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Nr. 69.

Fuldaer Zeitung (kimtliches Kreisb!aft).

Donnerstag, 2L März 1928.

Vcrwaltungsbericht der Stadt Fulda

über dar Zihr 1927.

*■ 1. Bevölkerung.

Die Einwohnerzahl der Stadt Fulda betrug

<) nach der Volkszählung am 16. 7. 1925 Zivilbevölkerung 25 814 Militärpersonen 400

zusammen: 26 214 Personen

',) noch der Personenstandsaufnahme am 10. 10. 1927 Zivilbevölkerung 26 683 Militärpersonen_____421

zusammen 27 104 Personen

«9 nach dem Melderegister am 31. 12. 1927 Zivilbevölkerung 26 954

Dem Religionsbekenntnis nach waren Ende «027 gemeldet:

Katholiken 19 675

Protestanten 6 003

Juden 1116

Sonstige ____160_

zusammen: 26 954

Zugezogen sind im Jahre 1927 3466 Personen ttnb zwar 93 Familien mit 307 Personen und 3159 Ein- zelpersonen; abgemeldet haben sich in dieser Zeit 3219 Personen und zwar 90 Familien mit 279 Personen und 2940 Einzelpersonen.

Fremde waren als L o g i e r g ä st e von Gastwirt­schaften und Hotels im Jahre 1926 19 274 gemeldet.

Im Jahre 1927 übernachteten nach den Meldungen der Gastwirte 22 640 Personen in der Stadt.

Geburten kamen zur Anmeldung 596 und zwar 293 männliche und 303 weibliche.

Im Landeskrankenhaus wurden 210 Kinder geboren, davon 135 von Ortsfremden.

Sterbefälle wurden 418 angemeldet und zwar 179 männliche sowie 239 weibliche.

Im Landeskranken''^"- "»-starben 148 Ortsfremde.

Die Zahl der vo: C. '.hörigen Geborenen beträgt 461,

die Zahl der verstorbenen Ortsangehörigen 270,

es verbleibt also ein Geburtenüberschuß von 191.

Die Zahl der Eheschließungen betrug 195 ge­gen 166 im Jahre 1926.

2. Tätigkeit der Körperschaften.

Die Stadtverordneten-Versammlung be­ttet in 12 Sitzungen über 118 Gegenstände.

Anstelle des Stadtverordneten Wähler, der im Jahre 1926 von Fulda verzogen war, trat der Kaufmann Alster am 20. Januar 1927 in die Stadtverordneten-Versamm­lung ein. Am 3. Februar 1927 verstarb der Stadtver­ordnete Reith: für ihn wurde der Küfer Diegelmann am 17. Februar 1927 als Stadtverordneter eingeführt. Der Stadtverordnete Fuchs legte fein Mandat am 30. März 1927 nieder: als dessen Nachfolger trat der Ingenieur Stein am 28. Aprll 1927 in die Stadtverordneten-Ver- sammluna ein.

Der Magistrat verhandelte in 52 Sitzungen über 2283 Beratungsgegenstände.

Angestellt wurden als Beamte zum 1. April 1927 als Stadtobersekretäre: Atzert und Hammer, als Stadtsekre­täre: Binder, Büchel, Fuß und Zulauf, zum 1. August 1927 als Polizeibetriebsassistent Ehr. Müller.

In den Ruhestand wurde zum 1. April 1927 33er« brouchsbrauchssteuerkontrolleur Bioneck versetzt.

Verstorben ist am 28. Dezember 1927 Stadtbüro- direktor Trabert. Ein Ruhegeld bewilligten die städti­schen Körperschaften vom 1. März 1927 ab dem Arbeiter Wehner und vom 1. Juli 1927 ab dem Arbeiter Wagner.

Zur Wahrnehmung von Geschäften der allgemeinen Landesverwaltung wurde nach dem Ausscheiden der Stabt Fulda aus dem Kreisverbande am 1. April 1927 ein Swdtausfchuß gebildet. Dieser besteht nach den Vorschriften des Gesetzes über die allgemeine Landesver- waltung aus dem Oberbürgermeister bezw. dessen gesetz­lichen Stellvertreter als Vorsitzenden und aus 4 Mitglie­dern, die vom Magistrat aus seiner Mitte gewählt wer­den. In den Stadtausschuß wurden gewählt: Stadtrat Fleck, Stadtrat Katzenstein, Stadtrat Dr. Kramer und Stadtrat Sunkel.

Der Stadtausschuß hielt in der Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1927 7 Sitzungen ab und verhandelte über 16 Anträge. Im Beschlußverfahren wurden 13 Fälle, im Verwaltungsstreitverfahren 3 Fälle erledigt.

3. Schulverwaltung.

Die Ausgaben für das Schulwesen betrugen für die drei Volksschulen in 1925: 217 481.94 Mk.;

1926 : 237 102.04 Mk.;

_ für die israelitische Volksschule (Zuschuß) 1925: 7 500 Kk.; 1926: 7 500 Mk.;

für die gewerbliche Berufsschule (Zuschuß) 1925 14 978.26 Mk.; 1927: 12 470.61 Mk.;

für die kaufmännische Berufsschule (Zuschuß) 1925: 4 230.62 Mk.; 1926: 3179 70 Mk.;

für die Oberrealschule (Zuschuß und Ruhegehälter) 1925:

100 876.30 Mk.; 1926: 99 529.52 Mk.; für die Winfried- schule (sächliche Kosten) 1925 : 2 993.54 Mk.; 1926: 4 510.49 Mk.; für das katholische Lyzeum (Zuschuß) 1925: 4 000 Mk.; 1926: 7 372 Mk.; für das evangelische Lyzeum (Zuschuß) 1925: 7 400 Mk.; 1926 : 4 801.50 Mk.; für die Volksschule 1925: 1 000 Mk.; 1926: 1 000 Mk. Zusam­men 1925: 360 460 66 Mk.; 1926: 377 465.86 Mk.

Die Kosten für die Beschulung eines Kindes der Volks­schulen beliefen sich im Rechnungsjahre 1926 auf 104 Mk.

Die stadtpfarrliche Volksschule wurde am 8. Dezem­ber 1926 besucht von 584 Knaben und 503 Mädchen.

In der dompfarrlichen Volksschule wurden am Ende des Berichtsjahres 420 Knaben und 362 Mädchen un­terrichtet.

Die evangelische Volksschule besuchten 267 Knaben und 250 Mädchen.

Der Bestand der israelitischen Volksschule betrug am 1. Avril 1927 40 Knaben und 31 Mädchen.

Die Berufsschulen weisen nach dem Stand am 15. Dez-mber 1927 folgende Besuchsziffern auf:

Gewerbliche Berufsschule für Knaben: 930 Kaufmännjj.che Berufsschule für Knaben: 197. Berufsschule für Mädchen: 265.

Die landwirtschaftliche Schule wurde im Winterhalb­jahr 1927-28 von 71 Schülern besucht, die Molkereischule von 17 Schülern.

Die Oberrealschule hatte wie im Vorjahr 16 Klassen. Die Durchschnittsschülerzahl je Klasse betrug 28, die niedrigste (O Hb) 20. die höchste (IVb) 34.

Die im Jahre 1926 getätigte Neuwahl des katholi­schen Relig-onslehrers in der Person des Studien­assessors Dr. Huhn wurde Anfang 1927 bestätigt. Herr Dr. Huhn unterrichtet seit dem 1. Februar 1927 an der Schule.

Die Schülerzahl zeigt die nachstehende Zusammen­stellung:

e

g

Stichtag

178 | 65

5

64

65

226

202

196

195

2

2

2

871

354

846

344

IM 179

1. frebr. 1927

Öftere 1927 15. Oft. 1927 31. Dez. 19’7

67

64

62

62

110

96

16

96

481

452

442.

440

«85 486 486 48 t

Der Rückgang zwischen dem 1. Februar 1927 und dem Schulbeginn 1927 findet seine Erklärung hauvt- sächlich in den stark verminderten Neuanmeldungen für Sexta.

Die mittlere Reife erwarben Ostern 1927: 47 Schüler; in der Reifeprüfung wurde allen 19 Prüflingen die Reife zuerkannt.

Das Gymnasium wurde am 1. Februar 1927 von 366 Schülern besucht: dem Religionsbekenntnis nach waren es 333 Katholiken und 33 Evangelische.

Die Winfriedschule lStaatliche Aufbauschule) zählte im Berichtsjahre 151 Schüler gegen 138 im vorhergehsn- Jahre.

Das katholische Oberlyzeum mit Vorschule wurde am Anfänge des Winterhalbjahres 1927 von 404 Schüle­rinnen besucht; es waren katholisch 385 Schülerinnen, evangelisch 17 Schülerinnen, israelitisch 2 Schülerinnen. Aus dem Schulart stammten 302 Mädchen.

Die Mittelschule hatte 37 Schülerinnen (33 aus Fulda).

Die Hauswirtschaftsschule 17 Schülerinnen (9 aus Fulda).

Die Handelsschule 29 Schülerinnen (16 aus Fulda).

Das evangelische Lyzeum mit Grundschule besuchten im Winterhalbjahr 1927: 197 Schülerinnen und zwar 149 evangelische, 45 jüdische und 3 Dissidenten. Aus dem Schulort waren 176 Mädchen, 21 von außerhalb.

4. Wohlfahrtspflege.

A. Wirtschaftliche Fürsorge.

Die allgemeine Wohlfahrtspflege wurde im Jahre 1927 von durchschnittlich 185 Ortsarmen in Anspruch genommen. Verausgabt wurden für Unterstützung in Naturalien rund 14 000 Mk., für Barunterstützung 60 000 Mk.

In das Landeskrankenhaus wurden vom Wohlfahrts­amt 468 Kranke überwiesen. Die Kosten betragen:

für Hilfsbedürftige aus der Stadt 18 000 Mk.;

für Landarme 21 400 Mk.;

für besondere Aufwendungen 2 550 Mk.

Zusammen 41950 Mk.

Von Zahlungspflichtigen (Fürsorgeoerbänden, Kran­kenkassen, Privaten) wurden 15 000 Mk. erstattet.

Bei der W a n d e r e r f ü r s o r g e sprachen im Jahre 1927 9460 Wanderer vor, die verpflegt wurden. Im Asyl im Altenhof wurden 4580 Wanderer beherbergt; vom Arzt untersucht wurden 595 Wanderer, davon muß­ten 320 dem Landeskrankenhaus zur Behandlung über­wiesen werden.

Die Zahl der unterstützten Sozialrentner be­lief sich am 31. Dezember 1926 auf 541 und am 31. De­

zember 1927 auf 565. Für Unterstützung der Sozial­rentner wurden 83 735 Mk. verausgabt.

Am Ende des Jahres 1926 wurden 189 Klein­rentner von der Stadt unterstützt. Es starben im Berichtsjahre 10 Personen, sodaß Ende 1927 noch 179 Kleinrentner in Fürsorge standen. Die Aufwendungen für die Kleinrentner betrugen 46 829 Mk. •

Im Jahre 1927 wurden vom Wohlfahrtsamt 398 Kriegsbeschädigte und 466 Kriegerhinter­bliebene betreut. Zusatzrente wurde an sie im Be­trage von 97 046 Mk. ausgezahlt. Bei der Ortskranken­kasse waren 194 Kriegerhinterbliebene versichert: zu den Versicherungsbeiträgen hat die Stadt einen Zuschuß in Höhe von 1104 Mk. geleistet.

Für Erwerbslose, Natstandsarbeiter und Wohl­fahrtsarbeiter wurde eine Winterhilfsaktion durch Ge­währung non Brennmaterialien und Kartoffeln durch­geführt. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf etwa 17 000 Mk.: die Zahl der Hilfsbedürftigen be­trug durchschnittlich 340.

B. Gesundheitsfürsorge.

Für die Tuberkulosenfürsorge wurden 2227 Mk. auf- gewandt.

Wochenfürsorge wurde 45 Wöchnerinnen bewilligt; verausgabt wurden 3992 Mk.

Für die Krüvpelfürsorge entstanden 4723 Mk. Kosten.

Die Durchführung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wurde durch Gesetz vom 1. Ok­tober 1927 ab der Gelnndheitsbehörde übertragen. Ge­meldet wurden 15 Geschlechtskranke, davon sind 8 Fälle erledigt, 5 Kranke befanden sich am Ende des Berichts­jahres noch in Behandlung, 2 find von Fulda verzogen.

Jrn Säuglingsheim befanden sich am 1. Januar 1927 26 Kinder, am Ende des Jahres 28. Von diesen 28 Kindern waren 16 unter einem Jahre; es stammten von Fulda 15 und von auswärts 13. Ehelich geboren waren 2, außerehelich 26 Kinder.

C. Jugendamt.

Das Jugendamt hat die Vormundschaft im Berichts­jahre über 48 Kinder erlangt und zwar mit ihrer Ge­burt über 40 außereheliche Kinder. Am Ende des Jah­res 1927 standen 93 Mündel unter Amtsvormundschaft.

Anträge auf Fürsorgeerziehung wurden durch das Jugendamt in 5 Fällen gestellt. 4 Jugendliche wurden der Fürsorgeerziehung überwiesen.

Für 3 Jugendliche wurde Schutzaufsicht gerichtlich an- geordnet.

D. Arbeitsvermittlung und Erwerbs­losenfürsorge.

Die Zahl der Arbeitsuchenden im Bezirk des Arbeits­nachweises betrug in 1927: 32 990. Offene Stellen wa­ren beim Arbeitsnachweis 1475 gemeldet, durch dessen Vermittlung wurden 1134 Stellen besetzt.

Im gesamten Arbeitsnachweisbezirk wurden

an Arbeitslosenunterstützung 1 499101 Mk.

an Krisenunterstützung 151170 Mk., zusammen 1 650 271 Mk. ausgezahlt.

Für jugendliche Erwerbslose männlichen und weib­lichen Geschlechts wurden von der Stadt Fulda in Ver­bindung mit dem Arbeitsnachweis Fortbildungskurse ein­gerichtet. _______________________________

Spritzen der (vbstboume.

Mit der vorgeschrittenen Jahreszeit geht die Winterrnhe der Bäume ihrem Ende entgegen In­dem nn" die Bäume zu neuem Leben erwachen, rüsten sich auch ihre Feinde, um mit Eintritt der warmen Jahreszeit ihre verderbliche Tätigkeit wie­der aufzunehmen. Die in den letzten niederschlags- reicben Jahren stark ausgetretenen pflanzlichen und tierischen Schädlinge her verschiedensten Art sind nach diesem mäßigen Winter auch im kommenden Frühiabr noch stark vertreten und werden sich wahrscheinlich wieder recht unangenehm bemerkbar machen, wenn sie nicht vorher mit Erfolg bekämpft werden. Es wird immer noch nicht genügend be­achtet, daß zur Bekämpfung der Schädlinge des Obstbaues namentlich der Winter die geeignete Zeit ist. Ein ausgezeichnetes Mittel ist die Be­spritzung der Bäume, bevor die Knospen nament­lich diejenigen der frübtreibenden Arten schwellen und aufplatzen. In blattlosem Zustand können alle Teile des Baumes von der Sprftüösung ge- »troffen werden, während bei der Durchführung der Maßnahme im Sommer mit Borsicht zu Werke ge­gangen werden muß. Man kann auch zur Jetzt­zeit die Spritzbrühe viel konzentrierter anwenden und deshalb mehr Wirkung erzielen als später, wenn Laub vorhanden ist.

Kurz gesagt: Eine Bespritzung der Bäume in blattlosem Zustand ist eins der wirksamsten Mit­tel im Kampfe gegen die Obstbaumseinde; eine Winterspritzung wirkt vorbeugend gegen Schorf­oder Fusikladiumbefall, eine Krankheit, die leider feit Jahren einem großen Teil unserer Kernobst­sorten und zwar gerade den wertvollsten derart

zusetzt, daß ihr Anbau nicht mehr recht empfohlen werden kann. Die Schorfkrankheit gehört zu den häufigsten und geföhrlichsten Erkrankungen d-r Obstbäume. Sie wird verursacht durch einen Pilz, der an den Obstbäumen, hauptsächlich an Birnen und Aepfeln, Beschädigungen aller Art hervorrust. Blätter und Früchte bekommen scbwarzgrüne, oder schwarze Flecken, die Früchte bleiben klein, reißev- auf, schrumpfen ein und fallen vor der Reife ab- Aber nicht nur der Ernteertrag wird nach Menge und Gute vermindert, sondern durch den Besa^ der Blätter wird auch der Gesundheitszustand de«- Baumes stark beeinträchtigt, vor allem auch be­wirkt, daß für das folgende Jahr weniger Blüten­knospen angesetzt werden.

Die Winterspritzung wirkt nicht allein gegen die Schorfbildung sondern auch gegen andere pflanzliche Schädlinge wie: Apsftmehltau, Moose, Flechten, sowie gegen alle möglichen tierftchen Schädlinge. Wir vernichten damit gleichzeitig Blutläuse, Schildläufe Blut- und Blattl-ntsrüer, Frostsnannereier. Obstmaden, Splint- und Bor­kenkäfer sowie die jungen überwinternden Räup- chen der Gespinstmotten und dergleichen.

Neben den vielen Schädlingen gibt es auch eine große Zahl von Bekämpfungsmitteln; immer wieder kommen neue in den Handel; man fei mit diesen vorsichtig und verwende nur, was erprobt ist und sich bewährt hat. Solche Mittel sind: Kupfer- kalkbrühe, deren Anwendung in zw^ivrozentiger Lösung erfo'gt, achtvrozentige, aus mög'ichst frslch gelöschtem Kalk hergestellte Kalkmilch, 10—15pru» zenüges Obstbaumkarbolineum oder die neuer­dings zur Verwendung kommende dreipro­zentige Solbarlösung. Diese vier genannten Svritzmittel finden zur Winterspritzung hauntsäch« lieh Verwendung. Welches nun gerade genommen wird, ist nickt von'Belang; wenn nur überhaupt gespritzt wird. Zweckmäßig ist es jedoch, mit den

Rechenschaftsbericht

des vorfkandes der Fuldaer Ackiendruckerei über das Geschäftsjahr 1927.

Wir waren im Berichtsjahr 1927 durchschnittlich gut beschäftigt. Durch Erneuerung und Vermehrung des Schriftenmaterials und des Maschinenparks haben wir unseren Betrieb leistungsfähiger gestaltet.

Die in unserem Verlag erscheinende „Fuldaer Zei­tung" erfreute sich auch im abgelaufenen Jahr einer gro­ßen Bezieherzahl.

Auch der Bonifatiusbote mit feinen Nebenausgaben (St. Elisabethblatt, Kirchenzeitung für Frankfurt a. M.- Bockenheim und Hülfensbergglocken) war in der ganzen Diözese Fulda und darüber hinaus ein gern gesehener Gast.

Das Akzidenzgeschäft war etwas lebhafter als im Vor­jahr, was wohl zu einem kleinen Teil auch auf die Besse­rung der wirtschaftlichen Lage zurückzuführen sein dürfte.

Das Derlagsgeschäft war ruhig und blieb hinter dem Umsatz des Vorjahres zurück.

Die Bilanz für 1927, die in der „Fuldaer Zeitung" veröffentlicht ist, wurde in der Generalversammlung vom 20. März genehmigt.

genannten Spritzmitteln abzuwechseln. Das Sprit­zen wird an trockenen, frostfreien Tagen bei be­decktem Himmel vorgenommen und zwar so, daß die Baumkrone in allen Teilen gründlich getrof­fen wird. Der ganze Baum soll förmlich mit der Spritzbrühe abgewaschen werden. Dazu gehört natürlich eine Svritze, die sich in jeder größeren Obstkultur zur Anschaffung empfiehlt, selbstver­ständlich muß jeder Obst- und Gartenbauverein eine solche, nach Möglichkeit in größerer Ausfüh­rung, zur gemeinsamen Benutzung besitzen.

Jedenfalls sollte jeder Obstbajimbesitzer durch eine entsprechende Winterbehandlung der Bäume die Boraussetzungen für eine gute Ernte, für eine vollkommene Entwicklung der Früchte schaffen. Dazu gehört neben den übrigen bekannten Arbei­ten eine gründliche Schädlingsbekämpfung, wie sie auch durch die Anwendung von Spritzmitteln durchzuführen ist. Denn nur so kann bei gleich­zeitiger Düngung und Durchführung der sonstigen Pflegearbeiten mehr Oualitätsobst bei uns erzeugt werden, das die Konkurrenz mit dem Auslandsobst erfolgreich bestehen wird. „Qualitätsware" heißt im Obstbau schon seit längerer Zeit die Parole. Mangelhaft entwickeltes Obst läßt sich heutzutage nicht mehr verkaufen und hält sich auch schlecht aus dem Lager. Sch.

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