Einzelbild herunterladen
 

Fuldaer Land und Nachbargebiet.

— Hoxas. Leider mußte am vergangenen Sonntag wegen Verhinderung des hochwürdigen Herrn Paters die angesagte Predigt zur Vorbereitung des 50jährigen Soüalitätsjubiläums ausfallen. Sie findet aber diesen Sonntag den 18. März abends 8 Uhr ganz b e - stimmt statt. Alle Männer und Jünglinge der Pfar­rei, nicht etwa bloß die Mitglieder der Sodalität, find herzlich eingeladen.

— Niederkalbach. In der Gastwirtschaft Sauer findet am Sonntag abend um Uhr ein Lichtbilder- o o r t r a g von dem Führer der Waldürncr Blutwall­fahrt, Herrn August König aus dem Eichsfeld statt Ein­tritt ist frei. Alle Männer und Frauen, besonders auch die Wallfahrer nach Walldürn, sind freundlichst einge­laden.

— Hanau. Das preußische Staatsministerium nahm einen Antrag an, nach dem das Staatsministerium be­auftragt wird, bei der Reichsregierung für die sofortige Aufnahme der Hanauer Diamte narbeiter in die Krisenfürsorge Eintreten soll.

— Melsungen. Der Minister für Kunst und Wis­senschaft hat nunmehr dem hiesigen Reform-Real­gymnasium die Genehmigung zum Ausbau einer Vollanstalt erteilt.

— Gießen. Ein Sprengunglück ereignete sich in dem Stein-bruch der Firma Launspach u. Co. in Ettingshausen (Kreis Gießen). Dort wollten der 42jährige Steinbrucharbeiter Hermann Vogler und der 17 Jahre alte Arbeiter Otto Blei von Ettingshausen ein Schußloch mit einer Sprengladung versehen. Bei den Ladearbeiten explodierte jedoch die Ladung und der Schuß schlug mit voller Kraft auf die beiden Arbeiter zurück. Der 17jährige Otto Blei erlitt dabei schwere Kopfverletzungen, wobei auch die Augen außerordentlich bedenklich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der Ar­beiter Vogler wurde an der linken Hand schwer ver­letzt, ferner wurde ihm der Unterkiefer zerschmettert und die Augen wurden so schwer getroffen, daß für das Fortbestehen des Sehvermögens ernsteste Gefahr vor­handen ist.

— Lich. Das Kreisamt Gießen hat den ersten Wahlgang um den Licher Bürgermeister- p o st e n durch Einspruch angefochten. Das Kreis­amt stützt sein Vorgehen auf verschiedene Formfehler, die bei der Wahlhandlung vorgekommen sind. Die An­gelegenheit ist gegenwärtig dein Ministerium unterbrei­tet worden. Die Stichwahl zwischen den beiden Kandi- baten Dörmer-Lich und Gail-Oberstein wurde ausge­setzt. Wann eine Neuwahl stattfindet, ist zur Stunde noch völlig unbestimmt.

— Limburg. Unter starkem Andrang des Publikums begann hier der Mord prozeß gegen den 52jährigen Kraftfahrer Franz Harth aus Hadamar, geboren zu Weißkirchen im Taunus. Harth hat am 29. Oktober v. I. die geschiedene und zweimal verwitwete Frau Bunke er­stochen. Nach der Anklage soll Harth die Tat vorsätzlich und mit Ueberlegung begangen haben. Zunächst wur­den die persönlichen Verhältnisse des Angeklagten ein­gehend erörtert. Harth ist unzähligemale vorbestraft. Er war bereits zweimal geschieden. Als er im März v. I. eine längere Gefängnisstrafe in Freiendiez verbüßt hatte, wurde er mit der Frau Bunke in Hadamar bekannt, bei der er sich bald einquartierte. Frau Bunke batte fünf unmündige Kinder und hoffte, daß der Angeklagte sie heiraten würde. Sie hat ihn verschiedentlich finanziell unterstützt im Vertrauen darauf, daß er ein reicher Mann sei, wie er immer behauptete, und ihm u. a. zwei Hy­potheken auf ihr Haus gegeben und Bürgschaft geleistet. In letzter Zeit kam es aber zu Zerwürfnissen, als Frau Bunke merkte, daß Harth sie nicht heiraten wolle. Als am Morgen des Mordtages ein Gläubiger schriftlich die Hypothek auf das Haus der Frau Bunke kündigte, kam es zu einem scharfen Zusammenstoß zwischen Harth und der Frau, in dessen Verlauf Harth die Frau zu Boden schlug und später erstach. Der Vorsitzende hält dem An­geklagten vor, daß er heute eine neue Darstellung der Tat gebe. Zuerst habe er gesagt, er und Frau Bunke hätten ausgemacht, gemeinsam zu sterben; dann habe er behauptet, die Frau habe das erst gesagt, nachdem sie das Messer in der Brust gehabt habe, und jetzt behaupte er, die Frau im Streit erstochen zu haben.' Nach der

[mehrstündigen Vernehmung des Angeklagten wurde als erste Zeugin Frau Lanio, die im Hause der Ermordeten wohnte, vernommen. Die Verhandlung wurde daraus auf Donnerstag vertagt.

— Dom Westerwald. In dem Stall des Landwirts Kalk in Niederzeuzheim wurde die Ehefrau Lud­wig Horn t b t aufgefunden. Di? Frau hatte am Abend im Stall gemolken. Als man sie infolge des langen Aus­bleibens suchte, sand man sie mit einer schweren Schädel­verletzung am Boden liegend tot vor. Nach Aussage der Angehörigen soll die Frau von einer Kuh aufge­spießt worden sein. Verschiedene Momente, u. a. der Umstand, daß nach den bisherigen Feststellungen die Leiche nur eine klaffende Wunde am Hinterkovf auf­weist, lassen den Verdacht einer gewaltsamen Tötung aufkommen. Die ßimbirger Staatsanwalt­schaft war die ganze Nacht an der Fundstelle tätig und hat sich auch am Donnerstag wieder dorthin begeben. Die Frau stand im Alter von 45 Jahren und war Mut­ter von zehn Kindern.

Rus Nieöerhessen.

= Gudensberg. Nach 45jähriger Tätigkeit im Dienste der jüdischen Volk.schule ist Herr Lehner B P e r l st e i n dahier in den Ruhestand getreten. Perlstein war auch viele Jahre Stadtratsmitglied.

Neues aus Frankfurt.

i= kleine Frankfurter Rundschau. Der Hauptaus­schuß der Stadtverordnetenversammlung beschloß bei der Beratung des Etats eine Kontingentierung der Gewerbesteuer sowie der Grundvermögenssteuer 1928 in der Weise, daß ein über das veranschlagte Etats­soll von 25% Mill. Mk. beider Steuern hinausgehender Ertrag je zur Hälfte zur Senkung beider Steuern ver­wendet wird. Zu diesem Zweck soll die Erhebung des vierten Quartals solange ausgesetzt werden, bis der er­forderliche Ueberblick vorliegt.

— (Ein Beruf, der nicht überfüllt ist. Im vorigen Jahre wurde der Direktor der Universitäts-Sternwarte und Professor der Astronomie, Martin Brendel, wegen Ueberschreitung der Altersgrenze in den Ruhestand ver­

setzt. Brendel, der trotz feiner 65 Jahre nocy ganz un­gewöhnlich rüstig ist, mußte aber im Herbst seine Lehr­tätigkeit wieder aufnehmen ,da keine geeignete Kraft für diese Professur vorhanden wär. Nunmehr hat in Prof. Dr. Karl Meißner aus Jena einen Nachfolger für Brendel gefunden. Meißner tritt fein Frankfurter Amt mit dem Beginn des neuen Sommerhalbjahres an.

* Die teuersten Hotels in Europa sind die drei grüß, ten, dem russischen Staate gehörigen Hotels in Mos- k a u. Das Savoy-Hotel, das Grand-Hotel und das Me­tropolitan-Hotel. Hier bekommt man kein Zimmer unter 25 Mark pro Tag, etwas bessere Zimmer kosten 35 Mark. Dafür hat man den Vorteil, daß die Küche schon abends 10 Uhr geschlossen wird, wonach sich auch die Bedienung zurückzieht. Jedoch wird man dadurch entschädigt, daß in den nicht zum Hotel gehörigen aber in den Hotelgebäuden untergebrachten Restaurants die Musik der Jazz-Kapellen bis 3 Uhr nachts ertönt, sodaß gewiß ein angenehmer Schlaf gewährleistet ist.

Wie wird das weiter?

Die Verlagerung des europäischen Hochdruckgebietes in südöstlicher Richtung schreitet fort, sodaß unsere Witterung unter dem Einfluß der südöstlichen Luft­strömung bleibt.

Witterungsaussichten für Samstag: Vorwiegend heiter, trocken, mild, südöstliche Winde.

Berliner

Devisenkurse

14. Mär,

15. Selb

März drief

Gew

Briet

nent-Uork

4,17

4,18

4,17

4,18

Brflffe!

58,24

58,36

58,23

58,85

fiollnnb

168,15

168,49

168,14

168,48

Conbon

20,39

20.43

20,38

20,42

Ports

16,44

16,4S

16,44

16,48

Schwei;

80,46

80,62

80,45

80,61

Spanien

70,08

70,22

70,09

70,28

Italien

22,07

22,11

22,07

22,11

I>Snemar»

111,93

112,15

111,93

111,15

Norwegen

111,29

111,51

111,29

111,51

Schwebet

112,14

112,86

119,12

118,84

Prag

12,38

12,40

12,88

12,40

toten

58.85

58,97

58.85

58,97

Achtung!

Achtung!

Zu bevorstehenden Festtagen bringe ich mein reichhaltiges Sdhuhwarenlager der geschätzten Stadt- und Landkundsdiaft für Herren, Damen und Kinder bei geschmackvoller Ausführung in empfeh ende Erinnerung. Nur Qualitätsware.

Kommunikanten- und Konfirmandenschuhe preiswert.

Alleinverkauf der weltbekannten Dr. S&mler- und Lipsie-Reform-Schuhe für Damen und Herrn mit Fussbett und eingearbeiteten Ballen nach orthopädischen Grundsätzen hervesfelh und daher liir empfindliche Füsse und Senkfüsse eine ausserordentliche Wohltat.

Reparaturen fachmännisch und preiswert. Beste Materialverarbeitung in eigener Werkstatt. Handarbeit.

Du:^'±az:53 Schuhham Valentin Kollmann 53

ist am besten, wenn er frisch gebrannt ist.

Ich verkaufe frisch vom Röster weg meine g anerkannt feinen und sehr beliebten K

KMZMM I

das Pfund zu*

Nil. 3.09,3.20,3.69,6.09,4.60,4.00

und gebe vom 16 —24. März 1928

doppelte Gutscheine

oder Rabattmarken.

Mittelstraße 1

Machen auch Sie in diesen Tagen einen Versuch.

MlMM MMlsAs UM N tönrg. Nutz- und BrennholZversiesgemng.

Donnersiog, den 22. lilcrj 1928. tomw.-n im Saale der lüölictfa en äBirtkr ait ,u Ganze au von vormittags 9 Uhr ab aus den Di'irikien Wärjchbach, Reichloser Wald, Gunzevauer Horst, Scheuet wald, Obel- uno Unterhörftchen zur öffentlichen Versteigerung:

Buche: 1 Abschnitt 4. KI. mit 0,00 im. — tm: 3 Nutz.

schelfer, 308 B enn ehester, 104 Knüppel, 101 Reis- knüppel, 25 Stammreis und 108 Astreis.

Eiche: Stämme, tm: O,~8 l.ftL. 1,21 2. Rl., 0,24 3.fil — im: 7 Rollen und 3 Knüppel.

Esche: Stämme, tm: 1,90 2. Kl., 0,69 3. Kl. — tm: 20

Scheit, 40 Knüppel, 15 Reisi nüppel u. 16 Stammt eis.

Ahorn: tm: 4 Scheit.

Hainbuche: rm: 7 Scheit und 5 Knüppel.

Mrfchdaum: rm: 4 Scheit und 1 Knüppel.

Fichte: Stämme, fm: 0,38 2a Kl., 0,55 2b RI — Deibnangen, Stück: 5 2. Kl., 5 3. Kl. — Schicht- häufen, rm: 30 mit doppelter, 132 mit einer öiir> - fläche. — Brennholz, rm: 36 Rollen 2. Kl., 25 Knüppel und 5 Stöcke.

Es wird gebeten, dar Holz vorher zu besichtigen, da nachträgliche Beanflandungen nicht berücksichtigt werden tönnen.

Stockhausen, am 14. März 1928.

Freitzerrlich Riedefe lche Forftverwalkung.

OberforstereL Neuhof

bringt nach Vorrat und Bedarf Nadelnutzholz in kleinen

Losen zum Ausgebot:

Am Dienstag, den 20. März, 10 Uhr in der Gastwirt­schaft zum „grünen Baum" in Ilieden,

am Mittwoch den, 21. Mär-, 10 Uhr in der Brähler- schen Gastwirtschaft in Neuhof Eilers.

gegründet 1870.

Damen Frisiersalon

E. S e e 1 i g. Petersbergerstr. 8.

Bedienungs-Preises

Langes Haar abst ngen, waschen tt. frisieren 2.— waschen und frisieren .... 1.50 frisieren..........0.00

Bubikopf waschen ytd frisieren.....1.25

glatt on alleren.......0.75

eingelockt ... •......0.85

schneiden..........0.75

; PM

ken

1.35, 1.15,

klSA und Edllch- Kraeen

zu Oriqinal-Lislenpreisen.

flehumlejkraiens.%«:

Stehumlegkresen und andere Mar-

MenUrssen :Ää™\Fon? 45

Grolle Auswahl und größtes Lager am Platze Breese, Mäa Gersfeld, Hilders, ßad Salzschlirf, Pelersberg.

Se lener Gelegenheilskdud

Mnseitisne SsIhstbLder

nur modernste Dessins, in größter ® »

Auswahl . . 2.45, 1.75, 1 25, 98, ©fei

Portieren

Garnituren

preiswert und in reicher Auswahl

Weinberg & Stiebe!

Spezialgeschäft für Tischlereibedarf.

Jetzt Brauhausstr. 2.

BelianntmaclW!

Das Leitungsnetz in der Stadt Fulda zwischen Gaswerk und Filzfabrik zu beiden Seiten der Frankfurterstr. ist am Sonntag, den 18. ds. Mts. von 8 —17 Uhr wegen dringender Instandsetzungs - Arbeiten ausge­schaltet.

Ueberlandiuerh.

Sfr.

Kaisers Brust-Carameiien

mit den._5Tannen.'

helfen hier. Wie 13*!iz», wie quälend ist der Husten, wie gefährlich der Keuchhusten, wie schlimm das kratzende Gefühl im Halse bei Ver- schleimun^, bei Heiserkeit.

Hier helfen die berühmten, seit 35 fahren bewährten Kaiser’* Brust-Caramelien. Paket 40 Pfg., Dose 80 Pfg.

Zu h tben in Apotheken, D-ogerien und wo Plakate sichtbar.

Bekanntmachung.

Das städtische Grundstück, Kartenblatt 18 Nr. 518/78, groß 14 ar 19 qm, soll im Erbbaurecht und das aus dem­selben stehende

WchihiM Wckwrbttstl. 8

im Wege des öffentlichen Meistgebots abgegeben werden

Die Bediraungsn lönnsn gegen Zahlung der Schreib- gebudren mit 0,80 Mk. von der Stadtkanzlei bezogen werden.

Die Anzahlung, die auf das Haus geleistet werden soll, ist vor der Zuschlarserieilung nachzuweisen.

Termin wird anberaumi auf

Dienstag, den 3. April 1928, 11 Ahr i. Skadlschlotz, Eüdflügcl, Zimmer Nr. 2.

Kaufliebhaber sind hierzu eingeladen.

Fulda, den 13. März 1928.

5 er Magistrat?

Dr. Dr. h. c. Antoni.

Georg Becker

Gewüscmarkt.

$rima RoMee, Luzerns, Schweden- und Gelbklee, Eckender fer Irrefenwaizen Kunke'ker-ns, gew und rot, sowie OSeedorser plststunde, Gatten-SÄmemen.

Sämtliche Sämereien sind hochkeim­fähig, teidefrei und dec hiesigen Gegend angepatzt.

Kiniwen

Stets das neueste ——

——- Billigste Preise

Kaufhaus 1 Kammer

Florengasse 13.

Wer Wein kauft,

Wenn die Flasdie au[ dem Etikett oder auf der Kapsel das gesetzlich geschützte Zeichen

will vor allem für einen mässigen Preis etwas wirklich Gules haben.

trägt, dann Ist Ihnen ein preiswürdiger Qualitäiswein sicher.

Joseph Schmitt, Fulda Weingroßhandlung

Büro u. Hauptkellerei: Paulustor 4—6 Kleinverkauf: Marktstraße 32 Fernsprecher Nr. 11.

Höhere Lantiwirtschaitsschule Weilöurg, Lahn.

Höhere Lehranstalt für Hessen-Nassau. Drei Vor­klassen (Sexta bis Quarta), vier Fachklassen (entsprechend U. 111 bis O. II). Primareife. Beginn des Schuljahres am 17. April, mgs. 9 Uhr. Aufnahme in alle Klassen. Volksschulen können nach 7 Schuljahren in Fachklasse L. IV (U. 111) eintreten. Anmeldungen erbittet und Aus­kunft erteilt

Studienrat Dr. Helmkampf.

Rechts- und Mietstreitigkelten

regelt

Verwaltungsbüreau Fischer, Fulda, Ohmstr. 2

Tapeten

in den schönsten u. neuesten Mustern. Man verlange kostensrei Musterbuch Nr.458 Gebr.Ziegler, Lüneburg

I Bülow Philipps Arnold Glaser Sdiiedmayer Rüge! | und M

Pianos

zu günstigst. Preis.; bequem zahlbar.

Gebrauchte Klaviere werden in Zahlung genommen.

Pianohaus Bülow

E. Kreß

Lmtaierg 1.

werden bezogen und gefüttert. 135

OPEL

< I

Klappwagen

in vielen Farben.

Th. Zifllerleln,

Marktstrasse.

Gegr. 1876 Tel. 322

Was ist denn das nur Ida?

Ja so ein Glanz war nie da, ch gebrauche nur noch die neue

Mu-Müsse Marke Moöil Allein zu haben in der Drogerie zu,n Krotoöil nur Karistraße 31

G. fi. Steuer, Fulda.