Fuldaer Zertung
Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Fulda. Amtliches Kreisblatt.
Ilr- 66
Sonntag. IS. März 1928
SS.Zahrg
Das rätselhafte Rußland
Auswärtiger Ausschuß des Reichstages
von -en Wahlen.
e b a u sch t e r
Weiter hat das Zentrum erreicht, daß von den 30 Millionen ein Betrag von 2 Millionen abge-
wird, der für die Regulin
Deutschland merkt, daß trotz dos großen Entgegenkommens, wie es tatsächlich durch die Abkommen vom Oktober 1925 und im April 1926 illustriert wird, das deutsche Geschäft mit Rußland zugunsten
suche. Die Sowjet-Regierung trägt keine Schuld daran, wenn einzelne ausländische Bürger an diesen Versuchen teilnehmen. Es ist die Pflicht der mit der Sowjetunion befreundeten Regierungen, die eine Einmischung ihrer Bürger in die
der KonkurrevAaaten nachläßt, dann wird es selbstverständlich das Mißtrauen wach und die Nei- gung, andere Taktik und Methoden zu überlegen. Vielleicht trauen die Russen den deutschen Unterhändlern schon nicht mehr. Die Verhaftung der deutschen Ingenieure kann aber unter keinen Um-
Aus parlamentarischen Kreisen wird uns geschrieben:
Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9.
Monatlicher Bezugspreis 1,80 Mk. >:
meisten von allen Staaten auf den Geschäftsver- kehr mit ihm angewiesen ist. Wenn man aber in
* Neue amerikanische Truppen für Nicaragua. Aus Washington wird gemeldet: Zwei weitere Bataillone Marinefüsiliere werden so rasch
ständen die deutsch-russische Verhandlungstätigkeit beleben, zum mindesten dann nicht, wenn sie mit
Verhältnisse auf dem Vieh- und Fleischmarkt mit dem Ziele einer Verringerung der Preisspanne zwischen Produzenten und Konsumenten Derwen-
, wie es augenblicklich der Moskauer Regierung ge» I fällt.
als möglich nach Nicaragua gesandt werden, um . ------ ------ — — । während der bevorstehenden Wahlen die Ordnung
Angelegenheiten der Sowjet-Union nicht billigen, 1 und Sicherheit aufrecht zu erhalten.
ite gesetzt wird, der über :g der Mittel unter be-
Seit längerer Zeit wird in den westeuropäischen Landern, hauptsächlich aber in der Industrie der Gedanke erwogen, eine internationale Verständigung für das Russengeschäft herbeizuführen. Schuld daran ist das russische Außenhandelsmonopol selbst, das die Moskauer Regierung dazu ausnutzt, ihre Geschäfte nach politischen Motiven zu richten und die kapitalistischen Staaten gegeneinander auszuspielen/d. h. sich ihre Konkurrenz zunutze zu machen. Solche Politik diktatorischen Charakters scheint sich allmählich als nur kurzfristig und auch kurzsichtig Herausstellen zu wollen. Sie muß ja auf die Dauer zu einer Einigung der von ihr belästigten Staaten führen. Es ist der Erfolg jeder Politik, die Unruhe unter den Nachbarstaaten weckt, daß sie diese Nachbarstaaten zum Zusammenschluß zwingt, um den Störenfried im die Zange zu nehmen. , vuuu 1UUZ,, |lc
.Rußland rechnet wobl damit, daß Deutschland am 1 so vielen Rätseln und Geheimnissen umhüllt wird,
Reichsaußenminisker Dr. Slrefemann, der zusammen mit dem Staatssekretär des Auswärtigen Amts, von Schubert, erschienen war, das Wort zu längeren Ausführungen über die gesamte außenpolitische Lage.
Die Lohmann-Geschäfte.
Am Freitag fanden zwei Sitzungen des Unter«
* Afghanische Erinnerungszeichen. Nach einer Blättermeldung hat nach der Abreise König Aman Ullahs aus Deutschland der afghanische Gesandte in Berlin sowohl dem Reichspräsidenten v. Hindenburg als auch Reichskanzler Dr. Marx je einen afghanischen Orden und einen roten Seidenmantel überreicht. Der Mantel bedeutet, daß seine Träger afghanische Herzöge sind. Wie wir dazu
: nichtamtlichen Darstel- erde, die in durchaus
so ist, dann liegt der Grund dafür in der seltsamen gemessene Provisionen bezahlt worden sind. Bis- Schweigsamkeit der russischen Behörden, die keiner- I her konnte festgestellt werden, daß die Geheim-
Anzeigen-Preise: Kleinzeile (Colonel) lokal 0,15 JUt auswärts 0,20 5UI. Reklamezeile: lokal 0,60 5LK,. auswärts 0,80 5Mt. Bei Wiederholungen Rabatt. Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr 4051.
der Sowjetregierurw in ihrem Wunsche, derartiger Einmstchung ein Ende zu bereiten, entgegen zu kommen. Der Beschluß der Sowjet-Regierung, die Teilnehmer an dem Komplott im Donezbecken dem öffentlichen Gerichte zu übergeben, bietet Gewähr dafür, daß die öffentliche Meinung des Auslandes die Möglichkeit haben wirb, gebührenden Einblick in das Anklagematerial zu erhalten.
. Mit dem Ausschalten dieser Streitfrage ist ein wichtiger Konfliktstoff, der das Notprogramm in Gefahr zu bringen schien, nunmehr aus geschalt et. Es darf nun angenommen werden, daß die weitere Erledigung des Notprogramms Planmäßig erfolgen kann.
nerlei Einblick in ihre angeblichen Beweise für die I fonds Lohmanns im wesentlichen erst im Jahre Strafverhandlungen der Ingenieure gewähren I 1923 geschaffen worden sind, und daß bis zum wollen und mehrere Tage hindurch selbst das Ge- I Jahre 1923 Kavitän Lohmann nur eine Summe fängnis geheim hielten, in dem die Verhafteten I zur Verfügung hatte, die die Höhe einer Million festgehalten werden. Diese Geheimnistuerei ist I nicht erreichte.
jedenfalls in keiner Weise geeignet, die Vorbe- I Q
dingungen des Vertrauens zu schaffen, die eine Er- I HUS OCtl pötlGtttCtltCM.
Weiterung des deutsch-russischen Wirtschaftsverkehrs I
unbedingt nötig hat. I «eiaisiag.
Man weiß, daß die augenblickliche Wirtschafts- Nach Erledigung kleiner Vorlagen trat am rage Rußlands außerordentlich schwierig ist ff^iiag das Plenum des Reichstages in die zweite und daß sich die russischen Machthaber die Köpfe ^sung des,Ha ushalts des R eich s post- darüber zerbrechen, wie man die Ausfuhr heben I Ministerium em. Einleitend weist Relchspost- und die innere Produktion vermehren könnte. Au- I
VDZ. Berlin, 17. März. (Gig. Funkm.) Der Auswärtige Ausschuß des Reichstages trat am Samstag um 10 Uhr zusammen. Auf der Tagesordnung stand die Beratung des Vertrages über den Warenaustausch mit dem Saarge- biet, ferner über die Genfer Verhandlun- gen, die deutsch-russischen Verhandlungen und die Auswanderungsfrage. Sofort bei Beginn der Sitzung ergriff
* I tung" hat laut „Voss. Ztg." als Spitzenkandidat
Der pr«Mch- Sanbla« führte in feiner Sitzung ™ «Jfc!»b,j!
am Samstag zunächst die zweite Beratung des Ge- v" a. O. Graf v. Po sa»
setzentwurfes über die Bereitstellung von Mitteln I dowsky aufgestellt.
für die Entwässerung und K u l t i v i e • I m „ ... , ,. ..
run g der rechtsemsischen Moore zu Ende. Als Nachfolger des Großadmirals v. T'.rpltz
I ats Spitzenkandidat für den Wahlkreis Oberbayern-
SmÄäS I W Stimmer brich ier z«ltrm8Mei.
Opposition. Es wäre verständlich, wenn die Re- (Eine wohltätige Maßnahme in der Zleischpreissrage. — Sicherung der SIrtn2IbmtraIe 015 befonbers 9eei9nete ^oliti£er Vierung in Moskau durch Verhaftung von auslän- I - . ... I 9e ten" —-
bischen Spezialisten versuchen wollte, das Fort- I bäuerlichen Belange gegen grotzagrarische Zugriffe. . 9,, . ... 9r
bestehen der Opposition zu verhüllen. Aber dann I - I . Polnische Antwort an Litauen. Aus War-
bleibt immer noch unklar, weshalb man dazu ausgerechnet neben einigen russischen nur deutsche 3n= ,
genieure verhaftet, die teilweise erst ganz kurze ,,± Der Konflikt in der Gefrierf leischsragS
Zett im Lande sind und außerdem von Firmen ‘U beigelegt, und zwar wurde dieses Ergebnis er-
entsandt wurden, die bisher das Russengeschäft sehr ^icht auf Grund der starken Haltung, die das
energisch betrieben und auch jetzt wieder bei den 1 k;*r- *
begonnenen Wirtschastsverhandiungen als erste Interessenten beteiligt sind. Man kommt also wieder auf den Verdacht zurück, daß die Russen einen Druck auszuüben versuchen, zumal von der Verhaftung gleich die obersten Moskauer Regierungsstellen demonstraftve Kunde gaben.
Die russischen Wünsche bei den jetzt vorläufig
Die russische Presse zur Verhaftung der deutschen ———
Ingenieure. I * Spanische Antwort an den Völkerbundsrat.
wtb. Moskau, 17. März. (Gig. Funkm.) Prawda I Primo de Rivera wird dem Ministerrat am Biens« schreibt zur Verhaftung der deutschen Ingenieure I tag den Entwurf einer Antwort auf das Schreiben u. a.: Es handelt sich um lebenswichtige notwen- I des Dölkerbundsrates vorlegen. Die Zeitungen dige Akte des S e l b st s ch u tz e s der Sowjet-Union I glauben, daß die Regierung wieder in den Völker- gegen konterrevolutionäre Ver- I bund eintreten wird.
Mm weiß jetzt, daß die im Donezbecken verhafteten deutschen Ingenieure sich im Rostower Gefängnis befinden, weih auch, daß gegen sie der Vorwurf der Industriesabotage erhoben worden ist und sie deshalb vor Gericht gestellt werden. Man weiß aber noch keineswegs, ob dieser Vorwurf berechtigt ist und welche Beweise die russischen Behörden in den Händen haben. Die bisherigen Versuche der amtlichen deutschen Stellen wie auch der in Mittechenschaft gezogenen deutschen Jndustriefirmen, Einzelheiten über die Gründe der Verhaftung zu erfahren, sind ohne Erfolg geblieben. Die Folge ist, daß die seit einiger Zeit zwischen Deutschland und Rußland schwebenden Wlrtfchaftsverhandlungen vorläufig abgebrochen worden sind. Gerade der Umstand dieser Wirt- schaftsverhandlungen gibt den Verhaftungen der jdeutschenIngenieure eine besonders rätselhafte Note. Man weiß, daß die Russen mit ihren weitgehenden Wünschen bisher noch nicht durchgedrungen sind, I ausschusses statt, den der Hauptausschuß des Reichs- jfodaß der Verdacht naheliegen könnte, daß Ruß- tages zur Prüfung der Lohmann-Geschäfte einge« (land durch die Verhaftung der Ingenieure einen setzt hat. Zunächst erfolgte laut „B. T." eine Druck ausüben möchte. Die Unterbrechung der I genaue Festlegung des Arbeitsprogram ms. /Verhandlungen wäre dann allerdings der genau Dann wurden die beiden ersten Punkte des Pro- entgegengesetzte Erfolg solchen Druckversuches. In gramms im wesentlichen erledigt. Es wurden die Rußland wird man natürlich umgekehrt sagen, daß Quellen festgestellt, aus denen Kapitän Lohmann durch den Abbruch der Verhandlungen ein Druck I feine Gelder bezogen hat, und es wurden die auf die Prozeßführung gegen die Ingenieure ver- I Vollmachten geprüft, aufgrund deren er gehandelt sucht werde. Die Dinge komplizieren sich also, sie I hat. Montag nachmittag um 5 Uhr wird man die bekommen außer dem rechts- noch einen wirt- I Einzelheiten der Geschäfte durchprüfen, wobei auch fch a f ts p ol i t i sch en, schließlich sogar staats- I festgestellt werden wird, welche Personen als politischen Prestigecharakter. Aber wenn dem I Treuhänder figuriert haben, und ob unan-
minifter Schätze! darauf hin, daß der Reichstag durch die monatlichen Geschäftsberichte über die Entwicklung der Reichspost unterrichtet werde. Zu den Befürchtungen wegen einer weiteren Erhöhung der Fernsprechgebühren erklärt der Minister, eine Gebührenerhöhung werde solange nicht in Frage kommen, wie der jetzige Preisstand der Wirtschaft bestehen bleibe. Im Gegenteil, er halte sogar im Fernsprechwesen Tar'iferleichte- r u n g e n für notwendig, sobald die Finanzlage dies ohne Beeinträchtigung der allgemeinen Verkehrsinteressen zuläßt. Zum Schluß ergreift der Reichspostminister nochmals das Wort und stellt fest, daß feit dem Bestehen des Poftfinanzgefetzes die Reichspost ihr Vermögen um 700 Millionen er. . . >• ■ ... - - - - ■ m
höht habe. Das Gesetz habe sich somit bewährt und erfahren ist die auf diplomatischem Wege erber Verwaltung die notwendige Beweglichkeit ge- lolgte Ueberrerchung der Orden erst vor einigen geben. Nach Schluß der Aussprach» wird der kom- Tagen vorgenommen worden. Der Reichspräsi- munistische Streichungsantrag und das kommunifft- knmt und der Reichskanzler haben die Orden al» sche Mißtrauensvotum gegen die Stimmen von drei | Erinnerungszeichen angenommen.
anwesenden Kommunisten unter großer Heiterkeit abgelehnt. Einstimmig wird noch ein Antrag der Wirtschaftspartei auf Ermäßigung der Fernsprechgebühren für Wenigsprecher angenommen und der Etat in zweiter Lesung erledigt. Das Haus vertagt sich darauf auf Samstag, 13 Uhr.
Zentrum von Anfang an in dieser Frage entgeh nonnnen und durchgehalten hatte. Für das Zentrum kam es darauf an, den Ausgleich zwischen den Interessen der Produzenten und derKvn- fumenten herbeizuführen. Das Zentrum erachtet es als entscheidend, daß die krasse Preisspanne, die zwischen den absolut ungenügenden niedrigen Prei-
-dgsblochenm^Wi^iko-rtl-nU T” I
*1nt76.u®Ä”Ä^en^:n. 6‘»*” ”"8..™ «*
renkredi! für hn« srh ü rn „ hV/r* x.t t I Demgemäß hat das Zentrum es nun durchgesetzt, f“V"5 *?Blant>gef$aft, daß das Kontingent für Gefrierfleisch sofort wieiLr eme deutsche Anleihe für Ruß l a n d, um erh öh t werden muß, wenn die Fleischpreise st ei-
Vie Zulassung der Notierung russischer Staatsan- gen. Damit ist ein wichtiger Sicherungsfaktor
leihen an den deutschen Börsen und schließlich ge- eingeschaltet.
knfLet/m<.nmßännÖSr- .Warenkredit ver- Außerdem hat das Zentrum es abgelehnt, dem Een w Reichsmark, Davon Reichsernährungsminister Blanko-Vollmacht
ErS ? • rF?rf 3nn?Ä?nt,T9K e5 bezüglich der Verteilung der 30 Millionen zu ge- a-9 en 000 Mlllionen-Kredlts den. Hier lag der begründete Verdacht vor, daß
2* .Ordern Hiervon sind nämlich bereits der größte Teil dieser Beträge an den großen
y Teilbeträge fällig geworden. Die Russen landwirtschaftlichen Besitz nach d em Ost en fließe,
wollten den neuen Krebst hauptsächlich tfür die I Das Zentrum hat verlangt und duvchgesetzt, daß Bestellung bei der Mittel- und Kleineisenindustrie I ein 28gliebriger Ausschuß als Beirat dem Reichs- m Deutschland verwenden. Deutscherseits bestan- I ernährungsminister zur Sei ven Bedenken, wenn auch die Russen bisher die I die zweckmäßige Verteilung
sallig gewordenen Mckzahlungen pünktlich abge- sonder« Berücksichtigung der kleinen und mitt- tragen hatten. Mit der Gewährung einer Sow- I leren Interessen des Westens und des ptanleihe und der Notierung russischer Anleihen an I Südens des Reiches entscheidet. Der Reichser- deut chen Börsen vermochte man sich hier sehr I nährungsminister hat trotz der Unterstützung, die wenig Mi befreunden und zwar zunächst aus poli- ihm seine deutschnationalen Freunde guten werden Mchen Gründen, dann aber auch, weil der deutsche lichen, gegenüber der festen Haltung deS Zen- Anleihemarkt nicht einmal für i n l ä n d i s che An- trums in diesen Fragen seine nachgerade dikta- leihen ausreicht. Ihre Zollwünsche hatten die Rus- torischen Auffassungen nicht durchbringen können, fen schon selbst zurückgestellt in ber Annahme, daß Er mußte notgedrungen den Zentrumsforderungen sie bamit bei der kommenden Regierung besser I sich beugen.
durchdringen würben. Es hanbelte sich höuptsäch- lich um Zollerleichterungen für/bie Einfuhr ruflr scher Agrarprobukte.
nicht ganz klar. Ein Communigue ber englischen Abmiralität bestätigt die Meldung, daß der Konteradmiral Eollard, der Kapitän Dezar und der Kommandant Daniel vom Oberstkommandierenden ber kischnationale Block zum Sammelpunkt der „Antr- I Marinestreitkräfte bis zur Durchführung der Un- lutramontanen". I tersuchung des Zwischenfalls auf dem Flaggschiff
Wir begrüßen diese Klärung, benn mm wissen »Royal Oak" vom Dienst enthoben sind. Wie der
wft genau, woran wir sind. Uns sind übrigens Reuter-Korrespondent in Malta erfahrt, begann offene Feinde lieber als solche, die uns in das der Zwischenfall nach einer ch^imE?hrAm Mttel^ins ^kämp^7 orbnu?gsg^mäßer Art Annuliert war, Daran
ÄÄ’K EF S; fiSSS ftÄWK
<AU Sleicher Zeit Dberftfommanbierenbe, Admiml Roger Keyes, be- da^OEelbet, ^ß iowohl der Wehttoolf wie mühte sich, diese Meinungsverschiedenheiten beizu-
1 $ ’ V * I legen und machte den Vorschlag, daß der Konter- hw admiral feine Flagge statt auf der „Royal Daf*
Reformationspartei nun I auf dem Linienschiff „Resolution" hissen lasse. Der dem Block noch angehort, kann niemand so recht I Konteradmiral Collard wies diesen Vorschlag zu- ergrunben. | rück, infolgedessen gab ihm Keyes die Erlaubnis,
feine Flagge niederholen zu lassen und gestattete Kapitän Dejar und Kommandat Daniel, sich nach England zu begeben.
düng finden soll. Das Zentrum hat ferner erreicht, ichan wird gemeldet: Die polnische Antwort auf daß in die mit Gefrierfleisch zu beliefernden stark die letzte litauische Note ist abgegangen. Die pol- industriellen Bezirke von Rheinland und West- I nisch-litauischen Verhandlungen werden demgemäß falen, Sachsen, Berlin, Hamburg, auch noch der am 30. März in Könisberg beginnen und von Jndnstriebezirk von Mannheim bis.Frank -I polnischer Seite voraussichtlich von Außenminister furt am Main einbezogen wird. Die Neu- I Zaleski selbst eröffnet werden.
regelnng wird am 1. Mai Platz greifen. | * Dr. Ricklin verHafkei. Havas meldet aus
Mülhaufen, daß auf Anweisung des mit der Autonomistenangelegenheit betrauten Untersuchungsrichters in Mülhausen die Polizei Dr. Ricklin in Dammerkirch verhaftet habe. Er werbe in das Gefängnis von Mülhausen verbracht werden. Außerdem habe die Polizei bei dem Steuereinnehmer Mattern, ber bemnächst eine Nichte Dr.
Dom fioförediaer Doebrina. Ricklins zu beiraten beabsichtige, in Dammerkirch- ‘. . „ y , y „ I Land eine Haussuchung abgehalten.
rnb Katholl^nhasses • Die italienische Wahlresorm. Aus Rom wird ^.kaistrliä)e Hof- I gemeldet: Die Kammer nahm mit 216 gegen 15 »in» bekannltich vor kurzem I Stimmen den Gesetzentwurf über die Wahlreform
m. die sogenannte Deutsche I an, nachdem Giolitti vorher angetünbigt hatte,
1 lsnn i;to-cir= er werbe gegen den Entwurf stimmen.
Evangelischen Bund die Wühlarbeit Doehnngs doch zu stark auf die Nerven gefallen war, und das I
5? ^"uaber wird Zwischenfall M ÖCt kNgl. MaNNk.
der eigentliche Zweck dieser seltsamen Parteigrun- I
düng klar. Die Deutsche Reformationspartei hat I Ein Fall, der in sehr aufgebauschter nämlich beschlossen, ben Anschluß an den sogenann- I Form gemeldet worden ist, hat sich in der englischen ten Bö lkischnationalen Block zu vollzie- I Mittelmeerflotte abgespielt. Die Sache liegt noch ben. Da Doehrina auch heute noch dem Evom “ ""
lischen Bund zugehört und, da er in der Deutsch Reformationspartei die verbissenstm Romkämp
Aus München wird gemeldet: In den leisten Tagen haben eingehende Besprechungen zwischen dem bayerischen Landtag und der Staats» Preußischer Landtag. I regierung stattgeftmden über die Frage, ob die im
3m DnuMch-n Lmd,-» wirb am greitag bie nächNcn M W« «Jj« R
Kultusbebatte mit ber gleichen Heftigkeit wie am sfitk:
Donnerstag weitergeführt. Ein Regierungsver» |,ak®e.n r,e 15cn,mtt. der tn An sicht treter hebt hervor, daß die Staatsregierung bas I gehenden Reichstagswahl verbunden werben kon» Pfarrerbesolbungsgesetz eingebracht habe, um bie ne"’ ®'e Besprechungen haben zu dem Ergebnis staatliche Beihilfe für die Pfarrer jeweils unabhän- I geführt, daß die sämtlichen b a y e r l s ch enWah- gig von ber Gestaltung bes übrigen Etats burch- Ien mit der RSichs ta gs wa h l verbunden führen zu können. Dem neuen Landtag solle ein werden sollen. Auch der Aeltestenrat des Land- Kirchensteuergesetz zur Verabschiedung vorgelegt tags hat sich in seiner heutigen Sitzung in diesem werden. Das Haus vertagt bie Weiterberatung I Sinne ausgesprochen.
auf Samstag 10 Uhr: Rest bes Kultusetats unb I *
kleine Vorlagen. I Die „Reichspartei für Volksrecht unb Answer-