS Motors gefroren war, für den Nordpolflug werde dem Wasser Glyzerin beigemischt werden, um das Einfrieren zu verhindern. Acht bis zehn Tage werde es dauern, bis das Luftschiff startbereit sei. Um diese Zeit werde auch der Dampfer auf Spitzbergen eingetroffen fein. Ob dann schon der Start angetreten werde, sei noch unbestimmt.

* Ein begehrter Posten. Um den P o st«n d e» D ü r- flermeifters von Halle haben sich insgesamt 76 Bewerber bemüht. Von diesen 76 Bewerbungen lie­fen 21 erst gestern, dem Scl)lußtag der Ausschreibung, ein.

* Cln enkmenschker Sohn. In Neu-Aubing bei Mün­chen überfiel gestern gemeinsam mit einem Genossen der aus der Erziehungsanstalt Birkeneck entwichene Für- sorgezögling Joseph Lang seine Mutter in ihrer Woh­nung. Die beiden Burschen würgten di« Frau und versuchten Geld zu rauben. Als die UtberfaWene um Hilf« rief, ergriffen sie di« Flucht und entkamen.

• Eisenbahnattentat bei Virschau. Nach einet Dan- Jiger Meldung sind auf der Strecke nach Dirschau an einem der Hauplgleise die Laschen entfernt worden. Die beschädigte Stelle liegt am Ausgange einer Kurve, bi« über eine sechs Meter hohe Böschung führt. Man nimmt an, daß 5 Züge, darunter ein D-Zug, di« gelockerte Stelle bereits Überfahren hatten. Allem Anschein nach handelt er sich um ein geplantes Attentat. Vier jüngere Burschen wurden verhaftet. Sie leugnen jedoch jede Schuld. ___________________

Gus !>er Sentrumspartet

--» Tagung dr» candesausschnsse« ber nassauischen Senfrumsparfei. Der Landesausschuß der nassauischen Zentrumspartei ist aus Sonntag den 22. April zu ein.-r Tagung nach Limburg, Katholssche» Gesellenhaus, einberufen worden. — Es handelt sich um Rachverhand- lungen zur StafcibatenaufftcUung.

Während seine Frau nicht allzuschnev, sondern ihrer Art gemäß alles gemächlich vorbrachle, fand er genügend Zeit einzusehen, daß seine brave Kathi bei ihrer großen Gemütsruhe viel geeigneter sei, in dieser unangenehmen Angelegenheit den richtigen Ausweg zu finden, als er in feiner oft unüberlegten Raschheit. Doch er mußte ihr auch volle Zeit zum Handeln gönnen, denn von jeder Eile war Frau Kathi eine geschworne Feindin. So griff er denn nach seinem Dreispitz mit dem langen Feder- husch, hing sich sein Dienstgewehr, Säbel und Patronen­tasche um und schob noch ein tüchtiges Schwarzbrot nebst dem köstlichen „Quetscheschnaps" (Zwetsc'genbranntwelnj. wie ihn nur ber „Womegau" *) anzui>-,en versteht, tn feine Tasche, noch in der Türe aber dreht« er sich um und sagte: „Heute soll mir Marie nicht nachkommen, i 3d) mitts nicht haben. Dir aber, Kathi, leg' ich es auf dein Mutterherz, baß du mir den Liebeshanbel zwischen ihr und dem jungen Gierlinger sobald als möglich zu Ende bringst. — Adieu." Diel eiliger als gewöhnlich schritt er von bannen.

Taounoen.

= 40. Der..,cher Kongreß für innere Medizin. Am . J.’Ju ® rourö* in Wiesbaden die Ausstellung neu- medizinischer Apparate und Instrumente, die anläßlich des Kongresses für innere Medizin ftattfinbet, trn Kleinen Saal be^ Kurhauses durch den Kongreßvor- fitzenden Prof. Dr. Müller-Erlangen eröffnet. Die Aus- penung ist von prominenten Firmen reichlich beschickt. Im Paulinenschlößchen hatten bi« Badeverwaltungen TOergenthctm, Bad Neuenheim, Neuenahr, Wiesbaden usrw Wasser- und Ouellenerzeugnisse ausgestellt. Am r il kr'f fa!Lb .lm »Schützenhof" eine Sitzung des Wis- senschasttichen Setrats des Städtischen Forschungsinstituts für Bäderkunde und Siofswechsel statt. Der Sitzung wohnten u. a. an ersten Autoritäten auf dem Gebiete der inneren Medtzin: Prof Dr. Bauer-Hamburg, Dr Höfer, «tel Geh. Kommerzienrat Prof. Dr v. Krehi-Hejdelberg, Prof. Dr. v. Romberg-München, Dr. Dollhardt-Fran^

Gs wird darauf aufmerksam gemacht, daß durch di? Verordnung über die Ausdehnung der Unfall­versicherung auf gewerk llche vcrusskrankhcilen vom 12. Mai 1925 die Unfallversicherung u. a. auch auf die Erkrankungen durch Blei oder feinen Serbin« düngen und durch Benzol ober seine Homologen ausgedehnt worden ist Der Detriebsunternehmer und der behandelnde Arzt haben die Erkrankung schriftlich oder mündlich dem Derstchentngsomt zu erstatten. Die vorgeschriebenen Formulare zu den Anzeigen sind beim Dersicherungsamt zu haben.

Fulda, den 16. April 1928.

Staall. versichern nasaml de» Landkreiscs Fulda. 3. v.: volste t.

3 Nr. L. 1402.

Die polizeiliche Anordnung, wonach die Besitzer und Pächter von Grundstücken gehalten sind, Bäume und Hecken von Raupenncstern zu reinigen, wird hierdurch in Erinnerung gebracht. Die Rei­nigung ist alsbald vorzunehmen und so ost es nötig wird, zu wiederholen. Cs genügt nicht, die Rau­pennester abzunehmen, sie müssen, vielmehr ver­brannt oder in anderer Weise völlig vernichtet werden.

Die Unterlassung wird nach § 368 N. 2 des Reichsstrafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.

Die Herren Bürgermeister lGutsvorstcher) mol- len diese Derfügung in ihren Gemeinden (Guts- bezirken) wiederholt öffentlich bekannt machen und darauf halten, daß die Anordnung befolgt wird, namenllich auch, daß die Entfernung der Raupen von den Bäumen und Hecken an den Straßen und Degen, sowie auf den Gemeindegrundstücken er­folgt.

Dis Landjäger, Straßen, und Wegewärter, Feld- Hüter ufw. werden ersucht, sorgfältige Kontrolle zu üben und Unterlassungen bei der zuständigen Orts» Polizeibehörde anzuzeigen.

Fulda, den 12. April 1928.

________________Der Landral. I. D.: S ch u st e r.

Dckannlmachung.

Bei der Dahl der Versicherungsvertreter als Deisiher des Versicherungsamtes des Landkreises Fulda ist sowohl für die Gruppe der Arbeitgeber als auch für die Gruppe der Versicherten nur se eine Borschlagsliste zugelassen bezw. eingereicht worden. Die in den beiden Dorschlagslisten <Be» nannten, gelten daher in der Reihenfolge, in der sie in der Liste aufgeführt sind, als gewählt. Ge» 1

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