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Nr. 60

Sonntag. 11. MSrz 1928

SS.Zahrg

Der Kampf um den Panzerkreuzer A

ig des Greifs-

W SchlchbesprechMgen auf Her Genfer Tagung

* Luther sucht einen Wahlkreis — und kann ihn nicht finden. Als Dr. Luther, der frühere Ober­bürgermeister von Esten, zum Reichskanzler be­rufen wurde, legte er entscheidendes Gewicht auf die Feststellung, daß er „unpolitisch" sei, und keiner

Der Ministerpräsident erklärte dann zu der deutsch- nationalen Interpellation über die E n t l a s s u n

schließt nn G-aenteil sthr edle, im mabrhaft natio­nalen Interesse siegende, positive Forderungen.

Zur Herbeiführung einer wirklichen Befriedung

tigen finanziellen Unterstützung, die ihm aus schwer- industriellen Kreisen zuteil wurde und auch heute noch zuteil wird, ’ft es ihm bis jetzt noch nicht gelungen, einen sicheren Wahlkreis zu erhalten. Zuerst wurde er im Wahlkreis Düssellwrf-Ost ab­gelehnt, dann wandte er sich nach Hannover-Nord, wo er aber ebenfalls auf keine Gegenliebe stieß. Inzwischen hatte er den „Bund zur Erneuerung des Reiches" gegründet und ist in Versammlungen des Reichslandbundes aufgetreten. Aber alles hat ihm nichts genutzt. So sah er sich dann in Han- nover Süd um, wo es ihm aber überhaupt noch nicht einmal rergönnt war, in einer Wahlver­sammlung öffentlich aufzutreten. Seine Be­mühungen, um eine Kandidatur in diesem Wahl­kreis zu erreichen, sind von vornherein fehlge­schlagen. Nun wird neuerdings berichtet, daß er sich in zwei Wahlkreisen zugleich bewirbt und zwar in Koblenz-Trier und in Mecklenburg,

Erscheint sechsmal wöchentlich. Wochenbeilagen: „Die Welt im Bild" und „Buchenblätter". Rotationsdruck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda. Fernsprecher Nr. 9. Monatlicher Bezugspreis 1,80 Mk.

Universitärsprofessors Dahlen in wald, daß hier das Musterbeispiel demagogischer Flag-

Das Zentrum und die Südtiroler.

Die Zentrumspartei kann ohne Zweifel mit Recht darauf Hinweisen, daß sie den aus dem Chaos des Zusammenbruchs herausführenden außenpoli­tischen Rurs nicht nur mitbestimmt, sondern direkt gefunden hat. In der richtigen Erkenntnis, daß sowohl die Mittel wie auch die Ideologien, die in der Außenpolitik der Kaiserzeit maßgebend waren, unter den veränderten Verhältnissen des letzten Jahrzehnts nicht nur sinnlos, sondern auch schädlich wären, hat das Zentrum stets darauf ge­drungen, daß das Endziel der deutschen Außenpoli­tik, nämlich die Wiederherstellung der Gleichberech- tigung Deutschlands innerhalb des Konzertes der Großmächte auf dem Wege der Verständigung und des Abbaues überalterter, nationalistischer Vorur­teile erreicht wird. Der Verständiaun^si?danke fft durchaus nicht, wie so oft von gegnerischer Seite behauptet wird, rein Negativismus, sondern er um­

gewachsen sind. Wir müssen diese Grenzprovinz viel- mehr gegen die an ihren Grenzen brandende slawische Flut in erster Linie durch Milderung des wirt­schaftlichen Druckes unterstützen.

Und wenn die Deurschnationalean der preußischen Regierung planmäßiges Borgehen gegen das Reich oorwerfen, so sind dieses Verhaltens eigentlich sämtliche Länder schuldig; denn jedes von ihnen bemängelte im Reichsrat einmal die Reichspolitik. Die preußische Staatsregierung hat sich immer bestrebt, die Reichein­teressen vor die Landesinteressen zu setzen. Das hat auch Reichskanzler Dr. Marx als preußischer Ministerpräsident im Landtag erklärt, und er hat hin­zugefügt, daß Preußen dafür immer sehr schlecht von der Rcichsregierung belohnt wurde.

Im Plenum des Reichstages wurde am Frei- tag die zweite Beratung des Haushalts des Reichsverkehrsmini st eriurns fortge­setzt. Reichsverkehrsminister Dr. Koch erklärte tm Laufe der Debatte u. a., daß mit dem Bau der beiden neuen Rheinbrücken bei Ludwigshafen und Speyer voraussichtlich im Spätherbst begonnen werde. Nach läng-rer Debatte, die jedoch nichts Wesentliches zutage förderte, wurde die Aussprache geschlossen und die Abstimmungen auf die Tages­ordnung der nächsten Sitzung, die am kommenden Dienstag stattfinden soll, gesetzt.

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Nach dem ursprünglichen Plan wollte der Reichstag bis spätestens 31. März 1928 mit dem Etat fertig werden. Inzwischen ist in der Tat auch eine sehr starke Förderung der Arbeiten erzielt worden. Die Ausschüsse haben fleißig und prompt gearbeitet. Auch der Reichsrat hat die im Noiprogramm behandelten Fragen zur Westerbera­tung im Plenum ziemlich gefördert, aber trotz al­lem muß man doch heute schon begründete Zweifel darüber hegen, ob nun wirklch der 31. März als Termin für die Beendigung der Arbeiten dieses Reichstages innegehalten werden kann. Wahrschein­lich wird man damit rechnen müssen, daß noch bis in das erste Drittel des April hin­ein der Reichstag zusammengehalten werden muß. Man will dann so operieren, daß wenigstens bis zum 1. April, als dem Beginn des neuen Etat­jahres, der Etat und der Nachtragsetat erledigt find, so daß die aus dem Arbeitsnotpro- Stumm resultierenden Probleme dann in den er­sten Tagen des April ihre Erledigung finden könn- I ten.

*

Die Waffen nieder!

Der Waffenhandel nach China soll ganz verboten werden.

wtb. Peking, 10. März. ((Fig. Funkm.s. In Anbetracht dessen, daß die nie endenden chi­nesischen Bürgerkriege sich nun aus fast das ganze Land ausgedehnt haben, hat das diplo­matische Korps beschlossen, die Regierungen tele- fraphiich zu ersuchen, das Verbot der Waf- enausfuhr nach China, das 1919 in Kraft trat, wirksamer zu gestalten. Die Diploma­ten lenken die Aufmerksamkeit ihrer Regierungen auf die Wichtigkeit des betreffenden Abkommens, das die Notwendigkeit ausspricht, die Waffenaus­fuhr und den Waffentransit nach China zu ver­hindern. Das Telegramm ersucht die Mächte, d'e bis jetzt keine enffprechenden Maßnahmen ergrif­fen haben, es sobald wie möglich zu tun.

Reichsaußenminister Dr. Stresemann wird vor seiner Abreise nach Berlin, die nicht vor Son n- tagabend in Genf erwartet wird, noch eine Reihe von Besprechungen mit anwesenden Außen- miniftem haben, darunter eine Unterredung mit dem polnischen Außenminister Zaleski und eine jtoeite mit dem rumänischen Außenminister Titu- lesco, die beide den bevorstehenden Wirtschatts- verhandlungen mit diesen Ländern gelten. Bonden

Im preußischen Landtag kam es am Freitag zu einer stürmischen politischen Auseinandersetzung aus Anlaß der zweiten Lesung des Haushalts des Staatsministeriums und Ministerpräsidenten. Dazu lag u. a. auch eine Interpellation der Deutschnationalen vor, die den preu­ßischen Einspruch im Reichsrat gegen den Panzer­kreuzer kritisierte.

Ministerpräsident Braun brachte zum Ausdruck, der Lersailler Vertrag habe uns bewußt nur diejenigen Kriegsmöglichkeiten gelassen, die nicht als wirk­same angesehen werden könnten. Darunter rechne er auch den Bau von 10000-Tonnen-Panzerkreuzern, die keineswegs den viel größeren Schiffen der Gegner ge­wachsen wären. Man brauche daher nicht alle Einzel­heiten des Versailler Vertrages auf diesem Gebiete aus­zuführen. Mit dieser Auffassung befinde er sich in sehr guter Gesellschaft, nämlich der Reichsregierung. (Rufe links: Das ist keine gute Gesellschaft!) Die Reichsregierung nämlich habe ihrerseits darauf verzich­tet, von der Erlaubnis des Friedensvertrages Gebrauch zu machen, Torpedoboote zu 200 Tonnen zu bauen.

Was die Stellungnahme Preußens gegen den Pan- zerkreuzer angeht, so ist noch vor zwei Jahren der Chef des Admiral st abes im Haushaltsausschuß des Reichstags der gleichen ablehnenden Meinung ge­wesen. Man könne auch auf keinen Fall mit einer ge- wissen Frömmigkeit ohne weiteres akzeptieren, was die Militärs als notwendig verlangen. Wenn, so erklärte Braun, die Zivilverwaltung während des Krieges etwas mehr Courage gehabt hätte gegenüber einem Geiste der Militärverwaltung, deren Intelligenz Sudendorff so merkwürdig verkörpert, dann wäre uns vieles erspart geblieben. (Stürmische Zustimmung bei den Regie­rungsparteien.) Im übrigen habe kürzlich General- ober st v. Seeckt ausdrücklich die oberste Verantwor­tung des Politikers für die allgemeine Polittk einschließlich der Heeresmacht zum Ausdruck gebracht. Und General Groener hat im Reichstag erklärt, daß er die Flvttenpolitik vor dem Kriege für einen Fehler halte. Wer dieser Auffaffung vor dem Kriege Aus­drucks gegeben haben würde, wäre von Ihnen (zu den Deutschnationalen) als Landesverräter' gebrand- markt worden. (Stürmische Zustimmung links, anhal­tender Lärm bei den Deutschnationalen.)

Man sollte lieber das Schwergewicht unserer Außen. Politik nicht auf Machtinstrumente dieser Art legen, die uns der Friedensoertrag zugesteht und die nutzlos sind, sondern man sollte als eine wehrlose Nation den größ­ten Wert auf Verständigung legen. (Stürmische Kundgebung bei den Deutschnationalen und Rufe: Man darf sich nicht feige verstecken!) Meine Herren Deutsch­nationalen, ich verstehe Ihre Aufregung um so weniger, als Ihre Partei im Reichstag die Richtlinien akzeptiert hat, die die Fortsetzung der Außenpolitik Dr. Strese- manns, die auf Verständigung hinzielt, ausdrücklich for­dern. Wenn wir Ostpreußen helfen wallen, so können wir das nicht mit Panzerkreuzern, wie die Deutschna­tionalen meinen, die noch dazu nicht mal den polnischen

Das VDZ-Büro teilt mit: Die Entscheidung des Völkerbundsrates über den ungarisch-rumänischen Optantenkonflikt, die noch einmal die Tür zu direkten Verhandlungen offen läßt, wird, wie der Sonderberichterstatter des VDZ- Büros aus Genf meldet, vielfach auch deshalb be­grüßt, weil sie die prattische Möglichkeit für eine

genoerhetzung gegeben sei. Dieser saubere Universitäts­lehrer hat gefordert, man iolle am Berfassungstage Schwarz-Rot-Mostrich herunterreißen, und ist dafür nur mit einem Disziplinarurteil auf Strafversetzung bedacht worden. Die preußische Staatsregierung mußte bet diesem ungeheuren Falle das Urteil revidieren und hat Amtsentlassung verfügt. Wenn ein Beamter sich in dieser Weise gegen die verfassungsmäßigen Farben oer* geht, ist kein Platz mehr für ihn in der preußischen Ver­waltung. (Stürmischer Beifall bei den Regierungs­parteien).

Was die Dorwürfe angeht, daß die Derwaltungsre- form „eine parteipolitische Stellenvermittlung" sei, so treffen sie für Preußen jedenfalls nicht zu (Rufe bei den Deutschnationalen: Dafür haben Sie nur keinen Sinn!). Doch, ich habe dafür seit jener Zeit einen ausge­prägten Sinn, seit im Reichsinnenministerium uns gezeigt wird, welche Stümper rofr in dieser Be­ziehung waren. Wir werden nach wie vor besttebt sein, unsere Verwaltung mit republikanischen Beamten zu erfüllen und unterscheiden uns von der Reichsregie­rung dadurch, daß man dort entgegen der Staotsform Republikaner beseitigt und Monarchisten einstellt.

In der Debatte sprach für das Zentrum Abg. Schwering. Die Deutschnationa­len, die sich heute über Parteipolitik beklagten, hätten vor dem Kriege das schlimmste Parteiregiment geführt, das denkbar ist. Preußen habe die Pflicht, einen seiner Bedeutung entspre­chenden Einfluß im Reichsrat zu erlangen. Uner­hört sei der Vorwurf des Abgeordneten Stein- hoff (Dntl.), daß das Regime Braun eine A e r a des Niederganges war. An dem gewal­tigen Aufstiege zwischen 1918 und 1928 hätten allerdings nur demokratische und republikanische Kräfte gearbeitet, nicht deutschnationale. Hoffent­lich werde die parlamentarische Basis durch die nächsten Wahl-n noch gestärkt.

Der Landtag hat sich auf nächsten Mittwoch vertagt.

Die Agrarkrise.

Der preußische Innenminister hat einen Erlaß an die Regierungspräsidenten ergehen lassen, wie berichtet „um beschleunigten Bericht spätestens bis zum 10. März d. I. über Lage, Stimmung und Haltung der landwirtschaftlichen, insbesondere der bäuerlichen Bevölkerung und darüber, wie di» vielfach in den letzten Wochen zutage getretene Mißstimmung in den genannten Kreisen beurteilt wird, insbesondere ob die Sage als gespannt oder gefährlich anzusehen ist. Erscheinen besondere ört­liche oder gentrale Maßnahmen angezeigt? Den Bericht bitte ich auch darauf zu erstrecken, welch« Stellung die örtliche Presse, insbesondere dieje­nigen Druckschriften, die zugleich amtliche Kreis­blätter sind, zu diesen Fragen einnehmen.*

In gewissen Landbundkreisen, die sich in letzter Zeit einer gefährlichen Auspeitschung der Landbe­völkerung gewidmet haben, scheint man die Vor­sichtsmaßregeln der preußischen Regierung nicht gerade angenehm zu empfinden.

In seiner außerordentlichen Vorstandssitzung vom 8. März hat der Brandenburgische Landbund zu den kommenden Wahlen Slel- lung genommen. Er lehnt nach wie vor grund­sätzlich jede einseitige Bindung an eine politische Partei ab und wird nur diejenigen Ab­geordneten unterstützen, die sich zum Programm des Reichslandbundes bekennen. Die S^lagkrast der großen Rechten dürfe durch Splitterpar­teien nicht vermindert werden.

Der Nachtragsetat

für das Rechnungsjahr 1927 ist nunmehr dem Reichstao in Vorlage gebracht worden. Im gan­zen forbert-bie Reichsregierung 591 Millionen Mark an. Es hanbelt sich in der Hauptsache um die ziffernmäßige Auswirkung der vom Reichstag zwischenzeitlich gefaßten Beschlüsse ober der beschlos­senen Gesetze. Die wichtigsten Punkte sind folgendem

Für die Versorgungs- und Ruhegehälter ein­schließlich der Kriegsbeschädigtenrente 120 000 000 Mark, für die Besoldungsregelung für Beamte 45000 000 Mark, für Tarifänderung für Arbeiter­und Angestellte 7 000 000 Mark, die Barzahlungen aus dem Kriegsschädenscklußgesetz erfordern 160 000 000 Mark, die Ausgaben für die Grenz­gebiete beziffern sich für Ostpreußen auf 60 000 000 Mark, für besonders bedrängte westliche Grenzge­biete auf 12 500 000 Mark, für die Frankenempfän­ger an der Saargrenze 2 500 000 Mark, für den Wohnungsbau in den östlichen Grenzgebieten 6 000000 Mark; 25 000 000 Mark sind notwendig für Sozial- und Kleinrentner, 18 000 000 Mark für Linderung der Unwetterkatastrophen, 1500 000 Mark für Förderung der Milchwirtschaft, 2 000 000 Mark für die Wohlfahrtspflege. Die Durchführung des Anleihsablöfungsgesetzes erfordert 34 000 000 Mark für die Vorzugsrenten an Inhaber von Aus­losungsrechten und 10 Millionen Mark für die Wohlfahrtsrente. 23 000 000 Mark werden auf- gewandt für die Zwecke polizeilichen Schutzes für 1927/1928 als Abgeltung an die Länder. Dazu tre­ten nun noch eine Reihe anderer kleinerer Aus­gaben in den verschiedenen Ministerien. 7 000 000 Mark sind dabei noch für die Abwicklung der Phoe- bus-Verpflichtungen eingesetzt. Der Reichsrat hat 7 000 000 Mark mehr eingesetzt, darunter 3 500 000 Millionen für Linderung der Unwetterkatastrophen und 4 000 000 Mark für die kleinen Binnenschiffer, doch widerspricht die Reichsregierung diesen For­de nmgen.

Fuldaer Zeitung

Anzeiger für die Stadt Fulda und den Landkreis Aulda. Amtliches Kreisblatt.

Cs mbh nirfrt . I die sie ihrem neuen Staate gegenüber haben oder

nach einem ÜBoMPrtvJ k &r Suche I flar Grenzregulierungen mit gewaltsamen Mitteln

S Ob MM noch einmal aus- herbeizufuhren. Aber Herr Mussolini sollte sich doch

anderen Blatt $ ® au^ emem I dessen bewußt bleiben, daß die Unterdrückungsmaß.

b I nahmen, die er und die Funktionäre seines Regimes

* Völkischer als „Alssosialist". Im preußischen deutschen Sudtirolern gegenüber für angebracht Landtag hat der Abgeordnete Kaiser (Anklam) I f>°rten' in allen deutschen Herzen eine Empörung der vor einiger Zeit von derBölkischen Frei. I n5lf,ren' bie M weder durch die Einsicht, daß ein hei tspa rlei zur Deutschnationalen I Diktator, um populär zu bleiben, pompöse Gesten Partei übergetreten war, an das Landtagsbureau I braucht, als irgendein anderer Staatsmann, noch ein Schreiben gerichtet, in dem er mitteilt, daß er durch die Tatsache dämpfen läßt, daß Mussolini in aus der Deutschnationalen Partei a u s g e t r e • I keiner jüngsten Südtirolrede das Deutsche Reich, ten fei und hinfort die Bezeichnung „Ä l t s o - I anscheinend geflissentlich aus dem Spiel gelassen zia Ii sti sche Partei" als Parteibezeichnung I hat.

fubren werde. — Das ist ja eine nette Entwicklung. I Die guten Deutsch - Italienischen Beziehungen

Deutsch-polnische Handelsvertragsverhand- I sind uns allen wertvoll. Deutschland sowohl, wie, lungen. Entgegen offiziösen polnischen Presstmel- I vielleicht in noch höherem Maße auch Italien Düngen wird den Blättern mitgeteilt, daß be- können von einem freundschaftlichen Verhältnis lammte Termine für die Wiederaufnahme der I zwischen den beiden Möchten nur Vorteile haben. Verhandlungen festgelegt sind, an denen wir b?« Aber es ist nicht zu leugnen, daß diele guten Be- rett jein wurden, die Verhandlungen aufzuneh- I Ziehungen leiden müssen, wenn der leitende Staats- men, wenn mtr die Erhebungen beendet haben, die mann Italiens an Methoden festbält, die die für die nott« gemacht hat, Ob Beibehaltung des bisherigen außenpolitischen Sur- von d-v können, changt ses wichtigste deutsche Partei, das Zentrum, schon

mna uh EEcheldung der polnischen Regie- j aus Gründen des Gemütes besonders verletzen

a0‘ ' «ML -

Die Zentrumsfraktion des Reichstags hat er­neut ihren schon früher eingenommenen Stand­punkt in der Frage der Vermehrung der Beamtenstellen einmütig in ablehnen­dem Sinne bekräftigt. ___________^...___________ . .......

Es war ursprünglich ein Personaletar vorgese- I noch auf der Tagesordnung stehenden Fragen ver­heil, ber neue Beamtenstellen forderte, und zwar I dienen besonderes Interesse die Ernennung bezw. nicht allein für Berlin, sondern auch in Auswirkung I Wiederbestätigung des Vorsitzenden und der Mtt- auf das Land. Die Fraktion hatte sich schon bei I Sieber der Saar-Regierungskommission, wobei, wie der ersten Erörterung dieser Absichten einmal’g da- I verlautet, den langjährigen Wünschen der Saar- Hin ausgesprochen, baß nur denjenigen personellen I bevölkenmg in bezug aus die Ersetzung des belgi- (Frroeiterungen zugestimmt werden kann, die als scheu Vorsitzenden Lamberts durch eine neutrale unmittelbare Auswirkung der Beamtenbesolbungs- Persönlichkeit nunmehr Rechnung getragen werden erbnung angesehen werben könnten. Es handelt I wird und ferner die Jnvestigationsklage der Klei- sich dabei um die sogenannten „Fußnoten" und um ne” Entente. A zesichts der ungemein arbeits- ben Ausgleich besonderer Härten. Die Reichsregie- s^Men Tagesordnung wirb das Dreierkomitee nicht £ung hatte nun aber doch im Ergänzungsetat eine I m her £agc fein, bereite heute am Samstag einen A«ihe neuer Stellen gefordert und höhere Ein- endgültigen Bericht zu erstatten, ganz abgesehen siustlngen nicht nur beim Ministerium, sondern davon, daß z Z gewisse Doftrmente, auf die das auch bei den Nachgeordneten Behörden vorgeschla- I -wiskomitec Wert zu legen scheint, noch nicht vor- gen. Namentlich hanbelt es sich um eine Anzahl I ic®cn" e

oon toenatspräfibentenftelten beim Reichsversiche­rungsamt unb um höhere Einstufungen von pro- vinzialen Stellen. Don den brei Regierungspar­teien haben die Deutschnationalen vorbe­haltlos zu g e st i m mt; bas Zentrum aber erklärte, • JV ■ tn her Lage fei, auch nur einer ein- Men solcher neuen Positionen in diesem gegenwär- tigen Ai wen blick zuzuftimmen. Alles, was nach dieser Richtung hin sich als notwendig erweise, gleiche I gegenüber gebunden wäre. Alsbald nach

ein unb nadi einigem Zö^„ seinem Ausscheiden aus bem Kanzleramt, bas er

SSlfsSartei £he verteidigte, schlug er sich zur Deutschen

beL ?'e Zen- Volkspartei. Unb gar rasch war der Zweck diese Stellungnahme gebillfttt ""nmehr erneut dieses Schrittes erkannt: Luther strebte nach einem I Reichstagsmandat Aber trotz ber überaus mäch-

ftnanz ielle Transaktion eventuell unter Einschal­tung einer Völkerbundsanleihe an Rumänien bie­ten kann. Die Unterredung am Freitag zwischen Dr. Stresemann unb bem ungarischen Außenminister Dalko bezog sich,' wie man annehmen darf, haupt­sächlich auf die nochmals zur Behandlung kom­mende Jnvestigationsklage gegen Ungarn. Ange­sichts der allgemein bestehenden Neigung, diese Angelegenheit nur noch im Rahmen ihrer sachlich geringfügigen Bedeutung zu behandeln, wird er­wartet, daß auch von ungarischer Sette dieser Situation Rechnung getragen wird. Sollte es aber auf Emgreifen der Kleinen Entente zu einer grund- jätzl'chen Behandlung bet Frage kommen, so wäre , chsch Eine ssnwdsatzl'.che Erörterung ber mit dem | Europas gehört beispielsweise die vom Zentrum mteriiatmna.en Waffenhandel und ber internatio- I immer verlangte unb mit aller Energie anneftrebte neuen Tdaffenherstellung zusammenhängenden Pro- I Räumung der besetzten Gebiete und die Rückgabe

v eme in bezug auf die Förderung und Verwirk- I des Saargebietes: es gehört dazu eine oernnnftae-

lul)ung des Abrustungsgebankens zu erwarten. I mäße Regelung d-i durch den Versailler Vertrag IM« cnxK.Af»« I verdorbenen Verhältnisse im Osten: es gehört weiter

LHC oUOnTOICT jrtngc. I dazu eine der tatsächlichen Leistungsfähigk-it

Der Natwnalratsabgeorbnete für Ostttrol in I Deutschlands entsprechende Neuregelung und Be» Wien, Kneusel, gab in einer christlich-sozialen ! ssrenzung ber Reparattoirsn-rpslichtungen, ferner Arbeiterversammlung eine Uebersicht über den Der- bie Abrüst'ing aller Völker in dem Umfange, bet lauf unb die Ergebnisse ber Südtiroler Aktion und die Abrüstung Deutschlands gekennzeichnet erklärte bie Tiroler seien niAt I ist unb schließlich auch, auf diesen Punkt hmzuwei-

ge ellt das S* Pn bietet Mussolinis Redefeldzug einen ganz be-

?Sr l0n. fonberen Anlaß, eine übe-all anerkannte ummeifeU

ftem in «nsurnr a.&er ^E^r und Schwe- I hafte Garantie des kulturellen und volklichen Emen-

s k '<n^.e^eIL $eT grf°[9 her Aktion lebens der in fremden Hoheitsgebieten sesshffwn zei oer, daß das Weltgewissen wachgerufen I nationalen Minderheiten. 9m Zentrumslager denkt unö Dte eubhroler Frage zur Weltfrage geworden I niemand daran, unter den deutschen Minderheiten

I in fremden Landen eine Irredenta groß zu ziehen, ■■■■■*■■■■■■■■■■■■■■ I sie zur Nichtbeachtung ber Pflichten anzuhatten,