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Fuldaer Zeitung

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Teil von es getan.

Hm Grabe Dürers.

Nürnberg wird gemeldet: Albrecht

deiner Osterfreude mit, so wie der Herr Du verstehst wohl, was ich meine . . .

DerMann imMonde.

habt, wenigstens einen an ein fernes Jdealj für das er schafft, Tag und Nacht? Und hat nicht jeder große Naturforscher noch die Welt als ein Wunder angesehen und wie ein Kind ihr gegenübergestan­den. Was soll wohl werden, wenn alle diese Ge­fühle der seelischen Tiefe sich auflösen in Vernunft und Nüchternheit, was soll werden, wenn die ganz naive Forscherfreuds ausstirbt? Und so geht auch Lurch den dürren Wald der Wissenschaften und der

Farbenempfindung und Farbenblindheik. Nach den jüngsten Untersuchungen von Ianicky und Lau hängt die Favbenempfindung des Auges immer ganz eng mit der verschiedenen Lichtstärke zusammen, indem zum Beispiel in sehr schwachem Licht der Mensch über. Haupt farbenblind ist und erst bei steigender Lichtstärke die Farben, und zwar zuletzt erst blau und gelb er- kennt. Neuere Forschungen haben ferner bewiesen, daß im allgemeinen Männer die rote, gelbe und grüne rsarbe schärfer wahrnehmen als Frauen, wogegen das weibliche Auge blaue Farbentöne besser zu unterschei- den vermag. Auf tausend Männer kommen im Durch, schnitt dreißig Farbenblinde, auf tausend Frauen jedoch nur drei farbenblinde Frauen. Am häufigsten ist di« Rot-grünblindheit zu beobachten, bei der der Betref- sende das Rot entweder hell oder gelb sieht und mit Hellem Grün verwechselt (Grünblindheit), oder das Ro, als dunkle Farbe steht und es mit dunklem Grün ver­wechselt (Rotblindheit),

Bäuerin Krumme eilte von der Arbeit weg zur Schule. Sie schneuzte säuberlich noch rasch ihre Nase in die Kehrseite des blauleinenen Schürzenzipfels. Sie dachte bei jedem ihrer Schritte nach. Bald war sie

Reinen mit sich. Es konnte doch nur an dem falsch sitzenden Wirbel auf Peters Kopf liegen, wenn ihr Bub das Einmaleins nicht so gut begriff. Das wollte

* Ermordung eines persischen Ministers. Aus Teheran wird gemeldet: Der Minister für öffent­liche Arbeiten, Amir Tahmaspi, ist auf einer Be- slchtigungsreise durch Luristan in der Nähe von Khoramabad bei einem Zusammenstoß mit Ange­hörigen des Stammes der Suren getötet worden. Das persische Parlament hat sich überraschend ver« tagt. Der Schah ist nach Khoramabad abgereist.

erstehung. Man bedenke doch, wie weit wir von dieser Ursprünglichkeit entfernt sind. Jedes noch so kleine Vergnügen muß heute teuer bezahlt wer­den, und es sind Unsummen, die Tag für Tag da­für ausqegeben werden. Und doch wie einfach und wie billig kann man sich freuen. Wenn man schon eine Feststimmung aus der Kirche mitbringt, so ist die Grundlage schon geschaffen. Das Ziel ist ge­wissermaßen auf geschlagen. Die Glocken sind da, die Lieder, die Pracht des Gottesdienstes, und das alles kostet doch nichts, wenn auch der Klingelbeutel dabei rundgeht, der noch niemanden arm gemacht hat. Das Naschwerk, das zu Hause dazu gehört, der Kuchen und die Eier selbst, es sind geringe Aus­gaben im Vergleich zu dem, was die Feste' außer­halb des Hauses kosten. Und die Sonne braucht nicht bezahlt zu werden, die Blumen nicht und nicht die Luft und das sanfte Wehen im Frühlings- wald. D'.e Bildung, die wir heute aus Büchern schöpfen und aus allen möglichen Schaustellungen, wie ist sie immer vermischt mit so viel HaWildung, mit so viel Oberflächlichkeit, mit so viel Zusätzen von ungesunden Reizen und ganz unmoralischen Lockungen. Bei den Festen, die so schlicht und einfach und doch so tief und groß aus dem christ­lichen Volke heraus sich gestalten, wie viel echter und wahrer ist alles. Wie die Bäume sich nur darum so ewig erhalten, weil sie sich um keine Mode kümmern, weil sie sich nicht organisieren las­

sen, weil sie von innen heraus blühen und wachsen, so wird es auch bei den Menschen darauf ankom­men, daß sie sich in einer noch so komplizierten Zeit die Eigenständigkeit bewahren, dieses ganz einfache Wachsen aus dem Glauben und der immer jungen Natur heraus. Was soll uns die ganze Rü­stung des Saul, wo das Hirtenkleid des David es auch tut und wo seine Kieselsteine vollkommen aus­reichen gegen den bramabarsier enden Goliath der Zeit.

Selbst in der Welt der Kunst und der Wissen­schaft bemerkt man diesen Zug nach Ursprünglich­keit. Man ist diese ewige Psychoanalyse satt, die­ses ewige Sezieren von Gefühlen und Komplexen. Ein Held will man wieder sein, eine Persönlich­keit, ein Ganzes. Jene Wissenschaft, die einst den Glauben so stolz zurückwies, muß sich heute dar­aus besinnen, daß sie ohne den Glauben bald al­len Geist und alle Frische verliert. Hat nicht noch

Künste ein leises Rauschen, und man schaut sehn- süchtig nach der Gegend, wo das Wunder wieder aufgeht.

Glückliches Christenvolk, wie triumphierst du jedesmal, wenn eine Zeit, die sich von deinem Se­gen abgewandt hatte, deiner wieder gedenken muß, deiner Wunder, deiner Schönheit, deines schlichten Glaubens! Und es kommt gewiß die Zeit, wo auch in unferm Geschlecht viel lauter noch als heute und viel allgemeiner der Ruf erschallen wird: Christ ist erstanden! Und nachdem so viele Kom­ponisten dieses uralte Osterlied schon in Melodie ge­setzt haben, so wird es auch ein Sänger der Zu­kunft in die Weise seiner Zeit kleiden .... Noch eins, daß ich es nicht vergesse. Auch der Osterhase ist manchmal etwas lieblos und geht an den Hüt­ten der Armen vorbei. Zeig ihm den Weg dahin.

JV» 83.

Sonntag, 8. April 1928.

2. Blatt.

Drtuf der Fuldaer Ackiendruckerel, Fulda

An die Orts- und Kreisvorsitzenden der

Sentrumspartei Nurhessens.

Besondere Wünsche betr. Wahlversammlungen und Redner möge man umgehend an den Ar- beitsausschuß der Zent rumsparte i in Fulda (Harmonie) mitteilen. Später ge­äußerte Wünsche können nur in den seltensten Fäl, len noch berücksichtigt werden.

Der Vorstand.

sie dem Schullehrer schon klarmachen. Denn die Krumm« waren doch sonst nicht auf den Kopf gefallen. Aber lewer. Frau Krumme kam mit ihren klugen lieber» legungen gar nicht zu Wort.

Was ist das mit den Eiern?" empfing sie Sjerr Haselstock schon, ehe sie die letzte Treppenstufe erstiegen hatte.

Eier? was für Eier, Herr Lehrer?" sagte die unschuldige Frau.

So, also alle drei leugnet Ihr hartnäckig!" stellte Haselstock ratlos fest und schnaubte dann weiter.-Nun gut, dann will ich euch eben zeigen, was ich mit den Eiern mache!" Ein Ei nach dem andern griff Herr Haselstock aus der grauen Sacktüte und warf alle nach- einander durch das offene Flurfenster auf einen Satz Klafterholz, daß die Schalen krachten und die Brühe spritzte.

Herr Lehrer! Die schönen Eier!" kreischten die Weiber durcheinander.

Was hätt' das Eierkäs' geben!" seufzte die Scheib- sen.

Oder Speck und Eier!" ergänzte die mit der blau» leinenen Schürze.Und grab zur Osterzell!"

Ganz egal!" wütete Haselstock.Ostern oder nicht! Schön oder nicht schön! Eterfäfe oder keinen! Eier mit Speck ober Speck ohne Eier! Ganz egal! So, nun laust an den Born und schwätzt. Jetzt wißt Ihr Bescheid!" Jf,

Herr Haselstock verschwand hierauf in dem^Schüffäl, dessen Tür krachend hinter ihm zuschlug. Um die Wei- her kümmerte er sich nicht mehr. Aber er hatte heute meber Andacht bei dem Schulgebet, noch Erfolg beim Unterricht.

Kurz vor der Schulpause pochte es schüchtern an ber Sdjultür. Hitzig sprang Haselstock von seinem Stuhle auf. Er war ber Meinung, baß eine ber Freuen öoch noch ein Schlußwort sagen wolle. Er wollte ihr schon den Standpunkt klarmachen! Wuchtig riß er die Tür auf.

Vor der Türe aber drehte nur der gemütliche Ar- bächer Jakob ganz bescheiden die Mütze in seinen Fin- gern.Guten Morgen, Herr Lehrer! Ich wollte mir nur das Geld für die Eier holen, weil der Herr Leb-

Sie wollen also auch leugnen?" wütete Herr selstock. Er lief ausgeregt durch den Flur. Erft bei dem Birkenreiserbündel, auf dem sich die Kinder an L Türe Straßenlehm von den Nagelschuhen zu fegen hat­ten, blieb der Lehrer plötzlich stchen. Er mürbe nach­denklich. Sollte er sich auch in der getäuscht haben? Dann konnte es nur noch eine dritte gewesen fein!

Peter Krumme!" rief Haselstock abermals zur Schule hinein. Die Stimme wollte ihm schier Umschla­gen, denn kratzende Trockenheit würgte ihm im Halse. Hole deine Mutter!"

©fterplauömi.

* So oft ist im Lande davon gesprochen worden, vas in unfern sogenannten traurigen Zeiten alles unter geht. Heute aber ist Ostern, und da geziemt sich's, einmal nachdrücklich auf das hinzuweisen, was alles a u f e r ft e h t. Die Anemonen, die Veilchen, die Schlüsselblumen, die zarten jungen Knospen und Blättlein, das Grün der Wiese und der Flur, das muntere Bächlein, wie auch die schon vom Nestbau plaudernden Spatzen und Buchfinken ermahnen uns dazu; sind alle wieder frisch auf erstanden, als hätte es niemals ein Buch vom untergehend en Abendland gegeben.

Mehr als alle diese ermuntert uns aber der Herr, der heute auferstanden ist, um nicht zu ster­ben, man kann auch sagen, um immer wieder auf­zuerstehen. Mit jedem Kindlein, das neu getauft wird, mit jedem alten Osterfünder, der sich den Fest­gruß der Versöhnung holt, mit jedem Lebensmü­den, der im Hinblick auf Christus wieder mit fri­schen Augen das Leben grüßt, steht der Herr von neuem auf. Noch gehört unser Geschlecht nicht dem Teufel, und es mag diesem Satan heute ganz un­heimlich zumute werden, wenn er die Osterglocken hört, wenn er das Volk in Scharen zu den Kir­chen eilen sieht, wenn er die Stimmen der Män­ner hört, die da mächtig fingen, wie in alter Zeit: Das Grab ist leer, der Held erwacht ... In dem Lied kommt ja auch wohl der Teufel vor, aber welch klägliche Rolle spielte er, wie sie ihm am allerersten Dftertage für alle Zeiten ist zugetellt worden. Und wenn erst die Frauenstimmen trium­phieren: Freu dich, du Himmelskönigin . . . dann wird fein Humor darum nicht gehoben, muß er doch an das Weib denken, die ihm den Kopf zer­treten hat, und an die vielen, die der herrlichen Jungfrau darin gefolgt find. Du alte Schlange, es ist schon wahr, solange es nur um das Kreuz geht, wird dein Zischeln von manchen noch gehört, wenn aber der Herr da vor uns leuchtet mit feinem ver­klärten Leib, wenn er als Osterlämmlein erscheint, mit dem die Kindlein spielen, oder als Wanderer oder als Friedensfürst, dann kommt der ganze Lärm deiner eitlen Freuden nicht gegen ihn auf, und es fühlt die Christenheit, wo Poesie und Schön­heit ist und wo nicht.

Man darf wohl sagen, daß es Zeichen genug gibt, die erneut auf eine religiöse Auferstehung Hin­weisen. Wenn aber die Religion wieder lebendig wird, dann kommt gewiß ein neuer Frühling auf Erden. Ich denke da an unsere liebe Jugend vor allem, von der so viel Böses gesagt wird, und es ist ja auch an manches bei ihr zu erinnern. Mer man gewinnt doch den Eindruck, daß die Augen wieder frischer werden und die Köpfe klarer und vor allem, das Wesen kindlicher. In all ihrer Pro­blematik hatte diese Jugend ja ganz verlernt, Kind zu fein und stritt vielmehr um Dinge, über die sich Greise wohl den Kopf zerbrechen können. Und so kehrt jene Unbefangenheit, jene Unbekümmertheit auch, jenes fröhliche Draufgängertum wieder, wie es deutsche und christliche Jugend in ber besseren Zeiten ausgezeichnet hat. Gewiß setzt sich diese^ nix langsam durch, aber es ist zu bemerken, wenn man liebevoll hinschaut. Gerade die Dftertage soll­ten auch die älteren Jungen und die Heran­wachsenden Mädchen in der Familie zubnngen. Und was macht es denn, wenn sie sich mit den klei­neren Geschwistern von neuem anfreunden und gar mit ihnen auf Jagd nach Ostereiern gehen. Viel­leicht bleibt dann auf dem Heimwc noch ein Stündlein stillen Gespräches mit der Mutter oder dem Vater. An solchen Festen muß in der Freude der Seele und in den Freuden, die alte schöne Ge­wohnheit hinzutut, die Familie wieder aus­erstehen. Wo man aber nicht zusammenkommen fann, da soll man frohe Briefe schreiben und we­nigstens iw Geiste dabei fein.

Gerade in der Rückkehr zu einer gewissen Ur- sprünglichkeit liegt das Geheimnis der Auf-

rer doch immer gleich bezahlen will. Früh war ich ja heut morgen und geschnarcht haben Sie noch, daß ich es auf der Gaffe gefrört habe. Da konnte ich doch den Herrn Lehrer nicht wecken. War auch einerlei. Ich mußt ja doch über den Ort zurück. 3frr habt doch die Eier richtig gefunden? Es sollte diesmal ein Vier- tet fein, well doch Ostern sind" fügte Jakob feiner Plauderei endlich an, wobei er nach der zertretenen grauen Sacktüte blinzelte, die als vergessenes Wahr- zeichen im Flur lag.

Soo foo!" machte Herr Hasekstock verlegen. Wit ein Gebilde aus bleichem Marmorstein stand er lange unbeweglich. Dann fang er an, sich in feinen jungen Locken zu kratzen. Endlich sand er sogar zaghaft bie Sprache wieder. -r ,

Sage einmal, Jakob! Hast du vielleicht "och ein Mertel Eier für mich da? weil doch Ostern sind--"

»Zwei Mertel also, Herr Lchrer? Ei gewiß hab ich die!" verkündete Jakob, über den guten Geschäfts- gang schmunzelnd. Und dann rechnete er vor:Also zwei Viertel im ganzen! Macht gerade einen Taler Weil Ihr es seid, Herr Lehrer!"

Die Ostereier.

Humoreske von Heinrich Wahlert.

Herr Haselstock amtierte seit einigen Wochen als fimger Lehker in einem einsamen Dörfchen des hohen W eft er mal b es. Er stammte nicht aus der Gegend und manche patriarchalische Gepflogenheiten des Dörf­chens waren ihm fremb. So kam es, daß er es als eine schwere Amtskränkung empfand, wenn einige Bau­ersfrauen chm gelegentlich ein kleines Angebinde in Gestalt eines vollen Dutzend frisch gelegter Hühner­eier, unter ber Schürz« klug verborgen, in das Schul- fraus brachten, wie sie es seit Urväterzell nicht anders kannten. Haselstock wies bie ehrsamen Weiber schroff ab. Er polterte von grober Beleidigung, von flarlie« genbem Bestechungsversuch im Amte, von scharfer An­zeige und dergleichen stürmischen Dingen. Er wollte sich seinen Amtsstecken kerblos erhalten. Lieber ließ er sich darum die in seinem Iu nggesellenhaushalt be­nötigten Eier vom Arbächer Jakob durch den Jwischen- franbel verteuert ins Haus bringen, als baß er sich dem Ortsgebrauch unterworfen hätte. Die'redlichen Weiber fühlten sich nun ihrerseits schwer gekränkt. Am Dorf- brunnen machten sie keinerlei Hehl aus ihrem belei- btgten Muttergemüt und bildeten bald eine geschlossene [front gegen den stolzen, unnahbaren jungen Herrn.

Eines Tages in ber Frühe es war um bie Öfter« jett als Herr Haselstock eben aus feiner Wohnung trat, um über ben breiten Flur in ben Schulsaal hin- uberzugehen, entdeckte er neben seiner Zimmertür eine große graue Sacktüte. Vorsichtig rührt« er mit dem i>nße daran, Die Tüte schien schwer. Er öffnete sie unb blickte hinein. Wohl ein volles Viertelhundert weißschaliger Eier lag darin!Schon wieder!" wetterte Haselstock in sich hinein. Sofort setzte sich ber Verdacht auf bie Dorffrauen in seinem Herzen fest. Das Blut stieg ihm in ben Kopf vor Wut über bie abermalige Dreistigkeit ber Bäuerinnen.Wartet nur! Heute »erbe ich es euch schon zeigen!"

Die Schultüre aufstoßend, rief er erbarmungslos in bie Schar ber schon versammelten Kinder hinein:Anna Scheib! Lauf heim und bestelle deiner Mutter, daß sie gleich Herkommen soll."

Die Bäuerin Schreib kam eilends mit dem Kinde. Hat die Anna was gemacht, Herr Lehrer?" fragte sie ängstlich.

«Was ist bas mit den Eiern?" platzte Herr Hasel- stock im ftrengften Amtston heraus, der feiner Jugend noch gar nicht recht anftefren wollte.

Mit den Eiern?" wunderte sich bie Scheibfen unb musterte aufmerksam bie graue Tüte.Davon weiß ich nix!"

Was? Davon wissen Sie nichts?" polterte Herr Haselstock.Wollen Sie mich so fangen? So hinten herum?" Wie er aber ber Bäuerin zufällig m das Gesicht schaute, stiegen ihm Zweifel an deren Täter­schaft auf. Frau Scheids Verneinung schien chm jetzt fast glaublich.Hast!" brütete ber Verdacht in Hasel- stocks Herzen weiter.Vielleicht war es doch bie andere."

Karl Flacht!" rief Haselstock zum zweiten Mal in die Schule hinein.Hole deine Mutter!"

Aus ber nahen Nachbarschaft war auch Frau Flacht gleich zur Stelle.Herr Lehrer, Karl hat doch seinen Schieferstein auf zwei Seiten . . ."

Reden Sie nicht lange!" schnitt ^-üelstock :fcT pur, das Wort ab.Was ist es mit den Eiern da?" «T«

Mit ben Eiern?" äußerte sich Frau Flacht er­staunt.Da weiß ich nix von!"

Ostersonntag, den 8. April 1928. Zulda. Dom. Die Kollekte ist für die Jofephskirche 1. Beichtgelegenheiten sind: Samstag morgens von '/,6 Uhr ab; nachmittags von 23 für Kinder; von 7,57 und von 7-8 Uhr ab für Erwachsene; Sonntag morgens von Ahß Udr ab. 2. Sonntagsgottesdienste: 7a6, 6, */97 und 7 Uhr hl. Messen mit Gelegenheit zum Empfangs der hl. Kommunion. In der ,=>/«? Uhr- Messe in der Marien-Kapelle Oster- und Generalkomm. des Jugd.- und Jungmännervereins. 8 Uhr Pfarramt mit Pred. und Segen Komm, der Kinder des 6. Schul­jahres. 7,10 Bischöfl. Hochamt mit päpstl. Segen. */«12 letzte bl. Messe mit Predigt. 7,2 Osterandacht. 4 Uhr Bischöfl. Vesper mit Segen, danach ist Beichte. 3. Werktagsgottesdienste: Jeden Morgen von 7-67 Uhr halbstündlich hl. Messen mit Austeilung der hl. Kom. 7,8 Uhr Pfarrgottesdienst, mit hl. Kommunion. 9 Uhr letzte hl. Messe mit Austeilung ber hl. Kommunion. Stadtpfarrkirche. Kollekte für die Glocken Gelegenheiten zum Beichten sind: Samstag nach, mittags von 37, 7-/-8>/>, Sonntag früh von 57,-7 Uhr. Sonntagsgottesdienste: 5/« Uhr hl. Messe, 6'/« dl. Messe und Osterkomm. der Jünglinge. 8 erster SchuIgotteSdienst, Predigt und Komm, .der Schulkinder. 9Vi feier!. Hochamt mit Predigt und Efrorgefang. 11 zweiter Schulgottesdienst und Predigt. Um 2*/i Uhr jakram. Osterandacht. 4 Uhr nachm. Beichtgelegenheit. Die heilige Kommunion wird von 57,-77, jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 8'/- und 97, Uhr. Pfarrkirche znin heiligen Geist. 7 Frühmesse und An- spräche. 8 Hochamt (Diakonium) und Predigt (Komm der Jünglinge und des 7. Schuljahres). -1.11 Kinder- gottesdrenst und ^Ansprache. 4 Beichte. 5 Andacht St Stunnius-psarrkirche.48 Kommunion. Austeilung. /,8 Frühmesse mit Predigt. Kommunion ber Jüngl. und ber Kinder des 6. Schuljahres. >/,10 Hochamt mit Predigt. '-«11 Christenl. Um 7-L Segensandacht Gelegenheit zur hl. Beichte ist Samstag unb Sonntag Morgen von 6 Uhr an, Samstag Nachmittag Beicht- Gelegenheit ab 4 Uhr. - «btetkirche 6er Benediktinerinnen 6 sttlle Messe, 7-9Konventamt, 3 Vesper. herz-Iesu-kseim. 8 Amt unb Predigt. 2 Andacht unb Segen. Werktags ist bie hl. Messe um 6. Mittwoch 81/« Segensandacht. SeoeriRirtfre. 7 hl. Messe. 8 Oberrealschulgottesdienst. Frauenberg. Ablatziag unb Generalabsolution für die Terzlaren. Hl. Messen von 5 bis 7 Uhr. Um 8 Uhr Singmesse mit Predigt und liturg. Gebeten,/«9 feierL Terz, darauf Levitenamt mit Aussetzung und Festpred. nach dem Evangelium. 2 Uhr Festandacht und sakram. Segen.

Neuenberg. 7-9 Amt mit Predigt. Lehnerz Um /lO Uhr Amt mit Predigt. Vietershan. Um 8 Uhr Amt mit Predigt.

Dürers Grab auf dem alten Johannes-Friedhof war aus Anlaß der 400. Wiederkehr des Todes­tages dieses deutschen Meisters das Ziel vieler Tausende von Verehrern seiner großen Kunst. Der bis in die späten Abendstunden dauernde Vorbei­marsch der langen Reihe Besucher Schritt für Schritt und in ehrfurchtsvollem Schweigen gab einen außerordentlichen Eindruck von der großen Verehrung dieses Meisters der deutschen Kunst, an dessen mit Lorbeergewinden und Lorbeerkrän­zen reich geschmückten Ruhestätte sich alsbald Blu­menspende über Blumenspende als Zeichen dank­barer Gesinnung für Freude und Erhebung durch Dürers Kunst häuften.

Im festlich geschmückten Plenarsitzungssaal des Reichstags fand die von der Gesellschaft für Deutsches Schrifttum veranstaltete Dürerfeier an­läßlich des 400. Todestages Dürers statt, an der sich etwa 30 Vereinigungen beteiligten. Nach eini-

aen Chorgesängen schilderte Dr. Hermann Chri- stians das Wirken und Schaffen des Künstlers, der die Stimme der Seele seines Volkes gewesen sei. Darauf hielt Dr. h. c. Wilhelm Schäfer die Fest­rede, in der er einen Ueberblick über den künst­lerischen Werdegang und das Schaffen Dürers gab. Er schloß mit der Mahnung, den großen Meister, den Führer und Träger der deutschen Kunst, nicht nur zu feiern, sondern auch Hüter seines eckt deutschen Wesens und seiner Schätze zu sein. R - tationen von Dr. Gustav Manns und weitere Vorttäge des Chores schlossen die Feier.

Ostermontag, 9. April. gulba. vom Beichte von 7,6 Uhr ab. Gottesdienste: Morgens 7,6, 6, 7,7 und 7 hl. Messe mit Komm.-Anstlg. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt und Segen. 7,10 Kathedralamt mit Pred. .7,12 letzte hl. Messe mit Pred. V,2 Osterandacht mit Segen. 4 Andacht mit Segen. Donnerstag, Freitag unb Samstag.7-5 Andacht für bie Erstkommunikanten. Stadlpfarrkirche. Gottesdienste: 53/« hl. Messe u. Komm, der Dienstmädchen, 67« hl. Messe. 8 erster Schulgottes- dienst, Predigt und Komm, der Schulkinder, 9V, Pfarr­amt und Pred., 11 zweiter Schulgottesdienst und Pred. 27, sakram. Osterandacht. 4 Andacht der Dienstmädchen- fongregation in der Severikirche. Die hl. Komm, wird von 57-77, jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 87» und 9V« Uhr. Werktagsgottesdienste: Um 6, 67», 7|« und 8 Uhr. Mittwoch, Freitag, Samstag früh 6 Beichte. Freitag nachm. 5 Uhr Segensandacht. Pfarrkirche zum hl. Seist. 7 Frühmesse und Ansprache. 8 Hochamt und Predigt. 8/«U Kindergottesdienst unb Ansprache. 5 Andacht. Mittwoch um 5 Uhr Andacht. Vor ber Schulmesse, bie 77« Uhr beginnt, noch eine hl. Messe um 6 Uhr früh täglich. Beichte: An allen Wochen­tagen eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst, an ben Tagen vor Sonn- u. Feiertagen von 46 Uhr abenbs. Koinmunion-Austlg.: An Werktagen vor unb nach dem ottesbienft, an Sonn- u. Feiertagen auch im Hochamt.

Sobalität. Vormittags um 7,10 Uhr Gottesdienst. - Ubteikirche der Benediktinerinnen. 6 st. Messe, 7,9 Konvent-» amt, werktags 6 stille Messe, 7,9 Konventamt, 3 Vesper. Zriedhosrkapelle am Zranzosenwäldchen. Am Oster­montag ist um 71/, Uhr'eine hl. Messe mit Ansprache. Sranenberg. Hl. Messen von 57 Uhr. 8 Singmesse mit liturg. Gebeten. 9 Levitenamt. 2 Uhr Predigt, Andacht unb Umgang für die Antoniusbruderschaff.

Neuenberg. 7-9 Amt mit Pred. Lebnerz. 8 Amt mit Predigt. vietershan. 9 Amt mit Predigt.

Dienstag, den 10. April. Frauenberg. 8. Diens­tag der Novene zu Ehren des hl. Antonius.' Aussetzung des Allerhlst. von morgens 5 Uhr bis zum Schlutz des Hochamtes. 7,8 hl. Messe mit Antoniusandacht. 7,9 Levitenamt mit sakram. Segen, darauf Kreuzwegandacht.

Evangelische Gottesdienste.

1- Dfterfeiertag: Vormittags 8 Uhr: Superin­tendent Ruhl. 9V» Uhr: Superintendent Ruhl (anschlie­ßend Heil. Abendmahl und Kollekte).

Großenlüder: 9% Uhr: Pfarrer Weber." Bieberstein: 9% Uhr: Pfarrer Dr. Fritsch. 2 rseiertag: Vormittags 8 Uhr und 9% Uhr: Missionar Schmoll-Hersfeld.

Salzschlirf: 9% Uhr: Superintendent Ruhl (Konftrmation und Heil. Abendmahl).

Amtswoche: Superintendent Ruhl.

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