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Nr. 83

Sonntag, 8. April 1928

Ostern <928,

ReMratioMegelllug uni» HeinlaMesreiW

Mftteö

f95 Osterfest ist das Fest dieser frohen Bot- w Aus der großen Osterbotschaft der Auf- ?rstehung Jesu aus dem Grabe erblüht den Chri- ien der beseligende Osterglaude an ihre eigene ilorreichs Auferstehung. Diese Auferstehung ist rl!r !e$en «ine Gewißheit, der mit Christus lebt' und Her sucht, was droben ist.

Reichsauhenminister Dr. Stnesemann empfing am Donnerstag dien stellvertretenden Volkskom­missar für auswärtige Angelegenheiten der S o w- istunion, Litwinoff, der von dem Botschafter der Sowjetunion in Berlin, Krestinski, begleitet war. Es fand eine längere Aussprache statt, an der auch der Leiter der Ostabteilung im Auswärtigen Amt, Dr. von Dirkfen, teilnahm.

In politischen Kreisen verlautet, daß die Un­terhaltung sich auf aktuelle Fragen der deutsch- russischen Politik und des Ostens überhaupt bezog. Die Frage der verhafteten deutschen Inge­nieure dürfte dabei wohl berührt worden, aber praktisch wohl nicht weitergebracht worden sein, da Litwinoff, der sich auf der Durchreise von Genf nach Moskau befindet, hierüber nicht näher im Bstde war.

land die Sorge um die Transferierung seiner Re- parationsgetder, damit auch die Sorge um die Er Haltung ferner Währung in der Hauptsache selbst trogen zu lassen. Er mußte sich aber dabei sagen, daß das nicht ohne die Festsetzung der Endsumme der deutschen Reparationsverpflichtungen machen lasse. In diesem Sinne schrieb er in seinem Be­richt vom 10. Dezember:

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9. Monatlicher Bezugspreis 1,80 Mk.

| „So wirkt gerade das Vorhandensein des Transfer­schutzes in der Richtung, die deutschen öffentlichen Stel­len vor einigen Folgen ihrer eigenen Taten zu bewah­ren, während andererseits gleichzeitig die Ungewißheit über den Gesamtbetrag der Reparationsverbinblichkei- ten unweigerlich überall in Deutschland dahinwirkt, den normalen Antrieb dazu zu verringern, diejenigen Dinge zu tun und diejenigen Reformen durchzuführen, welche [ offensichtlich im eigenen Interesse des Landes 'liegen würden. Die Sachverständigen betrachten das von dem Plane eingesetzte Schutzsystem als ein Mittel, ein drin­gendes Problem der Lösung zuzuführen und praktische Ergebnisse zu erzielen. Die einzige Alternative hierzu ist die endgültige Festsetzung der Rcparationsverbind- lichkeiten Deutschlands auf einer absoluten Grundlage, welche keinerlei Ausmaß von Transferschutz in Betracht zieht .... Mit der Zunahme der praktischen Erfah­rung wird es immer klarer, daß weder das Reparations- Problem noch die anderen davon abhängigen Probleme ihre endgültige Lösung finden werden, bevor nicht Deutschland eine bestimmte Aufgabe gestellt worden ist, die es unter eigener Verantwortung' ohne ausländische Ueberwachung und ohne Transferschütz zu erfüllen hat."

Diese Darlegungen erregten damals sehr großes Aufsehen und wurden mannigfach kommenitert. Parker Gilbert selbst fuhr Ende Dezember nach i Amerika zurück, um dort die Weihnachtstage zu verleben, man wußte aber, daß er mit Politikern und Finanzleuten Besprechungen führen würde, um die Reparationsfrage in dem in feinem Bericht er­örterten Sinne Weiterzuführen. Er selbst hat aller­dings in seinem Bericht auch deutlich gesagt, Mi die Probezeit noch nicht abgeschlossen ist, daß das Hauptjahr das Jahr d-r ersten Höchstzahlung sein würde, also das Reparationsjahr, bas am 1. Sep­tember 1928 beginnt.

Erneuerung!

Von einem Politiker.

Unter Sturmgebraus zieht der Frühling in's Land. Der Kampf zwischen den Kräften des To­des und denen des neu erwachenden Lebens ist noch unentschieden. Aber die Natur fordert ihr Recht, und das Leben wird siegen!

In dieser Epoche der Erneuerung befindet sich gegenwärtig die Natur. Das Osterfest ist das äußere, mit wunderbarer Symbolik und ergreifen­der Innerlichkeit ausgestattete Zeichen dafür.

Dieses Ringen und Kämpfen um die Erneu­erung und um den Sieg des Löbens kennzeichnet sich aber auch im Staate und im Verhältnis des Bürgers zu ihm, also auch im Organismus der Parteien. Und gerade im Augenblick stehen wir im Kampf um eine politische Erneuerung, von dem es sich entscheiden muß, ob es ein politisches Ostern werden soll.

Unser Volk und unser Vaterland sind viele Jahre lang durch Dunkel und Tod, durch Niedergang und Verderbnis geschritten. Seit einem Jahrzehnt führt das deutsche Volk den Kampf um die Wiedererneu­erung seines persönlichen und seines staatlichen Le­bens. Die Entscheidung, ob dieser Weg aufwärts zum Lichte führt, wird der kurz nach dem religiösen Osterfest einfetzende politische Waffengang bringen. Der Kampf wird geführt unter dem Siegesruf: E r» Neuerung!

Erneuerung im Geiste unseres Schaffens und Strebens, das einzig und allein dem Wohle des Volkes gewidmet fein darf. Erneuerung im Geiste der Zusammenarbeit des deutschen Volkes mit den anderen Völkern, Erneuerung im Geiste aber auch der Zusammenarbeit unter den Staatsbürgern sel- der. Denn bei allem, was uns trennt, weltanschau­lich und politisch, dürfen wir das eine nicht ver- gesien, daß wir Glieder eines g r o ß en O r g a n is- m us sind, der sich nur dann entfalten und der nur dann zu der ihm gebührenden Geltung nach innen und außen kommen kann, wenn die Kräfte der Zersetzung und Entzweiung niedergerungen werden, und wenn eine möglichst große Einheit und Geschlossenheit in dem politischen Willen, Wol­len und Wirken dieses großen Organismus erreicht wird.

In diesem Zeichen, so möchte man wünschen, mögen auch die kommenden wahlpolitischen Aus- einandersetzungen stehen, die, so hoffen wir, auch unserem politischen und staatlichen Leben eine öfter* liche Erneuerung bringen sollen.

Die Rückkehr aus Amerika nach Deutschland führte Parker Gilbert über Paris, wo er mit Poin- care Verhandlungen gepflogen hat. Heber ihr Er­gebnis wurde damals insofern ein optimistischer Bericht herausgegeben, als Poincare sich bereit er­klärt haben sollte, der Frage der endgültigen Fi­xierung der deutschen Reparationsschulden nach W>- lauf der Probejahre näherzutreten. Dann wurde es wieder ziemlich still bis auf einige Sensations­meldungen, die von einem Umschwung der ameri­kanischen Meinung sprachen. Es sollte nämlich die Washingtoner Regierung bereit sein, das gesamte europäische Schuldenproblem einheitlich von Grund auf neu zu regeln. Diese Meldungen haben sich als den Taffachen nicht enffprechend erwiesen.

Parker Gilbert hat nach einer Meldung des Matin in der vorigen Woche eine europäische Stu­dienreise angetreten, um sich über die Meinungen der beteiligten Regierungen in der Kriegsschulden­frage zu unterrichten. Er hat in der vorigen Woche mit Beamten des britischen Schatzamtes konferiert und auch mit den Vertretern der Bank von Eng­land und ist dann nach Paris gefahren, wo er eben­falls mit politischen und finanziellen Persönlichkei­ten, insbefonbere auch mit dem Mimsterpräsiden-

wtb. Paris, 7. April. (Eig. Funkm.). Das offizielle Organ der radikalen Partei, „Lavoix", polemisiert heute in schärfster Weise gegen den reaktionären „Figaro", der gestern erklärt hatte, daß, die Frage der Nutzbarmachung der Dawes-

ten Poincare Unterhaltungen gepflogen hat. In­zwischen ist er nach Rom gefahren. Mit Rücksicht auf die Besprechung mit Poincare gewinnt dessen Rede in Carcassonne ihre Bedeutung. Die Aus­führungen, die er dort zum Reparationsproblem gemacht Hatz feien hier nochmals wörtlich wieder­gegeben:

„Es wird bei einer der nächsten Dcuvesannuitäten möglitt) sein, zu prüfen, wann die in diesem Plan vor­gesehenen Eisenbahn- und Jndustrieobligationen pla­ciert werden sollen. Dieses Finonzproblem wird wahr­scheinlich andere finanzielle Probleme auf den Plan ru­fen, und es wird dann wünschbar fern, daß wir an Alle mit der Absicht herantreten können, soviel wie irgend- möglich die Ursachen für Meinungsverschiedenheiten zu beseitigen. Alles was man jetzt sagen kann, ist, daß unter Vorbehalt unserer Sicherheit und unseres Rechts auf Reparationen wir zu gegebener Zeit gerne Kombinationen zustimmen, die durch die Pla­cierung der Obligationen unseren Allierten von gestern, Deutschland und uns ermöglichen, uns so schnell wie möglich unserer Schulden zu entledigen. Auf alle Fälle hat feine 'Jtation mehr als wir das Gefühl für wirt­schaftliche Solidarität, die alle Völker der Erde eng ver­bindet. Weit entfernt davon, uns zu isolieren, find wir fest entschlossen, mehr und mehr an der universellen Annäherung der Geister zu arbeiten, welche die Annähe­rung der Herzen vorbereiten und eines Tages sichern wird." . . Mwt«

Kaum mar diese bemerkenswerte Erklärung Poincarös bekannt geworden, da brachte der Pa­riser Matin in Anspielung darauf die Mitteilung, daß bereits Verhandlungen der interessierten euro­päischen Regierungen und der Banken der europäi­schen Länder mit den Vereinigten Staaten eingelei. tet worden seien. Die geplante Operation solle aber erst in einigen Monaten, nach den französischen, deutschen und amerikanischen Wahlen, durchgeführt werden.

Heber die Art der Operation machte nun die New Times folgende Mitteilungen: „Nach den von den Sachverständigen ausgearbeiteten Richtlinien soll die Gesamtziffer der deutschen Reparationen, die man, obwohl eine Endsumme im Dawesplan nicht gemacht ist, auf 132 Milliarden Gold-

Virtschaftliche Nampfbewegungen.

= Schiedsspruch für die südbayerische Texkil- Jndustrie. Aus Augsburg meldet ein Funkspruch- Im Lohnstreit der sudbayerischen TeM-Jndustrie wurde vom bayerischen Landesfchlichter der Schiedsspruch c>e- fällt. Darnach wird der Manteltarif für die Arbeits­bedingungen bis 31. Dezember 1929 verlängert, wobei im Manteltarif einige Aendcrungen vorgesehen und die Löhne im Durchschnitt um 7,7 Prozent' erhöht werden. Die Dauer der Lohnregelung geht bis Ende Februar 1929. — Die Erklärungsfrist für beide T.»iu rmrff «= 12. April. *

ycoqtanösgeiöCT erst nach drei Monaten cmszu- zahlen und diese auf noch rückständige Steuern anzurechnen. Die MnzeichmmgÄisten für das Volks- begchven werden am 22. Aprll geschlossen.

* Die Karfreitagsbegnadigungen In Spaniern Aus Anlaß des Karfreitags hat der König von Spanien vier zum Tode Verurteilte begnadigt.

I mark berechnet, auf 32 Milliarden herabge­setzt werden. Diese Summe soll durch Ausgabe deutscher Schuldscheine mobilisiert werden. Die Hülste davon soll durch die elf Milliarden Eisen- bahnobligattonen und 5 Milliarden Industrieobli­gattonen des Dawesplanes, die mit 5 Prozent ver. zinst und mit 1 Prozent oetilgt werden, Deckung finden. Der Zinsentilgrm.dienst werde durch die Einnahmen der deutschen Bahnen und gewisser deutscher Industrien sichergefteltt. Die restlichen 16 Milliarden sollen mit Hilfe von Mitteln aus dem deutschen Budget aufgebracht werden. Der Ertrag der Unterbringung der Eisenbahn- und Industrie- obfigationen solle dazu dienen, die interallierte Schuld zu liquidieren, während die übrigen 16 Ml- liarden, die hauptsächlich in der Form von Sach­lieferungen bezahlt werden, Frankreich und Bel- gien als Entschädigung zugeteilt werden fotten."

Das ist das Wesentliche aus den Mitteilungen der New York Times. Inzwischen ift von Paris her ein Dementi erfolgt, das aber letzten Endes die Taffache, daß Verhandlungen im Gange sind, bestätigt. In Paris legt man jetzt Wert darauf, festzustellen, daß die Rede Poincareg nicht etwa ein Angebot gewesen sei, um die Schuldftage endgÄ- tig zu regeln, sondern nur eine freundliche Be- merkung zu den bereits schwebenden Besprechun­gen. Eine wirkliche Anregung könne nur von Deutschland oder Amerika Herkommen. 9n London schreibt man, daß all das, was in den letzten Tagen über das Schuldenproblem veröffent­licht worden sei, nur Heberlegungen seien, die von Parker Gilbert mit seinem Ausschuß angestellt roür« ^n. Vor allem sei man in Amerika noch nicht zu der Meinung gekommen, daß es zweckmäßig sei, die deutsche Reparationsfrage mit dem interalliier- ten Schuldenproblem zu verquicken. Die offiziellen Stellen in allen beteiligten Staaten bemühen sich ziemlich einhellig, die bisher veröffentlichten Pläne als eine Privatimg4legenheit der Bankiers hinzu» stellen, deren Bemühungen man zwar mit Sympa­thie betrachte, die aber in keiner Weise verbind­licher Natur seien.

, Wir begnügen uns damit, den historischen Der- lauf der Frage hier festzulegen ohne zu dem „Plan der Bankiers" selbst Stellung zu nehmen. Solange nicht in Frankreich und vor allem in Amerika Ine Wahlen getätigt sind, werden die Erörterungen für uns nur erst platonischen Charakter trogen.

wkb. Hamburg, 7. 4. (Eig. Funkmch Der auf der hiesigen Werft von H. C. Stuelken & Sohn auf Rechnung des französischen Repa- rativnskontos gebaute 2200 Tonnen große Fischdampfers „Sergeant Gouarne" hat heute die Ausreffe nach St. Mako angetreten. Ein zweiter

FuldaerZertung

Anzeiger.für die Stadl Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Sreisblatk.

Mit dem Bericht des Generalagenten für Re- parationszahlungen. Parker Gilbert, vorn 10. De­zember 1927 ist das Weltkrieqsfchuldenproblem er­neut in Fluß gekommen. Bei den Auseinander-

Fffchdampfer der gleichen Type ist noch auf der Werft im Bau und soll in der nächsten Woche zu Wasser gelassen werden. Es handelt sich bei diesen beiden Fischdampfern um die größten der Welt. Sie sind 65 Meter lang, 10 Meter breit und haben ente Expansions-Maschine von 800 PS, die den Schiffen eine Geschwindigkeit von lOstz Meilen ist der Stunde gewährleistet. Die Schiffe sollen bei den Neufundlandinseln ffischen. Sie haben Derar- britungsmaschinen an Bord, um den Fang mit allen seinen Abfällen und Nebenprodutten ent- fprechend zu verarbeiten. Aus den Fischlebern wird Lebertran hergestellt, die Abfälle werden zu Fisch­mehl verarbeitet werden. Man rechnet dabei täglich mrf die Gewinnung von etwa 1500 bis 2000 Kilogramm dieses Materials, das einen Wert von 600 bis 900 Mk.

Ehe der vergangene Reichst^ fein Ende nahm, geb es noch eine merkwürdige Debatte. Graf West- arg rühmte sich, daß die Regierungen, in denen die Deutschnationale Dolkspartei vertreten gewesen fei, die chiistlichen Aufgaben der Nation ganz be­sonders betont hätten. Er dachte dabei an das Neichsfchulgesetz und die Iugendschutzgesetze. Nach- I Oblia^ttomn^i/^ &er Dawes-

her sprach der fozialistifche Abgeordnete Soll- nid)ts der Frage der vorzeitigen

mann und verwies darauf, daß"das soziale Wohl- ,3U 2,05 ^[att schreibt:

scchrtsbedürfnis des Volkes durch das Christentum L" &t-cfem f.U5tna& Llt neben

noch nicht gestillt fei. Ja, daß das Christentum es n H @ tn DeiJanflmSooIIer Wetze bisher noch nicht fertig gebracht habe, den Welt- f isch e. Keine deutsche Regierung wird kapitalismus so zu erfassen und zu organisieren, j $er Meinung in Deutschland, die für

mit seinem Geiste -u durwdrino->n unk» r»np«n I eme schnelle Eesamtregelung der Kriegsschulden

’S -1 sää»

tirhem Christentums aus wirtschaft- I an die theoretische Unterscheidung zwischen Dawes-

t r “tttri^uorbnen. So komme es denn, I p[an und Rheinlandbesetzung anzuklammern, ver-

Unternehmern aller Weltan- I Hessen zu leicht die Geschichte der letzten Jahre, sie

t nT'J I* f,d) "un als Christen bekannten vergessen, daß die Besetzung im Versailler Der-

exne" ^e der christlichen trag als Pfand für die Ausführung der Repara-

ouberen Serie roett größere Ge- Honen gedacht war, sie vergessen auch die Sorge«

ÄÄ m ^'ltl'chen und schicht« ^r deutschen-französischen Aussprache in

S Ottern. Nur der Sozral-s- Thoiry, deren direkte Konsequenz die Kombination ist» der Poincare nunmehr seine prinzipielle Zu- Westarp begnügte sich also dawit, die Christlichkeit fthnmung gegeben Hai.

ferner Politik dadurch zu illustrieren, daß er auf I ' *

kulturellem Gebiet für christliche Gesetze emtrat. | wtb. Berlin, 7 Avril iEia Funkm i Ein Ser Sozialist Sollmann hob dagegen hervor, daß Berliner Blatt hatte heute früh gemeldet daß der das große Gebiet des heutigen gesellschaftlichen Le- I jn Rom weilende Reicksstnainwinilter K ö b l e r L7-S W» ÄwÄßMaS! fW V-,pr-chu?«-n mit dem Reparations- l"; 'toSrn Srato "«enten d-b-n werd-, der bekanntlich -b-nf-I,-

ODnfl f« -der nicht, **»«.*» °u-b-ü!° 2

5n dlsser Kontroverse hat sich d°e Problematik I sowohl für ihn als auch für den Reparations- unieres gesellschaftiichen Lebens, soweit es unter agenten doch sehr viel einfacher wäre, Besprechun- weltanschaulkchem Gesichtswinkel, betrachtet wird, gen i n B e r l i n abzuhalten, wenn das Bedürfnis sehr kraß bargeboten. So richtig die Bemerkung I dafür vorlieqe.

Sollmanns war, daß von einem „Sieg" des Chri- stentums nicht gesprochen werden kann, solange rqrser ganzes Volksleben, vor allem auch in wirt- fchastlicher Beziehung, nicht von "Sem Geist des' ist r& ’v a c r ie durchtränkt . .«u. ». Vi«ö geiummen. Del oen Ausemanoer-

L™ i” ,9e”t6 ^Genügsamkeit des Grafen setzungen mit unserem Reichsfinanzminister Dr.

P' bonn »chnMche Politik ge- Köhler hat sich zweifelsohne in Parker Gilbert die wenn man nut christliche Kultur- Auffassung bestärkt, daß es zweckmäßig sei, Deutsch- gefttze zustandebrmge, einer aufreizenden Note ' ' ~ ~ 1 --

U'cht entbehrt, so gewiß ist es auch, daß der Soll- mannsche Sozialismus dem Glücksbedürfnis der Menschheit nicht zur Befriedigung verhelfen kann.

Sozialismus und Christentum lassen sich nun einmal nicht miteinander vergleichen. In seinem Wesen ist der Sozialismus eine „Dicsseitsreligion" Er ist feiner innersten Bestimmung nach darauf angewiesen, der materiellen Wohlfahrt feiner ®JnuJ)ifIen und darüber hinaus der Menschheit überhaupt zu dienen. Sobald Zweifel in seine Be­fähigung in dieser Hinsicht gefetzt werden, ist es um ihn geschehen. Der Wert des Christentums da­gegen ist vollrg unabhängig davon, inwieweit er dem matenellen Glücksverlangen der Menschen und Wlker zu dienen vermag. Das Christentum ist eine „Senfeitsreltgion eine Religion, die auf den in- eren Menschen abzielt und das Glück des Menschen von der Seele her zu erfassen versucht. Der Sozialismus ist, solange er besteht, schließlich auch nur em Beweis dafür, daß nichts was geschaffen fft, auch fern sozialer Fortschritt, weder Ehre noch Reichtum noch jede andere irdische Lust, bas letzte Sehnen nach Glück in der Menschenseele zum Äill- stanü bringen kann. Mögen Christentum und So­zialismus, christliche und sozialistische Politiker sich in einem ibealen Wettbewerb um die Besserung der Lebensmöglichkeiten der proletarischen Massen ab- mühen, mag der Elan, mit dem dieser Wettkampf geschieht, auf so,statistischer Seite größer fein, weil man hier in seelischer Hinsicht weniger kompliziert fft, es kann doch kein Zweifel bestehen, daß das echristentum als Weltanschauung Sieger bleiben wirb, weil es fein Ziel auf dieser Erde nicht so weit steckt wie die Sozialdemokratie. Das Chri- tentum glaubt nun einmal nicht daran, daß es I Die Aufgabe der Menschheit ist, sich selbst zu ge­nügen, und braucht darum auch solche Hoffnungen !N keinem Menschen zu erwecken. Es gibt ihnen Jber die Ahnung eines höheren Frühlings, eine Jbnung, die den Menschen in jeder Lebenslage mit einem Gefühl des Glücks zu erfuHen vermag. Dag Christentum gibt seinen Menschen das Be­wußtsein einer inneren Erlösung, die frohe Hoff­nung eines übernatürlichen Lebens.

vom auswärtigen Dienst.

wtb. Berlin, 7. April. (Eig. Funkm.,. Amtlich: Es wurden ernannt zum ©efanbten in Peking: der Botschaftsrat in Tokio Dr. von Borch; zum Ge­sandten m Buenos Aftes: der Gesandte in Brüssel Dr. von Keller,- zum Gesandten in Brüssel der Ministerialdirigent im Auswärtigen Amt Dr. Horstmann; zum Gesandten in Santiago: der Ge« sandte in Belgrad Dr. Olzhausen; zum Gesandten m Belgrad: der Gesandte in Riga Dr. Koester; a Gesandten in Riga: der Vortragende Sega- rot im Auswärtigen Amt Dr. Stiebe; zum Gesandten in Reval: der Generalkonsul in Barce­lona Dr. Schroetter. Außerdem sind zahlreiche neue Konsulatsbeamte ernannt worden.

In den einstweMgen Ruhestand sind versetzt worden: der Gesandte in Peking Dr. BvyL, der Gesandte in Buenos Aftes Dr. Gneist, der Ge- sandte in Santiago Graf von Spee, der Gesandte in Reval Dr. Frank, der Gesandte in Oslo Dr. Rhomderg, der Gesandte in Quito Dr. Grünow und einige Krmsule.

Der Boffchaster in Tokio Dr. Sols wird auf feinen Antrag m den Ruhestand versetzt werden, aber bis zum Herbst auf seinem Posten verblei­ben. Zu seinem Nachfolger wird der Gesandte in Lissabon Dr. Voretzsch ernannt werden, an dessen Stelle der Dftigent der PveffeabtMmg der Reichs, regterung Dr. von Ballgand treten wird.

Anzeigen-Preise: Kleinzeile (Colonel) lokal 0,15 5U, auswärts 0^0 5UI. Reklamezeile: lokal 0,60 Ml, ee auswärts 0,80 Bei Wiederholungen Rabatt. UU«„jUutG.

Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 4051.

DolkÄegchren gegen die mecklcrrburgtzche Re- gienmg. Nach einer amtlichen Mitteilung aus Schwerin P das vom Landdund Mecklen- durg.Schwerin gegen die mecklenburgische Staatsregierung beantragte DoWbegehvm mff An­klage beim Staatsgertchtshos wegen rechts-

Areigming fremder Gelder nach einten» .«lasten. Der Landbund begründet, Rundschau" meldet, feine Anklage mecklenburgische 9tegienmg nicht die ihr vom Reich überwiesene

tot der

wie die

damit, dich